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Leiden im Schicksal

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Harry Potter Minerva McGonagall Poppy Pomfrey Severus Snape
06.12.2020
04.10.2022
30
371.449
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06.12.2020 6.056
 
Minerva lief eiligen Schrittes in Richtung Große Halle. *Verdammtes Amt. Ich habe dafür ja eigentlich keine Zeit. Aber Albus wird mich wohl nicht gehen lassen. Verdammter Idiot und Sturrkopf.* Kurz vor der Ecke zur Großen Halle wo die neuen Erstklässler auf sie warteten, blieb sie stehen und setzte wieder ihren berüchtigten strengen Blick auf. Kaum bog sie um die Ecke waren die neuen Erstklässler auch schon still. Sie stellte sich vor die neuen Erstklässler und musterte jeden kurz.

Minerva: „Zuhören! Ich werde Sie alle jetzt gleich in die Große Halle führen. Vor dem Lehrertisch hinten in der Halle werden Sie stehen bleiben und warten. Ich werde Sie alle nach der Reihe aufrufen. Wenn Sie Ihren Namen hören, werden Sie nach vorne treten und sich auf den bereitstehenden Hocker setzen. Ich werde Ihnen dann den Sprechenden Hut aufsetzten und der wird Sie dann in eines der 4 Hogwarts-Häuser einteilen. Es gibt Ravenclaw, Slytherin, Hufflepuff und Gryffindor. Solange Sie in Hogwarts sind ist Ihr Haus gleichsam eure Familie. Für gute Leistung sammeln Sie Punkte für Ihr Haus, handeln Sie gegen die Regeln, werden Ihnen Punkte abgezogen. Das Haus welches am Ende des Schuljahres die meisten Hauspunkte hat, gewinnt den Hauspokal. Sobald Sie jetzt gleich in ein Haus eingeteilt wurden,setzen Sie sich leise und unverzüglich an den jeweiligen Haustisch. Nun folgen Sie mir bitte.“

Minerva drehte sich um und betrat gefolgt von den Erstklässlern die Halle und führte sie vorne zum Lehrertisch wo, wie schon angekündigt, ein Hocker mit dem Sprechenden Hut stand. Minerva zog eine Rolle Pergament aus ihrer Tasche und rief nach der Reihe die Schüler auf. Diese wurden dann in die Häuser eingeteilt. Kaum waren alle Schüler in die Häuser eingeteilt, setzte sich Minerva an den Lehrertisch neben Albus Dumbledore, dieser erhob sich nun um ein paar Worte an die Schüler zu richten.

Albus: „Guten Abend liebe Schüler. Zuallererst gratuliere ich den neuen Erstklässlern zu Ihren Häusern. Lernen Sie fleißig und sammeln Sie allerhand Punkte. Vorab noch kurz. Der dritte Stock und der Verbotene Wald ist für alle Schüler gesperrt. Sollten wir Schüler dort finden, droht Ihnen ein hoher Punkteverlust und Strafarbeiten. Sie alle wissen denke ich, dass die Bedrohung durch Voldemort immer größer wird, aber seien Sie sich gewiss, hier wird Ihnen nichts geschehen. Sie sind hier in Hogwarts zu jeder Zeit sicher. Und nun, genießen Sie Ihr Abendessen.“

Kaum hatte Albus das gesagt, erschien auf jedem Tisch ein prächtiges Festmahl. Albus setzte sich wieder und wurde direkt von Minerva angesprochen.

Minerva: „Albus du weißt es ist nicht meine Art, aber ich muss gehen.“
Albus: „Warum möchtest du denn gehen Minerva?“
Minerva: „Ich habe etwas wichtiges zu erledigen.“
Albus: „Das hat nicht zufällig mit dem jungen Harry zu tun?“
Minerva: „Doch zufällig schon, aber nichts was dich angehen würde.“
Albus: „Hat er etwa schon vor dem Schuljahr Regeln gebrochen?“
Minerva: „So etwas in der Art.“
Albus: „In Ordnung Minerva. Raus mit der Sprache, was ist los? Mr. Weasley und Miss Granger sind nicht umsonst so niedergeschlagen, der junge Harry fehlt nicht ohne Grund und du möchtest auch nicht wegen einer Lappalie das Essen schwänzen.“
Minerva: „In Ordnung. Harry liegt in meinem Büro auf einer Trage. Noch schläft er, das hält aber auch nur noch eineinhalb Stunden. Er ist Augenscheinlich schwer verletzt und hat starke Berührungsängste. Mit der Hilfe von Miss Granger und Mister Weasley habe ich Ihn vorhin ruhiglegen müssen, er hätte sich nur noch mehr verletzt.“
Albus: „Und warum hast du Ihn nicht zu Poppy gebracht?“
Minerva: „Weil er sich von niemandem anfassen lassen möchte. Und du weißt selber das Poppy ohne anfassen nicht arbeiten kann.“
Albus: „Minerva bitte. Gerade von dir hätte ich ein wenig mehr Vernunft erwartet. Du darfst gehen aber du bringst Harry jetzt Augenblicklich hoch zu Poppy. Wenn du dich dann besser fühlst kannst du ja auch da bleiben aber Harry muss in den Krankenflügel. Sobald das Fest vorbei ist, komme ich auch hoch. Deine Aufgabe, die neuen Gryffindors einzuweisen, kannst du getrost deinen Vertrauensschülern aufgeben.“
Minerva: „Wie du meinst Albus.“

Zähneknirschend stand Minerva auf und ging schnellen Schrittes zu Hermine und Ron.

