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Weihnachtswunsch

GeschichteRomance, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
21.11.2020
24.01.2021
12
53.192
4
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Dieses Kapitel
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03.01.2021 6.229
 
Der Radunfall und Kevin hat nur einen Wunsch.Die Gerichtsverhandlung

Das Wochenende war für Elias wie für seinen Sohn Kevin wirklich schön, so dass beide fröhlich zur Schule mit dem Rad und mit dem Auto aufbrachen. Es war ein warmer Tag im April und Kevin freute sich dass sie früher frei hatten, da der Sportlehrer krank war. So ging er zum Fahrradständer, schloss sein Fahrrad auf, setzte seinen neuen Helm auf und fuhr vom Schulhof Richtung Zuhause. An der großen Kreuzung, die er überqueren musste, war die Ampel rot, so das er anhalten musste. Da es auch einen Fußgänger Übergang gab, stieg er von seinem Rad ab und schob das Fahrrad das kurze Stück bis zum Übergang und dort musste er nicht lange warten. Als die Fußgängerampel auf grün sprang, ging er mit den anderen Fußgängern über den Zebrastreifen. Als plötzlich jemand aufschrie und ein Wagen mit erhöhter Geschwindigkeit laut hupend einfach seine rote Ampel überfuhr und den Jungen von seinen Beinen holte, so das er auf die Motorhaube krachte und seitlich herunter viel und ohnmächtig liegen blieb. Der Unfallfahrer fuhr hupend davon.
Anwohner verständigten sofort die Polizei und den Rettungswagen.
Emil der gerade Dienst hatte war vom Unfall nur eine Querstraße entfernt als über Funk der Unfall gemeldete wurde.
„Hier Zentrale, Unfall mit Fahrrad und Fahrerflucht, wer kann übernehmen?, der Unfall ist an der großen Kreuzung“, wurde durch gegeben.
„Hier Fahrzeug 5466, übernehmen“; sagte der Kollege von Emil.
„Verstanden“, gab die Zentrale wieder.
„Hoffentlich ist kein Kind am Unfall beteiligt“, sagte gerade Emils Kollege, als Emil das verbogene Fahrrad entdeckte.
„Oh nein Kevin“, rief er aus und war schon ausgestiegen und rannte zum RTW.
„Kevin, hörst du mich, oh Gott, bitte wie geht es meinem Sohn?“; fragte er den Notarzt.
„Ihr Sohn hat viel Glück gehabt, Herr Sonntag, ohne Helm hätte er das nicht überlebt, sagen sie ihrer Frau Bescheid?“; wurde er gefragt und antwortete“Ich werde meinem Lebenspartner Bescheid sagen“, anschließend kümmerten sich die Beiden Polizisten um
den Unfallhergang. Kurz darauf betrat Emil die Kanzlei von seinem Freund und überbrachte ihm die Nachricht. Woraufhin er ihn festhalten musste, denn Elias wurden die Knie weich.
„L....lebt er noch?“; fragte er ihn und schluchzte auf.
„Ja, er hat verdammtes Glück gehabt, ohne Helm hätten sie nichts mehr für ihn tun können“, sagte sein Freund.
„Darf man schon zu ihm?“; wurde er gefragt und nickte.
Sofort machten sich die beiden Männer auf den Weg ins Krankenhaus, wo sie von einem Arzt erwartete wurden.
„Wer ist nun der Vater von Kevin?“; wurden die beiden Männer gefragt.
„Ich, mein Name ist Elias Schneider und das ist mein Freund Emil Sonntag“, antworte Elias“Warum fragen sie?“, wurde er dann noch gefragt.
„Nun“; antworte der Arzt“ Weil ihr Freund hier am Unfallort ausrief, wie geht es meinem Sohn“, und sah den Vater des Jungen an. „Ach das meinen sie, nun Kevin redete meinen Freund seit zwei Monaten schon mit Papa Emil an“, grinste Elias.“Aber bitte, wie geht es unserem Jungen denn jetzt“, er hatte extra unser Junge gesagt, woraufhin Emil seine Hand nahm und sie leicht drückte.
„Kevin hat verdammtes Glück gehabt, sein Fahrrad hat wohl das meiste abbekommen. Außer einer schweren Gehirnerschütterung, und einem gebrochen Arm, ist ihm nicht viel passiert, aber Herr Schneider“, denn Elias weinte vor Freude, das seinem Kleinen nicht mehr passiert war.
„Entschuldigen sie bitte, aber ich habe vor zwei Jahren erst jemanden verloren der Kevin und mir sehr wichtig war, und jetzt auch noch meinen Sohn fast zu verlieren“, den Rest ließ er offen.“Dann will ich sie auch nicht länger aufhalten, aber Kevin muss mindestens eine Woche hier bleiben, denn die Gehirnerschütterung war nicht ohne“; sagte der Arzt und stand auf und zeigte auf die Tür, so standen die beiden Männer auch auf und folgten dem Arzt. Elias griff nach Emils Hand und dieser schloss seine Finger um die Hand seines Freundes. Kurz darauf öffnete der Arzt eine der Türen und die beiden Männer sahen ihren Kleinen, der flach im Bett lag und zu schlafen schien.Beide bedanken sich bei dem Arzt und
traten leise ein um ihn nicht zu wecken, aber als Elias ihm eine Haarsträhne aus der Stirn wischte, öffnete er die Augen.
„Papa Elias und Papa Emil, es tut mir leid“; sagte er und begann zu weinen.
„Sch, Kevin nicht weinen, du bist am aller wenigsten Schuld, wenn dann hat der Unfallverursacher schuld.Und verlass dich drauf den finde ich“, sagte Emil und beugte sich vor und küsste ihn auf die Stirn.
„Wie geht es dir?“; wollte sein Vater wissen.
„Mir ist schlecht und ich habe rasende Kopfschmerzen, und ich möchte nach Hause“, wimmerte er. „Das kommt von der Gehirnerschütterung, das vergeht bald wieder, und nach Hause kommst du auch bald, ich rufe nachher deine Tante und die Großeltern an dann besuchen die dich auch. Jetzt versuch etwas zu schlafen, und morgen ist es besser. Hast du einen Wunsch, was wir dir morgen mitbringen sollen?“; beendete Emil den Satz von Elias.
„Ich habe nur einen Wunsch, bitte vertrag dich mit Opa Fred“, sagte er zu Emil und schloss danach die Augen, er war so müde. Leise verließen die Beiden das Zimmer und gingen zum Aufzug. Als dieser kam traten sie ein und fuhren herunter ins Erdgeschoss um anschließend das Krankenhaus zu verlassen. Plötzlich blieb Elias stehen und lehnte sich gegen seinen Freund. „Halt mich bitte ganz fest“, meinte er woraufhin er ihm die Arme um den zitternden Körper legte. „Alles wird gut, und dieses Schwein finden wir auch, fährt ein Kind an und haut ab“, zischte Emil.
„Was ich viel eindrucksvoller finde ist Kevins Wunsch“, gab sein Freund wieder.
„Mh, richtig, da werde ich wohl über meinen Schatten springen müssen, oder?“; sah er fragend seinen Freund an. „Aber jetzt fahren wir erst mal nach Hause, oder?“; wurde Elias gefragt. Daraufhin nickte er und Arm in Arm gingen sie zum Auto. Unterwegs Emil fuhr rief er Sophia an und anschließend seine Eltern. Dort war die Aufregung groß. Unterwegs holten sie noch Elias Wagen ab und fuhren hinter einander nach Hause.
Dort angekommen, gingen sie in die Küche und da beide keinen großen Hunger hatten machten sie sich jeder ein Brot und setzten sich damit ins Wohnzimmer.
„Wie kann man ein Kind anfahren und dann abhauen?“, seufzte Elias auf.
„Mh, da gibt es viele Gründe, was nicht bedeuten soll, dass ich es gut heiße“, antworte ihm sein Freund. „Und welche?“; wurde er gefragt.
„Zum einen betrunken Auto fahren, bei rot über die Ampel oder er war auf irgendjemanden wütend, könnte aber auch sein, dass jemand mit ihm oder ihr Schluss gemacht hat, es gibt viele Gründe. Dafür hätte er aber auch die Chorauge besitzen müssen, anzuhalten und zu sagen ich wars, oder nicht“, beendete sein Freund den Satz.
„Da hast du auch wieder recht“, sagte Elias und kuschelte sich in seine Arme.
„Du?“, sagte Emil.
„Was ist los?“; fragte ihn sein Freund und sah ihn an.
„Ach nichts“; versuchte Emil das ganze noch abzuwenden.
„Los raus mit der Sprache, so schlimm wird es schon nicht sein, oder doch?“; fragte er ihn mit zitternder Stimme. Denn er dachte in eine ganz falsche Richtung.
„Mein Vermieter hat mir die Kündigung geschickt, aber Elias, warum weinst du denn jetzt?“, wurde er gefragt und in eine liebevolle Umarmung gezogen.
„E...entschuldige ich dachte du willst Schluss machen“, schniefte er in seinen Armen.
„WAS, wieso sollte ich, ich liebe dich und deinen Kleinen über alles, oh du Dummkopf“, anschließend küsste er ihn mit so viel Liebe, das er aufstöhnte, was er sich zu nutze machte und seine Zunge seiner entgegen streckte.
„Dann ziehe bei uns ein, genug Platz ist vorhanden, bitte“, dabei sah er ihn aus seinen blauen Augen so liebevoll an, das er gar nicht nein sagen konnte.
„Willst du nicht vorher Kevin fragen?“; daraufhin schüttelte er den Kopf.
„Brauche ich nicht, er wünscht sich das auch!“, antworte er ihm.
Am darauf folgenden Tag, kam er schon mit den ersten Kartons an.
„Oh du bist wohl von der schnellen Truppe“, grinste ihn sein Freund an.
„Na ja so ein tolles Angebot kann man doch nicht ausschlagen, oder?“, sah er ihn verliebt an.
„Da muss ich dir zustimmen, hast du noch viel?“, wurde er gefragt, wobei er an ihm vorbei ging und auch mit einem Karton wieder kam.
„Ich muss noch einmal fahren, dann ist die Wohnung leer“; gab er von sich.
„Und deine Möbel?“; wurde er überrascht gefragt.
„Keine die Wohnung war möbliert, als ich sie damals mietete“, sagte er und fuhr wieder weg. Währenddessen, kochte Elias Kaffee und legte neben seinen Becher ein kleines Geschenk, dabei musste er grinsen, und war auf sein Gesicht gespannt. Emil fuhr bevor er zu ihm fuhr noch bei Rewe vorbei und besorgte eine Flasche Sekt und einen Strauß Rosen, keine roten. Als er vorfuhr, stand sein Engel schon in der Tür und half ihm die letzten Kartons ausladen. Als alles im Haus war und das Auto abgeschlossen war, trat er mit der Flasche und den Blumen zu ihm in die Küche und sagte.
„Vielen Dank, dass ihr mich hier wohnen lasst“, damit überreichte er ihm erst die Blumen und stellte die Flasche auf den Tisch.
„Oh, vielen Dank, den Sekt trinken wir nachher, und die Blumen kommen gleich in eine Vase, aber das wäre nicht nötig gewesen, trotzdem Danke“; damit schlang er seine Arme um seinen Hals und küsste ihn.
