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Guard

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Louis Tomlinson
06.12.2020
18.04.2021
30
71.724
32
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11.04.2021 2.190
 
„Er... er hat mich erpresst okay? Er meinte, er würde Ashe - ... Ich mag sie wirklich, aber ich hätte das niemals tun dürfen... Es tut mir so Leid Harry! Du und Louis ihr müsst aus dem Park verschwinden! Es ist ein Hinterhalt!“
„Was??!“, rief ich, doch Liam hatte bereits aufgelegt. Ich sah mich panisch um und auf einmal wurde mir die Dunkelheit und Einsamkeit hier unheimlich.
„Was ist los?“, Louis sah mich verwirrt an.
„Lass uns gehen“, ich griff nach Louis' Hand und wir standen von der Bank auf.
„Wieso?“, fragte Louis, ließ sich jedoch mitziehen, weil er erkannte, dass es mein Ernst war.
„Ja genau. Wieso?“, Shane trat plötzlich hinter einem Baum hervor.
Ich zuckte zusammen und Louis schob sich sofort vor mich.
„Hat Liam etwa geplaudert? Tztz ich hätte es mir denken sollen. Aber naja, es ist sowieso zu spät.“
„Wovon redest du?“, Louis' Stimme klang wütend und vorsichtig zugleich.
„Jungs, ihr könnt rauskommen“, feixte Shane und plötzlich waren wir umzingelt. Mit dem Teich im Rücken hatten uns auf einmal neun Leute in einem Halbkreis in die Ecke gedrängt. Zwei von ihnen waren Matt und Steve, die anderen kannte ich nicht.
„Weißt du, dein Kumpel, Liam, ist wirklich sehr labil. Ein echtes Sensibelchen so wie du Harry. Wenn er nicht hoffnungslos dieser Ashlyn verfallen wäre, hätte ich gewettet, dass er ebenfalls eine Schwuchtel ist.“
Ich ballte meine Hände zu Fäusten und mein ganzer Körper spannte sich an, bereit zum Kampf. Was auch immer Shane mit diesen neun Leuten an seiner Seite vorhatte, es konnte nichts Gutes sein.
„Er war wirklich leicht zu manipulieren“, fuhr Shane fort, „Und er hat mir seit Wochen jedes Detail über dich und deinen Kong Fu Trainer verraten.“
Ich bemühte mich ein Pokerface beizubehalten, aber innerlich schnappte ich nach Luft. Ich hatte Liam so viel über mich und Louis erzählt. Private Dinge! Und das hatte er an meinen Erzfeind weitergegeben?? Wie konnte er nur?!
„Ich hab Dinge erfahren, die ich gar nicht wissen wollte“, sagte Shane und schüttelte sich, als würde er sich ekeln, „Denn eigentlich war alles was ich wissen wollte, wie sehr du ihn liebst... bevor ich ihn dir nehme...“
Wie aufs Stichwort, stürmten Shanes Leute auf uns los.
Louis und ich hatten mittlerweile genügend gemeinsames Kampftraining absolviert, um uns ohne Worte zu verständigen.
Louis drückte ein letztes Mal meine Hand, bevor er sie los ließ und wir Seite an Seite Abwehrhaltung einnahmen.
Der erste Typ kam bei mir an und ich wich nur gerade so noch seinem Schlag aus und schaffte es mit einem Bodykick ein wenig Abstand zwischen uns zu schaffen, doch er hielt direkt dagegen und kam wieder auf mich zu.
Mir war sofort klar, dass das kein unerfahrener Hobbyschläger war. Der Typ war trainiert. Wie hatte Shane trainierte Kämpfer für diese abgefuckte Sache bekommen können?! Ich traf ihn mit einem Cross, doch dadurch gab ich einem weiteren Angreifer die Möglichkeit meine Deckung zu durchbrechen und bekam einen schmerzhaften Haken in die Magengegend. Zum ersten Mal war ich froh darüber, dass Louis immer so hart mit mir war und sich bei seinen Schlägen nicht zurückgehalten hatte, denn es hatte mich immuner gemacht.