Minerva: „Mr. Weasley, Miss Granger. Wenn Sie nach dem Fest so freundlich wären die neuen Gryffindors hoch in den Turm zu führen und einzuweisen wäre ich Ihnen sehr verbunden.“
Hermine: „Natürlich Professor.“
Ron: „Haben Sie denn schon Neuigkeiten?“
Minerva: „Nein Mr. Weasley habe ich nicht. Darum werde ich mich aber jetzt kümmern. Sie entschuldigen mich.“

Minerva ging nun schnellen Schrittes aus der Halle und wieder zu ihrem Büro. Vor ihrem Büro allerdings runzelte sie die Stirn, bevor die Erkenntnis zu ihr drang. Ihre Bürotür stand offen und aus ihrem Büro raus, den Flur entlang und um die Ecke lief eine leichte Blutspur. Schnell lief sie der Blutspur nach die in dem Klassenzimmer für Zauberkunst endete. Sie öffnete vorsichtig die Tür aber als sie einen Blick in den Raum warf, zog sie zischend die Luft ein. Harry lag zu einem zitternden Ball zusammengerollt einen halben Meter hinter der Tür auf dem Boden in einer nicht gerade kleinen Blutlache. *Man Harry wie hast du es denn jetzt wieder geschafft gegen die Physik zu arbeiten?*

Minerva: „Harry? Kannst du mich hören?“
Harry: „Gehen Sie weg!“
Minerva: „Ich werde nicht gehen und dich hier zum Sterben zurücklassen.“
Harry: „Und wieso nicht? In Ihrem Büro konnten Sie mich doch auch abstellen.“
Minerva: „Das stimmt und das war ein Fehler. Aber jetzt bin ich hier und möchte dir helfen. Bitte lass dir helfen.“
Harry: „Auf keinen Fall!“

Harry kämpfte sich zitternd und schwer atmend auf die Beine und humpelte vor Minerva weg, weiter in den Raum rein. Minerva folgte ihm langsamen Schrittes immer darauf bedacht ihn nicht nochmal zu erschrecken wie vorhin am Zug.

Minerva: „Harry bitte, du machst es nur noch schlimmer.“
Harry: „Sie haben keine Ahnung! Lassen Sie mich einfach alleine!“
Minerva: „Nochmal ich lasse dich nicht zum sterben hier zurück. Jetzt hör auf gegen deinen Körper zu arbeiten und lass dir hel....“

Minervas Worte wurden durch ein lautes knacken und ein leises Stöhnen von Harry unterbrochen. Harry fiel bei dem knacken auf den Boden und mit Schreck sah Minerva, dass Harrys Schienbein in einem ungesunden Winkel abstand. Harry allerdings schien das nicht groß zu kümmern. Er kämpfte sich einfach auf alle Viere, seine Füße leicht in der Luft haltend und krabbelte weiter vor Minerva weg. Kopfschüttelnd ging Minerva jetzt zielstrebig auf Harry zu. Sie wollte Ihn gerade an der Schulter packen, als sie sich auch schon an der gegenüberliegenden Wand vorfand. Harry kniete mit auf sie gerichteten Zauberstab und wütendem Blick vor ihr.

Harry: „Fassen Sie mich nicht an!“
Severus: „Mr. Potter. Ich wusste ja schon das Ihre Intelligenz stark eingeschränkt ist, aber jetzt haben Sie sich selbst übertroffen. Jetzt lassen Sie denn Zauberstab sinken.“

Severus Snape stand mit auf Harry gerichteten Zauberstab in der Tür zum Klassenzimmer und funkelte Harry wütend an. Harry allerdings funkelte nur wütend zurück und zielte jetzt ebenfalls mit seinem Zauberstab auf Severus. Minerva, die diese Pause nutzte, rappelte sich wieder auf und ging leise hinter Harry. Sie zog ebenfalls Ihren Zauberstab und mit einem Expelliarmus fing sie Harrys Zauberstab. Harry, der nun einsah das er kaum eine Chance hatte, krabbelte nur an eine Wand und lehnte sich niedergeschlagen an sie. Severus unterdessen trat jetzt nah an Harry heran und beäugte Ihn sorgfältig.

Severus: „Mr. Potter. Hätten Sie die Güte mir zu erklären warum Sie sich nicht im Krankenflügel befinden?“
Harry: „Ich wollte nicht.“

Das ließ Minerva die Stirn runzeln. *Warum lügt er Severus jetzt an? Ich habe ihn doch in mein Büro gebracht anstatt in den Krankenflügel. Warum nimmt er das denn jetzt auf sich?*

Severus: „Ah ja. Ihre Arroganz wieder. Nun wenn Sie es schon nicht für nötig halten, sich um Ihre eigene Gesundheit zu kümmern, erklären Sie mir doch warum Sie Ihre Lehrerin angreifen?“
Harry: „Damit Sie verschwinden.“
Severus: „Und warum sollten wir das tun?“

Doch darauf antwortete Harry nicht. Jetzt allerdings fiel Severus die Blutlache auf die sich um Harry herum bildete. Severus ging auf Harry zu und wollte ihn an der Schulter packen um ihn auf die Beine zu ziehen aber kaum berührte Severus Harry, schlug Harry Severus Hand weg und rutschte weiter weg.

Severus: „Wie können Sie es wagen mich zu schlagen? Sie gehören in den Krankenflügel ansonsten können wir Sie bald nur noch an Ihrem Grabstein besuchen.“

Doch anstatt zu antworten rutschte Harry nur noch weiter weg. Severus runzelte kurz die Stirn und guckte zu Minerva, die schien aber immer noch zu geschockt von Harrys Verhalten.

Severus: „Oder ist das Ihr Wunsch? Wollen Sie tatsächlich jetzt schon zu der Schande die sich Ihr Vater nennt?“
Harry: „Und wenn schon. Sie würde es doch nur freuen.“
Severus: „So gerne ich jetzt zustimmen würde Mr. Potter, aber es liegt nicht in meinem Interesse, Sie sterben zu lassen. Also hören Sie auf sich so anzustellen und seien Sie endlich vernünftig.“

Doch Harry hatte mittlerweile so viel Blut verloren, dass er nicht mehr wirklich antworten konnte, zumindest dachte Severus das. Das war für Severus jetzt das letzte Zeichen. Beherzt griff er Harry an den Schultern und hielt den sich windenden Jungen fest. Überrascht musste er feststellen das Harry, trotz des hohen Blutverlustes, immer noch verhältnismässig stark war. Nun wandte sich Severus an seine Kollegin.

