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GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Louis Tomlinson
06.12.2020
18.04.2021
30
71.724
29
Alle Kapitel
205 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
06.12.2020 1.527
 
Vorwort:

Hi meine Lieben, ich bin zurück mit einer neuen Geschichte :)
Zuerst einmal wünsche ich euch allen einen frohen 2. Advent <3

Zu der Geschichte: Es wird jeden Sonntag ein neues Kapitel geben!
Inhaltlich: Zugegeben, sie unterscheidet sich ziemlich von meiner ersten Geschichte, da sie diesmal einem ausgedachten Umfeld entspringt und nicht in der "Wirklichkeit" spielt. Mehr will ich eigentlich auch gar nicht verraten, da ihr dem Prolog und dem ersten Kapitel bestimmt bereits entnehmen könnt, worum es geht :) Ich sage nur: Harry, Louis und eine Kontaktsportart... es wird heiß ;)
Ich muss sagen ich liebe es diese Geschichte schreiben und ich hoffe euch macht das lesen genauso Spaß :D

GLG Eure Lucie
____________________________________________


Prolog:

Fröstelnd stapfte ich durch den Schnee. Dicke, weiße Flocken fielen noch immer vom Himmel und verfingen sich in meinen Locken.
Der abendliche Verkehr Londons brauste an mir vorbei und immer wieder blendeten mich helle Scheinwerfer. Genervt von der Hektik der Großstadt, bog ich in eine dunklere Nebenstraße ein, auch wenn es ein kleiner Umweg nach Hause war.
Der Schnee knirschte unter meinen Schuhen, und ich spürte wie mir immer kälter wurde. Ich zog meinen Schal etwas enger und vergrub meine Hände dann wieder in meinen Manteltaschen.
Verträumt betrachtete ich die Häuser, die teilweise immer noch Weihnachtsbeleuchtung trugen, obwohl wir bereits den 11. Januar hatten. In drei Wochen würde ich 17 Jahre alt werden, aber ich freute mich nicht wirklich auf meinen Geburtstag...
„Ey Styles!“, rief da plötzlich jemand und riss mich aus meinen Gedanken.
Ich hatte zwar Schritte hinter mir gehört, mir aber nichts weiter dabei gedacht. Mir lief ein kalter Schauder über den Rücken der nichts mit den winterlichen Temperaturen zu tun hatte, denn ich kannte diese Stimme. Es war Shane.
Der Typ der mich mobbte, seit ich mich geoutet hatte.
Man könnte meinen, dass die Welt mittlerweile so aufgeklärt wäre, dass es kein großes Ding war sich als schwul zu outen, aber nunja... Teenager konnten grausam sein. Außerdem war es nicht der einzige Grund aus dem Shane mich mobbte... Sein Hass reichte viel tiefer.
Seit meinem Outing jedoch war die Highschool für mich noch viel schlimmer geworden und Shane war der Grund dafür.
Ich lief weiter und tat so als hätte ich nichts gehört, beschleunigte meinen Schritt jedoch ein wenig.
Da wurde ich auf einmal gepackt und herum gerissen.
„Hey du Schwuchtel bis du jetzt etwa auch noch Taub oder was?!“
Es war Shane selbst, der mich gepackt hatte, doch er hatte auch noch seine beiden Schlägerkumpels Matt und Steve im Schlepptau. Während Shane groß und durchtrainiert war, waren Matt und Steve eher kräftig gebaut, was aber nicht hieß, dass sie einen nicht verprügeln konnten. Ich hatte es erst vor ein paar Tagen am eigenen Leib zu spüren bekommen und mein Veilchen war gerade erst dabei wieder abzuheilen.
Ich riss mich von Shane los, doch Matt packte mich sofort am Arm und hielt mich wieder fest.
„Lass mich los!“, ich versuchte mich erneut loszureißen, doch Matts Griff war wie ein Schraubstock und ich war sicher, dass ich davon morgen blaue Flecken hätte.
„Was machst du denn so alleine hier draußen im Dunkeln?“, fragte Shane, „Willst du als Hure anheuern? Ich glaube zwar nicht, dass jemand Geld bezahlen würde um dich zu ficken, aber wer weiß, du kannst dein Glück ja versuchen!“
Ich funkelte ihn wütend an. Matt und Steve lachten, während Shane mich boshaft angrinste. Er war größer als ich und genoss es sichtlich auf mich hinab zu blicken. Er fuhr sich durch sein blondes Haar und leckte sich über die Lippen, was mein Unbehagen steigerte.
„Bitte, ich will einfach nur nach Hause“, nuschelte ich.
„Och du willst schon gehen? Dabei reden wir doch gerade so nett miteinander“, grinste Shane.
Verflucht wie sollte ich nur aus dieser Situation entkommen? Panik ergriff mich. Sie waren zu dritt, ich war allein und jeder einzelne von ihnen war stärker als ich. Sollte ich um Hilfe rufen? Es war weit und breit Niemand zu sehen und ich war mir ziemlich sicher, dass ich für einen Hilferuf einen Boxhieb kassieren würde.
„Bitte“, bettelte ich und wusste, dass ich total jämmerlich klang, aber ich konnte nicht anders. Ich wollte einfach nur nach Hause und vielleicht ließen sie mich ja gehen, wenn ich nur genug bettelte.
Bitte“, äffte Shane mich nach. „Gott du bist einfach Armselig Styles.“
Ich presste die Lippen aufeinander und starrte zu Boden.
„Hast du Geld?“, fragte Steve. „Ja wir sind nämlich pleite und wollten uns eigentlich noch etwas Bier kaufen“, bestätigte Matt.
Ich schüttelte nur schweigend den Kopf.
„Lüg uns nicht an Styles! Wer mit so nem Ding rum läuft hat doch wohl auch Geld im Portmonee.“
Er deutete auf meinen Gitarrenkoffer, den ich auf dem Rücken trug, da ich vom Gitarrenunterricht kam.
„Ich hab nichts, bitte, lasst mich einfach gehen“, murmelte ich.
Bevor ich auch nur blinzeln konnte, rammte Shane mir die Faust in den Magen. Ich stöhnte vor Schmerz auf und krümmte mich zusammen.
„Verarsch mich nicht!“
„Okay, okay“, ich hob die Hand und griff in meine Tasche, „hier 20 , das ist alles was ich hab!“
„Na geht doch“, grinst Shane, dann nickte er Matt zu und mich überkam schon Erleichterung, da sagte er: „Macht ihn fertig!“
„Nein“, schrie ich und riss instinktiv meinen freien Arm vors Gesicht, doch das brachte mir auch nichts.
Matt packte meinen zweiten Arm und hielt meine Handgelenke hinter meinem Rücken fest, während Steve sich vor mich stellte und böse grinsend ausholte. Seine Faust traf mich auf die Nase und ich schrie vor Schmerz. Wie gelähmt vor Angst konnte ich nichts weiter tun als zu wimmern und die Augen zu schließen. Der nächste Hieb traf meinen Wangenknochen und tat nicht minder weh.
Steves dritter Schlag traf mich am Kinn und ließ mich Sterne sehen.
„Ey da kommt jemand, los lasst uns abhauen!“, zischte Shane seinen Kumpels zu.
Ich spürte wie Matt mich losließ und da er mich nun nicht länger hielt, sackte ich Kraftlos auf meine Knie.
Mein Blut tropfte in den Schnee und färbte ihn dunkelrot.


