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Zurück in die Vergangenheit

von MissTatze
GeschichteAbenteuer, Romance / P12 / Het
Hermine Granger OC (Own Character) Rose Weasley
05.12.2020
08.04.2021
6
12.935
3
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5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.03.2021 2.194
 
Hier bin ich wieder mit einem neuen Kapitel. Hat mal wieder etwas länger gedauert, aber keinen Druck.
Ich würde mich auch wieder sehr über einen Kommentar freuen. Also immer her mit der Kritik (gerne auch positiv) und den Ratschlägen.
Bis bald
Miss Tatze


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Kapitel 4:
Die vierte Erinnerung: Die Einteilung

1. September 1993

„Das ist natürlich nicht so gut.“, sagte Niklas, „Aber der Direktor weiß doch bestimmt, dass du das Passwort nicht kennst.“
Hermine stöhnte und setzte sich neben den Wasserspeier auf den Boden. „Ja, du hast recht. Die Frage ist nur, wann er das mitbekommt und uns reinlässt.“
Na super, das kam jetzt gerade recht. Eigentlich wollte Hermine nur noch in ihr Bett. Der Tag war aufregend gewesen und am nächsten Tag war schon der erste Schultag. Da musste sie ausgeschlafen sein, denn wenn sie den ersten Tag schon versemmeln würde, würde es mit dem Rest des Schuljahres genauso aussehen. Besonders wenn sie gleich Zaubertränke haben würden. Und versemmeln hieß alles andere als Ohnegleichen!
Plötzlich setzte Niklas sich neben Hermine und sagte: „Ich fürchte, wir werden jetzt irgendwie die Zeit totschlagen müssen. Was hast du denn für Wahlfächer gewählt?“
„Alle.“, brummte Hermine.
„Das geht?“
„Anscheinend.“, sagte sie nur. Schließlich erwärmte sie sich. Niklas konnte ja nichts für diese missliche Lage, jedenfalls nicht komplett. „Was hast du denn für Wahlfächer?“
„Ich habe Wahrsagen, Alte Runen und Arithmantik.“, antwortete er, „Ich freue mich schon richtig auf Alte Runen. Ich finde diese ganzen alten Schriften richtig spannend.“
Jetzt war Hermine doch Feuer und Flamme. Endlich jemand, der sich ebenfalls für Alte Runen interessierte. „Ja, du hast Recht. Ich habe in den Ferien schon das gesamte Schulbuch durchgearbeitet und dann habe ich mir noch ein anderes Werk gekauft. Da bin ich noch nicht ganz durch, noch 200 Seiten.“, sagte Hermine begeistert und voller Enthusiasmus.
Niklas schaute sie verwundert an. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. „Und wie viele Seiten hat dieses Buch?“
„1200 Seiten.“
„Im Ernst?“, Niklas zog überrascht seine Augenbrauen nach oben, „Damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der von Alte Runen noch begeisterter ist als ich.“ Er fing an zu lachen und auch Hermine konnte nicht anders. Das Lachen der beiden erfüllte den gesamten Korridor. Als Hermine sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, japste sie: „Und ich habe noch nie jemanden getroffen, der sich überhaupt ansatzweise für Alte Runen interessiert.“
„Wer sitzt den hier mitten im Korridor auf dem Boden und nicht auf einem Sessel in seinem Gemeinschaftsraum?“,schnarrte eine Stimme über Hermine und Niklas. Die beiden sprangen auf und drehten sich zu der Stimme um.
Es war Peeves, der Poltergeist.
Er schwebte auf die beiden zu und wäre Niklas nicht zur Seite gesprungen, wäre Peeves durch ihn hindurch geschwebt. Daraufhin fing Peeves an zu gackern, drehte sich schwungvoll um und sah Niklas nun direkt ins Gesicht.
„Wer bist du denn?“, fragte Peeves Niklas. Währenddessen schwebte Peeves wieder näher auf Niklas zu, sodass sich fast die Nasen der beiden berührten. Niklas stolperte einige Schritte zurück.
„Hau ab Peeves!“, fuhr Hermine den Poltergeist an. Dieser drehte sich nun zu Hermine um.
