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Rote Rosen

KurzgeschichteKrimi, Romance / P12
Conan Edogawa / Shinichi Kudo Gin und Wodka "Männer in Schwarz" Shiho Miyano / Ai Haibara
22.11.2020
22.11.2020
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Okay, wahrscheinlich eher unwahrscheinliche Szene zwischen Gin und Ai, aber ich hab wohl zu viel Detektiv Conan geschaut und konnte nicht widerstehen diesen Text zu schreiben. Wer gerne Gin/Ai Momente liest, kann gerne jetzt weiterlesen… Viel Spaß.

Vorher muss ich noch dazuschreiben, dass dies nur ein Ausschnitt aus einer Geschichte ist. Also nur der Schluss einer Geschichte. Das Schema spielt sich vor dieser Szene wie folgt ab:
Conan fährt mit Ran, Mori und den Kindern in Tokio irgendwo hin und geraten in einen Fall, wobei auch Moris Schwarm Yoko beteiligt ist. Leider befinden sich die Männer in Schwarz in der Nähe. Ai erhält ihre normale große Größe wieder (aus welchem Grund auch immer :D, in einem japan. Realfilm war es mal der Alkohol im Essen gewesen) und ihr Auftauchen lockt natürlich Gin an. Irgendwann geraten beide aufs Dach und Gin meint Sherry nun beseitigen zu können.
In der Zwischenzeit hat Conan (mit Hilfe vom schlafenden Mori) den Fall gelöst und macht sich auf die Suche nach Ai. Über den Funksender der Detektiv Boys kann er alles mithören, was auf dem Dach passiert.
Korrigiert mich, wenn ich was Falsches schreibe, aber ich kann den Text nur bis zu dem Stand schreiben, bis wohin die neuen Folgen gerade übersetzt wurden. Mit der schon weit fortgeschrittenen Manga-Reihe bin ich leider nicht auf dem Laufenden.


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Mit eisernem Griff hielt er ihr die Pistole an den Kopf gedrückt. Nun schien er nur noch darauf zu warten endlich das zu beenden, was er vor langer Zeit vollbringen wollte. Der kalte Wind wehte beiden das Haar ins Gesicht. Doch keiner ließ sich davon stören. Gin sah sie so drohend an, als ob er versuchte sie zu hypnotisieren. Shihos Augen hingegen weiteten sich vor lauter Angst. Nun war es wohl soweit. Der Albtraum vor dem sie sich so gefürchtet hatte, würde nun heute wahr werden.
„Das Spiel ist aus!“, unterbrach Gin die unheimliche Stille.
„Ja“, hauchte Shiho leise. Sie war ihm schutzlos ausgeliefert. Einen anderen Ausweg von diesem Dach gab es nicht als durch die Treppe. Und selbst wenn sie dorthin laufen würde, Gin würde sie noch davor erschießen.
Sie schloss die Augen. Über Gins Gesicht huschte ein siegessicheres Lächeln. Nichts hasste er mehr als dass jemand die Organisation verraten würde, die ihm so viel bedeutete.
Ein leises Geräusch ließ Gin kurz den Blick auf die Straße werfen. Die Straße war eher ein kleines Einkaufszentrum mit kleinen Läden. In einem Schaufenster konnte man sehen wie jemand rote Rosen rausstellte. Gins Augen verengten sich zu Schlitzen. Dann wanderte sein Blick wieder auf Shiho, die immer noch die Augen zu hatte und auf den gefürchteten Schuss wartete.
Gins Hand verkrampfte sich. Als ob er auf einmal Mühe hätte die Pistole richtig zu halten.
Bilder öffneten sich vor seinen inneren Augen.
„Die roten Rosen die du so sehr mochtest“, dachte er bei sich.
Ein Schuss beendete die Stille.

Conan, der über Funk den Schuss gehört hatte, entfuhr nur noch eines: „Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaiiiiiiiiiiiiiiii!“
Es war zu spät. Um Conan herum schien auf einmal alles unrealistisch zu sein. Nichts schien er mehr wahr zu nehmen. In seinem Kopf war nur noch ein Bild: Ai ist tot.

