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Advents- und Special Ocassions-Kalender 2020/21 - Dumbledores Wichtelevent und was daraus wird...

von Theanou
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Severus Snape Theodore Nott
30.11.2020
14.09.2021
62
186.329
46
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14.09.2021 2.842
 
Es war der erste Schultag gewesen und Dumbledore und McGonagall ließen mich allen Ernstes den Hut aufsetzen! Onkel Sev hatte ihn mir überreicht. Ich hatte also auf dem Hocker gesessen und die Stimme des Hutes piepste mir wieder im Ohr. „Hm... kommst mir irgendwie bekannt vor... Gryffindor? Du bist wirklich mutig... Hufflepuff wäre auch in Ordnung... du bist loyal, treu... aber diesmal irgendwie auch... klug... wissbegierig... Ravenclaw... ja... ja das wäre auch möglich...“ „Slytherin! Ich will ins Haus meines Vorfahren!“ hatte ich geflüstert. Der Hut hatte gestutzt, dann ehrfürchtig geflüstert: „Oh, ja... es ist alles da! Sogar Parsel! Es sei!“ und dann war ein lautes: „Slytherin!“ gekommen. Dumbledore und einige andere Lehrer hatten verächtlich geschaut. Von der Hauslehrerin der Gryffindors – oh ja, ich konnte von ihren Lippen lesen – kam ein zu dem neuen Lehrer für Verteidigung geflüstertes: „Das war ja klar: Todesserpack zu Todesserpack!“ Ich hatte den Hut abgenommen. Onkel Sev hatte ihn entgegennehmen wollen, doch ich hatte den Kopf geschüttelt, war zum Lehrertisch gegangen, wo ich den Hut vor Professor McGonagall auf den Tisch geworfen und zu ihr gesagt hatte: „Es wäre besser, Professor, wenn Sie Ihre Zunge im Zaum halten und nicht mit Verleumdungen um sich werfen! Mein Vater ist Verleger und hat mit Muggeln und Zauberern gleichermaßen zu tun! Wie Sie sicher wissen, akzeptiert er vollständig die – immerhin muggelstämmige – Freundin meines Bruders Theodore. Meine Mutter ist ordentliche Professorin für Astrophysik – zwar eine Hexe, aber sie unterrichtet Muggel. Und nur zu Ihrer Info: Der Hut wollte mich in Ihr Haus schicken! Und ich habe abgelehnt! Ein Blick auf dieses rothaarige Pack, sie kreischt wie eine Banshee und er hat praktisch schon mit der Schnauze im Süßigkeitenwägelchen im Hogwarts-Express gesteckt, wie Theos Freunde mir erzählt haben, hat vollends gereicht! Und bevor ich mit so einem Abschaum den Schlafraum teile und mich – wie mir Hermine erzählt hat – beklauen lassen muss... schönen Dank auch! Ich hatte die Wahl zwischen allen vier Häusern... ich wäre eher nach Hufflepuff oder Ravenclaw gegangen, wenn Slytherin nicht dabei gewesen wäre und wenn ich keine andere Wahl als Gryffindor gehabt hätte, hätte ich heute Abend sofort meinen Eltern geschrieben, dass ich nach Beauxbatons zurück will! Und nur zu Ihrer Information: Meine Eltern sind keine Todesser! Und wenn sie welche gewesen sind, dann haben sie ihre Meinung ganz offensichtlich revidiert! Es wäre also freundlich, wenn Sie sich mit ihren verleumderischen Behauptungen zurückhalten!“ Damit hatte ich mich umgedreht und hatte sie mit offenem Mund stehen lassen um zum Slytherintisch zu gehen, wo Marcus Flint begonnen hatte zu klatschen und dann gleich darauf den ganzen Tisch angesteckt hatte. Tja... und damit hatte ich – James Theoderic Tom Rory Nott – ehemals Professor McGonagalls besonderer Liebling Harry James Potter – es mir mit der Hauslehrerin der Gryffindors verdorben... Sie hasste mich regelrecht – blieb jedoch stets fair.

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Peony Primrose Evergreen sah sich in der Pension um, die sie seit zwei Wochen führte. Sie war zwar von Vernon weg, aber ihr Sohn Dudley, der fehlte ihr… und auch ihr Neffe Harry, dieser an sich liebe Junge, den sie immer so schäbig behandelt hatte – zwar durch Magie von Dumbledore beeinflusst, aber trotzdem schämte sie sich immer noch dafür.

Ob diese Familie Nott, für die sie arbeitete, ihn inzwischen adoptiert hatte? Immerhin hatte sie das bei einigen Gesprächen „zwischen den Zeilen“ herausgehört, dass diese das geplant hatten. Sie müsste bei den Notts mal vorsichtig anfragen… Die beiden hatten zwei Söhne – Theodore Aris, den Sohn aus erster Ehe und James Theoderic, von allen im Einflussgebiet des Lairds liebevoll Jamie genannt, den er mit seiner langjährigen Geliebten und jetzigen Ehefrau bekommen hatte.

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Hazel und Waclav Sobinski trafen mit ihrem Pflegesohn Dariuz Aleksander auf Creag Dhorcha ein. Joel Nott, der Laird, empfing sie mit seiner Frau. „Mrs. Sobinski, Mr. Sobinski, Dariusz, wie schön, dass Sie die Einladung angenommen haben.“ begrüßte Maélys sie. Waclav räusperte sich. „Nun ja… ich bin Tischler- und Zimmermeister und Sie haben eine vakante Stelle in einer Tischlerei… und meine Frau ist Lektorin und Autorin für Reiseliteratur und Sie haben ihr einen Job angeboten, beziehungsweise… die Möglichkeit hier für Sie zu arbeiten... Die Bezahlung würde es uns ermöglichen, unseren Jungen auf eine bessere Schule zu schicken…“
„Mr. Sobinski, die Ausbildung von Dariusz Aleksander übernehme finanziell ich, bitte machen Sie sich darüber keine Gedanken. Sie beide, Ihre Frau und Sie, wissen allerdings – darüber hat Lord Malfoy Sie unterrichtet – dass seine Mutter, ehemals Petunia Dursley, jetzt Peony Primrose Evergreen unter starken magischen Bannen stand, die sie dazu gebracht haben ihren eigenen Sohn zu mästen und ihren ihr anvertrauten Neffen zu drangsalieren. Mrs. Evergreen weiß, dass ihr Sohn – ehemals Dudley – von Ihnen adoptiert werden soll… oder sollte… und mir ist bewusst, dass Sie beide Dariusz, wie Sie ihn genannt haben, ins Herz geschlossen haben, aber…“ Dariusz Aleksander räusperte sich. „Verzeihen Sie, Sir, aber… ich mag Mom Hazel und Dad Waclav echt gerne. Ich meine, ich mag auch meine Mom… also Petunia… ähm… oder jetzt, wie Sie sagten Peony Primrose… und jetzt wo ihr… ihr Mann weg ist und… also ich will auf keine von beiden Müttern verzichten… auf meinen Erzeuger, ja, okay… Smeltings, wo ich früher hinging ist einfach nur eine Schule für asoziale Ar… ähm… vielleicht besser später asoziale inkompetente hysterische Chefs… da möchte ich nicht wieder hin und… na ja… ich weiß nicht, was in Schottland so… angesagt ist aber… tja… also irgendwie wäre es schön, eine gute Schule besuchen zu können, wo ich auch Chancen habe das International Baccalaureat zu machen…“
Maélys lächelte. „Das finde ich großartig, Dariusz, aber du weißt – genau wie deine Eltern, dass wir, das heißt mein Mann, ich und unsere Söhne Theodore Aris und James Theoderic Zauberer sind und dich in den Ferien in Windeseile hierher holen und wieder zurück bringen könnten. Welche Schule würde dich denn interessieren? Hier in Schottland ist Strathallan bekannt – allerdings kannst du dort kein International Baccalaureat machen, sondern nur A-Level oder einen Mittelschulabschluss. Wenn ich dir etwas empfehlen dürfte: Wie wäre es mit der Bedford School – das ist ein Jungsinternat auf das ich auch unseren Jamie geschickt hätte, wenn er nicht nach Hogwarts ginge.“
Dariusz seufzte. „Da geht mein Cousin Harry auch hin…“ seufzte er. „Ich vermisse ihn irgendwie… er war fast wie ein Bruder… Aber Bedford hört sich nicht schlecht an, vor allem mit dem Angebot, dass ich keine langen Zugfahrten machen müsste…“ Er sah zu seinen Pflegeeltern. „Das war auch eine unserer ersten Wahlen… aber bisher hätten wir uns das Schulgeld nicht wirklich leisten können.“ gestand der Handwerksmeister. „Sehr schön, dann kümmere ich mich – wenn Sie erlauben, Mr. Sobinski, um die Anmeldeformalitäten und dann ist Dariusz Aleksander ab nächstem Schuljahr in Bedford.“ sagte Joel Theophanis Nott mit einem Lächeln.

„Ähm… Mr. Nott, Sir… wissen Sie eigentlich wohin mein Cousin Harry gekommen ist?“ Die Notts sahen einander an, dann nickte Joel. „Ja, der ist in einer netten Zaubererfamilie gelandet…“ Dariusz kniff die Augen zusammen. „Bei Ihnen, oder?“ fragte er direkt. Maélys lächelte nachsichtig als sie antwortete: „Wir haben zwei Söhne, Dariusz, die du sicher kennen lernen wirst, aber Theodore Aris und James Theoderic sind Joels Söhne… und Jamie ist meiner und Theo mein Adoptivsohn, Joels Sohn aus erster Ehe…“ Dariusz seufzte. „Schade, ich hätte ihn gern als Bruder zurück gehabt… an sich war er cool und…“ er seufzte nochmal.
„Die Tischlerei ist übrigens nahe der Pension, die Mrs. Evergreen – Dariusz eigentliche Mutter – führt. Sie können sich dann mit ihr vielleicht abwechseln was Dariusz „Beaufsichtigung“ betrifft, wenn er Ferien hat.“ „Mum ist echt hier?“ fragte Dariusz aufgeregt. Maélys lächelte. „Ja, sie leitet für Joel und mich die Pension "Taigh nan dubhar". Wir sind dort zum Mittagessen angemeldet – wobei Russel unser Küchenchef da etwas protestiert hat, aber er will Mrs. Evergreen unter die Arme greifen, meinte er.“ Ihr Mann grinste. „Ja, wo unsere Jungs und Minchen nicht da sind, die er sonst zu gern verwöhnt…“ sie sah auf ihre Armbanduhr. „Ah, wir sollten uns auf den Weg machen. Unser Chauffeur wartet schon. Und danach zeigen wir Ihnen ihr neues Haus und die Werkstatt, Mr. Sobinski, Mrs. Sobinski.“

Peony Primrose Evergreen küsste und herzte Dariusz zur Begrüßung und verstand sich sofort überraschend gut mit den Sobinskis, deren neue Wohn- und Wirkungsstätte nur einen Kilometer entfernt war. „Und ich werde nach Bedford gehen, Mum! Mr. Nott zahlt das Schulgeld!“ berichtete der Junge munter beim Essen – einem sehr guten Essen, das – wie Primrose Evergreen gestand, nachdem sie mitbekommen hatte, dass die Sobinskis von Zauberern wussten – dank der Hilfe des Hauselfen Russel so exzellent wäre, was der erscheinende Hauself allerdings abstritt und erklärte, dass auch die neue Chefin der Pension eine ausgezeichnete Köchin war.

Dariusz, der das erste Mal einen Hauselfen sah, unterhielt sich begeistert mit Russel. „Ah, ich sehe schon, Mr. Evergreen-Sobinski liebt Obsttörtchen, wie Jamie!“ „Jamie?“ fragte Dariusz – ehemals Dudley irritiert. „Ja, Jamie ist Laird und Lady Notts jüngerer Sohn.“ Der Junge bemerkte den Blick, den seine Mutter Peony Primrose den Notts zuwarf. „Und ich glaube immer noch, dass Harry dieser Jamie ist… Sorry, Sir, aber… irgendwie…“ „Glauben, Dariusz, glauben heißt nicht wissen und du wirst sehen, wenn du Jamie kennen lernst, dass er nicht im Entferntesten deinem Cousin Harry gleicht. Unser Jamie hat dunkle Haare und keine kastanienroten wie Harry…“ „Äh… sorry, Madam, aber Harry hat schwarze, ziemlich unordentliche Haare… und… grüne, richtig smaragdgrüne Augen und eine Blitznarbe auf der Stirn!“
Joel Nott räusperte sich. „Das kann gar nicht sein. Ich glaube, ich habe ein Bild von Harry, wo er mit meinem ältesten, mit Theo drauf ist…“ sagte er und zog seine Brieftasche heraus in der er ein Bild von dem verwandelten Harry in Gryffindoruniform hatte, der neben Theo und Draco in Schuluniform stand.
„Da, schau, das in der Mitte ist dein Cousin und…“ „Sorry – nein! Harry ist… er hat nicht ausgesehen wie der da!“ Der Blick der Notts wurde besorgt – und noch besorgter als Peony Primrose Everdeen sich das Bild ansah und ebenfalls den Kopf schüttelte. „Nein, Harry hat nicht ausgesehen wie Lily! Dieser Junge gleicht Lily – bis auf die Augenfarbe! Harry sah wohl seinem Vater ähnlich und hatte Lilys grüne Augen!“
„Sie haben Harry eigentlich sehr gemocht, oder Mrs. Evergreen?“ fragte Maélys sanft. „Und du hast ihn auch gemocht, oder, Dariusz?“ Beide nickten.
„Da haben wir die Erklärung, Joel…“ sagte Maélys zu ihrem Mann. „Was bedeutet, dass wir uns überlegen müssen, wie wir dieses Wissen in beiden versiegeln… Ich habe kein Problem damit, dass Dariusz Aleksander ein guter Freund unserer Jungs wird, aber das Geheimnis um Harry muss gewahrt bleiben!“ antwortete der sehr ernst. „Ich würde Harry nie verraten. Wie gesagt, ich hätte… ich wäre ihm gern voll der coole Bruder gewesen und… aber ich habe ja wohl auch unter einem Bann von diesem Dumbledore gestanden…“ „Vielleicht kann Severus uns helfen?“ fragte Primrose Evergreen. „Ich weiß, dass der alles… na ja… in sich verstecken konnte…“ Joel nickte. „Ja, Okklumentik macht das möglich… vielleicht kann man das auch Muggeln beibringen… und vielleicht sollten wir mit Severus reden, dass unsere Jungs dieses Wochenende via Flohnetzwerk nach Hause kommen?“ Bei den letzten Worten sah er zu seiner Frau. Die lächelte nickend.

Nach dem Essen hatten die Sobinskis ihr neues Haus besichtigt und es war beschlossen worden, dass Dariusz bei ihnen blieb, aber Primrose Evergreen immer den gleichen Stellenwert haben würde, wie Hazel: den einer Mutter.
Die Tischlerei und Zimmerei des Ortes gefiel dem Handwerker sehr gut und die Angestellten akzeptierten den ruhigen, kompetenten Mann sofort als neuen Chef.

Ein wenig überrascht waren Theo und Jamie schon, als ihr Hauslehrer sie beiseite nahm und ihnen mitteilte, dass sie am Wochenende auf Creag Dhorcha erwartet wurden. Via Flohnetzwerk schickte er die beiden Jungs am Freitagabend los und folgte ihnen.

Im Kaminzimmer des Schlosses standen neben dem Laird und seiner Lady Dariusz und Primrose Evergreen. Jamie blinzelte überrascht. „Ta… Ähm… Hi, Mrs…. Dursley? Dudley?“ Dariusz grinste und zog Jamie in eine Bärenumarmung. „Hey, ich heiße jetzt Dariusz Aleksander und du James Theoderic, oder? Hey, du siehst echt etwas anders aus, haben deine Eltern Mum und mir erklärt – auch Mommy Hazel und Dad Waclav. Hey… also… ich wäre damals gern dein Bruder gewesen, aber Mr. Malfoy hat mich, nachdem sie das mit Mum entdeckt haben in dieses abgefahrene Krankenhaus, St. Mungos, gebracht und da hat ein Heiler mich auch durchgecheckt. Ich war irgendwie mit einem Bann belegt – wie Mum.“
Primrose Evergreen schloss James Theoderic in den Arm und weinte still. „Ach Junge, ich bin ja froh, dass du es gut hast und so eine nette Familie. Etwas unbeholfen erwiderte der jüngste Nott-Spross die Umarmung. „Schon gut, Tante Tunia…“ „Primrose – Peony Primrose Evergreen.“ verbesserte sie ihn mit einem leisen Lachen. „Verzeih mir, Ha… Jamie… Ich wollte dir so sehr eine gute Mutter sein und… ich schäme mich so… ich…“ „Hey, Tante Tu… Prim, alles gut, Onkel Sev hat mir mit Onkel Lucius alles erklärt. Und irgendwie ist es echt schön, euch beide wieder in meinem Leben zu haben… und hey, das ist mein Bruder Theo!“ rief Jamie. Primrose seufzte erleichtert auf. Ihr Neffe nahm ihr ihr Verhalten nicht allzu krumm…
Severus Snape räusperte sich. „Hallo Primrose…“ meinte er und die Blondine nickte. „Hallo Severus…“
Das Wochenende war sehr schnell vorbei und sowohl die Nott-Jungs als auch Dariusz mussten wieder zurück in die Schulen, aber sie versprachen einander zu schreiben. „Und Weihnachten feiern wir zusammen!“ sagte Theodore und klopfte Dariusz auf den Rücken. „Da gibt es immer einen großen Truthahn, da müsst ihr vier uns beim Aufessen helfen.“ Der neue Freund lachte. „Geht klar, denke ich. Über die Feiertage ist die Pension ja geschlossen.“

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In Amerika hatte derweil Rita Kimmkorn Saint Petersburg abgeklappert, in der Hoffnung die Dursleys zu finden – ohne Erfolg. Was sie allerdings nicht wusste: Agilbert Fontaine war gut bekannt mit Ekaterina Malinova, der Schulleiterin von Koldovstoretz und die beiden hatten beschlossen sich mit der neugierigen Reporterin zu befassen…
Ekaterina hatte sich in der gleichen kleinen magischen Pension einquartiert in der auch Rita untergekommen war und traf hier zum Frühstück ihren Kollegen Agilbert Fontaine, den die Reporterin auch sofort erkannte. Sie wollte ihn gerade begrüßen und bestürmen, dass er ihr Zugang zu Ilvermorney gewähren solle, als ihr der schwere Akzent der Frau auffiel.
Sie versteckte sich – wie sie dachte – unbemerkt hinter einem Paravent und lauschte. „Ah, Argilbärt, chrast du mir deinen Schülär Charry Poottär wirklich gut geschildärt. Ist är wirklich sähr gut in där Schulä! Seit sein Onkel ist versätzt wordän nach St. Petersburg und är ist bei mir auf där Schulä - är hat mir sähr viel Fräude gemacht!“ sagte die Frau. Agilbert Fontaine grinste. „Tja… und diese dämliche Reporterin denkt wahrscheinlich – nachdem Mildred ihr gesagt hat, dass dieser Muggelonkel nach Saint Petersburg versetzt wurde, sie meinte Saint Petersburg in Florida… auf das richtige Sankt Petersburg in Russland wird die hohle Nuss nie kommen!“ Beide Schulleiter lachten herzlich.
Rita Kimmkorn wurde rot vor Wut. Na, dieser eingebildete Laffe würde sie kennen lernen! Sie würde diese Dursleys aus dem Bau jagen und dann ausquetschen wie Zitronen! Sie würde ihre Story kriegen!
Aus dem Augenwinkel sah Agilbert Fontaine sie davoneilen. Er grinste seine russische Kollegin an und meinte: „Und, Katja…“ Katja war Ekaterina Malinovas Spitzname, den nur Freunde verwendeten, „ich denke, wir haben Erfolg gehabt. Darf ich dich zum Abendessen bei uns in Ilvermorney einladen?“ Die Russin lachte leise. „Sähr gern!“

Rita Kimmkorn besorgte sich derweil einen Portschlüssel zurück nach England. Während sie auf diesen wartete, verfasste sie ihren nächsten gepfefferten Artikel:

Harry Potter – noch feiger als gedacht und der Schulleiter von Ilvermorney noch verlogener als bekannt!

Ja, liebe Leser, wie ich zufällig herausgefunden habe, ist Harry Potter nicht mehr – wie uns allen weisgemacht wurde - in Amerika, sondern inzwischen in Russland. Offenbar muss sein Verwandter in der ganzen Welt herumreisen und der arme, bedauernswerte Junge kann nirgendwo Fuß fassen. Ganz erbärmlich ist dabei, dass er sich nicht bei mir meldet, damit wir ein Interview führen können um Ihnen, liebe Leser, einen Einblick in diese zutiefst verletzte Seele eines immer wieder aus vertrautem Umfeld gerissenen Jugendlichen zu geben. Wie feige kann man noch sein? Dieser Junge muss doch wissen, wie aufmerksam wir alle sein Schicksal verfolgen!

Auch vom Schulleiter von Livermonkey, Aquabert Folwein, hätte ich mehr Ehrlichkeit erwartet – doch der hat feige seine Stellvertreterin Milwent Leck geschickt, die mich statt mich gleich nach Sankt Petersburg in Russland zu schicken auf die falsche Fährte lockte, die mich vermuten ließ, es handle sich um Saint Petersburg, Florida.
Heute jedoch habe ich ihn erwischt, wie er sich mit der Schulleiterin – offenbar von Kobododtiz - der russischen Zauberschule traf.
Ich bin Harry Potter also wieder auf der Spur und sicher werde ich bald aktuelle Neuigkeiten zu berichten haben!
Ihre sympathische Reporterin Rita Kimmkorn.

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In Hogwarts grinste James Theoderic Nott. Der Chefredakteur hatte den Artikel zwar nicht gedruckt, aber ihn Lucius Malfoy geschickt, der ihn weitergeleitet hatte. „Tja, Harry könnte mal wieder einen Gegenartikel verfassen, oder?“ meinte Daphne grinsend zu ihrem Freund. James lachte. „Ja, einen aus Saint Petersburg, Florida… aber nicht gerade jetzt. Mal schauen… Immerhin würde die Kimmkorn sich ja sonst fragen woher Harry ihren nicht gedruckten Artikel kennt und ich muss Onkel Lucius ja nicht von ihr nerven lassen… zumindest nicht vor Ende des Jahres…“
 
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