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Eine Weihnachtsüberraschung

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Dr. von Gänseklein Emma Graf Duckula Igor
26.11.2020
25.12.2020
5
14.820
 
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26.11.2020 2.488
 
1.Advent



"Mister Igor! Mister Igor!" in voller Verzweiflung rannte Emma durch die nächst beste Wand um Mister Igor zu suchen.
Die Trümmer der Wand folgen durch den Raum, der Staub bedeckte sowohl Mister Igor und die Zeitung welche er gerade in Ruhe lesen wollte.
"Mister Igor! es ist einfach Schrecklich!"
In Stoischer Ruhe, schüttelte Igor den Staub von der Zeitung, reinigte mit einer Hand seine Kleidung und versuchte seine Lesebrille zu putzen.
Es war einfach ärgerlich, da hatte er mal Ruhe vor den beiden jungen Herren, und schon mußte Emma wieder seine Ruhe stören.
"Mister Igor!" sie blieb vor ihn stehen. "Mister Igor es ist einfach Schrecklich!"
"In Ordnung Emma. Könntest du mir jetzt auch noch sagen was denn so schrecklich ist?"
"Schrecklich!"
"Ja Emma, was ist schrecklich?"
"Was??"
Igor stöhnte, es wurde einfach nicht besser mit ihr.
"Was du so schrecklich findest?"
Emma hielt in inne und überlegte. Schließlich fiel ihr es wieder ein. "Unsere Kleinen, sie prügeln sich!"
"Es sind nicht unsere Kleinen, es sind unsere Herren!" verbesserte Igor. Dann überlegte er. Er konnte sich nicht vorstellen dass sich Graf Duckula und Vladimir prügelten. Sie waren wie "Pech und Schwefel" geworden, untrennbar. Seid Vladimir da war, war Graf Duckula merklich ruhiger geworden, kein verlangen nach Schatzsuche, wenig Reisen. Schon aus Rücksicht um Vladimir, der sich vor großen Reisen fürchtete.
Sie waren ein "Team" geworden… wenn es auch oft zu seinem Leidwesen war. Aber die Beiden sollten sich ernsthaft Prügeln?
Igor seufzte. "Also gut Emma, ich sehe es mir mal an was die jungen Herren so treiben."


Das Cape des Grafen lag in einer Ecke, der Graf selbst hatte nur ein Hemd an genau wie Vladimir, sie standen sich gegenüber.
"Du bist ganz schön stark geworden…" keuchte Vladimir. "Gut!"
Kurz darauf lagen sie wieder auf den Boden und ringten miteinander. Wobei es alles andere als Ernsthaft war, denn immer wieder fielen sie in albernes Kichern. "Du… du … bist auch stark."
"Ich glaube du wirst… mir ebenbürtig…" erst hatte Graf Duckula auf den Boden gelegen, mir einer geschickten Drehung des Grafen war es Vladimir der auf den Boden lag. "oder sogar besser!" verbesserte Vladimir.
"Ich hatte einen guten Lehrer!" entgegnete Graf Duckula.
"Dass will ich doch hoffen!"
Vladimir rollte sich von seinen Bruder weg.
Graf Duckula stand zufrieden auf. Und drehte Vladimir den Rücken zu. Vladimir machte einen Satz und wollte ihn anspringen, da duckte sich Graf Duckula so das Vladimir über ihn hinweg flog.
In gleichen Moment öffnete der Butler die Tür, Vladimir folg direkt vor seine Füsse. Den Kopf nach unten die Flossen über seinen Kopf, lag er um umgekehrt vor Igor und blickte aus diese Position zu Igor hoch. Vladimir grinste. "Sei gegrüßt Igor! ich muss sagen aus dieser Position, siehst du auch nicht hübscher aus."
Igor beute sich herunter um Vladimir hoch zu helfen. "Was ihre Position angeht so wirkt sie doch sehr Lächerlich." bemerkte er trocken.
Beide Duckulas richteten ihre Kleidung, Graf Duckula ging zu seinen Cape und band es sich wieder um.
"Emma hat mich her geschickt, sie meinte dass unsere jungen Herren sich Prügeln."
"Also ehrlich Igor sehen wir aus als hätten wir und geschlagen. Also wirklich Igor.Wir haben nur unsere Kräfte gemessen. Mehr nicht."
"Er macht sich wirklich Igor." bemerkte Vladimir. "Er ist jetzt bestimmt genauso stark wie ich, wenn nicht so stärker!"
Mit erhobenen Schnabel ging Graf Duckula an den Butler vorbei.
"Nun es ist erfreulich dies zu hören. Schließlich ist Mylord ein Vampir, wenn auch bedauerlicher weise ein Vegetarischer."
"Letztes habe ich überhört Igor." bemerkte Graf Duckula. "Ach Igor, kannst du mir sagen ob Emma meine Schokokekse und mein Kakao fertig hat? nach dieser Anstrengung habe ich Hunger."
"Nun um dies raus zu finden, sollten sie sich in die Küche begeben Mylord."

Emma hatte alles schon vorbereitet. Sie sah die Beiden streng an als sie rein kamen. "Ich dulde keinen Streit zwischen Euch!"
"Wir hatten keinen Streit Emma." Graf Duckula setzte sich an Tisch und stürzte sich auf Kekse und Kakao.
"Nein Emma, sie haben nur ihre Kräfte gemessen," versuchte Igor sie zu beruhigen. "es war nur eine kleine Balgerei unter ihnen."
Vladimir setzte sich neben seinen Bruder. "Jaaaa. Und dein Duckyputz wird immer stärker!"
"Oh… das ist schön!"
Graf Duckula machte angesichts der Lobes ein zufriedenes Gesicht.
Eine Weile blieb es Still, es war nur das zufriedene "mampfen" des Grafen zu hören. Vladimir überlegte.
"Sag mal Fridolin, was hältst du davon wenn wir zusammen Weihnachtskekse backen würden?"
"Hmm pfff nee?" mehr bekam der Graf mit vollen Schnabel nicht heraus.
"Es gehört sich nicht mit vollen Schnabel zu sprechen!" Emma war angesichts des ungebührlichen Benehmens etwas entrüstet.
Graf Duckula schluckte den Keks hinunter. "Nur du und ich?"
In Gleichen Moment kamen zwei Reaktionen von Seiten der Dienerschaft.
Von Butler ein lautes Stöhnen: "Oh nein… das darf nicht sein! das darf nicht sein!"
Von Emma ein Wehklagen: "Ihr wollt mich aus der Küche vertreiben? verjagen eure gute alte Emma!?"
Erst einmal kümmerten sich nicht um das jammern des Butlers. Vladimir wandte sich nur Emma zu. "Nein Emma, so habe ich es nicht gemeint. Ich meinte uns drei. Du, dein Duckyputz und ich! wir drei zusammen backen Weihnachtskekse! Das wird bestimmt ein riesen Spass!"
Igor stöhnte noch lauter.
"Wir drei?" Graf Duckula überlegte. "Ich denke… das ist eine tolle Idee! Super!" er strahlte.
"Aber Mylord! Weihnachtskekse backen auf Schloss Duckula!! dass… dass…" Igor fehlten die Worte, er rang mit seinem Händen.
"Schloss Duckula war immer ein Ort des Schreckens und der Qual! Weihnachten ist schon unmöglich für einen Duckula - aber dann auch noch Kekse backen! Mylord…"
"Mylord hat beschlossen dass wir Weihnachtskekse backen. Und was früher mit Schloss Duckula war interessiert mich nicht! ich will dieses Schloss zu einen Ort der Freude und Harmonie machen!" erwiderte Graf Duckula fest.
Igor stöhnte noch lauter, dann wandte er sich Vladimir zu. "Junger Herr! überlegen sie ihre Worte…"
"Hab ich doch!"
"… Weihnachtskekse! überlegen sie doch mal! sie können sie noch nicht mal Essen!"
"Stimmt! aber ich liebe den Geruch welchen sie Verbreiten wenn sie in Ofen backen - und wenn man sie raus holt!" Er zog dabei genießerisch die Luft ein, als könnte er die frischen Kekse schon riechen.
"Junger Vladimir, wenn es wenigstens Blutplätzchen wären!"
Graf Duckula verzog angewidert das Gesicht.
"Igor, in man nennt so etwas in der Medizin Blutplättchenund nicht "Plätzchen"! Und selbst wenn wir solche Backen würden - was ich nicht vor habe, könnte ich sie immer noch nicht Essen!" Er stand auf. "Also wir bleiben dabei, wir drei, Emma, Fridolin und ich werden Weihnachtskekse backen!"
"Prima!" bemerkte Graf Duckula zischen den bissen. "Freu mich darauf!"



Einige Tage später war der 1. Advent, Graf Duckula fand dass dies der richtige Moment war um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass alle nötigen Zutaten, in den nötigen Mengen, vorhanden waren. Erst einmal zogen Vladimir und Graf Duckula sich um, Kochschürze und Mütze waren jetzt angesagt, und nicht die normale Alltagskleidung. Auch wenn Emma nicht darauf bestanden hätten, dass "ihre kleinen Jungen" sich dafür richtig kleideten hätten sie es auch alleine getan.
Schließlich wollten sie eine Menge Kekse backen.
"Sag mal Bruderherz, warum so viel! dass kannst du nie und nimmer alles alleine Essen!" Vladimir band sich seine Schürze zu und blickte seinen Bruder an.
"Dass mein lieber Vladimir, habe ich auch nicht vor!" Graf Duckula sah ihn zwinkernd an.
"Äh… auch wenn die Antanasia etwas davon als Überraschung schickst… dass hattest du doch vor wenn ich dich richtig verstanden habe, wird es immer noch viel zu viel sein!"
"Du hast richtig verstanden, sie bekommt ein kleines Päckchen mit Keksen."
"Und der Rest?" Vladimirs Blick gegenüber seinen Bruder war mehr als Fragend. "du kannst doch nicht das ganze Jahr über die Weihnachtskekse essen - die werden ungenießbar."
Graf Duckula hob ein Finger wie zur Belehrung. "Oh… nein… weiss du Vladimir. Du hast mir doch von dieser Deutschen Tradition erzählt, welche man an 6 Dezember macht."
Vladimir nickte. "Nikolaustag, wo man den Leuten eine Überraschung in den Schuhen steckt. Wegen den Heiligen Nikolaus der die Armen beschenkt hat."
"Richtig!" Graf Duckula drehte sich herum. "… und genau dass habe ich mit den vielen Keksen vor. Ich will damit der Dorfbevölkerung eine Überraschung machen" und ja…ich will in der Nacht von 5. zum 6. Dezember von Haus zu Haus schleichen und jeden ein kleine Keksüberraschung vor die Tür legen."
Als Igor dies hörte stieß er einen Schrei des Entsetzens aus, packte seine Tageszeitung und verließ schimpfend den Raum.
"Mylord! ich will kein Zeuge von diesen Unwürdigen Schauspiel sein! ich setzte mich in Salon und beschäftige mich mit erfreulicheren Dingen!"
dann fügte er hinzu. "…als erstes werde ich die Todesanzeigen durchlesen."
Vladimir und Graf Duckula blickten ihn Schulterzuckend hinterher. "Jeden dass seine.."
Dann wandten sie sich wieder ihr Vorhanden zu, Vladimir schnaufte bei den Gedanken. "Na dann - gute Nacht! Da haben wir den ganzen Tag zu tun."
"Sooo ist es mein lieber Bruder!"
"Okay… wie du meinst Brüderherz…"
Emma war schon voller Aufregung...



In der letzten Zeit hatte Vladimir den Beiden ein Deutsches Weihnachtslied beigebracht, was sie nun, da die passende Gelegenheit dazu war, bei der Arbeit anfingen mit voller lautstark zu singen:

"In der Weihnachtsbäckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei"


Bei diesen Text. lehnten sich die Brüder gegeneinader. Emma Stimme war "etwas" Schräg. Duckulas von Rumänischen Akzent durchsetzt, nur Vladimir sang in klarsten Hochdeutsch. Zusammen gaben sie ein durchaus interessanten Trio dabei ab.

"Wo ist das Rezept geblieben
Von den Plätzchen, die wir lieben?"
"Wer hat das Rezept
Verschleppt?"
dieser Zeile durchwühlte Graf Duckla das Kochbuch.
„Ich nicht“ entgegnete Vladimir. „Du vielleicht?“
„Ich auch nicht“ Graf Duckula zuckte mit den Schultern.


"Na, dann müssen wir es packen
Einfach frei nach Schnauze backen
Schmeißt den Ofen an"
Emma "oh ja!"
"Äh Emma… bevor du was flasch verstehst. Das heißt einfach dass du den Ofen Anschalten sollst." bemerkte Graf Duckla leiser… und dann lauter
"Und ran!"

"In der Weihnachtsbäckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei"

Nun setzte Vladimir ein:
"Brauchen wir nicht Schokolade,
Zucker, Honig und Succade
Und ein bischen Zimt?"
Graf Duckula "Das stimmt."

Die Brüder rührten den Teig zusammen.
"Butter, Mehl und Milch verrühren
Zwischendurch einmal probieren"
"Und dann kommt das Ei"
Graf Duckula wollte ein Ei öffnen und rein werfen, was nicht so ganz gelang.
"Vorbei."

"In der Weihnachtsbäckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei"


Als der Teig fertig war, ging der Text weiter.
"Bitte mal zur Seite treten,
Denn wir brauchen Platz zum kneten"
Emmas Einsatz.
"Sind die Finger rein?"
Sie kontrolierte die Finger von den Brüdern.
"Du Schwein!"

Weiter in Text.
"Sind die Plätzchen, die wir stechen,
Erstmal auf den Ofenblechen,
Warten wir gespannt
Verbrannt."
(was sie zum Glück nicht waren).


"In der Weihnachtsbäckerei
Gibt es manche Leckerei
Zwischen Mehl und Milch
Macht so mancher Knilch
Eine riesengroße Kleckerei.
In der Weihnachtsbäckerei
In der Weihnachtsbäckerei"


"Puuuhh!" Graf Duckula starrte auf die Masse an Keksen die sie gebacken hatten. Tatsächlich hatten die "Knilche" also er und Vladimir in der Küche ein ziemliches Chaos hinterlassen. Als Emma sich umsah fing sie an zu jammern.
Auch Vladimir begutachtete das Durcheinander in der Küche. "Ich würde vorschlagen, wenn die Kekse abgekühlt ist, erst einmal die Küche zu reinigen…"
"Du meinst doch nicht etwa… dass wir?" began Graf Duckula. Doch Vladimir unterbrach ihn indem er ihn freundschaftlich auf die Schulter klopfte.
"Keine Angst du sollst sie nicht alleine reinigen, wir sind zu dritt! da geht es schnell!"
"Schnell? bei Emma? wenn sie aufräumt dann…" er gestekulierte wild mit den Händen.
"Vielleicht ist es dann umso besser wenn wir dabei bleiben Bruderherz."
"Ohje… da hast du wohl recht…"
Also räumten sie die Küche nach den Backen noch auf, und waschten das Geschirr ab. Emma war mehr als begeistert von ihren kleinen Jungs.
Vollkommen aus den Häuschen wollte sie davon Igor berichten. "Mister Igor! unsere Kleinen…"
Doch dieser lag schnachend auf den Sofa, ein Buch über den Kopf gelegt und schlief.
Graf Duckula trat zu ihn las den Ttel des Buches was Igor gelesen hatte "Flüche und Verdammnis".
"Oh wie Nett… nettes Einschlaflektüre."
Angewidert legte er es weg und stellte sich vor Igor. "Igor…IGOR! Aufwachen du Schlafmütze!"
Igor öffnete erst ein Auge dann dass Andere. "Oh Mylord… sie sind es nur… ich habe gerade geträumt ich hätte einen richtigen Vampir erschaffen…"
"Sie sind es "nur" … oh wie nett… wie freundlich…" Graf Duckula stemmte die Hände in die Hüften. "Ich bin es - dein Herr! dein Boss! ich wollte dir nur sagen, dass wir mit den Kekse backen fertig sind."
Igor stöhnte. "Ja… man kann es riechen. Dieser wiederliche Duft nach frischen Keksen."
Graf Duckula stöhnte. "Okay Igor… okay. Ich werde dir jetzt einen Auftrag geben."
Igor richtete sich umständlich auf. "Was wünschen Mylord?"
"Mylord wünschen, dass du gleich Morgen früh runter in Ort gehst und Geschenkpapier und Schleifenband kaufst."
"Geschenkpapier, Schleifenband, ich? oh Mylord sie können doch nicht verlangen, dass ich so etwas einkaufe?"
"Und ob ich dass kann. Schließlich kann weder ich noch Vladimir hinuter gehen, ohne dass alle schreiend weg laufen Und wenn du dich dazu nicht in der Lage siehst, dann nehme Emma mit. Obwohl…" er legte denFinger an Schnabel und überlegte. "… ich glaube es ist überhaupt besser wenn du Emma mit nimmst. Wer weiss was du sonst kaufst?"
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