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Saudade [sɜuˈdadɨ]

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Gannicus OC (Own Character)
20.11.2020
11.01.2021
11
22.881
2
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3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.11.2020 582
 
Die Corona-Langeweile hat zugeschlagen und ich habe bis diese Woche Spartacus geschaut und ich liebe es :)
Naja hatte diese Idee in meinem Kopf und ich hoffe sie gefällt euch!

Zur Info: ich werde nicht immer historisch korrekt bleiben und ein paar Fakten zu Gunsten der Geschichte abändern, Lucullus zum Beispiel hat Servilia erst Jahre nach dem Aufstand Spartacus’ geheiratet.


Zur Geschichte an sich, lest und schaut wo sie euch hinführt :-)

✿❀✿
»Saudade ist schön. Wer Saudade spürt, der lebt und liebt und weiß, worauf es im Leben wirklich ankommt.«

Die Sklaverei bedeutete für die meisten von ihnen seit Kindstagen unterdrückt und misshandelt zu werden, sowie den Willen durch jegliche Grausamkeiten gebrochen zu bekommen.
All ihr Leiden diente einem Zweck, der Belustigung der Römer.
Römer. Ein Wort, welches sie innerlich vor Wut und Hass zum Beben brachte. Dreckige, barbarische Römer.

Bereits seit ihren ersten Erinnerungen diente Celia dem Hause Lucullus. Verschleppt und verkauft von Römern.
An ihre Familie und Heimat hatte sie keine Erinnerung.
Auf der Schulter des Mädchens Schulter prangte das Zeichen ihrer Domina, Servilia. Sie war nach dem Tod ihrer vorherigen Leibsklavin zu deren neuen erwählt worden.
Servilia war eine gute Domina. Zwar hatte auch sie ihre Launen, aber dennoch gab sie auf das Mädchen Acht, dass dessen Jungfräulichkeit nicht geraubt wurde.
Die Domina war eine ansehnliche, junge Frau, ein paar Jahre älter als das Mädchen selbst.

Lucullus hingegen war ein widerlicher, älterer Mann, der von Macht und Reichtum besessen war. Er war dazu bestrebt, ein Amt im Konsulat zu bekleiden. Dafür würde er alles tun, sogar über Leichen gehen. Sein Geld würde, wie bereits viele Male zuvor, dafür Sorge tragen, dass sein Wunsch in Erfüllung ginge.
Genauso hatte er dafür gesorgt, dass Sevilias Wünsche in Erfüllung gingen.
Er hatte ihr ein Haus mit hohem Ansehen, einen reichen Ehemann und Sklaven geschenkt. Er las ihr jeden Wunsch von den Augen ab, den man mit Geld in Erfüllung gehen lassen konnte.

Es war Celia trotz allem ein Rätsel, wie ihre Domina jegliche Form der Anziehung ihm gegenüber empfinden konnte.
Er hatte das junge Mädchen in vernebeltem Zustand schon mehrmals unsittlich berührt. Immer hatte sie mich zur Wehr gesetzt und hatte statt den schützenden Hände ihrer Domina Schläge und Peitschenhiebe von ihrem Dominus erhalten. Servilia konnte sie zwar vor den lüsternen Gästen und Wachen dieses Hauses bewahren, jedoch nicht vor ihrem herrischen Mann.
Sie wusste um seine Vorliebe für Wein und nannte es seinen 'roten Ruin'. Er tat es jedoch immer wieder mit einem heiseren Lachen ab und bereits im nächsten Moment würde der nächste Schluck seine Kehle hinunter rinnen.

Sie stellte sich vor, wie wohl sein Gurgeln klang, wenn er an seinem eigenen Blut ersticken würde. So oft hatte sie es sich vorgestellt, wenn er wieder seine ekelerregende Zunge in ihren Hals gesteckt hatte und ein stechender Geruch von Weinausdünstungen in ihrer Nase hing, während seine grobe Hand den Weg zwischen ihre Schenkel fand.

Dieser Mann beschwor Albträume in dem Mädchen herauf, die es nicht länger zu ertragen vermochte.
Celia wollte ihm die Macht, die er über ihren Körper und ihre Seele hatte, nehmen.
Wie, war ihr egal.
Es musste nur bald geschehen.
Und bald würde sie die Chance dazu bekommen. Dass dem Mädchen dabei jedoch ein Mann helfen würde, der nichts besseres zu tun hatte als seine Tage und sein Geld in Huren und Wein zu stecken, hielt sie bis dato nicht für möglich.
Es zählte aber, dass er frei war. Genau wie sie frei sein wollte.
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