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Victoria Blake - Unsolved Secrets

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P18 / Gen
Vampire Zombies & andere Untote
29.11.2020
14.01.2022
5
11.231
1
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29.11.2020 2.516
 
Langsam öffneten sich meine Augen und ich war umgeben von völliger Finsternis. Ich blickte mich um und befand mich in einem leeren, schwarzen Raum, dessen Boden glänzte wie Lack. Egal wo ich nur hinsah konnte ich keine Lichtquelle finden die den Boden anstrahlte und ihn damit zum glänzen brachte. Meine Hände streckte ich nach vorn in der Hoffnung vielleicht doch etwas sehen zu können aber leider irrte ich mich und das einzige was ich erkennen konnte waren nur schemenhafte Umrisse.

Entschlossen ging ich vorwärts, weiter in diese völlige Dunkelheit hinein bis ich auf ein helles Licht stieß. Ich bin nur ein paar Schritte gelaufen, wie konnte es möglich sein, dass ich es vorher nicht gesehen habe? Je näher ich dem Licht kam umso greller war es. Es leuchtete in dieser Dunkelheit so hell, dass man kaum hineinsehen konnte. Plötzlich bemerkte ich ein rascheln unter meinen Füßen und sah nach unten. Ich konnte dank des Lichtes erkennen, dass sich unter meinen Füßen Laubblätter ansammelten, die dieses Geräusch ergaben. Dann knackten zudem noch kleine Äste unter meinen Bewegungen. Nach kurzer Zeit und mit Verwunderung woher jetzt mit einmal die Blätter kamen, kam ich dem Licht näher. Das helle Leuchten wurde begrenzt durch eine Art Rahmen ähnlich einer Tür, ein Durchgang.

Hindurchsehen konnte man nicht. Es glich eher einer Wand, einer Wand aus Nebel oder Energie? Vorsichtig tastete ich mit meinem Arm nach vorn und striff die Wand. Ein Rauchschwaden löste sich von ihr und umschlängelte meine Hand und gleitete mit meinen Bewegungen mit. Langsam schob ich meine Hand immer weiter in Richtung der Nebelwand und konnte es kaum fassen, dass mein Arm komplett darin verschwand. Ich nahm all meinen Mut zusammen und machte einen Schritt hindurch. Auf der anderen Seite der Wand wurde ich von warmen Sonnenstrahlen empfangen die sich auf meine Haut legten. Eine Waldlichtung machte sich vor meinen Augen klar auf der die schönsten Blumen blühten. Tief atmete ich ein und lies mich von dem Duft der Blumen verzaubern. Der Geruch war überwältigend.

Ich setze meinen Weg fort und schritt langsam durch das Blumenfeld. Meine Fingerspitzen gleiteten sanft über die Köpfe der Blumen hinweg, einige waren so hoch gewachsen, dass sie mir bis zur Brust gingen. Kein Ton war zu hören, nur der Wind der durch die Grashalme und die Kronen der Bäume säuselte, bis ein leises knacken von Ästen die Stille unterbrach. Schnell duckte ich mich in die hoch gewachsene Wiese hinein, denn ich war mir sicher, dass man mich so nicht erkennen kann. Durch ein paar winzige spalten zwischen den Grashalmen konnte ich den Rest der Lichtung gut erkennen und sah wie ein junges Reh aus einem der naheliegenden Büsche sprang. Es war schön anzusehen wie das Reh über die weite Wiese schritt und zwischendurch ein wenig graste. Immer mal wieder sah es um sich, um sicher zu gehen, dass es keiner Gefahr ausgesetzt war. Noch nie war es mir gegönnt ein Reh aus so kurzer Distanz zu beobachten. Nicht weit von mir bemerkte ich ein rascheln im hohen Gras. Ich sah erst links und dann rechts von mir aber konnte nichts sehen. Mein Blick sprang wieder auf das Reh, das , wie es schien, dieses Geräusch nicht mitbekommen hat. Ich erschrak als sich etwas ruckartig aus den Fängen der Grashalme befreite.

In einer unglaublichen Geschwindigkeit steuerte es auf das Reh zu. Alles verlief so schnell es war schwer alles genau zu beobachten. Ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich das Reh in den Händen eines Mannes wiederfand. Seine prankenartigen Hände umklammerten das Tier so fest, so dass es nicht mehr entkommen konnte. Panisch versuchte es sich mit Tritten zu befreien aber es hatte keine Chance mehr. Fasziniert sah ich dem Mann zu, doch dann viel ich aus allen Wolken als ich sah wie er in den Hals des Tieres biss und dort eine große, klaffende Wunde hinterließ aus der das Blut nur so herausspritzte. Er öffnete seinen Mund erneut und verleibte sich den roten Lebenssaft des Tiere ein. Als das Reh völlig ausgeblutet war, leckte er sich die letzten Tropfen mit seiner Zunge vom Gesicht.

Gefasst von dieser erschreckenden Tat hatte ich ihn noch nicht genauer betrachtet. Staunend sah ich ihn aus der Ferne an, noch nie war mir so ein schöner und makelloser Mann begegnet. Sein langes, dunkles Haar fiel ihm galant um sein Hals, bis zu seiner Brust. Zwei kleine Strähnen waren hinten zusammen gebunden und ergaben einen kleinen Zopf. Zu kurze Strähnchen die nicht in den Zopf gelangten, hingen ihm etwas zerzaust im Gesicht. Sein Hemd stand ziemlich weit offen, so dass es seinen wohlgeformten Körper schon fast auf den Präsentierteller setzte. Kleine Schweißtropfen perlten über seine wohlgeformte, gerade Nase, die im Sonnenlicht glänzten. Sein Kiefer, an dem noch einzelne Tropfen herunter liefen, protze vor Kraft. Seinem Äußeren stand vollste Bewunderung zu und es gelang einem nur schwer sich wieder abzuwenden. Seine Ausstrahlung zog einem in den Bann.

Er sah gefährlich aus, wie ein Raubtier. Selbst aus der Ferne konnte ich seine Bedrohlichkeit förmlich riechen. Unbekannte Gefühle regten sich plötzlich in mir. Ich stande zwar unter Schock, das mit angesehen zu haben aber irgendwas ihn mir sagte, dass es mir egal war? Mein Verstand alarmierte mich. Es kann einem doch nicht egal sein, einem anderen dabei zu zusehen wie er Blut trinkt und ein Tier reißt. Mein ganzer Körper war auf ihn fixiert und Erregung sprudelte in mir auf als ich zu sah wie der dickflüssige, rote Saft von seinem Kinn tropfte. Mit einem hieb wüschte er sich auch noch diese Tropfen aus dem Gesicht. Noch mehr drehte er sich nun in meine Richtung und zum ersten mal konnte ich direkt in seine Augen sehen. Sie waren hell braun, mehr eine Art orange. Einige Sonnenstrahlen verfingen sich in seinem Gesicht und erleuchteten auch seine Augen. Goldgelb glitzerten sie in der Sonne, wie zwei Bernsteine. Noch nie kam mir so eine ungewöhnliche Iris zu Gesicht.

Nach ein paar Minuten lies er sich einfach ins Gras fallen und lag nun dort verträumt und lies sich von den wenigen Sonnenstrahlen, die gerade so durch die Bäume kamen, berieseln. Langsam wurde mir etwas unwohl hier noch weiter herum zu liegen. Zumal mir der Gedanke kam, dass er mich ja doch noch finden könnte und mich dann auch in Stücke reist, da ich seine Gräueltat mit angesehen habe. Ich überlegte mir wie ich von hier unbemerkt verschwinden könnte, doch irgendwie war jede meiner Ideen schlichtweg...scheiße. Ich könnte natürlich einfach versuchen schnell weg zu rennen, doch so schnell wie er vorhin war, hätte er mich binnen Sekunden eingeholt.

Langsam versuchte ich einen meiner Arme zu bewegen, doch sofort machte sich das Gras lautstark unter mir bemerkbar. Es kam wie es kommen musste und der Mann drehte sich direkt in meine Richtung. Wie ein Tier auf erneutem Beutezug dreht er sich auf allen vieren und witterte in meine Richtung. Ich konnte hören wie er tief einatmete und im selben Atemzug leise sagte: » Du bist hier, ich kann dich riechen «

