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Eddys kleine Geburtstags-Odyssee

von - Leela -
Kurzbeschreibung
OneshotAbenteuer, Übernatürlich / P12 / Gen
Eddie GB
01.12.2020
01.12.2020
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01.12.2020 1.028
 
Projektanmerkung: Diese Geschichte wurde für den Jahreskalender 2020 von lula-chan geschrieben.
      Das Zitat für den 1. Dezember 2020 war: "Sag mal ist draußen Glatteis oder hast du deinen Führerschein bei ALDI gemacht?" (Nightmare on Elmstreet)
      Schaut doch auch mal bei den anderen Tagen rein:
      30. November 2020: »Entschlossenheit« von lula-chan
      2. Dezember 2020: »Freundschaftsbeweis« von Glastaenzerin

Kommentar des Autors: Die Grundidee zu dieser Geschichte kam eigentlich von Lemmy, weil mir zu dem Zitat nichts passendes einfiel – obwohl ich den Tag gerne haben wollte, weil es Eddys Geburtstag ist. Deswegen Danke an dieser Stelle an Lemmy, für den inspirativen Input! <(^^<) Tja, und der Rest ist Geschichte! Lest selbst…



Eddys kleine Geburtstags-Odyssee

Geburtstag zu haben ist etwas tolles. Geburtstag zu feiern ist noch etwas viel tolleres! Und den Geburtstag mit einer Freundin zusammen feiern zu können ist das allertollste überhaupt – und den Luxus habe ich! Denn Leela hat nur einen Tag vor mir Geburtstag.
      Und deswegen hatten wir, damit meine ich meine Kollegen Jake, Tracy und mich, dieses Jahr beschlossen, den Doppel-Geburtstag bei Leela in Deutschland zu feiern. Da in diesem Jahr nicht so schön wie letztes Jahr die Geburtstage auf ein Wochenende fielen, hatten wir uns Urlaub genommen – das bedeutet, wir hatten unseren Ghostbuster-Service einfach für ein paar Tage geschlossen, und Leela hatte Urlaub genommen. Der Vorteil aber war, dadurch daß alles in der Woche stattfand, konnte man noch einkaufen, wenn notwendig. Und notwendig wurde es tatsächlich. Etwas, was ich im nachhinein lieber vermieden hätte, denn ich Idiot hatte mich angeboten, noch mal loszufahren, um die Besorgungen zu machen.
      Nun muß ich dazu sagen, daß ich kein Problem damit hatte, noch mal eben einzukaufen. Ich schnappte mir unser Ghostbuggy, die Einkaufsliste und machte mich auf den Weg, den Leela mir beschrieben hatte. Da sie ein paar spezielle Sachen brauchte, mußte ich einen Ort weiter fahren, auch wenn sie einen Einkaufsladen direkt auf Nachbarschaft hatte. Aber auch das sollte kein Problem sein. Eigentlich sollte das alles recht schnell gehen, wenn es in den Läden nicht zu voll war. Auf dem Stand war ich dann auch noch, als ich zufrieden aus dem Laden rauskam und die Einkäufe auf GBs Rückbank verstaute. Eigentlich hätte jetzt nichts allzu dramatisches mehr passieren sollen. Wie gesagt, eigentlich…
      GB und ich hatten uns gerade gemütlich auf den Heimweg gemacht, als es passierte. Alles war in bester Ordnung, bis wir in den Kreisel mit der großen Dampflok in der Mitte kamen. Wir waren ein Viertel herum, als plötzlich Dampf aus dem Schornstein aufstieg, was mich wunderte, da die Lok ja gar nicht in Betrieb war. Kurz darauf stellte ich fest, woran das lag. Denn das, was da aus dem Schornstein stieg, war nicht der übliche Qualm, und ich erkannte eine Sekunde zu spät, worum es sich wirklich handelte – dabei wußte ich genau, wie sich ein Geist von anderen Stoffen unterschied. Das hatte ich immerhin in der Ausbildung gelernt. Wie dem auch sei, hier schaltete ich einen Moment zu spät. Die Geisterenergie fuhr in GB ein, und ab da hatten wir wirklich ein Problem!
      Das Ghostbuggy begann zu schlingern, und ich hatte Mühe, es unter Kontrolle zu halten. GB hatte selbst Mühe, sich unter Kontrolle zu halten und kämpfte gegen die Impulse des Geistes in seinem Inneren an.
      Als wir den Kreisel mit einiger Anstrengung nach einer halben Umdrehung verlassen mußten, bekam ich GB kaum in die richtige Spur. Der Wagen brach zu den Seiten aus, während GB versuchte, sich gegen den Geist zu wehren, und schlenkerte von einer Seite zur anderen; bei dem Zebrastreifen fehlte nicht viel, und wir hätten einen Passanten auf dem Gewissen gehabt, der sich auch gleich lautstark, und leider zu recht, aufregte. Ich sah noch die erhobene Faust, die der Mann schüttelte und hörte ihn uns hinterherrufen: „Sag mal, ist draußen Glatteis oder hast du deinen Führerschein bei ALDI gemacht?“
      Das war lustig insoweit, als daß wir tatsächlich gerade von Aldi kamen! Es half mir in der aktuellen Situation aber auch nicht weiter. Der Geist steckte in GB, und ich mußte mir bewußt werden, daß es nicht unsere Schuld gewesen war, sondern, daß wir dem Geist hilflos ausgeliefert waren.
      Wir waren endlich auf der Straße angelangt, die uns letztendlich zurück zu Leela führen würde, und die allen guten Geistern sei Dank nicht so stark befahren war, als GB sich einmal schüttelte und plötzlich begann, sich zu transformieren.
      Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet! Entsprechend konnte ich nicht verhindern, daß mir ein erschrockener Ausruf rausrutschte, verbunden mit der panischen Frage, was das jetzt sollte. GB erklärte mir daraufhin, daß das gar nicht er sei, sondern der Geist in seinem Inneren.
      Ich versuchte, mich festzuhalten und gleichzeitig GB auf der Straße zu halten, während der Transformationsvorgang im Gange war. Als die Umwandlung vollzogen war, war GB im Lokomotivmodus. Hat mich das jetzt überraschen sollen? Immerhin kam der Geist gerade aus einer Lokomotive!
      Anscheinend fühlte sich der Geist in Lokomotiven wohl, und hatte erkannt, daß er mit GB die Möglichkeit hatte, sich in seiner bevorzugten Form fortzubewegen. Für uns brachte das nichts als Probleme! Denn wir hatten keine Schienen, und so ratterte GB mehr schlecht als recht nach Hause zu Leela.
      Der Lärm war so immens, daß wir niemanden extra bitten mußten, für das reintragen der Einkäufe rauszukommen; wir standen kaum auf dem Parkplatz, als auch schon alle um uns herum standen. Ich fühlte mich schweißgebadet, als die Tortur endlich ein Ende hatte.
      Interessant waren hingegen die Reaktionen der anderen. Alle standen um mich und das transformierte Ghostbuggy herum und sahen sich die Sache nachdenklich an. Jake stand da und hatte gedankenvoll den Finger an die Lippen gelegt. Ich glaube schon, daß ich in der Lage bin, einiges auszuhalten. Die ehrlich neugierige Frage meines Kumpels, warum wir denn in den Lokmodus gegangen waren, ließ mich allerdings hilflos zurück…

Happy Birthday, Eddy!
1. Dezember 2020
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