Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Fantasy Girl

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / FemSlash
Alex Danvers Kara Danvers / Kara Zor-El Lena Luthor
18.11.2020
02.08.2021
4
14.844
9
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
05.05.2021 3.259
 
Kara schwebt versteckt inmitten der Wolken, die über der Stadt hängen und konzentriert sich auf ihr Gehör. Sie ist schnurstracks nach Metropolis geflogen, allein ihrem Impuls folgend.

Natürlich kann sie noch immer mühelos ihren Herzschlag herausfiltern. Kara lauscht und lässt sich von dem gleichmäßigen Rhythmus beruhigen.

Durch die Wolkendecke hindurch späht sie auf das Gebäude, das weder durch einen Schriftzug oder eine Leuchtreklame verrät, was sich dahinter verbringt. Es könnte durchaus ein vornehmes Wohngebäude sein, in welchem Lena lebt. Kara hat keine Ahnung, was sie sagen wird, wenn sie Lena begegnet. Ein wenig hadert sie, ob sie Lena’s Privatsphäre stören soll, doch dann rauschen die Bilder aus dem Fernsehinterview durch ihren Kopf und Kara fühlt sich angetrieben von einer unsichtbaren Macht. Sie muss mit eigenen Augen sehen, wie es Lena geht. Sie redet sich ein, dass es ein kurzer Besuch durchaus angebracht ist, immerhin hat Supergirl Lena eigenhändig in die Notaufnahme geflogen. Es ist nur höflich. Außerdem, dann war sie halt in der Gegend. Sie war früher schon etliche Male in Metropolis, ihr Cousin wohnt hier.

Das unbekannte Gebäude besitzt eine kleine Dachterrasse und aus alter Gewohnheit und um kein Aufsehen zu erregen landet sie dort oben.

Verdutzt setzt sie zwischen Palmen und Liegestühlen auf. Gartenstühle und ein elegantes Sofa verleihen der Terrasse ein sommerliches Ambiente. Doch was wirklich ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die bodentiefen Glasfenster und die Frage, was es mit diesem Gebäude auf sich hat.

Tropische Wärme empfängt sie und der Geruch von Chlor steigt in ihre Nase. Ein großzügiges Schwimmbecken, streckt sich vor ihr aus, deren Lichtreflexe an der Wand tanzen und Muster projizieren. Daneben auf einem Sockel ist ein Whirlpool eingelassen, seine Düsen sprudeln und das Wasser gluckert.

Ein Wellnessbereich.

Dort liegt Lena Luthor entspannt auf einer Liege in einem weißen flauschigen Bademantel. Ihr sonst so perfektes frisiertes Haar fällt in weichen Wellen über ihre Schulter. Ihre schneeweißen Beine zeigen sich unverhüllt und ihr Bademantel ist einen winzigen Spalt geöffnet, keine Frage, dass sie darunter einen Badeanzug trägt.

Kara ist perplex, der Anblick trifft sie völlig unerwartet. Nur in ihren geheimsten Träumen hat sie sich Lena im Badeanzug vorgestellt. Doch was überhaupt nicht zu diesem zwanglosen Bild passt; Lena trägt eine Nasenbrille, ein winziger Schlauch, der in ihre Nasenflügel geleitet wird. Kara ist mit diesen Dingen weniger vertraut, aber soweit sie weiß tragen Menschen dies, um Sauerstoff zu erhalten. Wird Lena damit beatmet?

Kara ist so auf Lena fixiert, sie nimmt die Person, die neben ihr liegt erst wahr, als diese spricht.

„Hallo Supergirl.“

Kate Kane liegt fröhlich daneben in ihrer eigenen Luxusliege. Sie trägt einen dunkelblauen Sport Bikini und schlürft an einem exotischen Getränk.  

Kara ist baff. Sie vergisst, wie man läuft. Sie fliegt und geht gleichzeitig und verheddert sich in ihren Umhang. Sie dreht sich viel zu hastig und verliert ihr Gleichgewicht. Wie in Zeitlupe nimmt sie wahr, dass sie mit den Armen rudert, um den Fall abzuwenden, doch sie hat sämtlichen Funktionen ihrer Beine vergessen und die Schwerkraft siegt. Kara fällt.

