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Verstörung

von amica
Kurzbeschreibung
OneshotHumor, Parodie / P18 / Gen
Dante Kyrie Nero Vergil
01.12.2020
01.12.2020
1
2.277
4
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3 Reviews
Dieses Kapitel
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01.12.2020 2.277
 
A/N: Diese Fanfiktion ist nicht von mir sondern von einem guten Freund verfasst, der mich diese FF hat hochladen lassen. Sobald er einen eigenen Account hat, wird er auch hier verlinkt.
Zudem; Dies ist ein MSTing zu einer FF auf Wattpad, für welche die Erlaubnis zum MSTen auch eingeholt wurde. Den Link zur originalen Geschichte findet ihr aber dennoch hier; auch wenn es Wattpad ist. Ich wünsche euch viel Spaß!


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Der Schwarzhaarige Mann seufzte schwer. Alles was er online machen wollte, hatte in den letzten drei Stunden schließendlich erledigt bekommen. Amazon Bestellungen für Dante, der, welch Wunder, zu mehr Geld gekommen war als gedacht, dann irgendwelches Zeugs, was er für Nero ausdrucken sollte, weil dessen Drucker vor einer
Woche den Geist aufgegeben hatte und er noch keinen Neuen kaufen konnte. Gerade bei Nero wäre es so einfach gewesen, wenn dieser sich ein bisschen klarer ausgedrückt hätte, doch nun hatte V das Gefühl, hinter einem Berg voll Papier zu sitzen, die neue Druckerpatrone fast schon wieder leer und zu allem Überfluss war da Griffon, der ihm immer wieder die Konzentration raubte. Entweder, weil er versuchte mit ihm zu argumentieren, ob die Infos es wert seien, ausgedruckt zu werden, die Sachen seines Erachtens zu langweilig waren, oder weil er auf einmal Ideen zur
Suche hatte, die sich letzten Endes immer als falsch herausstellen.

Nun saß V da, es war noch gar nicht so spät wie gedacht, und wusste nichts mit sich anzufangen.
"Hey, V, lass uns doch noch ein wenig schauen, was es so auf YouTube gibt."
V, der dem dunkelblauen Vogel nur einen schweigsamen wie leicht entnervten Blick zuwarf, seufzte erneut, bevor er mit nur ein paar Klicks besagte Seite aufrief. Schaden konnte es ja nicht, zu versuchen, die eigene Stimmung zu verbessern, dennoch bereute V, Griffon den Vogelständer gekauft zu haben, damit auch dieser etwas vom Internet hatte. Ein Riesenvogel, immer das letzte Wort habend und nichts Besseres zu tun als Netflix und YouTube zu schauen. V lächelte bei dem Gedanken, dies einem Außenstehenden erklären zu müssen. Die ersten Videos liefen, und Griffon wurde zusehends belustigter bei all dem, was V anklicken musste. Schließlich sprang das krächzende Lachen Griffons auf V über, der eigentlich gar nicht in der Laune war, sich sämtliche pseudo-witzige Tiervideos anzuschauen. Tiere halt, aber er musste zugeben, die Kommentare, die der dämonische Vogel rausschlug,
waren nicht ohne.

Es vergingen weitere zwei Stunden, bis Griffon und V, angefangen von lustigen Tierfails zu Game Glitches und weiteren Ecken auf Dinge stießen, die sie ein wenig ratlos zurückließen. Was Yandere waren oder Kategorien im Anime Bereich, war in den ersten 30 Minuten genauso geklärt, wie der Fakt, das Japaner den Begriff Erotik anders definierten, als es die Europäer es taten. Und während sich Griffon über, laut seiner Auffassung schlechte japanische Musik ausließ, hatte eine Abkürzung Vs Interesse geweckt.
FF.
Das war etwas, was der Schwarzhaarige immer wieder las. Inzwischen wussten beide, dass es sich um selbstgeschriebene Geschichten handelte, die scheinbar auch im Bereich Games anzutreffen waren. Ohne Griffon zu fragen oder überhaupt ihm ins Wort zu fallen, öffnete V einen neuen Tab, komplett sein Gerede ignorierend.

Hätte V gewusst, was ihn erwarten würde, hätte er sich höchstwahrscheinlich gefragt, was er überhaupt für Erwartungen an das hatte, was sich entweder FF, Fanfic oder Fanfiction bezeichnete und dann gefacepalmed, dass er noch Tage später Kopfschmerzen davongetragen hätte.
"Hey, mach noch Mal das Lied rein, das rockt.", forderte Griffon belustigt.
Doch als dieser nicht reagierte, wurde Griffon hellhörig.
"V? Ernsthaft? Der Scheiß ist doch langweilig."
Doch der Protest blieb wie so oft, ungehört und brachte den Vogel dazu, direkt aufzugeben. Wenn V ihn ignorierte, war es immer dasselbe; er hatte sich etwas in den Kopf gesetzt und wollte dieses auch in die Tat umsetzen. In diesem Fall, selbst geschriebene Stories von pubertären Kindern, wie Nero seines Erachtens eines war, lesen.
Wie hatte er es noch einmal geschafft, das Kyrie es so lange mit ihm aushielt?
Ein paar Klicks hier, ein bisschen scolling durch die erstbeste Website, die V finden konnte da, und schon hatte da ein Titel Vs Aufmerksamkeit bekommen. Eine Geschichte zu einem Computer- und Konsolenspiel, für das er und sein Vogel sogar Model gestanden hatten. Selbst die Namen wurden übernommen.
"Ich will nur, dass du weißt, das ich kein Interesse habe, Geschichten von dir zu hören, die von solchen Nachwuchs-Neros geschrieben worden sind!"

V drehte seinen Kopf zu Griffon, sein Lächeln hatte etwas, von dieser immer grinsenden Katze aus der Geschichte, die Griffon vergessen hatte.
"Was kann schon schief gehen?", entgegnete V gelassen, was Griffon auf eine bizarre Art und Weise beunruhigte.
Er streckte seine Schwingen, um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen.
"Hast du es noch nicht kapiert, Shakespeare? Das sind, wenn ich es richtig verstanden habe, alles Geschichten, die über Sex handeln."
Als V ihn immer noch so amüsiert angrinste, und einen Arm gemütlich über die Rückenlehne seines Drehstuhls legte, war ihm klar, dass er es anders angehen musste. Komme, was da wollte, er wollte nicht hören, wie fremde Halbstarke im Hormon-Wahn, sich vorstellten, mit V den besten wenn auch dreckigsten Sex zu haben. Ganz zu schweigen, von den womöglich detaillierten Sexszenen. Es reichte vollkommen, V immer und immer wieder ermahnen zu müssen, sich zumindest Unterwäsche anzuziehen, genauso wie V daran zu erinnern, dass er auch noch hier wohnte und ihn nicht immer nackt sehen wollte.
"Seit wann so prüde?", fragte V, zog sich eine Strähne aus dem Gesicht und nahm sich ein Stück Schokolade, die links neben der violett beleuchteten Tastatur lag.
"Machst du das eigentlich extra, V? Hör mir-"
"Wer sagt das denn, dass es eine Geschichte zwischen mir oder wem auch immer ist?"
"Was meinst du damit?"
Griffon war aufgebracht, weil er sich mehr als ignoriert und missverstanden fühlte.
"Ich glaube, ich habe da was gefunden, was dich involviert. Griffon X Reader, steht hier."

Vs Schadenfreude war mehr als offensichtlich.
"Bah, ihr Perversen!", grummelte der Vogel.
"Von Inzest, bis hin zu Wunschvorstellungen, die keiner wissen will, soll ich nun ebenso geschändet werden? Nur über meinen gefiederten Arsch!"
V drehte sich noch während Griffons Hasstirade dem Bildschirm zu und begann laut zu lesen, ohne dass sein Lächeln weniger wurde. Verdammt noch Mal, erst Nero, dann Dante und Nico und nun auch noch V. Alle hatten sie einen schlechten Einfluss und hatten sich gefühlt gegen ihn verschworen. Dabei war er, der unglaubliche Griffon, doch am Ende nur ein unschuldiger Vogel, mit dem ein oder anderen extra Skill.
"Du saßt auf einem Sofa in Nicos Van, es war dunkel und alle um dich herum schliefen schon. Nur Griffon, V's Begleiter schlief noch nicht."
V musste sich auf die Zunge beißen, das was er eigentlich gesagt haben wollte, hätte Griffon wahrscheinlich veranlagt, noch einmal Amok zu laufen und er entschied sich, während er für sich schon ein paar Sätze weiter gelesen hatte, dennoch etwas zum Besten gegeben.
"Ich kann mir nicht helfen, aber es erinnert mich an das Tetris Prinzip; alle gestapelt, und du machst den Würfel."
"Arschloch."
Es war nur genuschelt und er hätte gelogen, hätte man ihn danach gefragt, doch Vs Stimme ließ alles weniger schlimm erscheinen als zunächst gedacht. Er hätte es nur nie zugegeben. V las weiter, wurde aber unterbrochen.
"Du mochtest diesen komischen Vogel, auf eine komische Art."
"Was soll das für ein Satz sein?"

Ein verstimmter Blick seitens von V, machte klar, dass er nicht gerne unterbrochen wurde.
"„Was starrst du so?“, kam schließlich das Krächzten des Vogels."
Etwas das Griffon triggerte, seine Stimme war alles andere als ein Krächzen, nein, es war ein Schnurren und es kostete ihn einen tiefen Atemzug, V nicht wieder ins Wort zu fallen.
"„Ich... mag dich.“, brachtest du lediglich heraus und konntest dann auch nur mit ansehen, wie
der Vogel dir auf die Beine flog. Warum fühlte es sich so komisch an, aus irgendeinem Grund lehntest du dich vor und küsstest seinen Schnabel, was dem Vogel die Augen schließen ließ.“
"
V, der inzwischen mit einem weitaus ernsteren Gesichtsausdruck die Geschichte las, schaute kurz zu Griffon rüber.
"Verkneif es dir", drohte er und streckte seine Flügel aus, um größer und somit bedrohlicher zu wirken.
"Ist ja wie ein Autounfall."
V selbst dämmerte es langsam, dass es vielleicht doch nicht die beste Idee war. Er hätte jetzt noch nicht den Grund nennen können, aber sein Bauchgefühl sagte ihm, das diese Geschichte noch eine seltsame Wendung bekommen würde. Dennoch las er weiter, Griffon schweigend daneben sitzend.
"Er flatterte mit den Flügeln und packte mit seinen Krallen deine Hose. Was versuchte er? Auf eine gewisse Weise wolltest du es auch nicht wissen, doch es dauerte auch nicht lange und ihr beide lagt dann auf dem Sofa, der Schnabel des Vogels war zwischen deinen Beinen und seine Zunge verwöhnte dich."
V atmete tief ein.
Was hatte er da gelesen?

Er rieb sich die Stirn und schaute zu Griffon. Schweigend saß er da, starte gefühlt ins Leere. Der Schnabel, der sich in vier Teile aufsplittet war, halb geöffnet und V rechnete damit, dass es nicht mehr lange dauert würde, bis Griffon wie ein Papagei aus schlechter Haltung sich rupfen würde, womöglich noch begleitet von einem seltsamen Wippen, wie man es aus den Klischees von Psychiatriepatienten kannte. Na, das konnte ja noch etwas werden. Wenigstens war diese Geschichte zumindest gleich vorbei.
"Das fühlte sich viel zu gut an, dafür, dass dieses Wesen kein Mensch war. Es vergingen nur ein paar Minuten und dann kamst du auch schon. „Ich muss dir etwas sagen.“, hauchtest du."
V grinste hämisch.
"„Und was Babe?“, stellte er die Frage. „Ich liebe dich.“ Darauf erhieltst du aber nie eine Antwort."
"Oh, man.", das war das Einzige, was V auf die Schnelle hervorbringen konnte, bevor es wieder ruhig wurde.
Als aber Griffon noch immer nichts von sich gab, fing es V regelrecht an, unter den Nägeln zu brennen. Einmal mehr drehte sich V zu Griffon um, der sich nur langsam von dem Bildschirm lösen konnte. V kannte ihn lange genug, um zu wissen, dass er versuchte, so vorwurfsvoll wie möglich zu schauen.
"Isch lübe dir auch... Babe.", und ließ den PC mit wenigen Klicks runterfahren.
"Haha, sehr witzig, V.", fing Griffon mit ernstem Ton an.
Beide wussten was nun kommen würde, nur V empfand es als total wert, diese verstörende Geschichte gelesen zu haben.

Eine Weitere würde er nicht mehr so schnell anfassen, das stand fest, aber Griffon so dermaßen
sprachlos zu sehen, hatte etwas für sich.
Jedem das, was er verdiente, oder wie war das?
"Das ich es jedem besorgen könnte, wenn ich wollen würde, ist ja wohl klar, aber was stimmt bei euch Menschen nicht, und was in aller Welt ist dir bis ins Kleinhirn gekrochen, um dort beim Sterben deinen sonst so gesunden Menschenverstand direkt einmal über den Jordan zu schicken?!"
Griffon holte tief Luft, um direkt weiter zu wettern.
"Wir wissen beide, das wenn du pubertären Bullshit brauchst, dass du nur ein paar Straßen weiter zu Mr. Von-und-zu-Deadweight gehen brauchst!"
V, der inzwischen aufgestanden war und mit dem Rücken im Türrahmen zu Griffon stand grinste.
"Bah, und dann noch mit einem Menschen, wer weiß wie er, sie, es ausgesehen hat, nicht zu vergessen das ich mir gerade die Zunge mit Sandpapier schmirgeln will! Hat schon seine Richtigkeit, dass ihr Menschen es euch verboten habt, es mit Tieren zu treiben, zumal ihr alle durch die Bank weg, einen viel zu kleinen habt!"
Bei letzterem Satz drehte sich V mit bösem Blick zu ihm um, bevor er sich in Richtung Badezimmer begab.
"Ja gut, vielleicht haben doch nicht alle so einen Kurzen, aber die Meisten.", brummte der Vogel und erhob sich, um im Wohnzimmer Shadow ein wenig Gesellschaft zu leisten.

Die Katze war in dem wenigen Licht, was die Lampe auf einem kleinen runden Couchtisch spendete, kaum mehr zu erkennen aus der schwarzen Ledercouch und döste auch nur vor sich her, während eine Dokumentation über Raubkatzen im Allgemeinen lief. Griffon, der in der Regel davon alles andere als interessiert an Dokus war, kümmerte es aber gerade wenig. Ablenkung. Ablenkung, von allem und jedem war das, was er nun brauchte, denn sein Abend war, wie er fand, dank V gelaufen. Da kümmerte es ihn nicht einmal, dass in der laufenden Doku, ein Löwe gezeigt wurde, der gerade sein Revier markierte und nebenher sprichwörtlich seine Eier baumeln ließ. Schlimmer könnte der Abend so oder so nicht werden. V hingegen beließ es bei einer heißen Dusche. Mistakes were made; war vielleicht auch ein Fehler, nicht nach so etwas wie einer Beschreibung geschaut zu haben. Er musste aber zugeben, das Griffon Recht hatte: wie konnte man nur auf so etwas kommen?
Blühende Fantasie?
Reine Langeweile und den Hang gehabt, etwas eigentlich Verbotenes zu schreiben?
Es hätte wahrscheinlich sogar noch detaillierter sein können. V schnaubte bei dem Gedanken, während er sich entkleidete. Nein. Einfach nein!

Das Wasser war kalt, sie sonst zu Anfang auch und eigentlich wartete V diesen Moment ab, dass das Wasser warm wurde, bevor er sich unter die Dusche stellte. Aber Ausnahmen bestätigten bekanntlich die Regel, und die abrupte Kälte würde ihn mit Sicherheit auf andere Gedanken bringen.
"Enough Internet for today.", dachte er sich als er im nächsten Moment, aus seinen Gedanken
durch das kalte Wasser gerissen wurde.
Griffon würde es schon überleben, immerhin hatte er Nicos Morddrohungen ebenso überlebt.
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