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First Year Yuei -Schule für Hexen und Zauberer

von Hinata120
MitmachgeschichteAllgemein / P16 / Gen
02.12.2020
05.05.2021
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53.260
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05.05.2021 8.232
 
Oh, da seid ihr ja wieder! Bei so langen Pausen zwischen den Unterrichtsstunden vergisst man doch glatt die Zeit und das man eigentlich woanders sein sollte!
Es ist so ein schönes Wetter draußen und gerade am ersten richtigen Tag werden unsere kleinen Schäfchen in die Kerker gesperrt! Hm? Oh nein! Keine Sorge, es ist keine Strafe von Professor Kan wegen Rios kleiner Spritztour...leider ist das Gang und gebe!
An heißen Sommertagen wenn es selbst Drachen und Phönixen zu heiß wird freut man sich über die Unterrichtsstunden in den kühlen, feuchten Kerkern. Wenn es aber so schönes Wetter ist wie heute, dann natürlich nicht! Auch nicht im Winter, selbst das kleine Feuer der brodelnden Kessel vermag es nicht die Räume zu wärmen. Wie viele Schniefnasen der Raum schon hervorgebracht hat. Herrje…Wollen wir mal sehen, ob sich unsere kleinen Hexen und Zauberer in Spe wieder verlaufen?


“Ich habe gehört”, säuselt eine Stimme durch die Gänge, “dass es geheime Räume in den Kerkern gibt…”. Mineta wank Denki und Rio zu sich herunter. Trotzt des Flüsterns hallte seine penetrante Stimme von den Kerkerwänden wieder
“Geheime Räume? Meinst du Schatzkammern?”, schmunzelte Denki und sein kleiner Verstand ratterte bereits los. Was könnte man für Schätze in den Kerkern verstecken?
“Schätze?”, fragte Rio sogleich und reckte seinen Kopf. Seine braunen Haare waren immer noch ein wenig durchwuschelt. Die Moralpredigt von Professor Kan hatte er bereits vergessen.
“Gerüchten zu Folge, gab es einen älteren Schüler...oder war es ein Lehrer? Ach egal! Angeblich hat dieser einen Dark-Room gebaut wo er regelmäßig Schülerinnen verschleppt hat…..und gefoltert hat wenn ihr wisst was ich meine”. Minoru fing schon allein von der Erwähnung zu sabbern an und seine kleinen Pupillen sprühten nur so über von den Fantasien die sich in seinem Kopf bildeten.
“Wo hast du denn so einen Unsinn gehört?!”, völlig empört stand Tenya hinter dem kleinen Jungen und blickte ihn streng an.
“Ich habe da so meine Quellen”, schnaubte Mineta und grinste schief.
“Wo hast du denn bitte am ersten Tag schon Quellen her?”, wollte Mina ebenso skeptisch wissen. So wie sie es sah, spinnte Mineta herum und erzählte Märchen um sich interessanter zu machen! Ohh Mina...gewöhn dich schon mal an den Charakter des kleinen Knirps.

Nicht jeder lauschte den Erzählungen des Jungen, Ryoyu lauschte gebannt und schon jetzt schmiedete er den Plan diesen besagten “Raum” zu finden und sich selbst ein Bild davon machen zu wollen.

Sayuri lauschte dem Gespräch nicht. Noch immer jagten ihr die Kerker Angst und Schrecken ein und sie wünschte sich zurück an die Oberfläche zur warmen Sonne.
Wie lange würde es dauern sich daran zu gewöhnen? Nicht lange Liebes, das ist versprochen….
Während die anderen aus ihrer Klasse unbeholfen und ziellos durch die gleich aussehenden Kerkerwege gingen schien Sayuri mit dem Slytherin-Gift eine Art siebten Sinn entwickelt zu haben. Zielstrebig führten ihre kleinen Füßchen sie durch die Gänge, wich Pfützen aus, ignorierte Ratten die ihren Weg kreuzten und blieb dann vor einer alten, morschen Holztüre stehen.
Unbeholfen stolperten die anderen ihr hinterher.
“Sayuri? Wohin gehst du? Ist das das Klassenzimmer für Zaubertränke?”, fragte Ochako unsicher und stupste die Finger aneinander.
Izuku bahnte sich vorsichtig seinen Weg zur Grauhaarigen und betrachtete die Türe genauer. Sie war alt, aus dunklem Holz gefertigt. Die Beschläge setzten bereits Grünspan an und schon jetzt bekam er eine Gänsehaut wenn er sich das Quietschen der Türe beim Öffnen vorstellte. Er suchte nach einem Bild, einem Hinweis oder Gravur, dass sie hier an der richtigen Türe standen, doch jegliche Information blieben ihnen verborgen.
“Ich weiß nicht...aber..ich glaube schon”, wisperte das Mädchen und senkte den Kopf leicht. Woher sollte sie wissen wo das Klassenzimmer war? Bis auf wenige Wege hatte sie den Kerker seit dem gestrigen Abend gemieden und auch heute war sie nicht weit in ihm herum gewandert um zum Frühstück zu kommen. Wenn sie sich recht erinnerte, war nicht das Gemeinschaftsraum der Slytherin den Gang runter rechts?! War sie falsch gelaufen?
Ausnahmsweise wäre Himiko an dieser Stelle hilfreich!

Bevor Sayuri sich darüber Gedanken machen konnte ihren nächsten Schritt zu planen, wurde sie grob zur Seite geschoben.
“Mach Platz Extra!”, und mit diesen Worten drängten sich blonde Haare und feurig rote Augen an den Platz von Sayuri. Bevor irgendjemand irgendetwas sagen konnte griff er nach dem metallischen, kalten Ring. Mit Schwung riss er an der Türe um als Erster einen guten Platz im Klassenzimmer ergattern zu können. Die Türe jedoch machte bei der groben Behandlung nicht mit und verweigerten ihm den Zutritt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit hatte sich ein leichter, nasser Film auf dem Metall gebildet und zur Ursache geführt, dass Katsukis ruckartige Bewegung ohne Ring weiter ging.
Die Hand rutschte ab und schlug nach Hinten aus. Alles was man von den Wänden widerhallen hörte war ein Fiepen. Bedrohlich hallte es als Mahnung von den Steinwänden und Katsuki hielt in seiner Bewegung inne. Vorsichtig drehte er sich herum, seine roten Augen funkelten eine unbestimmbare Emotion. War es Wut? Schreck? Sorge? Nein….etwas Undefinierbares…
Hinter Katsuki, sich der Gruppe gerade anschließend, stand die Schwarzhaarige Nessa und hielt sich mit beiden Händen die Nase. Ihre Augen waren zusammengepresst und leichte Tränen glitzerten in den Augenwinkeln, die sie jedoch wacker am Fließen hinderte.
Neko hatte sich vom ungewollten Bad etwas erholt und die kleine Truppe von Momo, Nessa, Nekura und Tsuyu hatten sich entschlossen pünktlich zum Zaubertrankunterricht zu erscheinen.
Richtiger Ort, nur ein paar Sekunden zur falschen Zeit!
“Nessa!”, quiekte Tsuyu erschrocken und sprang sofort an die Seite des Mädchens.
“Was stehst du so blöd im Weg rum?!”. Katsukis Augen hatten sich entschieden was für eine Emotion sie widerspiegeln wollten. Wut und Ärger! Wohl die liebste Emotion des jungen Bakugou.
Freundlichkeit hatte Katsuki noch nie gut gekonnt, weder Jungen, noch Mädchen gegenüber. Was auch immer dieser Junge beweisen wollte, er sollte es schnell ein für alle mal tun!
Diese Reaktion erschreckte nicht nur seine eigene Schwester, sondern viele aus seiner Klasse. Nessa drehte dem Jungen den Rücken zu als sie etwas heißes zwischen ihren Fingern sickern fühlte.
Momo war sofort zur Stelle ihr ein Taschentuch zu reichen. Die Violettäugige hielt sich dieses sofort unter die Nase. Es war nicht viel Blut, macht euch keine Sorgen, vereinzelte kleine Tröpfchen befleckten das reine, weiße Tuch. Ein kleiner Spoiler am Rande, Nessa wird es überleben!

Noch bevor Rinkah ihren Bruder zur Rechenschaft ziehen konnte, sprang ein anderer Held in die Brandung und stellte sich zwischen dem Blonden und der Schwarzhaarigen auf.
“Ent...Entschuldige dich bei ihr...und auch bei Sayuri!”. Grüne Augen blickten mit einer Mischung aus Angst und Heldenmut in die roten Feuerklumpen von Katsuki. Was auch immer genau der Grund war, aber diese Worte brodelten die Flammen in dem jungen Bakugou nur noch höher! Kennt ihr Bomben? Also Katsuki ist eine dauerhafte, tickende Zeitbombe.
“Nen Scheißdreck werde ich, kann ich doch nicht dafür wenn sie so doof hinter mir steht!”, schnaubte dieser nur und funkelte Izuku wütend an.
“Ja und?”, schnaubte nun auch der Junge Mydorija und machte provokant einen Schritt auf Katsuki zu.
“DU hast ihr wehgetan...DU hast Sayuri aus dem Weg gedrängelt…..also solltest DU dich entschuldigen!”, mit jedem Schritt den Izuku mehr auf den Größeren tat schien seine Kraft und sein Wille zu wachsen, was jedoch Katsuki nicht beeindruckte.
“Du hältst dich da raus!”. Stirn an Stirn standen sich beide Jungs entgegen, keiner würde Nachgeben und von allen wusste Rinkah am Besten...Nessa würde nicht die einzige sein die mit einer blutigen Nase im Unterricht sitzen würde.
“Jungs! Ist gut jetzt!”, zischten sie in ihre Richtung. Ihr Blick schwang zwischen den Streithähnen und der Schwarzhaarigen hin und her. Diese schien sich mittlerweile wieder beruhigt zu haben und blickte mit gemischten Gefühlen auf die Stresssituation an der sie beteiligt war.

“Halt dich raus Rinkah!”, knurrte Katsuki ihr entgegen und ohh...der Tonfall gefiel ihr gar nicht! Es gab unzählige, wütende, schnaubende, knurrende Tonarten die Katsuki über die Stimmbänder bringen konnte. Die meisten waren nie gegen sie gerichtet, doch gerade hatte er einer dieser falschen Tonlagen benutzt. Ehe sich der Blondschopf versehen konnte, inspizierte er genauer den muffigen Kerkerboden.
Er hatte einen perfekten Blick auf die aschgrauen, fast schwarzen moorigen Steine. Konnte jede unebenheit sehen und auch welche Steine tausende Füße zum Stolpern brachten und bringen würden.
Er konnte eine Ratte erkennen die wenige Schritte von ihm entfernt geschockt in seine roten Augen blickte bevor sie sich in ein Loch in der Wand rettete. Er roch das abgestandende, brackige Wasser welches übler roch als das Wasser des Sees in Rios Haaren. Ein Schmerz durchzuckte sein Gesicht und seinen Körper, sein rechte Arm hing verdreht auf dem Rücken und er spürte ein Gewicht auf sich lasten, welches ihn am freien Atmen hinderte.
Jegliche Versuche sich dem Klammergriff zu entziehen brachte nur mehr Schmerz und mehr Atemlosigkeit.

Ihr kennt sicherlich die Geschichten die viele Kinder mit Geschwistern erzählen. Vor allem Mädchen die ältere Brüder als Familienmitglieder haben. Jungs sind größer und stärker und es gibt häufig Rangeleien bei denen sich auch die Mädchen beweisen und behaupten mussten. Rinkah war keine Ausnahme.
Katsuki wurde eine halbe Stunde früher als die Hell-braunhaarige geboren und spielte diese “ich bin älter als du”-Karte auch sehr oft aus. Er legte sich öfter mit seiner Schwester an, zwickte sie, ärgerte sie, neckte sie. Er tat ihr nie wirklich weh… selbst beim Raufen war er stets darauf bedacht gewesen, ihr keinen ernsthaften Schaden zuzufügen. Trotzdem hatte das junge Mädchen schnell gelernt sich zu verteidigen, zu wissen wie die Körperhaltung des Bruders seine “Angriffe” angekündigten. Sehr oft verlor Katsuki auf diese Weise, so wie heute auch. Seinem Ego würde die heute einen größeren Knacks geben als es auf andere Weise passieren könnte.

Erst als Katsukis Widerwehr versiegte lockerte Rinkah den Griff und erhob sich. Als wäre nichts gewesen zupfte sie ihre Kleidung zurecht, Strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Schwarzhaarige.
“Da mein Bruder zu Starrsinnig und Stolz sein wird hoffe ich, dass du meine Entschuldigung für ihn annimmst. Tut mir leid dass er so ein Arsch ist…”. Mit einem lieblichen Lächeln neigte sie kurz den Kopf und Oberkörper nach vorne, eine typische Entschuldigungs/ Dankesgeste.
Nessa blinzelte kurz verwundert bevor sie sich zu einer Antwort äußern konnte.
“Schon gut, Danke...es… es ist nicht so schlimm”. Rinkah atmete erleichtert aus und schenkte dem sich aufrappelnden und vor Wut schäumenden Katsuki keine Beachtung.
Noch bevor weitere Szenen eskalieren konnten betrat endlich der Lehrer das Szenario.
“Wie schön, ihr habt alleine den Weg gefunden, ich ging schon davon aus euch suchen zu müssen”.
Ohne ein weiteres Wort an die Klasse zu verlieren schloss er mit einem Schwung des Stabes die verschlossene Türe auf und betrat den Raum. Zögerlich folgten die ersten, kaum jedoch waren sie gänzlich im Raum weiteten sich die Augen.

Wenn man das Wort Hexe und Zauberer hört, hat man immer alte Gestalten im Kopf. Und imme haben alle Beschreibungen und Mottothemen eines gemeinsam. Zauberkessel!
In jedem Kinderbuch wird ein großer schwarzer Kessel symbolisiert in dem grünlich oder giftig violett eine Substanz mit dicken Blasen vor sich hin brodelt und bedrohlichen Rauch ausstieß. Ein heiße, höllengleiches Feuer prasselt auf dicken Scheiten unter dem Kessel und die Hexe rührt allerlei Dinge hinein. Molchaugen, Schmeißfliegen, Froschbeine. Wer auch immer hier Mäuschen gespielt hat...oder seiner Fantasie freien lauf ließ, hatte eine gute Quelle gehabt. Natürlich würden unsere Schüler nicht an gigantischen Kesseln stehen in die sie plumpsen könnten und auf magische weise Superkräfte entwickeln könnten die ewig anhielten, aber die Zutaten würden sie immer wieder benutzten.

Der Unterrichtsraum war deutlich größer als die knorrige Türe vermuten ließ. Es gab hier keine Fenster daher wirkte der Raum sehr dunkel und schaurig. die Decke war gewölbt und man konnte die schweren, gebogenen Holzbalken klar und deutlich erkennen. In der Mitte hing ein Kronleuchter mit Kerzen versehen, doch dieser schien seit Jahren nur noch als Staubfänger und Deko Zweck zu dienen. Dicke Staubschichten lagen auf den verbrannten, abgebrochenen Dochten, Spinnenweben zierten die geschwungenen Linien, doch von den Krabbelviechern war nichts zu erkennen. Zur Erleichterung vieler Mädchen. Auch hier war der Boden aus Stein, dreckig, dunkel, kalt und uneben, man musste achten wohin man trat um nicht wie Katsuki den Boden genauer zu inspizieren.
Die Wände versteckten sich hinter unzähligen Regale, Vitrinen und Schränke. Sie waren zum Quellen gefüllt mit Phiolen, Dosen, Reagenzgläsern und anderen Dingen die schaurig und schleimig in Behältern vor sich hin...lebten?

Anders als die anderen Klassenräume standen die Tische nicht in zwei Reihen vor einer Tafel. Eine Tafel existierte schon, jedoch waren die Holzgestelle eher zu kleinen Sitzgruppen positioniert. Nach und nach verteilten sich alle an die Sitze, mischten sich untereinander und setzten Taschen und Rucksäcke behutsam ab.
Die Stühle waren nicht mehr als kleine Hocker ohne Rückenlehne was dem ein oder anderem direkt missfiel. Das Holz der Tische glich dem der Türe. Es war alt und fleckig, zierte einige Risse und selbst Löcher waren zu entdecken, wie auch immer solche Brandlöcher entstanden.
Der Professor von Zaubertränke stand an der dunkelgrünen Tafel und blickte auf seine Trankbrauer und Giftmischer in Spe hinab, soweit man sagen konnte dass er blickte.
Wenn man mal zusammenfasse, dann gab es einen Zementklotz als Lehrer für Zauberkunst der als Widerspruch in sich Schülern das Schweben von Dingen beibrachte, es gab einen ehemaligen Askaban Aufseher mit Wildschweinhauer der für Sport und Flugstunde eingestellt wurde und vor ihnen, in voller Montur, stand ein mit Gasmaske ausgerüsteter Postapokalyptischer Cowboy Professor. Er trug einen roten Umhang der schon bessere Tage gesehen hatte und doch so wirkte, als würde er weiterhin sicher seinen Job ausführen. Seine muskulösen Arme blickten unter dem Tank Top hindurch und ließen doch das ein oder andere Mädchen schwärmen. seine beige Hose und mit Sporen versehene Stiefel rundeten sein Western Outfit perfekt ab. Einzig und allein die schnabelförmige Gasmaske irritierte die Erstklässler. Nun, als Lehrer für Zaubertrank bei dem man vor allem Grünschnäbel an Zutaten und Tränke ließe die schnell zum tödlichen Gift werden konnten, war es sicherlich nicht verkehrt solche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Es ist allerdings nicht sehr vertrauenswürdig….

“Guten Tag. Ich bin Professor Snipe, Lehrer für Zaubertränke. In meinem Unterricht werdet ihr lernen wie man Tränke, Gifte und Gegengifte herstellt, Tränke der verschiedensten Arten. Ihr werdet euch ein umfangreiches Wissen über die Zutaten, die Lagerung, die Beschaffung und den Umgang mit ihnen aneignen. Albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien wird es in meinem Unterricht nicht geben!”, seine zu Beginn neutrale Stimme schwang in eine ernsthafte, leicht drohende Stimme über. die Kerker waren kalt, nun war es noch eine Spur kälter geworden.
Denki und Ochako schluckten und versteckten sich ein klein wenig hinter den Umhängen. Andere wiederum beeindruckte es überhaupt nicht.
“Fangen wir auch direkt einmal an. Heute werde ich euch einen einfachen Trank zeigen. Der
“Schwelltrank” und sein Gegenpart der “Abschwelltrank”, kann mir jemand erklären was das ist?”.
Fragende Blicke gingen durch die Runde. Schulterzucken, genervtes Tippen mit den Fingern auf Holz ratternde Gehirne. Einige Schüler waren so schlau gewesen sich eines der Bücher zur Hand zu nehmen in der Hoffnung schnell den Trank im Buch zu finden.
Eine Hand ging in die Höhe und zog somit unweigerlich die gesamte Aufmerksamkeit der Schüler auf sich.
Snipe nickte dem jungen Mädchen zu.
“Der Anschwelltrank ist ein einfacher Zaubertrank. Er wird auf Gegenstände geträufelt und vergrößert diese in wenigen Sekunden. Seine Herstellung benötigt nicht viele Zutaten und ist daher für Anfänger am Besten geeignet. Der Abschwelltrank ist der Gegenpart. Auf ein vergrößertes Objekt geträufelt stellt die Originalgröße wieder her, auf ein unbehandeltes Objekt geträufelt verkleinert er dieses”.

Diese Antwort kam von der Schwarzhaarigen Ravenclaw namens Nessa. Es wunderte kaum einen aus der Klasse, dass sie die Antwort wusste nur fragten sie sich...woher? Sie war eine Erstklässlerin wie sie alle.
Die Blicke der anderen wurden intensiver und die guten Ohren der Violettäugigen konnte sogar von jemandem das Wort “Streber…”, vernehmen.
“Im Buch 1….Zaubertränke, Gifte und Co. S. 324…..”, nuschelte sie nur und deutete auf das schwarz-grüne gebundene Buch vor sich.
“Du hast schon etwas darin gelesen oder?”, fragte Izuku neben ihr neugierig und blätterte die besagte Seite in seinem Buch auf. Er fand sofort den Trank, die Anleitung, Beschreibung.
Nessa nickte nur zögerlich.
“Hey! Vielleicht können wir das Zeug ja auf Mineta kippen, dann wächst er wenigstens ein wenig!”. Ryoyu grinste breit und hielt die flache Hand über den Violetthaarigen neben sich. Dieser fuchtelte nur mit den Armen über seinen Kopf herum um die Hand des brünetten Chaoten zu vertreiben.
“Vergiss es! Ihr benutzt mich nicht als Experiment für eure verhunzten Tränke!”, jaulte er auf.
Lachen und Kichern ging durch die Reihen. Nessa meldete sich zu Wort.
“Um ehrlich zu sein...wurde dieser Trank sehr häufig für eben solche Dinge benutzt…. Der Trank ist nicht giftig und kann sogar verzerrt werden. Man kann ihn einfach mit Lebensmittel kombinieren...pur würde er bitter schmecken….ähnlich wie abgestandenes Wasser...die Wirkung bei lebenden Personen und Tieren hält jedoch nicht ewig an….max 1h. Die Konzentration des Trankes hat im Körper eines Menschen ein Maximum. Ist dieses erreicht kann weder der Anschwell noch der Abschwelltrank für 48h wieder verwendet werden..so lange braucht der Körper um die Reststoffe aus dem menschlichen Organismus zu entfernen und sich zu reinigen. Auf die Nieren und Leber hat der Wirkstoff keine schädigenden Einfluss, jedoch ist ein zu häufiges Wachsen und Schrumpfen nicht gut für Gehirn und Knochen, da dieses schnelle Wachsen und Schrumpfen für diese Bereiche auf Dauer schädigend sein könnten….”.
Erneut herrschte Stille im Raum während Nessa ihre lehrreiche Erklärung über den Witz über Minorus Größe beendete.
“.....Bist du irgendwie ein wandelndes Wikipedia?!”, hörte sie Nekura mit hochgezogener Augenbraue sprechen.
“Was ist Wikipedia?”, hörte Nekura die Gegenfrage der Schwarzhaarigen, die Unterhaltung wurde jedoch von Snipe unterbrochen.
“Ruhe jetzt! Sie scheinen schon ein großes Vorwissen über Tränke zu besitzen junges Fräulein”. Nessa erschrak, sie hatte den Professor in ihrer Erzählung völlig vergessen und plötzlich stand er neben ihr.
“Entschuldigen Sie Professor”, stammelte sie sofort ihre Entschuldigung über die zartrosa Lippen.
“Möchten Sie den Unterricht fortführen? Dann kann ich mich zurücklehnen und mir ein Bild von ihrem Vorwissen machen…”.
Nessas Wangen lief leicht rot an vor Scham und sie schüttelte schnell den Kopf.
“Nein, Sir…”, versuchte sie sich aus der Situation zu retten, vergebens.
“Dies war weder eine Frage, noch eine Bitte..”, stellte der vermummte Cowboy klar.
Er legte Nessa ein kurzes Stück weiße Kreide auf den Tisch und blickte sich durch die Gläser der Maske eindringlich an. Seine Augen stachen hervor und machten das junge Mädchen mehr als Nervös.

Lange starrten die violetten Augen auf die Kreide bis sie diese mit zittrigen Händen entgegen nahm. Sie griff nach dem Buch um es sich als Hilfestellung mit an die Tafel zu nehmen, doch behandschuhte Fingerspitzen hielten die Sammlung aus gebundenem Papier an Ort und Stelle fest.
Es brauchte keine Worte damit Nessa verstand, sie dürfte kein Buch mit zur Tafel nehmen oder daraus vorlesen, sie sollte also frei aus dem Kopf das bereits studierte wiedergeben und erklären.
Schwer wie Blei fühlten sich ihre Beine an, während sie die steinigen Stufen des kleinen, empor gehobenen Pultes mit der Tafel betrat. Sie schluckte schwer, drehte sich aber erst nicht um. Es war ein Zwang, sie hatte nichts gegen Referate, Präsentationen oder Nachhilfestunden..sie hatte Izuku ja bereits einiges erzählt und erklärt und das sogar in so einfachen Worten, dass der Noquis Sprössling einige Grundlagen der Magie begriffen hatte.
Doch jetzt so vorgeführt vor der Klasse, ihre eigene Klappe nicht haltend, weil ihr Wissensdurst und der Drang das Wissen zu verbreiten so groß war….fühlte sie sich alles andere als klug, souverän und tapfer.
“Ähm...also…”, fing sie zögerlich an, blickte in die neugierigen Augen der Klasse. Schüler wie Katsuki schnaubten nur genervt, sein süffisantes, breites, hämisches Grinsen jedoch blieb ihr nicht verborgen und war nicht sehr hilfreich dabei sich wohler zu fühlen.

Ihr Kopf, welcher vorher noch so viele Erklärungen, Tips und Tricks und Vergleiche dieses wirklich stupiden Trankes innewohnen hatte, war wie die Tafel leer geputzt.
“Der Trank er….”, fing sie an, brach ab und überlegte...was wollte sie eigentlich sagen?
Ihre Gedanken zu ordnen fiel ihr gerade unheimlich schwer. Heiß fühlte sich nicht nur die Wangen an, nein...mittlerweile kribbelte diese Hitze mehr und mehr unter ihrer Haut, zog sich den Körper entlang. Ihr Herz hämmerte hart und hallte von den Wänden des Klassenzimmers wieder. Ihre Pupillen wurden immer kleiner und die Hand mit der Kreide fing stärker zu zittern an.
Sie wollte gerade die Augen schließen und den Lehrer bitten sie von dieser Aufgabe zu befreien, da warf eine Bewegung zwischen ihren Kameraden sie erneut aus der Bahn.
Nekura hatte ihr zierliches Händchen erhoben, reckte den Arm aber kerzengerade nach oben und blickte Nessa abwartend und eindringlich an.
Die Violettäugige war verblüfft, legte den Kopf leicht schief und wusste nicht genau was sie mit der Geste von Nekura anfangen sollte. Das weißhaarige Mädchen entschied, dass Nessas Kopfbewegung grund genug war zu sprechen.
“Wieso ist der Trank so einfach? Ich habe keine Ahnung vom brauen...was braucht man dafür…?”.

In Nessas Kopf machte es endlich klick! Nekura gab ihr gerade Hilfestellung, einen roten Faden an dem sich das Mädchen orientieren konnte.
“Für den Trank braucht man zunächst einen Kessel, Wasser, Feuer und natürlich etwas zum Umrühren und...je nach Art des Trankes, geeignete Phiolen…”.
“Und Zutaten?”, frage Nekura, die Hand nur kurz angedeutet hebend.
“Man benötigt für den Schwelltrank folgende Zutaten: Florfliegen, Sporen von Riesenpilze, Quellwasser und den Saft von Mejobeeren…”.
Nekura verzog das Gesicht bei ein paar der Zutaten.
“...Florfliegen….also. Fliegen? Die soll man...trinken? Ewww….”, sie verzog das Gesicht und Nessa musste unweigerlich kichern und hielt sich die Hand vor den Mund.
“Nein….nicht wirklich…..Man mischt alles im Trank zwar zusammen, aber am Ende wird er kurz gefiltert bis eine klare, violettrosa Flüssigkeit übrig bleibt….”.
“....Klar und Rosa?...Ähmmm….”, Nekuras Kopf ratterte bei dem Widerspruch in sich. Nessa brauchte auch kurz um zu verstehen woran der Verstand der Jüngeren haderte.
“Dabei steht die Bezeichnung klar nicht für transparent oder durchsichtig, sondern für stück frei….es dürfen also keine Partikel, Reste von Beeren oder Klümpchen in der Flüssigkeit schwimmen…”.
“Ahhhhhhh…..”, machte Nekura als hätte sie verstanden was Nessa meinte, verstand es jedoch nicht wirklich.
Da Nekura den Anfang gemacht hatte, trauten sich nun mehr Schüler ihre Schulkameradin zu unterstützen.
Ochako hob, wenn auch zögerlicher, ihre Hand.
“Ähmm….und wie macht man das? Also...das er so klar ist? Geht sowas?”.
Nessa nickte Ochako entgegen.
“Jap, man siebt erst die groben Stücke aus dem Trank in einen sauberen Glaskolben..oder Becher was man eben hat. Danach filtert man die Flüssigkeit durch ein feineres Sieb und danach durch einen speziellen Filter…..”.
“Man! Und das soll einfach sein? Das ist ja voll kompliziert!”, schnaufte Minoru der bereits jetzt den Faden verloren hatte.
Nessa zuckte mit den Schultern, zurück in ihre eigentliche Verhaltensweise fallend: “Es heißt er ist einfach...nicht das er nicht Zeitaufwendig ist…man muss…”.
“Vielen Dank, ich denke das reicht fürs Erste….”. Snipe erhob sich von seiner an der Wand lehnenden  Position und schritt auf die junge Schülerin zu.
“Es freut mich zu sehen, dass Sie so viel Freude am Lernen haben… und auch wie es scheint daran Ihr Wissen zu verbreiten….es gibt jedoch einen schmalen Grad zwischen Klugheit und Arroganz….was sie gesagt haben war alles richtig. Dafür erhalten Sie 50 Punkte für Ravenclaw...nur sollten Sie lernen wann es am Besten ist den Mund zu halten, wann Sie gefragt werden, wann es am Besten ist mehr als die geforderte Information mitzuteilen. Sie sind keine Lehrkraft...Sie sind Schülerin. Sie dürfen außerhalb des Unterrichts Ihren Freunden und Klassenkameraden gerne unter die Arme greifen, helfen und Unterstützen, wenn es gefordert ist. Doch in meinem Unterricht bin ich der Lehrer und es ist meine Aufgabe. Haben Sie das verstanden?”.
Nessa zuckte bei der Rüge ein wenig zusammen. Sie nickte schweigend und ein schweres Gefühl legte sich auf ihr Herz. Sie lief gerade warm, wollte noch so viel erklären, erzählen und Fragen beantworten...doch sie war zu weit gegangen….sie war Schülerin, kein Lehrer.

Schnell huschte sie zurück auf ihren Platz und blinzelte zu Professor Snipe der mit dem Aufbau des Trankes im Sinne der Ausrüstung begann. Tisch für Tisch sollte sich die Materialien und Zutaten holen, Nessas Tisch wäre einer der Letzten.
“Vielen Dank für deine Hilfe..”, flüsterte die Schwarzhaarige zu den blau-gelben Augen.
“Kein Problem. Irgendwie scheinen die Lehrer echt Freude daran zu haben Schüler bloß zu stellen und vorzuführen…Mann! Ich dachte sowas hätte ich nach der Mittelschule hinter mir…”, schnaubte Nekura sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Nessa gluckste leicht und ihre violetten Augen funkelten erfreut.
“Scheint so, aber ich denke nicht alle Lehrer sind so….hoffentlich..”, murmelte Nessa.
Nekura grinste breit.
“Och! Kein Problem, wenn die anderen auch so sind, werde ich denen gehörig die Meinung geigen!”.
Das ältere Ravenclaw-Mädchen musste sich auf die Zunge beißen nicht laut los zu lachen.
“Hahaah…..sicher dass du in Ravenclaw richtig bist?”, giggelte Nessa und erhob sich mit der Weißhaarigen vom Platz und Schritt zum Pult um sich Ausrüstung und Zutaten zu holen, “du wirkst mir eher wie eine Löwin. Allzeit bereit die Krallen aus zu fahren..”.
Nekura gluckste ebenfalls, schüttelte aber den Kopf.
“Bloß nicht! Löwen sind doch total faul und der ganze Inzest kram...neeeee Danke…”.
Nessa grinste breit: “Dann Katze? Hihihi...das würde gut zu dir passen! Nekura die Katze…..Neko-Nekura…...hahah….”.
Nekura spitzte die Ohren.
“Neko?”, fragte sie. Natürlich wusste sie, dass dies Katze bedeutete. Sie kam wie die meisten hier aus Japan, oder deren Umgebung, wobei sie schon andere Nationalitäten entdecken konnte.
“Nicht?”, fragte Nessa unsicher und setzte sich auf ihren Schemel zurück.
“Doch! Das gefällt mir irgendwie...Neko…”, grinste sie und die Amethystaugen von Nessa funkelten voller Freude.
“Dann ab heute Neko!”.

Ach ja...die ersten Freundschaften werden geschlossen. Als Neulinge muss man im ersten Schuljahr zusammen halten! Wären es normale Schulen mit normalem Unterricht ohne dieses magische Etwas...dann hätten Freundschaften mehr Zeit sich zu entwickeln, doch hier musste man als Clique zusammenhalten. Nicht nur gegenüber den Lehrern. Sayuri durfte bereits erfahren wie gemein andere Schüler sein konnten und denkt nicht, dass die Slytherin nur ihre eigenen Sprösslinge das Fürchten lehrten. Auf ihren Listen stehen allerlei Namen für die Schikanen….
Nekura und Nessa hatten sich also angefreundet oder war dies nur der Dank von Nekura um sich für die Hilfe nach dem ungewollten Bad zu revanchieren? Was auch immer. Nicht nur von den Namen her sondern sicherlich auch so haben die Mädchen bestimmte Gemeinsamkeiten die ihnen sicherlich helfen würden eine Freundschaft aufzubauen und zu festigen. Doch wir haben erst den ersten Tag, es liegen noch Jahre und somit unzählige Tage vor unseren kleinen Schützlingen. Dort kann viel passieren Gutes wie Schlechtes was eine beginnende Freundschaft ziemlich auf die Probe stellen wird.

Kehren wir nun zum Unterricht zurück. Jeder Unterricht, das werdet ihr bald feststellen, ist unterschiedlich gewillt Fehler zu verzeihen. Zauberkunst, Verteidigung gegen die dunklen Künste und auch Zaubertränke sind Fächer wo es fatal ist mit den Zauberstäben “herum zu fuchteln”. Ihr habt sicherlich selbst noch keinen Zaubertrank gebraut...wie kann ich euch am Besten den Vergleich machen? Hmmm..nehmen wir einfach kochen! Ihr habt ein Rezept für ein Gericht oder für einen Kuchen...ein Soufflee! Genau! Ihr wollt ein Soufflee machen, um das Ergebnis zu erzielen welches ihr wollt, solltet ihr euch strengstens an das Rezept halten, andernfalls wird das Gericht nicht so wie es sein sollte. Natürlich kann man mit Lebensmittel herumexperimentieren, Zutaten ergänzen, austauschen oder dergleichen...doch man muss mit den Konsequenzen rechnen die folgen könnten.

“Was genau machst du da?”, Denki blickte skeptisch auf das Gebräu von Rio. Der Brünette hatte sich seine Fliegerbrille ins Gesicht gezogen so würde er “professioneller” wirken, außerdem trug der Lehrer ja auch eine Art Maskierung.
“Den Schwelltrank alla Rio!”, grinsten die Bernsteinaugen.
“Professor Snipe meinte doch, wir sollten uns an das Rezept halten!”, beschwerte sich Minoru der auf seinen eigenen, klumpigen und breiigen Trank blickte.
“Jaa….ich halte mich ja auch ans Rezept...nur ich füge noch ein wenig was hinzu! Ich meine….denkt mal nach...stellt euch vor ich kriege es hin, dass die Wirkung vom Trank dauerhaft ist?!”, grinste Ryoyu keck und zog Denkis und Minorus Köpfe zu sich heran.
“Dich könnte man dauerhaft etwas größer machen…”, erneut wedelte er mit seiner Hand über Minetas Kopf, “und stellt euch mal vor bei den Mädels…”, er machte nur ein Kreuz mit dem Zeigefinger auf seinem Schlüsselbein. Sofort grinste Minoru und auch Denki verstand, wenn auch etwas länger brauchend, worauf Ryoyu hinaus wollte.
“Okay! An wen probieren wie das aus?”, grinste Mineta und suchte sich bereits sein erstes Opfer aus.
“Wie wärs mit Nessa?”, fragte Denki und nickte zur Schwarzhaarigen.
“Die Streberin?”, fragte Minoru und verzog leicht das Gesicht. Versteht ihn nicht falsch, Nessa hatte durchaus eine gute Figur aber anscheinend schien die kleine Lehrstunde heute schon ein abtörnenden Charakterzug für den Violetthaarigen offenbart zu haben.
“Oh ja..Nessa ist schon heiß”, grinste Denki breit und schmulte zur Schwarzhaarigen. Wie Professor Snipe es den Mädchen angewiesen hatte, trug sie die Haare zu einem Zopf gebunden. Jetzt erst merkte man, dass ihre Haare gestuft waren und einzelne Strähnen ihr Gesicht umrahmten. Jetzt fehlte nur noch die schwarze Nerdbrille und das Gesamtbild der Studentin und Streberin war perfekt.
“Okay...gebt mir noch ein bisschen”, grinste Ryoyu und rührte fleißig weiter in seinem Punch herum.

Professor Snipe schenkte dem Tisch der Gruppe wenig Beachtung, lieber ging er zu dem Tisch an dem Rinkah hoch konzentriert in dem Text des Buches vertieft war.
Immer wieder blickte sie in den Kessel, runzelte die Stirn, blickte zurück ins Buch und dann zurück in den Kessel.
“Gibt es ein Problem?”, fragte Snipe sie. Rinkah hob kurz den Zeigefinger an, gab dem Lehrer damit nonverbal zu verstehen, sie brauche einen kurzen Moment um den Gedanken zu Ende zu fassen ehe sie ihre Konzentration auf andere Dinge lenken konnte.
“Okay...jetzt…..”, sie lächelte den Professor lieblich an und strich sich eine Strähne vom verirrten Haar hinters Ohr.
“Kommen Sie klar?”, wiederholte Snipe, etwas unfreundlicher als zuvor.
Die Brünette ließ sich nicht anmerken, dass ihr diese Tonlage missfiel: “Ja, ich komme klar. Ich bin nur gründlich”, erklärte sie kurz und knapp. Sie drehte sich schon halb zum Buch zurück, hielt aber noch ihren Blick auf dem Professor fest. Da er nicht weiter mit ihr sprach oder sonst den Eindruck machte, als wolle er das Gespräch vertiefen, wandte sie sich ganz dem Buch zu.
Sorgfältig wie sie es angekündigt hatte wog sie die Sporen ab, dabei nutzte sie ein Blatt Papier welches sie vorher ein wenig geknickt hatte um es später besser in den Kessel kippen zu können. Diese Tatsache allein schien den Professor zufrieden zu stimmen und er warf seinen Blick auf die anderen Schüler. Er ging von Tisch zu Tisch, blickte in die Kessel und begutachtete die Arbeit.

“Noch mal neu..”, hörte man dann seine von der Maske gedämpfte Stimme durch den Raum schallen.
Sofort drehten sich alle Köpfe herum um zu sehen, wer der  oder die “”Glückliche” war der noch einmal von vorne beginnen durfte.
Es gab schon im Flugunterricht ein paar Kandidaten auf die sich die Lehrer zu prägen scheinen. Bei Kan waren es Rio und Izuku….und Katsuki hatte auch nicht das beste Bild abgegeben. Neugierig waren die meisten, ob es vielleicht Nessa getroffen haben könnte…..entgegen der Erwartung der meisten, traf es Tsuyu!
“Aber….was habe ich denn falsch gemacht, Kero?”, fragte sie ratlos und blickte auf das Rezept.
“Mach den Trank noch mal….”. Ohne Erklärung drehte sich Snipe um und ließ die Grünhaarige völlig ratlos an ihrem Platz sitzen. Hilfesuchend sah sie sich um. Momo beugte sich zu ihrer Zimmergenossin herum und bot ihre Hilfe an.
“Danke…..ich meine ich habe alles nach Rezept gemacht….”, nuschelte sie und blickte ein wenig geknickt.
“Ich helf dir”, murmelte die Schwarzhaarige und zusammen fingen sie den Trank von Tsuyu noch einmal neu an. Was auch immer das Mädchen falsch gemacht hatte...unfair war es vom Lehrer alle Male ihr nicht zu sagen wo ihr Fehler lag.

Nekura schnaubte und verdrehte nur die Augen.
“Was sind das hier für Lehrkräfte”, zischte sie nur und zog die Aufmerksamkeit von Nessa und Sayuri auf sich.
“Na ja...jeder hat seine andere Lehrmethode..”, versuchte Sayuri das Verhalten des Professors zu Rechtfertigen, doch sie selbst fand das Verhalten auch alles andere als gut.
“Wenn Tsuyu dich einen Fehler gemacht hat, ist es dann nicht besser ihr zu sagen wo er lag?”. Nekura vergaß den Trank vor sich und drehte sich zur Graußhaarigen um.
“Na ja….vielleicht möchte er einfach nur...dass sie selbst den Fehler bemerkt? Wenn uns andere immer alles vor sagen und vormachen….lernt man ja nicht wirklich selbstständig zu sein...ich meine...wenn wir den Trank in Zukunft selbst brauen wollen….da steht auch kein Professor neben uns und sagt uns wie es geht…”.
Nekura rollte mit den Augen.
“Ja Ja….trotzdem kann man das auch auf eine andere weise machen...vielleicht sitzt die Maske zu eng..”, giggelte die Weißhaarige.
Sayuri riss die Augen leicht auf bei dem Witz, versuchte sich jedoch zusammen zu reißen nicht zu kichern. Stattdessen griff sie sich eine ihrer Zutaten und kippte sie in den Kessel, nicht darauf achtend was sie da eigentlich in die Hand nahm.
“Oh..Sayuri....! Das war zu viel!”, quietschte Nessa auf und deutete auf den Kessel.
Erschrocken riss die Silberäugige ihren Kopf herum und blickte auf den brodelnden Kessel. Er fing an dicke, klebrige Blasen zu bilden die wie Lava zu blubbern begann. Erst stieg Rauch aus den Blasen, dann verflüssigte sich der Trank in einem Wimpernschlag und dicker, violetter Schaum lief über den Kessel und tropfte auf den Tisch und Boden.
Erschrocken sprangen Nekura und Sayuri auf um ja nicht von dem was auch immer Sayuri zusammengemischt hatte getroffen zu werden.

Es kam was kommen musste, wie eine Reihe Dominosteine fiel ein Ereignis nach der anderen.
Durch das Aufschrecken, erschrak auf Minoru, dieser klammerte sich hilfesuchend an Denki. Der Blondschopf strauchelte und kippte einige Flaschen auf dem Tisch um.
“Hey! Passt doch auf!”, maulte der Bernsteinäugige Hufflepuff Schüler. Um seine Meisterkreation vor einem ungewollten Panschen zu schützen riss er den Kessel schützend in die Luft. Dabei vergaß Rio leider die Schwerkraft und auch die Fliehkraft. Durch den starken Ruck schwappte die lila-blaue Flüssigkeit von dem eigens kreierten Zaubertrank von Rio über den Rand. Alles wäre an sich ja nicht schlimm, doch es wäre kein Drama und auch nicht erzählenswert, wenn dies nicht eine größere Folge hätte!
Natürlich platschte der Trank nicht einfach auf den Boden und fraß ein Loch in den Stein...nein….das Zeug traf die am Tisch sitztende, in ihren eigenen Trank vertiefte Nessa. Sie jaulte auf als sie die Flüssigkeit hart auf ihre Kleidung und Haut prasseln spürte.
Sie erhob sich, rümpfte beim beißenden Geruch die Nase und blickte mit einer Mischung aus Schock und Wut auf den Brünette.
“Ohhh...upsi….”, war das einzige was Rio von sich geben konnte.
“Ryoyu!”, bellte Nessa nur empört und verengte die Augen zu Schlitzen. Sie hatte durchaus die Unterhaltung der drei Chaosbolde von Hufflepuff gehört. Dass diese ihre Überlegung aber wirklich wahr machen wollte, hatte sie nicht geglaubt. Das es sich hierbei um eine ungewollte, verfrühte Dusche handelte, wusste sie nicht.

Ruhe und Stille kehrte ein, alle Blicke waren auf die Pannen Szene gerichtet, erwarteten, dass Nessa nun Riesengroß wurde und durch die Decke brach und man sich vor herabfallenden Steinen in Acht nehmen musste. Was auch immer Rio dort gemischt hatte, es hatte nicht die Wirkung die es haben sollte.
Gebannt starrte Ryoyu auf die Schwarzhaarige, ignorierte den feurigen Blick in ihren Augen und konzentrierte sich auf den Körper des Mädchens. Zu seiner Enttäuschung wuchs ihre Oberweite kein Stück Weit. Nun gut...der Trank war ja auch eigentlich noch nicht fertig gewesen! Aber er hatte sich schon erhofft, dass eine Reaktion in die Richtung hervorgerufen wurde.
“Nessa! Deine Bluse!”, fiepte Sayuri erschrocken und deutete, eine Hand auf den Mund haltend, auf die Uniform der Violettäugigen.
Die Ravenclaw Schülerin blinzelte mehrmals bevor sie begriff, was die Slytherin von ihr wollte. Ihr Blick glitt an ihren rechten Arm. Der Stoff fing an sich aufzulösen… und nicht nur dort..überall wo ihre Kleidung von dem verhunzten Trank getränkt war, fing das Material an zu verschwinden.
Dicke Löcher fraß es in ihre rechte Seite. Der Saum ihres Rockes wurde immer kürzer und mehr und mehr Dekoltee zeigte sich, gab auch schon Ansätze ihres BH´s Preis. Man konnte Schwarze Spitze erkennen und als Hauptfarbe wohl etwas….blaues?!
“Eeekkk!”, quiekte sich und umschlang ihren Oberkörper sofort mit den Armen, in der Hoffnung den Prozess des Zerfalls aufhalten zu können. Sie presste die Augen zusammen, als würde dies helfen die Blicke von dem immer mehr Haut zeigendem Körper abzuwenden.
Denki, Mineta und Ryoyu blickten von Nessa auf den Trank und vom Trank zurück auf Nessa.
“Alter…! Wie hast du den Trank gemacht? Bitte sag mir..du hast dir das aufgeschrieben!” Sofort war die Angst beim Lilahaarigen vergessen. Er befreite sich von Denki und klebte seine Augen im wahrsten Sinne des Wortes auf die Ravenclawschülerin.
Diese suchte eiligst nach einem Ausweg. Sie fand die Rettung in den Mädchen deren Gehirne am schnellsten Klick machten!
Rinkah, Sayuri und Nekura packten sich das Mädchen, umringten sie als menschliche Schutzschilde und bugsierten sie selbstsicher aus dem Klassenzimmer und von den Blicken der Jungs. Sie konnten nur hören wie Professor Snipe seine Stimme erhob und Ryoyu die Zweite Standpauke des Tages bekam.

“Geht es dir gut?”, fragte Rinkah sofort und knallte die Holztüre hinter sich zu.
“Ja..J...Ja…”, fiepte Nessa. Von ihrer Uniform war nur noch ein Zarter Hauch übrig.
Beinahe gänzlich in Unterwäsche stand das Mädchen vor den anderen weiblichen Mitschülern.
“Wartet hier! Mein Zimmer ist hier in der Nähe, ich gehe schnell was holen!”, und bevor noch irgendjemand einen Gegenvorschlag bringen konnte,  huschte die Grauhaarige durch die Gänge.
Ihre eiligen Schritte halten bedrohlich von den Wänden wieder. Wie sie es vorhin gesagt hatte, der Gemeinschaftsraum der Slytherin war wirklich nicht weit vom Klassenzimmer für Zaubertränke entfernt.
Sie sprach das Passwort gegen die Wand, glitt durch den Schlitz noch bevor die Wand sich ganz öffnete und eilte durch den edlen Raum.
Ihre Schritte klackerten über den dunklen Boden. Sie riss förmlich gefüllt mit Adrenalin die Türe zu ihrem Zimmer auf und starb beinahe tausend Tode vor Schreck.
Sie hatte niemanden erwartet und doch lag Himiko auf ihrem Bett und starrte gelangweilt an die Decke.
“Hi...Himiko!”.
Sofort richtete die Blondine ihre gelben Augen auf ihre Zimmergenossin.
“Sayuri-Chan!”, säuselte Himiko sofort und erhob sich aus den seidigen Laken. Noch ehe sich die Erstklässlerin versah hatte sie die Nachholerin abermals am Körper hängen.
“W...Wieso...b..bist du hier?”, wisperten die weiß-silbernen Augen.
“Der Unterricht ist langweilig...ich kann das ja schon...also bin ich einfach früher gegangen”, grinste die Blondine breit und zeigte dem Mädchen somit ihre spitzen Eckzähnchen.
“O...Ohkay...aber….geht das denn einfach so?”. Himiko ließ von Sayuri ab, grinste keck und zwinkerte dem Mädchen zu.
“Wieso bist du eigentlich schon hier? Hast du nicht noch unterricht?”. Prüfend warf die Ältere einen Blick auf die schwarze Uhr an der Wand. Sie hatte Recht, eigentlich hätte Sayuri noch eine Stunde Zaubertrank!
Da fiel ihr ein..sie wollte ja Kleidung für Nessa holen!
“Oh gott! Das habe ich fast vergessen”, quiekte sie erschrocken und sofort hatte sie ein schlechtes Gewissen. Sie hatte Nessa nun schon so lange einfach da in der Kälte und Feuchte stehen gelassen! Eiligst ging sie zu ihrem Kleiderschrank und zog wahllos ein paar Klamotten raus, es musste ja nur etwas für den Übergang sein. Nessa musste es damit ja nur in ihre eigenen Schlafräume schaffen um sich umzuziehen.
“Wohin gehst du? Kann ich mit?”, wollte Himiko wissen und betrachtete Sayuris Werk.
“Ich ähm….nein…...ja….Ja!..okay...aber schnell….”. Sayuris Hirn arbeitete nicht auf voller Leistung und ihr Blut gefror für einen Moment in den Adern. Hatte sie zu Himiko gerade...Nein…..gesagt? Oder eher...sagen wollen? Sie musste sich sehr schnell korrigiert haben, denn Himiko hatte keine Zeit ihre Gesichtsmuskeln auf das gefallene “Nein” einzustellen. Stattdessen grinste sie breit, packte Sayuri am Handgelenk und hüpfte mit ihr freudig auf die Gänge: “Schön! Wohin gehen wir? An den See?”.

Die junge Toshi schwieg, ließ sich bis auf die Kerkergänge ziehen, bevor sie die Führung übernahm und ihre Zimmergenossin durch die Kerker führte. Schon bald konnte Himiko die kleine Truppe um Nessa ausmachen.
“Na endlich! Was hast du so lange gebraucht!”, meckerte Nekura sofort auf das Mädchen ein und reckte die Hand nach der Kleidung.
Schweigend übergab Sayuri die Stücke Stoff und Nessa konnte sich endlich wieder bedecken. Ihr Gesicht war knallrot vor Scham und kleine Tränen blinzelten in ihren Augenwinkeln, doch wie zuvor verweigerte sie den Tränen das Fließen.
“Arigato..”, hauchte sie, drehte der Truppe den Rücken zu und zog sich schnell die Kleidung über den Kopf.
“Wer ist denn das?”, fragte Rinkah neugierig und blickte auf den neuen Gast.
“Ich? Ich bin Himiko! Sayuris Beste Freundin”, grinste das Mädchen keck.
“Ach ja? Wie schön….”, murmelte Rinkah nur und wandte ihre Aufmerksamkeit dann wieder der Schwarzhaarigen zu. Himiko blies leicht beleidigt die Wangen auf, bevor sie beschloss sich in die Sache einzumischen.
“Hui….sieht nach nem gepunschten Trank aus...hihi...was sollte es denn werden wenn es fertig ist?”, grinste sie breit, näherte sich Nessa und blickte auf die leicht gerötete Haut.
“Ein Anschwelltrank...Ryoyu hat einfach angefangen irgendwelches Zeug in seinen Trank zu kippen”, erklärte Nekura bissig und betrachtete nun auch die leicht rote Haut ihrer Kameradin.
“Ohhh...ich liebe diese Tränke…”, schwärmte die Blondine und legte ihre Hände an die Wangen.
“Ach ja?”, wisperte Sayuri neugierig. Sie hatte sich mit dem Mädchen noch nicht so extrem auseinander gesetzt daher war es eine willkommende Abwechslung dass Himiko etwas persönliches von ihr preisgab. Auch wenn es erst Tag eins der Bekanntschaft mit der Slytherin Schülerin war.
“Hmh….Ihr kennt doch sicherlich Alice im Wunderland oder?”, gluckste Himiko und tänzelte um die Gruppe herum.
“Ja klar, das Märchen kennt jeder…”, nuschelte Rinkah und zog eine Augenbraue hoch. Sie wollte nun wirklich den Kerkergang verlassen und entweder auf ihr Zimmer gehen, oder zurück zum Unterricht, je nach dem wie lange das hier noch dauern würde.
“Märchen..pfttt! Das ist doch kein Märchen! Das ist ehe eine Legende….egal….ihr wisst ja, dass sie ein Küchlein isst und RIESIG wird richtig? Oder...dass sie das kleine Fläschchen trinkt und ganz Mäuschen klein wird…?!”.

