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Chroms weiße Weihnacht

von allylu
Kurzbeschreibung
OneshotHumor / P12 / Gen
29.11.2020
29.11.2020
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Hello,
passend zum ersten Advent gibt es hier einen kleinen ssbb/ssbu Oneshot.
Ich wünsche allen eine frohe und besinnliche Vorweihnachtszeit und einen schönen ersten Advent. Bleibt gesund und munter!

P.S.: Das hier war nur eine spontane Idee, nehmt das Ganze bitte nicht so ernst :D
Eure Ally.

____________________________________________________________

Es war der erste richtig freie Morgen seit seiner Ankunft hier in der Schule. Heute standen mal keine Schlachten, nicht einmal Unterricht an. Die Sonne erhellte bereits den Raum, indem sie direkt durch das große, offene Fenster hinein lugte.

Chrom streckte sich, fuhr sich durch sein blaues, noch zerzaustes Haar und gähnte einmal laut und herzhaft, wobei er seine guten Manieren, die er von klein auf beigebracht bekam, einmal vergaß.
Er war allein in einem Zimmer, darauf hatte er bestanden. Wer weiß mit wem er sich sonst ein Zimmer hätte teilen müssen, verrückte Menschen, wobei manche nicht einmal menschlich waren, gab es hier jedenfalls genug. Er stand auf und öffnete das Fenster. Kalte Luft wehte ins Zimmer.

Na so was?

Seine graublauen Augen verfolgten beunruhigt das Geschehen draußen. Eine seltsame weiße Substanz landete direkt auf seiner Nase. Es war noch heller als seine Haut. Es fühlte sich schrecklich kalt und feucht an. Und auch der ganze Boden um das riesige Gebäude im Südflügel, in dem sein Zimmer lag, war davon betroffen, sowie die Dächer.

Erschrocken wischte er sich die Nase ab und knallte das Fenster zu, bevor die kalte Substanz weiteren Schaden anrichten konnte.

Er hatte gehört, dass es gefährlich in dieser Gegend war. Er war weit gereist, nur um an diese Schule zu kommen. Sie hat den besten Ruf von allen Schulen und Lehrstätten für Kämpfer, Zauberer, Monster und was es noch so gab. Sogar einen einfachen Menschen hatte er gesehen, der nicht in der Lage war zu kämpfen, dafür aber eine doppelt so große Klappe hatte und sich hinter drei Monstern versteckte, die bedingungslos auf ihn hörten.

Aber Chrom ließ sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich war er hier, um einer der Stärksten zu werden und für sonst nichts! Jedoch wusste er auch, dass er noch einen langen Weg vor sich hatte, denn viele der anderen Schüler waren extrem gute Kämpfer.

Vorsichtig lugte er hinaus.

Was war das nur für eine seltsame weiße Schicht, die sich wie eine Decke über Boden und Dächer ausbreitete? Er musste dem auf den Grund gehen! Aber giftig schien es nicht zu sein. Er sah zwei kleine blonde Kinder unten im Hof spielen, die sich gegenseitig mit weißen Kugeln bewarfen.

Nachdem er sich geduscht, angezogen und frisch gemacht hatte, ging er festen Schrittes hinaus.

*

Er hatte langsam großen Hunger und bestimmt wussten die anderen, die schon länger Teil dieser Schule waren mehr darüber. Er hätte sich auch Frühstück auf sein Zimmer bestellen können, die netten Servicekräfte waren auch immer für einen Flirt offen, aber heute war ihm nach ein wenig mehr Gesellschaft. Wenn er länger an dieser Schule sein wollte, musste er Kontakte knüpfen! Ansonsten würde er wohl früher oder später vereinsamen, denn in seiner Heimat Ylisse hatte er viele Freunde.

Es war Acht Uhr Morgens und die Anzahl der Schüler im Speisesaal hatte ihren Höhepunkt erreicht. Alle redeten laut durcheinander und drängelten sich in Richtung Buffet.

Chrom wollte sich gerade einen Teller nehmen, als ihn etwas von der Seite unsanft zurück schubste. Auch das noch! Aber okay, dann nahm er eben einen anderen Teller. Doch es war keiner mehr da.

„Hey, du!“, beschwerte er sich bei der Person vor ihm, die ihn offenbar geschubst hatte, um ihm den Teller zu klauen.

