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Every Villain is Bad!(?)

von CasyNena
GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 / Het
Dabi OC (Own Charakter) Tenko Shimura / Tomura Shigaraki
21.11.2020
17.04.2021
56
75.892
12
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21.11.2020 1.822
 
/// Hi, mal wieder. Ich glaube ich sollte mich einmal kurz erklären. Wie einige von euch wahrscheinlich mitbekommen haben, habe ich diese Geschichte für eine Weile gelöscht gehabt. Wie zu dem Zeitpunkt gesagt wollte ich die Plattform wecheseln, was ich in gewisser Weise auch ketan habe, aber wie auch schon auf meinem Profil steht habe ich diese Seite dann doch irgendwie vermisst wenn man das so sagen kann. Tja und jetzt ist die Geschichte wieder da. Uhm ja, ich glaube das wars dann erstmal von mir. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Kapitel (Lade jetzt erstmal alle wieder hoch).
Also dann, man liest sich.
LG
Casy///



Kapitel 1:
Bye Bye Schweden

Helden, Schurken. Gut, Böse. Licht, Schatten.
So viele Worte.
So viele Arten auf die Menschen beschrieben werden.
Aber was bringt es einem?
Warum sagen wir das ein Mann böse ist weil er eine Handtasche klaut?
Alle sagen sie die Armen Opfer, wie kann man sowas tun?

Wenn man dann aber mal zum Täter schaut, merkt man wie sehr er gehasst wird.
Was wenn er kein Essen mehr hat? Soll er sich doch etwas besorgen.
Was wenn er kein Geld hat? Soll er doch arbeiten gehen.
Niemand schenkt ihm Achtung, egal wie sein Motiv war.

Ich bin das wirklich satt.
Immer wieder wird über Menschen anhand einer Sache geurteilt. Anhand eines Bruchstücks. Eines Puzzleteils des Ganzen.
Und dann nennt man das auch noch Gerecht. Ich könnte Kotzen.

Die Dose, welche ich vor mir hin trat, flog gegen eine Wand. Ein lautes Scheppern und eine Katze lief aufgeschreckt an mir vorbei.
Kurz blieb sie hinter mir stehen und die grünen Augen fixierten mich.
Und dann war sie weg.
Wieder in einem der vielen Schatten verschwunden, welche sich zwischen den Häusern bildeten.

Wie spät war es eigentlich?
Die Sonne ist nicht mehr zu sehen, wobei der Mond ist es auch nicht. Viel zu viele Wolken hängen davor.
Naja was auch immer, ich sollte vielleicht wieder nach hause gehen.
Meine Eltern wollen sicher wissen wo ich bin. Wobei das kann ihnen auch egal sein. Ich bin wohl alt genug um das selbst zu entscheiden.

Vielleicht war ich noch nicht volljährig, aber die zwei Jahre machten nun nicht wirklich viel aus.
Wer behauptete denn das ich nicht auch schon kann was andere mit 18 tun.
Wenn ich will kann ich Auto fahren.
Wenn ich will kann ich rauchen.
Es macht doch keinen unterschied.

Fast eine Stunde später stand ich dann vor unserer Wohnung.
Die Lichter waren wie immer aus und man hörte keinen Mucks von drinnen.
Wahrscheinlich lagen beide wieder High im Wohnzimmer und bekamen nichts von ihrer Umwelt mit.
Wie eigentlich immer.
Ich erwartete schon lange nicht mehr das sie etwas für mich taten.
Die Zeiten waren vorbei als ich Acht war.

Aber das soll mir recht sein.
Ich kann tun und lassen was ich will.
Klar manchmal fragen sie mich wie es mir denn gehen würde, wenn sie denn mal einen Tag nicht high sind.
Eine seltene aber vorkommende Begebenheit.

Und ich hatte wie so oft recht.
Beide langen halb auf dem Sofa, halb auf dem Boden.
Neben ihnen jede menge Zeug oder wie andere sagen; Drogen.
Eigentlich ist es ein Wunder das sie noch nicht an einer Überdosis gestorben sind.
Es wäre kein Verlust für die Menschheit.
Wozu ich mich übrigens nicht zähle.
Vielleicht hart, aber so ist das nunmal.

Menschen schwimmen in einem Meer in welchem ich nun mal nicht bin.
Das hat nicht mal was mit Quirks zu tun.
Ich passe nur einfach nicht in ihre Welt, und sie nicht in meine.
Und ganz ehrlich?
Ich liebe es so. Ich bin einsam, aber gleichzeitig nervt mich niemand.
Es ist einfach herrlich.

Naja zurück in die Wirklichkeit und meinen nichts nutzigen Eltern.
Die Küche sah schon wieder aus wie die Örtliche Müllhalde. Und von Essen mal wieder keine Spur. Also alles wie immer.
Mit wenigen Handgriffen durchsuchte ich unsere Schränke nach etwas Essbarem und ging dann mit zwei Schokoriegeln auf mein Zimmer.
Oder eher das einzige Zimmer in der Wohnung in welchem ich alleine war.

Eigentlich hatte ich kein Zimmer.
Wie auch in dieser kleinen Wohnung. Aber irgendwann hab ich einfach das Zimmer meiner Eltern besetzt und damit war es dann gut.
Die beiden waren hier höchstens drin um Sex zu haben, aber auf ihrem Bett schlief ich eh nicht, also kann mir das auch egal sein.

Mit Schwung ließ ich mich auf die Matratze fallen, welche ich mein Bett nannte.
Mit der einen Hand fischte ich nach meinem Feuerzeug und den Zigaretten neben dem Bett, mit der anderen öffnete ich einen der Schokoriegel.
Was ein Festmahl, aber gut es würde mir schon reichen.
Immer hin war es mehr als ich auf der Straße finden würde. Vermutlich zumindestens, ich hab es bisher nicht überprüft.
Warum sollte ich auch, wenigstens sauberes Essen wollte ich haben.

Meine Ansprüche waren gering aber vorhanden.
Wie schon gesagt von meinen Eltern erwartete ich nichts mehr.
Sie bekamen ein wenig Geld vom Staat, welches ziemlich schnell für Drogen ausgegeben wurde. Schon oft haben sie deswegen die Miete nicht bezahlt, oder andere Dinge schleifen lassen.
Den Rest an Geld sammelte ich durch Mini Jobs und Taschendiebstähle, an Schule war schon seit einer Weile nicht mehr zu denken.

Genauso wie ich schon seit Monaten keine neuen Klamotten mehr kaufen konnte.
Wobei man aus Monaten eigentlich auch Jahre machen könnte, ich weiß nicht mal mehr wann ich zuletzt neue Sachen hatte.
Mein Hoodie und die Jogginghose waren aus einem Altkleidercontainer geklaut, und seither in Dauerbenutzung.

Vielleicht sollte mich das alles ein wenig mehr stören als es tat.
Aber ich war es nun mal gewohnt. Ich war es gewohnt wenig zu Essen, keine Klamotten zu haben und zu Stehlen.
Es war nichts besonders, oder schlimmes für mich.
So ist mein Leben nun mal und ich hab es akzeptiert.

Meine Gedanken endeten mit meiner Zigarette, welche ich in einem Aschenbecher entsorgte, so viel Anstand hab ich immer hin noch nicht einfach alles fallen zu lassen.
Ich entledigte mich meiner Kleidung und warf einen kurzen Blick in den dreckigen Spiegel.
Meine Rippen waren immer mehr zu sehen und auch sonst wirkte es als würde ich kein Fleisch besitzen.
Wie konnte ich mit einem solchen Körper noch leben?

Eine Frage die ich mir regelmäßig stellte.
Mich untergewichtig zu nennen wäre noch nett gewesen. Ich war ein Skelett. Ein Bruchstück meiner selbst.
Und trotzdem lebte ich. Irgendwie.
Es war mehr ein überleben. Aber es funktionierte.
Naja ich sollte nicht mehr so viel darüber Nachdenken und endlich schlafen gehen, ein wenig Energie einsparen.

Am nächsten morgen roch die Wohnung nicht mehr so sehr nach Gras.
Tatsächlich schienen meine Eltern ein wenig gelüftet zu haben, wahrscheinlich hat sich wieder mal ein Nachbar über den Geruch beschwert und sie haben nur Angst raus zu fliegen.
Es wäre auch ein Wunder wenn sie etwas ohne solche Gedanken tun würden.
Alles was für sie zählte waren die Drogen und mit mühe und Not das behalten der Wohnung.

Wie schon Gestern zog ich meinen Hoodie über und schlüpfte in die Jogginghose.
Nach höchstens zwei Minuten verließ ich das Zimmer um in einem Leeren Wohnzimmer zu stehen.
Und mit leer meine Ich das meine Eltern nicht auffindbar waren.
Das war, selten.
Eigentlich sogar ein einmaliges Ereignis, zumindest pro Jahr.
Spätestens am Abend kamen sie wieder, irgendwelche Tätigkeiten und viele Drogenkäufe hinter sich.

Mich sollte das nicht stören.
Es war schön ohne den Kiffer Geruch und ohne ihr ständiges Kichern und stöhnen.
Aber irgendwas war trotzdem seltsam.
Irgendwie hatte ich ein unschönes Gefühl in der Magengegend, und es sollte sich auch noch bestätigen.

Nach ein paar Stunden kamen meine Eltern wieder nach Hause, früher als erwartet.
Sie wirkten gestresst und ziemlich aufgekratzt. Scheinbar hatten sie keinen Nachschub auftreiben können.
Einen Moment lang sahen sie sich um, bis ihr Blick auf mir liegen blieb.

Nun zumindest die meiste Zeit.
So wirklich schienen sie sich nicht auf mich zu fokussieren.
Dann kam meine Mutter ein Stück näher an mich heran.
„Hey Kleines. Sag mal du tust deinen Eltern doch einen gefallen oder?“
Wieder huschte ihr Blick durch den Raum und blieb an allem hängen bis er wieder auf mir lag.

Inzwischen war sie mir so nahe gekommen das ich die einzelnen Schweißtropfen auf ihrem Gesicht deutlich erkennen konnte, außerdem zitterte sie wie verrückt.
Sie war eindeutig auf Entzug.
„Was meinst du Mutter?“
Ich wich zurück, zwar langsam aber ich tat es. Immer weiter Richtung Waschbecken.

Mit einem Mal blieb sie stehen und schaute mich wirklich seltsam an. Eine Mischung aus Wahnsinn, Strenge und Belustigung huschte über ihr Gesicht.
„Willst du dich etwa weigern Nora?“
Irgendwas war hier faul. Etwas stimmte ganz und gar nicht. Und ich bekam langsam Panik.
Wieder trat sie einen Schritt auf mich zu, was ich mit zwei Schritten zurück quittierte.
„Komm schon Schatz. Es ist doch nicht so wild. Du musst uns nur einen kleinen Gefallen tun.“
„Was genau soll ich tun.“
Ich wurde lauter, aber noch schrie ich nicht.

Wieder huschte dieser wahnsinnige Ausdruck über ihr Gesicht und sie kam wieder ein wenig näher.
„Du musst nur ein wenig mit Jax spielen, mehr nicht. Und wehe du weigerst dich.“
Ihr letzter Satz klang fast als wollte sie mich töten.
Und ihr Blick spiegelte eine ähnliche Aussage.
„Nein!“
Jetzt hatte ich geschrien.
Und meine Mutter wurde Sauer. Der Wahnsinn auf ihrem Gesicht wich purem Hass und sie kam mit schnellen schritten auf mich zu.

So schnell ich konnte wich ich ebenfalls zurück und stieß schon gegen das Waschbecken.
Mit einem schnelle griff drehte ich den Hahn auf und kurz bevor meine Mutter zu mir kam stieß ihr das Wasser entgegen.
Sie stolperte kurz nach hinten und wischte sich das Wasser grob aus dem Gesicht.
„Du kleine Hure! Lass diesen Scheiß gefälligst und tu was man dir sagt du unützes Stück!“
Mehr Panik stieg in mir auf und bevor ich mich versah zog ich sämtliches Wasser aus der Leitung und ließ es auf sie los.

Dieser Menge hielt sie nicht so einfach stand und sie wurde zurückgespült, direkt in meinen Vater und beide gingen zu Boden, bewusstlos.
Einen Moment stand ich wie angewurzelt da, ehe ich in mein Zimmer rannte.
Sofort suchte ich mein Geld zusammen und wieder rannte ich.
Raus aus der Wohnung und rein in den nächsten Bus.

Erst am Flughafen stieg ich wieder aus.
Meine Gedanken wurden immer noch vom Adrenalin gesteuerten und so hetzte ich auf den Schalter zu.
„Ein Ticket für den nächsten Flug aus dem Land bitte!“
„Wohin genau wollen sie denn?“
Die Dame am Schalter blieb verdammt gelassen und lächelte stur vor sich hin.
„Scheiß egal! Einfach nur den nächsten Flug!“

Wenig später hielt ich mein Ticket in der Hand und steuerte auf das Gateway zu. Ich hatte gar nicht nachgesehen wohin der Flug war aber das war egal.
Ich stürmte schon fast durch die Menschenmenge, hielt nur flüchtig meinen Pass hoch und verduftete Richtung Flugzeug.
Das heißt dann wohl Bye Bye Schweden.
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