Mit einem lauten Platsch fällt sie in das Schwimmbecken, landet im kühlen Nass und tretet Wasser.

„Oh boy,“

„Supergirl! Kann Supergirl schwimmen?“

Was? Lena, natürlich kann sie schwimmen. Es ist nur ein wenig unelegant mit dem nassen Anzug, der an ihrer Haut klebt und den Haaren die wild in ihr Gesicht hängen. Sie versucht ein paar Schwimmzüge, dann rudert sie an den Beckenrand und hebt sich aus dem Wasser, so graziös wie möglich, empor. Dass sie in den Pool fällt und Wasser hustet, war bestimmt nicht Teil ihres Plans, einen Plan, den sie niemals hatte, also improvisiert sie.

„Herrliche Erfrischung, eintauchen in das kühle Nass. Ich liebe schwimmen, es ist super, fast so gut wie fliegen. Auf Krypton hatten wir einen See, mit gelber Farbe. Mein Vater hat mich oft dorthin mitgenommen und hat mir schwimmen gelernt. Ich konnte den See der ganzen Länge nach durchschwimmen, das war was. Herrlich. Uhm, naja. Hallo Miss Luthor--- Kate.“

Sie streift sich die Haare aus dem Gesicht und versucht es mit einem schiefen Lächeln. Sie starren sich an und es kommt einem Wettbewerb gleich, wer schafft es am längsten, zu starren, ohne dabei zu blinzeln. Niemand sagt etwas und Kara wippt mit den Füßen und räuspert sich.

Sie ist sich nur allzu bewusst, dass sie abermals in Lena’s Anwesenheit rumgeeiert hat. Wie schafft sie es, sich in Lena’s Gegenwart in eine totale Versagerin zu verwandeln, sie kann nicht glauben, dass sie in das Becken gefallen ist, sicher glühen ihre Ohren rot vor Scham. Doch ihre Sorge um Lena ist größer und so öffnet sie den Mund und sagt, was sie bewegt.

„Warum tragen Sie ein Beatmungsgerät, Miss Luthor?“

Lena räuspert sich ebenfalls. Ihre Augen huschen kurz über ihren Anzug, sehen zu, wie das Wasser abperlt und auf den Boden tropft. Kara wechselt in ihre Heldenpose, verschränkt die Arme vor der Brust und sucht nach ihrem Heldenmut.

„Das ist nur Sauerstoff. Es gehört zur Sauerstofftherapie, was eine gängige Anwendung ist. Dies hier ist ein Wellnessbereich, Supergirl.“

„Ja, ähm richtig,“ sagt Supergirl und lässt ihre Augen kurz durch den Raum schweifen.

Lena sieht gesünder aus, als bei dem Interview, das im TV gesendet wurde, dennoch hat Kara tausende Fragen und bringt keine einzige davon über die Lippen. Stattdessen versucht sie krampfhaft cool zu wirken und nicht wie ein begossener Puddel, oder fehl am Platz wie der Eindringling, der sie ist.

„Supergirl. Du tropfst hier alles voll. Zieh dich aus oder schnapp dir ein Handtuch, hauptsache du entspannst deine stahlharten Muskeln,“ sagt Kate und schlürft geräuschvoll den Rest von ihrem schicken Getränk. Mit einer übertriebenen Geste verschränkt sie die Arme hinter ihrem Kopf und legt sich relaxed in ihre Liege zurück.

Kara faucht, weshalb ist Kate überhaupt hier? Was möchte sie von Lena? Klar, wird sich Kara ihren Anzug ausziehen und in Unterwäsche vor Lena rumlaufen. Dass Kate mit ihr spielt, ist nichts Neues, Kara ist noch nie darauf eingestiegen. Kate ist einfach nicht ihr Typ. Sie schätzt Kate, als Kumpel. Die beiden haben sich schon etliche Male vereint, um gemeinsam Schurken und düstere Kreaturen zu besiegen, zugegeben, es hat immer Spaß gemacht und Kara mag Kate, aber wie passt Lena dazu? Kate lebt nicht einmal in Metropolis, Kate ist aus Gotham. Weshalb muss sie ausgerechnet vor Lena eine solche Anspielung machen?