„Sag mal, habt ihr schon was heraus gefunden, wegen Kevins Unfall?“, wurde der Ältere gefragt.
„nein, warum?“; fragte er und sah das da ein Päckchen lag.“Für mich?“.
„Sonst würde es nicht da liegen“, wurde ihm geantwortet. So öffnete er es und fand einen Schlüssel darin, erstaunt blickte er auf, direkt in seine blauen Augen.
„Das war Henrys Haustürschlüssel, na ja und jetzt ist es deiner“, und merkte nicht wie ihm eine Träne die Wange herunter lief. Sofort war er bei ihm und schlang seine Arme um ihn.
„Sch, vielen Dank, du weißt gar nicht wie glücklich du mich damit machst, hör mal, was hältst du davon, wenn du dich frisch machst und wir fahren zu Kevin?“, woraufhin er ihn leidenschaftlich küsse und anschließend ins Bad ging.
Wenig später waren sie gemeinsam auf dem Wege zu Kevin. Dort erlebten sie eine Überraschung, denn Fred Werner saß an dem Bett von Kevin.
„Guten Tag Herr Werner“, sagte Elias und reichte ihm die Hand..
„Als die Schüler seiner Klasse wiederkamen und Kevin nicht dabei war, fragte ich die Lehrerin und erfuhr das nun er hier liegt, ich hoffe ich darf bleiben?“; wurde Elias gefragt, seinen Sohn beachtete er gar nicht, es war wie früher.
Kevin freute sich seine Väter zu sehen und bemerkte auch, dass wieder dicke Luft zwischen Vater und Sohn herrschte.
„Entschuldige Papa Emil, ich ziehe meinen Wunsch zurück“, woraufhin ihn Emil durch die Haare strich.“Ach Papa, mir ist etwas eingefallen, kurz bevor mich das Auto rammte, konnte
ich erkennen, das es eine Frau war, und ich sah noch wie sie etwas hinwarf, vielleicht ihr Handy?“, sagte der zehnjährige und sah den Freund seines Vater erwartungsvoll an.
„Mensch Kevin, das sind tolle Neuigkeiten das werde ich gleich an meine Kollegen weiter geben, konntest du noch das Modell erkennen?“; wurde der Junge gefragt.
„Nein, halt doch er hatte einen Stern vorne drauf,und es war schwarz, dass Auto, mehr fällt mir leider nicht ein, tut mir leid. Papa Elias ich möchte nach Hause, bitte“, flehte er seinen Vater an..
„Ich suche mal den Arzt und frage nach, ja?, waren Sophia und Opa und Oma Schneider schon da?“; wurde er noch gefragt.
„Mh, gleich noch am selben Tag, Oma Sabine und Sophia haben geweint und Opa Florian war stinksauer“, grinste er seinen Vater an. Anschließend verließ sein Vater das Zimmer und er war mit Emil und Fred alleine.
„So ihr zwei, ich finde es wirklich lächerlich wie ihr beide euch benehmt. Ihr seit Erwachsen und müsstet eigentlich eure Differenzen beilegen können. Au mein Kopf“, jammerte er dann plötzlich. Vater und Sohn Werner sahen sich betreten an, da reichte Fred ihm plötzlich die Hand und sagte.
„Kevin hat recht, wer weiß wie viel Zeit mir noch bleibt“; damit nahm Emil ihn in den Arm und Kevin meinte“Na geht doch“, woraufhin sie alle drei los lachten.
„Was ist denn hier los?“, grinste Elias seinen Freund an.
Worauf dieser sich am Hinterkopf kratzte und meinte“Kevin hat meinem Vater und mir nur die Liften gelesen“, woraufhin sie nochmal los lachten und Kevin plötzlich aus dem Bett sprang und im Bad verschwand. Von dort hörte man keine guten Geräusche, und als die Tür wieder auf ging wäre er umgefallen, wenn sein Vater nicht zu gepackt hätte.
„Komm leg dich wieder hin, es tut mir leid, aber der Arzt möchte morgen noch einen CT machen und wenn das gut aussieht, hole ich dich ab, versprochen“, mit diesen Worten legte er seinen Sohn wieder ins Bett und deckte ihn zu.
„Versprochen?“; sagte Kevin noch und schlief ein. Kurz darauf verließen die drei Erwachsenen leise das Zimmer und verließen auch das Krankenhaus.
„Sollen wir dich nach Hause fahren, Vater?“; wurde Fred von Emil gefragt, woraufhin dieser den Kopf schüttelte.
„Nein, ich habe bevor ihr kam schon angerufen, dass sie mich hier abholen sollen, da kommt Moritz schon, schönen Abend noch“, damit stieg er in den Wagen ein und fuhr davon.
„Elias, bevor wir jetzt nach Hause fahren, muss ich dringend zu meiner Dienststelle, denn unserem Sohn ist etwas eingefallen“, woraufhin ihn dieser überrascht an sah.
„Oh mein Gott, er hat gesehen wer ihn anfuhr?“; rief er erschrocken aus.
„Mh ja, aber mehr darf ich dir leider nicht sagen“, wurde ihm geantwortet.
Als sie bei der Dienststelle ankamen, gingen Beide hinein. Emil ging zu seinem Kollegen und berichtete ihm alles was Kevin ihm gesagt hatte. Elias der vorne an der Information stand kam eine Idee.
„Entschuldigen sie, ich möchte eine Belohnung aussetzten zur Ergreifung des Fahrerflüchtigen von Montag. Der Junge der angefahren wurde, ist mein Sohn Kevin“, sagte er. So kam es, das er auch bei Emils Kollegen landete.