„Oh die kleine Ms Granger. Hat sie nun das Interesse für das andere Geschlecht entdeckt?“, gackerte Peeves weiter. Schließlich drehte er sich um und schwebte nun den Gang entlang, dabei sang er: „Strubbelkopf ist verliebt, Strubbelkopf ist verliebt!“ Dabei lachte er weiter wie ein Verrückter. Das Lachen schallte durch den gesamten Korridor. Es war so laut, dass wahrscheinlich selbst die Slytherins und Hufflepuffs in den Kerkern sein Lachen hören konnten.
Niklas ließ sich nun wieder auf den Boden neben dem Wasserspeier fallen und fragte: „Wer war dass denn?“
Hermine setzte sich neben ihn und pustete eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Das war Peeves. Er ist der Poltergeist von Hogwarts.“
„Oh Gott.“, stöhnte Niklas, „Nicht schon wieder.“
„Schon wieder? Gab es in Ilvermorny auch einen Poltergeist?“, fragte Hermine schmunzelnd und drehte sich zu Niklas um. „Aber glaub mir, Peeves ist schlimmer.“
„Das glaube ich nicht. Hector war ein Arschloch. Ich glaube, er war auch ein Grund dafür, warum ich mich so gefreut habe, dass wir nach Großbritannien gezogen sind. Und jetzt das!“
Hermine kicherte. „Du Armer!“
Niklas grinste sie an und sagte scherzhaft: „Endlich versteht es mal jemand.“
Nun saßen sie schweigend da. Hermine legte den Kopf in den Nacken und betrachtete die Decke. „Es ist so spät. Ich kann nicht mal die Decke sehen.“, jammerte Hermine.
Niklas sah nun auch nach oben. „Du hast recht.“, sagte er, „Wie sieht die Decke aus?“
Hermine sah Niklas an und als er sich ihr ebenfalls zuwandte, sagte sie: „Ich habe keine Ahnung. Ich habe mich für diese Decke nie interessiert.“
„Uns beiden ist wirklich langweilig.“, er stöhnte nun auch, dann stand er allerdings schnell auf.
„Was ist den los?“
„Ich glaube, es kommt jemand.“
Hermine sprang nun auch auf. Und tatsächlich, gerade bog Professor McGonagall um die Ecke und kam auf den Wasserspeier zu. Als sie Niklas und Hermine sah, sagte sie verwundert: „Mr Throne, Ms Granger, was machen sie hier? Sollten sie nicht im Schulleiterbüro sein?“
„Äh, ja Professor.“, sagte Hermine und kratzte sich währenddessen verlegen am Hinterkopf, „Das Problem ist allerdings, dass wir das Passwort nicht kennen.“
„Mr Throne, hat Professor Dumbledore das Passwort etwa nicht in den Brief geschrieben, denn er Ihnen vor Schulbeginn geschrieben hat?“, fragte sie verwundert. Dann zuckte sie mit den Schultern und ging auf den Wasserspeier zu. Hermine sah Niklas vorwurfsvoll an, dieser hob abwehrend die Hände und sagte: „In dem Brief war kein Passwort.“
Professor McGonagall stand nun vor dem Wasserspeier und sagte das Passwort: „Krümelmonster.“ Der Wasserspeier bewegte sich und gab schließlich den Blick auf eine Wendeltreppe frei.
Professor McGonagall wollte gerade die Treppe betreten, da sagte Niklas, scheinbar komplett überfordert: „Stopp! Das ist das Passwort: Krümelmonster? Und ich habe mich gefragt, was das bedeuten soll.“
„Also stand das Passwort doch in dem Brief?“, fragte Hermine nun etwas gereizt.
„Ja, schon. Aber nicht, dass es das Passwort ist. Als wenn irgendein anderer Mensch dieses Wort als Passwort wählen würde.“
Die Professorin drehte sich noch einmal halb zu Niklas und Hermine um und sagte beschwichtigend: „Ja, Professor Dumbledore ist sehr kreativ, was die Passwörter angeht.“
Niklas schnaubte.
„Also gut, folgen Sie mir.“ Professor McGonagall betrat nun die Wendeltreppe und die beiden Schüler folgten ihr.
Als sie schließlich an der Tür zum Schulleiterbüro standen, klopfte Professor McGonagall an die Tür und kurz darauf hörten sie ein „Herein.“. Die Professorin öffnete also die Tür und betrat das Büro.
Hermine war noch nie im Schulleiterbüro gewesen und war deswegen sehr aufgeregt. Das Büro war sehr geräumig. An den Wänden hingen die Porträts der früheren Direktoren, die allesamt schon schliefen. Im hinteren Teil des Raumes war eine Stufe. Dort saß Professor Dumbledore hinter seinem Schreibtisch. Außerdem war dort eine Treppe, die wahrscheinlich in die Privaträume Dumbledores führte.
Der Schulleiter kam nun zu ihnen in den vorderen Teil des Büros, wo überall Regale und Vitrinen standen, die irgendwelche Apparate enthielten. Hermine schaute sich interessiert um. Dieser Raum war ein Paradies!
Aber sie hatte nicht lange Zeit, um das Büro in Augenschein zu nehmen, da Professor Dumbledore sagte: „Ah, da sind sie ja. Ich habe schon auf sie gewartet. Kommen Sie.“ Dumbledore zeigte auf die Stühle, die vor dem Schreibtisch standen und ging selbst wieder zu seinem Schreibtisch. Professor McGonagall, Niklas und Hermine folgten ihm.
Vor dem Schreibtisch standen aber nur zwei Stühle. Hermine schaute McGonagall fragend an, die lächelte sie aber nur an. Sie zog ihren Zauberstab aus ihrem Umhang und schwang ihn. Schließlich verwandelte sich die Stehlampe, die neben dem Schreibtisch gestanden hatte, in einen gemütlichen Ohrensessel mit rotem Bezug. Sie setzte sich in den Sessel und überschlug ihre Beine. Nun setzten sich auch Niklas und Hermine auf die Stühle, die um einiges weniger bequem als der Ohrensessel McGonagalls aussahen.
„Gut, Mr Throne.“, sagte Dumbledore, „Sie sind bestimmt schon sehr aufgeregt. Deswegen kommen wir auch gleich zur Sache. Ihre Mitschüler haben Ihnen sicher schon etwas zu den Häusern hier in Hogwarts erzählt. Insgesamt gibt es vier: Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Sie wurden von den gleichnamigen und mächtigsten Zauberern ihrer Zeit gegründet. Jeder der vier Gründer hatte Eigenschaften, die er auch für seine Schüler wollte. Godric Gryffindor stand für Mut, Tapferkeit und Abenteuerlust. Das Haus Hufflepuff sucht nach loyalen und treuen Schülern, die keine Angst vor harter Arbeit haben. Die Intelligenz ist sehr wichtig für die Ravenclaws, die auch noch sehr originell und kreativ sind. Das Haus Slytherin steht für Traditionalismus, Ehrgeiz und Gerissenheit, aber auch für Brüderlichkeit.“
Schließlich stand Professor Dumbledore wieder von seinem Stuhl auf und ging nach vorne.
„Sie haben ja schon während der Erstklässlerzeremonie gesehen, wie die Zuteilung abläuft.“
Dumbledore holte von einem Schrank den Sprechenden Hut und den dreibeinigen Stuhl. Er ging in die Mitte des Vorraums und stellte den Stuhl auf den Boden.
„Kommen Sie zu mir, Mr Throne.“
Niklas stand auf und ging zu Professor Dumbledore. Als er bei ihm angekommen war, zeigte der Direktor auf den Stuhl. Niklas setzte sich und Professor Dumbledore setzte ihm den Sprechenden Hut auf den Kopf.
Hermine fiel auf, dass der Direktor dabei sehr aufgeregt aussah. Warum war das so? Niklas war doch ein ganz normaler Schüler und auch ein Muggelgeborener und warum war Professor McGonagall hier? Rechneten sie damit, dass Niklas nach Gryffindor kommen würde.
Hermine achtete nun aber wieder auf den Sprechenden Hut, der in sich rein redete und sehr beschäftigt aussah. Hermine aber wusste, dass Niklas den Monolog des Hutes sehr wohl verstand. Da Niklas keine elf mehr war, konnte man sogar sein Gesicht sehen. Er schien den Worten des Sprechenden Hutes sehr konzentriert zuzuhören.
Schließlich rief der Sprechende Hut: „Slytherin!“
Und tatsächlich, Professor Dumbledore und Professor McGonagall sahen sich überrascht an. Sie schienen also wirklich damit gerechnet zu haben, dass Niklas nach Gryffindor kommen würde. Und apropos, wie konnte es sein, dass Niklas nach Slytherin kam. Schließlich war er ein Muggelgeborener.
