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Kill Them All - Töte sie alle

GeschichteDrama / P12 / Gen
Dirk "Bela B." Felsenheimer Jan "Farin Urlaub" Vetter OC (Own Character) Rodrigo "Rod" Gonzalez
19.11.2020
19.11.2020
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19.11.2020 1.313
 
Eine junge Frau ging durch die Straßen. Unauffällig gekleidet. Gelbes Top, Jeanshose, Turnschuhe, Basecap und Sonnenbrille. Sie war auf den Weg zur Arbeit, so wie  viele Menschen hier in Berlin. Diese Frau......das bin ich. Mein Name ist Nicole. Ich bin gerade mal dreiundzwanzig Jahre alt und mein Beruf.......naja..... sagen wir mal so, er ist ein wenig außergewöhnlich.

Mit einem Kaffeebecher in der Hand bog ich gerade um die Ecke und blieb vor einem riesigen Bürogebäude stehen. Auf einem relativ großen Schild an der Tür war zu lesen „Partyservice Kluge“.
Ich lächelte, drückte die Tür auf und ging zum Fahrstuhl.
Partyservice!!! Ein totaler Fake.
Alles, was sich in diesem Haus abspielte war ein totaler Fake. Für normale Menschen war er natürlich nicht Sichtbar. Doch für mich war das Leben hinter dieser Fassade der normale Alltag.
Ich fuhr nach ganz oben und ging zum Büro von Johnesson. Er war der Chef des ganzen Ladens hier. Ich klopfte gar nicht erst an, sondern ging einfach hinein. Das Büro von ihm war riesig.

„Nein! Verdammt noch mal.......hör zu, wenn du zu blöd für die einfachsten Aufträge bist, dann lass ich den Job jemand anders machen..............ja........sieh zu, sonst passiert was.“ sagte Johnesson und legte dann das Telefon wieder auf die Gabel.
„Kannst du nicht wenigstens einmal anklopfen.“ sagte er und sah mich nun endlich an.
„Warum sollte ich.“ sagte ich lächelnd und schmiss mich auf das kleine Sofa, welches an der Wand stand. Er schüttelte leicht den Kopf.
„Wärst du nicht eine meiner besten, würde ich dich...“
„würdest du mich wahrscheinlich umbringen.“ ergänzte ich seinen Satz und trank meinen Kaffee weiter.
Johnesson lachte und zündete sich eine Zigarre an.
„Wer war das am Telefon?“ fragte ich ihn, ohne ihn anzusehen.
„Na wer wohl. Karl dieser Depp. Der bekommt die einfachsten Aufträge nicht gebacken.“ antwortete er mir.
Nun blickte ich ihn interessiert an. „Ja, Er sollte lediglich einen Typen ein bisschen einschüchtern und erpressen, damit dieser endlich mal mit der Kohle rüber kommt. Aber nicht mal das schafft er.“ sagte er weiter.

Das war eines, der Dinge, die man in Johnessons „Firma“ tat. Leute erpressen, verfolgen und sogar zusammenschlagen. Johnesson hat ein florierendes „Unternehmen“.Von Drogengeschäften über Schutzgelderpressung bis hin zu Auftragsmorden. Alles war dabei. Und ich hatte auch schon die ganze Palette von Aufträgen durch. Mich schreckte so leicht nichts mehr ab. Mit der Zeit hatte ich mir einen dicken Schutzpanzer zugelegt und lebte nur noch nach dem Motto „Vertraue niemanden, sonst bist du morgen vielleicht schon tot.
War man einmal in diese „Firma“ involviert, kam man da auch nicht mehr so einfach raus. Viele Mitarbeiter von ihm lagen am Ende irgendwo tot, weil sie Aufträge mangelhaft oder gar nicht ausgeführt haben.

„Warum hast du mich denn nun her bestellt?“ fragte ich nach einiger Zeit und setzte mich wieder auf. „Ich hab einen neuen Auftrag für dich.“ antwortete er mir und legte eine Mappe auf seinen Schreibtisch. Neugierig erhob ich mich, ging zu ihm und setzte ich mich auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch. Er schob mir die Mappe herüber und ich schlug sie auf.
Auf der ersten Seite war ein Foto eines Mannes abgebildet. Darunter standen ein Paar Daten zur Person. Interessiert schaute ich das Foto an.
„Dein Auftrag ist diesmal etwas schwierig.“ fing er an zu erzählen. Ich schaute von der Mappe auf.
„Du sollst zwei Typen zur Strecke bringen.“ sagte er und lehnte sich in seinen Stuhl zurück.
„Töten“ dachte ich und hob die Augenbrauen. Das war doch mal wieder eine Herausforderung.
Johnesson blies den Zigarrenqualm aus und sagte weiter „der erste Typ, den du da siehst, der wird Mattn genannt. Er arbeitet als Roadie in einer Band.“  sagte er weiter, während ich mir die Daten auf der Seite durch las. Ich blätterte auf die nächste Seite.