Zum ersten Mal nimmt Kara Notiz, wie knapp ihr Bikini ist, während sie alle viere von sich streckt. Er betont ihren durchtrainierten Körper. Eifersucht überkommt sie. Baggert Kate Lena an? Dass sie auf Frauen steht, sieht jeder! Gefällt Lena ihr Look? Sie trägt einen frechen Kurzhaarschnitt und den perfekten Körper dazu, der fast überall mit Tätowierungen übersäht ist. Kate ist witzig und Kara weiß, wie charmant sie ist, wie gut sie verführen kann und sie lässt nichts anbrennen. Kara wird ganz schwindelig von ihren rasenden Gedanken.

Sie versucht, Kate zu ignorieren und konzentriert sich auf Lena.

„Miss Luthor, ich---“

„Supergirl, bitte sag doch Lena zu mir, ich weiß es ist lange her, aber ich dachte, darüber wären wir uns einig gewesen.“

Kara strahlt, Lena erinnert sich an ihre letzte Unterhaltung.

„Lena. Ich war in der Gegend und Kara Danvers hat mich gebeten nach dir zu sehen, sie macht sich Sorgen um deine Gesundheit.“

Kate räuspert sich. Sie nimmt ihr leeres Glas vom Tisch und erhebt sich. Den Bademantel wirft sie lässig über die Schulter, anstelle hinein zu schlüpfen und dreht sich zu Lena.

„Ich lass euch beiden mal alleine. Ihr habt sicher einiges zu besprechen,“ sagt sie vielversprechend. Im Vorbeigehen klopft sie Kara aufmunternd auf die Schulter und grinst dümmlich.

„Supergirl, nimm dir ein Handtuch und setzt dich zu mir,“ sagt Lena mit sanfter Stimme.

Kara sieht sich um. Sie trennt den Umhang von ihrem Anzug ab und legt diesen über eine freie Liege. Dann schnappt sie sich ein Handtuch und trocknet damit ihre Haare und reibt über ihren Anzug. Sie wählt die Liege neben Lena, auf welcher Kate gelegen hat und streckt ihre Beine aus. Als sie einen Blick zu Lena wirft, nimmt diese die Nasenbrille ab.

„Einen Drink, Supergirl? Wir haben hier leckere Säfte.“

„Wir?“

„Ich, ich meine ich, die Angestellten haben frisch gepresste Säfte bereitgestellt. Möchtest du?“

Kara nickt, „Gern. Heißt das, du wohnst hier, Lena?“

„Ja. Mir gehören die oberen Etagen. Theoretisch gehört mir das gesamte Gebäude, doch ich hab die oberen Etagen für mich selbst bezogen.“

„Und diesen schicken Wellnessbereich bauen lassen?“

„Und diesen schicken Wellnessbereich bauen lassen. Hier finde ich Entspannung neben der Arbeit. Es gibt ein Yogastudio und naja, der Whirlpool ist nett und schwimmen soll ja auch gut für die Gesundheit sein,“ sagt Lena.

Kara nickt und nimmt den Orangensaft entgegen, den Lena für sie von der Saftbar eingeschenkt hat. Kara trinkt, es schmeckt wunderbar nach Orangen und ist erfrischend.

„So, du hast mir von Kara erzählt, wie geht es ihr?“

„Ihr geht es gut, aber sie macht sich Sorgen um dich. Sie wollte dich im Krankenhaus besuchen, aber du warst so schnell entlassen. Ist wirklich alles okay, Lena? Du hattest einen Krampfanfall, Kara hat es mitbekommen. Alle reden von Schwächeanfall aber, Lena, nimm das nicht auf die leichte Schulter.“

„Das ist nicht nötig, dass Kara sich sorgt. Ich habe Ärzte, die mich deswegen behandeln. Es ist nichts.“

„Wenn du in Behandlung bist, deutest du damit an, dass du diese Art von Anfall öfters hattest? Bereits vor dem Galaabend? Was fehlt dir? Leidest du unter Epilepsie? Ist es gefährlich?“ Kara feuert die Fragen ab, die ihr Sorgen bereiten.

„Nein. Mein Gehirn und meine Nervenzellen wurden untersucht, ein epileptischer Anfall konnte ausgeschlossen werden. Es ist nicht gefährlich. Die Ärzte rätseln noch, was die Ursache sein könnte. Mein Körper ist gesund. Die Anfälle sind nicht lebensgefährlich, vielleicht ist es Stress, von dem ich genügend habe. Gefährlich ist nur der Fall, der immer dazu kommt, wenn ich einen Anfall bekomme. Ich habe dann keine Kontrolle mehr über meinen Körper. Ein paar blaue Flecken und eine Beule am Kopf sind meist schlimmer, als der Anfall selbst,“ sagt Lena leichthin.

„Oh Rao, Lena. Wie oft hast du diese Anfälle? Du musst besser auf dich aufpassen, vor allem wenn du Stress hast. Du bist doch superreich, kannst du nicht andere für dich arbeiten lassen?“

„Deshalb der Wellnessbereich. Hier kann ich entspannen.“

„Lena, ich mach mir ernste Sorgen. In National City gibt es hervorragende Ärzte, vielleicht solltest du dir eine zweite Meinung einholen.“

„Mach dir bitte keine Sorgen, Supergirl, es schmeichelt mir, aber ich habe alles im Griff. Mir geht es gut und die Ärzte sind toll und helfen mir. Danke, dass du mich ins Krankenhaus geflogen hast. Ich kann mir sicher vorstellen, dass es schlimm für Kara gewirkt hat, aber so ist es nicht. Lass uns über etwas anderes reden, jetzt da du schon mal hier bist. Erzähl mir von deinen Heldentaten.“

„Aber Lena, du solltest deine Gesundheit ernster nehmen---“

Lena zieht den Bademantel aus. Lena zieht den Bademantel aus, Rao! Lena trägt nichts weiter als einen Badeanzug.

So steht sie vor Kara, lässt damit sämtliche Fantasien anspringen und streckt ihre Hand nach Kara’s Hand aus.

„Komm mit Supergirl, ich denke, du hast Entspannung nötiger als ich. Nass bist du eh schon.“

„----“

„Supergirl, hat es dir die Sprache verschlagen? Sagtest du nicht vorhin, dass du nicht wasserscheu bist? Komm beweise es mir, nimm meine Hand.“

RAO!!

„Was hast du gesagt?“

Kara schüttelt mit dem Kopf, unfähig zu sprechen, und greift umständlich nach Lena’s Hand. Sie traut sich nicht, Lena anzusehen. Sie hat Angst, dass sie rot wird oder über Lena herfällt oder schlimmer, dass sie nicht mehr wegsehen kann.

Was hat Lena vor? Kara betet, dass sie sich wieder anzieht. Wenn sie sich jetzt umdreht und vor ihr steht, dann kann Kara für nichts mehr garantieren. Ihre Augen huschen ohne, dass sie Kontrolle darüber hätte über Lena’s nackte Haut. Riskieren einen Blick auf ihre Schultern, auf ihren nackten Rücken zu ihrem Po. Stellen von Lena’s Körper, die sie niemals zuvor gesehen hat, aber jetzt schon so qualvoll begehrt.

Sie lässt sich von Lena mit in Richtung Whirlpool ziehen und dort steigt Lena in das Wasser ein. Erst als sie sichergeht, das Kara ihr in das heiße Wasser folgt, lässt sie ihre Hand los. Lena sinkt tiefer und angekommen in der Mitte des Pools, taucht sie gänzlich darin ein. Das Wasser steht ihr bis zum Hals und dann dreht sie sich um und grinst. Kara bleibt wie angewurzelt stehen.

„Komm rein, Supergirl. Es ist fantastisch.“

Wie in Zeitlupe bewegt sich Kara und steigt die Treppe hinab. Sie hält sich am Gelände fest, aus Angst ihre wackeligen Knie könnten einknicken.

Misstrauisch beäugt sie die blubbernden Blasen. Sie kann ehrlich sagen, dass sie noch nie zuvor in einem Whirlpool war. Das Wasser ist angenehm heiß und sie taucht mit ihrem Körper. Sie rutscht an den Rand, so weit weg wie möglich und gegenüber von Lena, setzt sie sich nieder.