„Was machst du hier?“, wurde er überrascht gefragt.
„Ich setzte eine Belohnung zur Ergreifung des Täters aus, reichen tausend Euro?“, wurde Emils Kollege gefragt.
„Das reicht dicke, auch wenn sie schon fünfhundert Euro geben“, wurde ihm geantwortet.
„Gut, dann machen sie das, hier ist mein Ausweis“, damit reichte er ihm diesen und der Kollege erstellte die dafür nötigen Papiere.
„SO Herr Schneider, das geht jetzt in den Druck und so bald sich etwas tut, melden wir uns, schönen Abend Emil“; damit waren die Beiden entlassen.
„Du bist mir ja einer, wie kamst du auf die Idee?“, wurde Elias gefragt, während sie das Gebäude verließen. „Ganz einfach, ich habe die anderen Zettel mit den Belohnungen gesehen und dachte mir so kommt ihr viel schneller an Sachdienliche Hinweise, dass heißt doch so, oder?“; fragte er seinen Freund. „Mh“; gab dieser nur von sich.
Zuhause machten es sich die Beiden richtig gemütlich und tranken von dem Sekt. Und schmusten sehr viel mit einander, es schien als wären sie ausgehungert nach Zärtlichkeiten.
Kevin schlief die Nacht sehr unruhig, was würde dieses CT morgen ergeben, er hasste dieses Zimmer, denn es war nicht sein Zuhause. Was wohl sein Vater und Emil taten, und er hoffte, dass man die Unfallverursacherin bald fand, dann würde er seinen Vater bitten Strafanzeige wegen Unterlassene Hilfeleistung und Fahrerflucht zu erheben. Ja er kannte sich aus, denn sein Berufswunsch war auch Anwalt, aber für Familienrecht, dass wusste er schon. Deshalb strengte er sich in der Schule auch so an, und war nicht begeistert, das er hier lag. Aber da er ein einser Schüler war, ging das, und die Lehrer brachten ihm auch die Aufgaben vorbei, aber mit diesem Kopf, ging lernen gar nicht. Als der Morgen kam, hatte er zu mindest ein paar Stunden geschlafen. Gleich nachdem Frühstück, das Gott Lob drin blieb, wurde er von einem jungen Pfleger im Rollstuhl auf die Röntgenstation gebracht und dort wurde er auf eine Liege gelegt , bekam Kopfhörer auf und er sollte ganz still liegen, was er dann auch tat. Dann wurde die Liege mit ihm in eine Art Röhre geschoben und er schloss die Augen, denn er hatte doch etwas Angst und wenn er ehrlich war, wäre es ihm sehr recht gewesen wenn sein Vater, oder Emil bei ihm gewesen wären. So musste er da alleine durch. Nach gefühlten Stunden, dabei waren es nur Minuten, durfte er wieder aufstehen und der Pfleger brachte ihn zurück auf sein Zimmer, wo eine Überraschung wartete. Tante Sophia war da und darüber  freute er sich sehr. Aber er musste wieder ins Bett, denn mit einer so heftigen Gehirnerschütterung spaßte man nicht, meinte der Pfleger.
„Warum bist du hier?“; wurde seine Tante von ihm gefragt.
„Dein Papa hat heute Morgen einen sehr wichtigen Gerichtstermin und wenn du entlassen werden solltest, hätte er dich nicht abholen können, deshalb hat er mich gefragt“; woraufhin er nickte.
„Und Papa Emil jagt wahrscheinlich diese blöde Frau, die mich über den Haufen gefahren hat, oder?“; fragte er nach. „Oh ja, Emil ist sehr böse auf diese Person, denn was sie getan hat, dass hätte sie nicht tun dürfen“; antworte seine Tante.
„Warum hat sie es dann getan?“; fragte ihr Neffe und fing an zu weinen.
„Sch, du sollst dich doch nicht aufregen“, versuchte ihn Sophia zu trösten, als die Tür auf ging und der Arzt eintrat.
„Hey wer weint denn an so einem schönen Tag?“, wurde der zehnjährige gefragt.
„Und darf ich endlich nach Hause?“; die Frage des Arztes überhörte er, er wollte nur noch hier raus.
„Also, das CT ist unauffällig, deshalb darfst du heute nach Hause, aber du musst mindestens noch eine Woche Zuhause bleiben und nicht rumlaufen, sondern auf dem Sofa liegen, klar. Hier sind deine Entlassungspapiere und in einer Woche sehen wir uns hier nochmal, geht das?“, wurde Sophia angesehen.
„Wir werden hier sein, versprochen“; antworte sie und begann seine Sachen zu packen. Kevin aber war schon dabei seine Schuhe anzuziehen, denn er wollte hier so schnell  wie möglich raus. Beim Schwesternzimmer hielten sie noch kurz an und seine Tante übergab den Schwestern einen Umschlag, von ihrem Bruder. Kurz darauf waren sie aus dem Gebäude und Kevin holte tief Luft. „Endlich“, mehr sagte er nicht, und seine Tante musste lachen.
So fuhren sie zu Kevin nach Hause, wo die nächste Überraschung warte, nämlich Emil.
„Was, wieso, warum?“; stotterte er und fiel seinem zweiten Vater in die Arme.
„Ich hoffe sehr du bist damit einverstanden, denn zurück kann ich nicht mehr in meine Wohnung“; sagte er und wurde gleich nochmal umarmt.
„Keineswegs, ich freue mich sehr, seit wann?“; wurde Emil gefragt.
„Seit deinem Unfall, mein Vermieter kündigte mir und so fragte ich deinen Vater ob das möglich wäre, woraufhin er ja sagte und als ich wegen dir Bedenken hatte, sagte er, Kevin wird sich auch freuen. Aber jetzt ab aufs Sofa, denn du sollst noch nicht so viel rumlaufen“, dabei verstrubbelte er ihm  die Haare, was er sich mit geschlossen Augen gefallen ließ.
Da Elias arbeiten musste, hatte er sich die Woche frei genommen, hatte aber seine Kollegen gebeten ihn auf dem laufenden zu halten. So kam es, das gegen Nachmittag plötzlich sein Diensthandy klingelte und er es aufnahm und sich meldete.
„Hauptpolizeiwachmeister Sonntag?“; fragte er in das Gerät.
„Hier auch, bekam er zurück, woraufhin er grinste.
„Und du wirst mich ja wohl nicht aus purer Langeweile angerufen haben, oder?“; wurde sein Kollege gefragt.
„Nein, das nicht, wir haben sie, sie sitzt hier im Verhörraum und ist stur wie ein Esel. Ihr Ex-Freund hat sie uns geliefert, denn er bekam den Unfall am Handy noch mit“; sagte sein Kollege.
„Das sind ja tolle Nachrichten, und warum erzählst du mir das alles?“; fragte er zurück.
„Ja, warum, könnte der Junge vielleicht vorbei kommen und sie Identifizieren?“, wurde er gefragt, woraufhin er zu Kevin sah, der auf dem Sofa schlief.
„Das kann ich nicht entscheiden, da muss ich erst meinen Partner fragen, es ist sein Kind“, antwortet er gerade als Elias zur Tür herein kam.
„Wolf, ich ruf dich gleich zurück“, sagte er und legte auf.
„Hey, schön das er wieder da ist, und was kannst du nicht entscheiden?“; wurde er gefragt und bekam gleich darauf seinen Begrüßungskuss.
„Sie haben die Person die deinen Kevin angefahren hat und nun fragt mein Kollege, ob du es erlaubst, dass dein Sohn sie identifizieren könnte, natürlich nur mit deinem Einverständnis?“, wurde Elias gefragt. Emil sah richtig wie die Wut in seinem Freund aufstieg.
„Wann jetzt sofort?, er schläft gerade, können wir das nicht auf morgen verschieben.Und wenn die denkt ich verzeihe ihr, dann ist sie aber im falschen Film, die wird ihr blaues Wunder erleben“; regte er sich auf und zuckte dann zusammen.
„Oh hallo Papa“; sagte sein Sohn.“was ist denn los, warum regst du dich so auf, habt ihr euch etwa gezankt?“, bei diesen Worten traten ihm Tränen in die Augen.
„Oh Gott Kevin nein“, mit diesen Worten nahmen ihn gleich beide in den Arm.
„Nein, man hat die Person gefunden die dich angefahren hat und Emils Kollegen fragen jetzt ab du sie heute noch dir ansehen könntest,damit sie wissen, ob sie es war oder nicht, willst du?“, wurde er gefragt.  Entsetzt und ängstlich sah er die beiden Männer an.
„A...aber nur wenn ihr beide dabei seit“, was sie ihm sofort versprachen.
Kurz darauf fuhren sie mit Elias Wagen zur Polizei, wo man sie schon erwartete. Zwischen den beiden Männern gehend, jeder hatte eine Hand von Kevin in seiner Hand, betraten sie das Gebäude, wo Wolf Emils Kollege sie schon erwartete.
„Hallo Kevin, mein Name ist Wolf Peters, und Emil meinte du willst uns helfen?“, wurde er von einem großen Mann angesprochen, der extra vor ihm in die Hocke ging.
„Ja, will ich, aber ich habe auch etwas Angst“, gab er offen und ehrlich zu.
Woraufhin ihn dieser Herr Peters anlächelte und meinte“Das verstehe ich sehr gut, aber keine Sorge, dein Vater und wenn du möchtest auch Emil gehen mit dir in einen Raum, von wo aus du die Person sehen kannst, aber sie dich nicht, machen wir das?“, wurde er gefragt. Daraufhin nickte er und Herr Peters stand wieder auf und ging mit ihnen auf eine Tür zu, woraufhin der Griff von Kevins Händen merklich fester wurde.
„Hier ist es, also wie gesagt, sie kann dich nicht sehen“, meinte der nette Mann und öffnete die Tür. Um es ihm so leicht wie möglich zu machen, hob Emil ihn hoch und er schmiegte sich an ihn, so betraten sie den Raum. Da war eine Art Fenster, durch das er in den anderen Raum blicken konnte und schrie entsetzt auf und brach anschließend in einen Weinkrampf aus.
„D...das ist sie, b..bitte ich möchte n...nach H...hause“, mit aller ihm verfügbaren Kraft, klammerte er sich an den Freund seines Vaters.
„Bist du dir sicher?“, fragte Herr Peters ihn. Aber da ging Elias dazwischen.
„Jetzt reicht es aber, sehen sie nicht wie fertig mein Sohn ist, und wenn sie noch Fragen haben, wenden sie sich bitte an meine Kanzlei“; damit überreichte er ihm seine Visitenkarte. Wenig später waren sie schon wieder auf dem Weg nach Hause und Kevin schlief auf Emils Schoß.
Herr Peters aber ging in den Verhörraum und stellte die Frau vor vollendete Tatsachen.
„So Frau Schimmer, sie wurden als Tatverdächtige einwandfrei erkannt, weshalb ich sie wegen Unfallverursacherin mit Fahrerflucht hiermit verhaftete“, worauf sie anfing ihn anzuschreien.
„Ha, sie bluffen doch nur, wer will mich denn erkannt haben?“, fragte sie ihn.
„Das Unfallopfer“; gab er ganz ruhig von sich.
Daraufhin riss sie ihre Augen auf und knickte ein.
„Wissen sie wie das ist, wenn sie am Handy zu hören kriegen von ihrem Freund, es ist vorbei?“, wurde Wolf gefragt. „Und dann habe ich vor Wut aufs Gaspedal gedrückt und sah das Kind erst viel zu spät. Als er oder sie dann da lag bekam ich Panik und fuhr davon. Wie geht es dem Kind?“, fragte sie.
„Es hat eine schwere Gehirnerschütterung und sich den linken Arm gebrochen durch den Unfall“, erzählte er ihr.
„Oh Gott, was sage ich den Eltern?“, sagte sie woraufhin er sagte.
„Der Vater tritt aus Nebenkläger auf, und ist auch noch Anwalt“, worauf sie ihr Gesicht in beiden Händen vergrub. Der Haftrichter ließ sie bis auf weiteres auf freien Fuß, da sie einen festen Wohnsitz hatte unter der Auflage sich einmal pro Woche auf der Wache zu melden, was sie versprach. Währenddessen kassierte ihr Ex Freund die Belohnung,die Elias hinterlegt hatte.
Kevin wurde Zuhause wieder auf das Sofa gelegt und merkte davon nichts, er schlief.
Die beiden Männer setzten sich dafür in die Küche und während der Kaffee durch lief unterhielten sie sich. „Mein Gott, hätte ich gewusst wie unseren Kleinen das mit nimmt, hätte ich nie ja gesagt“, machte sein Vater sich vorwürfe.
„Elias, du hast genau richtig gehandelt, es gibt Eltern die ihrem Kind erst zur Verhandlung solchem Stress aussetzen, was glaubst du wie die reagieren“, versuchte er seinen Freund zu beruhigen.
„Echt jetzt, und wie geht es jetzt weiter, ich hoffe diese Person kommt nicht auf die Idee und kommt hierher“, wobei er eine Augenbraue hoch zog.
„Nein, das wird nie der Fall sein, das kannst du gerichtlich verbieten, das müsstest du als Anwalt eigentlich wissen?“; wurde Elias fragend angesehen.
„Klar weiß ich das, ich hoffe nur das dein Kollege Herr Peters das auch weiß“, gab er zurück, als sie etwas aus dem Wohnzimmer hörten und sofort nach sahen. Kevin schlief, weinte aber gleichzeitig. „Ich glaube, es war zu früh ihn aus dem Krankenhaus zu holen“, und setzte sich zu seinem Sohn auf das Sofa. Daraufhin krabbelte sein Sohn schlafend auf seinen Schoss und seufzte befreit auf.
„Könntest du mir bitte meinen Kaffee hierher holen“, bat er seinen Freund. Was dieser dann lächelnd tat.
Nachdem die Woche um war, fuhren Elias und Emil mit Kevin nochmal ins Krankenhaus und dort wurde nachdem CT festgestellt, das alles wieder in Ordnung war.
„Wann darf ich denn wieder zur Schule?“, wurde ein sehr erstaunter Arzt gefragt.
„Oho, da geht wohl jemand gerne zur Schule, oder?“, fragte er zurück, woraufhin Kevin nur nickte.
„Aber so leid es mir tut, du hattest eine sehr schwere Gehirnerschütterung und warst fast drei Stunden ohnmächtig, unter  noch einer Woche Sofa kommst du nicht dran vorbei“, und lachte mit den anderen Erwachsen auf, denn Kevin hatte daraufhin gesagt.
„Ist das blöd, ich muss schon vier Arbeiten nachschreiben“; und sah die Großen böse an.
„Gut, ich mache dir einen Vorschlag“, meinte der Arzt“ Ich erlaube dir drei Stunden Schule, zweimal die Woche, da kannst du dann deine Arbeiten nachschreiben, mehr nicht. Und Sport fällt erst mal ganz flach, für mindestens zwei Monate, hörst du“, worauf ihn Elias entsetzt an sah
„War es wirklich so schlimm?“; fragte er ihn.
„Hätte ihr Sohn nicht so einen hoch modernen Helm aufgehabt, hätten wir nichts mehr für ihn tun können“, meinte der Arzt. Daraufhin entkam Elias ein „Oh mein Gott“, und er wurde ganz blass. „Vorsicht Herr Schneider, setzten sie sich bitte hin“, bat ihn der Arzt und gab ihm einen Schluck Wasser.
„Entschuldigen sie die Frage, haben sie den Unfallverursacher denn schon?“; woraufhin Kevin sagte“ja ich habe sie wiedererkannt“, daraufhin erklärte ihm Emil das ganze.
„Was für eine rücksichtslose Person“, antworte der Arzt“Ach hier sind die ganzen Papiere die sie wollten für die Schadenersatzklage“, meinte er noch und verließ die drei dann.
Eine Woche später war es dann soweit, der Gerichtstermin stand fest. Mit zitternden Kienen und schweiß nassen Händen saß Kevin bei Conny der Gerichtskinderbeauftragten und las in seinem Englischbuch, denn morgen sollte er seine Englischarbeit nachschreiben. Conny saß an ihrem Schreibtisch und schrieb irgend etwas am PC.
Zur gleichen Zeit im Gerichtssaal,, dort erregten sich gerade die Gemüter.
Denn Elias vertrat die Rechte seines Sohnes.Er hatte beim Richter den Antrag gestellt, Kevins Vor-und Zunamen außen vor zu lassen, was da der Junge erst elf Jahre alt war zugelassen wurde.
