Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Vergangenheit ist, wenn es nicht mehr weh tut...

GeschichteDrama, Familie / P16 / MaleSlash
Marc Westerhoven Moritz Breuer OC (Own Character)
07.12.2020
14.05.2021
44
85.769
16
Alle Kapitel
233 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
07.12.2020 1.532
 
Gude :)

Diese Geschichte gammelt schon längert bei mir herum und ich hatte mal Lust sie hochzuladen. Äh ja... es kribbelt mir in den Fingern sie weiter zu schreiben und auszubessern.

Was mit meiner  Markus-Bauer-Story ist, die ist zurzeit pausiert. Mir fällt einfach nichts ein, was mir gefällt. Ich verzweifel dran und so erlischt der Spaß am Schreiben. Ich werde sie beenden, aber das kann dauern.

Jedenfalls wünsche ich euch viel Spaß hiermit, denn immerhin bekommen Schreiber auch andere Ideen, die sie aufs Papier (bzw. aufs digitale Papier) bringen wollen.

Grüße DarthSokratis

----------

Ein herzhafter Gähner entkam ihm bevor er einen neuen Schluck von dem heißen Kaffee trank. Sein Blick ging zur Seite, beobachtete ein Pärchen mit Kinderwagen an der Fußgängerampel. Die Frau hatte die Haltestange des Kinderwagens im Griff, der Mann hatte eine Hand auf der seiner Freundin bzw. Ehefrau. Der Streifenwagen setzte sich wieder in Bewegung und Marc Westerhoven blickte wieder nach vorne. Wieder entkam ihm ein herzhafter Gähner.
"Nicht gut geschlafen?", ertönte die Stimme seines Streifenpartners. Er drehte den Kopf zu ihm, ein junger, blonder Mann, der erst seit einem halben Jahr auf ihrer Wache war, hatte sich von Hamburg nach Köln versetzt. Moritz Breuer. Und auch wenn er die Polizeischule vor zweieinhalb abgeschlossen hatte, er war noch immer ein Frischling und dazu das Nesthäkchen der Wache mit seinen 23 Jahren.
23 Jahre… das war bei ihm eine ganze Weile her.

"Naja… die Folgen des alt werdens, wirst du auch noch merken Kleiner", meinte Marc, trank nochmal einen Schluck von seinem Kaffee.
"Also, bis ich so alt bin wie du, dauerts noch", entgegnete der Blonde leicht grinsend.
"Werd bloß nicht frech Kleiner!", warnte Westerhoven und sein Kollege lachte auf.
"Ich doch nicht!", sagte Moritz und hielt an den sich schließenden Bahnschranken an. Er stellte den Motor ab und griff an den Kaffeebecher, der in der Halterung neben der Gangschaltung stand. Er nahm einen kräftigen Schluck von dem heißgeliebten Gebräu. Es war schließlich noch recht früh, da brauchte man das Zeug zum Überleben.
Marc schnaubte gespielt beleidigt und hielt nach dem Zug Ausschau. Wenige Momente später raste ein ICE auch vorbei, kurz darauf konnten sie ihre Fahrt fortsetzen bis die Funke losquakte. Westerhoven griff nach dieser.
"Hier der 15/23, kommen", meinte er und schaute aus dem Fenster.
"Fahrt zum Königsforst. In der Höhe der Autobahnbrücke meldet Jemand Hilfeschreie aus dem Wald. Sonderrechte frei", ertönte eine männliche Stimme aus dem Funk.
"Königsforst in Höhe Autobahnbrücke, Hilfeschreie aus Wald. Wir rollen", wiederholte Westerhoven den Funkspruch und schaltete Blaulicht und Martinshorn an, sie fuhren durch die Stadt und die meisten Autos machten brav Platz. Es gab natürlich auch einige inkompetente Personen, aber sie machten zum Glück nicht zu viele Probleme.

"Das die Leute es nicht verstehen. Es könnten auch Verwandte oder Freunde von ihnen sein, die Hilfe brauchen", regte sich Marc leise auf.
"Tja… sie lernen es erst, wenn es wirklich mal so kommt", murmelte Moritz.
Nach einigen Minuten kamen sie an der gemeldeten Stelle an, ein junger Mann kam ihnen entgegen. Marc blinzelte, stieg aus dem Wagen. Plötzlich hatte er ein merkwürdiges Gefühl im Magen. Dies beunruhigte ihn etwas, er würde wachsam sein müssen. Er ging auf den jungen Mann zu, der keuchend vor dem Polizisten stehen blieb.
"Ein Glück sind Sie da. Dort vorne ruft irgendjemand um Hilfe, ich wollte aber nicht einfach dorthin. Zurzeit hört man ja wieder vieles, was im Wald passiert", meinte der Passant etwas aufgelöst.
"Wo genau?", fragte Breuer, der dazu getreten war. Der Passant zeigte in die entsprechende Richtung.
"Man hört es, wenn man paar Meter weiter läuft", keuchte er.
"In Ordnung, bleiben Sie bitte hier. Wir brauchen nachher nochmal ihre Personalien", meinte Marc, denn jetzt war es wichtig der Person zu helfen. Wer weiß in welchem Zustand sie sich befand bzw. womöglich wurde sie auch bedroht.
Der Passant nickte, blieb am Streifenwagen stehen als sich die Polizisten der Stelle näherten, mit schnellen Schritt in den Wald liefen als sie die Rufe wahrnahmen.