Lena grinst, dann schließt sie die Augen und streckt ihren Hals Richtung Himmel.

Kara beobachtet sie völlig ungeniert. Von ihrem feuchten Gesicht rollt ein kleiner Wassertropfen über ihre Nase hinab. Der Mund ist leicht geöffnet. Ihre Haarspitzen sind nass und enden im Wasser. Ihre Schultern ragen heraus, der Rest wird vom Wasser verdeckt. Lena ist gänzlich ohne Make-up. Kein Kajal, der ihre Augenbrauen betont, kein Lippenstift, der rot leuchtet. Kara hat sie noch nie so gesehen, es betont ihre natürliche Schönheit umso mehr.

Lena genießt das Bad sichtlich, sie seufzt und dann öffnet sie ihre Augen und lächelt Kara an.

Der Anblick geht so tief. Es zieht in Kara’s Bauch und alles krümmt sich vor Sehnsucht. Kara hält es kaum aus. Sie möchte Lena eng an sich ziehen und ihr Gesicht an ihre Wange drücken. Sie möchte ihr sagen, wer Supergirl ist und dass sie ihr helfen wird, damit sie gesund wird. Sie möchte Lena sagen, wie sehr sie sie liebt und dass sie keinen Menschen finden wird, der sie mehr lieben wird als Kara.

Schuldbewusst, dass sie diese und andere Gedanken hat, reißt sie sich von Lena’s Anblick los und konzentriert sich auf das blubbernde Wasser. Mit der Hand spielt sie mit den Blasen, lässt das Wasser durch ihre Finger laufen und fühlt den Sog.

„Ist das nicht pure Entspannung?“

Tortur, es ist Tortur. Sie befindet sich in einem kleinen Becken, dass mit Wasser gefüllt ist zusammen mit Lena. Wasser, das Lena’s Körper berührt, ihre Brüste entlang streift, an ihren Schenkel entlang fließt und dann seinen Weg zu Kara findet und sie an denselben Stellen berührt. Kara kann keinen vernünftigen Gedanken fassen.  Weshalb denkt sie so etwas?

Lena’s Bein streift Kara. Es gleitet sanft im Wasser und ruht dann neben ihrem Schenkel.

Das Wasser sprudelt und kleine Spritzer fallen in ihr Gesicht und prickeln. Kara glaubt, sie wird wahnsinnig von diesen Empfindungen.

„Supergirl, tu mir den Gefallen und entspann dich. Lass die Düsen deine Muskeln massieren. Schließ die Augen, der Whirlpool tut dir nichts. Du wirkst wie ein verängstigtes Reh im Scheinwerferlicht.“

Lena’s Lächeln stirbt abrupt und ein Schatten fällt über ihr Gesicht. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich und noch ehe Kara fragen kann, was mit ihr ist. Rollen ihre Augen zurück.

Kara ist sofort bei ihr und hält sie über dem Wasser.

„Lena?“ Doch Lena kann sie nicht mehr hören, ihr Körper krampft.

Kara trägt sie aus dem Wasser und legt sie vorsichtig auf den Boden ab, so dass der größte Teil ihres Körpers auf Kara liegt. Sie achtet, dass ihr Kopf bequem in ihrem Schoß ruht, damit Lena sich nicht verletzen kann, während sie krampft. Hinter ihren geschlossenen Lidern ist die hektische Bewegung ihrer Augen erkennbar. Ihr Körper ist sichtlich unter Stress. Kara würde das liebend gerne für sie abnehmen, wenn sie könnte.

Lena muss versorgt werden. Kara hebt Lena auf, sobald der Anfall nachlässt.

Tropfnass und mit Lena im Arm verlässt sie den Wellnessbereich und sieht sich im Wohnbereich mit ihrem Röntgenblick nach etwas, was in dieser Situation helfen könnte, um.

Plötzlich steht Kate im Flur. Sie ist angezogen, trägt lässige Jeans und Shirt. Als sie die beiden sieht, ist sie sofort alarmiert.

„Hatte sie einen Anfall?“

„Ja,“

„Bring sie in ihr Bett, ich zeige dir den Weg.“  Kara folgt ihr durch das riesige Appartement.