Worauf, meine lieben, Himiko Toga hier hinaus will ist ganz einfach. Jeder kennt das Märchen von Alice im Wunderland. Das Junge Mädchen flieht vor der Verantwortung die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Sie folgt einem weißen Kaninchen, fällt in einen Bau und landet in einem völlig verwirrenden und verworrenen Wunderland! Nun… in der Noquis-Welt wird dies als Märchen gehandhabt, doch hier in der Welt der Magier ist solch ein Erlebnis nicht gerade selten. So, meine Lieben, gab es wirklich ein Mädchen namens Alice….sie fiel durch ein magisches Portal und landete in Wonderland. Ein Land in das sich meistens nur Kinder oder diejenigen verirrten die vor der Realität fliehen mussten. Nicht für jeden öffnet sich dieses Tor….
In der Welt der Magie gibt es viele solcher Orte….auch gefährliche Orte. Jeder weiß, dass dort viele Lebewesen und auch Menschen lebten die nach einer gewissen Zeit den Verstand verloren. So vernarrt in eine Zauberhafte Welt, fernab von den normalen Gesetzten und Regeln der Magie wo auch die Zeit eine ganz andere ist...verliert man schnell den Verstand. In der “Geschichte” Alice in Wonderland kommt das Mädchen durch Räume und Gänge die zu groß oder zu klein für sie sind. So musste sie, um an einen Türknauf zu gelangen, sehr sehr groß werden. Ein Küchlein mit dem Zettelchen “Iss mich”, verlieh ihr die Größe die sie brauchte. Ein Fläschchen mit der Aufschrift “Trink mich”, ließ sie Mäuschen klein werden und sie passte durch die Türe die sie gänzlich nach draußen führte. Ihr denkt euch sicherlich worauf ich hinaus möchte. Genau...dies war nichts anderes als der Abschwell und Anschwelltrank in einen verzehrbare Zustand gebracht. Und eben jene Tränke lernen unsere Schützlinge in Zaubertrank kennen. Nun...lernten kennen. Niemand verlangte oder erwartete, dass die Tränke sofort funktionieren würden, nicht einmal der Professor hatte erwartet, dass am ersten Tag sofort alles glatt ginge.

Während die Mädchen Himikos kleine Erzählung über Alice in Wonderland mehr oder weniger lauschten, stellte Ryoyu im Klassenzimmer seine Lauscher auf Durchzug.
Vor der Klasse präsentiert stand er vor Professor Snipe der durch die Gläser der Maske den jungen streng an blickte.
“Die Anweisung war sich an das Rezept zu halten, nicht wild und bunt einfach darauf los zu mischen! Das war ein unverantwortliches Verhalten von Ihnen Mr. Nakagami! Sie hätten ihre Schülerin schwer verletzen können. Sie sind Erstklässler und kein erfahrener Trankbrauer! Das gilt für jeden hier im Raum! Zaubertränke ist ein komplexe Fach, es erlaubt keine Fehler oder unkonzentriertes Verhalten! Lasst Euch allen dieser Vorfall eine Lehre sein! Hoffen wir, dass Ihrer Mitschülerin nichts schlimmeres passiert ist außer beschädigter Kleidung! Dies bedeutet für Sie auf jeden fall eines! Nachsitzen!”, brummte Professor Snipe und blickte auf den Hufflepuff Sprössling.
Dieser gab nur ein genervtes Seufzen von sich, zog die Fliegerbrille runter an den Hals und strich sich mit einer Hand durch das Haar um sie ein wenig zu richten.
“Stellen Sie sich hinten an, Professor Kan war schneller als Sie...bei ihm muss ich heute schon Nachsitzen…”, grummelte Rio und rieb sich dann den Nacken.
Professor Snipe zog nur eine Augenbraue hoch, schüttelte jedoch dann den Kopf und drehte sich von dem Jungen weg.
Mit dem Wink seines Zauberstabes flogen die Zutaten die noch zu gebrauchen waren zurück in ihren Stauplatz. Die Flüssigkeiten der Kessel verschwanden ins nichts und hinterließen blitzblanke, Kessel. Die Flammen löschten sich von alleine und die Tische reinigten sich wie von selbst.
“Der Unterricht ist für heute beendet. Schreibt eure Notizen noch zu Ende und dann raus hier. Für morgen verlange ich, dass ihr die Rezepte sorgfältig lest, sie eins zu eins verfolgt und mir fehlerfreie Tränke präsentiert! Teilt es den anderen mit!”.
Mit den harschen, barschen Worten des Professors für Zaubertränke packten alle hastig ihre Taschen und die Menschentraube aus Schülern verließ übereilt den Klassenraum.

Gemurmel und Getuschel erfüllte die Kerkerwände.
“Das ist ja mal mega schief gegangen…”, murmelte Denki und wartete auf der Treppe auf Mineta und Ryoyu.
“Na ja...ich war ja auch noch nicht fertig….”, gestand der Brünette und rieb sich den Nacken.
“Okay...ich nehm alles zurück was ich gesagt habe….habt ihr die Unterwäsche gesehen die das Mädchen trägt? Heiß!”. Minoru grinste breit und seine Wangenknochen nahmen eine zartrosa Färbung an.
“Hast du noch was von dem Zeug? Das kann man sicherlich sehr gut gebrauchen!”. Minoru streckte Rio eine Hand aus. Entäuschend musste Ryoyu den Kopf schütteln.
“Sry Mineta...bevor ich was abfüllen konnte hat Professor Snipe schon alles weggezaubert…..ich weiß leider nicht mehr genau was ich gemsicht habe….ich probier es bei Gelegenheit mal neu aus…”.
Enttäuscht ließ der Kleinere seinen violetten, lockigen Kopf hängen.
“Ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir für heute durch sind mit Unterricht! Ich bin schon irgendwie ziemlich K.O”, der Blondschopf reckte und streckte sich und wie auf ein Stichwort hin kam ein lauter, langer Gähner über die Lippen.
“Für euch...ich muss noch Nachsitzen…”, brummte der Brünette nur und rollte mit den Augen.
“Geh doch einfach nicht hin?!”, schlug Mineta vor und Rio grinste breit.
“Als ob ich freiwillig hingegangen wäre….”.

Armer Ryoyu….wenn es etwas gibt was er sich merken sollte, dann das die Wände der Yuei Augen und Ohren hatte. Die wichtigste Tatsache hatte er ebenfalls nicht bedacht. Professor Kan, sein Lehrer für Flugstunde, Sport und Quidditch, war ohnehin auch noch der offizielle Hauslehrer für Hufflepuff…..und somit erwartete der Lehrer den Sprössling schon in den Gemeinschaftsräumen. Noch bevor dieser realisieren konnte was genau vor sich ging, saß er auf dem Boden mit einem Schwamm in der Hand und trug Besenpolitur auf oder schliff die Stiele der Übungsbesen glatt damit sich niemand Splitter zuziehen konnte.
“Ich und meine große Klappe….”, zischte er nur leise zu sich selbst.

Next Chapter: ~*~Legenden, Geschichten und Märchen~*~ coming soon….

So meine Lieben,

hier wären wir nun mit dem nächsten Kapitel :)
ich hoffe ihr freut euch! Es ist mal wieder etwas länger geworden...huijuijui...!
Bitte verzeiht mir, wenn ich hin und wieder ein paar Dinge durcheinander werfe, weist mich bitte darauf hin, damit ich sie eventuell in Zukunft besser machen kann :D
Verzeiht auch bitte, dass ich, trotzt langem Kapitel, nicht jedem Charakter die exakt gleiche Screeningtime geben kann. Es gibt Situationen in denen andere Charaktere einfach besser hervorgehoben werden können als andere.
Aber jeder wird schon seine Glanzstunden und ganz besonderen Szenen bekommen ;) keine Sorge!
Ich versuche es so fair wie möglich zu halten und es ausgeglichen zu halten. Solltet ihr dennoch das Gefühl bekommen, andere hätten mehr Screentime als man selbst sagt mir bescheid, sprecht mich darauf an!
Gerne dürft ihr auch wenn ihr Wünsche zu Szenen oder dergleichen habt ebenfalls auf mich zu kommen, man kann mich bestechen und mit mir verhandeln :P

Nun denne!
Ich setzte mich mal an das nächste Kapitel, ihr könnt sicherlich schon erahnen welcher Unterricht euch als nächstes erwarten wird!


Bis dahin, Gute Nacht und bleibt alle artig ;)!

LG Hinata120
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