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Royal Secrets

GeschichteDrama, Romance / P16 Slash
Jade Amelia Thirlwall Jessica Louise Nelson Leigh-Anne Pinnock OC (Own Character) Perrie Louise Edwards
19.11.2020
30.11.2020
22
30.408
 
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21.11.2020 1.262
 
Früh am morgen war Melii bereits wach, was für sie schon wirklich ungewohnt war.
Aber sie hatte sich selbst dazu breitgeschlagen, mal wieder mit ihrer Schwester zu frühstücken.
Also machte sie sich fertig und ging runter in das Esszimmer.
Dort angekommen sah sie den mehr als nur verwirrten Blick ihrer Schwester.
„Du bist auf?“
„Ich kann auch wieder ins Bett gehen“ murrte die junge Prinzessin, ehe sie sich neben Michelle setzte und sich was zu Essen nahm.
Die letzten zwei Tage hatten sich die Schwestern viel besser verstanden und viel mehr miteinander geredet und viel mehr miteinander gemacht.
Melii war auch aufgefallen, dass Michelle Edward ziemlich aus dem Weg ging, worauf sie sie aber noch nicht angesprochen hatte.
„Nein, ich freue mich doch, dass du auch hier bist“ lächelte Michelle, als sie ihrer Schwester etwas Tee in die Tasse goss.
„Geht es dir denn etwas besser?“
„Wie soll es mir schon gehen, aber ich treffe mich nachher mit Herzogin Perrie. Sie kommt her“ zuckte Melii mit den Schultern und mit einem Lächeln nickte Michelle.
„Das freut mich, dass du dich so gut mit ihr verstehst. Ich bin nachher auch für einige Stunden nicht anwesend“ verwirrt zog Melii nun eine Augenbraue hoch, während sie etwas von dem Tee trank.
„Ich fahre zu der Bäckerei von Jade. Ich habe mich quasi selbst eingeladen. Ich will mir den Laden etwas ansehen und mal wieder was backen und hier erinnert mich doch alles sehr an Mutter“ zuckte Michelle mit den Schultern und verstehend nickte Melii.
Seitdem Tod ihrer Eltern mieden die Schwestern einige Räume des Schlosses, da es dort zu viele Erinnerungen gab, die sie nicht ertragen konnten.
Daher mied Melii auch das Arbeitszimmer ihrer Schwester so gut wie sie konnte, da es nun einmal das ihres Vaters gewesen war.
Auch wenn Michelle einiges geändert hatte, war es für sie immer noch so, als würde sie ihren Vater dort antreffen, sobald sie es betrat.
„Außerdem glaube ich, dass es mir mit dem ganzen Stress aktuell wirklich gut tun wird, mal etwas zu machen, was nicht gerade das ist, was eine zukünftige Königin so machte“
„So lange du deinen Spaß hast, ist doch alles mehr als nur gut. Und ich verspreche dir, dass ich mich benehmen werde, solange Perrie hier ist“ Michelle lachte leicht und schüttelte ihren Kopf.
„So lange es dir gut geht ist es mir gerade relativ egal. Gestern war anstrengend genug mit allem und ich denke mal, nachdem was passiert ist, können wir Beide wohl mal etwas entspannen“ Melii war überrascht über die Worte ihrer Schwester, doch verstand sie es auch irgendwo.
Gestern war die Beerdigung ihrer Großmutter gewesen und auch wenn das gesamte Volk mit getrauert hat und so viele anwesend waren, war es für die Schwestern nicht so einfach gewesen keine Träne zu vergießen.
Doch wussten sie, dass sie stark sein mussten.
Für einander, aber auch für das Volk.
„Weißt du denn, wann du ungefähr wieder da sein wirst?“
„Das kann ich dir nicht sagen. Aber ich werde wohl einige Zeit dort bleiben. Ich will einfach mal ein paar Stunden frei sein“ zuckte Michelle, als sie sich durch die Haare fuhr und aufstand.
„Mach aber nichts, was ich nicht auch machen würde“ zwinkerte Melii ihrer großen Schwester zu, was Michelle leise lachen ließ.
„Ich werde mich anstrengen“ lachte die Brünette, ehe sie das Esszimmer auch schon verließ.
Melii schüttelte ihren Kopf, ehe sie ihr Frühstück auf aß und die Diener alles abräumen ließ.
Es hatte wirklich seine Vorteile, viele Bedienstete zu haben.
Manchmal jedoch ging es ihr auch auf die Nerven, da gefühlt an jeder Ecke jemand stand, der etwas für sie erledigen wollte.


„Euer Hoheit?“ tief atmete Melii durch, ehe ihr Blick zu Frank viel.
Er war ein wirklich guter Freund der Familie.
Immer für die Schwestern dagewesen und bemüht ihnen immer zu helfen, wenn sie Hilfe brauchten.
Doch hin und wieder hatte er die Gabe, einfach aufzutauchen und das in den unpassendsten Momenten.
„Die Herzogin ist da. Sie wartet im Eingangsbereich auf Sie“
„Danke Frank. Es wäre schön, wenn die Herzogin und ich die nächsten Stunden einfach unsere Ruhe haben könnten“ ernst sah Melii ihn an, woraufhin dieser nickte.
„Natürlich“ mit diesen Worten verschwand er wieder und Melii ging hinunter zum Eingangsbereich.
„Perrie“ lächelte Melii, ehe sie die Ältere umarmte.
„Ich habe wirklich gedacht, dass du dich nie melden würdest“ verlegen kratzte Melii sich am Hinterkopf, als sie von Perrie abließ.
„Ich wollte mich für mein Verhalten entschuldigen. Ich meine ich…“
„Das musst du nicht. Ich hätte vermutlich nicht anders reagiert. Du hast schon vieles durchgemacht“ Perrie hatte ein sanftes Lächeln auf den Lippen, was auch Melii lächeln ließ.
„Was hältst du davon, wenn wir etwas im Garten spazieren gehen. Da muss man sich auch keine Sorgen machen, dass die Angestellten alle zwei Minuten etwas von einem wollen“ Perrie lachte laut auf, ehe sie nickte und die beiden jungen Frauen hinaus in den großen Garten gingen.
Die letzten Tage hatte es viel geschneit, weshalb der Garten einer Schneelandschaft glich.
„Wo ist eigentlich deine Schwester hin? Ich habe nur gesehen, wie sie das Schloss verlassen hat und in ihren Wagen gestiegen ist“
„Sie trifft sich mit dieser Bäckerin, Jade heißt sie glaube ich“ verstehend nickte Perrie und sah ruhig zu Melii, welche einfach nach vorne blickte.
„Wie geht es dir eigentlich?“
„Wie soll es mir schon gehen? Gestern wurde meine Großmutter beerdigt und ich versuche einfach stark zu bleiben“ die junge Prinzessin zuckte mit ihren Schultern und blickte zur Älteren, die immer noch ein sanftes Lächeln auf den Lippen hatte.
„Aber ich habe in den letzten Tagen wirklich viel Zeit mit meiner Schwester verbracht. Das ist schon lange nicht mehr passiert. Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass sie die ganze Zeit bei Edward sein würde und bei ihm Trost suchen würde, aber sie schient kaum mit ihm geredet zu haben“ Perrie zog eine Augenbraue hoch und musste sich ein Lachen verkneifen.
„Also wenn ich eine Verlobte hätte, dann würde ich mir Trost bei ihr, auf ganz spezielle Art und Weise besorgen und nicht die Zeit mit meiner kleinen Schwester verbringen“ ein lautes Lachen kam nun von Melii, ehe sie Perrie auf den Oberarm schlug.
„Es gibt Dinge, die will ich mir wirklich nicht vorstellen Perrie. Und ganz besonders nicht, wie meine Schwester und dieser Idiot mit einander schlafen“ bei diesem Gedanken schüttelte sich die junge Prinzessin, während Perrie leise lachte.
„Ich sage nur wie es ist Melii. Du würdest da doch nicht anders handeln“
„Ja schon, aber wir reden hier von meiner Schwester und das sind Dinge, die ich echt nicht im Kopf haben will. Ich habe es sogar gehasst, wenn unser Eltern sich geküsst haben. Das war einfach ekelig“ Perrie konnte nicht anders, als einfach weiter zu lachen.
„Kannst du jetzt mal aufhören zu lachen? Das ist echt gemein“ murrte die Blondine, was Perrie nur weiter lachen ließ.
„Bring mich dazu“ grinste die Herzogin, ehe sie auch schon lachend davon rannte.
Melii war im ersten Moment so perplex, dass sie einfach stehen blieb.
Doch nach wenigen Sekunden rannte auch sie los und versuchte Perrie einzuholen.
Es dauerte auch nicht sehr lange,  da hatte Melii die Herzogin erreicht und riss sie ungewollt zu Boden und landete auf ihr.
Beide sahen sie sich für einen Moment an, ehe sie lautstark anfingen zu lachen und Melii sich neben sie in den Schnee fallen ließ.
Seit Jahren hatte sie sich schon nicht mehr so frei und glücklich gefühlt.
Und sie musste sagen, dass sie wirklich froh war, dass sie der Herzogin geschrieben hatte und jetzt die Zeit mit ihr verbringen konnte.
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