Shiho öffnete die Augen. Sie hatte zwar den Schuss gehört und war auch gleich zusammengezuckt, nur hatte sie keinen Schmerz gespürt. Gins Pistole war etwas ausgewichen. Ihr Blick wanderte auf die linke Seite, wo an der Wand ein kleines Loch klaffte. Gin hatte danebengeschossen und stattdessen die Wand getroffen.
Gin ließ die Waffe sinken. In seinen Augen spiegelten sich Stränge und Verbitterung.
Seine Hände hatte er zu Fäusten geballt.
Dann mit einem Mal packte er Shiho an den Armen und zog sie grob an sich ran.
Er sah ihr scharf in die Augen. Shiho wurde angst und bange. Wollte er sie vielleicht vorher noch Foltern? Warum quälte er sie weiterhin?
„Warum musste ich nur von allen Frauen dieser Welt ausgerechnet auf dich reinfallen“, zischte er.
Dann küsste er sie etwas unsanft auf dem Mund so als ob er lange darauf gewartet hätte. Es war eher ein gieriger Kuss. Das Mädchen war darauf so unvorbereitet gewesen, dass ihr vor lauter Unbehagen die Luft wegblieb, den Gin drückte sie fast schon brutal an sich. Dann löste er seine Lippen von ihrer, stierte ihr aber dann immer noch bösartig in die Augen. Sein Blick verriet was er davon hielt: bilde dir nur nichts drauf ein.
Dann holte er seine Pistole wieder hervor.
„So ungeschoren kommst du mir aber nicht davon.“
Er senkte seine Waffe runter und drückte ab.
Shiho schrie vor Schmerz auf und brach zusammen.
Gin sah ihr dabei nur zu wie sie auf den Boden sank und ihr Bein hielt.

Conan schien das Herz bis in den Kopf zu schlagen, als er die Tür zum Dach erreichte. Er wollte wenigstens Gin dabei erwischen und ihn stellen. Das war er Ai wenigstens schuldig. Niemand sollte sich an seinen Freundeskreis vergreifen und ungestraft davonkommen.
Wie überrascht war er doch, als er anhielt und schwer atmend sehen musste, dass Ai noch lebte. Obwohl sie auf den Boden kniete.

Mit versteinerter Miene steckte der Mann in Schwarz die Pistole ein und drehte sich einfach um.
„Ich rate dir nur eins: Verstecke dich. Verstecke dich gut. Komm mir ja nicht mehr unter die Augen. Denn das nächste Mal töte ich dich wirklich.“
Dann schritt er davon, durch die Tür und die Treppe runter. Als er endlich weg war, wagte Conan sich wieder aus seinem Versteck im Treppenhaus und sah sich verwundert um. Er war wie vor dem Kopf geschlagen. Er verstand einfach die Welt nicht mehr.

Niemand der Anwesenden hatte bemerkt wie sich ein anderer Schatten hinter einer Dach-Mauer versteckt hatte und sich nun unbemerkt entfernte. Über ihrem Mund spielte ein leichtes Lächeln. Innerlich zuckte sie die Schultern und dachte: Männer!
Er liebt sie wohl doch noch. Dann verließ die Gestalt unbemerkt das Dach und wenn ein Lichtstrahl auf sie gefallen wäre, hätte man die Gestalt von Wermut erkennen können.

„Sie waren ja so großartig, Herr Mori“, jubelte Yoko begeistert „Oh wie hab ich sie bewundert.“
Kogoro Mori wurde ganz rot vor Verlegenheit. „Aber natürlich. Das war einer meiner leichtesten Übungen. Solche Fälle löse ich jeden Tag. Wenn Sie mal wieder einen Bodyguard brauchen, dann wissen Sie ja wo Sie mich finden.“
Yokos Augen strahlten. „Das würden Sie für mich tun?“
Sie gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange. Das war zu viel für Kogoro und kippte um.
„Paps? Weist du wo Conan ist?“, fragte Ran und bemerkte erst jetzt, dass Mori auf den Boden lag.

Etwas später, es war schon früh am Morgen, parkte ein Porsche an der Straße. Jemand stieg ein. Gin legte etwas neben sich und ließ den Wagen an und fuhr davon. Beim Autofahren war er ganz in Gedanken versunken. Er lächelte leicht. Er holte den Gegenstand, der aus einer roten Rose bestand, neben sich hervor und atmetet den Duft der Rose ein.
„Diesmal lass ich dich noch mal laufen, Sherry“, dachte er bei sich. „Aber ich bin sicher, dass dies nicht unser letztes Treffen war. Außerdem möchte ich zu gerne wissen wer dein neuer Liebhaber ist. Den würd´ ich gerne so richtig eine verpassen.“
Er bemerkte nicht die kleine Kindertruppe, die auf der Straße in Richtung Schule ging.
„Wo ist eigentlich Ai?“, fragte Genta.
„Sie hatte sich das Bein verletzt“, erwiderte Conan. „Aber sie ist bald wieder okay.“
Keiner außer ihm bemerkte den schwarzen Porsche, der an ihnen vorbeifuhr. Conan sah diesem Wagen noch lange nach bis er hinter der Biegung verschwunden war.
„Was geht in diesem Verbrecher nur vor?“
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