Ich wehrte meine beiden Angreifer gleichzeitig ab, doch ich wurde immer weiter Rückwärts gedrängt und ich sah im Augenwinkel, dass Louis mit drei Typen gleichzeitig rang. Ich wollte ihm helfen, aber ich hatte genug mit meinen eigenen Angreifern zu tun. Ich musste sie ausknocken.
Immer wieder versuchte ich ihre Deckung zu durchbrechen um an ihren Hals oder Kiefer zu gelangen, aber die Typen waren gut und sie waren in der Überzahl.
Ich hörte Louis vor Schmerz aufschreien und machte den Fehler einen besorgten Blick in seine Richtung zu werfen. Dadurch gab ich einem der Typen die Möglichkeit, mich zu tacklen und mich zu Boden zu werfen. Er landete hart auf mir und versuchte mich sofort festzunageln, doch ich nahm ihn in Sekundenschnelle in den Guard, wendete den Press Guard an um ihn zum Aufstehen zu zwingen und ihn dann mit einem Sweep, also dem Wegziehen eines Beines, meinerseits zu Boden zu bringen. In diesem Moment war ich unfassbar dankbar dafür, dass Louis mir so viel Grappling beigebracht hatte.
Mit einem kräftigen Tritt gegen den Solar Plexus setzte ich den am Boden Liegenden geschickt außer Gefecht und wirbelte dann direkt herum um weitere Angreifer abzuwehren. Drei von Shanes Typen kamen auf mich zu, einer von ihnen war Matt.
Bevor sie auch nur in meine Reichweite kamen, warf ich gleich zwei von ihnen mit einem Roundhousekick zu Boden, was mich allerdings ebenfalls stolpern und gegen Louis stürzen ließ.
„Du weißt, dass ich es liebe mit dir zu Kuscheln Engelslöckchen, aber ich bin gerade etwas beschäftigt“, keuchte Louis half mir wieder einen festen Stand zu finden, während er gleichzeitig auch noch seine Angreifer von sich fern hält.
Ich hatte nicht einmal Zeit über seinen Scherz zu schmunzeln, da kamen schon wieder mehrere dunkle Gestalten auf mich zu.
Ich bekam einen Schlag voll gegen den Unterkiefer und taumelte rückwärts in Richtung Teich. Schwarze Flecken begannen vor meinen Augen zu tanzen, doch ich biss die Zähne zusammen und blinzelte sie so gut wie möglich weg, um meinen Gegnern wieder Widerstand zu leisten.
Am Rande bekam ich mit wie Louis Einen nach dem Anderen ausknockte und trotz der überwältigenden Überzahl zu gewinnen schien.
Ich jedoch kassierte immer mehr Treffer und blutete bereits aus Lippe und Nase.
„Lou“, rief ich verzweifelt, als mich drei große Kerle übermannten und mich am Boden festnagelten.
„Lasst ihn los ihr Penner“, brüllte Louis und kam wie ein Kriegsgott auf uns zu gestürmt. Innerhalb weniger Sekunden hatte er mich befreit und wir begannen Rücken gegen Rücken weiter zu kämpfen.
Mit Louis in meinem Rücken fühlte ich mich gleich viel sicherer und stärker schaffte es mich einigermaßen zu decken, doch ich schaffte es nicht, meine Gegner niederzustrecken.
Louis und ich waren umzingelt und gaben unser Bestes niemanden unsere Deckung durchbrechen zu lassen, aber es waren einfach so viele.
Nur zwei von Shanes Leuten waren am Boden liegen geblieben, alle anderen hatten sich wieder aufgerappelt und machten uns weiter zu schaffen.
„Ich habe mir erlaubt, ein paar alte Freunde einzuladen“, rief Shane über das Getümmel hinweg. Er lehnte entspannt und mit verschränkten Armen an dem Baum, hinter dem er sich versteckt hatte und schien Louis' und meine missliche Lage sehr zu genießen.
„Was soll das werden Shane?!“, schnauzte ich, während ich versuchte mehrere Schläge von mehreren Angreifern abzuwehren.
„Das ist meine Rache Styles. Du bist Schuld an Suzannes Tod und das hier wird deine Strafe sein!“
„Wenn hier jemand Schuld ist, dann bist es ja wohl du, du Wichser“, schrie Louis, während er einen seiner Gegner zu Boden gehen ließ, „Immerhin hast du Harry und ihr Drogen verabreicht, die es erst so weit kommen lassen haben.“
„Halt die Schnauze du Schwuchtel! Macht ihn fertig!“, befahl Shane den Angreifern, woraufhin diese noch einmal näher rückten und ihre Anstrengung uns niederzustrecken verdoppelten.
„Lou“, wimmerte ich, als ich drei Schläge kassierte und spürte wie mich meine Kräfte verließen.
„Haz, behalt deine Deckung oben!“, befahl Louis. Es war der selbe dominante Ton den er auch immer beim Sex hatte und mittlerweile reagierte mein Körper automatisch darauf.
Ich würde Louis gehorchen. Ich würde ihn nicht enttäuschen und einfach so aufgeben.
„Ach seid ihr zwei nicht süß“, lachte Shane abfällig.
Da schrie einer unsere Angreifer auf. Louis hatte einen weiteren von ihnen zu Boden gestreckt. Blieben noch fünf.
„Bekommt sie endlich unter Kontrolle“, schrie Shane.
Steve versuchte mir einen Schlag zu versetzten, doch ich wich aus und antwortete mit einem Gegenschlag, der seine Nase zum bluten brachte.
„Hazza, ziel auf die Kniescheiben!“, rief Louis mir zu und ich hörte wie er einige Schläge und Tritte austeilte.
Ich wusste, dass die Knie extrem empfindliche Stellen waren, an denen man so richtig Schaden anrichten konnte, wenn man richtig traf. Es war eine dreckige Technik, aber Louis und ich waren gerade nicht in der Position wählerisch zu sein.
Ich fixierte bereits Steves Knie, da wurde ich selber heftig gegen mein linkes Knie getroffen. Ich schrie bei dem scharfen Schmerz auf, während mein Bein unter mir weg knickte und ich fiel.
Sofort zerrten mich Arme aus dem Kreis und über den feuchten, matschigen Rasen in Richtung Shane. Mein Knie tat so schlimm weh, dass ich nicht aufhören konnte zu schreien.
„Harry!“, Louis' Stimme war voller Entsetzen, doch er hatte immer noch mit drei Angreifern zu kämpfen und keine Chance mir zu helfen.
Ich wurde in eine sitzende Position gezwungen, während Steve meine Arme festhielt und einer der anderen Wichser seine Hände um meinen Hals und Unterkiefer schlang. Er drückte nicht fest genug um mir die Luft abzuschnüren oder gar mir das Genick brechen zu können, doch die Drohung war auf jeden Fall da.
Ich konnte nichts anderes tun als verzweifelt zu Louis zu blicken, der sich immer noch mit Leibeskräften wehrte. Er griff nach einen Stock zu seinen Füßen und schlug damit einen der Typen nieder.
Einer der zwei übrig geblieben Kämpfer landete einen Tritt in Louis' Rippen, doch mein Trainer schien es kaum zu registrieren, denn er beförderte ihn prompt mit einem Roundhousekick in den Teich.
Sein Letzter Gegner und Louis lieferten sich einen finalen Kampf, wobei Louis ihn immer weiter nach hinten drängte und schließlich mit einem Haken gegen den Unterkiefer und einem Schlag gegen den Karotissinus außer Gefecht setzte.
Sofort wirbelte mein Freund herum, um mir zur Hilfe zu eilen, doch er hatte kaum zwei Schritte in meine Richtung gemacht, da erstarrte er.
Shane hatte irgendwas gerufen und Louis starrte ihn entsetzt an.
Mein Blick wanderte wie in Zeitlupe zu Shane, der plötzlich einen Revolver in der Hand hielt. Wo zur Hölle hatte er eine Waffe her?? Das war einfach unmöglich.
„Diese 357er Magnum ist geladen, also keinen Schritt weiter“, befahl Shane und richtete den Lauf direkt auf Louis.
„Shane was tust du da?!“, die Panik in meiner Stimme war unüberhörbar.