In Lena’s Schlafzimmer angekommen, trocken sie Lena mit Handtüchern und wickeln sie darin ein. Ab und an krampft sie noch und die beiden sorgen dafür, dass es Lena bequem hat und Kate holt ein Medikament, dass sie Lena unter die Zunge legt.

„Es hilft, ihren Körper zu entspannen, mehr können wir im Augenblick nicht tun.“

„Was ist mit Lena? Ist es ernst?“ Sie sitzen beide, jeder an einer Seite an ihrem Bett und wachen über Lena.

„Die Ärzte sagen, sie ist gesund. Aber die Anfälle werden häufiger, mittlerweile hat sie diese mehrmals die Woche.“

„Was? Kate, wieso hast du mich nicht angerufen, du weißt, dass mir Lena am Herzen liegt.“

„Und du weißt, wie Lena ist. Sie möchte nicht, dass zu viele Leute darüber Bescheid wissen und ihr habt euch ewig nicht gesehen. Sie wird bald aufwachen.“

Kara juckt es in den Fingern, nach Lena’s Hand zu greifen, aber Kate’s Anwesenheit hält sie zurück.

„Sie gehört eingehend untersucht. Es ist nicht normal solche Anfälle zu haben. Sie sollte den Arzt wechseln. Ich nehm Lena mit, ich bring sie nach National City. Alex kann sich Lena ansehen.“

„Kara stopp. Lena möchte dass nicht, da bin ich mir sicher. Sie entscheidet selbst. Ich weiß es ist schlimm sie so zu sehen aber man gewöhnt sich daran. Sie wacht auf und sie fühlt sich gut.“

„Daran gewöhnen? Kate! Lena ist krank.“

„Du reagierst über. Ich war die letzten Wochen hier. Ich bin bei ihr. Wichtig ist, dass sie nicht alleine ist, wenn sie einen Anfall bekommt. Deshalb trägt sie eine Klingel bei sich, wenn sie merkt, dass ihr schwindlig ist, klingelt sie. Das Personal oder ich, es ist immer jemand in ihrer Nähe. Du solltest zurück nach National City. Ich denke Lena, wäre es unangenehm, wenn Supergirl sie so sieht und an ihrem Bett wacht. National City braucht dich und ich informiere dich, sobald ich etwas neues erfahre.“

Kara ringt mit sich. Sie ist eifersüchtig auf Kate, dass sie hier ist und Lena sich von ihr helfen lässt. Andererseits ist sie froh, dass Lena jemanden hat, den sie mag und der sich um sie kümmert. Doch sie kann nicht gehen, kann nicht schon wieder Lena zurücklassen.

„Wie kommt das überhaupt zustande, dass du hier bist? Wohnst du bei Lena?“ Kara hat Angst, vor der Antwort aber gleichzeitig bringt sie jeder Gedanke dazu um den Verstand und daher möchte sie die Wahrheit hören.

Die Unterhaltung stoppt, als Lena sich bewegt. Ihre Hand tastet auf der Bettdecke nach etwas. Sie kommt zu sich.

„Kara?“  

Das ist Lena’s Stimme! Sie ruft nach Kara.

Kara nimmt ihre Hand und beugt sich über sie. Vorsichtig drückt sie die schmale Hand.

„Hier ist Supergirl, Lena. Ich bin hier. Ich bin bei dir. Ich bleibe hier,“ verspricht sie mit bebenden Herzen.

Nachwort:

Liebe Leser,

Das Kapitel war ein wenig kurz. Ich ändere wahrscheinlich noch kleine Fehler, die sich eingeschlichen haben. Für das nächste Plane ich Kara nach Metropolis zu holen. Außerdem möchte ich mehr von Lena’s Leben erzählen, aber ich plane erstmal in der Erzählweise von Kara zu bleiben. Vielleicht hole ich noch Imra in den Mix, damit es nicht so langweilig wird. Was meint ihr? :-)

Vielen Dank für’s Lesen, es macht mir unheimlich viel Spaß zu schreiben und ich freue mich umso mehr, wenn die Geschichte Leser findet.
Liebe Grüße,
Slayerkaro
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast