Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Als Billie Eilish wusste, was ihr gut tat

von 4helios
GeschichteHumor / P12 / Gen
01.12.2020
13.02.2021
10
9.131
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
01.12.2020 1.096
 
Was passierte, als Billie Eilish die Zeit vergaß

Kapitel 1. Die Sitzung

Im Grunde war sie nicht anders als die anderen. Außer dass sie grüne Haare hatte. Sie hatte ähnliche Teenager Probleme wie die anderen, nur dass die Reichweite ihrer Probleme (Menschen) um ein huntertausendfaches größer war als die ihrer engen Freunde. Sie war auch ähnlich gekleidet wie die meißten Teenager, nur dass ihre Klamotten in der Regel zwei Nummern zu groß waren.
Ja, Billie war normal. Für sie. Für alle anderen war sie irgendwie anders. Aber viele mochten sie dass sie anders war. Was komisch für sie ist, denn sie kannte viele die auch anders waren, die aber nicht gemocht wurden.
Wenn man Billie Eilish fragen wollte, ob sie normal ist, dann würde sie sagen ja. Und als Beweis dafür würde sie in ein Notizbuch das Wort „normal“ schreiben. Die Schrift allerdings, die wäre kunstvoll, es würden grüne Striche von allen Buchstaben auf dem Blatte wandern, von links nach rechts, es würde irgendwo ein Totenschädel zu sehen war, weil sie Totenschädel cool fand, und vielleicht würde sie auch eine Pistole malen die sie neben einem Kopf zeichnen würde, der sie aussehen würde wie sie selber.
Aber Billie Eilish war wie jeder andere auch ein Mensch. Und sie war sehr sensibel. Schrieb man etwas über sie auf Instagram, berührte sie dass, als ob das, was geschrieben wurde, wahr, schlau, oder sogar richtig war. Egal, sie nahm es zu Herzen, weil sie auf die Meinungen anderer zählte, auch wenn es sich um die Meinung von jemanden handelte, der sie hasst. Ihr war eben die Meinungen andere wichtig. Was völlig normal war.
Sie allerdings, hatte einen ganz besonderen Bewältigungsmechanismus, damit umzugehen. Sie machte einfach Musik, die cooler als die Arktis ist. Sie ist so cool, wenn man die Musik auf der Arktis spielen würde, dann würden alle Schmelzgebiete wieder sofort einfrieren. Einmal dachte schon der Präsident von Grönland darüber nach, Billie Eilish zu fragen ob sie ein Konzert dort veranstalten könnte. Billies Agent, jedoch, sah in so einer Region keine großen Gewinnmöglichkeiten. Billie selber scherrte sich nicht so darum, und ging wieder zurück in ihr Zimmer und versuchte ihre Hausspinne zu jagen.
Ihr Bewältigungsstrategien haben allerdings trotz alledem es nicht geschafft, ihr selber zu helfen. So kam es, dass sie sich für eine Therapie entschied. Eines Tages, ging sie dann zu einem Therapeuten damit er ihr helfen könnte. Im Wartezimmer bemerkte sie das Schild, wo ein Comic war der zwei Tiere zeigte, die irgendeine lustigen Dialog hielten mit Anspielung auf ein psychisches Problem. Sie lass es, musste nicht lachen und wartete weiter.
Nach einer kleinen Zeit bat der Therapeut sie herein. Jener hatte neulich von einer neuartigen Verhaltenstherapie erfahren, wo er dachte, sie könnte hilfreich sein. Als sich beiden hinsetzten, sich vorstellten und kurz sprachen, holte er ein Stapel Bilder heraus und präsentierte sie einzeln Billie. Es waren Rohrschach Bilder, die jeder anders sah.
„Also, Ms. Eilish, was sehen Sie hier?“
Billie guckte es sich an, faltete die Stirn und sagte zögerlich: „Es..es sieht aus wie....Hundescheiße!“. Sie guckte erwartungsvoll der Therapeut an. Auf seinem Papier standen alle mögliche Antworten, wie Gans, alte Dame und Teekessel. Dann guckte er es sich selber an und überlegte. Hm, irgendwie hat sie Recht. Das sah eher aus wie Hundescheiße.
Die Beiden machten ne ganze Menge von den Bilder, bis spät in die Nacht. Der ganze Raum war schon voller Rauch, von Zigarrenqualm, obwohl keiner von beiden rauchte. Und Billie drehte sich gelangweilt und erschöpft in ihrem Drehstuhl, und überlegt auch gar nicht mehr solange, wenn sie sich die Bilder anguckte. Der Stapel der Rohrschachtests, er schien wie ein Kessel voll Brei aus einem Märchen zu sein, der nie leer wurde.
Als sie endlich fertig waren, wurde Billie Eilish sehr wach und aufgeregt.
„Und? UND??“
„Sekunde, Ms. Eilish, ich muss noch die Ergebnisse auswerten.
Stammelnd, wie ein kleines Kind dass auf ihre Weihnachtsgeschenke wartete während es eigentlich noch mit der Familie essen musste, wartete sie, während der Therapeut die Ergebnisse zusammenfasste, verband und untersuchte. Es dauerte noch ein paar Minuten, aber dann legte er endlich den Bleistift aus der Hand, der irgendwie Rauch abließ. Der Therapeut atmete tief aus und ordnete die Blätter.
„So, Ms Eilish, wir sind fertig. Ich glaube, ich kann Ihnen heute schon viel mitgeben."
Billie klatschte wild mit den Händen und freute sich.
„Es scheint so, als hätten sie Depressionen.“
Billie guckte ihn an, mit offenem Mund. Es war eine kurze Weile still. Der Therapeut räusperte sich, aber sagte nichts mehr. Billie wurde unbehagen.
„Ähm, kommt da noch was?“
Der Therapeut räusperte sich nochmal kurz.
„Was meinen Sie?“
„Ich dachte, es kommt eher sowas wie, was soll ich tun, damit ich nicht mehr depressiv bin. Ich dachte dass soll diese Hundescheiße Bilder bezwecken. -
„Was? Oh nein, das war erstmal die Amanese. Das ist sowas wie die Untersuchung. Die Therapie kommt erst danach.“ Er deutet auf einen ganzen Schrank mit Rohrschachtests hin, wo ein paar Stapel ungeordnet schon darauf standen, und auch ein paar Schubladen leicht auf waren.
Billie, noch immer fassungslos mit offenem Mund, wurde ein wenig frustriert.
„Alter, ich kann mir den Scheiß nicht nochmal geben. Ich brauche anständige Hilfe. Leute reden viel zu viel scheiß, und ich kann mit der ganzen Kacke der Welt nicht umgehen. Leute sind so behindert zu mir, diejenigen sind es eigentlich, die Hilfe brauchen.
Der Therapeut rückte seine Brille zurecht, und fing an etwas auf ein Papier zu schreiben.
„Und...bedrückt sie dass?“
„Was zum...? Hörst du mir nicht zu? Das habe ich doch gerade gesagt!
„Hm. Es scheint mir, Sie haben ein emotionales Problem.“
Da Billie sehr reflektierend war, musste sie kurz sich vor seiner Direktheit mental verbeugen. Im Prinzip war haargenau das ihr Problem. Nichts desto trotz wurde ihr klar, dass der komplette Tag reine Zeitverschwendung war. Sie stand auf.
„Bro, ich bin nicht der ein scheiß Problem hat.“, sagte sie laut. Dann beruhigte sie sich nach einer kurzen Zeit wieder. Sie steckte ihre Hände in ihrer viel zu große Jeans, die von einem viel zu großen Pulli überdeckt war.
Sie drehte sich verspielt um und sagte während sie rausging:
„Die ganze Welt kann mich mal kreuzweise.“ Sie ging raus ohne die Tür zuzumachen.
Sie ging aus dem Haus heraus, und machte sich auf den Weg zur U-Bahn. Sie steckte sich Kopfhörer in ihre Ohren und began ihren Hass auf die Welt wieder neu anzufachen. Gleichzeitig, aber, wurde sie sehr emotional. Sie zog ihre Kapuze drüber, und schotte sich so gut es geht ab. Sie ging die Straße entlang bis sie nicht mehr zusehen war.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast