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2020 11 19: In jedem Hafen eine andere [by - Leela -]

OneshotAllgemein / P12 / Gen
Ashley "Ace" Covington Evans Burl "Gopher" Smith Isaac Washington Julie McCoy Merrill Stubing
19.11.2020
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Tag der Veröffentlichung: 19.11.2020

Zitat: "Aber nicht doch, machen Sie sich keine Sorgen. Morgen ist das vergessen. Also gute Nacht." (Jaguar)

Titel der Geschichte: »In jedem Hafen eine andere«

Autor: - Leela -

Hauptcharaktere: Ace, Gopher, Isaac, Julie, Captrain Stubing

Nebencharaktere: -/-

Pairings: -/-

Kommentar des Autors: Hier war zuerst die Idee vorhanden, und dann habe ich geschaut, welches Zitat dazu passen könnte. Ich mußte es allerdings etwas passend machen, damit es im Kontext Sinn ergab. Ich hoffe, das ist in Ordnung, und ihr habt viel Spaß in der Geschichte.







In jedem Hafen eine andere

Ace ließ sich demoralisiert bei Gopher und Isaac an der Schiffsbar nieder. „Ich verstehe das einfach nicht!“ klagte der attraktive Schiffsphotograph.
      „Was verstehst du nicht?“ erkundigte sich Gopher. „Hat das etwas mit der jungen Frau zu tun, bei der du gerade nicht landen konntest?“ Er nickte zu der hübschen Blonden herüber, mit der Ace gerade gesprochen hatte – ein Gespräch, das recht kurz ausgefallen war, bevor sie ihn hatte stehen lassen.
      Isaac lehnte sich grinsend auf den Tresen. „Da kann unser smarter Sunnyboy wohl nicht verkraften, daß eine Frau nicht auf ihn steht!“
      „Sehr witzig! Das meine ich nicht!“ gab Ace angenervt zurück. „Damit hat das sicher nichts zu tun!“
      Isaac und Gopher wechselten einen tiefgründigen Blick, der besagte, daß sie begriffen hatten, daß sie nicht besser ins Wespennest hätten stechen können.
      „Ja gut, aber was ist dann dein Problem?“ erkundigte sich Isaac nun ernster.
      „Es ist nur… Nach dem, was beim Einchecken von ihr rübergekommen ist, habe ich das nicht erwartet!“ erklärte Ace. „Als sie an Bord gekommen ist, dachte ich, sie würde mich mögen! Dieses Lächeln, dieser Blick… Ich war mir sicher, das ist schon flirten! Naja, was daraus geworden ist, als ich die Initiative ergriffen habe, habt ihr gerade gesehen.“
      „Sie hat dir die kalte Schulter gezeigt.“ faßte Isaac zusammen.
      „Aber wie! Wie ausgewechselt!“ Ace machte eine verzweifelte Geste. „Wie kann das sein? Ich meine, was habe ich ihr denn getan?“
      „Ich glaube, das kann ich aufklären!“ mischte Julie sich ein, die gerade auf die Szene zukam und das Gespräch mitbekommen hatte.
      „Na, jetzt bin ich gespannt.“ kommentierte Gopher.
      „Naja, es war, als du schon aus der Lobby raus warst!“ erklärte die Kreuzfahrtmanagerin Ace. „Da hat sie ein Gespräch zwischen dem Captain und dem Doc mitbekommen, wo der Captain gesagt hat, du hättest in jedem Hafen eine andere. Ich fürchte, das hat sie etwas… nachdenklich gestimmt.“
      Ace entglitten gerade nach allen Regeln der Kunst die Gesichtszüge. „Was?? Wie kommt der Captain dazu, so etwas zu sagen? Das stimmt doch gar nicht!“
      Julie hob entschuldigend die Schultern. „Keine Ahnung. Ich habe das Gespräch nicht weiter verfolgt. Ich habe das nur durch Zufall mitbekommen. Jedenfalls könnte das eine mögliche Erklärung sein.“
      „Das ganz sicher sogar.“ bemerkte Issac leise.
      Ace wirkte indes, als wolle er auf der Stelle zusammenbrechen.
      „Du magst sie echt gerne, was?“ warf Isaac fürsorglich ein.
      „Und ob, umso bitterer ist es, wenn mir das jetzt wegen so einem Mist über Kopf geht, der einfach nicht stimmt!“ fuhr der Photograph verzweifelt auf.
      „Sprich den Captain doch einmal darauf an.“ schlug Julie vor.
      „Das werde ich auch, darauf kannst du dich verlassen!“ knirschte Ace. „Das ist Verleumdung, und das lasse ich mir nicht gefallen!“ Damit stand er auf und ließ die Gruppe frustriert allein.
      Gopher, Isaac und Julie sahen sich an, und ließen langsam die angehaltene Luft entweichen…

Die Gelegenheit bot sich am Abend, als das Schiff schon fast in die Nachtruhe überging und nur noch für die Nachtschwärmer seine Tore geöffnet hatte. Der Captain stand noch bei Isaac an der Bar auf einen letzten Drink, Gopher und Julie standen ebenfalls dabei, es war also fast die gleiche Konstellation wie am Nachmittag, als Ace auf die Gruppe zukam und ohne jedes Lächeln auf den Captain zuhielt.
      Die drei Eingeweihten beobachteten ihren Kameraden sorgenvoll. Hoffentlich blieb er diplomatisch.
      Der Captain ahnte noch nichts von seinem Glück und machte mit strahlendem Lächeln eine einladende Geste. „Mister Evans, gesellen Sie sich doch zu uns!“
      Man konnte Ace ansehen, daß er kurz davor stand zu explodieren. „Genau das habe ich auch vor! Und dann dürfen Sie mir mal erklären, wie Sie dazu kommen Lügen über mich zu verbreiten!“
      Das Lächeln des Captains rutschte in Ratlosigkeit ab. „Wie bitte? Mögen Sie mir das mal erklären?“
      „Sie haben einiges zu erklären!“ brachte Ace es auf den Punkt. „Wie kommen Sie dazu, zu behaupten, ich hätte in jedem Hafen eine andere?“
      Der Captain stutzte. Dann konnte er nicht anders als zu lachen. „Aber es stimmt doch!“
      An dieser Stelle verlor Ace die Nerven. „Nein! Das stimmt eben nicht! Ich weiß nicht, was ich hier an Bord für einen Eindruck bei Ihnen hinterlassen habe, aber so ein Typ bin ich nicht! Ja sicher, okay, wenn sich die Gelegenheit bietet und es sich lohnt, nutze ich die Chance zu einem Flirt. Aber ich habe ganz sicher keine Affären nebenher laufen! Wenn sich etwas ergibt, dann immer für den Moment, vielleicht mit der Hoffnung, daß sich mal etwas ernstes daraus ergibt – aber das kann ich mit so einem Image dann ja jetzt wohl vergessen!“
      Der Captain war sichtlich amüsiert. „Ich weiß ja nicht, was Sie zu Ihrer Interpretation veranlaßt hat, ich meinte bei meinem Kommentar eigentlich Ihre bevorzugten Foto-Locations! Ist es nicht so, daß Sie in jedem Hafen eine andere spezielle Ecke haben, in der Sie gerne photographieren?“
      Etwas aus der Bahn geworfen hielt der Schiffsphotograph inne.
      Isaac, Julie und Gopher konnten sich indes das Grinsen nicht mehr verkneifen, als sich das Mißverständnis aufklärte.
      „Na großartig!“ stieß Ace hervor. „Und wegen so einem Mist wird mir jetzt mein Image versaut!“
      „Aber nicht doch, machen Sie sich keine Sorgen.“ versuchte der Captain ihn mit einem charmanten Lächeln zu beruhigen. „So schlimm ist es doch nun auch wieder nicht. Morgen ist das vergessen.“
      „Na, Sie haben gut reden!“ fuhr Ace auf. „Sie sind ja auch nicht betroffen! Herzlichen Dank! Ich bin jedenfalls bedient! Also gute Nacht.“ Mit diesen Worten stapfte der Photograph aus dem Raum und ließ die Gruppe perplex stehen.
      Der Captain sah ihm nachdenklich nach. „Du meine Güte. So sensibel habe ich ihn gar nicht in Erinnerung.“
      Julie räusperte sich leicht. „Es mag daran liegen, daß die junge Dame, die Ihren Kommentar zufällig mitbekommen hat, diesen genau so interpretiert hat wie Mister Evans.“
      Die Blicke der drei verbliebenen Crewmitglieder ruhten forschend auf ihrem Vorgesetzten. In der Miene des Captains spiegelte sich Nachdenklichkeit…

Das Mißverständnis war schnell aufgeklärt, und so hatte die Schlußbemerkung des Captains an Ace durchaus seine Wahrheit behalten. Nachdem er besagter junger Dame erklärt hatte, was er tatsächlich gemeint hatte, hatte sie sich schnell mit Ace angefreundet, und er zeigte ihr in jedem Hafen seine Lieblings-Fotolocation…





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine sehr lustige Geschichte. Das Zitat passt hier wirklich gut.

Eure lula-chan
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