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GZSZ Katrin und Anni

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Andrea "Anni" Brehme Katrin Flemming-Gerner
25.11.2020
30.11.2020
6
4.631
1
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25.11.2020 1.601
 
Hallo ich grüße euch liebe LeserInnen,
das ist meine erste Fanfiktion Story die ich hier veröffentliche. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass sich diverse Grammatik- und Rechtschreibfehler in dem Text verstecken werden. Wenn ihr sie findet, seht darüber hinweg. Die machen nichts, die wollen nur spielen. ***grins**

GZSZ , die Charaktere Anni und Katrin gehören mir nicht. Nur meine Gedanken dazu.


Part Katrin & Anni

„Ich stehe zu meinen Gefühlen Katrin. Wie sieht es bei dir aus?“

Mit diesem Satz hatte ich sie in die enge getrieben. Ich konnte es in ihren Augen, ja an ihrer ganzen Körperhaltung erkennen. Herausfordernd sah ich Katrin an. Es war so klar zu deuten was in ihr hervor ging. Die Augen unsicher doch fest in meinen. Die Lippen ein wenig offen, doch es kam kein Ton. Diese Situation, dieses Gespräch mochte die taffe Geschäftsfrau überhaupt nicht. Ich habe ihr quasi die Pistole auf die Brust gesetzt. Der Moment in der sie ihre Gefühle für mich zu gibt oder sie vehement abstreitet. Katrin musste doch auch in der Zwischenzeit erkennen, dass es weit über einen Flirt mit uns hinaus ging.
Da sind jetzt Gefühle im Spiel. Nicht mehr mit nur Geilheit rechtzufertigen.

„Ich brauche zu nichts zu stehen, Anni.“, kommt es abwehrend von ihr.
„Nicht?“ schaue ich sie erstaunt an.
Ihr Blick geht zur Tür.
„Herein“
Höre ich da einen Tonfall von Erleichterung, dieses Gespräch nicht mehr weiter führen zu müssen? Die Tür öffnet sich. Genervt drehe ich mich um.
Eine Mitarbeiterin, Nina, steht in der Tür. Katrin lächelte sie an.
„Was gibt es Frau Ahrens?“
Frau Ahrens sieht etwas unschlüssig aus und zögert, als ob sie ahnen würde dass
sie in was wichtiges geplatzt ist. Ich bestätige auch gleich ihr Gefühl, in dem
ich etwas harsch ihr mitteile dass wir in einem wichtigen Meeting sind.
Bevor Katrin reagieren kann ist Nina schon wieder verschwunden.
„Was sollte das eben Anni? Du kannst nicht einfach so mit meinen Mitarbeitern umgehen.“ kommt es verärgert von ihr.
„Doch kann ich wie du eben gesehen hast.“ grinse ich sie an.
„Wenn es etwas wichtiges war u...“
„Moment was soll denn wichtiger sein, als unser Gespräch ?“ falle ich Katrin in den Satz ein.
Diese Frau erstaunt mich immer wieder. Sie versucht es auf biegen und brechen mir keine Antwort auf meine Frage zu geben. Ihre Hände sind an ihren Schläfen, der Blick gesenkt, laut atmet sie aus.
„Anni das Gespräch ist hiermit beendet. Ich habe dir alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt. Es war schön mit dir, 2 mal sogar. Es hat mir gefallen. Neugier befriedigt, und das war es.“
Sieht sie mich wieder an. Ihre Stimme ist ungehalten. Ich stütze mich mit meinen Händen am Schreibtisch vor ihr ab und beuge mich mich vor. Sehe sie intensiv an - wohl zu intensiv – denn Katrin windet sich unter meinem Blick. Sie weiß, dass das was sie mir eben an den Kopf geworfen hatte, nicht der Wahrheit entspricht. Ihre Augen weichen der meinen aus. Sie möchte aufstehen, doch bevor sie es tut erwidere ich in einem gereizten Ton

