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DU bist so wie ICH | Remus Lupin Ff (Updates jeden Tag)

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Het
James "Krone" Potter Lily Potter OC (Own Character) Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Sirius "Tatze" Black
28.11.2020
06.02.2023
177
454.288
19
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Dieses Kapitel
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24.01.2023 2.260
 
»So, jetzt nur noch an einen Ort für die Party denken...«, murmelte Dorcas und wir befanden uns dort, wo sich der Raum der Wünsche befand. Einstweilen war vor uns nur eine kahle Wand und es war ein seltsamer Gedanke, dass der Raum sozusagen im Nichts existierte. Jedenfalls schien auf ihm ein Zauber zu liegen, der ihn davor bewahrte, auf der Karte des Rumtreibers aufzutauchen, was mir die Jungs erzählt hatten.
Da ich den Raum jedoch bereits kannte, musterte ich Dorcas, die auf und ab ging. Die Braunhaarige trug eine schwarze enge Jeanshose, dazu ein Trägershirt, doch es war nichts Neues bei ihr. Dorcas hasste Kleider und Röcke, dennoch nervte es mich, dass ich von Mare genötigt worden war, ein freizügiges Oberteil anzuziehen. Nicht, dass ich mir Sorgen machte, ich zeigte zu viel Ausschnitt, denn es gab nichts zu präsentieren. Es störte mich nicht; ich persönlich bevorzugte eine kleine Oberweite, aber die Geschmäcker waren verschieden.
»Ah, geschafft«, freute sich Dorcas, als die Tür in unsere Sicht kam.
Zu sechst standen wir im Gang, denn Frank Longbottom hatte sich uns angeschlossen. In diesem Moment unterhielt er sich mit Alice und ich fragte mich, was die zwei sich immer noch erzählen konnten. Es war aber nicht von Belang, denn als die Tür auftauchte, ertönte auch gleich Dröhnen von Musik von hinter dieser. Sehr leise, was mich darauf schließen ließ, dass die Tür mit einem Zauber versehen worden war.
Dennoch brauchte es nicht lange, bis ein Sehschlitz bei der Tür aufging und braune Augen uns entgegensahen. Leicht erkannte man den Rand einer schwarzen Brille, was auf James hindeutete. Meine Vermutung bestätigte sich, als er uns die Tür öffnete. Sogleich wurde die Musik lauter und schnell ließ er uns eintreten.
»Euch muss ich ja nicht nach dem Passwort fragen. Noch vergesse ich nicht, wen ich eingeladen habe, aber Evans, du siehst bezaubernd aus«, quatschte James los, nachdem er uns allen ein Lächeln zur Begrüßung geschenkt hatte.
»Danke«, kam es knapp von Lily, die einen Jeansrock und ein schulterfreies, grünes Oberteil trug. Ihre Haare waren in einem hohen Zopf, dazu passend grüner Schmuck, der ihre Augen betonte.
James Potter nahm Lilys normale Antwort mit einem Nicken zur Kenntnis, dann erklärte er uns: »Es sind noch nicht viele da, was ihr wahrscheinlich bereits festgestellt habt«, mein Blick ging von James, der links neben mir ging, in den Raum. Die Einrichtung war ähnlich wie bei den vorherigen Feiern von James und Sirius, wenn bei James auch die Farbe Rot dominierte. Ebenfalls waren die Barhocker, Theken und Lehnsessel an den Rändern des Raumes dunkel. Es wirkte wie eine alte Bar mit einer Tanzfläche.

Passt irgendwie zu James, dachte ich, während ich den Jungen musterte. Er trug eine schwarze Anzughose mit passend glänzenden Herrenschuhen. Dazu ein rotes Poloshirt, welches in den Bund seiner Hose gestopft war. Die goldene Uhr und der schwarze Gürtel mit ebenfalls goldener Schnalle rundeten das Outfit ab, wobei die Uhr teuer aussah.

»Es ist aber ganz einfach aufgebaut. Also die linke Seite ist eine Bar, wo ihr auch die Getränke und kleine Snacks findet. In der Mitte ist die Tanzfläche mit Boxen, rechts Sofas und Lehnsessel mit kleinen Tischen. Auch die Toiletten findet ihr dort, wie ebenfalls Snacks. Laute Musik drehen wir circa in einer halben Stunde langsam auf, dann geht die Party bis spät in die Früh. Wir haben bei den Sofas und an der Bar einen leichten Lärmschutz angebracht, um sich besser zu unterhalten. Ebenfalls findet ihr Dartscheiben und Billardtische«, er endete und während dem Erklären hatte er in die jeweiligen Ecken gedeutet. Wir näherten uns der Bar, während ich feststellte, dass um die zwanzig Leute bereits anwesend waren.
»Was ist mit einer Getränkekasse?«, fragte Frank Longbottom, sprach über die Musik hinweg, die bereits laut, doch noch keine zum Tanzen war. Mein Blick ging nach hinten in unsere Gruppe, wo der Hufflepuff neben Alice ging, die sich bei ihrem Freund untergehakt hatte. Auch James sah nach hinten, zuckte mit seinen Schultern.
»Ich hab' keine eingerichtet«, antwortete dieser, »Ihr sollt alle einfach Spaß haben, mehr will ich nicht. Feiert meinen achtzehnten Geburtstag mit mir, amüsiert euch.«
Nach diesen Worten schenkte er uns allen ein breites Lächeln und Frank bedankte sich für die Geste, auch Mare sagte etwas, doch James winkte abermals ab.
Zum Teil verstand ich ihn auch, denn er besaß durch seine Familie viel Geld, warum es für ihn einfach eine nette Geste war. Ich selbst besaß genügend Geld, sodass es mir nicht wichtig war, wenn es auch der falsche Begriff war; viel mehr vergaß ich, dass die Welt durch Geld funktionierte.

Ich hab' mir nie Gedanken über Geld machen müssen, ging es mir durch den Kopf und es entsprach der Wahrheit. In meinem Elternhaus hatten wir viel Obst und Gemüse angebaut, waren Beeren sammeln gegangen, auch hatte mein Vater hin und wieder in der Jagdsaison Fleisch gebracht. Den Rest hatten wir im Dorf nebenan gekauft.

»Aber genug erklärt. Was darf man euch zum Trinken anbieten?«, fragte James und wir erreichten die Bar, wo mir sofort die anderen Rumtreiber ins Auge stachen. Vor allem Remus, der sich von Sirius dazu anstiften ließ, eine ganze Flasche Bier ohne Absetzen auszutrinken. Die grauen Augen von Sirius musterten seinen Freund genaustens, also seinen Mund. Die zwei standen hinter der Bar, Peter saß vor ihnen auf einem Hocker und niemand von ihnen bemerkte unser Näherkommen. Erst, als Remus fertig wurde, so aussah, als würde er den halben Liter wieder auskotzen, jedoch stolz die leere Flasche auf der Bar abstellte, bemerkten sie unsere Gruppe. Alle drei Augenpaare fielen auf uns und wir bekamen Begrüßungsworte zu hören.
»Eine reizende Begrüßung«, kam es leicht neckisch von Lily und auf Remus' Lippen tauchte ein kleines Grinsen auf, dann merkte Sirius jedoch etwas an, während James Lily abermals belagerte: »Phil?«
»Hm?«, ich sah zum Schwarzhaarigen, der mich zu ihm winkte. Ich nahm neben Peter auf einem Hocker Platz, dann setzte Sirius Black fort: »Jep, das bist du. So herausgeputzt erkennt man dich ja gar nicht.«
Selbstverständlich rollte ich auf diese Worte hin mit meinen Augen, erwiderte: »Ich wurde gezwungen.«, währenddessen bemerkte ich, dass bei der Bar die Musik deutlich leiser war, denn ich hörte Sirius' leises Auflachen, dann musterte ich ihn. Er trug eine dunkelblaue Hose mit schwarzem Hemd, welches wie immer an ihm aussah, darauf ging mein Blick zu Remus. Dieser sah mich ebenso an und meine Augen erkannten eine braune Hose mit einem enganliegenden, dunkelgrünen Pullover, wenn ich mir auch sicher war, dass er unterhalb noch ein normales Shirt trug, denn es war angenehm warm im Raum der Wünsche, wenn auch nicht heiß.

Beim Tanzen wird es dann heiß, aber wie bekannt, Remus Lupin tanzt nicht.

