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Weihnachtswunsch

GeschichteRomance, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
21.11.2020
24.01.2021
12
53.192
4
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Dieses Kapitel
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13.12.2020 11.641
 
Lars will nicht aufgeben, ein schöner Silvesterabend.

So stand Elias auf und ging nachsehen und war doch sehr erstaunt, dass Lars vor der Tür stand, und wie es schien war er nicht mehr ganz nüchtern.
„Bitte Elias können wir nicht nochmal darüber reden,hicks, entschuldige“, versuchte er zu sagen und schwankte ganz schön.
„Lars, was soll dass, ich dachte eigentlich, dass du so vernünftig wärst eine Niederlage hinzu nehmen, aber wie es aussieht, habe ich mich getäuscht“; antworte ihm Elias und wollte die Tür schließen, aber Lars versuchte ins Haus zu kommen.
„Lars, bitte auch wenn du betrunken bist, du begehst gerade Hausfriedensbruch, dass kann dir ein bis zwei Jahre einbringen“, appellierte er an den letzten Funken Vernunft in ihm. Aber Lars sein Gehirn lief schon auf Sparflamme. Kevin der auf seinen Vater gewartete hatte, dass er zurück kam, ging nachsehen wer ihn dort aufhielt und schreckte dann zurück vor Angst, denn als Lars ihn sah, wurde er richtig wütend und schrie los.
„Du bist an allem Schuld, wegen dir will mich dein Vater nicht“, weiter kam er nicht, denn Elias brüllte ihn an.
„LARS, du entschuldigst dich sofort bei meinem Sohn, und ich gebe meinem Sohn ganz recht, du bist noch viel zu jung für eine feste Beziehung, bitte gehe jetzt, oder ich muss die Polizei rufen“, antworte er ihm etwas weniger laut. Kevin hatte sich wieder ins Wohnzimmer verzogen, als sich das Handy seines Vater meldete.

Elias, wollte mich bei euch beiden herzlich für den schönen Nachmittag bedanken,Emil.

Da hatte der Junge eine Idee und setzte sie sofort in die Tat um.

Hallo Emil, Kevin hier, Papa hat Ärger mit Lars, außerdem hat er mich angebrüllt, ich wäre Schuld, das Papa sich für dich entschieden hat, könntest du vorbei kommen, bitte. Wir wohnen in der Glockengasse Nummer vierzehn, beeile dich, bitte,Kevin.

Zurück bekam er ein Bin schon unterwegs,Kleiner. Worüber sich der Junge freute. Denn keine fünf Minuten später standen zwei Polizisten mit ihrem Wagen vor der Tür, und einer war Emil, was Elias doch sehr wunderte, denn er wusste bis dahin nicht was Emil für einer Arbeit nachging.
„Guten Abend, sie haben Ärger mit Herrn Fröhlich, Herr Schneider?“; fragte er ihn mit seiner angenehmen Stimme und zwinkerte ihm gleichzeitig zu.
„Wie sie sehen, Herr?“, wurde Emil gefragt und gab sehr gerne Auskunft.
„Hauptpolizeiwachtmeister Emil Sonntag, angenehm“; antworte er ihm fröhlich.
„Aber woher wussten sie das ich Ärger habe?“; wurde Emil gefragt, als Kevin durch den Lärm angelockt wurde.
„Ihr Sohn hat sich bei mir gemeldete, da er sich große Sorgen um sie machte, der Kleine hat es voll drauf, und sie Herr Fröhlich kommen jetzt erst mal in die Ausnüchterungszelle. Könnten sie, falls es ihre zeit erlaubt morgen früh vorbei kommen, und meinen Kollegen der Frühschicht erzählen was vorgefallen ist, Herr Schneider?“, wurde Elias gefragt. Woraufhin er den Arm um seinen Sohn legte und sagte“Machen wir, und danke“.
„Dafür nicht“, wurde ihm geantwortet, anschließend fuhr der Polizeiwagen wieder fort mit Lars auf dem Rücksitz.
„War das nicht gerade Emil?“, wurde er von seinem Sohn gefragt, worauf er lachend antworte“Ja das war er und wieso kam er so schnell hierher, er kannte doch gar nicht unsere Adresse?“, wurde der Junge gefragt. „Er hat sich per SMS bei dir gemeldete und da ich mir keinen anderen Rat wusste, bat ich ihn vorbei zu kommen, war das falsch?“, dabei sah er schüchtern seinen Vater an.
„Nein, ich bin sehr froh, dass du ihm geschrieben hast was hier los ist“, antworte ihm sein Vater und nahm ihn in den Arm. Als sich plötzlich sein Handy meldete und er danach griff, nachdem sich Kevin aus der Umarmung seines Vaters gelöst hatte.

„Elias, alles gut bei euch, ich finde Kevin hat sehr gut reagiert, bitte schimpfe ihn nicht aus,Emil.

Lachend zeigte er seinem Sohn seine Nachricht und schrieb anschließend zurück.

Emil, uns geht es gut, und ich finde auch das mein Sohn sich richtig verhalten hat. Danke für die schnelle Hilfe, Herr Hauptpolizeiwachmeister und noch einen ruhigen Dienst, Elias.

Zurück bekam er ein lachendes Smiley, was er seinem Sohn zeigte, woraufhin dieser auch zu lachen begann.
Anschließend aßen sie zu Abend und spielten bis zweiundzwanzig Uhr an der Konsole, danach gingen sie schlafen. Als er am anderen Tag aufwachte, war Kevin schon auf und saß im Wohnzimmer und sah fern, es lief Terra X, diese Sendung sah er sehr gerne.
„Hast du schon gefrühstückt?“; wurde Kevin gefragt.
„Nein, ich bin erst eine halbe Stunde auf, ich wollte mit dir frühstücken“; wurde ihm geantwortet, was er niedlich fand. Da ging die Türglocke und beide sahen sich überrascht an, wer mochte das sein, denn sie erwarteten niemanden. So ging Elias zur Tür und als er sie öffnete, war niemand da, so wollte er die Tür wieder schließen, da sah er auf den Fußabtreter,dort lag eine Brötchentüte und eine lachsfarbene Rose. Aber von wem, Schulter zuckend hob er die Brötchen auf und auch die Rose machte die Tür zu und ging über das Wohnzimmer zurück in die Küche.
„Wer war den an der Tür?“, wurde er gefragt und hob deshalb die Tüte mit den Brötchen an, die Rose schnitt er ein Stück ab und stellte sie in eine Vase auf den Küchentisch.
„Mh Brötchen, vielleicht von Emil?“; grinste ihn sein Sohn an und zeigte auf die Rose.
„Fragen wir ihn, aber erst nachher, denn jetzt wird er schlafen, da er Nachtdienst hatte“, gab sein Vater von sich.
„Papa, ich mag den Emil wirklich gerne, der ist nett und nicht so sprunghaft wie dieser Lars, den mag ich nicht. I...ich hatte gestern richtig Angst vor ihm“, gab Kevin zu und zog die Nase hoch. Sofort war er bei ihm und legte schützend beide Arme um ihn und wiegte ihn hin und her,damit er sich beruhigte.
„Nach gestern wird er es sich zweimal überlegen wieder bei uns aufzukreuzen, das rate ich ihm jedenfalls“; sagte er mit fester Stimme.
„Ich habe dich lieb Papa, und jetzt habe ich Hunger“, daraufhin entließ er ihn aus seinen Armen und machte Kaffee für sich und Kakao für seinen Sohn. Als sie dann die Tüte öffneten, fanden sie eine Nachricht vom Spender der Brötchen.

Guten Morgen meine Lieben,
hoffe ihr habt trotz des gestrigen Vorfalls gut geschlafen.
Melde mich wenn ich ausgeschlafen habe, habe ab jetzt bis ins neue Jahr Urlaub.
Die Überstunden müssen weg, Lust was zu unternehmen?, wäre dabei.
Lasst euch die Brötchen schmecken.
Gruß Hauptpolizeiwachmeister E. Sonntag.

„Ha, ich hatte recht“; lachte der Junge und biss in sein Brötchen hinein und ließ es sich schmecken. Nachdem Frühstück ging er wieder ins Wohnzimmer und sah weiter fern. Sein Vater blieb in der Küche zurück und sah versonnen auf die Rose. Wie lange war es her, dass er Blumen erhalten hatte, Ewigkeiten.
Ohne lange nachzudenken, nahm er sein Handy zur Hand und begann zu schreiben.

Emil, guten Morgen und vielen Dank für die Brötchen und die nette Überraschung, haben uns sehr gefreut. Heute ist der Besuch bei meiner Schwester geplant, aber morgen hätten wir Zeit, einverstanden? Und ja wir haben beide sehr gut geschlafen, trotz dieses Vorfalls. Ach ja, wir müssen ja auch noch zur Polizei aber was sollen wir da, Anzeigen werde ich ihn nicht, er soll uns nur ab jetzt in Ruhe lassen. Und damit du weißt welchem Beruf ich nach gehe, ich bin Anwalt, meine Kanzlei ist über der Sparkasse in der Stadt.Elias.

Da in den letzten Tagen einiges liegen geblieben war, räumte er auf, steckte Wäsche in die Waschmaschine und trug den Müll raus. Als plötzlich Lars vor ihm stand, er sah ziemlich verkatert aus.
„Was willst du hier, hast du nicht schon genug angerichtete, du hast meinem Sohn Angst gemacht, verschwinde. Wie mein Sohn schon sagte, du bist auch in meinen Augen für eine feste Beziehung noch nicht reif genug, guten Tag“, damit wollte er gehen, aber er hielt ihn auf.
„Ich weiß wann ich verloren habe, deshalb bin ich nicht hier, ich bin her gekommen, um mich bei deinem Sohn zu entschuldigen, was ich gestern getan habe war nicht richtig, bitte darf ich?“, wurde Elias gefragt und sah ihm fest in die Augen, dort sah er nur Trauer und Hilflosigkeit.
„Gut, warte hier ich gehe ihn fragen, aber wenn er nicht will, akzeptiere das,ja?“, wurde der Andere gefragt, woraufhin er nickte, wenn es so kam, musste er das akzeptieren.
Elias ging hinein und kam kurz darauf mit seinem Sohn wieder, dieser hielt dabei seine Hand in seiner, hatte er Angst vor ihm?, oh nein was hatte er getan.
„Hallo Kevin, keine Angst, ich bin nur hier um mich bei dir zu entschuldigen, was ich gestern getan habe war nicht richtig,Ich gehe jetzt besser, euch alles gute“, damit drehte er sich um und ging die Straße herunter, aber der Wind trug ihm noch die Geräusche nach, so bekam er mit, dass Kevin weinte, was er wirklich nicht gewollt hatte. Was hatte Emil gestern zu ihm gesagt“Lass dich nie wieder in der Nähe der Beiden blicken, sie haben was besseres verdient“, und das stimme auch, er hatte es in seiner eigen Dummheit vermasselt, selbst Schuld. Er war gleich nachdem ihn ein anderer Kollege von Emil heute morgen aus der Zelle gelassen hatte nach Hause gegangen, hatte geduscht sich etwas anderes angezogen und war hier her um sich zu entschuldigen, da hatte er noch gedacht, dass er alles wieder ins Reine bringen könnte, aber er hatte gestern alles verspielt, das hatte er nun davon. Wie gut war es da, dass er von seinem Chef vor Weihnachten gefragt worden war, ob er Lust hätte die Fiale in München zu bereichern. Er sollte ihm nach den Feiertagen Bescheid geben, so verschwand Lars Fröhlich aus dem Leben von Elias und Kevin Schneider.
Da sie zum Mittagessen bei seiner Schwester sein sollten, fuhren sie um halb Zwölf Uhr los, bis dahin hatte sich Kevin auch wieder beruhigt. Die Tränen die er nach Lars Entschuldigung geweint hatte, waren Tränen der Erleichterung gewesen. Denn der Stachel der Enttäuschung hatte tief gesessen. Für ihn war Lars eine Art großer Bruder gewesen, aber kein Partner für seinen Vater. Auch bei Tante Sophia gab es Geschenke, worüber er sich sehr freute. Während die Erwachsenen sich unterhielten, spielte er mit den Geschenken. Gegen Nachmittag fuhren sie wieder zurück, da seine Schwester noch selber eingeladen war. Wieder Zuhause machte er sich in der Küche einen Kaffee und setzte sich damit zu seinem Sohn ins Wohnzimmer.
„Papa, können wir den Spaziergang von gestern nochmal wiederholen, das hat so einen Spaß gemacht?“; wurde Elias gefragt.
„Klar, soll Emil wieder mitkommen?“, wurde er lächelnd gefragt und anstatt zu antworten, nickte er nur, denn er fuhr wieder Autorennen auf der Konsole.

Emil, ich hoffe ich störe nicht, aber das Wetter ist so schön, deshalb dachten wir, also Kevin und ich wir könnten den Spaziergang von gestern wiederholen, Lust?.Wenn du aber keine Zeit hast, gehen wir alleine!.Elias

Er hatte die SMS gerade abgeschickt, dachte er, dabei waren fast zehn Minuten vergangen, da meldete sich sein Handy.

Elias, erst einmal vielen Dank für die nette Nachricht heute Morgen, hatte mir echt Sorgen gemacht, Herr Anwalt. Nun zu deinem Vorschlag, bin dabei, wann und wo?,Emil.

Lachend antworte er ihm.

Emil, nein wir haben zu Danken für die Brötchen, wieder im Stadtpark und anschließend Kaffee bei mir?Elias.

Wo er plötzlich diese  Freude  her nahm, wenn er sich mit ihm unterhielt, es war ihm Schleierhaft. Kevin der ja auf dem Fußboden etwas schräg neben ihm saß, nahm es mit Freuden hin. Er war überzeugt, das Papa Henry nichts gegen Emil hatte, wenn er noch am Leben wäre. Seine Gedanken wurden durch das Handy seines Vaters unterbrochen.

Elias, gerne ich bringe Plätzchen mit, einverstanden?Emil.

Emil, sehr gerne, dann bis gleich im Stadtpark, freuen uns,Elias und Kevin.

„Mach bitte dein Spiel aus, wir gehen in den Stadtpark“; sagte sein Vater und erhielt ein fettes Grinsen zurück, mehr nicht. Während sie sich auf den Weg zum Stadtpark machten, sprachen sie kein Wort, aber das war auch nicht nötig, denn sie verstanden sich auch so. Als sie am großen Brunnen ankamen, stand Emil in seinem schwarzen Wintermantel und dem schwarzen Hut schon dort und sah ihnen entgegen.
„Hallo ihr zwei, na einen schönen Tag gehabt?“; wurde Elias begrüßt per Handschlag. Bevor er antworten konnte, tat es sein Sohn.
„Bis Lars auftauchte schon, nein nicht was du denkst, er wollte sich bei mir entschuldigen und dachte damit wäre wieder alles in Ordnung, aber Papa hat ihm klipp und klar gesagt, dass er sich seine Chance gestern verspielt hat. Und ja ich habe die Entschuldigung angenommen, damit der ganze Mist endlich ein Ende hat,Was?“, sah er Emil an, denn dieser hatte ihn angestarrt.
„Wie alt bist du nochmal?“, wurde Kevin gefragt.
„Zehn Jahre, im Februar werde ich elf Jahre, warum fragst du?“; überrascht sah er den schwarzhaarigen an.
„Weil du für dein Alter schon sehr vernünftig bist. Und nun zu dir, Elias, dass hätte auch anders enden können, das hätte ich nicht verkraftete“, während er gesprochen hatte, war er immer leiser geworden. Woraufhin Kevin einfach seine Hand in seine nahm und ihn anlächelte. Elias war bei seinen Worten rot geworden, vor Freude, nun trat er an den Anderen heran und lehnte sich gegen ihn, woraufhin er in eine feste Umarmung gezogen wurde. Plötzlich wurden die beiden Männer gemeinsam umarmt, von Kevin.
„Wenn du mir noch ein wenig Zeit lässt, dann werde ich mich auf dich einlassen“, sagte Elias leise zu Emil, der ihm daraufhin einen Kuss auf die Wange gab und genauso leise antworte.
„Nimm dir so viel Zeit wie du brauchst, ich bin da, wenn du bereit bist“, anschließend schlenderten sie gemütlich durch den Park. Nachdem ausgelassen Spaziergang, gingen sie zu dritt nach Hause, wo Elias Kaffee für sich und Emil kochte und Kakao für seinen Sohn.
Plötzlich hörte er ein WOW aus dem Wohnzimmer und ging nachsehen. Auf dem Wohnzimmertisch stand eine große Dose aus Metall und darin befanden sich Plätzchen, selbstgemachte.
„Sieh mal Papa, die hat Emil alle gebacken und die schmecken so lecker, probier mal“, sagte sein Sohn.
„Mh, sehr lecker, wo hast du das gelernt?“; wurde der Ältere gefragt, während er probierte.
„Ich habe schon sehr früh gewusst, dass ich schwul bin, etwa mit dreizehn Jahren, woraufhin mich meine Eltern vor die Tür setzten, aber meine Oma nahm mich auf, von ihr habe ich es gelernt, greift zu, ich habe noch so eine Dose Zuhause“, antworte er ihnen.
So verbrachten sie einen wunderschönen Nachmittag und als Kevin einmal aus dem Fenster sah, schneite es.
„Papa, sieh mal es schneit“, rief er aus und als er sich zu den Erwachsenen umdrehte, sah er ein niedliches Bild. Sein Vater hatte sich an Emil geschmiegt und dieser hatte seinen rechten Arm um ihn gelegt, aber am niedlichsten war, beide schliefen. Leise hob er das Handy seines Vaters auf, suchte die Fotofunktion und machte ein Bild, was er auch gleich Emil schickte. Anschließend machte er die Konsole aus und ging auf sein Zimmer. Dort setzte er sich an das Fenster und sah in den Himmel und sagte nur ein Wort, Danke.
Als er eine Stunde später wieder herunter kam, waren die Beiden wieder wach und sein Vater sah ihn fragend an.
„Kevin, Tante Sophia kommt gleich, und passt auf dich auf, Emil und ich gehen etwas trinken, ja?“, wurde er gefragt und antworte erstaunlich ruhig.
„Geht klar, viel Spaß“; damit war es für ihn erledigt.
Überrascht sah ihn sein Vater an, aber er war schon im Wohnzimmer verschwunden.
„Hast du schon gesehen, was dein Sohn mir geschickt hat“; lenkte Emil ihn grinsend ab und zeigte ihm das Foto.“Oh, das ist wirklich niedlich“, antworte er ihm und sah auf seinem Handy nach. Wo er das Foto auch fand.
„Lass uns gehen, Sophia wird gleich hier sein und so lange können wir ihn alleine lassen“, damit verabschiedeten sie sich von ihm und verließen das Haus. Fünf Minuten später war Sophia da und für Vater wie Sohn wurde es ein sehr lustiger Abend.Gegen dreiundzwanzig Uhr betrat ein pfeifender Elias wieder sein Haus, seine Schwester war noch da, aber sein Sohn schlief schon.
„So wie du aussiehst war es ein schöner Abend, was mich für dich wirklich freut“, versuchte sie ein Gespräch zu beginnen, aber ihrem Bruder war nicht nach reden, dafür war dieser Abend viel zu schön gewesen.
„Mh, vielen Dank fürs aufpassen, gehe nach Hause, Sophia, oder soll ich dich rum fahren?“; wurde sie gefragt.
„Nein danke, ich rufe mir ein Taxi, du wirst etwas getrunken haben, oder?“; fragte sie zurück und bekam eine überraschende Antwort.
„Keinen einzigen Tropfen Alkohol, ich bin völlig nüchtern, aber wenn du nicht willst, dann gute Nacht“, damit bekam sie noch einen Kuss auf die Wange und er ging nach oben schlafen, was für ein Tag. So viel geredet und gelacht hatte er schon lange nicht mehr. Emil war ein sehr guter Zuhörer und noch ein besserer Erzähler, was der für Geschichten auf Lager hatte alleine von Berufswegen, göttlich. Als Kevin am anderen Tag herunter kam, war der Frühstückstisch gedeckt und sein Vater lief pfeifend durch Haus, bitte was, sein sonst so traurig blickende Vater war fröhlich, was war passiert?, fragte sich der zehnjährige.
„Wie es scheint, hastet du einen schönen Abend?“, versuchte er mehr zu erfahren.
„Mh ja, kann man so sagen, Kevin“, dabei sah er seinen Sohn sehr ernst an“ glaubst du Papa Henry wäre mir sehr böse, wenn ich mich neu verliebe?“, wurde der Junge gefragt.
Erst sah er seinen Vater überrascht an, dann begann er zu lächeln“Nein, das glaube ich nicht, eher das Gegenteil, er wäre froh, dass du endlich wieder zu leben anfängst. Ich glaube sogar er würde wenn er hier wäre sich vor dich stellen und dich an den Schultern packen, diese schütteln und sagen.Elias endlich wirst du wieder der Alte, wurde auch langsam Zeit, und du trägst Verantwortung gegenüber deinem Sohn, reiß dich zusammen“, anschließend wurde er von seinem Vater liebevoll umarmt.
„War es wirklich so schlimm mit mir, verzeih mir bitte. Ach ja, ich habe mich schon erkundigt, es gibt hier ganz in der Nähe einen Trauertherapeuten und er hat noch Plätze frei. So dass ich im neuen Jahr gleich mit der Therapie beginnen kann. Und wenn du mein Sohn und Emil mir auch noch besteht, dann wird alles gut, hoffe ich“, darauf sagte Kevin nichts, er war nur froh endlich seinen fröhlichen lachenden Vater zurück zu bekommen, Gott Lob.
„Hast du Lust nachdem Frühstück mit mir einkaufen zu fahren, wir brauchen einiges?“, wurde der Junge gefragt und meinte dazu.
„Klasse, dann nehme ich mein Gespartes mit und kann mir ein oder zwei neue Spiele kaufen“, und sah dabei seinen Vater grinsend an.“Oder darf ich das nicht?“, fragte er nach, da Elias nicht antworte. „Kevin bitte, es ist dein gespartes Geld und damit darfst du tun und lassen was du willst“; wurde ihm geantwortet.
So kam es das sie in das große Einkaufszentrum fuhren , und dort erst einmal in die Spielwarenabteilung gingen, so hatten sie das besprochen, während der Fahrt.Elias war sehr erstaunt wie sein Sohn vorging, er suchte nicht erst nach den Spielen, alleine, nein er ging auf eine junge Verkäuferin zu und fragte sehr höflich.
„Guten Tag, ich habe zu Weihnachten eine Playstation vier bekommen mit zwei Controllern, und jetzt suche ich dafür Spiele die ich darauf spielen kann und einen weiteren Controller“, daraufhin sagte die junge Frau. „Oh, da musst du aber sehr artig gewesen sein, komme bitte mit, es gibt gerade ein sehr gutes Angebot bei uns, zwei Spiele mit Controller für hundertzwanzig Euro.Und da sind wir schon. Darf ich fragen wie alt du bist?“, wurde Kevin gefragt.
„Fast elf Jahre alt, warum?“, wurde die Verkäuferin gefragt.
„Weil es bei manchen Spielen Altersbegrenzungen gibt, deshalb habe ich gefragt, denn würde ich dir ein Spiel verkaufen, dass nicht deinem Alter entspricht, könnte ich Ärger bekommen, frag ruhig deinen Vater“, woraufhin sich Kevin zu eben diesem umdrehte und er dazu nur nickte.
„So jetzt noch eine letzte Frage, was spielst du lieber, Rollenspiele, wo du eine Figur des Spieles spielst  und mit ihm gemeinsam die Abenteuer überstehst, oder spielst du lieber Autorennen oder Fußball?“, wurde er gefragt und brauchte nicht lange überlegen.
„Gibt es vielleicht zwei in einem, ich meine ein Rollenspiel und ein Donikon, oder Mario Kart, so in der Art?“, fragte er zurück. Woraufhin die junge Frau in dem großen Karton auf die Suche ging und ihm zwei verschiedene Pakete vorlegte, nun war guter Rat teuer, aber da kam ihm der Zufall zu Hilfe in Form des Geschäftsführers.
„Kann ich behilflich sein?“, fragte er und wurde von der jungen Frau in Kenntnis gesetzt.
„Nun junger Mann, da dass hier ein Weihnachtsangebot war, und dies die letzten Spiele sind, gebe ich dir Rabatt, wenn du die vier Spiele für hundertzwanzig Euro kaufst, bekommst du den Controller geschenkt dazu, was sagst du?“, da brauchte sogar der Junge nicht zu überlegen und sagte“Deal“, und freute sich sehr. Auch Elias fand dieses Angebot sehr gut und als sein Sohn zwei fünfzig Euro Scheine schon auf den Tisch gelegt hatte und nach einem zwanziger Schein suchte, legte er diese auf den Tisch und sagte.
„Steck deine Geldbörse wieder ein, den Rest übernehme ich, ich glaube das bin ich dir schuldig“, woraufhin ihn sein Sohn anlächelte.
„Danke Papa, aber du weißt das du das nicht machen musst“, wurde Elias geantwortet. Kurz darauf gingen sie erst mit den Sachen von Kevin zurück zum Auto und anschließend kauften sie ihre Lebensmittel ein, als sie alles hatten, bezahlte er und nachdem sie den Kofferraum gefüllt hatten, fuhren sie nach Hause. Dort half ihm sein Sohn erst mal alles in die Küche zu tragen, anschließend setzte er sich ins Wohnzimmer und sah sich an, was er gekauft hatte. Elias verstaute die Lebensmittel und machte sich anschließend einen Kaffee und Kevin einen Kakao , womit er zu ihm ins Wohnzimmer kam.
„Und weißt du schon was du spielen willst?“, wurde er gefragt.
„Das ist nicht leicht, ich habe hier zwei Rollenspiele und einmal Donikon und Mariokart“; wurde ihm geantwortet.
„Wenn du alleine spielen willst, zum Beispiel an Silvester, dann spiele doch eins der Rollenspiele, das hier scheint gut zu sein, der Macher hat auch schon japanische Zeichentrickfilme gemacht und sogar drei Oskars dafür erhalten, aber jetzt heißt wenn ich mit spielen darf, würde ich sagen spielen wir Donikon, dass sieht lustig aus“, was sie dann auch taten, plötzlich wurde ihr Spiel, dass sehr viel Spaß machte durch sein Handy unterbrochen.

Elias, will nicht stören, wollte mich nur für den gestrigen Abend bedanken, ich hoffe du hattest so viel Spaß wie ich,Emil.

Emil, du störst nicht, auch ich fand den gestrigen Abend, sehr schön, wir waren einkaufen und Kevin hat sich vier Spiele für seine Konsole gekauft und wir spielen jetzt eins der Spiele, Moment,Elias.

Nachdem er diese Nachricht abgeschickt hatte fragte er seinen Sohn.
„Hättest du etwas dagegen, wenn Emil vorbei käme?“; wurde Kevin gefragt.
„Was glaubst du warum ich einen dritten Controller gekauft habe“, da musste sein Vater aber lachen und schrieb ihm noch eine SMS.

Emil, hättest du vielleicht Lust vorbei zu kommen, wir würden uns freuen?,Elias.

Statt einer Antwort klingelte es keine fünf Minuten später an der Tür, worüber sich die Beiden sehr wunderten, er aber aufstand und nachsehen ging. Wie erstaunt war er, als er die Tür öffnete und Emil mit einem Kuchenhalter vor der Tür stand.
„Hey, schön das du da bist, bist du geflogen?“; wurde er lächelnd begrüßt und bekam einen Kuss auf die Wange gedrückt.
„Ehrlich, ich hatte Kuchen gebacken und wollte ihn nicht alleine essen, weshalb ich hierher fuhr, dann viel mir aber ein, das dass unhöflich wäre hier einfach so aufzutauchen, weshalb ich dir die SMS schrieb“, antworte er ihm.
„Du störst nicht, komm rein, Kevin spielt gerade eines seiner neuen Spiele, richtig lustig, gehe durch“, damit trat er beiseite und ließ seinen Gast eintreten.
Als dieser ins Wohnzimmer kam, hatte Kevin schon den dritten Controller angeschlossen.
„Hallo Emil, oh Kuchen, lecker. Hast du Lust mitzuspielen?“, wurde der Gast gefragt. Woraufhin dieser den Jüngeren erstaunt ansah.
„Kevin hat heute extra für dich einen Controller gekauft, also wenn du möchtest, es macht richtig viel Spaß“, wurde ihm mit leuchtenden Augen erzählt.
„Gerne, aber können wir vorher Kaffee und Kuchen genießen, denn ehrlich gesagt bin ich nicht gut an der Konsole“, versuchte er das ganze raus zu zögern.
„Ach Blödsinn, ich bin auch nicht gut, setze du dich zu meinem Sohn, und ich mach uns Kaffee“,versuchte Elias Emil zu beruhigen. Mit einem Seufzer ergab sich der Ältere in sein Schicksal,  aber wie er heraus fand, war es gar nicht so schlimm, ja es begann ihm Spaß zu machen, so fand Elias ihn und seinen Sohn in einem erbitterten Kampf um Platz eins, aber er verlor gegen Kevin.
„Hey das war unfähr, du hast mich versucht abzulenken, du kleiner Schlingel“, sagte er und wuschtelte ihm anschließend durch seine blonden Haare, woraufhin ihn der Junge angrinste. Elias sah von seinem Sohn zu Emil, hatte er etwas verpasst?,fragte er sich.
„Mit was hat er denn versucht dich abzulenken?“, wurde Emil gefragt und warte auf eine Antwort, die er dann auch bekam.
„Nichts schlimmes, dein Sohn hat sich nur bei mir bedankt, dass du durch mich wieder lachst und fröhlich bist“, dabei sah er Kevin an und zwinkerte ihm zu, denn eigentlich hatte der Junge gesagt: Du tust meinem Vater richtig gut, dafür danke ich dir sehr.
„Kevin, du bist unmöglich, bitte Emil, vergiss sofort was er gesagt hat, manchmal ist mein Sohn eine kleine Nervensäge“, und schenkte seinem Gast Kaffee in einen Becher ein, das er Kevin mit seinen Worten verletzt hatte, sollte er später merken.
„Ich gehe auf mein Zimmer, und mach das drei D Puzzle fertig“, sagte der Junge, nachdem er die Konsole ausgemacht hatte. Oben auf seinem Zimmer schrieb er auf ein großes Blatt Papier:Die Nervensäge will von Papa nicht gestört werden!
„Warst du gegenüber deinem Sohn nicht ein wenig hart, er meint es doch nur gut mit dir?“, wurde Elias von seinem Gast gefragt und schüttelte den Kopf.
„Keineswegs, er muss endlich begreifen, dass er manchmal zu weit geht. Denn er muss doch gesehen haben, wie sehr ich unter dem Verlust gelitten habe, als Henry starb“, antworte er und vermied den Anderen anzusehen, denn seine Augen waren wieder mal mit Tränen gefüllt.
„Ich verstehe dich nur zu gut, aber hast du mal daran gedacht, dass dein Sohn auch unter dem Verlust gelitten hat und durch seinen Weihnachtswunsch versucht hat, diesen eigen Schmerz los zu werden?“, wurde er gefragt.
„Du meinst, Kevin hat genauso gelitten wie ich, ja aber warum hat er das denn nicht gezeigt?“, wurde sein Gegenüber gefragt.
Während die Erwachsenen sich im Wohnzimmer unterhielten, packte Kevin ein paar Sachen in seinen Rucksack, verließ anschließend sein Zimmer und versuchte so leise wie möglich durch die Garage mit seinem Fahrrad zu verschwinden. Als er bei Tante Sophia ankam, und sie ihm die Tür auf machte lag er keine fünf Minuten später in ihren Armen und weinte bitterlich.
„Was ist passiert?“; fragte ihn Elias Schwester ganz aufgeregt.
„Als wenn ich Papa Henry nicht auch vermissen würde, aber das Leben geht weiter. Papa hat einen sehr netten Mann kennengelernt, er heißt Emil, und ist gerade bei uns Zuhause. Ich habe mich bei ihm bedankt, dass er Papa sein Lächeln und die Fröhlichkeit zurück gegeben hat, und was tut Papa, er sagt ich wäre eine Nervensäge, nur weil ich möchte, dass es Papa wieder gut geht. Und deshalb bin ich abgehauen, soll er mich doch suchen, geschieht ihm ganz recht“, war die Antwort ihres Neffen. Der nachdem er sich seinen Frust von der Seele geredet hatte, vor Erschöpfung auf dem Sofa.eingeschlafen war  Kopfschüttelnd deckte ihn seine Tante zu, als plötzlich ihr Handy in der Küche Töne von sich gab.Nachdem ernsten Gespräch mit Emil, fuhr sich Elias mit beiden Händen durch seine Haare und sah seinen Gast zerknirscht an.
„Oh Gott, da habe ich wohl wieder alles falsch gemacht, würdest du mich kurz entschuldigen, ich glaube da ist eine Entschuldigung fällig“; womit er aufstand und die Treppe hoch ging um entsetzt auf dieses Blatt Papier zu starren, wo drauf stand :Die Nervensäge will von Papa nicht gestört werden. Seufzend klopfte er an die Kinderzimmertür und sagte“ Bitte Kevin, darf ich rein kommen, ich möchte mich entschuldigen, was ich da vorhin gesagt habe, war nicht richtig“; da er keine Antwort bekam, trat er ein, und blieb wie angewurzelt sehen. Denn er war schon lange nicht mehr in dem Zimmer seines Sohnes gewesen. Auf dem Nachttisch stand ein Bild von Henry und ihm, auf dem Schreibtisch auch und was ihm das Herz zerriss, auf einem großen aus mehren Blättern Papier zusammen gesetzten Blatt, stand mit roten Buchstaben das Wort:WARUM musste Papa Henry gehen.
Warum hatte er das denn nie gesehen, das sein Kleiner genauso litt wie er, oh nein, was hatte er getan. So fand ihn Emil, und nahm ihn vorsichtig in seine Arme, wo er an fing bitterlich zu weinen.
„Ich habe alles falsch gemacht, ich bin ein sehr schlechter Vater.Kevin  muss mich für ein Monster halten“, weinte er in seinen Armen.
„Wenn Kevin hier wäre, könntest du ihm das sagen, dass es dir leid tut, wo ist dein Sohn?“, wurde Elias aus seinem Eigenmitleid gerissen.
„Kevin, Kevin bitte komm raus, es tut mir leid, ich habe nur mein Leid gesehen und nicht gedacht, dass Papa Henry dir auch so fehlt, Kleiner bitte verzeih mir,Kevin?“; da dieser sich immer noch nicht meldete, begannen die beiden Erwachsenen ihr schematisch zu suchen, bis seinem Vater auffiel, das sein Rucksack fehlte. Panisch lief er die Treppe herunter und von da aus in die Garage wo er sofort sah, das Kevins Fahrrad fehlte.
„Soll ich eine Suchfahndung heraus geben?“; bot sich Emil an, denn er sah wie verzweifelt sein Bekannter war, ihn Freund zu nennen war, nachdem was heute hier passiert was definitiv zu früh. Elias lehnte sich an die kalte Garagenwand, was hatte er getan!.Da fielen ihm Kevins Worte wieder ein: Wenn du nicht langsam zur Vernunft kommst, gehe ich zu Tante Sophia. Wie von der Tarantel gestochen lief er ins Wohnzimmer, Emil schien vergessen zu sein, dieser machte die Zwischentür wieder zu und folgte ihm ins Wohnzimmer, wo er ihn gerade noch auffangen konnte, nachdem er jemanden angerufen hatte.
„Schneider?“; hatte sich seine Schwester gemeldete, obwohl sie auf dem Display sah, dass es ihr Bruder war.
„Hier ist Elias, ist Kevin bei dir?“, wurde sie mit verzweifelter Stimme gefragt.
„Ja ist er, und noch etwas Elias, er ist genauso traurig wie du, dass Papa Henry nicht mehr da ist, aber er hat eingesehen, dass das Leben weiter geht und du wieder jemanden brauchst, der dich auffängt. Elias?“, fragte sie in ihr Gerät und hörte dann eine wirklich nette Stimme.
„Nein mein Name ist Emil Sonntag, ihr Bruder ist ohnmächtig geworden, denn er hat sich wirklich Sorgen gemacht um seinen Sohn. Wenn er wieder zu sich kommt, bringe ich ihn bei ihnen vorbei“, sagte die vollmundige Stimme.
„Nein Herr Sonntag, sagen sie meinem sturen Bruder, dass ich mit seinem Sohn gleich vorbei komme, und ihm dann die Leviten lese“, woraufhin sie den Fremden lachen hörte.
„Ich freue mich sie kennenzulernen, Frau Schneider“, und legte das Handy anschließend auf den Tisch, denn Elias kam wieder zu sich und wollte direkt aufspringen.
„Du bleibst schön hier auf dem Sofa liegen, deine Schwester kommt gleich vorbei, und du sollst dich schon mal warm anziehen“, sagte er zu ihm und lächelte ihn an.
„Danke, Emil ohne dich wäre ich hier durch gedreht. Ich habe eine Bitte, würde es dir was ausmachen, wenn wir Silvester hier bei mir ganz gemütlich feiern?, denn jetzt wo ich weiß wie es um meinen Sohn wirklich bestellt ist, will ich ihn nicht alleine lassen, bitte“, dabei sah er ihn bittend an.
„Sehr gerne, dein Kleiner ist mir auch schon ans Herz gewachsenen, nein ihr Beide seit schon heftig dabei euch in mein Herz zu nisten, obwohl ich weiß, dass ihr noch Zeit braucht, sollst du wissen, ich bin immer für euch da“, woraufhin ihm der Andere seine Hand auf seine legte und leise „Danke“, sagte. Plötzlich klingelte es an der Haustür und so stand Emil auf und ging die Haustür öffnen, draußen vor standen eine junge Frau etwas älter als Elias und Kevin, dieser mit rot geweinten  Augen.
„Hallo Kevin, schön dass du wieder da bist, dann sind sie Elias Schwester, angenehm, Emil Sonntag, aber kommen sie doch herein. Kevin dein Vater ist im Wohnzimmer, er liegt auf dem Sofa, nein keine Angst, es geht ihm gut. Er hat sich nur sehr aufgeregt, weil du verschwunden bist“, damit lies er die Beiden eintreten und half ganz Gentleman Sophia aus dem Mantel.
„Danke sehr, wenn ich Emil sagen darf, dürfen sie Sophia zu mir sagen, lassen wir den Beiden Zeit die Wiedersehensfreude zu genießen, bevor ich meinem kleinem Bruder den Kopf abreise“, mit diesen Worten führte sie Elias gut aussehenden Gast in die Küche.
„Sehr gerne Sophia, aber bitte nicht den Kopf, denn Elias hatte so schöne Augen, in denen man versinken kann“, schwärmte er seiner Schwester etwas vor.
Währenddessen saßen auf dem Sofa Vater und Sohn und weinten beide, der eine weil er endlich begriffen hatte, dass sein Sohn wegen Henry auch traurig war, und der Andere, weil er seinem Vater zusätzlich solchen Kummer bereitete hatte.
„Warum hast du nie was gesagt, ich musste erst in dein Zimmer gehen um es zu begreifen, Kevin es tut mir so leid, dass ich dich so miss verstanden habe,bitte verzeih mir!“, sagte Elias zu seinem Sohn, woraufhin sich dieser an ihn schmiegte und antworte.
„Ich konnte es dir nicht sagen, sonst wärst du noch trauriger gewesen, Tante Sophia wusste es“, gab sein Sohn von sich.
„Oh nein, was war ich für ein schlechter Vater, dass ich vor lauter Selbstmitleid nicht gesehen habe, dass es dir auch so schlecht ging, wie kann ich dass wieder gut machen?“; sah er flehend seinen Sohn an und bekam die Antwort von ganz anderer Seite.
„Als erstes höre auf dich immer selbst zu bemitleiden, Elias, zweitens kannst du Emil hier danken, dass ich dir Bruderherz nicht den Kopf abreise und drittens du bist kein schlechter Vater, nur manchmal etwas begriffsstutzig, wenn es um bestimmte Sachen geht, Mensch reiß dich endlich zusammen, du hast Verantwortung und  was ich dir noch sagen wollte, dein Sohn hat“; da unterbrach ihr Neffe sie.
„Bitte Tante Sophia nicht“, aber sie sah ihren Neffen an und sagte dann“Nein Kevin, dein Vater muss es endlich erfahren. Kevin hat genauso viel geweint wie du, aber da er wusste wie sehr du getrauert hast, behielt er es für sich und weinte immer nur bei mir. Was glaubst du wieso er auf diesen Weihnachtswunsch gekommen ist, na überlege mal. Nein fällt es dir nicht ein?, dann will ich es dir sagen. Nein Kevin es reicht. Weil dein Sohn hier es nicht mehr mit ansehen konnte, wie sehr du dich selbst zerstört hast. So jetzt habe ich mir Luft gemacht, gibt es hier auch einen Kaffee?“; fragte sie etwas freundlicher, woraufhin alle loslachten und Elias sich erheben wollte, aber sich wieder setzten musste, denn das ganze war ihm doch sehr nahe gegangen.
„Bleib sitzen, wenn du es erlaubst, mache ich uns Kaffee, und Kevin hilft mir, ja?“; fragte Emil seinen Gastgeber. Als Kevin das hörte, löste er sich aus der Umarmung seines Vaters und stand auf und ging ohne eine Antwort abzuwarten mit Emil in die Küche, wo er ihm zeigte wo er alles fand zum Kaffeekochen.
„Er ist nett, wo habt ihr euch kennengelernt?“; fragte Sophia ihren Bruder als die beiden Anderen das Wohnzimmer verlassen hatten.
„Ich habe dir doch von dem jungen Mann erzählt, der Weihnachten bei uns war“, woraufhin sie nickte und gespannt war, was jetzt kam.
„Genau dieser hat uns am nächsten Tag eingeladen zum Grünkohleessen, und dort lernten wir dann Emil kennen“; sprach er weiter, aber wie es schien war diese Geschichte noch nicht zu Ende. „Lars, der andere junge Mann vom Weihnachtsessen, trafen wir dann nochmal im Stadtpark, weil wir uns dort mit Emil verabredete hatten, bei dieser Gelegenheit, habe ich ihm, also Lars, dann auch wissen lassen, dass er mir zu jung war und Kevin sagte ihm dann noch sehr deutlich, dass er ihn nie als zweiten Vater akzeptieren könnte, da er auch ihm zu jung für diese Aufgabe vorkam. Das Ende vom Lied war, dass Lars beleidigt abzog, als Emil dann auftauchte und später wir waren gerade wieder Zuhause, angekommen, angetrunken vor unserer Haustür auftauchte. Kevin der neugierig war, wer da geklingelt hatte kam dann nachsehen, woraufhin ihn Lars anbrüllte, wegen ihm würde nichts aus mir und ihm. Daraufhin zog sich mein Sohn erschrocken zurück und da sich Emil gerade per SMS auf meinem Handy meldete, schrieb er ihm, dass ich Ärger hatte, woraufhin wenig später ein Polizeiwagen vor fuhr und Emil in Uniform diesem entstieg und Lars mitnahm, ja so lernten wir uns kennen. Ach und im neuen Jahr werde ich eine Trauertherapie beginnen, ich habe eingesehen, dass ich das nicht alleine schaffe“, genau bei diesen letzten Worten kamen sein Sohn und Emil mit einem Tablett herein.
„Papa, was schaffst du nicht?“, wurde Elias gefragt.Emil war viel zu höflich seinen Gastgeber zu fragen, außerdem ging ihn das nichts an.
„Kevin, ich habe endlich eingesehen, das ich Hilfe brauche um nach Papas Henrys Tod wieder  ein normales Leben zu führen, und ich hoffe sehr, dass ihr Beide mir dabei helft“, dabei sah er von seinem Sohn zu Emil. Wie aus einem Mund bekam er als Antwort ein“Sehr gerne“, anschließend tranken sie zusammen noch Kaffee und aßen Emils Kuchen, kurz darauf wollte Sophia aufbrechen und sich ein Taxi rufen, woraufhin ihr Emil  anbot sie mitzunehmen.
„Wenn es ihnen recht ist Sophia, fahre ich sie sehr gerne nach Hause, denn ich muss langsam auch mal wieder nach Hause“, was gar nicht gut bei den beiden Schneider Männern ankam.
„Schade musst du wirklich schon gehen?“; wurde er von Kevin gefragt, worauf er nickte und Elias an sah, der bis jetzt nichts gesagt hatte.
„Wenn ich ehrlich bin, finde ich es auch Schade, aber wenn du gehen willst, halte ich dich nicht auf. Vielleicht hast du ja morgen Zeit?“, wurde der Polizist gefragt und als Antwort lächelte er ihn an.
„Schauen wir mal, wenn ich Zeit habe melde ich mich, Ja“, daraufhin nickte ihm Elias zu und Kevin grinste. So wurden die beiden Anderen verabschiedete und Vater und Sohn waren mal wieder alleine.
„Papa, ich mag den Emil immer mehr, und wie ist es bei dir?“, wurde sein Vater gefragt.Da zog er seinen Sohn auf seinen Schoß und legte beide Arme um ihn“Ja, mir gefällt er auch sehr gut, aber weißt du ich hänge noch zu sehr an Henry, weshalb ich auch diese Therapie machen will, denn es wäre Emil gegenüber nicht fair jetzt mit ihm eine Beziehung zu beginnen, wo Papa Henry immer noch so präsent ist, verstehst du das?“; wurde der zehnjährige gefragt.
„Ja, das verstehe ich, sehr gut sogar, aber tust du mir bitte einen großen Gefallen, Papa?“; wurde Elias von seinem Sohn gefragt.
„Wenn du mir sagst welchen, werde ich sehen ob ich dir diesen Gefallen tun kann, was ist es denn?“; wurde Kevin gefragt.
„Könntest du mir den Gefallen tun und dem Emil niemals weh tun, denn er hat sich schon einen Platz in meinem Herz erobert, bitte“, wurde ihm geantwortet.
„Kevin, das habe ich auch nicht vor, denn Emil ist mir jetzt schon mehr als ein sehr guter Freund, aber wie gesagt, ich brauche Zeit, ich hoffe du verstehst das?“; woraufhin er ein nicken von seinem Sohn erhielt. Als sich plötzlich sein Handy meldete und bevor er danach greifen konnte Kevin es ihm reichte und er die Nachricht öffnete.

Hallo ihr zwei, habe deine Schwester gut Zuhause abgeliefert. Bin danach auch gut Zuhause angekommen. Bedanke mich für den wirklich tollen Tag bei euch, euer Emil.

Da Kevin mitgelesen hatte, freute er sich, das Emil sie beide angesprochen hatte und bevor sich sein Vater versah, hatte er ihm das Handy entwendet und schrieb ihm zurück.

Hallo Emil, wir danken dir, dass du meine Tante, und Papas Schwester nach Hause gebracht hast. Papa und ich sind uns einig, das du gut zu uns passt. Kevin und Elias.

Bevor sein Vater verhindern konnte, dass er die Nachricht abschickte, war sie schon weg.
„Kevin, also wirklich, was sollte das?“, wurde er etwas böse angefahren und bereute es gleich wieder, denn als sein Sohn ihn ansah, hatte er Tränen in den Augen.
Aber auch jemand anderes saß Zuhause und schalt sich gerade einen Idioten, weil er weg gefahren war. So schrieb er zurück.

Hey meine Beiden, ihr habt in meinem Herzen auch schon einen besonderen Platz. Und Elias, wenn du es zulässt, dann schaffen wir das gemeinsam, schlaft gut und Gute Nacht, euer Emil.

Da Kevin das Handy immer noch in der Hand hatte, öffnete er die Nachricht und zeigte sie anschließend seinem Vater, dabei liefen ihm die Tränen über das Gesicht.
„Weißt du Papa, was das schlimmste nach Papas Henrys Tod war?“; fragte er seinen Vater und schmiegte sich an ihn.
„Nein, was denn?“; fragte er seinen Sohn und war über seine Antwort sehr überrascht.
„Seine Geräusche, die er morgens und abends immer gemacht hatte, wenn er aufgestanden war, oder die wenn er abends nach Hause kam, die waren plötzlich weg, erst da habe ich es begriffen, dass er nie wieder kommt“, anschließend weinten beide, bis der Schlaf sie erlöste. Mitten in der Nacht wurde Elias kurz wach, weil ihn sein Rücken schmerze und sich jemand bibbernd an ihn schmiegte. Lächelnd registrierte er, dass er und sein Sohn immer noch im Wohnzimmer auf dem Sofa saßen. So griff er schnell nach der anderen Fernbedienung und das Sofa wurde ein Schlafsofa, anschließend griff er nach der dicken Wolldecke und deckte seinen Sohn und sich zu, danach schloss er wieder die Augen.
Am anderen Morgen, weckte ihn der Duft von Kaffee, so dass er langsam seine Augen öffnete und einen grinsenden Kevin erblickte.
„Guten Morgen Papa, wir sind auf dem Sofa gestern eingeschlafen und weißt du was?“; wurde er gleich am frühen Morgen gefragt.
„Nein, was denn?“; fragte er zurück.
„Es hat richtig gut getan, bei dir im Arm zu schlafen, danke“, kurz darauf stand sein Sohn auf und ging nach oben um sich frisch zu machen.Als er dann geduscht und umgezogen wieder herunter kam, war der Tisch gedeckt und sein Vater schien sich auch frisch zu machen. Wenig später ging die Eieruhr und er entnahm dem Eierkocher die Eier, schreckte sie ab und tat jedem ein Ei in den vorhanden Becher. Kaum hatte er das erledigt, erschien sein Vater, geduscht und umgezogen zum Frühstück.
„Auf was hättest du denn heute Lust?“, wurde er gefragt und sah seinen Vater etwas verwundert an.
„Musst du nicht wieder arbeiten?“, wurde er gefragt,“Nein, mein Urlaub geht bis zum dritten Januar, also, was würdest du gerne tun?“; wurde Kevin gefragt.
„Mh, weiß nicht, schlage du was vor, oder doch ich wüsste was, aber ob dir das gefällt, weiß ich nicht?“; wurde Elias gefragt.
„Was willst du denn tun?“; wurde er gefragt.
„Ich würde gerne mein Zimmer neu streichen, denn wie du weißt, habt ihr Beide es damals gestrichen, kurz bevor Henry ins Krankenhaus kam. Bitte verstehe mich nicht falsch, aber jedes mal, wenn ich es jetzt betrete, erinnert mich alles an ihn“, während er gesprochen hatte, war seine Stimme immer leiser geworden und nun traute er sich nicht seinen Vater an zu sehen.
„Gerne, deine Idee ist nicht schlecht, und ich kann dich auch verstehen, einverstanden. Welche Farbe?“, wurde er gefragt.
Erstaunt hatte ihm Kevin zugehört und blickte jetzt auf, um den Mund seines Vaters lag ein Lächeln. „Rolf mein einer Klassenkamerad, hat mir erzählt, dass er in seinem Zimmer eine Fototapete hat, die die eine ganze Seite ausfüllt, darf ich mir so eine kaufen, natürlich von meinem ersparten Geld. Und sonst möchte ich die restlichen Wände nur weiß gestrichen“, antworte er ihm.
„Von mir aus, solange es keine nackten Mädchen sind, darf du dir gerne so eine Tapete kaufen, dann los, erst aufräumen und anschließend fahren wir einkaufen“, gesagt getan. Während sie den Tisch abräumten gab Elias Handy Töne von sich.

Guten Morgen ihr zwei, was macht ihr heute?,Emil.

Hallo Emil, Kevin möchte sein Zimmer neu streichen, weshalb wir gleich in den Baumarkt fahren,Elias und Kevin.

Elias, dass ist sehr viel Arbeit, wenn ihr Beide nichts dagegen habt, würde ich euch sehr gerne helfen, außerdem muss ich dringend mit dir reden,Elias, bitte!,Emil.

Verwundert sah Elias seinen Sohn an“Emil möchte uns helfen, aber nur wenn du einverstanden bist“; sagte er“Er ist herzlich eingeladen, juhu“, gab sein Sohn von sich, woraufhin er doch lächeln musste.

Emil, wir sind beide einverstanden, und warum willst du mit mir reden, ist etwas passiert, muss ich mir Sorgen machen,Elias.

Aber er bekam keine Antwort mehr, was er doch sehr merkwürdig fand, bis es an der Tür klingelte und da Kevin gerade im Flur war, öffnete er vorsichtig die Tür.
„Hallo Emil, schön dich zu sehen, Papa ist in der Küche, komm herein“; sagte der Junge und ihm wurde durch die Haare verstrubbelt. Wenig später standen sich die Erwachsenen in der Küche gegenüber.
„Oh guten Morgen, ich dachte du stößt später zu uns, und was gibt es wichtiges zu besprechen?“; fiel sein Vater direkt mit der Tür ins Haus.
„“Dir auch einen guten Morgen, da ich einen Kombi fahre, dachte ich fahren wir mit meinem Auto zum Baumarkt. Es ist nichts schlimmes, ich möchte nur deine Meinung zu etwas wissen, aber jetzt fahren wir erst mal los, denn Kevin steht schon in den Startlöchern“, woraufhin sie beide anfingen zu lachen. So fuhren sie zum Baumarkt und kauften neue Farbe für Kevins Zimmer ein. Als sie zu den Fototapeten kamen, gab es eine so große Auswahl, das Kevin verzweifelt seinen Vater an sah.
„Wenn du dich nicht entscheiden kannst, wähle drei Tapeten aus die dir am besten gefallen und entscheide dann“; versuchte ihm Elias zu helfen, aber Kevin brauchte ganz bei was anderem Hilfe, denn das Motiv was er sich im Internet ausgesucht hatte war nicht mehr dabei. Das sagte er auch seinem Vater, da wusste Emil Rat. Indem er zu dem Informationsstand ging und den dortigen Verkäufer fragte. Woraufhin dieser einen Kollegen herbei rief und diesen ins Lager schickte um die fehlende Tapete zu holen.
Freudestrahlend nahm Kevin diese entgegen und bedankte sich höflich bei Emil.
„Oh du bist der Größte, oh ja, vielen Dank“, daraufhin musste Emil doch lachen, womit er Elias einen Schauer über den Rücken schickte. Was diesen doch sehr verwunderte.
Als sie dann an die Kasse kamen, zahlte sein Vater die Farbe und er die Fototapete, aber warum zahlte er so wenig?, fragte er die Verkäuferin, woraufhin diese antworte.
„Diese Tapete ist ein auslaufendes Model, die führen wir eigentlich gar nicht mehr, sondern verkaufen nur noch die Reste“, jetzt verstand er es. Wieder Zuhause, machten sich die drei dran das Zimmer von Kevin auszuräumen, wobei er einige Sachen gleich aussortierte und weg tat, so auch das große Blatt Papier und den Zettel den er an die Tür von außen gemacht hatte. Da es auf Mittag zu ging, bestellten sich die drei Pizza und mussten feststellen, dass sie alle drei den gleichen Geschmack hatten.Nämlich Pizza Hawaii, mit viel Ananas und Käse. Da es nicht gesund ist, nachdem Essen gleich wieder weiter zu arbeiten, setzten sich die beiden Männer in die Küche um zu reden und Kevin spielte an seiner Konsole.
„Wir sind jetzt alleine, was wolltest du mir sagen?“; wurde Emil gefragt.
„Oh man bist du immer so direkt, also gut. Man biete mir an mich weiterzubilden, in einem Seminar“, begann er. „Aber das ist doch toll, ich gratuliere dir, du wirst das schon schaffen“, motivierte er sein Gegenüber. „Wenn du erfährst wie lange das Seminar geht, bist du nicht mehr begeistert und außerdem muss ich dann nach München“, gab Emil von sich.
„Wie lange wärst du fort?“; wurde er gefragt. „Drei Monate, es beginnt am zehnten Januar“, gab er Auskunft. „Sch...,Entschuldigung, das ist eine lange Zeit, ja aber warum erzählst du mir das alles?“; wurde der Andere gefragt. Bevor er ihm antworte, sah er sein Gegenüber lange stumm an und wurde sogar ein wenig rot um die Nase.
„Warum ich dir das erzähle ist dies, ich bin dabei mich sehr heftig in dich zu verlieben, deinen Jungen liebe ich sowieso, das steht hier auch nicht zur Debatte. Nein was mir wichtig ist, wirst du auf mich warten, die drei Monate, wenn du nein sagst, lasse ich die Fortbildung sauen, denn du und Kevin seit mir wichtiger. Sagst du aber ja, würde ich fahren, aber dafür möchte ich dann einen Pfand von Dir, der mich daran erinnert, für wen ich das hier alles mache!“.Mit erstaunten Augen hatte er dem anderen Mann zu gehört, und je weiter er erzählte, um so wärmer wurde ihm ums Herz.
„Fahre du zu deinem Seminar und Kevin und ich freuen uns wenn du wieder da bist Herr Hauptpolizeiwachmeister Emil Sonntag. Und wie soll der Pfand aussehen, hast du dir da schon etwas überlegt?“, wurde er lächelnd gefragt.
Als er seine Worte vernahm, begann er wie eine hundert Wattbirne zu leuchten, so freute er sich darüber. „Ja habe ich, aber das verrate ich dir erst, wenn ich mich verabschieden komme,einverstanden. Bis wann hast du noch Urlaub?“, wurde er gefragt.
„Bis zum dritten Januar, aber das ist ein Freitag, also erst am Montag muss ich wieder in die Kanzlei, warum?“; fragte er ihn. „Sehr gut, denn auch ich habe solange Urlaub, könntest du dich damit anfreunden, dass wir die restliche Zeit zusammen verbringen, bitte“, und setzte seinen Dackelblick ein. „Oh Gott, höre auf so zu gucken, wer kann dir dann schon wieder stehen, wahrscheinlich niemand. Morgen ist Samstag, und Sonntag haben wir eigentlich nichts vor, Montag auch nicht und Dienstag gehen wir mit Kevin in den Circus und anschließend hierher. Gut, damit sind die letzten Tage des Jahres verplant. Nein halt, wir müssen am Silvester morgen noch auf den Friedhof, da wäre Henry fünfundvierzig geworden“, bevor er sich versah, hatte ihn Emil im Arm und hielt ihn nur fest und strich ihm beruhigend mit der Hand über den Rücken.
„Du hast ihn sehr geliebt?“, sagte er denn diese Frage war eigentlich überflüssig, so wie Elias weinte. Erschrocken betrat Kevin die Küche und sah das sein Vater in Emils Armen weinte. Als dieser den Kleinen erblickte, streckte er seine Hand nach ihm aus woraufhin dieser die Hand ergriff und zu seinem Vater gezogen wurde. Wie ein Wollknäuel sah das jetzt aus. „Papa bitte wein doch nicht“, hörte Elias seinen Sohn sagen und beruhigte sich langsam.
„Danke“, mehr sagte er nicht zu seinem Gast. „Los wir müssen Kevins Zimmer noch streichen und wo soll die Fototapete hin?“; wurde Kevin gefragt.
„Äh, ich glaube das streichen verschieben wir besser auf morgen, seht mal nach draußen“, was die Erwachsenen dann auch taten. Nanu, es war draußen schon dunkel, hatten sie so sehr die Zeit verplempert, anscheinend ja.
„Dann werde ich jetzt mal gehen, wann soll ich morgen wieder kommen?“, wurde Elias gefragt. „Bitte bleib, du kannst auf dem Sofa schlafen, ich will heute Abend nicht alleine sein, bitte“; dabei sah er ihn mit seinen blauen Augen an, das Emil dachte er versinke in einem Bergsee. „Sehr gerne, wenn Kevin auch einverstanden ist?“, dabei sah er den Jungen an und warte auf dessen Antwort.
„Oh ja, Papa Emil bleibt über Nacht“, ups hatte er das gerade wirklich gesagt, beschämt sah er seinen Vater an, doch dieser grinste ihn an. „Und bist du bereit diesen Posten zu übernehmen,Papa Emil“; lächelte er ihn an, er begriff langsam, dass das Leben weiter ging, und so wie es aussah mit Emil zusammen.
„Sehr gerne, darf ich mir meinen Pfand dann jetzt schon nehmen?“, wurde Elias gefragt, woraufhin er nur nickte. Wenig später zog ihn Emil in seine Arme und küsste ihn zärtlich und vorsichtig, und gab ihn dann wieder frei, aber Elias wollte nicht das er aufhörte, er war ausgehungert nach Zärtlichkeiten, deshalb schmiegte er sich an ihn und forderte noch einen Kuss ein. Kevin stand mit offenem Mund da und sah den Erwachsenen zu, dabei merkte er nicht, dass er weinte, so glücklich war er.Endlich waren sie wieder zu dritt.
Als sich die Erwachsen nachdem zweiten Kuss lösten, sahen sie mit entsetzen, dass Kevin weinte.“Aber warum weinst du denn, Kevin?“, fragte ihn sein Vater vorsichtig und wurde fast umgerannt, weil sein Sohn sich an ihn klammerte, seinen Arm dann ausstreckte und Emil mit in die Umarmung zog.
„Weil ich so glücklich bin“, hörten ihn die beiden Männer sagen. Daraufhin sahen sich die Beiden an und lächelten. Wenig später aßen sie zusammen zu Abend und anschließend spielten sie noch Monopoly, das ein Geschenk von Tante Sophia war. Als es zeit wurde schlafen zu gehen, sagte Kevin gute Nacht, und da sein Bett noch nicht wieder aufgebaut war, ging er ins Gästezimmer schlafen. Elias und Emil schmusten noch eine Weile auf dem Sofa, bis es zeit war, dass auch sie schlafen gingen. Da Emil auf dem Sofa schlafen sollte, wie er dachte, wollte er dieses ausziehen, aber Elias zog ihn mit sich in sein Schlafzimmer.
„Hier ist es bequemer, verstehe mich nicht falsch, ich möchte mich nur anschmiegen, das fehlt mir doch sehr. Und mir ist etwas eingefallen, ich werde die Zeit wo du nicht da bist sinnvoll nutzen und mich in der Trauertherapie anstrengen, gute Nacht“, damit löschte er das Licht und wurde gleich in seine Arme gezogen.
„Schlaf gut mein Engel, wenn du dich anstrengst, tue ich das auch, versprochen“, diesen Satz hörte er schon nicht mehr, er schlief tief und fest, das erste mal seit Monaten.
Als Kevin die Augen öffnete, wunderte er sich sehr, das war aber nicht sein Zimmer, dann fiel es ihm wieder ein, sie wollten ja heute sein Zimmer streichen. Schnell war er aus dem Bett ging duschen und zog sich ein älteres Shirt an und eine alte Jeans, die ihm in der Länge schon zu klein geworden war. Leise ging er herunter und war doch etwas verwundert seinen Vater in der Küche zu finden.
„Guten Morgen Papa, wo ist Emil?“, fragte er ihn.
„Der schläft noch, deshalb dachte ich, wir fangen nachdem Frühstück schon mal an“, meinte er und schien etwas verlegen, denn sein Sohn hatte verwirrt ins Wohnzimmer gesehen, denn auf dem Sofa schlief niemand.
„Ist gut“, sagte sein Sohn grinsenden  und nahm sich eine Scheibe Toast und begann zu frühstücken. Eine halbe Stunde später hatten sie den Raum mit Folie abgedeckt und gerade als sie die Rollen in die Farbeimer getaucht hatten,hörten sie unten Geräusche, also war Emil auch wach. Kevin liebte die vielen Geräusche die nun im Haus zu hören waren sehr, weshalb er auch die ganze Zeit vor sich hin grinste. Sie waren gerade mit der Fensterseite fertig, als Emil in der Tür erschien.
„Guten Morgen ihr beiden, wie ich sehe seit ihr schon fleißig. Elias, warum hast du mich nicht geweckt?“, wurde Kevins Vater gefragt und wurde rot wie eine Tomate im Gesicht, gab aber keine Antwort.
„Hast du schon gefrühstückt?“, wurde er stattdessen gefragt.
„Ja, mir reicht ein Kaffee am Morgen“, antwortete  er, nahm sich eine Rolle und so ging die Arbeit viel schneller von der Hand. Nach einem guten Mittagessen, Emil hatte gekocht, brachten sie noch die Fototapete an und da die Farbe noch trocknen sollte, brachten sie den Farbeimer in den Keller, dort wurden die Rollen noch ausgewaschen und sie waren fertig. Nur sahen sie jetzt alle wie kleine Ferkel aus, so dass sie duschten mussten. Da Emil keine frische Kleidung dabei hatte, lieh ihm Elias etwas von sich,obwohl die Kleidung von seinem verstorben Mann seinem Gast wohl auch gepasst hätte.
Emil spürte, das sein Gastgeber etwas auf dem Herzen hatte, denn seit heute Morgen wich er seinen Blicken aus, aber warum?, dass war hier die Frage.So sagte er“ Was haltet ihr davon, wenn wir bei diesem wirklich schönen Wetter spazieren gehen?“; Kevin war sofort einverstanden, so das sein Vater etwas zögerlich auch zu stimmte. Kaum waren sie im Stadtpark, lief Kevin etwas vor und drehte sich immer wieder zu seinem Vater um, aber wo waren die Zwei, gerade waren sie noch da gewesen, so lief er die kurze Strecke zurück und fand sie auf einer Bank sitzend.
Emil der gesehen hatte, das Kevin etwas vor gelaufen war, nutzte diese Chance und sprach ihn an.
„Elias, habe ich etwas falsch gemacht?, wenn ja entschuldige ich mich dafür. Was ist los, gestern war doch noch alles in bester Ordnung, bitte sag was?“, wurde er von ihm gefragt.
„I... ich fühlte mich heute Morgen so wohl in deinem Arm  als ich aufgewacht bin,  ich hatte plötzlich ein schlechtes Gewissen“, gab er mit hängenden Schultern zu.
„Warum hattest du ein schlechtes Gewissen, mein Engel?“, wurde er gefragt.
„Bitte verstehe das jetzt nicht falsch, ich dachte ich hätte Henry betrogene, mit dir“, antworte er schluchzend und wurde sofort in eine warme Umarmung gezogen.
So fand sie Kevin und besah sich die Situation.
„Warum weinst du Papa?“; fragte er ganz aufgeregt, denn er verstand nicht was hier los war.
„Dein Vater ist nur traurig, weil er deinen Vater noch sehr vermisst“, versuchte Emil ihm die Sache zu erklären.
„Aber Papa, was soll den Emil jetzt denken, Papa Henry ist tot das ist nun mal so, dass können wir nicht mehr ändern. Aber jetzt ist Emil da und wir waren doch gestern so glücklich in der Küche, oder nicht?“, woraufhin er seinen Sohn an sah und nickte.
„Ja waren wir, Emil bitte verzeih mir, dass ich mich heute so benommen habe, irgendwie kriege ich nicht die Kurve“, anschließend zog er den älteren an sich heran und legte ihm vorsichtig seine Lippen auf seine, woraufhin er den zärtlichen Kuss sofort erwiderte. Nachdem Kuss sah er ihn liebevoll an und sagte“Das kriegen wir alles schon hin, wirst sehen. Wisst ihr was, wir gehen jetzt auf den Friedhof und besuchen deinen Mann und deinen Papa, einverstanden?, damit er sieht, dass ich es sehr ernst meine mit euch“, daraufhin wurde er stürmisch umarmt.
„Papa Emil du bist klasse“, antworte ihm Kevin und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Da muss ich meinem Sohn recht geben, das würde nicht jeder tun, und ich verspreche dir, an mir zu arbeiten während du auf deinem Seminar bist“; woraufhin sie Kevin erstaunt an sah. „Du fährst weg?“; wurde er traurig gefragt.
„Hey, ich fahre nur für drei Monate auf eine Fortbildung, aber ich komme wieder, dass habe ich schon mit deinem Vater besprochen. Und du“, dabei zeigte er auf Kevin,“passt mir in der Zwischenzeit gut auf deinen Vater auf, einverstanden?“; wurde der Junge gefragt.
„Worauf du dich verlassen kannst“, sagte dieser sehr inbrünstig.
Kurz darauf gingen sie vom Stadtpark zum Friedhof, wo Emil in der Friedhofsgärtnerei ein wunderschönes Gesteck kaufte. Um es auf Henrys Grab abzustellen.
„Hallo Herr Schneider“, sagte er dann“, ich hoffe sie sind mit der Wahl ihres Mannes einverstanden, denn mich hat es sehr glücklich gemacht, dass ihr Mann mich ausgewählt hat, Verzeihung ihr Sohn natürlich auch. Und ich verspreche ihnen gut auf ihre Beiden aufzupassen“, woraufhin ihn die Beiden Schneiders fest umarmten.
Dann trat Elias etwas vor und sagte mit brüchiger Stimme.
„Henry, ich dachte nach dir könnte ich niemanden mehr lieben, aber wie du siehst, hat es mich nochmal erwischt. Ja ich bin verliebt, aber du bist auch noch präsent in meinem Kopf und meinem Herzen. Bitte rücke ein Stück beiseite, damit Emil dort auch noch Platz findet, danke. Denn die wundervollen fünfzehn Jahre kann und werde ich nicht vergessen die wir hatten“, anschließend zog ihn der Ältere fest in seine Arme. Anschließend trat Kevin vor, nahm aber gleichzeitig Emils Hand in seine kleine Hand und sagte.
„Papa Henry, seit Papa Emil in unser Leben getreten ist, ist Papa Elias viel fröhlicher und lacht auch hin und wieder mal. Auch ich werde die Zeit mit dir nicht vergessen, aber wie hast du im Krankenhaus gesagt, Kevin das Leben geht auch ohne mich weiter, pass bitte auf deinen Vater auf. Und das habe ich wie du siehst“, woraufhin ihn auch Emil mit in die Umarmung zog. Wenig später verließen sie zu dritt Arm in Arm den Friedhof und Kevin kam es so vor als wenn der leichte Wind der wehte sie umspielte, dass behielt er aber für sich, sonst erklärten ihn die Erwachsenen noch für verrückt. Wieder Zuhause, ging Elias erst ins Bad, wusch sich dort das Gesicht, und machte anschließend in der Küche Kaffee und Kakao für sich und die Anderen beiden. Währenddessen räumten Emil und Kevin sein Zimmer wieder ein, denn nun war die Farbe trocken. Sein Bett kam unter das Fenster, damit er wie er sagte die Sterne sehen konnte. Gegenüber war die Fototapete auf der das Meer mit der untergehenden Sohne zu sehen war, Dort gab es auch noch ein Dachfenster, wo er seinen
Schreibtisch hinstellte, auch räumte er sein Spielzeug auf und sortierte aus was er nicht mehr brauchte, aber der kleine braune Bär der blieb, denn den hatte er noch von Henry geschenkt bekommen. Auch räumte er die Weihnachtsgeschenke ordentlich weg, so das Elias staunte als er sie zum Kaffee trinken holen wollte.
„Oh, ihr wart aber fleißig, und du hast ja richtig aufgeräumt“; sagte sein Vater zu ihm.
„Klar, ich werde ja auch bald elf Jahre alt, da  brauche ich die Kleinkinderspielsachen nicht mehr“, wurde ihm geantwortet. Wenig später saßen sie dann unten im Wohnzimmer und tranken Kaffee und aßen den restlichen Kuchen von Emil.
Plötzlich erhob sich dieser und gab seinem Freund, so durfte er ihn ja wohl nun nennen einen Kuss, strich Kevin nochmal durch die Haare und nahm seinen Mantel und wollte gehen.
„Du gehst?“, wurde er gefragt, woraufhin er ihn ansah und sagte, ich bin schon viel zu lange hier, aber ich komme wieder, wenn ich darf?“, woraufhin er seine Beiden fragend ansah.
„Erledige was du zu erledigen hast und komme schnell wieder“, wurde ihm gesagt worüber er sich sehr freute. Zum Abschied bekamen beide noch einen Kuss und er ging. Wieder alleine redeten die beiden Schneiders sehr ernst mit einander, denn Kevin hatte etwas auf dem Herzen. „Papa, wann räumst du endlich die Kleidung von Papa Henry aus deinem Schlafzimmer. Glaub man ja nicht ich habe nicht mitbekommen, dass Emil die letzte Nacht nicht auf dem Sofa verbracht hat“, sagte er und sah wie sein Vater rote Ohren bekam.
„Es ist nichts passiert“, begann er zu sprechen“ ich weiß, dass ich mich demnächst auch von diesen Sachen trennen muss, denn ich habe mich im Internet schlau gemacht, wegen der Therapie und das ist mit das erste was der Therapeut von einem verlangt, dass man sich von den Sachen des Verstorben trennt. Komm ich glaube ich weiß was Emil gerade macht, räumen wir gemeinsam für ihn ein paar Fächer im Schrank leer, ja?“, wurde sein Sohn gefragt und rannte in die Küche um zwei Müllsäcke zu holen. Und Elias hatte recht, Emil war nach Hause gefahren um eine Tasche zu packen und auch seinen Koffer für das Seminar, er wollte diese paar Tage die ihm hier in Freiburg noch blieben mit den ihm liebsten Menschen verbringen, mit Elias und Kevin. Aber zu erst zog er sich die Sachen von Elias aus und ging duschen, anschließend trocknete er sich ab und zog seine Sachen an.
Nach zwei Stunden stand er mit seiner Tasche wieder vor dem Haus und klingelte, woraufhin ihm Kevin die Tür öffnete und ihn anlächelte.
„Hallo, Papa ist im Schlafzimmer, wir haben eine Überraschung für dich“, sah ihn der Kleine verschmitzt an.“Oh eine Überraschung, da bin ich aber gespannt“, antworte er und folgte dem Jungen ins Haus. Dieser steuerte direkt auf das Schlafzimmer seines Vaters zu und klopfte höflich an die Tür an, so das von drinnen ein „Herein“ erwidert wurde. So öffnete er die Tür und nun konnte Emil die Überraschung sehen. Elias war den Schrank seines Mannes am ausräumen und als er seinen neuen Freund sah, begann er zu lächeln, obwohl ihm zum heulen war. „Oh, ich hatte gehofft fertig zu sein, bevor du wieder da bist“, begann er zu sprechen“ ich habe gelesen, das dass ein Teil der Therapie ist und da ich dir versprochen habe daran zu arbeiten, dachte ich räume ich dir ein wenig mehr Platz ein bei uns. Damit du auch siehst wie ernst es mir ist, aber es tut doch noch verdammt weh“, bei den letzten Worten, war Emil auf seinen Freund zu getreten und hatte ihn zärtlich umarmt.
„Sch, ich bin so stolz auf dich, das du dass hier gerade für mich machst, und nicht erst der Therapeut dir das als Aufgabe aufgeben muss, aber ich brauche nicht so viel Platz, jedenfalls im Moment nicht. Komm wir räumen die Sachen runter in den Keller, damit du sie nicht mehr sehen musst und anschließend kochen wir uns was feines, was sagst du?“, wurde er gefragt und war froh, dass er das hier beenden konnte.Mit vereinten Kräften trugen sie die Säcke in den Keller und sprachen dieses Thema für heute nicht mehr an, denn Emil merkte wie sehr seinen Freund das ganze mit nahm. Nachdem Essen, sie hatten gemeinsam Spagetti gekocht,  setzen sie sich gemeinsam ins Wohnzimmer und Kevin probierte das eine Rollenspiel aus. Er war so gefesselt von dem Spiel, dass er nicht mitbekam was hinter ihm auf dem Sofa passierte. Dort schmusten die Erwachsenen sehr heftig mit einander. Abends nachdem Abendessen, spielten sie noch alle drei an der Konsole, aber Kevin war so fertig von dem heutigen Tag, dass er während des Spiels plötzlich gegen Emil fiel und dieser überrascht feststellte, das der Junge schlief. So wurde er ins Bett gebracht, nachdem sie die Konsole ausgemacht hatten und die beiden Männer gingen auch schlafen. Der Montag verlief ähnlich wie der Sonntag, nur dass sie noch einige Sachen für Silvester einkauften, damit es ein richtiges Fest wurde. Am Dienstagmorgen war die Stimmung im Hause Schneider erst mal etwas gedrückt. So kamen sie auch auf dem Friedhof an, wo sie dann Opa und Oma Schneider trafen und Kevin erfreut seinen Großeltern den neuen Mann an seines Vaters Seite vorstellte.
„Opa, Oma, darf ich euch Emil vorstellen, wir, also Papa und ich haben ihn bei einer Weihnachtsfeier kennengelernt“, sagte er ganz euphorisch. Woraufhin sein Opa, also Elias Vater vortrat und als Emil ihm die Hand reichen wollte, er ihn überraschend in eine Umarmung schloss.
„Wir danken ihnen, das sie unseren Sohn wieder sein Lächeln zurück gebracht haben“, wurde ihm gesagt, auch seine Mutter umarmte ihn herzlich, was den kleinen Jungen strahlen ließ.
„Elias, wir sind froh, das du endlich wieder am Leben teilnimmst, was habt ihr denn heute noch vor?“; wurden die drei gefragt.
„Kevin möchte in den Circus und anschließend verbringen wir einen ruhigen Abend bei uns Zuhause“, antworte ihr Sohn ihnen. „Warum fragt ihr?“, wurden sie von ihrem Sohn gefragt.
„Das freut uns, dann wünschen wir viel Spaß, ach nur so, härtete ihr nichts vorgehabt, hätten wir euch gefragt, ob ihr mit uns feiern wollt, aber so ist es ja auch schön. Es hat uns gefreut sie kennenzulernen Emil,  wahrscheinlich sieht man sich jetzt öfters“, damit verabschiedeten sie sich von ihrem Sohn, seinem Freund und ihrem Enkel.
Auch die drei blieben nicht mehr lange auf dem Friedhof, denn es hatte aufgefrischt und begann zu schneien. Wie waren die drei froh als sie wieder Zuhause waren, schnell zogen sie die nassen Mäntel aus und auch die Schuhe und Elias ging in die Küche und machte für sie drei heißen Tee. Währenddessen holte Kevin Holz aus der Garage und gemeinsam mit Emil zusammen machte er Feuer im Kamin.Kurz darauf betrat sein Vater das Wohnzimmer und lächelte seine beiden an, denn es war Henrys Wunsch gewesene, das sie sich einen Kamin anschafften, er Elias hatte davor viel zu viel Angst.Aber gegen die Wärme hatte er nicht einzuwenden. Da Emil schon Kevin gefragt hatte warum sie den Kamin nicht öfter genutzt hatten, und als Antwort bekommen hatte, das dass Henrys Wunsch war, behielt er seinen Freund im Auge, denn dieser hatte sich aufs Sofa gesetzt anstatt sich zu ihm zu setzten hier her in die Nähe des Kamins.
„Komm doch hierher, hier ist es angenehm warm?“; versuchte er ihn dazu zu bewegen und zu Kevins Überraschung stand sein Vater auf und ließ sich bei Emil nieder.
„Siehst du es passiert nichts, die Tür hält das Feuer im Kamin keine Angst. Wie viel Uhr haben wir eigentlich, wann fängt der Circus an?“, wurden die beiden Schneiders gefragt. Woraufhin sie alle drei los lachten, denn der Circus war schon seit einer Stunde am laufen so entschieden sie, dass sie Zuhause blieben, es kam immer mal wieder ein Circus in die Stadt. So wurde es ein wirklich sehr gemütlicher Abend und als es auf Mitternacht zu ging, Kevin war zwar sehr müde, aber bis zwölf Uhr durfte er dann noch aufbleiben. Nachdem Feierwerk wünschten sie sich alle drei ein frohes neues Jahr und kurz darauf ging er schlafen, die Erwachsenen räumten noch ein wenig auf und gingen dann auch schlafen. Als Kevin am nächsten Tag aufwachte, war es schon nach zehn Uhr und so stand er auf duschte sich, trocknete sich danach ab um anschließend zurück in sein Zimmer zu gehen. Dort zog er sich an mit Jeans und Pullover und machte sich kurz darauf auf den Weg nach unten, wo es noch sehr ruhig war. Leise deckte er den Tisch und als er zufällig aus dem Fenster sah, begann er zu lächeln, es hatte die ganze Nacht durch geschneit und nun lag ein weißer Teppich auf dem Rasen, was wunderschön aussah.
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