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Freedom

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Rin Matsuoka Sousuke Yamazaki
24.11.2020
13.01.2021
4
13.008
10
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24.11.2020 2.702
 
Freedom - Part 1


Die Nationalmeisterschaft...was Sousuke damals schon wegen seiner Schulter abgeschrieben hatte, erlebte er gerade live mit. Natürlich musste er nach seiner Operation einiges aufholen, aber nun war der Schmetterlingsschwimmer endlich bereit. „Hast dir ganz schön viel Zeit gelassen“, meinte eine bekannte Stimme plötzlich etwas weiter weg und Sousuke drehte sich schmunzelnd um, denn verdammt hatte er diesen Kerl vermisst.
Scharfe Zähne funkelten ihn in einen altbekannten, selbstsicheren Grinsen entgegen, während in seinen roten Augen ein lebhaftes Feuer loderte. „Wir wären uns schon viel früher im Wasser begegnet, wenn du nicht ständig das Land verlassen würdest“, antwortete Sousuke gelassen, denn an dieser Eigenschaft von Rin hatte sich nichts verändert. Er ging und blieb, wie es ihm gefiel.
„Kannst nächstes Mal ja mitbekommen, wir beide wissen, dass du nicht nur nach Japan gehörst“, schoss Rin munter zurück und nickte kurz zum Eingang des Hotels, „Schätze, du bist für die Meisterschaft auch hier im Hotel untergebracht? Lass uns in eines der Zimmer weiterreden, ich hab stundenlang in einem Flugzeug gesessen und mein Rücken bringt mich um“.
Sousuke nickte nur, warf beim hineingehen allerdings ein Arm um die Schultern seines Freundes „Dein Rücken? Zu viel trainiert oder zeigt sich einfach nur schon das Alter?“. Für den Scherz fing er sich sofort einen kleinen Stoß mit den Ellbogen in die Rippen ein, selbst wenn Rin grinsen musste, „Wenn es das Alter wäre, müsstest du es ja zuerst mitbekommen. Außerdem wissen wir beide….Oh, hey Haru!“.
Damit verschwand sein bester Freund unter seinem Arm und Sousuke beobachtete, wie er zur Rezeption ging. Dort stand natürlich Haruka, dessen Augen direkt ihren Weg zu Rin fanden. Eine weitere Tatsache, die sich wohl nicht verändert hatte. Die Beiden waren wie zwei Satelliten, gefangen in derselben Umlaufbahn. Sousuke würde es mittlerweile nicht mehr wundern, wenn Rin und Haruka sich zufällig am Nordpol über den Weg liefen. Egal wann, egal wie unwahrscheinlich – die Zwei hatten eine sehr eigene Verbindung zueinander.
„Gut zu wissen, dass er nicht nur mir wegrennt. Wenn es darum geht, scheint wohl nur Haruka zu wissen, wie man den Kerl an der Angel hält“, ertönte eine weitere Stimme und Natsuya tauchte neben ihm auf, was Sousuke zu ihm schauen ließ. Der ältere Kirishima-Bruder war damals nach der Meisterschaft ebenfalls mit Rin nach Australien zurückgekehrt, wo sich dessen Trainer doch noch zu einem vorübergehenden Training überreden lassen hatte.
„Na, wie geht’s? Hab gehört, mit deiner Schulter ist alles wieder in Ordnung“, fuhr Natsuya fort, worauf sich ein kleines Lächeln auf Sousukes Lippen zog, „Ja, alles bestens. Und Rin machte schon immer das, was er gerade will. Daran wird sich auch nie was ändern, also gewöhn dich besser daran“. Rin war frei und das musste er sein. Sousuke wusste dies wahrscheinlich besser, als jeder andere. „Ach ja?“, meinte Natsuya nur leicht nachdenklich und grinste dann, „Ich glaube bei so einem Sturkopf, muss man einfach nur hartnäckig sein“.
Damit ging der andere Schwimmer ebenfalls zur Rezeption, wo Rin sich direkt hörbar beschwerte, als Natsuya bei der Begrüßung seinen Unterarm gelassen aus dessen Schulter legte.  
Hartnäckigkeit...dies hatte Sousuke schon lange hinter sich.

Rin zischte, als Sousuke versehentlich zu fest in die zarte Haut seiner Halsbeuge biss. Sofort ließ er seine Zunge über die betroffene Stelle wandern, gefolgt von einem sanften Kuss. Der Rothaarige hatte offensichtlich kein Problem mit seinem Ausrutscher, so wie sich seine Hände in Sousukes Haare festkrallten und ihn näher zu sich drückten. Aber der Schmetterlingsschwimmer bemerkte selbst in diesem lustvollen Gefühlschaos, wie Rin besonders an den Oberschenkeln auf seinem Schoß leicht zitterte.
Sousuke war gerade erst in ihm eingedrungen und wusste es besser, jetzt irgendetwas zu überstürzen. Völlig egal, wie sehr Rins Wärme ihn geradezu dazu einlud. „Sousuke...“, streifte dann dessen Stimme über sein Ohr, als ob sie seine Selbstbeherrschung nochmal zusätzlich auf die Probe stellen wollte. Der anfängliche Schmerz hatte Rin immerhin noch nie davon abgehalten, seinem Verlangen trotzdem ungeduldig hinterherzujagen.
Sousuke festigte demnach seinen Griff an den Hüften seines besten Freundes, als der Rothaarige sich einmal auf seinem Schaft auf und ab bewegte. „Du bist zu ungeduldig“, raunte er Rin entgegen und schmunzelte, als er unter seinen Lippen einen leichten Schauer spürte. Der andere Schwimmer überprüfte mit einer kleinen Bewegung wie ernst Sousuke seinen Griff an seiner Hüfte meinte, bevor seine Antwort zu hören war, „Du bist zu vorsichtig“. Sousuke ließ sich nur zu gern in den darauf folgenden Kuss zerren, zügelte zumindest hier nichts von seinem eigenen Verlangen.
Er forderte direkt Einlass mit seiner Zunge und ließ eine Hand über Rins Oberkörper wandern. Vorbei an den deutlichen Konturen seiner Bauchmuskeln, bis hoch zur einer erregten Brustwarze. Rin keuchte etwas in den Kuss hinein und biss ihn dann spielerisch in die Unterlippe, „Wenn ich eines nicht vermissen werde, dann deine verdammte Angewohnheit mich hinzuhalten“. Sousukes Mundwinkel zuckten nach oben, während er mit der anderen Hand nun auch ein wenig locker ließ, „Du müsstest überhaupt nichts vermissen, wenn du einfach hier bleibst. Warum hast du dich umentschieden?“.
Rin spürte seinen wiedergewonnenen Freiraum sofort und erhob sich erneut von Sousukes Schaft, was beiden kurz den Atem stocken ließ. Danach suchten diese feuerroten Augen seinen Blick, während er sich wieder nach unten bewegte. „Weil sich ein paar Dinge verändert haben“, flüsterte Rin gegen seine Lippen und krallte sich an Sousukes Schultern fest, als der Schmetterlingsschwimmer ihn ruckartig entgegen stieß. „Mach weiter“, forderte der Rothaarige sofort mit rauer Stimme, was Sousuke kein weiteres Mal hören musste. Warum auch, wenn Rin sich so willig ihm entgegen reckte?
Trotzdem blieb die Antwort seines besten Freundes in seinem Kopf hängen, sie ließ ihn einfach nicht los. „Du meinst zwischen uns?“, die Worte rutschten eher unbewusst aus seinem Mund heraus und Rin stockte spürbar in seiner Bewegung. Sousuke konnte sich schon denken, warum. Diese Veränderung zwischen ihnen wurde nie benannt, nie besprochen. Momentan war wahrscheinlich der schlechteste Zeitpunkt, um so ein Gespräch anzufangen. Nur kehrte Rin bald nach Australien zurück, genauer genommen in zwei Tagen. Der Schmetterlingsschwimmer wurde deswegen das Gefühl nicht los, jetzt hartnäckig bleiben zu müssen.
„Sousuke...“, seufzte der Rotschopf leise und wieder schlich sich dieser Schatten in Rins Augen, den Sousuke krampfhaft versuchte zu verstehen. Er hatte seinen besten Freund bereits klar gemacht, dass ihre eigentliche Freundschaft nie kaputt gehen würde. Diese starke Zuneigung zwischen ihnen existierte, ob sie dies nun versuchten zu ignorieren oder nicht. Warum also nicht ein Schritt nach vorne wagen, auf körperlicher Ebene gab es eh schon kein zurück mehr.
„Lass uns morgen darüber reden“, meinte Rin schließlich und küsste Sousuke mit einem Hauch Verzweiflung, den der Schmetterlingsschwimmer beinah auf seiner Zunge schmeckte. Der Rothaarige hatte ihn damit bewusst das Wort abgeschnitten und obwohl sie sich gerade so nah waren, kroch ein kaltes Gefühl durch Sousukes Brustkorb, als ob er Rin gerade entfernter nicht sein konnte. „Morgen früh, versprochen“, folgte es geflüstert, woraufhin Sousuke nur nickte. Er vertraute auf diese Worte und war fest entschlossen, hierfür zu kämpfen.


Ein Fehler, wie sich herausstellte – am nächsten Morgen wachte er nämlich alleine im Bett auf. Natürlich hatte Sousuke damals versucht, Rin irgendwie zu erreichen. Eine Antwort bekam er allerdings erst, nachdem der Rothaarige bereits zwei Wochen in Australien war. Reue, Entschuldigungen, wage Worte...in diesem Telefonat steckte alles, nur nicht das, was Sousuke am meisten  hören wollte.
Das verdammte, eigentliche Problem und je mehr er versuchte es herauszufinden, desto mehr zog sich sein bester Freund zurück. Der Schmetterlingsschwimmer hatte also keine Wahl, als locker zu lassen. Er musste es tun und das Ergebnis konnte man wohl gerade vor wenigen Minuten sehen. Wie versprochen, ging ihre Freundschaft nicht daran kaputt. Ganz im Gegenteil, sie rutschten beinah schon in ihre altbekannte Routine zurück.
Was sich irgendwo normal und richtig anfühlte, auf der anderen Seite aber auch wie ein kleines Schauspiel. Denn interessanterweise sagte Rin nie, dass er doch nur sein bester Freund sein wollte. Es ging also weder in die eine Richtung, noch in die andere.
„Hey Sousuke, willst du nicht bald mal einchecken?“, der Schmetterlingsschwimmer seufzte leise und schaute zu dem besagten Rotschopf, der weiterhin an der Rezeption stand. Natsuya und Haruka schienen ihre Zimmerschlüssel bereits zu haben, weshalb Sousuke sich in Bewegung setzte. Das Einchecken ging recht schnell, sodass alle vier nun zum Aufzug gehen konnten. „Ikuya müsste auch bald kommen, oder?“, fragte Rin auf der Fahrt nach oben und schaute zu Natsuya, worauf dieser nickte, „Ja, zusammen mit Hiyori. Ist fast wie ein kleines Zusammentreffen, bin gespannt welche bekannten Gesichter noch so auftauchen“.
„Makoto kommt ebenfalls“, warf Haru beiläufig mit ein, was Sousuke aufhorchen ließ. Soweit er wusste, nahm Makoto an gar keinen offiziellen Turnieren mehr teil. Ebenso fiel ihm auf, wie Rin aus irgendeinen Grund leicht das Gesicht verzog. Die Aufzugstür öffnete sich mit einem dumpfen Geräusch und unterbrach somit das Gespräch, wobei Natsuya im Flur nochmal darauf einging, „Hört sich doch gut an, wir sollten nachher alle zusammen was Essen gehen. Ich schreib euch eine Nachricht, sobald Ikuya hier ist“.
Haruka nickte nur, während Rin neben ihn anfing zu grummeln, „Sag mal, wirst du niemals müde?“. Natsuya schmunzelte nur und trat den Weg zu seinem Zimmer an. „Nein“, warf er noch munter über seine Schulter, worauf Rin hörbar seufzte. „Du wirst es schon überleben“, meinte Sousuke und sah leicht amüsiert zu, wie der Rotschopf das ganze Thema wortwörtlich abwinkte, „Ja, ja“.
Wie sich danach herausstellte, lag Harukas Zimmer direkt neben Rins. Der Schwarzhaarige ging direkt ohne Umschweife in seine vorübergehende Unterkunft und auch Rin öffnete seine Tür. „Wollen wir dann nachher weiterreden? Du kannst ja in Ruhe deine Sachen auspacken und...“, Sousuke brach seinen Satz langsam ab als er sah, wie der Rotschopf seinen Koffer einfach achtlos ins Zimmer schob, bevor er die Tür wieder schloss.  
Rin traf seinen Blick und fuhr sich nach einem kurzen Augenblick Stille dann räuspernd über den Nacken, „Was? Ich kann auch später noch auspacken, also setz dich in Bewegung und lass uns dein Zimmer finden“.
Sousuke unterdrückte ein Schmunzeln, beließ es stattdessen bei einem Nicken, „Okay“. Normalerweise würde so eine Situation zu ihren üblichen Sticheleien führen, aber irgendwo kroch da ein zu großer Funken Freude in seinem Unterbewusstsein umher. Rin hätte genügend Gründe, sich erst mal in sein Zimmer zurückzuziehen. Vorne mit dabei ein stundenlanger Flug und dennoch wollte er bei Sousuke bleiben. Der Schmetterlingsschwimmer wollte sich erst mal daran festhalten, auch wenn dieser Gedanke ebenso einen kleinen Stich hinterließ.

Im Endeffekt lag sein Zimmer ein ganzes Stück entfernt und er hatte nicht mal seinen Koffer richtig abgelegt, da schmiss sich Rin schon achtlos auf sein Bett. „Fühl dich wie zu Hause“, meinte Sousuke dazu nur mit einem Hauch Sarkasmus, worauf sein bester Freund ihn ein Grinsen zuwarf, „Als ob du was dagegen hättest“. Gut, da konnte er nicht wirklich widersprechen.
Rin schien sich jedenfalls über ein wenig Entspannung zu freuen und Sousuke konnte das Lächeln nicht verhindern, welches sich bei diesem Anblick über seine Lippen zog. „Wenn wir schon beim Thema sind...was war vorhin eigentlich im Aufzug los? Ich hab dich noch nie so ein Gesicht ziehen sehen, wenn es um Makoto ging“. Der Schmetterlingsschwimmer zog gerade seine Jacke aus, hörte demnach nur wie Rin mit der Zunge schnalzte, „Ich hab überhaupt nichts gemacht...und Makoto ist nicht das Problem, nur das Harus Zimmer genau neben meines ist“.
Sousuke verstand den Zusammenhang nicht ganz, weshalb er Rin einen fragenden Blick zuwarf. Der rothaarige Wirbelwind hatte es sich mittlerweile liegend auf seinem Bett bequem gemacht, seine Augen lagen jedoch aufmerksam auf Sousuke, „Weißt du das nicht? Die beiden sind vor kurzem zusammengekommen und auch wenn ich jetzt nicht viel von ihnen erwarte...man kann nie sicher sein“.
Diese Info überraschte den Schmetterlingsschwimmer ehrlich gesagt ein wenig, zumindest der Teil, wo die Beiden wohl endlich über ihren Schatten gesprungen waren. „Wie genau ist das passiert?“, fragte er deshalb nach, denn das Thema interessierte ihn irgendwo auf einer tieferen Ebene. Dafür überging Sousuke sogar die sexuelle Anspielung in Rins Antwort, was auch sein bester Freund bemerkte.
„Ähm, keine Ahnung...ich wollte vor ein paar Wochen eigentlich Haru anrufen, nur ist Makoto ran gegangen. Er meinte Haru wäre in der Badewanne und das er mich bestimmt später zurückrufen würde. Mir war das eigentlich relativ egal, also hab ich halt gefragt wie es ihm so geht. Das hättest du hören müssen, der arme Kerl fing total an zu stottern“, Rin lachte etwas, bevor er weitererzählte, „Da muss es noch ganz frisch gewesen sein und wie Makoto halt so ist, hat er sich wohl wieder zu viele Gedanken gemacht. Wir haben bestimmt ne halbe Stunde telefoniert, bis er es mir endlich gesagt hat. Er war so verdammt nervös...als ob er mir sein schlimmstes Geheimnis anvertraut hätte und dann auf mein Urteil wartete“.
Sousuke konnte sich schon vorstellen, warum Makoto so reagierte. Es war nur eine Vermutung, aber wenn er es nicht besser wüsste, ging es wahrscheinlich um Haruka und Rin.
Erstens musste es insgesamt unangenehm sein, in diesem engen Freundeskreis eine solche Beziehung zuzugeben. Zweitens konnte man es niemanden übel nehmen, wenn er tiefere Gefühle zwischen Rin  und Haruka vermutete, vielleicht sogar einseitige. Sousuke hatte dieses Dilemma bereits hinter sich, zumindest dort gab es mittlerweile absolute Klarheit.
Rin schien in eine ähnliche Richtung zu denken, denn in seinen Augen spiegelte sich ein wissender und fast schon sanfter Blick, „Na, kommt dir das bekannt vor?“.
Der Schmetterlingsschwimmer setzte sich neben seinen Freund aufs Bett, schüttelte dabei leise seufzend den Kopf, „Ich könnte es verstehen, wenn er wirklich in diese Richtung gedacht hat“.
Er musste seine Antwort nicht genauer erläutern und Rin stieß ihn leicht mit seinem Bein gegen die Hüfte. „Ihr denkt alle vollkommenen Schwachsinn“, beschwerte sich der Rotschopf, bevor er die Hände hinter dem Kopf verschränkte, „Jedenfalls haben ich diesen Idioten natürlich nur alles gute gewünscht“.
Sousuke gab einen verstehenden Laut von sich, selbst wenn die ganze Story ihm erneut durch den Kopf ging. Es klang alles so einfach… „Na ja, gut für sie würde ich mal sagen. Dann kommt Makoto zum Zuschauen? Sie werden wahrscheinlich jede Gelegenheit nutzen, um ein wenig Zeit miteinander zu verbringen“, er blieb beim Thema, wobei Sousuke sich selbst eingestehen musste, dass er Rins Reaktion genau beobachtete. Als ob es hier eine unterschwellige Bedeutung für dieses Gespräch gab, was wahrscheinlich nur der Schmetterlingsschwimmer so sah.
Jedenfalls für einen Moment, denn es änderte sich tatsächlich etwas in Rins Blick. Der Ausdruck in seinen Augen wurde matter und er schien über etwas nachzudenken, bevor er schwach lächelte, „Ja, bestimmt….ich meine so läuft das normalerweise, oder?“. In Sousuke kam das Bedürfnis auf Rin zu berühren, ihm diese eine verrutschte Haarsträhne vom Gesicht zu streichen und erneut zu fragen, was ihm so sehr auf der Seele lag. Der Schmetterlingsschwimmer kam nämlich nicht mit dem Gedanken klar, dass er dieses hell lodernde Feuer in Rins Augen schwächer werden ließ.
Aber er zögerte, denn ihm wurde eine Grenze gesetzt. Eine gefühlt unüberwindbare Mauer, hinter der sich sein bester Freund mit irgendetwas heftig auseinandersetzte. Rin hielt derweil seinen Blick, bevor er seufzend nach seinem Handgelenk griff. Sanft fuhr er dort über eine kleine Schramme, die Sousuke selbst bereits völlig vergessen hatte. „Ist ja auch egal...erzähl mir, wie dein Training so war“, meinte der Rotschopf leise und schaute dabei nun zu ihren Händen.
Sousuke dachte für einen Augenblick nach, nur um seine Hand dann so zu drehen, dass er seine Finger mit Rins verschränken konnte. Der Schmetterlingsschwimmer sah, wie sein bester Freund fast schon erstarrte. Dann auf  bekannte Weise kurz blinzelte und die Zähne zusammenbiss. Sousuke zwang seinen Blick nach vorne, wohl wissend, dass Rin ihm gegenüber eigentlich keine Schwäche zeigen wollte. Keinen Schmerz, der sie beide treffen würde. Also fing er an zu erzählen, über sein Training und andere alltägliche Sachen. Einzig über eine Tatsache wurde kein Wort verloren...nämlich wie Rin seinen Griff verzweifelt festigte.


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Hey
Diese Geschichte war eigentlich ein Oneshot, aber ich fand es in einem Kapitel irgendwie zu lang. Also habe ich es in zwei Teile geteilt, der Rest wird dann auch bald hochgeladen. Leser von Can i call you mine? können es gerne als kleine Entschuldigung auffassen, für die dortigen Probleme. Fühle mich echt etwas mies deswegen ^^*
Alle anderen heiße ich natürlich auch herzlich willkommen und ich hoffe einfach mal, dass diese kleine Story insgesamt Anklang findet :)
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