„der nennt sich Lüde. Auch er arbeitet wohl als Roadie in der selben Band.“ meine er.
„Ah...“ sagte ich und blätterte auf das letzte Blatt. Da erblickte ich ein Foto mit einen ganzen Haufen von Leute drauf.
„Die drei hier vorn, das ist die Band. Sie nennen sich „Die Ärzte“.  Und der Rest hinter ihnen gehören halt alle zur Crew der Band.“
Ich betrachtete das Gruppenbild und las kurz, was darunter geschrieben stand.

Bandmitglieder:
–     Bela B. Felsenheimer; 45; Schlagzeuger
–     Farin Urlaub; 44; Gitarrist
–     Rodrigo Gonzalez; 39; Bassist

„Und wie stellst du dir das ganze vor? Soll ich da einfach auftauchen und sie ab knallen?“ fragte ich ziemlich ironisch. Johnesson fing an zu lachen.
„Nein nein!!! So natürlich nicht. Wir müssen ja auch ein bisschen auf deine Sicherheit achten. Schließlich soll ja dich keiner Verdächtigen.“ sagte er.
Ich lächelte. Ja, Johnesson konnte schon mal ein ganz netter Kerl sein, aber wenn man ihm verärgerte, dann kann er auch richtig gehend böse werden.
„Also, wie denn dann?“ fragte ich etwas ungeduldig.
Johnesson schob mir ein Blatt Papier herüber. Ich warf einen Blick darauf. „Arbeitsvertag!!!“ sagte ich und bekam große Augen.
„Richtig.“ sagte er lächelnd. „Du wirst übermorgen in der Crew als Roadie des Schlagzeugers anfangen.“ sagte er weiter.
„Das ist doch nicht dein Ernst, oder?“ fragte ich ihn aufgebracht und schmiss das Blatt wieder auf den Tisch.
„Doch.“ sagte Johnesson nun richtig ernst. „Unser Auftraggeber will, dass alles perfekt läuft. Schließlich zahlt er uns eine richtig anständige Summe dafür, wenn du verstehst was ich meine.“

Natürlich verstand ich. Ich verstand, dass es mal wieder ein Millionendeal war, und das ich am Ende wohl nicht mal 0,5 % von dieser „anständigen Summe“ sehen würde. Denn eines muss man mal sagen. Sonderlich gut bezahlt wurde der Job nicht. Es reichte gerade mal, um meine dreizimmer Wohnung zu bezahlen und um mir ab und an was anständiges zu essen zu kaufen.
„Du wirst dich erstmal ein bisschen im Team einarbeiten, dich beliebt machen, so das alle dich n bisschen mögen. Dann erledigst du deinen Auftrag und dann kündigst du deinen Job mit der Begründung „du hättest Angst, die nächste zu sein“. Insgesamt hast du zwei Monate Zeit für den Auftrag.“ schloss er seinen Vortrag.
Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und zog meine Stirn in Falten.

Ich hatte eigentlich überhaupt keinen Bock darauf, mit irgend ner Band monatelang herum zu hängen.
„Ich hab aber überhaupt keine Ahnung, was man als Roadie überhaupt macht.“ sagte ich mürrisch.
„Keine Sorge. Darum hab ich mich schon gekümmert. Du triffst dich morgen mit Maik. Der wird dir alles notwendige erklären.“
Immer noch saß ich wütend auf meinem Stuhl, doch ich musste mich wohl meinen Schicksal beugen. „Nun schau nicht so genervt.“ sagte Johnesson wieder lächelnd. „Du kannst dir auch
eines meiner Spielzeuge aussuchen, dass kannste dann mit nehmen.“

Ich schaute ihn an und ganz langsam wuchs mir wieder ein lächeln. Er wusste halt wie er mich rum kriegen kann. Johnesson drückte auf einen Knopf auf seinen Schreibtisch und promt schob sich das Bücherregal an der Wand zur Seite und zum Vorschein kamen lauter schöne Spielzeuge. Allerdings nicht irgendwelche. Hierbei handelte es sich um Schusswaffen, Messer in allen größen und Variationen und haufenweise anderes Tötungsmaterial.
Ich ging rüber und probierte verschiedene Waffen aus. Irgendwann entschied ich mich für zwei relativ breite Nietenarmbänder, die wunderbar an meine Handgelenke passten.
„hm....besonders Nett die Teile.“ sagte Johnesson, der hinter mir stand.
Blitzschnell drehte ich mich um und durch eine einfache Handbewegung sprang eine Messerklinge aus jedem Armband, die ich leicht gegen Johnessons Kehle drückte. Er verzog keine Miene und lächelte nur trocken. „Stimmt. Und besonders tötlich.“ antwortete ich leise und ließ die klingen durch eine weitere einfache Bewegung wieder verschwinden.
„Also, du weißt was du zu tun hast. Mach deine Sache ordentlich.“ sagte er und drückte mir die Mappe in die Hand. Ich nickte nur und verließ dann ohne ein weiteres Wort sein Büro.

**Wie wird nun der Auftrag verlaufen? Antworten durch Kommis und Bewertungen**
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