Es war eine Frau, ungefähr so groß wie er. Sie trug hohe Schuhe und ein langes Kleid, das fast bis auf den Boden reichte, genau wie ihre langen, glatten, grünen Haare. Sie drehte sich um und ihre giftgrünen Augen musterten ihn empört von oben bis unten, so als sei sich sich noch nicht sicher, ob dieser Erdling gerade mit ihr gesprochen hatte.

Aber ihre göttlichen Ohren verhöhrten sich niemals.

„Was fällt dir ein?“, fragte sie mit einer derart arroganten Stimme, bei der jeder normale Mensch sofort die Flucht ergriffen hätte.

Aber wäre Chrom normal, wäre er nicht hier. Er hielt ihrem Blick stand.
„Das war mein...“, begann er, doch kam nicht weit.
„Schweig still!“, unterbrach sie ihn barsch und fügte dann empört hinzu: „Unwürdig, einfach nur unwürdig!“
Dann ließ sie Chrom stehen und ging weiter in Richtung Buffet, wo man kurz darauf empörte Rufe hörte. Schien so, als ob sie sich vordrängelte. Sprachlos sah er ihr nach und es sah bestimmt ziemlich dämlich aus, wie er regungslos mitten im Saal stand. Und überhaupt, wovon sollte er jetzt essen?

„Mach dir nichts draus, sie ist immer so“, erklang eine liebe Stimme hinter ihm. Ein sehr hübsches Mädchen mit aufwendigem Kopfschmuck, noch viel aufwendiger als der von der Dame vorhin, hatte sich zu ihm gesellt.
Sie trug ein elegantes, langes Kleid und auch ihre braunen, langen Haare lagen perfekt. Man sah ihr sofort an, dass sie eine Prinzessin war.
„Du musst Prinzessin Zelda sein, richtig?“, fragte Chrom. Er hatte doch schon von ihr gehört, da sie eine sehr gute Kämpferin war.
„Ja, aber nur Zelda reicht auch. Wir sind doch unter uns. Und du bist Chrom, nicht? Setz dich doch zu uns!“ Sie deutete auf einen Platz weiter hinten.
Wieso eigentlich nicht? Sie schien nett zu sein und hübsch war sie noch dazu. Trotzdem ging ihm die Begegnung mit der Grünhaarigen nicht mehr aus dem Kopf.

„Wer war das vorhin?“, fragte er Zelda.

Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ach, das war Palutena. Sie behauptet sie wäre eine Göttin. Und weil sie alles hört und sieht, scheint das sogar zu stimmen.“

Oh. So viele seltsame Wesen lernten hier alle gemeinsam. Nun war auch noch eine Göttin dabei und dazu auch noch so eine... er fand keine Worte.

„Ich treibe eben einen Teller auf und setze mich zu euch!“, verkündete er und machte sich entschlossen auf die Suche.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er endlich einen Teller gefunden. Zwar nur einen Kleinen, aber besser als gar nichts. Er setzte sich auf den Platz direkt neben Zelda. Fast alle waren nett zu ihm.
Da war zum Beispiel Zeldas beste Feundin Peach, dessen helle Stimme man überall hörte, da sie nicht aufhören konnte zu reden. Auch sie war eine Prinzessin, die in einem pompösen rosa Kleid steckte und nicht ohne ihr Krönchen aus dem Haus ging, wie sie aufgeregt erzählte.
Eine junge blonde Frau mit Pferdeschwanz und großen Brüsten saß ebenfalls am Tisch, stellte sich als „Zero“ vor und lächelte ihn kokett an, nachdem sie betont langsam Joghurt von einem Löffel geleckt hatte. Chrom hatte nie etwas gegen einenen kleinen Flirt, aber das ging selbst ihm etwas zu weit. Schnell schaute er woanders hin und sein Blick viel auf... Palutena.

Er konnte schwören, dass man ihre protestierenden Schreie noch mindestens zehn Kilometer weiter hören konnte.
„WARUM sitzt ein Unwürdiger bei uns? Zelda, erkläre es mir!“, donnerte sie.
Zelda lachte nur. „Er kennt doch hier keinen. Und er ist nicht unwürdig, ich habe gehört er ist ein Prinz! Stimmts, Chrom?“
Chrom lächelte verlegen. Wieso hat sie nicht erwähnt, dass Palutena auch mit am Tisch sitzen würde? Er strich über seinen rechten Oberarm. Dort befand sich ein Mal, eingebrannt in seine Haut, ähnlich wie ein Tattoo.