"Sei wachsam", bat Marc seinen Streifenpartner, denn ihn beschlich immer noch ein merkwürdiges Gefühl und das gefiel ihm so gar nicht. Moritz nickte und sie schritten tiefer in den Wald hinein.
"Da ist Jemand", meinte der Blonde plötzlich und lief vor. Westerhoven folgte ihm als er die Person am Boden erkannte. Sie war verstummt als sie die Polizisten näher treten sah. Ebenfalls ein junger Mann mit wuscheligen, schwarzem Haar. Seine Augen wirkten etwas klein, außerdem waren seine Hände verdreckt. Mit der einen Hand hielt er sein Bein.
"Hallo, die Polizei. Was ist passiert?", fragte Moritz und sah sich um, konnte aber sonst keine weitere Person oder Auffälligkeiten entdecken.
"Ich weiß nicht… bin in irgendwas getreten, kann net aufstehen… meine Brille", stammelte der Mann und tastete erneut den Boden ab.
Moritz hatte sich hingekniet, schaute sich das Bein an und die nähere Umgebung.
"Ein Erdloch", murmelte der Blonde während sich Marc nach der Brille umschaute. Sie wenige Meter entfernt entdeckte.
"Hab die Brille", meinte er und schritt dorthin.
"Möglich, hab net hingeschaut", hörte er den Passanten brummeln. Marc kniete sich hin, ergriff die Brille als ein Aufschrei hinter ihm den Polizisten zusammenzucken ließ. Er sprang auf, drehte sich um und zog dabei seine Schusswaffe aus dem Holster. Er sah nur noch wie Moritz auf die Knie fiel, sich mit den Händen keuchend abstützte. Der angeblich verletzte Passant hatte etwas in den Händen und richtete sich auf, zog den Blonden direkt mit auf die Beine, drehte ihn und hielt ihm ein Messer an die Kehle. Marc erhob seine Waffe, zielte auf ihn.
"Weg mit dem Teil! Lassen Sie meinen Kollegen los!", brüllte er direkt als er etwas in seinem Rücken spürte. Ihm wurde eiskalt als er vermutete, dass es sich um eine Schusswaffe handelte.
"Waffe runter Bulle, ansonsten wird es dein Partner bereuen", brummte eine Stimme. Westerhoven blinzelte, seine Gedanken rasten. Woher kam der Zweite so plötzlich? War er im Gebüsch gewesen? Aber da war doch nichts.
Marc knirschte mit den Zähnen, ein Brummen entkam ihm als er langsam die Hände hob und seine Schusswaffe fallen ließ. Er durfte seinen Kollegen nicht noch mehr Gefahr aussetzen, wenn er jetzt stur blieb.
"Ganz brav", brummte die Stimme erneut, dann schrie Moritz erneut los. Der angeblich Verletzte rammte ihm den Elektroschocker in den Hals, Sekunden später knallte der Blonde bewusstlos auf den Boden.
"Moritz!", rief Marc, wollte sich zu seinem Streifenpartner begeben, doch er wurde zurückgehalten.
"Ruhe! Ansonsten wird es dir leidtun", brummte wieder die Stimme, dann jagten höllische Schmerzen durch seinen Körper. Seine Muskeln zogen sich zusammen, es war als würde sein Körper in Flammen aufgehen. Ein Schrei entkam ihm bevor ihn ein Schlag am Kopf erwischte und alles schwarz wurde.

***

"Hallo, die Polizei. Was ist passiert?", begrüßte Moritz den am Boden sitzenden jungen Mann. Er schien Schmerzen zu haben, anscheinend suchte er auch was. Kurz blickte sich der Blonde um, aber sonst sah er keine weiteren Personen in der Nähe.
"Ich weiß nicht… bin in irgendwas getreten, kann net aufstehen… meine Brille", stammelte der Passant und Breuer trat zu ihm, schaute den Boden ab und bemerkte ein Erdloch direkt neben dem Bein, welches sich der Mann hielt.
"Ein Erdloch", murmelte Moritz, ist wohl der Grund für dessen Sturz.
"Hab die Brille", kam es von Marc, sodass  sich Moritz zu seinem Partner drehte, der sich gerade bückte um die Brille aufzuheben.
"Möglich, hab net hingeschaut", brummelte der Passant als Breuer eine schnelle Bewegung wahrnahm. Er drehte sich wieder zurück, aber es war zu spät. Etwas traf seine Seite und dann zischten höllische Schmerzen durch seinen Körper. Es war als würde er in Flammen aufgehen, so schrecklich brannte alles. Ihm entkam ein Aufschrei und er sackte auf die Knie als der Schmerz urplötzlich nachließ. Der Blonde musste sich abstützen, keuchte angestrengt, versuchte sich zu beruhigen als er mit einem Ruck hochgezogen wurde. Er wurde gedreht und an einen Körper gedrückt, Millisekunden später befand sich ein Messer an seinem Hals. Es ging alles so schnell, sodass der Polizeikommissar gar nicht mitkam. Immer noch schmerzte sein Körper etwas, er war überfordert und zitterte unkontrolliert.

"Weg mit dem Teil! Lassen Sie meinen Kollegen los!"
Marcs Schrei gewann seine Aufmerksamkeit und er sah wie sein Kollege die Waffe auf ihn gerichtet hatte. Dann erschienen Beine von oben und die dazugehörige Personen landete mit einer unglaublichen Stille hinter seinem Kollegen auf dem Boden. Moritz bekam kein Wort raus. Keine Warnung. Rein gar nichts. Es ging alles viel zu schnell, er war sichtlich überfordert. Stumm beobachtete er wie Marcs Augen vor Entsetzen groß wurden und dann hob er langsam die Arme, ließ seine Waffe zu Boden fallen.
Zwei Sekunden später jagten wieder höllische Schmerzen durch Moritz' Körper, noch schlimmer als beim ersten Mal. Sein Körper verkrampfte, schien vor Hitze zu zerbersten. Wieder entkam ihm ein Aufschrei als alles schwarz wurde und Moritz einfach umkippte.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast