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Desaster

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor / P12 / Gen
Piccolo Son Goten Trunks
06.12.2020
06.12.2020
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Hallo, meine lieben Leser! :)

Und noch eine Geschichte von mir, die ich Euch heute präsentieren kann! ^^

Es ist erneut ein Beitrag zu dem Projekt „2 Sätze“ von Fredi Ann.
Jemand hat zwei Sätze gepostet, die in der Story vorkommen müssen, man schnappt sie sich und lässt selbst zwei Neue dafür da.
Ich habe mir diesmal folgende Sätze von Rohirra genommen:

1) „Wäre ich doch nur Zuhause geblieben…“
2) Nun objektiv betrachtet, hatte er/sie auf ganzer Länge versagt.

Den zweiten, vorgegebenen Satz musste ich minimal abändern, damit er vom Ausdruck her besser passte. Ich hoffe, diese kleine Abweichung sei mir verziehen. :)


Ansonsten bleibt mir nun nur noch Euch viel Spass beim Lesen zu wünschen! :D



Vlg Lady Duchess  :)



Titel: Desaster

„Hey, Piccolo! Wie lange müssen wir denn diese blöde Übung noch machen?“, meckerte Trunks genervt und rutschte unruhig auf dem Boden hin und her und trieb damit seinen ohnehin schon hohen Blutdruck noch weiter in die Höhe.

„Ja, genau! Diese Übung ist doch total öde und was für Kinder im Kindergartenalter! Können wir nicht lieber richtig trainieren, statt hier dumm in der Gegend herum zu sitzen?!“, mischte sich nun eine weitere Kinderstimme ein, die ebenso genervt, aber noch dazu quengelnd klang, und niemand anderem als Son Goten gehörte.

Sein Blutdruck stieg weiter in die Höhe und er konnte nichts weiter tun, als dieser Wut mit geballten Fäusten Ausdruck zu verleihen.
Zusätzlich pochte nun diese eine, ganz bestimmte Vene an seiner Stirn immer stärker und er versuchte weiterhin ruhig zu bleiben.
Was leichter gesagt, als getan war.
Diese beiden Gören trieben ihn noch in den Wahnsinn!

Wie hatte er auch nur im Entferntesten Son Gokus Bitte zustimmen können, die beiden Knirpse ein Wochenende lang zu beaufsichtigen?!

Rein Theoretisch war wohl Son Gohan mit schuld an diesem Desaster.
Wäre sein einstiger Schüler nicht gewesen, der ihn überredet hatte zu Bulmas Gartenparty zu kommen, hätte Son Goku ihn wohl auch nicht am späteren Abend angesprochen.
Zunächst hatte er ablehnen wollen, aber er war dem gutmütigen Saiyajin sowieso noch einen Gefallen schuldig, so dass er letztendlich zugestimmt hatte.

„Wäre ich doch nur Zuhause geblieben…“, murmelte er halblaut, bei der Erinnerung daran, vor sich hin.
Doch für solche Einsicht war es zu spät und nun musste er die Suppe auslöffeln, die er sich da eingebrockt hatte.

Leise resigniert aufseufzend, konnte er immer noch nicht ganz begreifen, dass er sich dazu hatte breit schlagen lassen.
Seine Erfahrungen mit den beiden Jungs war alles andere als schön oder stressfrei und er würde die Zeit, wo er sie für den Kampf gegen Boo trainiert hatte, ganz sicher nie vergessen.
Die beiden waren einfach nur frech, respektlos und hatten es faustdick hinter den Ohren.

Nun ja, der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm, sagten die Menschen, aber diese beiden übertrafen ihre Väter in der Hinsicht bei Weitem.


„Hey, Piccolo, hast du uns überhaupt zugehört?“, durchbrach auf einmal die Stimme des Lilahaarigen seine Gedanken, wandte sich ihm zu und sah in die Gesichter der beiden Jüngeren, die ihn regelrecht anstarrten.

Einen Augenblick starrte er einfach nur zurück, ehe er genervt entgegnete: „Was ist jetzt schon wieder?“, und ließ sich seine schlechte Laune bewusst anmerken.

„Ich sagte: wir haben keinen Bock mehr darauf! Dieses sinnlose Herumsitzen führt doch zu nichts und unsere Konzentration wird dadurch auch nicht besser!“, antwortete ihm der ältere der beiden.

„Ach ja?“, konterte er bissig zurück und sah ihn durchdringend an.

Doch es was sein bester Freund, der auf einmal das Wort ergriff und sagte: „Wenn wir schon Konzentrationsübungen machen müssen, können wir das Ganze dann nicht etwas aufpeppen, wie z.B., mit einem richtigen Training oder Spiel?“

„Einem Spiel?“, wiederholte er zunehmend genervter und musste an sich halten, sie nicht anzuschreien wegen dieser Frage.
Gleichzeitig dachte er etwas wehmütig an die Zeit mit Son Gohan zurück, der sich so eine Frage ihm gegenüber niemals erlaubt hätte.

„Ja, ein Spiel! Weißt du denn noch was das ist?!“, kam es nun ziemlich vorlaut von Trunks, den er dafür mit einem nahezu tödlichen Blick strafte und ihn dann anblaffte: „Natürlich weiß ich, was ein Spiel ist!“, und war nun wirklich nahe dran die Beherrschung zu verlieren, ob dieser Dreistigkeit und das der Andere ihn hinstellte, als wäre er senil.

„Ist ja gut! Ich wollte nur sicher gehen!“, rechtfertigte der Lilahaarige ruhig seine Frage und sah ihn ein wenig besorgt an.

„Hey Trunks! Was hältst du davon, wenn wir beide dabei gegen Piccolo antreten?! Zum einen wird es dann viel interessanter und auch lustiger.“, mischte sich nun wieder Son Goten in die Unterhaltung mit ein und grinste dabei.
„Du meinst, wir beide gegen Piccolo? Hältst du das nicht für unfair?! Immerhin sind wir zusammen stärker als er.“, äußerte der Angesprochene nachdenklich seine Bedenken.
„Kann schon sein, aber so macht es einfach mehr Spass! Und denk nur daran, dass wir so auch uns verbessern können!“, und grinste seinen besten Freund nun noch breiter an.
„Wenn du so überzeugt davon bist…“, begann der Lilahaarige, ehe er schon eine Sekunde später sagte: „Na gut. Piccolo darf mit machen, aber denk dran, dass wir vorsichtig sein müssen! Er ist schlauer als mein Vater und das macht ihn zu einem gefährlichen Gegner!“
„Ja, ich weiß. Aber zusammen kriegen wir das schon hin, oder?“ antwortete ihm der Jüngere von beiden und sah ihn nun breit grinsend an.
Allmählich erwiderte Trunks das Grinsen seines Freundes und kurz darauf sahen zwei Augenpaare ihn entschlossen und erwartungsvoll an.


Total perplex konnte er nichts anderes als einfach zurück zu starren.
Hatte er da eben richtig gehört?!
Statt die vereinbarten Konzentrationsübungen zu machen, die ja auch ein Training waren, meckerten diese beiden Rotzlöffel herum und schlugen dann auch noch ernsthaft vor, dass sie ein Spiel daraus machen sollten???

Was für eine Unverschämtheit!
Ganz zu schweigen, dass sie über ihn wie einen dahergelaufenen, unterbelichteten Idioten redeten!
So was Ungeheuerliches hatte er ja noch nie erlebt!, und sein Kiefer knackte bei diesem Gedanken gefährlich auf, als er diese so fest aufeinander presste, um den wütenden Sturm, der gerade in ihm tobte, drin zu halten.
Doch die kochende Wut in ihm war übermächtig.
Und gerade als er den beiden lautstark die Leviten lesen wollte, ergriff Son Goten noch einmal das Wort und sprach: „Okay, Piccolo. Du darfst bei uns mit machen! Und als Aufwärmübung musst du uns zunächst einmal finden!“, lachte leicht auf, sprang in der nächsten Sekunde hoch in die Luft und flog auf und davon.
Doch noch bevor er irgendwie darauf reagieren konnte, richtete nun Trunks breit grinsend das Wort an ihn: „Also los Piccolo! Zeig uns mal, was du so drauf hast!“, sprang nun ebenfalls hoch in die Luft und verschwand.

Fassungslos sah er den beiden Kindern hinter her und kam sich wie ein dressiertes Hündchen, dem das Herrchen einen Befehl erteilt hatte und das nach Ausführung dessen mit einem Leckerbissen belohnt wurde, vor.

Weder nahmen sie ihn als Autoritätsperson ernst, noch taten sie, was man ihnen sagte.
Und zu allem Überfluss dachten sie auch noch, dass sie ihn herumkommandieren konnten.

Die unumstößliche Erkenntnis, warum dies so war, folgte unmittelbar: Objektiv betrachtet, hatte er auf ganzer Länge versagt.

Wie bestellt und nicht abgeholt, stand er weiterhin inmitten der Plattform des Palastes Gottes, der Wind wie im Hohn dabei an seinem Umhang zerrte und er immer noch dorthin starrte, wohin die beiden Kinder verschwunden waren.



-Ende-
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