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Every Villain is Bad!(?)

von CasyNena
GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 / Het
Dabi OC (Own Charakter) Tenko Shimura / Tomura Shigaraki
21.11.2020
17.04.2021
56
75.892
12
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.04.2021 1.145
 
*Spoilerwarnung für Mangainhalte *
Kapitel 54: Was willst du tun?

„Du willst sie warnen oder?“
Für einen Moment hielt ich inne. Meine Augen suchten seine, doch im Gegensatz zu dem sonst beinahe schon liebevollen Blick blickte er leer zu mir hinunter. Automatisch senkte ich wieder meinen Kopf, brach unseren Blickkontakt und schlang meine Arme um meinen Körper.

„Antworte mir Nora? Willst du sie Warnen?“
Ich blieb still. Wie soll ich ihm das bitte sagen? Ich….. Ich weiß nicht was ich tun soll!
„Nora!“
Seine Stimme ließ mich wieder hoch sehen. Und noch immer waren seine Augen leer, aber für einen kurzen Moment konnte ich etwas sehen. Angst.
„Ich weiß es nicht! Ich weiß nicht was ich tun will!“

Die Lautstärke meiner Stimme überraschte selbst mich.
Überhaupt, die Worte überraschten mich. Ich hatte nicht damit gerechnet auch nur irgendwas sagen zu können. Und doch hatte ich das Gefühl das so vieles aus mir herausbrechen wollte.
Wieder holte ich Luft. Und nur Sekunden später drangen weitere Worte über meine Lippen.

„Das alles hier, wie es sich entwickelt hat ich… Ich weiß nicht mehr wer ich eigentlich bin. Ich bin nicht mehr die Nora die hier angekommen ist! Alles was ich wollte war von meiner Familie wegzukommen, und jetzt…..“
Ich hielt inne. Was wollte ich ihm eigentlich damit sagen? Was sollten diese Worte bringen? Wollte ich ihn überzeugen? Aber wovon?

Mein Atem wurde hecktischer, und wieder vergrößerte ich den Abstand zwischen uns ein wenig während mein Blick auf den Boden gerichtet war.
„Jetzt kämpfe ich, verletzte Menschen, und lache über ihren Schmerz! Da ist doch nicht normal? Was ist aus mir geworden? Bitte, sag es mir Dabi, wer bin ich?“
Mit dem letzten Satz schaffte ich es meinen Blick wieder zu heben und direkt in seine Augen zu sehen. Und wieder meinte ich Angst zu sehen, aber wovor?

Neue Tränen hatten sich auf meinen Wangen gesammelt, flossen an ihnen herab und tropften auf den Boden vor mir. Doch egal wie lange ich wartete Dabi gab mir keine Antwort. Er konnte es nicht. Alles was er tat war seinen Blick zu senken.

„Alles was ich in den letzten Wochen gefühlt hab wurde an nur einem Tag in Frage gestellt…..“
„Wirklich alles?“
Das plötzlich aufkommen seiner Stimme ließ mich inne halten. Seine Augen waren wieder direkt auf meine gerichtet, es fühlte sich an als würde er alles sehen, ohne jeglichen Schutz.
„Ich….“
Wieder hielt ich inne. Worauf wollte er hinaus? Was sollte das hier gerade bezwecken? Ich….Ich versteh ihn nicht!

„Wie kann es sein das du nach nur einer komischen Situation direkt alles in Frage stellst was du die letzten Wochen und Monate getan hast? Was davon war dir eigentlich wirklich wichtig? Hast du uns allen nur was vorgespielt?!“
„NEIN!“
Ein weiteres mal war meine Stimme lauter als ich erwartet habe. Lauter als ich beabsichtigt hatte. Und wieder fiel mein Blick kurz gen Boden ehe ich wieder anfing zu sprechen.

„Selbst wenn ich wollte ich kann dir nicht sagen warum es mich so erschüttert, ich kann dir nicht sagen warum dieses Mädchen meinen Gedanken gerade so einnimmt und warum ich mich um sie sorge. Ich weiß ja nicht mal was genau dieses Gefühl ist, warum ich es fühle…. Ich will es doch nur verstehen.“
Vorsichtig stemmte ich meine Hände auf den Boden, richtete mich mit wackeligen Beinen auf und schaute wieder in das Gesicht des Schwarzhaarigen ehe ich einige Schritte auf ihn zu ging.

Auch er richtete sich wieder auf und schaute mir in die Augen.
„Wenn du nicht weißt was du willst warum machst du dir dann so viele Gedanken darüber? Nimm es einfach hin. Du hast selbst gesagt das sie es verdient hat deinen Schmerz zu spüren.“
„Sie hat sie gespürt…… schon so lange.“
Meine Stimme war nur ein Flüstern, ich war mir nicht mal sicher ob er mich gehört hatte. Doch schien er alles verstanden zu haben.
„Woher willst du das Wissen? Du kennst sie nicht.“
„Ich weiß es einfach! Ihr Blick, ihre Art. Wenn ich sagen müsste war mehr gelitten hat war es sie.“

Dabi´s Augen weiteten sich. Etwas in ihm schien zu realisieren was genau passierte, auch wenn ich dachte das sei schon vor Minuten passiert.
„Auch wenn du sagst das du nicht weißt was du willst bist du dir doch eigentlich schon sicher das du sie warnen willst, nicht wahr?“
Ich blieb still. Was sollte ich auch sagen. Ich weiß nicht ob er recht hat oder nicht. Ein Teil von mir will jeden Moment zu diesem Mädchen laufen und ihr alles sagen, aber ein andere mindestens genauso großer Teil weigert sich dagegen.

„Was denkst du überhaupt damit zu erreichen? Sie werden dir nicht zuhören, du bist nur eine Schurkin für sie, Abschaum der Gesellschaft. Für sie sind wir die Bösen!“
„Aber müssen wir das wirklich immer sein?“
Stille.
Sekunden lang herrschte nach meiner Frage stille, keiner von uns sagte noch ein Wort, die entfernten Autos waren das einzige Geräusch welches ich neben meinem Atmen vernehmen konnte. Unsere Augen waren noch immer in einander fixiert und keiner brach diesen Blickkontakt ab.

Ich weiß nicht wie lange wir da standen, aber irgendwann gab ich nach. Ein trauriges Lächeln legte sich über meine Züge, begleitet von wenigen Tränen die sich noch immer aus meinen Augenwinkeln stahlen.
„Vielleicht hast du recht. Vielleicht werden sie mir nicht glauben, mich einsperren oder sonst was, aber wenigstens kann ich von mir behaupten auf mein Herz gehört zu haben und das für mich richtige getan zu haben. Ob du mich verstehst oder nicht liegt bei dir Dabi.“

Mit wenigen Schritten war ich bei ihm, überbrückte den Abstand zwischen uns und Küsste ihn. Ich schmeckte das Salz meiner Tränen, aber auch ihn. Sein Geruch umhüllte mich, während sich seine Arme wieder um mich legten. Seine Wärme hüllte mich komplett ein, während meine Augen zufielen.
Vorsichtig entfernte ich mich wieder von ihm, sah ihm direkt in die Augen, immer noch das Lächeln auf meinen Lippen.
„Wenigstens bei einer Sache bin ich mir inzwischen sicher. Ich liebe dich Dabi.“

Wieder weiteten sich seine Augen, während er seinen Kopf auf meine Schulter sinken ließ, und seine Arme enger um mich schloss.
„Touya. Mein Name ist Touya.“
Ich konnte spüren wie seine Lippen kurz mein Ohr berührten, einen leicht Kuss hinterließen, ehe ich wieder seine Stimme hörte.
„Es tut mir leid. Ich liebe dich.“




////
Und damit wären wir auch am Ende des vorletzten Chapters.
Ich hab ein wenig mit dem Chapter gehapert, aber an und für sich bin ich dann doch ganz zufrieden mir dem Ergebnis.

Wie fandet ihr den Moment von Touyas Namensenthüllung gegenüber Nora?
Vielleicht ein bisschen eng so kurz vor dem Ende, aber meiner Meinung nach passender als wenn ich es früher gemacht hätte.

Ansonsten will ich hier mal nicht zu viel erzählen.
Überlegt euch schonmal ein paar Fragen die ich im Nachwort klären soll, und ansonsten bis in drei Tagen!

LG
Casy
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