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Snow in June

GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P12
Kuroo Tetsurou OC (Own Character)
24.11.2020
13.01.2021
11
20.447
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24.11.2020 1.094
 
Wer hält dich eigentlich davon ab den Verstand zu verlieren…?

Wer hält mich eigentlich davon ab…?

Ich dachte immer, ich wüsste die Antwort auf diese Frage.
Ich dachte immer, ich hätte diese Person gefunden.
Ich dachte, ich wäre mit ihm aufgewachsen.
Doch ich hätte falscher nicht liegen können…

Ich balancierte meinen Bleistift auf meiner Oberlippe, während unser Lehrer vorne davon erzählte, dass wir ab heute eine neue Schülerin haben würden. Schülerin, da schaltete mein Kopf schon auf, natürlich mochte ich Mädchen, aber im Moment hatte ich da keine Zeit für. Immerhin war es das letzte Jahr in der Oberschule und da war es das größte Ziel bis zur Landesmeisterschaft zu kommen und diese auch zu gewinnen.
Doch als die Tür auf ging und das Mädchen eintrat, fiel mir mein Stift runter.
Sie trug die Schuluniform, einen hellgrauen Rock und eine weiße Bluse. Um ihren Hals war eine Schleife gebunden, die aus dem gleichen Stoff war, wie die Krawatte, die wir trugen. Über der Bluse trug sie einen blauen Blazer. Die ganz normale Schuluniform, es war nichts besonders, sie trug genau das gleiche wie jedes Mädchen dieser Schule… und doch…
Sie trug schwarze Socken, oder war es eine Strumpfhose? Ich beugte mich etwas vor, um einen Blick zu erhaschen, als ich merkte was ich da tat, lehnte mich aber schnell wieder zurück. Doch ich hatte eine Schiene an ihrem rechten Knöchel gesehen.
Erst jetzt sah ich in ihre Gesicht, was von langen schwarzen Locken umrahmt wurde, welche sie nur noch blasser aussehen ließen. Und ihre Augen. Gott mein Herz setzte aus, so strahlend und blau waren sie.
„Stell dich bitte kurz vor.“, sagte der Lehrer und sie nickte.
„Ehm… hey, also mein Name ist June Akai.“, begann sie und auch wenn ihre Aussprache sehr klar war, erkannte ich den kleinen Akzent. „Also ich komme aus Amerika, aber mein Vater ist aus Tokyo… aber wir haben immer in Seattle gelebt. Ja, ich mache ein Austauschjahr hier.“, erklärte sie und strich sich durch die Haare.
„Okay, setz dich bitte hin.“, sagte der Lehrer und sie kam den Gang entlang, setzte sich viel zu nah zu ihm. Wonach roch sie? War das… Vanille, ein hauch von Zimt. Es erinnerte ihn an Weihnachten und heiße Schokolade. An Schnee…
„Kuroo, zeigst du ihr bitte gleich die Schule?“
„Was…? Ja. Ja klar!“, sagte ich schnell und erntete Gelächter von Yaku.
Ich verdrehte nur die Augen und folgte dem Unterricht weiter… zumindest ein bisschen.

__
„Bereit für deine ganz persönliche Schultour?“, fragte ich sie grinsend.
Ihre Augen sahen von ihrem Papier auf und ihre Lippen verzogen sich zu einem Grinsen.
„Ich denke schon.“, summte sie und erhob sich von ihrem Stuhl. Dieser Duft. Er kam von ihren Haaren, sie selbst roch nach Weichspüler und irgendwie… ich konnte es nicht beschreiben, es erinnerte mich einfach an eine kalte Winternacht, an den ersten Schnee des Jahres.
„Super, also ich bin Kuroo, der Reiseführer deines Vertrauens.“, erklärte ich und ließ sie vorgehen. Nur um erneut einen Blick auf ihren Knöchel zu erhaschen, der tatsächlich geschient war. Sportverletzung?
„Freut mich sehr Kuroo.“, summte sie und sah mich über ihre Schulter an. Sie war eine wandelnde Winternacht, wie konnte sie wie einer der wärmsten Monate im Jahr heißen?
Wir liefen durch die Gänge, während ich ihr die wichtigsten Klassenräume zeigte.
„Wie kommt man auf die Idee, sein letztes High School Jahr in einem anderen Land zu verbringen?“, fragte ich sie, während wir so nebeneinanderher gingen.
„Ehm… uff… tatsächlich war das die Idee meines Vaters. Ich habe mich beim Sport verletzt und naja… ich war nicht unbedingt gut drauf, er sagte ein Tapetenwechsel würde helfen.“, erklärte sie und auf einmal sah sie unglaublich traurig aus.
„Glück für dich.“, erklärte ich und sie sah mich fragend an. „Naja, dadurch hast du jetzt das unglaubliche Glück mich kennen zu lernen.“
Sie lachte und es verursachte mir eine Gänsehaut. Was hatte sie nur an sich?
„Wie das so mit den Türen ist…“, sagte sie und jetzt war ich es, der fragend dreinschaute. „Du weißt doch wie man sagt ‚Wenn Gott eine Tür schließt‘ dann klettere halt aus dem Fenster.“
„Ich glaube nicht, dass das richtige Sprichwort ist.“
„Doch, vertrau mir.“, sagte sie und schenkte mir ein Lächeln, bei dem mir fast der Atem stockte.
„Okay.“, sagte ich und erwiderte das Lächeln, bevor wir die Mensa betraten.
KUUUUUROOOOOOO!“, schrie jemand und mir stellten sich die Nackenhaare auf, als der schlaksige Russe auf mich zu kam. „Yaku hat gesagt ich muss heute wieder extra Training machen…“, jammerte er und ich knurrte leise.
„Da hast du verdammt recht.“, sagte ich nur und der große Typ sank in sich zusammen, rollte sich zusammen und jammerte wie ein Baby. Oh weia.
„Schnell weg, bevor die anderen kommen…“, sagte ich zu June und führte sie weit weg von Lev.
„Was für Training?“, fragte sie und ich sah zu ihr runter.
„Volleyball. Hast du Hunger?“
„Nicht wirklich. Seid ihr gut?“
„Mehr als das.“, ich stolz, ach quatsch.
„Ich dachte immer Volleyball sei ein Mädchensport.“
„Ich würde dir liebend gerne das Gegenteil beweisen.“
„Okay.“
Ich führte sie wieder aus der Mensa, auf den Schulhof und musste etwas lächeln.
„Okay.“, wiederholte ich und nickte. Das würde ich ihr wirklich zeigen. „Was machst du für Sport?“
„Bevor ich mich verletzt habe…“, fing sie an und ich biss mir auf die Zunge, schlechte Frage. „Eiskunstlauf.“
„Wow.“
„Wow?“
„Ja.“
„Warum?“
„Ich habe das manchmal bei Olympia mit meinem Vater geguckt und fand das immer sehr beeindruckend.“, erklärte ich und kratzte mich etwas verlegen am Hinterkopf.
„Ja das habe ich als Kind auch so gedacht.“
Jetzt schwieg er und sie schwieg auch. Doch das war okay. Sie gingen weiter über das Gelände, er zeigte ihr die wichtigsten Dinge und am Ende kamen sie wieder in ihrem Klassenzimmer an.
„Noch irgendwelche Fragen?“
„Spontan nicht…“
„Okay, wenn dir noch was einfällt, ich sitze direkt hier vorne.“
Das Lächeln auf ihren Lippen steckte ihn an.
„Ich glaube das kann ich mir gerade so noch merken.“, erklärte sie und ließ sich wieder auf ihren Stuhl sinken.
Die nächste Stunde begann und auch hier war er nicht wirklich bei der Sache, denn an alles was er denken konnte war:

Wer denkt denn im Juni an Eis und Schnee…?


~~~~~
Hallo!
Schön das du es bis hier hin geschafft hast!
Ich hoffe das erste Kapitel hat dir gefallen, es ist ne Weile her, dass ich mich zum schreiben einer FF hingesetzt habe, aber hier sind wir!

Privat ist ne Menge los, aber ich versuche mir halbwegs regelmäßig Zeit hierfür zu nehmen!
Ich freu mich auf eure Reviews (:
Bis dann :D
 
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