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Zurück in die Vergangenheit

von MissTatze
GeschichteAbenteuer, Romance / P12 / Het
Hermine Granger OC (Own Character) Rose Weasley
05.12.2020
08.04.2021
6
12.935
3
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Dieses Kapitel
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05.12.2020 1.800
 
Hallo,
das hier ist meine erste Geschichte und vielleicht (ganz vielleicht) bin ich etwas gespannt darauf, wie ihr auf die Geschichte reagiert. Ich entschuldige mich schon einmal im voraus für meinen wahrscheinlich grottigen Hochladerhythmus. Aber ich werde versuchen, mich zu beeilen. Nur doof, dass ich verdammt perfektionistisch bin und ich auch noch andere Dinge zu tun habe.
Jetzt wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Lesen und hoffe darauf, dass wir uns wiedersehen (oder lesen).
MissTatze

Disclaimer: Alle Figuren und Orte, die nicht von mir erfunden wurden, gehören J.K. Rowling. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte.

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Prolog:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben uns heute hier versammelt, um einen ganz besonderen Menschen zu feiern. Einen Menschen, der leider von uns gegangen ist. Hermine Granger-Weasley. Sie war Ehefrau, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Kriegsheldin, Zaubereiministerin und beste Freundin. Ich würde sogar so weit gehen, sie als meine Schwester zu bezeichnen.
Oft genug musste sie mir den Kopf waschen und hat mir dadurch gezeigt, was wirklich wichtig ist. Nicht nur zu Zeiten des Krieges hat sie das getan, sondern auch als ich älter wurde und die schreckliche Zeit Voldemorts schon lange vorüber war.
Ich lernte Hermine bei meiner ersten Fahrt mit dem Hogwarts-Express kennen. Schon damals wusste sie mehr über die Zaubererwelt als ich und Ron zusammen, obwohl sie erst seit einigen Wochen von dieser Welt wusste. Und ich gebe es zu, am Anfang fand ich sie einfach nur nervig. Sie war eine Besserwisserin und drohte uns, uns auch nur bei dem kleinsten Regelbruch zu verpetzen.
An Halloween im Jahr 1991 wurden wir drei allerdings unzertrennlich. Durch den Troll, der damals durch Hogwarts gestreift war, waren wir gute Freunde geworden, da wir verstanden hatten, dass auch eine Hermine Granger Regeln brechen konnte. Sie log, um mich und Ron zu schützen und noch heute denke ich gerne an diesen Tag zurück, obwohl mein Zauberstab damals mit  Trollpoppel getränkt worden war.
Von da an war Hermine nicht mehr wegzudenken. Wir konnten Aufsätze, oder jedenfalls Teile davon, von ihr abschreiben und ohne sie, wäre ich wahrscheinlich schon in meinem ersten Schuljahr gestorben.
So ging es immer weiter. Immer wieder half Hermine Ron und mir aus der Patsche. Im zweiten Schuljahr war sie auf die Idee gekommen, dass es ein Basilisk war, der sich im Schloss herumtrieb. Sie half mir meinen Paten Sirius Black zu befreien. Und ohne ihre Hilfe hätte ich nicht einmal die erste Prüfung des Trimagischen Turniers überstanden.
Mit der Gründung der DA 1995 wurde unser Verhältnis noch einmal enger. Zusammen kämpften wir gegen die unfairen Mittel, die die damalige Verteidigungsprofessorin und spätere Direktorin, an den Tag legte. Auch im Kampf in der Ministeriumsabteilung kämpfte sie mit. In diesem Kampf starb mein Pate und sie half mir über diese schwere Zeit.
Im sechsten Jahr kam es zum Konflikt zwischen uns beiden. Denn damals hatte ich ein Zaubertränkebuch gefunden, durch das ich plötzlich der beste Schüler in Zaubertränke wurde, den Professor Slughorn je gesehen hatte. Plötzlich war Hermine nicht mehr die Klassenbeste und das nervte sie mehr als alles andere auf der Welt.
Im Krieg war sie für mich die wichtigste Person der Welt. Denn auch dank ihrer unglaublichen Klugheit konnten wir die Horkruxe zerstören und so die Zaubererwelt von der Schreckensherrschaft Voldemorts befreien.
Hermine war die tollste Frau der Welt und ich werde sie bis zum Ende meines Lebens vermissen, genauso wie ihr Mann, ihre Kinder, ihre Enkel und ihre Urenkel.
Hermine hätte sich gewünscht, dass wir mit einem Lächeln an sie zurückdenken und sie nicht vergessen. Obwohl das meiner Meinung nach sowieso gar nicht geht.
Danke


   26. Januar 2063
Das einzige was Rose sah, war der Sarg, den ihr Vater zusammen mit ihrem Mann Edward, Hugo, Harry und einigen anderen Männern durch den Friedhof trug. Neben ihr liefen Alisa und Nora, ihre Töchter. Sie hielten ihre Hände fest umklammert. Obwohl sie inzwischen Mitte und Anfang dreißig und beide schon verheiratet waren, hielten sie immer noch zusammen wie zu Hogwartszeiten.
In dem Sarg lag ihre Mutter Hermine. Vor zwei Wochen war sie mit 83 Jahren gestorben. Sie hatte ein schönes Leben gehabt. Das hatte sie immer gesagt und alle, die sie geliebt hatten und es immer noch taten, würden sie nie vergessen. Und auch die Zaubererwelt würde dies nie tun. Schließlich war sie 24 Jahre lang die Zaubereiministerin Großbritanniens gewesen und hatte in ihrer Amtszeit viel Gutes bewirkt. Vor zwei Tagen hatte sogar eine nationale Trauerfeier stattgefunden. Viele tausend Menschen waren gekommen und hatten Hermine Granger-Weasley die letzte Ehre erwiesen.
Hermine hatte viel in ihrem Leben erlebt und Rose hoffte, dass sie endlich ihre Ruhe finden würde.

Rose und Edward betraten ihr Haus im abgelegeneren Teil von Hogsmeade. Rose war erschöpft. Der Tag war anstrengend gewesen und hatte an ihren Nerven gezerrt. Der Tod ihrer Mutter machte sie noch immer fertig. Das merkte auch Edward. Er nahm ihr ihren Mantel ab, dann fragte er sie: „Soll ich dir einen Tee machen?“ Rose lächelte ihn an, schüttelte aber den Kopf. „Nein, Edward. Ich brauche erst einmal eine Runde Schlaf. Schließlich ist heute Nachmittag noch das Essen und da möchte ich nicht aussehen wie ein Geist.“ Er nickte verstehend. „Versprichst du mir, dass du mir sagst, wenn es dir wieder schlechter geht?“ „Natürlich.“ Edward nickte wieder, dann drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn.
Rose ging nun die Treppe hinauf in ihr Schlafzimmer. Als sie es betrat, setzte sie sich an den Schreibtisch. Denn wenn sie sich jetzt nicht hinsetzte, würde sie zusammenbrechen.
Sie wusste, dass ihr der restliche Tag noch alles abverlangen würde. Schon alleine das Begräbnis ihrer Mutter war schlimm gewesen. Aber da hatte sie wenigstens ihrem Vater aus dem Weg gehen können. Bei dem Familienessen ging das allerdings nicht mehr. Seit Hermines Tod war Ron nicht mehr derselbe. Vor dem Tod seiner Frau hatte er immer Späße gemacht, hatte gelacht und die gesamte Verwandtschaft auf den Arm genommen. Jetzt war er allerdings nur noch ein einziger Trauerkloß. Und Rose konnte das natürlich verstehen, auch sie trauerte um ihre Mutter, aber er zog damit die ganze Familie nur noch weiter runter und das war es, was so sehr an Rose Nerven zerrte.
Plötzlich fiel Rose Blick auf einen Brief auf ihrem Schreibtisch. Auf dem Umschlag stand ihr Name. Sie nahm ihn in die Hände und sah sich den Brief genauer an. Sie erkannte die saubere Schrift ihrer Mutter, die aussah, als wäre sie gedruckt. Wie immer.
Diesen Brief hatte ihre Mutter vor ihrem Tod an Rose geschrieben. Was konnte da drin stehen? Mit zitternden Händen öffnete sie den Umschlag, entfaltete den Brief und fing an zu lesen.

Liebe Rose,
in diesem Brief möchte ich dir meine Geschichte erzählen. Es kostet mich viel Überwindung diesen Brief zu schreiben, da ich nicht weiß, wie ich dir diese Geschichte begreiflich machen soll, damit du sie nicht komplett falsch aufnimmst. Denn ich bin mir sicher, dass dein Vater und dein Bruder es tun würden. Das ist auch der Grund, warum ich mir wünsche, dass du die einzige bist, die diesen Brief liest. Trotzdem sage ich zuallererst: Du bist meine Tochter und ich liebe dich, deinen Bruder und deinen Vater mehr als alles andere. Ihr seid das Beste, was mir jemals passiert ist und in meinem Leben hätte vieles gefehlt, wenn es euch nicht geben würde.
Ich habe in meinem Leben Dinge erlebt, die ich nicht einmal meinem größten Feind wünsche. Ich habe Menschen verloren, die ich sehr geliebt habe und die ich seit ihrem Tod sehr vermisse. Die meisten von ihnen sind im Krieg gestorben und von diesem Krieg handelt meine Geschichte. Neben euch, meiner Familie, hat mich der Krieg und dessen Opfer am meisten geprägt. Er hat mich zu dem gemacht, der ich bin.
Der Krieg war erfüllt von Leid, Schmerz und Tod, aber auch von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Dein Vater, Harry und ich sind dafür das beste Beispiel. Wir haben fast immer zusammengehalten. Haben zusammen Schmerz erfahren und haben uns dann gegenseitig getröstet. Aber neben dieser Geschichte gibt es noch eine andere, die sich um mich und einen anderen Menschen dreht, von dem du ziemlich wahrscheinlich noch nie etwas gehört hast. Auch dieser Mensch ist im Krieg gestorben und noch heute vermisse ich ihn schrecklich. Ich habe ihn in meinem dritten Schuljahr kennengelernt. Er war gerade mit seinen Eltern von Amerika nach Großbritannien gezogen und kam nun zu uns nach Hogwarts. Das erste Mal habe ich ihn am Bahnsteig getroffen. Dumbledore hatte mir in den Ferien mitgeteilt, dass ein Schüler aus Amerika kommen würde und hatte mich darum gebeten ihn an seinem ersten Tag zu begleiten. Wahrscheinlich dachte Dumbledore, dass er nach Gryffindor kommen würde. Ich muss zugeben, dass ich diese Meinung nicht geteilt hatte. Er war an diesem ersten Tag eher zurückhaltend gewesen, aber ich war mir von Anfang an sicher, dass er eigentlich ganz anders war. Schließlich wurde er ins Haus Slytherin einsortiert und meine Vermutung bestätigte sich. Er und Draco Malfoy wurden sehr gute Freunde und schnell stellte sich heraus, dass er ein Slytherin durch und durch war. Er hätte nie an der Seite Voldemorts gekämpft, aber er war sehr intelligent, extrem ehrgeizig und für seine Freunde ging er durchs Feuer. Alles Eigenschaften, die einen wahren Slytherin ausmachen. Aber das weißt du ja, schließlich ist dein Schwiegersohn genau so.
Ich werde dir in diesem Brief nicht die ganze Geschichte erzählen, dazu habe ich etwas anderes vorbereitet, dass dir diese Geschichte viel besser erzählen kann, als ein paar hohle Wörter auf einem Blatt Papier. Ich spreche von meinen Erinnerungen. Du findest sie bei mir zuhause im dritten Fach meines Schreibtischs. Sie sind in einer kleinen Kiste. Der aus dunkelbraunem Holz mit den Verzierungen, die Nora als kleines Kind immer so gut gefallen hat. Wenn du möchtest, kannst du ihr die Kiste schenken, wenn du dir die Erinnerungen angesehen hast. Das heißt natürlich nicht, dass du das tun musst, aber so wie ich dich dich kenne, wirst du nicht anders können. Du bist einfach viel zu neugierig.
Wahrscheinlich fragst du dich schon, wie er denn nun hieß. Sein Name war Niklas Throne und das, was du über mich über ihn erfahren kannst, ist natürlich nicht alles. Wenn du dich wirklich für ihn interessierst, kannst du zu Draco Malfoy gehen. Er kannte ihn am besten. Außerdem wusste er von unserer Beziehung. Nach dem Krieg hatte ich ihm davon erzählt und wir hatten zusammen um Niklas getrauert. Also bist du strenggenommen nicht die erste, die von Niklas und mir erfährt. Allerdings bist du die erste, die so brandheiße Details zu hören bekommen wird.
Vielleicht möchtest du auch das Grab von Niklas besuchen. Sein Grab befindet sich in Hogwarts. Es ist das Grab in der letzten Reihe ganz rechts.
Am Ende dieses Briefes sage ich es noch einmal. Ich liebe dich so sehr.
Deine Mutter Hermine
 
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