Seine Bewegungen waren grazil wie die einer Katze während er zu dem hohen Gras heran schlich. Ich konnte nur sehen wie er langsam neben mir in den Graswall eindrung und mich suchte. Ich wusste nicht was ich tun sollte und behaarte an meiner Stelle. Um weg zu rennen war es schließlich zu spät. Ich drehte mich auf den Rücken um ihn gegebenfalls doch irgendwie abwehren zu können. Doch im selben Moment hielt ich es für den größten Fehler, denn nun wusste er wo ich bin. Ich vernahm nur ein leises Knurren und schon sprang er im selben Moment auf mich und packte meine beiden Arme. Er drückte sie über meinen Kopf zusammen um mich auf jedenfall am Boden zu halten. Er hielt mich fest, aber auch wieder nicht so fest, dass es mir weh tat. Eher das Gegenteil war der fall. Da er sich somit über mich Beugte berührten sich fast unsere Nasen und ich dachte für einen klurzen Augenblick hörte mein Herz auf zu schlagen. Er hatte mich gefasst und nun war ich seine Beute. Seinem Blick nach zu urteilen konnte ich mich auf das Schlimmste gefasst machen. Seine Augenfarbe hatte sich zu vohin auch etwas verändert, sie sahen viel dunkler aus oder bildete ich mir das nur ein? Leicht öffneteten sich seine Lippen und sein warmer Atem stieß mir direkt ins Gesicht.

Er wechselte seine Handposition und hielt mich nur noch mit einer Hand fest, während er mir mit der anderen über die Wange striff. Mit einem etwas festeren Griff packte er mein Kinn und lächelte hämisch bis er seine Lippen auf meine drückte. Ich war total überfordert, einen Sekundenbruchteil vorher dachte ich noch mein letztes Stündlein hat geschlagen, doch dem war nicht so und nun küsste er mich. Alle meine Sinne waren auf alarmbereitschaft und rieten mir sofort irgendwie zu flüchten, ihn von mir zu stoßen und das es falsch war was hier geschiet. Doch mein Körper rührte sich kein bisschen, kein einziger Muskel oder Nerv in mir sträubte sich gegen diese Vereinigung. Eher noch entspannte er sich und ich spürte wie kleine Partien vor freude zuckten. Seine Lippen fühlten sich auf meinen so weich an, als ob mich jemand sanft mit einer Feder kitzelt. Zudem waren sie kalt, kälter als für gewöhnlich Lippen sein sollten.

Es war seltsam, mein Körper gab mir das Gefühl ihn schon immer zu kennen. Es fühlte sich gut an seine starken Arme auf meinen zu fühlen. Der Kuss wühlte meine Gefühle durcheinander und ich fühlte mich das erste mal wirklich frei. Wie gerne würde ich ihn berühren, ihn fester an mich drücken. Kaum als ich diesen Gedanken manifestierte, intensivierte er unsere Zärtlichkeiten. Sein Mund presste nun mehr gegen meinen und unser Kuss wurde nun angenehm wild. Unsere Zungen spielten miteinander und ich merkte wie mir das Wasser im Mund zusammen lief als ich ihn komplett schmecken durfte. Der erhöte Speichelfluss trug noch mehr dazu bei, dass unsere Lippen nur so übereinander rutschten und unsere Liebkosung noch mehr ausartete.

Plötzlich stoppte er und verfrachtete mich mit einem Schwung auf ihn drauf. In diesem Moment konnte ich sein Verlangen nach mir und die immer steigende Lust in ihm sehen. Mir erging es nicht anders und ich presste meine Lippen wieder auf die seiner. Mit seinen starken Armen, die er über meinen Po und mein Rücken wandern lies, drückte er mich schließlich noch fester an sich. Mit einer Hand gleitete er dann unter mein Tshirt. Die Berührung auf meiner blanken Haut gab mir einen Stromschlag durch meinen gesamten Körper. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich nie wieder etwas anderes als ihn spüren wollte. Seine Hände wanderten über meinen Körper bis er letzt endlich an meinen Hüften ankam und diese mit seinem festen Griff bestimmend an sich drückte. Ich wurde verrückt nach seinen Berührungen in dessen sich seine Lust nach mehr wieder spiegelte. Ich konnte mich meinem Begehren kaum noch entziehen und so lies ich es einfach über mich kommen.

Ich hatte keine Ahnung wer er war doch wahrscheinlich machte es das noch aufregender. Ich wusste nicht woher ich dieses Gefühl hatte, das in mir aufkam. Aber ich verspürte tief in mir, dass wir uns kannten, dass wir nicht einfach irgend welche Fremden waren. Eher dass wir zu einander gehörten. Für einen kurzen Moment ließen wir von einander ab um etwas mehr Luft zu holen. Als ich ihn ansah zeichnete sich ein sanftes Lächeln auf seinem Gesicht ab. Als ich für einen winzigen Augenblick dachte im Paradis zu sein passierte etwas mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte. Ein Pfeil bohrte sich, wie in Zeitlupe, von hinten durch seine Brust und verfehlte mich nur knapp. Schnell schmiss er mich von sich und befahl mir im Gras liegen zu bleiben mit der Hoffnung sie hätten mich nicht gesehen.

Ich tat es ohne zu zögern und vertraute ihm. Ich versuchte wieder durch die Lücken der Grashalme zu schauen und sah drei Männer die sich Zeitgleich auf ihn stürzten. Mit aller Kraft versuchte er die drei Männer zu bezwingen, doch drei gegen einen schien mir in diesem Moment mehr als unfair. Ich war so auf das Geschehen konzentriert, dass ich nicht bemerkte wie sich jemand von hinten an mich heran schlich. Plötzlich bemerkte ich eine Hand die durch meine Haare fuhr und mich im selben Atemzug nach oben zog. Ich schrie, denn es tat höllisch weh. Meine Kopfhaut brannte und ich spürte seinen widerwärtigen Atem hinter meinem Ohr.

» Ich hoffe das war es wert du kleines Stück Dreck. Mit so etwas lässt man sich nicht ein « flüsterte er bevor er mir von hinten sein Messer in die Brust schob.

Er drückte es so langsam in mich hinein, dass ich vor Qual nicht einen Ton raus brachte. Mir schnürte es die Kehle zu, er quälte mich. Wieso quälte mich dieser Bastard so und konnte es nicht einfach schnell hinter sich bringen. Ich versuchte mein letztes bisschen Luft, dass noch in mir stecke, zu einem kleinen Hilfeschrei heraus zu drücken, was mir auch gelang. Ich sah wie er sich zu mir umdrehte und mein letzter Blick ging zu ihm. Qualvoll, unter Tränen und nach Luft ringend. Er sah wie ich zu Boden sank und bekam die Kraft, die er brauchte, um die Männer Meterweit durch die Luft zu schleudern.

Mein Angreifer lies von mir ab als er sah, dass er nun auf ihn zu gestürmt kommt. DIeser Feigling versuchte noch zu entkommmen, doch er packte meinen Henker und riss ihm, mit nur einem Ruck, den Kopf von den Schultern. Als die anderen Männer dies mitbekamen, rannten auch diese um ihr Leben. Die Männer, die zumindest noch nicht zermatscht, durch die Geschwindigkeit, an den Bäumen klebte. Ich fiel noch weiter zu Boden, denn ich hatte keine Kraft mehr mich noch weiter Aufrecht zu halten. Da lag ich nun und wusste ich werde sterben. Schnell und blutverschmiert kam er zu mir und beugte sich über mich. Schmerz durchzog sein wunderschönes Gesicht. Vorsichtig hielt er mein Kopf und strich mir sachte über das Haar.

» Ich kann dich Retten..du weiß wie. Aber ich brauche deine Zustimmung « fragte er mich leise.

Ich wollte etwas sagen doch ich merkte wie ein Schwall meines eigenen Blutes mir den Rachen hinauf wanderte und im gleichen Moment aus meinem Mund sprudelte. Mit dem letzten bisschen Kraft gelang es mir noch „mit dir" zu keuchen und ich sah wie er sich in den Arm schnitt und sein Blut mit meinem vermischte, dass aus der Wunde austrat. Kurz darauf durchzog mich ein wohliges Gefühl und verband uns inniglich. Mir wurde heiß und kalt zu gleich. Meine Haare am ganzen Körper stellten sich auf. Ein Strom aus Energie stieß durch meine Adern. Ich wollte ihn noch ein letztes mal berühren doch ich konnte meinen Arm nicht mehr heben. Meine Sinne wurden total benebelt. Ein Schleier legte sich darüber. Ich konnte nicht mehr riechen und auch langsam nichts mehr hören. Meine Sicht war verschwommen und im Endeffekt bekam ich nicht mehr viel mit. Die Luft blieb mir aus und langsam wurden meine Augen schwer bis alles um mich herum verschwand.

Als ich einen Moment später meine Augen öffnete befand ich mich zurück in meinem Zimmer.
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