„Ja. Das ist das Zeichen dafür. Ich bin eigentlich offiziell Herrscher über Ylisse. Aber psst.“

Er wollte nicht, dass es sich herum sprach. Er wollte ganz normal behandelt werden. Unabhängig seiner Herkunft oder seines Standes.
„Warum hast du das nicht gleich gesagt?“, fragte Palutena und sah ihn nun anscheinend mit anderen Augen an. „Das macht dich nicht mehr ganz so unwürdig.“

Aber immer noch unwürdig, wie? Er sagte aber nichts, weil er keinen Streit provozieren wollte. Palutena schien ihm sehr reizbar zu sein.

Da fiel ihm noch etwas ein. „Sagt mal, was ist das eigentlich für eine seltsame weiße Substanz draußen?“, fragte er in die Runde. Sie sahen ihn entgeistert an. Auch Palutena schien es diesmal die Sprache verschlagen zu haben.

*

Schnee war wundervoll! Er war zwar extrem kalt, besonders wenn man nur so dünn angezogen war wie Chrom, aber aus Zucker war er schließlich auch nicht.

Er verabredete sich gleich nach dem Frühstück draußen vor dem Schulgebäude mit den anderen. Sie hatten ihm versprochen, dass sie ihm zeigen wollten, was Schnee ist. Nur Palutena war nicht begeistert und sie weigerte sich als Göttin, wie „das niedere Gesindel“ im Schnee zu spielen.

Aber na gut, wenn sie nicht wollte.

Zelda zeigte ihm, dass man den Schnee gefahrlos anfassen konnte und bevor er realisierte was geschehen war, hatte er auch schon Schnee im Gesicht. Das Zeug schmeckte wie Wasser. Er verdächtigte Zelda, aber auch sie wischte sich Schnee aus dem Haar und schrie entrüstet: „Hey, Link! Was soll das?“

Chrom hörte ein freches Lachen hinter sich und drehte sich um, nur um direkt wieder eine Ladung ins Gesicht zu bekommen.
„Na warte!“, drohte er und rannte hinter einem blonden... - wie beschrieb man ihn am besten? - her. Jedenfalls trug er eine grüne Zipfelmütze, hatte blondes Haar und lange, spitze Ohren genau wie Zelda. Und besonders schnell war er auch nicht, Chom hatte ihn im Nu eingeholt und warf ihn mitten in die weiße Subst... in den Schnee.

„Jungs, ihr sollt nicht kämpfen!“, rief Zelda von weitem. „Link ist mein bester Freund!“

Chrom hielt ihm die Hand hin, Link nahm sie und er half ihm wieder hoch.
„Ike, mein Freund, kommt auch noch und Peach und Marth und Zero und Lucas und Sky (Daraen) und Yoona (Wii Fit Trainerin) und Rosalina“, verkündete Zelda aufgeregt. „Das wird eine tolle Schneeballschlacht!“

So viele Namen würde er sich nie merken können. Hoffentlich waren die nicht alle wie Palutena. Oh nein. Warum dachte er nur wieder an sie?

*

Zeldas Freund Ike war ziemlich schweigsam und sehr, sehr stark. Das sah man schon allein an seinen zahlreichen, gut definierten Muskeln, die sich durch die Jacke abzeichneten. Er hatte tatsächlich schon einmal gegen Ike kämpfen müssen.
Mit ihm sollte er sich wohl besser gut stellen, aber Ike war ständig in der Begleitung von Marth, seinem besten Freund und diesem aus irgendeinem Grund treu ergeben. Mit Marth verstand er sich nicht wirklich, denn seiner Meinung nach trat er ziemlich arrogant auf. Ständig wollte er den Ton angeben und er konnte nicht verstehen, warum die anderen auf ihn hörten. Ob er gut kämpfen konnte wusste Chrom nicht, denn die Ehre hatte er noch nicht.

Der hätte gut zu Palutena gepasst. Aber an die wollte er ja nicht mehr denken. Stattdessen war Marth mit Peach zusammen, was Chrom mit wachsender Belustigung beobachtete. Obwohl Peach ihn in Grund und Boden quatschte, waren sie doch irgendwo ein niedliches Paar.

Nun landete Chrom bei ihrer kleinen Schneeballschlacht in einem Team mit Zelda, Marth, Peach und Yoona, die sehr sportlich war und sich schon mal mit Dehnübungen aufwärmte.

„Hey Chrom!“, rief sie. „Dehne deine Schultern! Jetzt ist Stretching angesagt!“ Er versuchte, ihre Übung nachzumachen, aber sie lachte ihn aus.

Die Gegner waren auch nicht ohne. Sky, ein Junge mit dunklen Haaren und einem sehr vorlauten Mundwerk, mogelte ständig und half mit Zaubertricks nach, indem er Schneeberge auf einmal durch Telepathie auf Chrom und sein Team schöpfte.
„Ist das überhaupt erlaubt?“, fragte Chrom der Verzweiflung nahe, als ihn mal wieder eine Lawine fast zu begraben drohte, der er gerade eben ausweichen konnte.

„Wir müssen uns ein Versteck suchen!“, rief Yoona und wich einer Kugel von Link aus.

Marth schubste Sky in den Schnee, der seine Magie aufladen wollte. „Wenn du unfair spielst, kann ich das auch!“

Zelda und Peach rannten kreischend vor Ike weg, der hinter ihnen herlief und ab und zu mal einen Schneeball warf.

„Ich glaube, so verlieren wir die Schlacht“, meinte Chrom zu Marth. Für einen kurzen Moment waren sie Verbündete, die Link und Sky zu Fall brachten. Marth und Chrom waren beide sehr schnell und Marth schien auch ziemlich stark zu sein. Aber dieses Gefühl der Verbundenheit war wieder weg, wie es gekommen war. Zwischen ihm und Marth klaffte eine riesige Kluft.

„Habt ihr genug?“, rief Marth.

„Niemals!“, kam es sofort von den anderen und es hagelte erneut Schnee.

Chrom versteckte sich hinter einem Felsen. Seine Finger waren fast nur noch Eisklötze und er war viel zu dünn angezogen. Aber klein beigeben konnte er jetzt auch nicht. Plötzlich erlöste ihn eine laute, nur zu gut bekannte Stimme.

„Wie könnt ihr es wagen, vor meinem Fenster so einen Krach zu veranstalten?“

Palutenas entschlossener Blick ließ die Schneeballschlacht, die hinter dem Felsen noch im vollen Gange war, im Nu verstummen.

Ihre grünen Haare umrandeten ihr makelloses Gesicht. Fast schien sie zu leuchten und zu schweben.
„Hier ist also dein Zimmer?“, fragte Peach staunend. „Ich habe mich schon immer gefragt, wo es ist!“
Palutena verdrehte die Augen. „Das ist nicht wichtig. Hört sofort mit dem Krach auf. Auch eine Göttin muss mal lernen!“
„Du schon wieder mit deinem schwachsinnigen Gott Getue!“, ergriff Marth das Wort. Dass sie eine Göttin war, schien ihn nicht zu beeindrucken. Er kam näher auf sie zu, um sich von der Masse abzuheben.
„Du wirst damit leben müssen, dass wir vor deinem Fenster Spaß haben.“

Palutena wurde erst weiß, dann rot im Gesicht. „WIE KANNST DU ES WAGEN?“

„Ich kann.“ Marth lächelte.

Dann bekam Palutena, so unerwartet, dass es ihr die Sprache verschlug, einen Schneeball ins Gesicht. Sie hielt sich die Nase.

„Das ist kalt!“, rief sie und wetterte gleich darauf los. „WER WAR DAS?!“

Marth war es nicht- so schnell hätte er sich nicht bücken, eine Kugel formen und werfen können. Wer war es dann?

Ike grinste: „Höhö.“

„Ike!“, rief Zelda empört, als schämte sie sich für ihren Freund. Da war die Schlacht wieder in vollem Gang. Doch nun waren es nicht mehr zwei Teams sondern Palutena gegen den
Rest und hinterher jeder gegen jeden.
Chrom versteckte sich wieder hinter seinem Felsen und Link gesellte sich dazu. „Willkommen bei uns“, seufzte er. „Wieso verbringen wir eigentlich selbst unsere Freizeit mit kämpfen?“
Chrom lachte. „Das ist eine gute Frage.“ Dann beobachtete er den Tumult. So viel zum Thema nicht mehr an Palutena denken. Aber wie konnte man auch? Sie war wunderschön, besonders und definitiv eine Herausforderung.



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Danke, wenn ihr bis hierhin gelesen habt. *_* Ich weiß, die Sache mit dem Schnee ist etwas unlogisch. Wieso sollte er nicht wissen was das ist? :D

Meine andere Smash geschichte ist übrigens hier zu finden und es wird regelmäßig ein neues Kapitel hochgeladen:

https://www.fanfiktion.de/s/5f871027000a6d2938316a5d/1/Far-away-from-Home
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