„Ihnen müsste man den Führerschein auf Lebenszeit weg nehmen, so rücksichtslos wie sie sich verhalten haben. Sie sind auf das Unfallopfer zugefahren, haben ihn mit samt dem Fahrrad überfahren und jetzt kommt es, sie sind einfach weiter gefahren und ließen das Kind einfach liegen. Was wenn es gestorben wäre, haben sie dabei vielleicht mal an die armen Eltern gedacht?“, fuhr er Frau Schimmer an die im Zeugenstand saß.
Stumm hatte sie dem Anwalt des Kindes zugehört und nun liefen vereinzelt Tränen über ihre Wangen.
„Bitte beantworten sie die Frage vom Anwalt“; sagte der Richter so neutral wie möglich, denn auch er hatte Kinder Zuhause.
„M...mein Freund hatte gerade am Handy mit mir Schluss gemacht, ich war wie von Sinnen. I...ich hatte nur einen Gedanken, ich musste zu ihm und ihn von Angesicht zu A...Angesicht fragen warum, w...wir waren fast drei J...Jahre ein Paar.Erst als ich bei ihm war und er mich fragte ob ich einen Unfall gehabt hätte, fielen mir die Kratzer auf der Motorhaube auf. Wie alles passiert ist, weiß ich nicht mehr, ich hatte einen Blackout“, schluchzte sie und weinte jetzt richtig los.
„Damit ist die Frage vom Anwalt noch nicht beantwortet worden, also bitte“, kam es vom Richter.
„I...Ich weiß es nicht, ich glaube ich würde mir mein Leben lang Vorwürfe machen.. Ja ich weiß, damit wäre das Kind auch nicht mehr lebendig werden, es tut mir so schrecklich leid“, wimmerte sie.
„Davon kann sich das Kind auch nichts kaufen. Herr Richter hiermit beantrage ich, dass Frau Schimmer der Führerschein für ein Jahr entzogen wird und sie einen Schadenersatz in Höhe von fünftausend Euro zu einem Tagessatz von fünfzig Euro zu zahlen hat“, anschließend setzte sich Elias wieder hin.
„Frau Schimmer sie dürfen sich wieder zu ihrem Anwalt setzten,. Ich habe jetzt alle Zeugen und die Angeklagte gehört und werde jetzt zum Unfallopfer gehen, der in meinem Büro wartete, anschließend fälle ich das Urteil“; damit stand er auf und verließ den Saal.
Als sich die Tür zu dem Raum öffnete, wo Kevin wartete, stand er auf und sah dem Mann erwartungsvoll entgegen. „Hallo Kevin, ich bin Richter Moos, und ich bearbeitete deinen Fall, wo du verletzt wurdest. Kannst du mir den Unfallhergang noch einmal schildern?“, wurde er gefragt.
„Guten Tag Herr Richter“, sagte er und machte einen Diener“Natürlich, den Tag werde ich so schnell nicht vergessen, denn ich musste drei Wochen Zuhause bleiben und habe deswegen vier Arbeiten verpasst. Aber nun zu ihre Frage, ich bin von der Schule mit dem Rad wie immer nach Hause gefahren. An der großen Kreuzung war die Ampel rot, weshalb ich abstieg und mit dem Fahrrad zur Fußgängerampel hin gegangen bin, das machte ich immer so. Als die Ampel dann grün geworden ist, bin ich mit den Anderen Leuten über den Zebrastreifen gegangen, als plötzlich jemand aufschrie und ich den schwarzen Wagen gesehen habe, darin saß eine Frau.Anstatt anzuhalten raste sie auf mich zu und ich habe noch gesehen wie sie etwas wegwarf, dann war alles schwarz und ich wachte erst im Krankenhaus wieder auf, mehr weiß ich leider nicht, reicht das?“, fragte er schüchtern.“Kevin, das hast du prima gemacht, vielen Dank, dein Vater holt dich gleich hier ab“; sagte der Richter und ging zurück zur Verhandlung.
Nachdem er sich wieder gesetzt hatte, begann er zu sprechen.
„Ich habe mit dem Kind gesprochen und muss sagen sehr wohlerzogen, alle Achtung. Aber nun zurück zum Thema.Hiermit ergeht folgendes Urteil: Ich entziehe ihnen Frau Schimmer für zwei Jahre den Führerschein und verurteile sie zu einem Schmerzensgeld für das Kind in Höhe von zehntausend Euro, zu einem Tagessatz von hundert Euro, die Sitzung ist geschlossen. Ach Frau Schimmer und wenn sie wieder Autofahren dürfen, rate ich ihnen schalten sie ihr Handy aus, guten Tag“, sagte der Richter und stand auf und verließ den Raum. Auch Elias der sehr zufrieden mit dem Ausgang des Urteils war, wollte gerade den Raum verlassen, als ihn sein Kollege aufhielt.
„Herr Schneider, entschuldigen sie, aber meine Mandantin hat mich gebeten ihnen das hier“, er reichte ihm einen Brief“für ihren Mandanten zu geben. Ich finde es sehr gut, dass sie das arme Kind aus allem heraus gehalten haben, wie geht es ihm denn?“; fragte er ihn.
„Nun, es hat durch den Unfall eine schwere Gehirnerschütterung und der linke Arm ist gebrochen, dazu kommt, das es drei Wochen dem Schulunterricht fern bleiben musste und es zwei Monate keinen Sport machen darf, was es natürlich wurmt, da es Kapitän der Volleyballmannschaft ist“, antworte er ihm“Und ich werde ihm den Brief zukommen lassen, selbstverständlich“, damit ließ er seinen Kollegen stehen und begab sich zu seinem Sohn. Dieser lag auf dem Sofa und schlief, das ganze war einfach zu viel gewesen.
„Hallo Conny, vielen Dank fürs Aufpassen, wie lange schläft er schon?“; fragte er sie.
„Hallo Elias, dein Kleiner ist ein sehr netter Junge, ungefähr ne halbe Stunde. Er war nachdem Richter Moos hier war so fertig, das er einschlief“, antwortete sie ihm.
„Dann bringe ich ihn mal nach Hause, bis bald Conny“, damit hob er seinen Sohn auf seine Arme und verließ das Gebäude durch den Hinterausgang, den dort stand sein Auto. Zuhause nahm ihm Emil den Kleinen ab und legte ihn auf das Sofa.“Und?“,fragte er ihn. Elias wusste sofort wovon er sprach.
„Zwei Jahre Führerschein Entzug, und für Kevin zehntausend Euro Schmerzensgeld, prima nicht“, grinste er seinen Freund an. „Das hast du ganz prima gemacht“, damit zog er seinen Freund in seine Arme und küsste ihn liebevoll.
„Oh wir sind ja schon Zuhause, ist der Spuck jetzt endlich vorbei?“, fragte jemand gähnend vom Sofa. „Ja Kevin, es ist vorbei, ach hier das hat mir der Anwalt von der Unfallverursacherin gegeben“, und reichte ihm den Brief. „Oh Gott, hört das denn nie auf, ließ du ihn, ich will nichts mehr mit dieser Frau zu tun haben“, damit stand er auf und ging in die Küche um sich etwas zu trinken zu holen. Währenddessen öffnete sein Vater den Brief.

Hallo,
es tut mir leid das der Brief so beginnt, aber man hat mir leider nie verraten, wie du heißt.
Hiermit möchte ich mich bei deinen Eltern und dir noch einmal in aller Form entschuldigen. Ich war wütend und unkonzentriert und habe damit beinahe dein Leben zerstört. Ich kann nur immer wieder betonen, wie leid es mir tut.
Vielleicht verzeihst du mir ja irgendwann.Und egal welche Strafe ich bekomme, ich werde sie annehmen, denn ich habe rücksichtslos gehandelt.
Mit freundlichem Gruß Nora Schimmer.
P.S. Anbei ein Gutschein für ein neues Fahrrad und einen neuen Helm.

Elias sah Emil erstaunt an, und sagte“Das hätte ich jetzt aber nicht von ihr gedacht, sieh mal, dass ist ein Gutschein von dem tollen Fahrradgeschäft das hier neu aufgemacht hat. Moment die heißen auch Schimmer!!“.
„Vielleicht ist sie die Tochter?“; sagte sein Freund.
„Wer ist welche Tochter?“; fragte sie Kevin der gerade mit einem Glas und einer Flasche Wasser wieder aus der Küche kam.
„Die Frau die dich angefahren hat, hier liegt auch noch ein Gutschein bei für ein neues Fahrrad und ein neuer Helm“, sagte sein Vater.
„WOW echt, zeig mal, das ist ja toll“; freute sich der Junge. Am nächsten Tag fuhr ihn sein Vater zur Schule und sprach anschließend noch mit dem Direktor, der sofort Verständnis für die Lage von Kevin hatte.
„Keine Sorge Herr Schneider, ich werde Herrn Bauer auch Bescheid geben und wenn Kevin eine Auszeit braucht, bekommt er diese natürlich. Eine wirklich schreckliche Geschichte, aber sie ging ja Gott Lob gut aus“, sagte der Direktor zu ihm. Daraufhin bedankte er sich und fuhr zur Arbeit, wo ihn schon Frau Trüger erwartete.
„Guten Morgen Herr Schneider, ich habe sehr gute Nachrichten für sie und Kevin“, begann sie. „Na da bin ich aber mal gespannt!“, gab Elias von sich.
„Man hat für den Kevin in den beiden Seniorenheimen eine Spendenaktion gemacht, weil doch sein Fahrrad kaputt ist. Sie werden es nicht glauben, aber es sind über tausend Euro zusammen gekommen“, antworte sie.
„Bitte was?“; fragte er erstaunt und blickte auf den Scheck den sie ihm entgegen hielt.
„Da wird sich Kevin aber freuen, denn die Frau die ihn angefahren hat, hat ihm auch einen Gutschein zu kommen lassen, toll nicht“, sagte er und ging in sein Büro.
„Auch Frau Trüger, bitte bringen sie den Scheck zur Bank, denn so viel Geld möchte ich nicht im Haus haben“, damit schloss er seine Bürotür.
Währenddessen saß Kevin in seiner Klasse und schrieb mit drei weiteren Schülern die Englischarbeit nach. Was ihm gar nicht schwer fiel, denn er liebte diese Sprache. Herr Bauer, sein Lehrer saß vorne am Schreibtisch und korrigierte die anderen Arbeiten, als er eine Bewegung war nahm und auf sah.
„Hallo Kevin“, flüsterte er“ bist du schon fertig?“, fragte er den Jungen
„Ja, bin ich“; gab er genauso leise zurück.
„Soll ich dann deinen Vater anrufen das er dich abholt?“, wurde der Junge gefragt und antwortete „Nein, ich gehe zu meinem zweiten Vater, also dem Freund meines Vaters, der hat gleich Feierabend, aber danke“, mit diesen Worten verabschiedete er sich und nahm seine Sachen und verließ erst den Raum und dann die Schule. Kurz darauf stand er an der Polizei und drückte dort auf den Kopf, damit man ihm die Tür öffnete.
„Sie wünschen?“; fragte ihn eine herbe Frauenstimme, woraufhin er antworte „Ich möchte bitte zu meinem Vater“. „Und wer ist das?“; wurde er zurück gefragt. „Hauptpolizeiwachtmeister Emil Sonntag“, woraufhin der Summer brummte und sie ihn herein ließ.
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