Shane sah mich an, hielt die Waffe jedoch weiter auf Louis gerichtet: „Genau vor einem Jahr, hast du mir die Liebe meines Lebens genommen. Jetzt werde ich dir deine nehmen.“
„Nein!“, schrie ich panisch.
„Shane, lass den Scheiß, das war nicht der Plan“, schritt jetzt tatsächlich auch Steve ein, mit ähnlichem Entsetzten in der Stimme.
„Oh doch, genau das war der Plan“, grinste Shane boshaft.
„Alter, das kann nicht dein Ernst sein! Willst du ihn einfach umlegen?!“
„Wenn dir das zu heftig ist, solltest du lieber gehen Steve!“, entgegnete Shane glatt.
Steve ließ tatsächlich meine Arme los.
„Bitte Mann, tu das nicht“, bat Steve Shane, doch dieser warf ihm nur einen tödlichen Blick zu.
„Ich habe ein ganzes Jahr lang auf diesen Moment gewartet. Ich habe gehofft, dass Harry jemanden findet, der ihn glücklich macht... Damit ich ihm endlich zeigen kann, wie es ist diese Person zu verlieren... Und dann, taddaa, wie aus dem Nichts erscheint dieser Kong Fu Trainer und verdreht ihm den Kopf. Perfektes Timing Bro!“
„Ich bin nicht dein Bro“, zischte Louis und blickte ohne Angst in den Lauf der Waffe.
„Okay, das ist zu viel, ich gehe!“, sagte Steve.
„Schön, verpiss dich du Weichei“, rief Shane ihm noch hinterher, doch Steve hatte bereits die Beine in die Hand genommen und verschwand in der Dunkelheit.
„Bitte Shane, tu Louis nichts“, flüsterte ich und Tränen stiegen mir in die Augen.
„Gib mir einen Grund, warum ich es nicht tun sollte“, entgegnete Shane.
„Bitte... Louis hat überhaupt nichts mit der Sache zu tun. Er trägt keine Schuld. Wenn du jemandem wehtun willst, dann mir“, flehte ich.
„Oh keine Angst, ich werde dir wehtun“, feixte Shane, „Indem ich ihn töte!“ Er fuchtelte mit der Waffe in Richtung Louis' Kopf.
„Nein!“ Ich riss panisch die Augen auf. Das konnte nicht sein Ernst sein. Er konnte nicht ernsthaft einen Mord begehen wollen.
„Bitte, töte mich, nicht ihn, er hatte nichts mit Suzannes Tod zu tun. Töte mich!“, flehte ich.
„Halt die Klappe Haz“, Lou warf mir einen bösen Blick zu, „Es ist okay, töte mich und lass Harry gehen“, sagte er zu Shane.
„Nein“, wimmerte ich.
„Keine Sorge, ich werde ihn unbeschadet gehen lassen, er soll ja schließlich unter deinem Tod leiden“, Shane atmete schwer und ich konnte sehen, dass er gerade den totalen Adrenalinrausch hatte.
„Bitte tu das nicht Shane. Willst du wirklich dein Leben wegwerfen, indem du jemanden tötest und im Knast landest?“, versuchte ich an seine Vernunft zu appellieren.
„Glaubst du ernsthaft, dass mich das interessiert?“, lachte Shane freudlos. Er war wahnsinnig geworden... vollkommen durchgedreht.
„Denkst du ernsthaft, ich will noch leben?? Mein Vater ist seit fast zwei Jahrzehnten verschwunden, meine Mutter ist eine drogenabhängige Hure und der einzige Mensch der mir jemals etwas bedeutet hat ist tot. Wegen dir! Das einzige was mich am Leben erhalten hat, war das Wissen, dass ich dir dein Leben zur Hölle machen kann. Und dafür fehlt nur noch eine letzte winzige Bewegung.“
Shane legte den Zeigefinger an den Abzug und richtete den Lauf auf Louis Torso.
„Nein, bitte!“, schluchzte ich.
„Hazza“, flüsterte Louis und unsere Blicke trafen sich, „Es ist okay...“ Ich blickte voller Angst in diese tiefblauen Augen, „Ich liebe dich.“
Und dann schoss Shane Louis mitten in die linke Brust.
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