Dumbledore nahm den Sprechenden Hut wieder von Niklas Kopf und sagte: „Ähm gut, also Minerva, würdest du Professor Snape holen, damit er Mr Throne zu seinem Gemeinschaftsraum bringen kann?“
„Natürlich.“ Mit diesen Worten verließ Professor McGonagall das Büro.
Niklas war nun wieder von dem dreibeinigen Stuhl aufgestanden und stellte sich neben Hermine.
„Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“, fragte Dumbledore Niklas noch etwas verwirrt.
Dieser schüttelte mit dem Kopf und sagte: „Nein, danke. Ich denke, wir warten unten auf Professor Snape.“
Das war eine gute Idee, fand Hermine. Sie hatte einige Fragen an Niklas.
„Ja, sie haben recht. Ich wünsche Ihnen beiden ein erfolgreiches Schuljahr und Ihnen Mr Throne viel Glück mit ihren neuen Mitschülern.“, antwortete Dumbledore. Auf seiner Stirn hatten sich Falten gebildet. Er schien angestrengt über etwas nachzudenken.
Hermine und Niklas verabschiedeten sich und verließen dann das Büro. Schweigend gingen sie die Wendeltreppe hinunter, als sie unten angekommen waren, konnte Hermine aber nicht mehr an sich halten.
„Warum bist du nach Slytherin gekommen?“
„Weil ich diese Eigenschaften besitze.“
„Du bist ein Muggelgeborener!“
Niklas stöhnte und ließ sich auf den Boden fallen. „Ich bin kein Muggelgeborener, sondern mindestens Halbblut.“
„Mindestens?“, fragte Hermine skeptisch.
„Ja, ich weiß nicht, wer mein Vater ist.“
„Aber wer waren dann die Leute, die dich heute zum Zug gebracht haben.“
Niklas stöhnte noch einmal. „Das sind meine Adoptiveltern. Sie waren gute Freunde von meiner Mutter.“ Er machte eine kurze Pause. „Sie ist tot.“
Hermine setzte sich neben ihn auf den Boden. Damit hatte sie jetzt nicht gerechnet.
„Ich glaube Dumbledore hat damit gerechnet, dass du nach Gryffindor kommst.“
„Ich auch um ehrlich zu sein.“, lachte Niklas, „Meine Mutter war auch in Gryffindor. Vielleicht war mein Vater ja in Slytherin, aber ich weiß nicht mal, ob er überhaupt ein Zauberer war.“
„Das macht dich ganz schön fertig oder?“
„Ja, aber meine Eltern erzählen mir viel von ihr.“
„Wer war denn deine Mutter?“
„Sie hieß Lauren Winter. Sie stammte aus einer amerikanischen Reinblutfamilie. Bei ihr ist es genauso wie bei mir. Sie ist auch von Amerika nach Großbritannien gekommen.“
„Möchtest du etwas über deinen Vater herausfinden?“
„Mir würde schon reichen, wenn ich wüsste, wer er ist.“, lachte er, „Aber ich möchte auch etwas über meine Mutter herausfinden und sie war ja auch hier.“
„Ja, das kann ich verstehen.“, sagte Hermine, „Du kannst ja mal bei den Quidditch- oder Vertrauensschüler- und Schülersprechertafeln  vor der Großen Halle gucken. Vielleicht steht da etwas.“
„Das ist eine gute Idee. Das werde ich auf jeden Fall machen. Danke für den Tipp.“
„Gerne.“, sagte Hermine, „Ich kann dir auch helfen, wenn du möchtest.“
Plötzlich hörte Hermine Schritte auf dem Flur und tatsächlich kam kurz darauf Professor Snape um die Ecke. Niklas und Hermine standen auf.
Als er bei ihnen ankam, sagte er mit seiner schnarrenden Stimme: „Mr Throne, Sie sind also mein neuer Schüler. Und Ms Granger, was machen Sie hier?“
„Ich habe Niklas heute geholfen und ich denke, ich mache mich nun auf den Weg in den Gemeinschaftsraum.“
„Ja Ms Granger, das ist eine gute Idee. In einer viertel Stunde ist Sperrstunde.“
„Gute Nacht.“, sagte Hermine zu Niklas.
„Gute Nacht Hermine. Danke, dass du mir heute geholfen hast.“
Hermine nickte Professor Snape zu und machte sich auf den Weg in den Gryffindorgemeinschaftsraum.
Sie wollte jetzt unbedingt mit Harry und Ron reden.
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