„Wem willst du diese Geschichte verkaufen? Denn du und ich wissen ganz genau dass du mich anlügst. Du empfindest auch etwas für mich. Gestehe es dir endlich ein Katrin.“ fordere ich mit Nachdruck.
Mit Zorn in den Augen sieht sie mich an.
„Raus aus meinem Büro. Ich will dich für heute nicht mehr in meinem Blickfeld haben.“ sagt sie in einem reservierten und kaltem Ton.
Ungläubig schaue ich sie an. Das hat sie jetzt nicht wirklich gesagt. Ich schüttel meinen Kopf immer noch ungläubig. Bevor ich noch was erwidern kann
kommt von ihr ein leises und gefährliches „Raus jetzt, bevor ich dir die Kündigung hinterher werfe.“
Ok, ich habe es verstanden. Mit schnellen Schritten bin ich an der Tür. Ohne mich noch einmal umzudrehen öffne ich sie und haste hinaus. Die geschlossene Tür in meinem Rücken fahre ich mir übers Gesicht und atme laut aus. Scheiße, wie ist dass denn gelaufen?? So hatte ich mir das Gespräch nicht vorgestellt. Das ich Katrin jetzt dermaßen in die Ecke damit getrieben habe, und sie sich so dagegen wehrt, ihre Reaktion, hatte ich nicht mit eingeplant. Doch bei näherer Betrachtung passt es genau zu Katrin. Hatte ich es doch vorher schon das ein oder andere mal mitbekommen. Doch jetzt betrifft es mich und das tut weh. Wie kann ich das wieder gerade biegen? Am besten halte ich mich an ihre Vorgabe, und komme ihr für heute nicht mehr unter die Augen.


Es ist jetzt 3 Uhr. In 3 Stunden beginnt mein Start in den Tag, dass heißt wenn ich nicht vorher noch einmal eingeschlafen bin. Die ganze Nacht über liege ich schon wach. Meine Gedanken kreisen um das Gespräch mit Katrin. So hätte es nicht ausgehen dürfen. Mein Verhalten ihr gegenüber musste sie schlichtweg als Bedrohung wahrnehmen, so wie ich in ihren persönlichen Raum hinein gerammt bin. Das hätte ich auch charmanter tun können. Das sie jetzt so abweisend mir gegenüber reagiert, ist doch auch klar. Nur die Frage ist, ob Katrin ihre Abwehr aufrecht hält. Es kann durchaus möglich sein, dass sie das ganze zwischen uns endgültig als abgehakt erklärt. Oh man, die eigenen Gefühle derjenigen zu verleugnen in der man verliebt ist, es als Freundschaft zu Hand haben, diese Denkweise, habe ich schon hinter mir. Mit meiner Ex, Jasmin. Katrin´s Tochter. Das muss man sich mal vorstellen. Ich stehe auf die Mutter meiner Exfreundin. Doch es ist mir ernst mit Katrin, so ernst, dass ich die Fehler mit Jasmin nicht mehr wiederholen werde. Na und, dann ist sie halt älter als ich.
Hatte sie bei Till auch nicht gestört letztendlich. Mein Gott, wo die Liebe hinfällt und wenn sie auf einen Misthaufen fällt. Meine Augen werden groß.
Habe ich eben das Wort „Liebe“ verwendet? Katrin und ich, Liebe? Nein, innerlich schüttel ich den Kopf. Das war nur so dahin gesprochen, als Vergleich mit Katrin und Till. Puh gerettet, Gedanken beruhigt, alles ok. Es kann weiter gehen und schon klingelt der Wecker. Ohh manchmal wünsche ich ihm einen grausamen Tod. Also voller Enthusiasmus, sprich ich bleibe liegen, versuche ich mich zu überreden doch noch aufzustehen. Es sind harte Diskussionen die ich mit mir führe. Dann stelle ich mir Katrin´s Gesicht vor wenn ich zu spät komme und schon fliege ich fast aus dem Bett. Ok, Kaffee trinken, Körperpflege betreiben und anziehen. Fertig bin ich für den Tag. Na ja äußerlich, innerlich bin ich noch im Schlafmodus. Meine Augenringe sind Zeuge. Nützt ja alles nichts, ich muss ins Büro. Die Arbeit ruft, obwohl von mir aus kann sie gerne länger rufen. Ich ziehe Ohropax an und gut ist. Katrin´s Gesicht erscheint vor mir und schnell verwerfe ich diesen Gedanken wieder. Ich hänge an meinem Leben. Mit einem mulmigen Gefühl laufe ich in Richtung KFI. Ob Katrin schon da ist? So wie immer eigentlich. Vielleicht zeigt Katrin´s Gesicht bzw. Augen, dass sie auch eine Nacht hinter sich hat, die den Begriff „erholsam“ nicht verdient hat.

So da wäre ich. Als ich mich gerade an meinen Arbeitsplatz hinsetzen will ertönt mein Name. Nina kommt lächelnd auf mich zu.
„Hey Anni, guten Morgen. Du sollst sofort wenn du da bist zu Frau Flemming ins Büro kommen.“
Zweifelnd sehe ich sie an. „Was ist denn so wichtig, dass ich noch nicht einmal meinen Arsch auf den Stuhl bringen kann?“
Zögernd zieht Nina ihre Schultern hoch.
„Vielleicht hast du was schlimmes angestellt, wie z.B. ihr Kleid nicht rechtzeitig aus der Reinigung abgeholt.“ kommt es grinsend von Nina
„Ja und das ohne offiziellen Auftrag von Katrin, klar.“ erwidere ich lachend
„Nun dann frage ich mich warum ich dann noch hier stehe.“
Du hältst mich von der Arbeit ab.“ sage ich ernst gespielt
Nina lacht und zeigt mit ihrem Daumen nach hinten wo sich Katrin´s Büro befindet.
Zögernd klopfe ich an ihre Tür.
„Herein.“ Ein neutral gemischt mit Kälte geprägtes Wort
Katrin weiß dass ich es bin. Das wird ein Spaß...todesmutig trete ich ein.

„Hallo Anni setz dich doch, es geht um die Stiftung.“ kommt es professionell von ihr
Ich komme der Aufforderung nach und setze mich ihr gegenüber hin. Eine Distanz liegt zwischen uns. Der Schreibtisch beschreibt das ganz gut der uns trennt.
Neutral schaue ich sie an und frage Katrin um was es geht.
„Es geht um die Location für unsere Spendengala.“
„Tut es nicht das Mauerwerk?“ frage ich Katrin irritiert
„Das hatte bis jetzt doch auch die ganze Zeit gereicht.“
„Ja, aber dieses mal nicht Anni. Es geht um viel, und da tut es nicht das rustikale Mauerwerk mit seinen Techno-Klängen.“
„Chris legt bestimmt auch was anderes auf.“ sage ich ihr mit einem Anflug von einem lächeln
Doch dieses lächeln wird eiskalt durch Katrin´s professionellen Blick nieder geschmettert. Versöhnlich hebe ich die Hände.
„In Ordnung ich suche ein anderes Ambiente. Wann ist die Spendengala?“
„In 3 Wochen.“
„Ok, ich kümmere mich darum. Sonst noch was?“
„Das war es, du kannst gehen.“ kommt es im entlassenen Tonfall

Nach 3 Wochen. Dieser letzte Satz den Katrin im Büro entgegen gebracht hatte „Du kannst gehen“, ich habe nicht damit gerechnet, das er als endgültig zu verstehen war. Jedenfalls war Katrin der Meinung gewesen.
Doch ich wäre nicht Anni, wenn mich das beeindrucken würde und habe mich dafür eingesetzt sie davon abzubringen. Doch Katrin wäre nicht Katrin, wenn sie ihre Überzeugung nicht durchsetzt. So musste ich schließlich einsehen, dass sie den stärkeren Wille hatte ihre Haltung durchzusetzen. Ich musste mich dem beugen.

Und jetzt als ich wirklich gecheckt habe, dass das mit uns nichts mehr wird, habe ich beschlossen meinen Überzeugungen zu folgen.
Ich verlasse Berlin und mache Musik. Tschüss.



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