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Hopelessly Devoted

von Schrotti
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Florian David Fitz OC (Own Character)
08.12.2020
24.12.2020
68
74.024
4
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16.12.2020 544
 
Ich wusste, dass Doron nicht ewig bleiben würde. Tatsächlich ging seine Theaterzeit in München langsam dem Ende zu.
„Ich werde dich vermissen.“, sagte ich an einem Nachmittag, an dem wir durch den Englischen Garten spazierten.
„Mich oder meine klugen Ratschläge?“, grinste er.
Ich sah ihn an. „Dich!“
Er lächelte. „Ich komme wieder. Vielleicht schon im März. Und wenn nicht, du kannst jederzeit nach Tel Aviv kommen. Ich wohne direkt am Meer und meine Stadt ist wunderschön.“
„Tel Aviv.“, sagte ich. „Ich weiß nicht mal, wie es dort ist.“
„Dann komm und ich zeige es dir.“
„Vielleicht mache ich das sogar mal. Falls ich jemals wieder Urlaub nehmen sollte.“
Er lächelte. „Du bist jederzeit willkommen.“
„Danke Doron. Ich würde gerne dein Land kennen lernen.“
Ich sah einen Jogger aus der Ferne auf uns zukommen. Sofort erkannte ich ihn.
„Scheiße.“, entfuhr es mir, und mein Herz begann zu rasen.
„Was?“, fragte Doron und sah mich an.
„Das ist Florian.“, sagte ich und Doron folgte meinem Blick.
Flo hatte uns nun fast erreicht und ich sah, wie er uns zunächst  einen flüchtigen Blick zuwarf und seine Augen sich dann überrascht weiteten, als er mich erkannte. Er wurde langsamer und ich fürchtete schon, er würde stehen bleiben. Aber dann wandte er den Blick von mir ab und joggte an uns vorbei.
Ich atmete tief ein und steuerte eine Bank an. Doron setzte sich neben mich und sah mich an.
„Alles okay?“, fragte er.
„Ja.“ Ich atmete tief ein. „Sorry. Ich hatte nur nicht damit gerechnet ihn zu sehen.“ Ich sah ihn an. „Du denkst bestimmt ich wäre total bescheuert oder? So eine Reaktion nach über 9 Monaten...“
Er legte seine Hand auf meine. „Ich halte dich überhaupt nicht für bescheuert. Ich finde das ist eine ganz normale Reaktion. Es ist doch immer ein Schock, wenn man seinen Ex Partner nach einer Trennung zum ersten Mal wieder sieht.“
Ich nickte. Schock traf es ziemlich gut.
„Lena?“
„Ja?“
„Bist du sicher dass ihr nicht mehr zusammen kommt? Du und  Florian meine ich.“
„Ja, sehr sicher. Wieso fragst du das?“
„Weil ich doch sehe, wie sehr er dich immer noch beschäftigt.“
„Das war nur dieser eine Moment. Das mit uns ist schon ewig vorbei. Vermutlich hat er schon längst eine neue Freundin.“
Er seufzte. „Das ist so schade. Ich denke, er ist kein schlechter Mensch. Er hatte vielleicht nur Ängste, über die er nicht gesprochen hat, und bei eurem Streit sind sie aus ihm raus geplatzt.“
„Kann sein.“
„Aber du kannst ihm nicht verzeihen?“, fragte er.
„Ich habe ihm verziehen. Ich weiß, dass er es nicht so gemeint hat. Der Punkt ist, dass jedesmal, wenn ich an ihn denke, die Erinnerungen an seine Worte zurück kommen. Ich war einfach noch nicht soweit, mich wirklich auf jemanden einzulassen nach meiner letzten, ziemlich kranken, Beziehung. Außerdem haben wir wirklich nicht zusammen gepasst.“
„Du bist so eine starke Frau Lena. Du darfst dich von solchen Worten nicht so sehr runter ziehen lassen. Jeder sagt mal etwas, was er nicht so meint.“
„Ich bin leider eben doch nicht so stark.“
„Doch das bist du.“ Er sah mich ernst an. „Hör auf, dir das einzureden.“
Ich sah ihn lange an. „Ich werde dich so vermissen.“, sagte ich nur.
Er lächelte. „Ich dich auch.“
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