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'Der Ring geht nach Süden' – von Drehbuch bis Alternativende

von Ichtys
SammlungAllgemein / P12 / Gen
Aragorn Boromir Frodo Gandalf Legolas Samweis / Sam Gamdschie
06.12.2020
07.02.2021
8
7.038
2
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Dieses Kapitel
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06.12.2020 875
 
Hallo ihr Lieben!

Es ist wirklich erstaunlich, wofür es gut sein kann, nach dem Abi doch nochmal die (Berufs-)Schulbank zu drücken. Warum? Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, mal eine eigene Film- Drehbuchszene zu 'Herr der Ringe' zu entwerfen oder eine Tolkien-Biografie anzuschaffen und zu verschlingen. Ein 'Danke' geht raus an meine Deutschlehrerin! Aus 20 Aufgaben durften wir wählen, leider kann ich nicht alle hier vorstellen, die ich bearbeitet habe. Beispielsweise das Deckblatt, denn dafür müsste ich ein Foto hochladen können.
Um es gleich vorwegzunehmen: Nicht alle Aufgaben sind so ausführlich, wie sie hätten sein können. Das hatte teils einfach "Platzgründe", so wollte ich z.B. den Steckbrief nicht größer als eine A4-Seite machen. Vielleicht regt euch das ja an, selbst mal auf eine andere Art an Tolkiens Werke heranzugehen - denn jeder legt seine Prioritäten auf andere Aspekte.
Meine wichtigste Quelle möchte ich noch vorweg nennen:
Tolkien, John Ronald Reuel (1997b): Der Herr der Ringe. Zweites Buch. Der Ring geht nach Süden (Carroux, Margaret. Übersetz.), Stuttgart: Klett-Cotta-Verlag, Erstauflage (1954), London: George Allen & Unwin Ltd.

"Der Weltenschöpfer" ist ein kurzer Lebenslauf von J.R.R. Tolkien. Auch hier gilt: Ich konnte längst nicht alles einbauen, was wichtig oder interessant gewesen wäre. Im nächsten Kapitel werde ich aber auf einige Aspekte näher eingehen.
Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

Eure Ichtys :-D




Erstes Kapitel: Der Weltenschöpfer



1892
John Ronald Reuel Tolkien kommt am 3. Januar in Bloemfontein (Südafrika), wo sein Vater arbeitet, zur Welt.

1896
Nach dem frühen Tod seines Vaters wohnt die Familie in einem Vorort von Birmingham (England), bis sie 1900 in die Stadt zieht. Da Tolkien früh Interesse an Sprachen entwickelt, bringt seine Mutter ihm Grundlagen von Latein und Französisch bei. Auch prägt ihr Glaube ihn seit seiner Kindheit, Tolkien ist zeitlebens gläubiger Christ.      

1904
Seine Mutter stirbt, als er zwölf ist. Father Francis Morgan, ein Freund der Familie, übernimmt die Vormundschaft für ihn und seinen Bruder.

1908
Er lernt seine spätere Frau und Muse Edith Bratt kennen. Sein Vormund verbietet ihm die Beziehung bis zu seiner Volljährigkeit.

1911
Mit guten Freunden (u.a. Robert Q. Gilson, Christopher Wiseman und Geoffrey B. Smith) gründet er den T.C.B.S., einen Club zur Literaturdiskussion. Er beginnt sein Studium der lateinischen und griechischen Sprache in Oxford.

1913
An seinem 21. Geburtstag schreibt er Edith einen Brief, erfährt von ihrer Verlobung und schafft es bei einem Besuch, sie umzustimmen. Sie verloben sich.

1915
Er beendet sein zweiten Studium (Englische Sprache & Literatur) mit Auszeichnung.

1916
Er und Edith heiraten am 22. Januar. Tolkien erlebt die Schlacht an der Somme des 1. Weltkrieges und wird nach einer Erkrankung zur Genesung zurück nach England verschifft. Tolkien erfährt, dass bis auf einen alle seine besten Freunde gefallen sind. Er beginnt, basierend auf von ihm erschaffenen Sprachen, ein komplettes Universum um die fiktive Welt „Arda“ zu kreieren, das Grundlage seiner späteren Werke wird.

1924
Er hat sich im „Institut für Englische Sprache“ in Leeds zum Professor hochgearbeitet.

1925
Tolkien erhält den Lehrstuhl für das Angelsächsische an der Universität Oxford.

1930
Er beginnt „Der kleine Hobbit“ als Geschichte für seine vier Kinder zu schreiben.

1937- 1973
Sein Leben lang verbringt er mit der weiteren Entwicklung seines Universums Arda und dem Veröffentlichen seiner Werke, von denen viele dort spielen. Er tauscht sich  mit Freunden gern über Literatur aus, unter anderem im Club „Inklings“ (u.a. mit seinem Freund C.S. Lewis).

1968
Der Ruheständler zieht mit Edith nach Poole, um dem Ansturm der Fans zu entgehen.

1973
J.R.R. Tolkien stirbt zwei Jahre nach seiner Frau. Auf ihrem gemeinsamen Grabstein in Oxford stehen neben ihren Namen die eines unsterblichen Liebespaares der Arda-Mythologie: Des Menschen „Beren“ und der Elbin „Lúthien“.

1977- 2020  
Posthume Veröffentlichungen und Neuauflagen von Tolkiens Werken durch seinen Sohn Christopher.


Tolkiens Werk (Auswahl):                                                                        
- A Middle English Vocabulary (1922)                                    
- Der kleine Hobbit (1937)                                
- Blatt von Tüftler (1945)                                  
- Der Herr der Ringe I-III (1954)          
               
Tolkiens Werk (Auswahl posthum):
- Das Silmarillion (1997)
- Roverandom (1998)
- Die Legende von Sigurd und Gudrún (2009)
- Beren und Lúthien (2017)  



Die Informationen für diesen Lebenslauf stammen aus der Biografie: Carpenter, Humphrey (1991): J.R.R. Tolkien. Eine Biografie (Krege, Wolfgang Übersetz.), München: Klett-Cotta Verlag.
Ein lohnendes Buch für alle, die sich für Tolkiens Lebensgeschichte interessieren!
Ich hoffe sehr, es war etwas Interessantes für euch dabei! Das nächste Kapitel ist dann etwas kreativer... Es wird sich mit Tolkiens Beweggründen zum Schreiben von 'Der Herr der Ringe', bzw. dem Erschaffen seiner Mythologie rund um Arda befassen.
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