„Harry da bist du ja endlich, ich hab mir schon Sorgen gemacht“, hörte ich Mum sagen, sobald ich die Haustür öffnete. Als sie mein Gesicht sah stockte sie.
„Oh Gott, was ist denn mit dir passiert?“
„Ich äh... ich bin ausgerutscht und hingefallen“, murmelte ich, wobei ich wusste, dass das so ziemlich die lahmste Ausrede war, die es gab. Ich hatte eigentlich gehofft, es ungesehen in mein Zimmer zu schaffen. Ich musste schlimm aussehen, meine Nase blutete immer noch und meine Lippe fühlte sich dick und geschwollen an.
Mum stemmte die Hände in die Hüften. „Harry, sag mir, was mit deinem Gesicht passiert ist!“
„Es ist Nichts, wirklich. Ich bin einfach nur hingefallen....“
„Ja klar, und dass schon zum zweiten Mal in einer Woche!“ Mist! Ich hatte bereits mein letztes Veilchen damit erklärt, dass der Weg glatt gewesen war.
„Ich bin halt ungeschickt“, erklärte ich lahm und machte Anstalten mich an ihr vorbei zu schieben.
„Harry! Sag mir endlich was los ist! Wer tut dir das an?“ Meine Mum klang besorgt und verzweifelt, aber ich wollte ihr nicht sagen was los war, ich konnte es nicht.
„Harry ich kann dir helfen“, meine Mum ergriff meine Hand, „Bitte, lass mich dir helfen.“
Ich seufzte schwer. Ich wusste, dass sie mich nicht gehen lassen würde, bevor sie nicht die Wahrheit erfuhr. Also entschied ich mich für einen Teil der Wahrheit.
„Es gibt da so ein paar Jungs an meiner Schule...“, begann ich.
„Wer?“, unterbrach Mum mich.
„Das ist doch egal.“
„Nein ist es nicht! Ich kann mit dem Direktor sprechen und dann werden sie zur Verantwortung für das gezogen, was sie dir angetan haben!“ Mum war sauer. Richtig sauer, so hatte ich sie noch nie gesehen.
„Nein glaub mir, wenn sie erfahren, dass ich sie verpetzt habe, wird es nur noch schlimmer für mich werden!“
„Aber Harry, das kann so doch nicht weiter gehen. Das ist bereits das zweite Mal in einer Woche, dass sie dir wehgetan haben und ich habe bereits seit einem halben Jahr das Gefühl, dass du nicht mehr gerne zur Schule gehst.“
Ich seufzte schwer. „Ja, sie sind schon eine ganze Weile gemein zu mir, aber glaub mir, dass mit den Verletzungen ist eigentlich eine einmalige Sache“, log ich. Bisher hatten mich die Wichser einfach nur so verletzt, dass es niemand gesehen hatte. Boxhiebe oder Tritte in den Magen, gegen das Schienenbein oder in noch unangenehmere Gegenden, waren normalerweise ihre Vorgehensweise gewesen. Mal ganz abgesehen, von den seelischen Verletzungen, die viel Schmerzhafter waren, als es Schläge oder Tritte jemals sein konnten.
„Einmalig? Das glaubst du doch selbst nicht. Harry ich will dir doch nur helfen, bitte sag mir wer die Kerle sind!“
„Das kann ich nicht Mum“, flüsterte ich und Tränen stiegen mir in die Augen. Wenn ich Shane verpetzen würde, würde der Horror erst so richtig losgehen
„Na gut, du willst mir nicht sagen wer die sind? Schön. Aber dann werden wir etwas unternehmen, damit du lernst sich zu wehren!“
„Was meinst du damit?“ Ich blickte in die vertrauten grünen Augen meiner Mutter, die meinen so ähnlich waren.
„Du musst lernen dich selbst zu verteidigen und ich habe auch schon eine Idee wie!“
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