Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Weihnachtszeit mit den Winter-Beckmann's

von zazzy84
GeschichteRomance, Familie / P18 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann Tobias Lassner Vivien "Vivi" Köhler
29.11.2020
22.03.2021
5
37.212
9
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
06.12.2020 6.310
 
Hallo Ihr Lieben!

Happy Nikolaus!!!!

Da ihr alle so brav gewesen seid und mir sooo liebe Reviews da gelassen habt (über jede habe ich mich sehr gefreut), habe ich natürlich auch etwas für euch!

Und diesmal wird es auch richtig sexy, ihr wisst was ich meine ;) da ich nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund nehmen, sollte sich jeder VORHER überlegen, ob er es lesen mag !!

Lieben Dank an meine Beta fürs Vorab-Lesen und ermutigen.

Aber nun genug geschrieben! Viel Spaß beim Lesen.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

2. Advent oder Nikolaus in der Schillerallee

Ein wenig erschöpft, aber zufrieden ließ Ringo den Blick über die Dachterrasse schweifen. Er musste gestehen, dass ihm die Idee ein Nikolaus-Grillen zu veranstalten immer besser gefiel. Eigentlich war es erst nur ein Hirngespinst von Conor gewesen, aber von jetzt auf gleich war das ganze Haus involviert. Jeder der nur zufällig davon hörte, war begeistert, wollte etwas dazu steuern oder brachte noch Ideen ein. Ringo war erstaunt, wie schnell sich alle einig waren.

Gerade hatte er die Getränkekisten mit Paco und Bambi hochgetragen und im Wintergarten verstaut. Alles andere waren jetzt nur noch Kleinigkeiten, die morgen erledigt wurden. So hatten die zwei sich bereits verabschiedet, wohingegen Ringo noch einen Moment die kühle Abendluft genoss.

Die Frauen der Schillerallee hatten schon alles herausgeputzt und da natürlich auch die Kids des Hauses nicht zu kurz kommen sollten hatte sich Robert freiwillig gemeldet, als Nikolaus vorbeizuschauen. Ringo freute sich jetzt schon auf die Gesichter der Kleinen. Kurz hatte er Bedenken gehabt, wie Easy wegen der Kiddies reagieren würde, aber der freute sich selbst wie ein Kind. Manchmal hatte Ringo gar nicht das Gefühl, das sein Mann sieben Jahre älter war als er.

Allein, wenn es um den gemeinsamen Adventskalender ging, war er wie ein fünfjähriger. Völlig überdreht, war er am ersten Tag als er dran war aus dem Bett gesprungen und ins Wohnzimmer gelaufen. Hatte sogar vergessen Ringo einen Guten-Morgen-Kuss zu geben. Allerdings holte er das sofort nach, als er einen Moment später wieder freudestrahlend ins Bett krabbelte. Kurz darauf stellte Ringo dann fest, dass selbst die allerkleinste Kleinigkeit wie vier von Easys Lieblingspralinen schon völlig ausreichend waren, um seinen Schatz glücklich zu machen. ‚Das kann ja noch was geben!‘ ging es Ringo schlagartig in dem Moment als Easy sich auf ihn warf durch den Kopf und er musste schmunzeln.

Aber genauso sehr erfreute sich sein Mann auch daran, wenn Ringo seine Türchen öffnete, dann saß er wie heute Morgen gebannt am Tisch und wartete darauf, dass er es öffnete. Ringo hatte es in den vergangenen Tagen jedoch immer ein bisschen ausgereizt, je nachdem wie viel Zeit sie morgens hatten, bis er es öffnete. Aber diese Ungeduld in Easys Augen war einfach zu drollig.

Das Knarzen der Terrassentür riss ihn aus seinen Gedanken. Mit je einer Tasse in der Hand, kam Easy sanft lächelnd auf ihn zu. Mit einem scheuen und fragenden Blick blieb er mitten auf der Terrasse stehen. „Darf ich? … Ich habe auch was zum Aufwärmen dabei.“ murmelte er und hielt die beiden Becker hoch. Ringo warf ihm einen leicht vorwurfsvollen Blick zu. „Natürlich darfst du. … Immer! Das solltest du wissen.“ antwortete er mit warmer, aber nachdrücklicher Stimme. Easys Blick erhellte sich sofort und ging auf den großen schlanken Mann zu, der ihn aber fragend ansah. Er reichte Ringo einen der beiden Becher. „Ich habe vorhin Bambi und Paco schon im Hof gesehen und sie meinten du wolltest noch einen Moment hier oben bleiben. … Naja, da wollte ich dich nicht stören. … Ist alles ok?“ Eine Sorgenfalte zierte Easys Stirn als er Ringos freie Hand ergriff und ihn prüfend musterte.

Ringo sah Easy in die Augen und stellte seine sowie Easys Tasse auf den winzigen Tisch an der Balustrade. Irgendwie war das gerade zu viel und seine linke Hand war eh schon fest von der seines Partners umschlossen. „Es ist alles gut. … Die Luft war einfach gerade so toll und da habe ich wohl einfach die Zeit vergessen. …“ Er hob seine Hand, um die kleine Vertiefung in Easy Stirn zu berühren, dann senkte er den Kopf ein wenig, um genau dort seine Lippen zu platzieren. „… Sorry, ich wollte dir keine Sorgen bereiten.“ murmelte er als seine Stirn, an der seines Mannes zum Liegen kam. „… Was dachtest du nur wieder?“ wollte Ringo wissen, als er bemerkte, dass eine gewisse Anspannung von Easy abfiel und strich federleicht mit seiner Nase an Easys entlang.

Der schwarzhaarige blickte zu Ringo auf. Er hatte sich wirklich Gedanken gemacht, dass Ringo ihn nicht mit etwas belasten wollte, was ihn bedrückte. Das er ihm vielleicht doch etwas verschwieg, was natürlich zur Weihnachtszeit nichts Ungewöhnliches wäre. Doch wenn, dann spukten in Easys Kopf auch immer direkt regelrechte Horrorszenarien herum, doch dies schien nicht der Fall zu sein. Er erwiderte Ringos kleine Geste und zuckte mit den Schultern. „… Weiß nicht. Hätte ja sein können das irgendwas mit Kira ist, … Ärger bei HuberBau oder dass du … naja … einfach keine Lust auf morgen hast, aber nichts sagen willst.“

Ringo schüttelte den Kopf, lachte leicht auf und eine eisige Atemwolke entwich ihm. „Oh Easy, du bist eine kleine Dramaqueen, weißt du das? …“ meinte er keck, doch Easy sah ihn etwas mürrisch an. „Du bist doof. … Ich will einfach nur wissen, was in dir vorgeht.“ bemerkte er und zog eine kleine Schnute. „… Außerdem vermisse ich dich jetzt schon wie verrückt. … Musst du wirklich nach München?“ murmelte er und zog Ringo an seinem Jacken-Revers zu sich. Langsam glitten die Hände über den Oberkörper seines Mannes und dann seitlich unter die Jacke, was Ringo leicht erschaudern ließ. Zerknirscht sah er Easy an und nickte. „Leider. … Ich würde das auch lieber erst im neuen Jahr machen, aber der Huber selbst ist in Berlin. … Da blieb mir nicht wirklich eine Wahl. … Sorry Bärchen! … Aber ich mache es wieder gut.“ meinte Ringo und legte sanft seine Lippen auf die von Easy.

Easy durchfuhr ein Kribbeln. „Mmmmhhh, meehr …“ murmelte er und reckte sich seinem Mann entgegen, welcher dem Wunsch nur zu gern nachkam. Eine Weile standen sie einfach so da. Die Hände jeweils unter der Jacke des anderen und sogen die kleinen Berührungen gegenseitig auf. Easy bemerkte Ringo leichtes Zittern, bevor dieser es selbst wahrnahm. Aber er war ja auch schon ein Weilchen länger hier draußen. „Schatz, du bist ganz kalt. Lass uns runter gehen oder willst du dir eine Erkältung holen?“ meinte Easy liebevoll.

Kurz überlegte der größere und lächelte. „… Gar keine schlechte Idee. Dann brauche ich nicht nach München. … Sehr verlockend.“

„Du willst ja nur gepflegt werden.“ gab Easy lachend zurück und zog Ringo dann aber in den kleinen Wintergarten, wo genug kuschelige Decken lagen. Eine Decke breitete er über der Couch aus und nachdem er Ringo in die Kissen geschubst hatte legte er ihm noch eine über die Beine, die dieser bereits ausstreckte. Schnell holte Easy noch die zwei Tassen, reichte Ringo seinen Becher und schloss flink die Glastür. „Brrrr.“ schlotterte nun auch Easy und schlüpfte unter die Decke die Ringo an einer Ecke hochhielt. „Besser?“ fragte Ringo grinsend und sah Easy an, der nickte.

Sie kuschelten sich zusammen und tranken den noch lauwarmen Kakao. „Danke, der tat gut. Aber ich hätte auch nichts gegen Pflege von dir gehabt.“ murmelte Ringo in Easys Locken hinein und küsste ihn dann auf den Scheitel. Easy ließ den Kopf auf Ringos Brust sinken und genoss die Nähe, während dessen Finger über das Stück freie Haut an Easys Ausschnitt strichen. Easy schloss dabei die Augen, sog jegliche Zärtlichkeit Ringos auf. „Hasi, wenn du Kuscheleinheiten brauchst, musst du das nur sagen.“ schmunzelte er und küsste Ringos Hand, was diesen aufseufzen ließ. „Das zeige ich dir dann schon. …“ brummte er an Easys Schläfe und wollte dann wissen, was Easy gemacht hatte in der Zeit, wo er hier oben war.

Easy sah ihn fröhlich an. „Als weltbester Ehemann habe ich dir schon mal deinen Koffer bereit gestellt uuuund ich habe unsere Selfies durchgeschaut ob da was Brauchbares bei war oder ob du auf allen ein wenig miesepetrig aussiehst.“ foppte er Ringo, der ihn entrüstet ansah und nachhakte. „So so, miesepetrig hm?“ Easy presste die Lippen zusammen, um nicht loszulachen, denn Ringo sah fast ein wenig beleidigt aus. Dennoch nickte Easy zögerlich.

Mit hochgezogenen Augenbrauen sah Ringo auf ihn hinab. „Und zu welchem Urteil ist mein persönlicher Starfotograf gekommen?“ wollte er wissen und strich dann seine Nase an der Schläfe des Kleineren entlang. „Das es gar nicht so schlimm ist. …“ kicherte Easy und sah durch seine dichten Wimpern zu Ringo auf. „… Da sind richtig schöne bei. … Eins habe ich sogar schon auf dem Handy.“ gestand der Lockenkopf, zog sein Handy hervor und zeigte ihm den Lockscreen.

Einen Moment lang schloss Ringo die Augen, dachte an den Moment vor gut einer Woche zurück. Easy nahm irgendwelche Einstellungen an der Kamera vor. Er hatte geduldig gewartet und die Flammen im Fernseher beobachtet. Seine Gedanken waren abgeschweift, sowohl zu den vergangenen Weihnachten, sowie auch zu den jetzigen und denen die noch folgen würden. Einen kurzen Moment hatte er traurig an seine Eltern gedacht, aber als sich Kira und Easy in seine Gedanken schlichen erlaubte er sich zu lächeln. Wer weiß wie alles verlaufen wäre, wenn es so einige Momente in seinem Leben nicht gegeben hätte. Dies hatte ihn sogar kurz von zukünftigen Festen mit ein oder zwei Kindern träumen lassen. Scheinbar hatte Easy, der Schuft genau diesen Moment ausgenutzt. Er öffnete die Augen wieder. Sein Schatz sah ihn zögerlich und abwartend an. „Sorry, ich konnte nicht widerstehen. …“ gab Easy zu und drückte Ringo einen kurzen Kuss auf die Lippen. „… Außerdem stand dir dieser Norweger-Pulli soooo guut, das war wie ein Reflex!“

Ringo musste über diese offensichtliche Ausrede dann doch lachen. „Du bist unverbesserlich, Ingo Winter! … Aber dafür liebe ich dich!“ lenkte er ein, als Easy seine Unterlippe vorschob und ihn anfunkelte. Mit einem tiefen Blick sah Ringo in die Bernsteinfarbenen Augen, die ihn genau musterten. „Sagst du mir, was in dem Moment durch deinen hübschen Kopf ging? … Aber du musst natürlich nicht.“ bat Easy, wollte jedoch nicht zu aufdringlich sein, doch Ringo nickte bereits. Er nahm Easy Hand und verschränkte ihre Finger miteinander, während er sprach.

Easy hing an Ringos Lippen und war immer wieder erstaunt, welch eine Wandlung der größere gemacht hatte. Er spürte das es Ringo an dem ein oder anderen Punkt etwas schwerer fiel und strich dann aufmunternd mit dem Daumen über seinen Handrücken oder lächelte ihn an. Das Vertrauen was sich mittlerweile zwischen ihnen aufgebaut hatte, rührte Easy und er konnte nicht verhindern das ihm eine kleine Träne über die Wange lief als Ringo seine Hand drückte und lächelnd feststellte. „… und daran bist allein du schuld. Du hast mich zu dem Menschen gemacht der ich bin. Dafür werde ich dir immer danken und meine Eltern hätten ihren Schwiegersohn sicherlich mindestens genauso geliebt, wie ich dich liebe.“

„Und ich liebe dich ebenso sehr, außerdem hast du daran genauso Anteil. Man verändert sich nicht einfach so … und Schatz? Danke für deine Offenheit.“ erwiderte Easy und beugte sich zu Ringo, um ihn lang und innig zu küssen. Als sie sich voneinander lösten sahen sie einander an. „Bei dir ist es einfach so offen zu sein. …“ erklärte Ringo liebevoll, strich Easy durch die schwarzen Locken und wollte dann wissen. „Meinst du denn bei den ganzen Aufnahmen ist auch eins für mein Handy dabei? … Du bist ja eindeutig im Vorteil.“

Mit einem breiten Grinsen legte Easy den Kopf in den Nacken. Die Bilder waren alle einfach so toll geworden, er hatte nicht ein einziges gelöscht. „Eins? Du kannst zig haben. Eines der besten ist das, wo wir die Rentier-Geweihe tragen. Oooder das mit den Mützen ist auch süß. Aber mein allerliebstes nach dem hier …“ er deutete auf sein Handy „… ist das, wo wir uns küssen.“

„Du bist ein unverbesserlicher Romantiker! Aber war das nicht eh offensichtlich? ... Da müssen wir bestimmt eine Collage auf die Karten machen.“ zwinkerte Ringo und schmunzelte als Easy ihm direkt begeistert zunickte. „Aw Schatz! Das ist eine mega Idee! Ich konnte mich jetzt schon nicht entscheiden.“ rief Easy aus, war im nächsten Moment aufgesprungen und streckte Ringo seine Hände entgegen.

Dieser rollte liebevoll mit den Augen. „Jetzt?? …“ Easy bejahte und zog Ringo von der Couch. Notdürftig machte er Ordnung und schnappte sich die zwei Tassen. „Klar jetzt. … Erstens friere ich trotz deiner Gegenwart schrecklich und dann haben wir es weg. Außerdem können wir dabei auch noch gemütlich einen Film schauen und was trinken.“

Die Augenbrauen nach oben geschoben ließ Ringo sich hinter Easy herziehen und murmelte. „Wenn du frierst wäre rummachen aber sicher die bessere Alternative!“ Easy der vor ihm lief, drehte sich mit seinem Grübchen-Lächeln zu ihm. „Später mein Hase! Du weißt doch, erst die Arbeit…!“

***


Tobias stand gerade am Grill, als Easy wie aus dem nichts neben ihm auftauchte. „Ich dachte du könntest Nachschub brauchen.“ merkte Easy an, während er seinem besten Freund ein weiteres Kölsch reichte. Dankbar sah Tobi ihn an. „Oh danke mein Bester! …“ mit der Flasche stupste er seinen Kumpel an und sah sich dann um. „… So voll war es hier oben schon lange nicht mehr!“ meinte Tobias und nahm gerade die letzten Würstchen vom Grill und legte sie auf Teller, der auf der Ablage stand. Stinker, der neben ihm saß, schnupperte und winselte leise. „Gleich Kumpel.“ meinte Tobi hinter vorgehaltener Hand und widmete sich dann wieder seinem besten Freund, der ihm zustimmte. „Definitiv, aber war schon cool als Robert plötzlich auftauchte! Die Kids sind ja total abgegangen.“ lachte er und Tobias nickte. „Jap, er sah aber auch täuschend echt aus!“

Robert war extra nicht zuvor dabei gewesen, so dass die Tarnung eigentlich wasserdicht war, aber Noah hatte es irgendwann trotzdem spitzbekommen, nachdem die kleinen Präsente und Schoko-Nikoläuse verteilt waren. Doch damit Maya und Amelie nicht enttäuscht waren, hatte er nichts gesagt. Easy hatte aber mitbekommen, was Noah dem „Nikolaus“ ins Ohr geflüstert hatte. „Bis gleich Opa Robert!“ Der war total perplex gewesen und Easy hatte versucht sein Grinsen zu unterdrücken.

Jetzt saßen alle über die Terrasse verteilt in kleinen und großen Gruppen zusammen. Kurz ließ Easy den Blick schweifen.

Sina und Luke waren noch nicht solange zusammen schienen aber echt happy zu sein und selbst Amelie hatte vorhin unter Bambis wachsamen Augen fröhlich bei Luke auf den Knien gesessen beim Essen.

Jakob stand bei Benedikt und Ute, zu denen sich gerade auch Robert – nun in normalen Klamotten – gesellte. Britta spielte derweil mit Maya im Wintergarten und Nika saß mit Conor zusammen auf der großen Sitzfläche, wobei sich Easy manchmal fragte, ob die sich nicht ein Zimmer nehmen wollten. Leni und Vivien suchten gerade eine weitere Playlist mit Weihnachtssongs raus und konnten sich nicht entscheiden, welche Version von White Christmas die beste war.

Saskia saß derweil mit Paco, Till, Eva und Rosi unter einem der zwei Heizpilze, die sie noch besorgt hatten und plauderten. Teils in dicke Jacken gehüllt oder in Decken gewickelt, schienen alle wirklich Spaß zu haben.

Tobias folgte seinem Blick. „… Wo ist denn dein Liebster?“ wollte er wissen. Kaum ausgesprochen, bekam Easy diesen verliebten Ausdruck auf dem Gesicht. „Der wurde gerade von Noah und Amelie zu einer Revanche Uno herausgefordert. … Ich glaube ja er verliert absichtlich, auch wenn er das nie zugeben würde.“ Easys Blick huschte zu seinem Mann, der komplett vertieft in seine Karten war. Tobias musste lachen, als er Ringo entdeckte. „Sitzt er ernsthaft mit ihnen in der Kinderecke?? Das sieht zu schräg aus!“ Easy schmunzelte ebenso.

„Ja, stimmt. … Ähm Tobi?“ zog er nur einen Moment später die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Tobias sah seinen Kumpel abwartend an. Irgendwas an Easys Stimme war plötzlich anders so als würde ihn etwas beschäftigen. „Easy, was ist los? Es ist doch was.“ Easy zog etwas aus seiner Hosentasche und reichte es Tobias. „Schau mal, das habe ich gestern in einem von Ringos Anzügen gefunden.“ Tobias nahm das gefaltete Papier, aber nicht ohne seinem besten Freund einen vorwurfsvollen ‚Echt jetzt?‘-Blick entgegenzubringen. „Was?! Ich habe nicht geschnüffelt! … Lies doch erst mal.“ zischte Easy, woraufhin der Anwalt den Zettel aufklappte. Er überflog den kleinen Zettel, aber wusste nicht so recht, was damit anzufangen. „Ich glaube ich verstehe nicht.“ gab er zu und sah seinen besten Freund an.

Dieser wollte gerade etwas erwidern, als sie aus der Kinderecke ein Johlen vernahmen. Beide schauten sich um und sahen noch das Ringo geknickt seine Karten auf den Tisch warf. Man sah Ringo genau an, welche Freude er bei diesen kleinen Neckereien hatte. Sina und Till traten zu Ihnen, um die Kids nun doch endlich ins Bett zu befördern. Nachdem sie sich verabschiedetet hatten, stand auch Ringo auf und sah sich suchend um, bis sein Blick auf Easy traf. Bei der Intensität in Ringos Blick wurde es ihm beinahe schummrig und es wurde nicht besser, als sein Mann geradewegs auf ihn zu kam. Er bemerkte nicht mal, dass Tobias wohlweislich den kleinen Zettel in seine Hosentasche steckte. Direkt vor ihm blieb Ringo stehen. „Hey.“ raunte dieser, legte einen Arm um seinen Partner und hauchte einen sanften Kuss auf dessen Schläfe. „Selber hey!“ murmelte Easy und sah zu dem größeren auf.

„Na, haben die kleinen Scheißer dich fertig gemacht??“ grinste Tobias, während er das restliche Grillgut vom Rost nahm und es auf dem Teller neben dem Grill legte. Ringo nickte mit einem neckischen Ausdruck im Gesicht. „Jap, haushoch. Die Kids sind echt pfiffig und kennen jede Sonderregel!“ zwinkerte er seinem Halbbruder zu. „Ist klar! …“ lachte Tobias auf und fügte dann noch hinzu. „… Du sahst auch echt tief getroffen aus.“ Ringo stupste in am Oberarm an. „So macht man das nun mal Herr Anwalt!“

Dann wandte sich Ringo wieder an seinen Schatz. „… Wenn das okay ist, würde ich schon mal runter gehen.“ erklärte er. Easy musterte ihn besorgt. „Alles gut?“ wollte er wissen, worauf Ringo nur lächelnd nickte. Dann beugte er sich zu ihm hinunter und hielt ganz nah an Easys Ohr inne. Easy spürte, wie der warme Atem seine empfindliche Haut touchierte als Ringo nur für ihn bestimmt flüsterte. „… Wir treffen uns in 15 Minuten im Schlafzimmer. …“ Es folgte ein viel zu kurzer Kuss unters Ohrläppchen, dann verabschiedete sich der größere von allen und war im Haus verschwunden. Easy wurde bei dieser Ansage direkt heiß, was sicherlich nicht an dem Punsch in seiner Tasse lag, einen Moment hing sein Blick noch auf der Terrassentür. Seine Beine waren wackelig und in seiner Magengegend kribbelte es, als würde ein Schwarm Ameisen darin hausen. Wie sollte er bei solchen Aussichten denn jetzt noch eine Viertelstunde Smalltalk betreiben??

„Was war das denn?“ fragte Tobias an seinen besten Freund gewandt und nahm noch einen kräftigen Schluck von seinem Bier. „Easy? …“ hakte Tobi nach, woraufhin Easy sich wieder zu ihm drehte. „Hmmmm? …“ machte er nur, völlig in Gedanken versunken, weil er ihm Kopf schon längst bei Ringo war. „Na, dein Mann wirkte ja nicht gerade müde. … Vielleicht hat er sich bei Robert ja die Rute ausgeborgt. …“ grinste Tobias anzüglich, woraufhin Easy große Augen bekam, als die Informationen zu seinem Gehirn vordrangen. „Tobias Lassner! Du bist‘n Arsch! Wie kann man so ordinär sein? …“ murrte Easy impulsiv, was seinen Kumpel nur noch mehr anstachelte. „Ach komm Easy, wir haben lang genug in einer WG zusammengelebt. Ich kenne eure Blicke mittlerweile und du würdest doch jetzt schon am liebsten hinterher. … Aber vergesst besser nicht, gleich die Fenster zu schließen. …“ zwinkerte Tobi verschwörerisch.

Dafür erntete er ein Augenrollen, sowie ein verlegenes Grinsen. „OK OK. Du hast ja recht! … Ich liebe ihn halt und in den letzten Monaten war er einfach mein Fels in der Brandung. Das kann ich gar nicht wieder gut machen. …“ meinte Easy und hatte nun einen leicht melancholischen Unterton.

Tobias nickte verständnisvoll. „Aber Ringo weiß, wie sehr du ihn liebst und ich glaube nicht, dass er eine Gegenleistung dafür möchte, denn er liebt dich mindestens genauso sehr. … Das sieht nen Blinder!“ meinte er zu seinem besten Kumpel und er musste zugeben, dass die zwei sich mittlerweile gegenseitig richtig guttaten und er war froh, dass er es in der Vergangenheit nie geschafft hatte, sie zu trennen.

Easy lächelte ihn an. „Danke. Das bedeutet mir viel das gerade du so was sagst.“

„Ja ja schon gut!“ sagte der Anwalt und machte eine wegwerfende Handbewegung, dann zog er den Zettel aus seiner Hosentasche. „… Und was hat es nun hiermit auf sich?“ fragte er, während er das Papier in Richtung einer der Lichterketten hielt, um es nochmal richtig lesen zu können. Skeptisch sah er Easy an. „Ein Pfandschein??“ fragte er leise an seinen Freund gewandt.

Mit einer bejahenden Kopfbewegung entgegnete Easy nur. „Jep. Wollte die Anzüge, die er für seine Reise nicht braucht in die Reinigung geben und als ich sie durchsah fand ich den. Glaube Ringo dachte schon gar nicht mehr daran, aber er hat auch nie etwas erwähnt. …“ erklärte der schwarzhaarige nachdenklich.

„Aber du denkst jetzt nicht, dass er wieder was Krummes gedreht hat!?“ wollte Tobias wissen und schenkte dann dem Datum auf dem Schein seine Aufmerksamkeit. „… Anfang August. War da irgendwas besonderes?“ sah er Easy fragend an, der einen Moment nachdachte.

„Nicht das ich wüss ...“ wollte dieser gerade erwidern als es ihm in dem Augenblick wie Schuppen von den Augen fiel. Tobias sah ihn erschrocken an. Easys Gesicht spiegelte gerade sämtliche Emotionen wider. Erkenntnis, Schock, Erstaunen, Freude, Ungläubigkeit, Stolz und Liebe. So hatte er Easy noch nicht erlebt.

„Easy, du machst mir Angst. …“ erklärte Tobias verwirrt, während sich auf Easy Lippen ein breites Lächeln abzeichnete. Vivien stieß im gleichen Moment zu ihnen und sah ihren Freund mit hochgezogener Augenbraue an. „Was hat er?“ erkundigte sie sich, worauf Tobias nur mit den Schultern zuckte. „Ich kann es dir nicht sagen! …“ antwortete er langgezogen, während sein Blick immer noch auf seinem besten Freund ruhte. Vivi legte eine Hand auf dessen Schulter. „Easy? … Alles gut? ...“

Plötzlich sah Easy die beiden an, es war, als erwache er gerade aus einer Art Trance. „Hey Vivi! Ja, … ja alles klar. Ich habe da eine Vermutung, aber ob es stimmt kann ich erst morgen herausfinden. … Kannst du den Schein bis morgen gut aufbewahren? …“ bat er Tobias eindringlich, der ihn jetzt musterte als wäre er völlig übergeschnappt. „… vertraut mir, ich erkläre euch morgen alles. … Ich komm dann morgen in die Kanzlei.“ brabbelte Easy aufgedreht. Tobias und Vivi konnten nur noch nicken. „Ja ähm … okay. Kein Problem!“ entgegneten beide wie aus einem Mund, als Easy einen Blick auf sein Handy warf nur um festzustellen, dass er sich jetzt beeilen musste, wenn er Ringo nicht warten lassen wollte. „… Danke, ihr seid die besten! … Chrrmmmm, ich werde dann mal. … Viel Spaß noch. … Es war toll.“

Im nächsten Augenblick stand das Pärchen allein da und die junge langhaarige Frau sah ihren Freund an. „Wie viele Punsch hat er getrunken??“ Darauf erwiderte Tobias nur grinsend. „Ich glaube die zwei haben noch ein kleines Date bevor sie sich dann fünf Tage nicht sehen.“ dabei wackelte er mit den Augenbrauen und Vivi wusste sofort was ihr Liebster meinte. „Och, gegen so ein Date habe ich auch nichts einzuwenden. Dafür brauchst du nicht mal wegfahren.“ zwinkerte Vivien und küsste Tobias.

***


Ringo verfluchte sich gerade selbst, er hätte Easy sofort mit nach unten nehmen sollen. Aber wahrscheinlich wären Sie dann bereits im Lift übereinander hergefallen. Den ganzen Tag über lag schon so eine Spannung zwischen ihnen in der Luft. Deswegen hatte er sich vorhin schon versucht immer irgendwie anderweitig zu beschäftigen, doch je weiter der Abend voranschritt, umso dringlicher wurde Ringos Wunsch endlich mit Easy allein zu sein.

Das Schlafzimmer war von Teelichtern erleuchtet, überall schimmerten die Flammen und tauchten den Raum in ein warmes Licht. Seine Jeans hatte er gegen eine bequeme Stoffhose getauscht und den hochgeschlossenen Strickpullover ausgezogen, darunter trug er eines seiner schmal geschnittenen Hemden die Easy so liebte, also behielt er es an. Ringo sah sich nochmal kurz um und knetete nervös seine Finger. Bevor er morgen schweren Herzens nach München fahren musste, hatte er sich für den heutigen Abend noch was einfallen lassen. Doch als er jetzt den Schlüssel in der Tür hörte, wurde er nur noch nervöser.

Easy hatte sich extra beeilt und statt auf den Aufzug zu warten, nahm er im Spurt die Treppe. Sein Körper kribbelte voller Vorfreude, nicht erst seit der sexy Ansage gerade eben ob auf der Dachterrasse. Es fiel ihm generell schwer die Finger von Ringo zu lassen, aber die Entwicklung der letzten Wochen und Monate verstärkte das Bedürfnis nach Nähe immer mehr.

Ein wenig außer Atem stand er nun vor ihrer Wohnungstür und schob langsam den Schlüssel in das Schloss. Vorsichtig schob er die Tür auf, nicht sicher, was ihn erwartete. Das offene Wohnbereich lag im Dunkeln, nur die Lichterketten in den Fenstern warfen ein schwaches Licht in den Raum. ‚Ringo meinte es also echt ernst, als er Schlafzimmer sagte‘ ging es Easy durch den Kopf und schüttelte amüsiert den Kopf.

Schnell zog er Jacke und Schuhe aus, tappte auf Socken weiter, um wenige Minuten später im dunklen Flur vor der angelehnten Schlafzimmertür zu stehen. Von dort drang durch den Spalt sanftes Kerzenlicht auf den Flur. „Schaatz?“ horchte er nach, als im fast selben Augenblick Ringo herauskam und aussah wie in Stein gemeißelt. Easys Puls beschleunigte sich bei dem Anblick, barfuß in seiner hellgrauen Stoffhose und mit offenem Hemd stand er da. “Hi.” lächelte Ringo ihn fast scheu an, was gar nicht zu dem sonst souveränen Auftreten seines Mannes passte. Die Tür hatte er wieder angelehnt, was Easys Neugierde nur noch mehr weckte, doch da musste er sich wohl gedulden, denn Ringo bat ihn, die Augen zu schließen.

Sanft legte Ringo ein weiches Tuch über Easys Augen und knotete es locker am Hinterkopf. „Wir wollen ja nicht, dass du schon vorher deine Überraschung siehst.“, flüstert er amüsiert aber auch mit ein wenig Nervosität in der Stimme an dessen Ohr. Dann führte er Easy in ihr Schlafzimmer, wo es angenehm nach den Kerzen duftete, die sie so mochten. „Sehen kann ich nichts, aber es duftet himmlisch. Ist das unser neuer Lieblingsduft?“ kicherte Easy.

„Jep, Kuschelzeit. …“ bemerkte Ringo mit heiserer Stimme und begann mit anfangs leicht zittrigen Fingern nach und nach die Hemdknöpfe zu öffnen und Easy das Hemd behutsam über die Schultern zu schieben. „Die Shirts unter den Hemden muss ich dir abgewöhnen.“ murrte Ringo, mit einem Grinsen und begann dann das schwarze Shirt hochzuschieben und vorsichtig über Easys Kopf zu ziehen. „Entschuldigung. Aber du … warst ja … hierauf auch vorbereitet …“ murmelte er mit bebender Stimme, worauf sein Mann glucksend erwiderte. „Punkt für dich!“

Jede Berührung durch den größeren prickelte auf seiner Haut, er nahm alles noch intensiver wahr. Ringos Hand legte sich auf seinen Oberkörper und bedeutet ihm so, dass er sich hinlegen soll. Dem kam Easy nur zu gern nach, rutsche ein Stück auf dem Bett nach oben, bemerkte wie sich Ringo nun auch an seiner Hose und den Shorts zu schaffen machte und zu guter Letzt auch die Socken los war.

Einen Moment hielt Ringo inne, betrachtete seinen Partner, der bereits sehnsüchtig auf ihn zu warten schien. Schnell entledigte sich Ringo auch seiner rechtlichen Kleidungsstücke und krabbelte zu Easy, der nach ihm tastete um ihn direkt zu sich ziehen. Als sich ihrer beider nackte Haut berührte zog er scharf Luft ein. Manchmal konnte er immer noch nicht glauben, dass sein Liebster ihn nach wie vor so sehr begehrte.

„Na da kann es wohl jemand gar nicht abwarten!“ murmelte Ringo, bevor sich ihre Lippen sich zu einem unglaublich erregenden Kuss fanden. Ringos forsche Zunge drang in den Mund des kleineren ohne dass dieser die Möglichkeit hatte dem zu widerstehen. Easy fuhr mit den Händen den Rücken des größeren entlang bis zu seinem Hintern und zog ihn näher zu sich, sodass ihrer beider Erektionen aneinander rieben.

„Du bist zu schnell.“ hauchte Ringo in Easys Ohr und griff seine Hände. Er reckte sich und als er wieder bei Easy war, wickelte er ihm eine seiner Krawatten um die Handgelenke und verknotete dann sorgsam die Enden. „Easy? … Wenn dir irgendwas nicht passt hör ich auf, ja? … Vertraust du mir?“ wollte Ringo mit leiser aber mit fester Stimme wissen, obwohl sein Mund staubtrocken war.

Daraufhin drehte sein Mann den Kopf zu ihm, konnte aber im ersten Moment nur nicken, so perplex und freudig überrascht war er. „Aber natürlich!“ erwidert Easy dann und lächelte. Sie hatten darüber mal gesprochen, aber dass es heute so weit sein würde, damit hatte Easy nicht gerechnet. Doch es gefiel ihm, sogar mehr als er gedacht hatte und die verbundenen Augen steigerten seine ganzen Empfindungen nur noch weiter. Das Ziehen in seiner Körpermitte nahm von Minute zu Minuten zu und er begann ungeduldig mit den Hüften zu kreisen, um vielleicht eine kleine Berührung zu erhaschen. Doch als dies nicht passierte gab er ein frustriertes Knurren von sich, als sich nun auch noch die Matratze hob und Ringo sich kurz entfernte. ‚Wie konnte er jetzt aufstehen?‘ dachte Easy und zog eine Schnute.

„So ungeduldig!“ tadelte Ringo ihn mit süffisanter Stimme.

„Komm wieder her!“ versuchte Easy es mit einem bettelnden Unterton in der Stimme, den er immer machte, wenn er seinen Willen durchboxen wollte. Doch Ringo ließ sich nicht beirren. „Gleich.“ flüsterte er und holte in aller Seelenruhe das bereitgestellte Massageöl. Wenn Easy schon die nächsten Tage auf ihn verzichten musste, wollte er ihn wenigstens heute verwöhnen.

„Honey!“ stöhnte Easy nach weiteren qualvollen Minuten in dem Wissen, das dieser Spitzname Ringo meist regelrecht verrückt machte. Der Teppich auf dem Schlafzimmerboden dämpfte sämtliche Geräusche und Easy konnte nicht mal erahnen, wo sein Schatz grade stand. „Zieht heute nicht.“ hörte er Ringo dann plötzlich nah bei sich, genauso wie das Schlucken was daraufhin folgte. Aber so schnell gab Easy nicht auf. „Och, Honeyyyy!“ legte er noch mal nach.

Ringos Herzschlag beschleunigte sich. ‚Wie sollte er da lange eisern bleiben?‘ Vorsichtig kniete er sich neben Easy auf das große Bett. „Weißt du eigentlich, wie wahnsinnig du mich machst, wenn du hier so liegst?“ fragte er und merkte selbst, wie zittrig seine Stimme klang. Ein Keuchen drang aus Easys Kehle, die Worte ließen ihn natürlich nicht kalt. Ringo ließ ein wenig von dem angenehm warmen Öl, welches ganz zart nach Rosen duftete in seine Handflächen tropfen und bahnte sich dann mit den Lippen zärtlich einen Weg über Easys Beine, massierend folgten seine Hände dieser Spur. Er genoss es, wenn sich über Easys zarte Haut plötzlich eine Gänsehaut legte oder sich die Muskeln erst an und dann wieder entspannten. Die Kerzen gaben sowohl ein wohliges Licht als auch eine angenehme Wärme ab.

Ringos Berührungen an sämtlichen Stellen seines Körpers, sei es durch seine Lippen oder die Hände, waren durch seine Einschränkungen nur noch intensiver und obwohl Ringo ihn noch nicht direkt verwöhnt hatte war Easy bereits steinhart. Es machte ihn wahnsinnig, dass sein Mann ihn so hinhielt, förmlich triezte. Wir gern hätte er auch Ringo berührt, doch das ging gerade nicht, was ihn ein wenig frustrierte aber gleichzeitig extrem erregte. Das es Ringo jedoch nicht anders ging registrierte er als dieser mittlerweile wieder bei seinem Oberkörper angekommen war und er auch Ringos Erektion an seiner Seite spürte.

„Ich liebe dich.“ raunte Ringo, während er seine Zunge an Easys Ohr entlanggleiten ließ und sich an dessen Körper schmiegte.

„Ich dich auch, aber wenn du mich weiter so hinhältst, dann muss ich das wohl nochmal überdenken.“ konterte sein Mann mit verzweifelter Stimme und schob sein Becken in Ringos Richtung.

Der schmunzelte über Easys Ungeduld, beugte sich hinunter und küsste ihn leidenschaftlich. „Mit Ungeduld kommst du heute nicht weiter. Aber damit du nicht gar so leiden musst...“ erwiderte Ringo und ließ seine Hand zu dessen Erektion gleiten. Vorsichtig strich er mit den Fingerspitzen daran entlang, um Easy zu reizen. Easy wand sich ein wenig, hob das Becken und versuchte sich gegen seine Hand zu pressen, was ihm jedoch nicht richtig gelang. Ringo wusste nicht, wie er sich umgekehrt fühlen würde. Als Easy frustriert aufstöhnte gab er nach, nicht zuletzt da sein eigenes Glied bereits ebenso vor Verlangen pochte. Langsam beugte er sich hinab und als er den Mund um Easys Eichel legte, sog dieser so scharf Luft ein, dass sich sein ganzer Körper anspannte. Ein Keuchen entfuhr ihm als Ringo nun seine Liebkosungen verstärkte.

Easy war der Meinung Sternchen sehen zu können, so intensiv waren seine Empfindungen als er die feuchte Wärme wahrnahm. „Du machst mich wahnsinnig!“ stöhnte er und drehte seinen Kopf in seine Armbeuge, weil ihm seine eigenen Laute peinlich waren. Aber er konnte nichts dagegen tun, da er nie so wie sonst wusste was Ringo als nächstes tat. Er wollte seine Hüfte anheben, was Ringo jedoch nicht zu ließ. Zusätzlich zu dessen Zungenfertigkeit, spürte er nun gleichzeitig auch einen warmen öligen Finger, der ihn langsam vorbereitete. Für Easy Geschmack schon zu langsam, denn er wollte Ringo nun endlich spüren, wollte eins mit ihm werden und seine Nähe spüren. „Bitte Ringo ...“ jammerte er, als dieser kurz seinen empfindlichsten Punkt traf und noch einen zweiten Finger nachlegte, um scheinbar sehr gewissenhaft vorzugehen. „Honey … jetzt nimm mich endlich!“ wimmerte Easy gequält, benutzte bewusst nochmal den Kosename der Ringo so antörnte.

„Gott Easy!“ keuchte der größere ergeben und ließ für einen minimalen Moment von seinem Liebsten ab. Flink wechselte er seine Position. Eine Vorbereitung benötigte er nicht mehr, eigentlich war er bereit, seit er Easy im Flur stehen sah und das Easy sich auf all das einließ hatte ihn nur noch heißer gemacht. Behutsam schob er nun sein Becken vor und berührte Easy ganz leicht. Dieser gab ein leises entzücktes Stöhnen von sich. Langsam schob er sich vor und drang behutsam in Easy ein. Kurz schloss Ringo die Augen, genoss den Moment, in dem er sich weiter vorwagte, die Enge ihn umhüllte und ihm genau wie Easy in dem Moment entwich ihm ein erlösender Seufzer.

Das ist genau das was Easy brauchte. „Aaaah jaa! …“ stöhnte er und genoss es Ringo zu spüren, der sich nun zu ihm hinunter beugte, um ihm gierig und wild zu küssen. Ringos einzigartiger Geschmack betörte Easy immer wieder und er fühlte sich wie in einem Strudel des Glücks. „… Ringo bitte …“ wimmerte er als sie ihren Kuss kurz unterbrachen und wand den Kopf ein wenig. Die Augen befreite sein Liebster noch nicht, doch Easy spürte das sich zumindest die Handfessel löste, so dass er Ringo berühren konnte, während dieser seine rhythmischen Bewegungen nicht einmal unterbrochen hatte. Sofort zog Easy ihn zu sich, spürte die feuchtwarme Haut seines Mannes und verwinkelte ihn umgehend in einen weiteren Kuss, den Ringo nur zu gern erwiderte. Seine Finger gruben sich in dessen Rücken, glitten hinab bis zum Po und zogen ihn noch dichter an sich. Ringo schien zu verstehen, denn er legte zu. Sein Rhythmus wurde härter und ein wenig schneller, aber nicht grob. Das war er nie gewesen. Mit einer Hand versuchte er seine Augenbinde abzunehmen, doch Ringo hielt ihn zurück. „Warte noch einen Moment!“ wisperte dieser verführerisch. Ein tiefes lustvolles Stöhnen entwich Easy und als Ringo ihn unerwartet nochmals so wie zuvor berührte wurde ihm beinahe schwindlig. Seine Empfindungen waren so intensiv, aber dass er im nächsten Augenblick von einem derartigen Orgasmus überrascht werden würde traf ihn unerwartet. „Oh … Gott … ohhh jaaaaa!“ stöhnte er, schrie Ringos Namen und ließ seine Hände immer wieder fahrig über dessen Haut gleiten.

Easys Reaktion und seine Berührungen ließen auch Ringo nicht kalt. Immer weiter schob er sein Becken vor und zurück, spürte wie Easy ihn mit den Beinen umschlang. Kurz beugte er sich vor, um das Tuch an Easys Kopf zu lösen und schon guckte er in die funkelnden bernsteinfarbenen Augen seines Liebsten. Dessen Mund verzog sich zu einem breiten Lächeln. „Hey! …“ wisperte Ringo so leise, das er dachte Easy habe ihn gar nicht gehört. Doch der Kuss, der daraufhin folgte, bewies ihm das Gegenteil und er fühlte Easys Hände auf seinem Oberkörper. Eine Hand lag genau auf seinem Herzen, welches wie wahnsinnig klopfte. Ringo war sich sicher, dass Easy das spüren musste. Mit einem tiefen Blick aus seinen blau-grauen Augen begann er nun seinen Rhythmus wieder zu erhöhen, konnte nun nicht mehr an sich halten und die Wellen der Lust bahnten sich ihren Weg. Sein Körper spannte sich an, er keuchte Easys Name und verströmte sich tief in dessen Innerem

Verschwitzt, schwer atmend, aber glücklich lagen sie sich in den Armen. Sie küssten sich träge, sahen sich immer wieder zufrieden an.  Nach einiger Zeit löste Ringo sich von Easy und zog sich vorsichtig zurück. Doch sofort war er wieder bei ihm, fasste das Oberbett und zog es über sie. Ringo hob eine Hand und strich Easy eine kleine feuchte Locke aus der Stirn. „Alles gut?“ wollte er wissen und sah ihn fragend an, welcher sich ein wenig hochreckte. „Es war überraschend. Aber perfekt.“ antwortete er mit leiser Stimme und lächelte sein wundervolles Grübchen-Lächeln,  welches Ringos Puls zum rasen brachte.  Dann gab Easy ihm einen innigen Kuss und Ringo fiel seufzend ein Stein vom Herzen. Genauso hatte er sich das erhofft.

Easy war ein kleines Stück nach oben in die Kissen gerutscht, Ringo noch immer im Arm und fuhr mit den Fingerspitzen über dessen Oberarm. Zum ersten Mal nahm er seine Umgebung komplett wahr. Ringo hatte sich hier im Schlafzimmer so viel Mühe gegeben mit Rosenblättern und Kerzen. Er blickte seinem Mann tief in die Augen. „Und du sagst immer das du kein Romantiker bist. …“

Ringo zuckte mit dem Schultern. „Ach, das ist doch nichts. Du schreibst halt lieber kitschige Zettelchen mit Kosenamen. … Außerdem musste ich ja zusehen, das du mich nicht vergisst während ich weg bin.“ zwinkerte er.

Easy bekam noch ein wenig mehr Farbe im Gesicht, fischte die Krawatte von seinem Liebsten hervor und hielt sie hoch. „Als könnte ich DAS vergessen. … Aber vermissen auf jeden Fall. …“ säuselte er und bemerkte erst jetzt welche Krawatte Ringo gewählt hatte. Es war die dunkelblaue mit den kleinen grauen Punkten, die er ihm zu einem Valentinstag geschenkt hatte. „Die? Ganz schön sentimental Hr. Beckmann!“ kicherte Easy,  legte sie auf den Nachttisch.

Danach widmete er sich wieder ganz seinem Mann, um die Zeit noch ausgiebig zu nutzen und gegen Easys Charme konnte und wollte Ringo nichts ausrichten.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast