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... wie ein Flügelschlag auf nackter Haut

GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P18 / Het
Die deutsche Nationalmannschaft FC Bayern München OC (Own Character)
05.12.2020
13.05.2021
72
174.119
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08.04.2021 2.536
 
Die Honigfalle


Was? Was redete er denn da? So ein Scheiß!

„Mia, es tut mir Leid. Mein Verhalten war ...“

„Du spinnst doch wohl“, fuhr ich auf. „Was willst du denn überhaupt noch von mir?“

„Mia“, setzte er wieder an. „Mia, ich fühlte mich im ersten Augenblick überrannt. Du rufst an und sagst mir, dass ich Vater werde ...“

„Und?“

Wolf schwieg.

„Du hast mit einer Schlampe rum gepoppt und kommst jetzt wieder an. Warum?“

Er seufzte. „Es ist doch nicht so, wie du denkst. Es ist ...“

„Wolf, du hast mir klar und deutlich gesagt, dass ...“, unterbrach ich ihn.

„Ja, das habe ich“, fuhr er mir über den Mund. „Aber jetzt hör mir doch endlich einmal zu und führ dich nicht auf wie ein kleines bockiges Mädchen.“

„Scheißkerl“, stieß ich hervor. Mir rauchte der Kopf.

„Mia, bitte. Beruhige dich. Ich fühlte mich von dir überrannt und habe deswegen so reagiert.“

„Und was ist mit dieser Schlampe?“

Ich wusste, dass ich ordinär war, doch in diesem Augenblick brauchte ich das einfach. Was bildete der Kerl sich überhaupt ein, sich wieder zu melden?

„Mia, mir tut das alles sehr sehr leid. Ich bin in den letzten Tagen in mich gegangen und habe eine Entscheidung getroffen.“

„Was?“, fuhr ich auf und spürte, wie mein Blut zu kochen begann. „Hat dich deine Uschi rausgeschmissen? Kommst du deswegen wieder an?“

Er schwieg kurz, dann holte er tief Luft. „Das beste wäre, wenn wir uns persönlich aussprechen würden. Am Telefon ist das nicht möglich.“

Ich lachte laut auf. „Wie das? Das geht doch gar nicht!“

Nun lachte auch er. „Doch, Mia, das geht. Ich bin morgen in Israel und dann komme ich zu dir nach Talitha Kumi …“

„Wie, was?“

Ich war vollkommen verwirrt.

Als er wieder zu sprechen begann, war seine Stimme leiser, aber nicht minder eindringlich: „Das erkläre ich dir alles morgen. Ich freue mich, dich zu sehen.“

Mit diesen Worten legte er auf und ich starrte das Handy in meiner Hand an. Ich verstand nicht. Er hatte mich vollkommen überrumpelt. Ich ließ mich auf mein Bett fallen und rieb mir die Stirn. Hatte ich denn überhaupt Lust, ihn wieder zu sehen? Ich blies die Backen auf und schüttelte den Kopf. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Zuerst der Scheiß mit Hans und nun kam Wolf wieder an geeiert. Was wollte er denn von mir. Etwa wieder einen auf Beziehung machen? Die hatten wir ja überhaupt nicht gehabt. Sicher hatte ihn seine Uschi raus geschmissen – von der Stimme hatte sie so alt wie ich geklungen. Aber warum kam er dafür extra nach Israel? Wieder schüttelte ich den Kopf. Sollte er, wenn es ihm gefiel. Gut, dann würde ich mich morgen mit ihm treffen und mir anhören, was er wollte. Ich konnte ihm ja dann immer noch sagen, dass er mich am Arsch lecken konnte.

Wieder ertappte ich mich dabei, wie ich das Handy zur Hand nahm. Verdammt, ich war so aufgewühlt und wollte jemanden anrufen. Nur wen? Ich tippte drauflos. Dann klingelte es.

„Ja?“

Ich schnappte nach Luft. Das durfte doch nicht wahr sein. Was hatte ich getan? Mir riss es förmlich den Boden unter den Füßen weg. Ich konnte gar nichts sagen. In meinem Kopf stauten sich die Gedanken und mein Herz raste.

„Hallo?“

Wieder diese Stimme. Mir so fremd, so fern.

„Äh“, begann ich.

„Mia?“

„Ja“, brachte ich mühsam hervor und keuchte.

Es entstand ein Schweigen. Ich versuchte mich zu fangen und meine Gedanken zu ordnen.

„Mia?“

Wieder diese Stimme. Ich biss mir auf die Unterlippe. Konnte das wahr sein? Hatte ich das wirklich getan? Das war ebenso unglaublich wie die Tatsache, dass sich Wolf just in dem Moment gemeldet hatte, als Hans wieder nach Deutschland gegangen war. Ich schnappte nach Luft. Ja. Aber, es war so. Ich hatte ihre Nummer getippt. Und sie war ran gegangen.

