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Chroniken der Unterwelt

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Aki Izayoi / Akiza Izinski Crow Hogan Jack Atlas Rua / Leo Ruka / Luna Yusei Fudo
25.11.2020
04.03.2021
13
43.537
 
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25.11.2020 1.560
 
Edit: Ich habe das erste Kapitel jetzt etwas verändert und nach und nach wird das auch mit den anderen Kapiteln passieren. Danke auch an Kary Chairqueen für ihre hilfreichen Tipps!

Kurze Legende:
"..." spricht
<...> denkt

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Mein Name ist Yusei Fudo und ich bin 28 Jahre alt. Vor acht Jahren habe ich meine Heimatstadt Neo Domino City zusammen mit meinen Freunden vor einem Mann namens ZONE gerettet. Seither ist viel passiert. Ich habe zwei Doktortitel im Bereich Physik und Ingenieurwesen erhalten und bin Leiter der Reaktoranlage, welche ich selbst mitentwickelt habe.

Auch meine Freunde haben in den letzten Jahren einiges erreicht. Jack Atlas ist einer der besten Duellanten in der weltweit bekannten Duell-Liga „Riding Ace“. Unser Sandkastenfreund Crow Hogan wird dort in zwei Monaten ebenfalls eintreten. Bisher hat er in Amerika mit seinem Team Turboduelle in einer anderen Liga gespielt. An seiner Stelle wird nun Leo dem Team beitreten. Er und seine Zwillingsschwester Luna haben die letzten acht Jahre in England mit ihren Eltern verbracht. Und dann gibt es da noch Akiza Izinski. Vor zwei Jahren hat sie in Deutschland mit nur 24 Jahren ihren Doktortitel in Medizin mit Bestnoten erhalten. Seitdem arbeitet sie als Kinderärztin im Krankenhaus hier in Neo Domino City. Seitdem sind wir in einer Beziehung, und zu unserem zweijährigen Jubiläum vor sieben Wochen habe ich ihr einen Antrag gemacht. Jetzt lebe ich mit meiner wunderschönen Verlobten in unserer Eigentumswohnung in einer ruhigen Gegend. Von unserer Dachterrasse aus hatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt. Es hätte nicht besser sein können. Ich war unheimlich glücklich und schon in weniger als zwei Wochen war es endlich soweit und aus meiner bezaubernden Verlobten würde meine schöne Frau. Mein Glück war perfekt. Ich liebe sie mehr als ich es mir je zu träumen gewagt hätte.

*---*

Auf dem Heimweg vom Fortune Reaktor fuhr ich mit meinem D-Wheel über den Highway. Es war ein sonniger Tag und ich genoss den Wind in meinem Gesicht und das Gefühl der Straße unter meinem Motorrad. Nach einer Weile bog ich in die Einfahrt zur Garage des Hauses und stellte es ab. <Ob sie schon zuhause ist?> Es war schon 19 Uhr und wieder war ich zu lange auf der Arbeit beschäftigt. Schnell ging ich die Treppe von der Garage zu unserer Wohnung hinauf und hielt vor der Tür kurz inne. <Ich hoffe, sie ist nicht zu sauer>

Ich schüttelte leicht den Kopf und schloss die Tür auf. Automatisch trat ich ein und legte den Schlüssel in die Schale auf der kleinen Anrichte neben der Tür, die ich sogleich zuzog. Der Flur war zum Wohnzimmer hin offen und die Abendsonne erhellte den ganzen Raum. Neben mir sah ich die Schuhe meiner künftigen Frau und lächelte. Sie war also Daheim. Ich ging den Flur entlang, doch im Wohnzimmer angekommen war sie nicht. Dann lief ich am Sofa vorbei, durch die offene Tür zum Arbeitszimmer und da stand sie: grübelnd vor ihrem Regal, in ihrer weißen Bluse und dem kurzen, schwarzen Rock mit einem Buch in der Hand, ihre langen roten Haare hochgesteckt und bemerkte mich nicht.

Ich schmunzelte und ging leise auf sie zu. Dann legte ich meine Arme zärtlich von hinten um ihre Taille, was sie kurz hochschrecken ließ. Sie drehte sich in meinen Armen zu mir um und musterte mich argwöhnisch. <Oh je, vielleicht ist sie doch sauer>. Ich versuchte schnell die Wogen zu glätten und lächelte sie an. „Entschuldige ich bin spät“ sagte ich. Zu meiner Erleichterung lächelte nun auch sie mich an und antwortete „Schon ok, ich bin erst vor 20 Minuten nach Hause gekommen.“

Ich gab ihr einen kurzen, sanften Kuss auf ihre weichen Lippen. „Hast du Hunger?“ fragte ich.

Unschlüssig wanderten ihre bernsteinfarbenen Augen kurz zu ihrem Buch ehe sie mich wieder ansah. „Ja aber ich muss mich noch auf die Operation morgen vorbereiten“.

„Dann hol ich dich, wenn ich fertig bin“ sagte ich mit einem Lächeln und gab ihr erneut einen flüchtigen Kuss ehe ich meine Arme von ihr löste und zurück ins Wohnzimmer und dann in die Küche ging. Dort angelangt, schälte und schnitt ich das Gemüse und warf es zusammen mit dem gekochten Reis in die Pfanne. Ich war mir sicher, dass sie heute wieder nichts gegessen hatte, weil sie so in ihre Arbeit vertieft war.

Während das Essen in der Pfanne vor sich hin briet, deckte ich den Tisch und widmete mich dann wieder dem Herd. Nach kurzer Zeit war ich fertig und richtete unser Abendessen an, bevor ich wieder zu Akiza ins Arbeitszimmer ging. In der Tür blieb ich kurz stehen und beobachtete sie noch für einen Moment. Sie brütete über ihrem Buch und machte sich Notizen. Sie sah süß aus so wie sie dort nachdachte und den oberen Teil ihres Stifts gegen die Lippen tippte um dann weiterzuschreiben.

Ich lächelte erneut „Das Essen ist fertig“. Anscheinend hatte sie mich nicht bemerkt, denn sie schreckte kurz hoch und sah mich an. „Musst du dich denn immer so anschleichen?“ kicherte sie, schrieb ihren Satz noch zu Ende und folgte mir in die helle Küche mit dem großen Tisch. „Das sieht lecker aus!“ und ihre bernsteinfarbenen Augen glänzten.

Ich lachte. „Du hattest zum Mittag sicher wieder nur ein Sandwich richtig?“ Ertappt. Sie hatte einfach keine Zeit um sich eine Pause zu gönnen die länger als zehn Minuten dauerte. Wie oft tadelte ich sie deswegen eigentlich schon? Ich seufzte und wir setzen uns.

„Jack hat sich heute gemeldet“ sagte ich beiläufig. Das ließ sie verwundert aufblicken. Jack rief nur sehr selten an, da er als Profiduellant in Amerika sehr beschäftigt war, also rechnete ich schon mit ihrer Antwort „Was wollte er denn?“

„Er hat nur nochmal betont, dass er erst am Freitag vor der Hochzeit ankommen wird. Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll, schließlich hat er uns das schon geschrieben“ antwortete ich mit einem Schulterzucken.

„Hm, da ist doch was im Busch. Vielleicht will er sich ja vorher heimlich mit Carly treffen“.

Ich lachte. „Versuchst du immer noch sie zu verkuppeln? Jack hat doch schon gesagt, dass er sie aus der Öffentlichkeit raushalten will. Du kennst ihn doch, was seine Gefühle betrifft“.

„Ja aber er liebt sie auch, da bin ich mir sicher. Carly wartet bis heute noch auf ihn und langsam bricht es mir das Herz!“ grummelte sie.

Ich schüttelte nur leicht den Kopf. Diese Diskussion konnte ich nicht gewinnen. Jack war schon immer ein Einzelgänger und hatte Schwierigkeiten tiefere Beziehungen zu knüpfen. Ich glaube aber, dass er nicht viele davon brauchte um glücklich zu sein. Aber auch mir fiel damals auf, dass er mehr für sie empfand als nur Freundschaft, aber er hatte Angst sie zu verletzen. Deswegen distanzierte er sich und flog ans andere Ende der Welt. Ich versuchte das Thema zu wechseln „Hat dir Misty schon erzählt, dass sie Kalin gefragt hat?“

Sie schmunzelte „Sicher doch, das wurde langsam auch Zeit. Die Beiden pendelten doch schon die ganze Zeit um sich zu besuchen. Endlich machen sie es offiziell, auch wenn ich es wirklich lustig finde, dass Kalin sich nicht getraut hat!“

„Ja, sonst hat er auch in jeder Hinsicht die Zügel in der Hand, aber bei Misty wird er zu einem ganz anderen Menschen“.

Unser ehemaliger Anführer des Team Satisfaction hatte sich wirklich verändert. Er leitet jetzt seit neun Jahren seine eigene Stadt und schien sich damit eigentlich erfüllt zu fühlen. Die Sache mit Misty ging nun schon ein paar Monate, aber er traute sich nie sie zu fragen und es fest zu machen. Gestern rief er mich an und erzählte mir, dass Misty diesen Part übernommen hatte. Ich freute mich wirklich für ihn.

Akiza riss mich mit ihrer Stimme aus meinen Gedanken „Sag mal, wann wollten Leo und Luna eigentlich ankommen?“

Ich überlegte kurz, was die Zwillinge in ihrer Antwortkarte schrieben. „Sonntag, und Crow wollte Dienstag hier sein“.

Sie lächelte „Ich freue mich so, endlich mal wieder alle zu sehen! Es ist wirklich eine Ewigkeit her, seit das Team 5D’s wieder vereint war“.

Das stimmt, seit unserem Abschied vor fast acht Jahren haben wir nie die Gelegenheit gehabt alle wieder zusammenzutrommeln, aber wir hielten stets Kontakt zueinander.

Als wir fertig waren, räumte ich noch ein wenig auf, während Akiza sich wieder zurückzog, um weiterzuarbeiten. Nur noch ein paar Tage, dann hatten wir Urlaub und endlich wieder mehr Zeit füreinander. Bis dahin kosteten wir sie aus, wenn wir nicht gerade in die Arbeit vertieft waren. Als ich fertig war, nahm ich meinen Laptop, setzte mich in den Sessel im Wohnzimmer und arbeitete an meinem Programm für unsere D-Wheels weiter. Es war mehr eine Beschäftigung, als eine Notwendigkeit. Ich war so vertieft, dass ich die voranschreitende Zeit kaum bemerkte, da legten sich zarte Arme sanft um meine Brust und ich spürte ihre weichen Lippen an meinem Hals. Genießend schloss ich kurz meine Augen und schmunzelte, klappte den Laptop zu und drehte mich zu ihr. „Fertig?“ fragte ich. Sie schenkte mir ein Lächeln, gab mir einen zärtlichen Kuss und wir zogen uns zurück.


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Ich hoffe das erste (kurze) Kapitel hat euch gefallen, ich hab noch nie eine Geschichte geschrieben aber ich versuche jede Woche ein, zwei neue Kapitel hochzuladen. Der ursprüngliche Plan war einen Manga zu zeichnen, aber erst muss die Geschichte stehen, mal sehen wie lange ich dafür brauche ;)

DANKE fürs Lesen und lasst mir doch eine Rückmeldung da!
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