Severus: „Na los Minerva. Versetz ihn in einen Heilschlaf.“

Minerva erwachte nun aus ihrer Schockstarre und versetzte Harry in einen Heilschlaf, aber kaum hatte Severus ihn losgelassen und sich wider aufgerichtet, fing Harry wieder an zu zappeln und wich vor den beiden weg.

Severus: „Was zum...?“
Minerva: „Harry verdammt nochmal, jetzt lass dir endlich helfen! Du stirbst hier gleich noch vor unseren Augen weil du dir nicht helfen lassen willst!“

Mittlerweile merkte man Minerva ihre Panik an. Severus hingegen schaute Harry nur kurz irritiert an bevor er sich wieder fing und nun seinerseits Harry in einen Heilschlaf versetzte. Aber auch diesmal hielt der Heilschlaf nur kurz, denn auch dieses Mal durchbrach Harry ihn und rutschte weiter von ihnen weg.

Severus: „Warum klappt das denn nicht?“
Minerva: „Ich habe keine Ahnung. Aber wir müssen etwas tun.“
Severus: „Das weiß ich auch!“

Severus fuhr sich mit der Hand durch die Haare und dachte scharf nach. *Ok mal kurz Fakten zusammentragen. Also der dumme Bengel will sich nicht helfen oder anfassen lassen. Er ist schwer verletzt und verliert viel zu viel Blut. Ohne Behandlung verblutet er uns vor den Augen und der Heilschlaf funktioniert aus irgendeinem Grund nicht. Er muss aber dringend in den Krankenflügel. Warte mal warum interessiert es mich eigentlich das er nicht angefasst werden möchte? Ich trage ihn einfach zum Krankenflügel. Ja genau das mache ich.* Severus ging schnell auf Harry zu und packte seine Hände. Er hielt die beiden dünnen Handgelenke in einer Hand und mit der anderen hob er den viel zu dünnen und schwachen Jungen hoch. Doch obwohl Harry durch den hohen Blutverlust schwach war, hörte er trotzdem nicht auf sich zu wehren. Er wand sich auf Severus Schultern. Dieser ging, mit Harry auf den Schultern, schnellen Schrittes in den Krankenflügel und legte ihn dort auf ein Bett. Durch die Geräusche angelockt kam Poppy ebenfalls dazu. Sie warf einen Blick auf Harry und atmete einmal tief durch bevor sie sich an Severus und Minerva, die hinterher gelaufen war, wandte.

Poppy: „Was ist passiert? Wer hat Ihn so zugerichtet?“
Minerva: „Das wissen wir leider auch nicht. Er kam schon so hier an. Der Heilschlaf funktioniert nicht und er hat schon eine beachtliche Menge Blut verloren. Bitte Poppy hilf ihm.“

Poppy nickte nur bevor sie sich an Harrys Bett stellte. Harry allerdings hatte bemerkt das sie kam und wich jetzt vor ihr weg. Kurz bevor er vom Bett fiel wurde er wieder von Severus an den Schultern festgehalten. Poppy unterdessen, wich Harrys Fäusten und Füßen aus und hatte schnell Harrys Füße ans Bett gefesselt. Jetzt packte auch sie beherzt zu und hielt Harrys Handgelenke fest. Severus reagierte schnell und fesselte auch die. Harry der mittlerweile so weiß wie die Decke war, sah ein das er verloren hatte. Auch Severus stellte fest das Harry sich nun nicht mehr wehrte, allerdings war der Junge stark am zittern. Poppy unterdessen, zog ihren Zauberstab und sprach einen Diagnosezauber. Vor ihr erschien eine Pergamentrolle. Sie nahm sie entgegen, rollte sie aus und begann zu lesen. Je weiter sie las desto größer und sorgenvoller wurden ihre Augen. Als sie fertig gelesen hatte, schmiss sie die Pergamentrolle auf Harrys Bett und sprintete in Ihr Büro. Überrascht von Poppys Reaktion nahm auch Severus die Pergamentrolle und las. Auch er schmiss die Pergamentrolle aufs Bett und sprintete aus dem Krankenflügel. Er allerdings lief in sein eigenes Büro. Minerva hingegen stand wie erstarrt bei Harry am Bett und nahm auch langsam die Pergamentrolle. Auch sie fing an zu lesen, als sie allerdings bei der Mitte der Pergamentrolle ankam, wurde sie durch eine Stimme beim lesen unterbrochen.

Harry: „Professor?“
Minerva: „Ja Harry?“
Harry: „Sterbe ich jetzt?“
Minerva: „Nein Harry, Poppy bekommt dich wieder hin keine Sorge.“

Doch Harry zeigte nicht die Reaktion die Minerva erwartet hatte. Anstatt beruhigt zu sein oder durchzuatmen schaute Harry einfach nur traurig zur Seite.

Minerva: „Harry? Bitte sag mir das du nicht wirklich sterben möchtest.“
Harry: „Und wenn?“
Minerva: „Bitte Harry, wünsch dir so etwas nicht. Es gibt doch so viel schönes auf der Welt. Poppy bekommt dich wieder hin und dann lebst du ein langes und glückliches Leben.“

Doch Harry reagierte nicht mehr. Minerva schaute nur besorgt und las das Pergament weiter. Kurze Zeit später kam Poppy wieder aus dem Büro gerauscht. Poppy war mittlerweile etwas blass und hatte jede Menge Phiolen dabei. In dem Moment wo Poppy an Harrys Bett ankam, stürmte auch Severus gefolgt von Albus in den Krankenflügel. Auch Severus hatte 3 Phiolen dabei. Minerva stellte sich schnell an die Seite um nicht im Weg zu stehen. Poppy unterdessen flößte Harry gerade die ersten 4 Phiolen ein. Severus stellte seine Phiolen auf dem Nachttisch ab und holte Verbände aus seiner Umhangtasche.