»Ich finde, dass Phil toll aussieht«, kam es normal von Peter und ich bemerkte, dass mich Remus immer noch anstarrte. Sirius meinte auf die Worte des Blondhaarigen: »Das hat niemand infrage gestellt«, während er nach irgendwelchen Flaschen Alkohol suchte, um etwas zu mischen, »Sie sieht nur anders aus.«
»Es ist der Eyeliner?«, ich klang nicht überzeugt, denn ich fand nicht, dass ich komplett anders aussah. Sirius übertrieb.
»Es sind nicht nur deine Augen, die durch das Schwarz umso mehr herausstechen«, erhob Remus seine Stimme und er stand mir gegenüber, zwischen uns die Bar-Theke. Remus' Augen musterten mich, infolgedessen erhob er abermals seine Stimme: »Es sind auch deine Haare, die du nie so trägst, wie das Top, dein Schmuck. Es ist alles aufeinander abgestimmt und sieht, wie Peter gesagt hat, toll aus«, kam es ehrlich von Remus. Als er geendet hatte, bekam er einen interessanten Seitenblick von seinem Freund Sirius und in diesem Moment hätte ich ihm Galleonen gezahlt, um seine Gedanken zu erfahren, doch so schnell der Ausdruck auf seinem Gesicht aufgetaucht war, so schnell war dieser wieder verschwunden.
Schulterzuckend, mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, kümmerte sich Sirius weiter um die Getränke, mein Blick ging wieder zu Remus. Dieser sah mich normal an und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich entschied mich für ein 'Danke', wenn ich auch an mir heruntersah. Für mich war es nämlich so offensichtlich, dass ich Narben hatte, warum es mich wunderte, dass niemand starrte.

Ich mein', ich habe kein Problem mit meinen Narben; sie sind eben ein Teil von mir. Meine Vergangenheit ist bereits im Buch der Zeit eingetragen, daran kann ich mit aller Macht dieser Welt nichts ändern.
Mehr sorgte ich mich, was passieren würde, würden viele meine Narben heute sehen, mich folgend als Aquila mit meinem Vater in Verbindung bringen. Ich wüsste nicht, welch gravierende Auswirkungen es hätte, wäre bekannt, dass ich ein Werwolf war, und zwar noch einer, wie es mein Vater war. Das Einzige, was ich mit Gewissheit sagen konnte, war, dass es mein Leben ruinieren würde.

»Also, Phil, für dich schön etwas mit Feuerwhiskey«, holte mich Sirius aus meinen Gedanken und vor meiner Nase landete ein Becher mit einem Mix. Ich bedankte mich, dann machte sich Sirius weiter an die Arbeit, während Remus rechts neben mir an die Theke trat. Er stützte sich mit seinem linken Ellenbogen ab, sein Kopf nach rechts gedreht, wo James seine Gäste unterhielt. Ich musste wohl nicht erwähnen, dass er Lily gerade vollquatschte.
»Obwohl er angeheitert ist, stellt er sich gut an«, meinte Remus und ich gab ihm recht, denn Lily sah nur dezent genervt aus.
Eine Frage tauchte jedoch folglich in meinem Kopf auf, die ich gleich darauf stellte: »Seit wann habt ihr bitte schon zu trinken angefangen?«, fragte ich und blickte Remus in seine grünen Augen, die im rötlichen Licht braun wirkten. Erst in diesem Augenblick bemerkte ich, dass wir uns etwas zu nah waren, doch ich beachtete es nicht, sondern sah dabei zu, wie Remus gespielt ahnungslos mit seinen Schultern zuckte, im Anschluss darauf erklang seine Stimme: »Also, aufgebaut haben wir alles nach dem Abendessen um achtzehn Uhr. Seitdem sind wir hier, wenn ich dir die Sofas in der Ecke zum Schlafen empfehlen kann.«
»Ich finde, dass wir uns mit diesem Raum übertroffen haben«, kam es von Sirius, der zwei weitere Becher brachte. Er stellte sich vor Peter, wobei abermals ein seltsamer Blick zu mir und Remus folgte. Ich verstand nicht, was sein Problem war, musste es aber auch nicht. Stattdessen widmete ich mich meinem Getränk und musterte den Becher genau. In der Tat handelte es sich um Feuerwhiskey, denn auch ohne des roten Lichts wäre der Inhalt rot, doch ich erkannte es am beißenden Geruch. Nichtsdestotrotz probierte ich, wobei ich es bereute, denn meine ganze Kehle zog sich zusammen, meine Augen begannen zu tränen.
»Und, zu stark?«, fragte mich Remus, denn mein Gesicht schien wohl das auszusagen, auch Sirius sah mich schadenfroh an.
»Willst du mich leicht umbringen?«, fragte ich den Schwarzhaarigen und dieser zuckte nur mit seinen Schultern, sagte knapp: »Stell' dich nicht so an, liebe Phil.«, warum er von mir einen fiesen Blick bekam. Ich hielt den Becher in meiner rechten Hand, dann nickte ich in Richtung Sirius, fragte: »Hast du probiert?«, denn bei diesem Getränk handelt es sich eindeutig um zu viel Feuerwhiskey.
»Warum sollte ich? Ich weiß schon, was ich tue.«
»Mhm«, machte ich wenig überzeugt, dann forderte ich Remus auf, es zu probieren, denn dieser sah mich ebenfalls so an, als würde ich übertreiben.
Infolgedessen nahm er mir den Becher aus der Hand und mit zu viel Selbstvertrauen, mehr Vertrauen in seinen Freund Sirius Black, nahm er einen Schluck, obwohl er Feuerwhiskey an sich bereits hasste. Sogleich sich aber das Getränk auf seiner Zunge ausbreitete, verzog er sein Gesicht, was das Gefühl von Genugtuung in meinem Inneren aufflammen ließ. Wie eine warme Umarmung saß es in meiner Brust und ich hob eine Braue.
»Hm, zu stark?«, feixte ich, was Peter zum fies Auflachen brachte, während Remus an Sirius meinte: »Du willst Phil wirklich umbringen. Hier, jetzt trink deine tolle Eigenkreation«, forderte er seinen Freund auf, von seinem Mix zu trinken. Der dunkelhaarige Rumtreiber nahm ebenfalls einen Schluck von seinem Getränk, dann verzog auch er sein Gesicht, ging darauf nach hinten, wo er das Getränk zubereitet hatte. Er verglich zwei Flaschen miteinander, dann hörte man ihn aufseufzen, während er den Inhalt des Bechers auf einen weiteren aufteilte. Dazu kam dann irgendwas anderes hinzu und Sirius Black kam wieder zu uns zurück.
»Also, vielleicht kann es sein, dass ich neben Feuerwhiskey noch einen hochprozentigen Fruchtvodka hinzugemischt habe, also aus Versehen.«

Ach wirklich, aus Versehen?

Das fragte ich ihn jedoch nicht. Stattdessen nahm ich das neue Getränk an mich, das zweite bekam Remus, der seinen Kopf schüttelte.
»Ich mag Feuerwhiskey nicht...«, murmelte er, doch Sirius sagte knapp: »Du magst Phil, also hilf ihr mit Trinken.«
Ich wusste nicht, warum, aber der folgende fiese Blick von Remus in Sirius' Richtung kam mir eine Spur zu heftig vor. Auch Peters neckendes Grinsen war seltsam, so wie der scheinheilige Blick von Sirius. Klar, in diesem Moment wurde klar, dass ich absolut nicht die Schnellste war, wenn es um Zweideutiges ging, jedoch, in diesem Fall hätte ich es nicht verstanden.
»Ich hasse dich manchmal und jetzt ist einer dieser Momente.«
»Damit kann ich leben«, antwortete Sirius seinem Freund Remus, dann nahm zweiterer den Becher und begann zu trinken. Auch ich nahm meinen modifizierten Becher auf, der nun genießbar war, dann begann die Party langsam.
Die Mädchen und Longbottom erklärten mir, dass sie sich zu den Sofas setzten, während James zu uns kam. Auch dieser bekam ein Getränk, dann verhielt er sich ganz wie das Geburtstagskind, denn immer, wenn jemand vor der Tür stand, begrüßte er diejenigen. Wir anderen genossen einstweilen noch die Ruhe, die nicht lange wahrte, was jeder willkommen hieß.
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