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Fate Denied: Die neue Galaxis (Übersetzung)

GeschichteAllgemein / P12
18.11.2020
25.11.2020
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21.11.2020 654
 
Die Krise im Kern und was man dagegen tun konnte, wurde bald zum Thema hitziger Debatten in der Versammlung der Rim Alliance.  Verfechter für eine Aufnahme der heimatlosen Courscanti argumentierten nicht nur mit Alturismus und Solidarität, sondern auch mit sehr pragmatischen Anreizen. Sehr viele Randwelten waren seit Jahrhunderten unterbevölkert und unterentwickelt, obwohl es nicht nur Lebensraum für Millionen von Siedlern sondern auch massenhaft ungenutzte natürliche Rohstoffe gab.  Die Ansiedlung so vieler erfahrener Arbeitskräfte könnte endlich dazu führen dass diese Ressourcen erschlossen und damit eigene lokale Industrien aufgebaut werden konnten, von den wiederum die umliegenden Systeme und Sektoren profitieren würden. Die Gegner einer solchen Siedlungspolitik waren von dem Klischee von Courscant als Inbegriff der Kernwelten-Arroganz und der Ausbeutung ihrer Region durch auswärtige Kräfte geprägt. Sie argumentierten dass die Ansiedlung von so vielen unzuverlässigen und disloyalen Coruscanti nur die Gesellschaftsordnung der Randwelten stören und die Existenz der Rim Alliance selbst gefähren würde.

Doch es wurde schon bald klar, dass die Flüchtlingsschiffe so oder so kommen würden, denn ernsthaft alle Hyperraumrouten zwischen Kern und Rand zu blockieren war keine Option. Das Beste was man nun tun konnte, war sich gemeinsam darauf vorzubereiten. Die erste Welle von Flüchtlingen traf zunächst auf den besser entwickelten Welten des Randes ein; wie etwa Naboo, Javin, Dantooine, Toprawa, Handooine, Telos IV, Lianna, Bothawui, Onderon und  Dac.  Von dort aus reiste die Mehrheit der  neuen Siedler dann weiter auf weniger bekannten Welten, wo bereits  kleine Siedlungen für Landwirtschaft, Bergbau und Industrie etabliert waren.  Hier zeigte sich schnell ein neues Problem, vor dem bereits gewarnt worden war: die Infrastrukturen dieser dünn besiedelten Welten waren einfach nicht auf so viele neue Kolonisten vorbereitet.

Diese war der große Moment für Haus Korden. Im Vergleich zu anderen Adelsfamilien  lag die große Stärke der Kordens weniger in politischer Macht im Senat  und wertvollem Grundbesitz in den Kernwelten begründet als vielmehr in finanziellen Mitteln und Expertise in einem ganz bestimmten Wirtschaftszweig.  Das Familienunternehmen Korden Outfitting and Surveying hatte sich seit Generationen mit großem Erfolg darauf spezialisiert, in die Gründung und den Ausbau neuer Kolonien zu investieren, insbesondere durch die Zuflieferung von hochwertiger Ausrüstung für die spezifischen Bedürfnisse der Kolonisten auf unterschiedlichsten Welten.  In enger Kooperation mit unzähligen lokalen Regierungen stellte Haus Korden praktisch zu Wohltätigkeitspreisen die Ausrüstung und das Fachpersonal bereit, mit deren Hilfe überall im Rand neue Siedlungen und Raumhäfen entstanden. In bisher unbedeutenden Landwirtschafts- und Bergbau-Kolonien entwickelten plötzlich aufstrebende Dörfer und Kleinstädte, als zum ersten Mal die so lange brach liegenden Ressourcen ernsthaft genutzt wurden. Saatgut wie auch Maschinen für Landwirtschaft und Bergbau wurden neben anderer Ausrüstung von den Kordens geliefert um den alten und neuen Bewohnern dieser Kolonien gleichermaßen eine Zukunft zu ermöglichen. Und um sich für die nächsten Jahrhunderte eine ebenso treuen wie umfangreichen Kundenstamm zu sichern.

Das Militär der Rim Alliance wurde ebenfalls ein extrem wichtiger Arbeitgeber, der viele Flüchtlinge in seine verschiedenen Truppengattungen rekrurtierte. Mit all diesen neuen Siedlungen und Kolonien in den Randwelten wurden schließlich auch neue Garnisonen und erweiterte Patrouillen benötigt um diese vor allen Arten von Plünderern, Sklavenjägern  und sonstigen kriminellen Opportunisten zu schützten, die versuchten aus der Flüchtlingskrise  ihren Nutzen zu ziehen.

Jedoch lief diese neue Besiedlungswelle keineswegs völlig harmonisch ab. Auf vielen Welten mit einer stark wachsenden Bevölkerung von Coruscanti-Siedlern  verübten Partisanen der Rim Liberation Army  erschütternde Anschläge in Form von Morden, Brandstiftung und Diebstahl/Sabotage von wichtiger Ausrüstung.  In den großen Städten prallten Demonstrationen von Gegenern der neuen Besiedlug  mit Gegendemonstrationen  von Befürwortern zusammen, bis es zu teilweise blutigen Straßenschlachten kam.

Militäreinheiten der Rim Alliance begannen zusammen mit Blauen Jedi regelmäßig in den wichtigsten Coruscanti-Siedlungen zu patrouillierten und Untersuchungen über die Aktivitäten der RLA anzustellen. Aber alle bisher gefassten Attentäter erwiesen sich bisher nur als lokal rekrutierte kleine Fische, die über die Identität und die konkreten Pläne der tatsächlichen Anführer der RLA nicht wussten.
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