Albus: „Klärt Ihr mich jetzt vielleicht mal auf was hier los ist?“
Poppy: „Albus du musst Harry etwas von deiner Magie übertragen, sonst stirbt er mir gleich unter den Händen weg. Er ist so schwach und so stark geschädigt das jegliche Magie ihn vermutlich direkt umbringen würde. Meine nötige Behandlung würde ihn aber definitiv umbringen also musst du ihn unterstützen.“
Severus: „Hier Poppy ich habe 2 besondere Stärkungstränke mitgebracht und 1 Heiltrank für die Organschäden.“
Minerva: „ORGANSCHÄDEN???“
Poppy: „Bitte Minerva, wir haben dafür jetzt keine Zeit. Du kannst hier bleiben aber bitte halte dich an der Seite.“
Severus: „ALBUS! MAGIE! JETZT!“
Albus: „Äh.... ja natürlich.“

Albus ging schnell an Harrys Kopf, legte ihm seine Hände auf die Stirn und ließ langsam und vorsichtig ein wenig Magie in Harrys Körper fließen. Poppy währenddessen fing an lauter lateinische Zaubersprüche zu murmeln. Severus unterdessen zog Harry den Pullover aus und schmierte die Wunden an Bauch und Rücken mit einer orangenen Salbe ein. Minerva hatte sich mittlerweile auf einen Stuhl am Rand niedergelassen und sah dem ganzen einfach nur fassungslos zu. In der Zwischenzeit hatte Severus Harry auch von seiner Hose getrennt. Harry lag jetzt nur in Boxershorts auf dem Krankenbett aber sein halber Körper war in Verband gehüllt. Nachdem die drei 20 Minuten gearbeitet haben, ließen sie sich ebenfalls erschöpft auf Stühle nieder. Harry war mittlerweile bewusstlos.

Minerva: „Wie... Wie geht es ihm?“
Severus: „Sein Stolz und seine Arroganz haben ihn fast umgebracht.“
Poppy: „Severus!“
Severus: „Nein Poppy! Wenn er sich nicht immer zu stolz wäre, Hilfe anzunehmen wäre er dir gerade nicht fast unter den Fingern weggestorben. Seine Arroganz ist nicht in Worte zu fassen. Nur weil er berühmt ist meint er er könnte machen was er will, ich verstehe echt nicht das ihr....“
Minerva: „SEVERUS SEI RUHIG!“
Poppy: „Egal wann Harry heute zu mir gekommen wäre, es wäre immer knapp gewesen. Es hätte heute nur noch zu spät sein können aber nicht mehr rechtzeitig. Aber was hat seine angebliche Arroganz damit zu tun?“
Severus: „Euer lieber Goldjunge hat sich vorhin dagegen gewehrt hier hin zu gehen und hat zu allem Überfluss auch noch Minerva angegriffen.“
Poppy: „Wie hat er das denn geschafft? Minerva geht es dir gut?“
Minerva: „Körperlich geht es mir gut.“
Poppy: „Aber wie zum Henker konnte er dich denn noch angreifen?“
Minerva: „Ich weiß es nicht. Er ist erst vor mir geflüchtet und dann weil er nicht mehr weiterkonnte hat er seinen Zauberstab gezogen.“
Poppy: „Andere in seiner Situation hätten nichtmal mehr schreien können. Albus weißt du warum er noch so stark war bei seinem Zustand?“
Albus: „Leider nicht. Aber Minerva, wenn er sich gewehrt hat, warum habt ihr ihn dann nicht einfach in einen Heilschlaf versetzt?“
Severus: „Haben wir. Es hat nur nicht funktioniert. Der Heilschlaf hat 3 Sekunden gehalten und dann war er wieder wach.“
Poppy: „Bei mir eben hat auch nicht ein Spruch funktioniert um ihn ruhig zu legen. Zum Glück ist er selber Bewusstlos geworden. Woran kann das liegen?“
Albus: „Hat er irgendwelche Blockaden auf sich?“
Poppy: „Wenn dann habe ich sie nicht entdeckt. Aber bei meinem letzten Diagnosezauber werden eigentlich jegliche Blockaden angezeigt. Aber du kannst gerne nochmal nachschauen.“

Albus nickte nur, stand auf und stellte sich mit gezogenem Zauberstab an Harrys Bett. Er ließ seinen Zauberstab immer wieder über Harry laufen während er leise murmelte. Kaum hatte er seinen letzten Diagnosezauber gesprochen, setzte er sich wieder auf seinen Stuhl.

Albus: „Also eine Blockade ist nicht der Grund. Und in den Räumen ist auch kein Zauber der einen Heilschlaf verhindert.“
Severus: „Und woran soll es dann liegen? Weder Poppy, noch Minerva, noch ich sind so schwache Zauberer das wir den Heilschlaf nicht ausführen könnten. Also woran kann es sonst liegen?“
Minerva: „Hat Harry vielleicht die Sprüche geblockt?“
Severus: „Ha guter Witz Minerva. Das einzige was dieser arrogante Bengel blocken könnte, wäre sein eigener Sturz.“
Minerva: „Bist du auch mal fertig? Musst du immer so auf Harry rumhacken?“
Severus: „Nur weil ihr die Wahrheit nicht seht?“
Poppy: „Ach Severus das ist doch Blödsinn. Aber bei allem Respekt, du mochtest Harry noch nie.“
Severus: „Habe ich ja auch keinen Grund für. Aber trotzdem, er kann nie im Leben unsere Sprüche blocken.“
Minerva: „Aber einen anderen Grund gibt es ja bald gar nicht oder?“
Poppy: „Ich habe zumindest keine andere Erklärung.“
Minerva: „Ok dann was anderes. Wie geht es Ihm? Und Severus du bist ruhig!“
Poppy: „Also ich möchte ja jetzt nicht den Teufel an die Wand malen aber ich habe keine großen Hoffnungen. Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel wie Harry überhaupt noch leben kann.“
Minerva: „Warum? Was hat er denn?“
Poppy: „Sein ganzer Körper ist übersät mit Prellungen, Peitschenabdrücken und Schürfwunden. Er hat viele Schnitte und auch Fußabdrücke. Er hatte 4 gebrochene und 3 geprellte Rippen. Seine Leber und seine Milz waren gerissen, sein linker Lungenflügel hat nicht mehr gearbeitet und sein rechter war von zwei Rippen durchstochen. Er hat etliche alte Knochenbrüche die nicht richtig zusammengewachsen sind und auch jetzt hat er 7 andere Knochenbrüche. Sein linkes Schienbein, sein rechtes Schienbein, sein rechtes Schlüsselbein, sein Mittel- und Zeigefinger an der rechten Hand, sein linkes Knie und sein linker Daumen sind gebrochen. Außerdem fehlen Ihm 3 Zehen an seinem linken Fuß. Er hat eine starke Gehirnerschütterung und hatte viel Blut verloren, zudem hatte er für mich unbekanntes Gift im Körper. Ich weiß nicht wie das Gift heißt aber es zerstört die Organe von innen, ohne das jemand es mitbekommt.“
Minerva: „Aber er wird wieder gesund oder?“
Poppy: „Wenn er die nächsten 8 Stunden übersteht sollte er eigentlich wieder gesund werden.“
Albus: „Du wirkst nicht begeistert Minerva.“
Minerva: „Stimmt. Ich mache mir nämlich wirklich Sorgen. Als Ihr gerade alle weg wart hat Harry mich gefragt ob er jetzt stirbt. Ich habe ihm dann gesagt das er nicht stirbt weil du Poppy ihn wieder hinbekommst, daraufhin hat er nur traurig geschaut und seinen Kopf weggedreht.“
Poppy: „Das könnte zum Problem werden.“
Minerva: „Warum?“
Poppy: „Wenn die Seele nicht heilen möchte, wird der Körper auch nicht heilen oder nicht richtig. Wenn Harry tatsächlich nicht mehr leben möchte dann wird es sehr sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich, ihn zu retten.“
Minerva: „Und können wir da irgendwas machen?“
Poppy: „Das einzige was wir machen können ist seinen Körper so gut es geht zu heilen.“
Minerva: „Ist das denn richtig?“
Poppy: „Ich weiß es nicht. Ich möchte ihn aber nic... HARRY!! SEVERUS SCHNELL!!“

Poppy sprang auf und lief schnell zu Harry. Auch Severus sprang auf und lief Poppy hinterher. Er war zwar erst verwundert was Poppy jetzt hat, aber kaum hatte er Harry erblickt wurde ihm klar was Poppy hatte. Harry atmete nicht mehr. Poppy hatte mittlerweile ihre Hände überkreuzt auf Harrys Brust gelegt und fing an mit der Herzdruckmassage. Severus schaltete schnell und stellte sich daneben, bereit Poppy nach 30 Wiederholungen abzulösen. Nachdem Poppy 30 mal gedrückt hatte, nahm sie ihre Hände von Harrys Brust und beatmete Harry mit einem Zauber. Severus hatte in der Zwischenzeit Poppys Position eingenommen und führte jetzt die Druckmassage durch. 6 Minuten lang machten sie mit der Prozedur weiter bevor Poppy, Severus bedeutete zu stoppen. Severus trat beiseite und Poppy überprüfte Harrys Vitalfunktionen.

Poppy: „Es ist zwar schwach aber sein Herz schlägt wieder.“

Aber noch bevor jemand noch eine Frage stellen konnte, zeigte Poppy mit ihrer Zauberstabspitze auf Harrys Brust, murmelte etwas und flitzte dann in ihr Büro. Nach 1 Minute kam sie mit einem Kasten auf einem Wagen wieder. Sie schob den Kasten neben Harrys Bett, zauberte Harry einen Tubus in den Hals und schloss ihn an die Maschine. Erst jetzt ließ sie sich wieder auf ihren Stuhl nieder.

Poppy: „Sein Herz schlägt wieder selbstständig aber immer noch nicht stark. Aber seine Lungen sind so stark geschädigt das sie im Moment noch nicht wieder alleine arbeiten können. Ich habe ihn jetzt an eine Beatmungsmaschine angeschlossen die das atmen in nächster Zeit für ihn übernimmt. Ich dachte eigentlich sein rechter Lungenflügel wäre stark genug aber anscheinend nicht. Ich habe ihn jetzt in einen Heilschlaf gelegt und hoffe das der hält. Es könnte verheerend sein wenn sich Harry jetzt wehrt. Solange sein linker Lungenflügel nicht arbeiten kann, bleibt er an der Maschine und im Heilschlaf. Ich möchte ja wie gesagt nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich habe keine großen Hoffnungen das Harry die nächsten 4 Stunden überlebt.“
Minerva: „Was? Warum? Du kannst ihn doch wiederbeleben.“
Poppy: „Natürlich kann ich ihn wiederbeleben. Aber ich weiß nicht wie oft sein Körper darauf anspringt. Wenn sein Geist tatsächlich nicht mehr leben möchte, wird sein Körper bald auch nicht mehr heilen wollen und dann ist das auch egal wie lange wir ihn wiederbeleben. Wenn er nicht mehr leben möchte, wird er es auch nicht.“
Albus: „Und was können wir jetzt machen?“
Poppy: „Gar nichts. Ich werde die nächsten Stunden auf ihn aufpassen und tun was nötig ist, aber ich sage es gleich. Wenn es aussichtslos erscheint, mache ich es nicht unnötig länger.“
Minerva: „Aber du kannst ihn doch nicht einfach sterben lassen!“
Poppy: „Minerva, wirklich. Ich weiß du magst Harry. Aber wenn er und sein Körper nicht mehr wollen kann ich auch nichts mehr machen. Also eure Arbeit ist getan. Ihr solltet gehen. Ihr könnt morgen früh wiederkommen. Ich hoffe ich muss euch dann keine Leiche zeigen aber viel Hoffnung habe ich nicht. Gute Nacht.“

