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Von drauß' vom Hafen komm ich her

Kurzbeschreibung
GedichtHumor, Parodie / P12 / Gen
Mr. Hurley und die Pulveraffen
29.11.2020
29.11.2020
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Ein bisschen Besinnlichkeit(?) zum ersten Advent dieses verkorksten Jahres.
Umgedichtet haben meine Mama und ich es schon letzes Jahr, ich hoffe es gefällt Euch.



Der Originaltext verbleibt bei Theodor Storm „Knecht Ruprecht“, 1862




Von drauß’ vom Hafen komm’ ich her,
ich muss euch sagen, es rumnachtet sehr:
All überall auf den Relingenden
mich die goldenen Lichtlein blenden.
Und hinten aus dem Kombüsentor,
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so schwanke, vom Bug bis zum Heck,
da mault es mich an, zickig und keck:

„Ahoy, Captain Blake!“, rief es. „Alter Gesell!
Hebe die Beine und spute dich schnell.
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan.
Alle Piraten sollen nun
von der Jagd nach Schätzen einmal ruh’n.
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Rumnachten werden!“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist.
Ich soll nur noch auf diesen Kahn,
wo polternd brave Piraten nah’n.“
„Hast denn die Fässchen auch bei Dir?“

Ich sprach: „Aye, Fässlein, die sind hier.
Denn bei Cognac, Rum und Milchkaffee
grölen Hurley, Buckteeth und Morgan Juhee!“
„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier.
Doch für Soldaten nur, die Schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
so geh’ mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauß’ vom Hafen komm’ ich her,
ich muss euch sagen, es rumnachtet sehr:
Nun sagt, wie ich’s hier drinnen find?
War Peggy auch ein braves Kind?


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