„Oh, Nancy“, stieß ich hervor. „Ich hab dich so vermisst.“

Sie schwieg. Dann: „Wirklich?“

Ich nickte.

„Und ich hab an dich gedacht!“, fuhr ich fort.

Ich ballte die Hand zur Faust. Verdammt, es war doch so. Ich hatte doch an sie gedacht. Jetzt dachte ich an sie. Und jetzt wollte ich mit ihr sprechen. Aber ich konnte nicht. Was sollte ich denn sagen? So als hätte sie meine Gedanken erraten, fragte sie: „Warum rufst du an?“

„Warum, warum?“, brach es aus mir heraus. „Du wolltest dich melden und hast es nicht getan. Und du bist nie ans Telefon gegangen, wenn ich dich anrief.“

Mein Ton war härter als ich beabsichtigt hatte. Ich keuchte. Verdammt, was wenn sie jetzt wieder auflegen würde. Ich wusste doch nicht, was in ihr vorging. Noch immer war ich mir nicht sicher, ob ich all das nicht doch nur träumte.

„Mag sein“, entgegnete sie.

„Aber, warum?“

„Brauchte meine Zeit für mich“, versetzte sie.

„Ach so. Ja. Wo bist du jetzt?“

„Frankreich.“

Es stimmte also. „Und wie geht es dir?“

„Ja, gut. Und dir?“

„Hmmm ...“, entgegnete ich.

Mir dröhnte mein Herzschlag in den Ohren. Ich schnappte nach Luft.

„Nancy.“

„Ja?“

„Ich …“

Ich konnte nichts sagen.

„Und was machst du gerade?“

„Ich bin beim Film.“

„Was?“

Ich riss die Augen auf.

„Ja“, sagte sie.

„Wie das?“

„Alain.“

„Wow. Hmmm ...“

Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht richtig ins Gespräch kamen. Hatte sie kein Interesse oder war sie ebenso gehemmt wie ich? Ich wollte nicht auflegen, wollte ihre Stimme hören, doch was sollte ich denn sagen. In mir wühlte es. Zu viel wollte raus. Wie ging es ihr?

„Drehst du gerade einen Film?“

„Ja, ja … nein, gerade nicht.“

Eierte sie herum?

„Nancy?“

„Ja?“

Ich nahm mir ein Herz. „Warum hast du überhaupt abgenommen, wenn …?“

„Weiß nicht.“

Das saß. Ich biss mir auf die Unterlippe. „Okay.“

„Okay.“

Nach diesem Telefonat hatte ich ein so mieses Gefühl. Was war mit ihr los? Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Am Anfang war es mir noch so vorgekommen, dass wir uns einander wieder annähern würden. Aber dann spürte ich ihre Distanziertheit. Verdammt! Was war während des Gespräches schief gelaufen? Ich kam einfach nicht dahinter.

Ich lag auf dem Rücken, starrte zur Decke. Ich würde sie morgen wieder anrufen. Ich würde sie nie wieder fallen lassen. Nie wieder! Das schwor ich mir. Nancy war meine Freundin. Meine beste Freundin!

Und wieder saß ich bei den Kindern. Dass Wolf an diesem Nachmittag kommen wollte, schob ich ganz weit weg. Ich musste mich auf meine Aufgaben konzentrieren. Als mich Genna an diesem Morgen in die Gruppe schickte, musste sie mir wieder die Kladde wegnehmen.

„Nein“, sagte sie und grinste. „Beobachten und Erzieherin sein.“

Sie deutete auf ihre Augen und wackelte mit dem Kopf. Ich musste ebenfalls grinsen. Es war gut, dass ich diese Arbeit hatte. Und ich nahm mir ganz fest vor, diesmal bessere Ergebnisse zu liefern. Als Kalila und Fatima auf mich zustürzten, lächelte ich sie an, nahm sie beiden Händen und befolgte Gennas Rat. Ich führte sie beide in eine Ecke.

„Wollt ihr nicht mal zusammen spielen? Dann würde ich mich richtig freuen.“

Sie sahen mich an und ich reichte ihnen zwei Puppen. Sie nahmen sie.

„Denkt euch ein Spiel aus und ich komme nachher wieder vorbei.“

Ich versuchte dabei zu lächeln, obwohl es mir sehr schwer fiel, die beiden allein zu lassen. Doch ich tat unbeschwert. Ich hatte mir fest vorgenommen, mich langsam von ihnen zu entfernen. Langsam, so wie mir Genna geraten hatte. Ich musste die Rolle der Erzieherin einnehmen. Denn wenn nicht, hatte ich hier keine Chance. Das wusste ich. Die beiden sahen mir nach, aber sie blieben an ihrem Tisch sitzen. Ich würde nicht lange weg bleiben. Das konnte ich nicht. Höchstens 10 Minuten. Dann würde ich wieder vorbeigehen. Derweil wollte ich mit allen Kindern kurz spielen und wenn sie etwas auf dem Herzen hatten, für sie da sein. Ja, das war mein Programm, das ich mit Genna besprochen hatte. Wie ich da allerdings Muhamad beobachten sollte, war mir schleierhaft. Immer wieder warf ich Blicke zu ihm. Er war groß für sein Alter. Groß und dünn. Mir fiel sein Sturwelkopf auf. Und sein Lächeln. Dieses pfiffige Lächeln. Mehr aber auch nicht. Und wieder fühlte ich mich etwas überfordert. All die Kinder um mich herum. Und genau das sagte ich Genna nach dem Feierabend in ihrem Büro. Sie lächelte: „Keine Sorge. Ist schon viel besser. Du hast eine Woche für den Bericht. So und jetzt geh. Herr Lachenmaier, Wolf wartet auf dich.“

Ich zuckte zusammen, griff mir an den Mund. Sie sah auf meinen Bauch.

„Was ist denn?“, wollte sie wissen. Ich aber schüttelte nur den Kopf. Ich hatte ihr nicht erzählt, was sich dieser Kerl geleistet hatte. Wahrscheinlich dachte sie, dass alles in Ordnung sei. Oder griff sie sich innerlich an den Kopf und ließ es mich nur nicht spüren? Schließlich hatte sie auch mitbekommen, dass ich bei Hans war.

„Wann ist er angekommen?“, fragte ich schnell.

Sie schob die Unterlippe vor. „Vor einer Stunde.“

„Und du hast mir nichts gesagt?“

Sie schüttelte den Kopf. „Zuerst Arbeit.“

Ich blies die Backen auf und fuhr mit durchs Haar. „Das sehe ich genauso.“

Sie lächelte. „Aber jetzt kannst du zu ihm. Er wartet im Essensaal. Ich wünsche dir viel Glück.“

„Danke, werd ich brauchen“, entgegnete ich.

Obwohl ich mit Wolf innerlich abgeschlossen hatte und ihn eigentlich nicht wiedersehen wollte, spürte ich, dass meine Knie weich wurden, als ich den Essensaal betrat und ihn da sitzen sah. Er kam sofort auf mich zu, Ernst reichte er mir die Hand, dann deutete er auf den Platz vis à vis von sich. Ich folgte ihm, setzte mich. Wir sahen uns in die Augen.

„Interessiert dich nicht, warum ich hier bin?“, begann er. Seine Stimme klang rau, fast heiser.

Ich zuckte mit den Schultern, bemüht, mir meine Aufregung nicht anmerken zu lassen. Ich holte einige Male tief Luft. Er würde es mir sagen. Denn eines wusste ich: Er war nicht einfach nur so nach Israel gekommen.

„Mia“, begann er. Sein Blick ruhte noch immer auf mir. Wieder nahm ich nur das tiefe Braun seiner Augen wahr.

„Was?“, gab ich zurück.

„Ich bin in mich gegangen.“

„Ach so.“

Ich hob eine Augenbraue. Die ganze Szene erschien mir so unwirklich. Wir beide hier in Israel.

„Und?“, fuhr ich fort.

„Ich bin nicht einfach nur so hierher gekommen.“

Er sah mich noch immer an. Ernst, aufmerksam.

„Machs nicht so spannend. Was willst?“

„Mia.“

Er beugte sich plötzlich vor uns legte seine Hand auf meine.

„Du nusst mir glauben ...“, begann er.

Ich zog meine Hand weg. „Ich muss dir gar nichts glauben.“

„Stell dich doch nicht so an ...“

Er sah mich mit leicht geöffnetem Mund an. Seltsamerweise war meine Aufregung einer tiefen Ruhe gewichen.

„Sag, was du sagen willst.“

Er lehnte sich wieder zurück.

„Wir haben ein Kind miteinander“, stieß er plötzlich hervor. „Und ich bin bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen.“

„Bereit bist du also … Wow, wie gönnerhaft“, entgegnete ich und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ich weiß, dass du gekränkt bist. Und verzeih ...“

Ich schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht gekränkt. Denn das würde ja voraussetzen, dass ich etwas für dich empfinde. Das tue ich aber nicht.“

Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich ihn anlächelte. „Du bist mir vollkommen egal. Das ist mir klar geworden in letzten Tagen.“

Ja, verdammt, sehr klar sogar. Zu klar. Ich presste die Lippen fest aufeinander und senkte den Blick.

„Stimmt das?“

Wolfs Stimme klang sehr sanft, wie ein Streicheln auf der Haut. Ich sah auf.

„Ich habe zur Zeit andere Probleme, als mir darüber Gedanken zu machen.“

„Ja aber das Kind“, fuhr er plötzlich auf. „hast du dir schon über das Kind Gedanken gemacht.“

Ich zuckte mit den Schultern. Wohl ein Fehler, denn plötzlich wurde er sehr ernst. Fast drohend ruhte seine Blick auf mir. „Ich bin der Vater.“

„Ich weiß“, gab ich ruhig zurück. „Kein anderer kommt in Frage. Dennoch liegt die Entscheidung bei mir, was mit dem Kind in meinem Bauch geschieht.“

Wolf riss die Augen auf. „Was heißt das? Heißt das etwa … du ...“

Wieder zuckte ich mit den Schultern. Langsam fand ich Gefallen an dieser Art der Kommunikation.

„Das kannst du nicht tun. Das ist … unser Kind.“

Er war aufgesprungen. Seine Lippen bebten.

„Mein Kind. Wenn schon, dann mein Kind.“

Er schüttelte den Kopf. „Dein Kind. Aber ich bin der Vater. Und ich werde für dieses Kind Verantwortung übernehmen.“

Er hatte seine Hand zur Faust geballt. „Ob dir das passt oder nicht. Es ist mein Kind. Ich bin der Vater.“

Ich schnappte nach Luft. „Es ist noch gar nicht geboren. Und außerdem, wie würdest du dich den um dieses Kind kümmern wollen. Rein hypothetisch gesprochen.“

Um seinen Mund zuckte es, dann befeuchtete er sich die Lippen. „Hier in Israel gibt es eine freie Stelle bei Siemens. Äußerst gut bezahlt. Und die könnte ich bekommen. Dann wäre ich bei euch.“

Was? Ich musste schlucken.

„Das geht doch nicht“, stieß ich hervor.

„Doch“, nickte er ruhig. „Das geht.“

„Aber ich will das nicht.“

Ich starrte auf den Tisch.

„Mia, ich denke, dass wir beide im Interesse des Kindes handeln sollten. Weißt du, ich hab mir viele Gedanken gemacht. Du bist eine junge Frau. Wirst zum ersten Mal Mutter. Du hast doch überhaupt keine Vorstellung von dem, was da eigentlich auf dich zukommen wird. Außerdem: Wie willst du dich und das Kind finanzieren? Du wirst weder fähig sein, dich richtig um das Kind zu kümmern, noch ihm ein angemessenes Leben zu bieten.“

Ich presste die Lippen fest aufeinander. Er hatte einen wunden Punkt bei mir getroffen. Dennoch zwang ich mich, ihn anzusehen.

„Wolf, deine Sorge rührt mich, aber ich werde das alles schon alleine schaffen. Wirklich. Ich schaffe das.“

Jetzt musste ich mich doch wieder zur Ruhe zwingen und starrte auf meine Hände.

„Das sagst du jetzt. Und später? Wenn dir alles über den Kopf wächst. Wenn du erst einmal das Kind hast, sieht alles anders aus.“

Ich schwieg und wusste doch gleichzeitig, dass ich gerade jetzt, in diesem Moment etwas hätte sagen sollen. Doch ich konnte nicht. Ich wusste, dass mir Wolf meine Bestürzung ansah, denn es zuckte um seinen Mund.

„Ich werde immer für das Kind da sein und für dich, Mia ...“

Er beugte sich vor und plötzlich spürte ich seine Hand an der Wange.

„Verstehst du, was ich damit sagen möchte?“

Ich sah auf und direkt in seine Augen. Sie waren fast schwarz. Wie Tunnel, in denen ich mich zu verlieren drohte.

„Wolf, ich möchte, dass du gehst. Jetzt sofort.“

Er holte tief Luft, dann erhob er sich.

„Gut, ...“, entgegnete er. „... ich gebe dir Zeit zum nachzudenken. Eine Woche.“

Er kam um den Tisch herum, griff mir plötzlich unters Kinn und sah mir einen Augenblick lang tief in die Augen.

„Du bist wie ein Kind, Mia. Ich denke, es gibt vieles, worüber du nachdenken musst.“

Auch wenn ich mir das nicht eingestehen wollte, aber Wolf hatte mir Angst gemacht. Und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr war ich davon überzeugt, dass er seine Rolle, die er mir gegenüber gespielt hatte, auch genoss. Er hatte ja Recht. Was würde denn geschehen, wenn ich das Kind tatsächlich bekommen würde? Genna hatte gut reden, das Kind zu behalten. Aber was würde es mir bringen? Im schlimmsten Fall müsste ich zurück nach Deutschland und wieder Hartz-IV beantragen. Ich biss in meine Faust und spürte, wie Tränen in meine Augen traten.
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