Damit erhob sich Poppy und ging in ihr Büro. Albus und Severus erhoben sich ebenfalls, schauten noch einmal auf Harry und gingen aus dem Krankenflügel. Im Türrahmen drehte sich Albus nochmal um.

Albus: „Minerva, du solltest auch ins Bett.“
Minerva: „Nein. Wenn er die Nacht tatsächlich nicht überlebt, sollte er nicht alleine sein. Ich bleibe!“
Albus: „Aber Poppy ist doch da.“
Minerva: „Ja und?! Albus du weißt ganz genau das ich hier bleiben sollte!“
Albus: „Na gut. Gute Nacht Minerva.“
Minerva: „Gute Nacht Albus.“

Albus ging hinaus und schloss die Tür. Kaum war er draußen kam Poppy wieder aus ihrem Büro.

Poppy: „Minerva? Was machst du denn noch hier?“
Minerva: „Ich kann ihn nicht alleine lassen. Glaubst du wirklich das er heute stirbt?“
Poppy: „Ehrlich gesagt...ja. Seine Verletzungen sind auch für Zauberer eigentlich unmöglich zu überleben. Ich weiß wirklich nicht wieso er überhaupt noch lebt und ich glaube wirklich nicht das wenn er auch noch sagt er möchte sterben, dass er dann noch genug Kraft hat um jetzt noch weiter zu kämpfen. Es tut mir wirklich leid Minerva.“
Minerva: „Können wir irgendwie seine Einstellung zu der Sache ändern?“
Poppy: „Du könntest mit ihm reden und ihn so versuchen davon zu überzeugen weiterzuleben. Trotz Heilschlaf sollte er das eigentlich im Unterbewusstsein aufnehmen und wahrnehmen können aber sonst wüsste ich wirklich nichts.“
Minerva: „Würdest du... also ich meine....“
Poppy: „Natürlich ich bin in meinem Büro. Ich habe über Harry einen Überwachungszauber gelegt so bekomme ich mit wenn sein Herz wieder aufhört zu schlagen. Ruf einfach wenn sonst irgendwas sein sollte.“

Minerva nickte kurz woraufhin Poppy aufstand und wieder in ihr Büro ging. Minerva schaute noch 3 Minuten auf Harry bevor sie ihren Stuhl näher an sein Bett zog und eine seiner Hände in ihre nahm. Sie strich mit ihrem Daumen langsam über seinen Handrücken, ihren Blick immer auf sein Gesicht gerichtet.

Minerva: „Bitte Harry, du darfst nicht gehen. Du bist dafür doch noch viel zu jung. Ich weiß dein Leben war bisher alles andere als toll und das hast du wirklich nicht verdient, aber ich möchte dir jetzt helfen damit auch du glücklich werden kannst. Bitte geh noch nicht. Wir... ich brauche dich. Harry es gibt einiges was ich in diesen Ferien erfahren habe, was unsere Beziehung grundlegend ändert. Bitte. Es gibt einiges was sich in deinem Leben ändern könnte und zwar zum guten. Das funktioniert aber nicht wenn du stirbst. Bitte gib nicht auf. Kämpfe für deine Familie und für... mich.“

Plötzlich kam Poppy aus ihrem Büro gestürmt und kaum war sie bei Harry fing sie wieder an mit der Herzdruckmassage. 12 Minuten führte sie die durch bevor sie sich mit einem traurigen Blick an Minerva wandte.

Minerva: „NEIN! BITTE SAG DAS NICHT!“
Poppy: „Minerva es... es tut mir wirklich leid aber...“
Minerva: „NEIN!!! HARRY BITTE GEH NICHT!!! BITTE!!!“

Poppy schaute nun noch trauriger da sie ihre Kollegin und Freundin noch nie so verzweifelt gesehen hatte. Minerva stand bei Harry am Bett, hielt eisern seine Hand fest und flehte ihn mit Tränen in den Augen an zu bleiben. Poppy wollte Minerva gerade von Harry wegziehen als dieser anfing zu würgen. Schnell hatte Poppy den Tubus wieder entfernt und überprüfte erneut seine Vitalfunktionen.

Poppy: „Ich weiß zwar nicht wie aber sein rechter Lungenflügel arbeitet wieder kräftig und eigenständig und sein Herz schlägt auch wieder. Ich weiß zwar nicht was du eben zu ihm gesagt hast aber das hat geholfen.“
Minerva: „Bei Merlin! Ich wusste du schaffst es Harry. Du schaffst auch die restliche Nacht da bin ich mir sicher. Ich bleibe bei dir. Aber bitte geh nicht.“

Nun hatte auch Poppy Tränen in den Augen. Sie legte noch einmal einen Überwachungszauber über Harry und zog sich dann wieder in ihr Büro zurück. Minerva ließ sich nun wieder auf ihren Stuhl nieder. Sie hielt immer noch Harrys Hand in ihrer und immer noch liefen ihr die Tränen aber sie hatte ein leichtes lächeln auf den Lippen.

Minerva: „Ich wusste es. Du bist ein Kämpfer Harry du schaffst auch das hier und dann wird alles wieder gut das verspreche ich dir.“

Minerva saß noch die ganze Nacht an Harrys Bett und dachte gar nicht daran zu schlafen. Am nächsten Morgen kam Poppy wieder. Sie gab Minerva einen Kaffee und setzte sich einfach nur stumm dazu. Kurze Zeit später kam auch Albus mit einem bedrückten Gesichtsausdruck, aber nachdem er einen Blick auf Harry geworfen hatte, musste auch er grinsen. Das blieb von Poppy natürlich nicht unbemerkt.

Poppy: „Ja Albus. Dein Kämpfer hat es wieder geschafft das unmögliche möglich zu machen. Ich weiß ehrlich nicht wie aber er wird es wohl überleben.“
Albus: „Merlin sei Dank.“
Minerva: „Weißt du schon näheres dazu wer ihn in diese Situation gebracht hat?“
Albus: „Nichts handfestes. Ich vermute stark das es seine Verwandten waren, da er da immer seine Ferien verbringt...“
Minerva: „Bis jetzt!“
Albus: „Und sonst keiner an ihn rankommt aber wie gesagt es ist nur eine Vermutung.“
Poppy: „Albus bitte finde das raus. Wenn die ihn so zugerichtet haben, dann darf er da nicht wieder hin.“
Minerva: „Er wird da nicht wieder hin gehen!“
Albus: „Minerva. Bitte ich weiß wie schwierig das für dich ist aber....“
Minerva: „NEIN ALBUS! DU HAST MIR DAS GANZE VIEL ZU LANGE VERSCHWIEGEN! ICH WERDE NICHT ZULASSEN DAS HARRY NOCHMAL GEHT!“
Poppy: „Minerva beruhige dich. Ich weiß wie schwierig das alles für dich ist aber du kannst Harry auch zu nichts zwingen.“
Harry: „Wozu kann mich keiner zwingen?“
Poppy: „HARRY?!“

Schnell sprangen Poppy und Minerva auf und stellten sich jeweils an eine Bettseite. Harry blinzelte sie nur aus müden Augen an.

Poppy: „Harry wenn du wüsstest wie sehr es mich freut das du wieder wach bist. Dieses mal war es mehr als knapp.“
Harry: „Ja aber wir Gryffindors geben nicht auf.“
Minerva: „Aber du wolltest doch...“
Harry: „Ja erst. Aber dann meinten Sie Sie brauchen mich. Ich konnte Sie doch nicht hängen lassen.“

Minerva und Poppy schauten sich nur kurz verunsichert an.

Minerva: „Du meinst du hast nur gekämpft weil ich gesagt habe das ich dich noch brauche und nicht weil du noch leben wolltest?“
Harry: „Ehm... ja...“
Minerva: „Darüber reden wir später noch.“
Poppy: „Harry wie fühlst du dich?“
Harry: „Ehrlich gesagt ein wenig ausgelaugt.“
Poppy: „Das ist auch kein Wunder. Du wärst mir fast unter den Fingern weg verblutet. Du hattest eine beachtliche Menge Blut verloren Freundchen. Wehe das passiert nochmal.“
Harry: „Nein Madam Pomfrey.“
Poppy: „Gut. Hast du irgendwo Schmerzen?“
Harry: „Nein.“
Poppy: „Gut. Harry ich habe gesehen das dir Zehen fehlen. Wie ist das passiert?“
Harry: „Ehm... naja... ich bin in eine Bärenfalle getreten und als ich meinen Fuß befreien wollte da habe ich sie mir ausgerissen.“
Poppy: „Hat dir die Falle auch dein Schienbein gebrochen?“
Harry: „Ja.“
Minerva: „Und wo zum Geier war diese Falle das du da rein treten konntest?“
Harry: „Ähh.... in einem Wald...sie lag in einem Blätterhaufen deshalb habe ich sie nicht gesehen.“
Poppy: „Und warum warst du damit nicht in einem Krankenhaus oder hast mich angeschrieben damit sich wenigstens jemand um deinen Bruch kümmert?“
Harry: „Ich wollte keine Umstände machen oder Sie in Ihren Ferien stören.“
Poppy: „Man Harry. Wenn du dich so schwer verletzt kannst du mich jederzeit kontaktieren. Selbst wenn es mitten in der Nacht ist. Das gilt übrigens für immer. Egal ob du hier noch Schüler bist oder in 30 Jahren. Du darfst mich jederzeit kontaktieren wenn du dich verletzt. Es sei denn es ist irgendwie ein kleiner Messerschnitt.“
Harry: „Danke Madam Pomfrey.“
Poppy: „Gerne, aber häng es nicht an die Große Glocke das gilt nämlich nur für dich.“
Harry: „Warum?“
Poppy: „Das kann ich dir noch nicht erklären. Das wirst du aber in nächster Zeit erfahren. Aber sag mal wer hat dich so zugerichtet?“
Harry: „Das kann ich nicht sagen.“
Poppy: „Harry du musst es aber sagen. Waren es deine Verwandten?“
Harry: „Nein.“
Poppy: „Sondern?“
Harry: „Niemand.“
Poppy: „Aber Harry...“
Albus: „Poppy, lass es. Er wird es im Moment nicht verraten. Harry es freut mich außerordentlich das du die Nacht überstanden hast. Wenn du wieder fit bist würde ich dich bitten zu mir ins Büro zu kommen, bis dahin bist du erstmal vom Unterricht befreit. Poppy, Minerva ich verabschiede mich. Gute Besserung Harry.“

Albus erhob sich nun von seinem Stuhl und verlies den Krankenflügel.

Poppy: „Ok Harry du musst es jetzt nicht sagen. Ich muss dir aber leider etwas sagen. Ich habe mehrere alte Knochenbrüche bei dir gefunden die nie vernünftig zusammengewachsen sind. Wenn ich die nicht behandle wirst du in ein paar Jahren keine Bewegung mehr ohne Schmerzen machen können. Ich kann dir die Knochen wieder richten aber dafür muss ich sie dir nochmal brechen und ich sage es gleich das ist nicht lustig. Es ist sehr Schmerzhaft.“
Harry: „Über wie viele Knochen reden wir denn?“
Poppy: „Über 4.“
Harry: „Und welche?“
Poppy: „Dein rechtes Knie, dein rechter Oberschenkel, dein linker Unterarm und dein linker Ellenbogen.“
Harry: „Und können Sie das alles auf einmal machen oder alles nacheinander?“
Poppy: „Rein theoretisch könnte man auch alles auf einmal machen aber ich werde dir garantiert nicht auf einmal 4 Knochen brechen.“
Harry: „Professor würden Sie das machen?“
Minerva: „Nein Harry würde ich nicht.“
Harry: „Warum nicht?“
Poppy: „Harry alleine einen Knochen zu brechen und wieder richtig wachsen zu lassen ist mit Schmerztrank extrem schmerzhaft. 4 Knochen zu brechen und wieder zusammenwachsen zu lassen ist Folter. Weder Minerva noch ich werden dir diese Folter bescheren.“
Harry: „Könnten Sie Professor Dumbledore holen?“
Minerva: „Albus wird das auch nicht machen Harry.“
Harry: „Das denke ich schon.“
Poppy: „Ich glaube auch nicht das er das macht aber wenn du unbedingt möchtest hole ich Ihn her.“
Harry: „Danke Madam Pomfrey.“

Wenn auch mürrisch ging Poppy wieder in ihr Büro und rief Albus über ihren Kamin. Keine 3 Sekunden später trat er aus dem Kamin und klopfte sich die Asche vom Umhang.

Albus: „Poppy was kann ich für dich tun?“
Poppy: „Harry den Kopf waschen. Er hat 4 alte Knochenbrüche die gerichtet werden müssen und er möchte alle auf einmal machen. Aber weder Minerva noch ich wollen ihm diese Folter antun. Er hat gebeten das ich dich hole, er denkt scheinbar du würdest das machen.“

Albus nickte nur und ging dann, gefolgt von Poppy, wieder zu Harry.

Albus: „Also Harry du möchtest also alle Knochenbrüche auf einmal machen?“
Harry: „Ja Professor.“
Albus: „Und wofür brauchst du mich dabei?“
Harry: „Können Sie mir die Knochen brechen? Professor McGonagall und Madam Pomfrey wollen es nicht machen.“
Albus: „Bist du dir denn sicher das du das wirklich alles auf einmal machen möchtest?“
Harry: „Ja Professor.“
Albus: „Na dann. Poppy der erste Trank bitte.“
Poppy: „Das kann nicht dein ernst sein Albus.“
Albus: „Doch Poppy das ist mein ernst. Wenn Harry es möchte dann machen wir das, immerhin ist es sein Körper. Also bitte gib ihm den ersten Trank.“


Ungläubig starrte Poppy Albus noch einen Moment an, bevor sie einen Trank aus einer Schublade holte und ihn Harry hinhielt. Dieser nahm die Phiole entgegen, entkorkte sie und trank sie in einem Zug aus.

Poppy: „Also Harry, wenn Albus dir gleich die Knochen gebrochen hat musst du noch einen Trank nehmen. Ich sage es dir gleich die nächsten 6 Stunden wirst du nichts zu lachen haben. In 6 Stunden sollten deine Knochen aber wieder richtig sein. Auch deine anderen Knochenbrüche sollten dann endgültig geheilt sein. Also Albus folgende Knochen müssen gebrochen werden, das rechte Knie, der rechte Oberschenkel, der linke Unterarm und der linke Ellbogen.“

Albus nickte nur und brach Harry die angegebenen Knochen. Bei jedem Knochen verzog Harry einmal das Gesicht aber sonst sah man ihm seine Schmerzen nicht an. Nachdem Albus alle Knochen gebrochen hatte, trank Harry den angegebenen Trank und legte sich wieder hin.

Albus: „So Harry ich hoffe du überstehst die nächsten Stunden einigermaßen gut. Poppy bitte sag Bescheid wenn es beendet ist. Minerva auch du bist heute vom Unterricht befreit. Bleib bei Harry. Schönen Tag noch.“

Damit ging Albus wieder aus dem Krankenflügel und ließ die drei alleine.

Poppy: „Ok Harry die wirklichen Schmerzen werden erst in 2 Stunden anfangen. Bis dahin solltest du noch versuchen zu schlafen. Ich ziehe mich in mein Büro zurück, wenn etwas ist ruf mich einfach. Du auch Minerva.“

Damit ging auch Poppy und ließ Minerva mit Harry alleine.

Harry: „Professor, Sie müssen nicht bleiben.“
Minerva: „Oh doch Harry. Ich muss. Bitte frag nicht ich kann es dir noch nicht erklären. Aber Poppy hat Recht du solltest etwas schlafen bevor die Schmerzen anfangen. Wenn du wieder wach wirst, bin ich hier und werde versuchen dich von den Schmerzen abzulenken.“
Harry: „Aber Sie sollten auch schlafen. Sie sehen aus als hätten Sie die ganze Nacht nicht geschlafen.“
Minerva: „Stimmt habe ich auch nicht. Aber wie gesagt ich gehe jetzt hier nicht weg.“
Harry: „Dann legen Sie sich doch hier in ein Bett. Wenn ich dann vor Schmerzen schreie bekommen Sie es mit und Sie wären sofort da.“
Minerva: „Weißt du was. Das ist eine super Idee.“

Minerva stand auf und legte sich in das Bett neben Harrys. Harry lächelte ihr einmal zu was sie auch erwiderte. Keine 3 Minuten später schlummerten beide ruhig und friedlich.
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