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Let's fall in love some more

von tessalane
GeschichteRomance / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
18.11.2020
30.11.2020
30
62.743
44
Alle Kapitel
80 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
21.11.2020 2.848
 
Achtung: Sexueller Content. Wer damit ein Problem hat, überspringt das Kapitel lieber oder hört vielleicht sogar gleich mit der Geschichte auf, denn davon wird es ab hier wahrscheinlich etwas mehr geben. Nur als kurzer Hinweis gedacht. Jetzt aber viel Spaß beim lesen :)




Als Klaas kurze Zeit später aus dem Taxi stieg und sich Richtung Haustür bewegte, fühlte er sich furchtbar. Nachdem Joko abgerauscht war, war er einfach gegangen. Er hatte niemandem Tschüss gesagt, wollte auch niemanden mehr sehen, er wollte einfach nur noch nach Hause. Für ihn war das Gespräch mit Joko sowieso beendet. Was sollte er groß dazu sagen? Joko hatte ihm deutlich gemacht, dass nichts zwischen ihnen passieren durfte.

Damit musste er sich halt abfinden. Er fischte sein Handy aus der Jackentasche und drückte mehrere Male. Mist. Der Akku war leer. Klaas schloss also die Tür auf, pfefferte die Schlüssel und das Handy auf die Kommode, zog Schuhe und Jacke aus und beschloss, den Tag abzuhaken. Er musste jetzt erstmal auf Distanz gehen, den Kontakt zu Joko auf das Minimum reduzieren. Vielleicht konnte sich das alles dann doch wieder zwischen den beiden einpendeln. Erschöpft lief er ins Bad, zog seine Klamotten aus und stellte sich unter die Dusche. Das tat gut. Er wollte nicht mehr darüber nachdenken. Eigentlich gab es ja auch gar nichts mehr zu sagen. Ins Bett gehen, das klang nach einer guten Lösung. Er stand bestimmt eine halbe Stunde unter der Dusche, ließ sich vom Wasser wärmen und versuchte seine verspannten Muskeln zu lockern.

Schließlich stellte er die Dusche aus, griff nach einem Handtuch und lief dann ins Schlafzimmer. Gerade als er fertig umgezogen war und sich die Haare trocken rubbelte, hämmerte es gegen die Haustür. Klaas erschrak, ließ das Handtuch fallen. Wer konnte denn jetzt um diese Uhrzeit noch an seine Tür hämmern? Das Klopfen wurde energischer, lauter, immer stärker. Unruhig lief Klaas den Flur entlang Richtung Tür, lugte durch den Spion und öffnete dann entgeistert die Tür.

„Joko?“, fragte Klaas erstaunt. „Was machst du hier?“

Joko sagte nichts, stürmte einfach ins Haus. Im Flur blieb er stehen.

„Wo bist du auf einmal hin?“, brüllte Joko. Er war außer sich vor Zorn. Klaas zuckte zusammen, denn so hatte er Joko nur ganz selten erlebt.

„Wie? Was – Was meinst du?“, Klaas traute sich gar nicht richtig zu antworten.

„Nachdem wir geredet haben. Wo bist du hin?“

Klaas stockte der Atem, so überrumpelt war er. Joko lief unruhig auf und ab, wirkte nervös und angespannt. Klaas wusste gar nicht, was er sagen sollte.

„Nach unserem Gespräch bin ich direkt wieder runter und du warst weg. Ich hab’ dich angerufen, Nachrichten geschrieben, hab’ Palina gefragt, ob sie was weiß. Keiner wusste irgendwas.“

Joko lief auf Klaas zu, seine Augen waren geweitet, die Wangen gerötet und sein Hals war seltsam fleckig. „Dann hab’ ich wieder angerufen und wieder. Verdammt, ich dachte dir ist irgendwas passiert!“

Klaas schielte zu seinem Handy, das auf der Kommode lag. Er errötete. „Mein Akku ist leer.“

Joko starrte ihn entgeistert an. „Dein – dein Akku. Leer.“

Klaas nickte kleinlaut.

„Verdammt, ich hab’ mir Sorgen gemacht!“, rief Joko und griff nach Klaas’ Kragen. „Du kannst doch nicht einfach abhauen. Du musst mir doch sagen, wenn du fährst.“

Klaas fühlte sich schrecklich schuldig, denn Joko hatte Recht. Er hätte sich wirklich verabschieden sollen, das war nicht okay.

„Es tut mir leid, Joko“, murmelte Klaas deswegen kleinlaut.

„Ich dachte, du wärst wutentbrannt auf irgendeine Straße oder so gelaufen. Ich hab’ mir echt die schlimmsten Szenarien ausgemalt.“

Klaas schüttelte den Kopf. „Ne. Ich wollte einfach nur nach Hause.“

Erschöpft ließ Joko seinen Kopf gegen Klaas’ Stirn sinken. Der Ältere atmete tief durch. „Du machst mich fertig, Klaas. Ernsthaft.“

Klaas schloss seine Augen, denn vielleicht war das hier das letzte Mal, dass er Joko so nah sein würde. Er atmete Joko ein, versuchte diesen Moment festzuhalten. Joko drückte Klaas rückwärts, bis er gegen die Wand stieß. Dann sackte Joko noch mehr gegen seinen Körper.

„Wir können nicht“, flüsterte Joko verzweifelt, die Augen geschlossen, doch die Hände immer noch an Klaas’ Kragen. Gott, er war so nah. Er berührte ihn überall, es war unerträglich. Klaas ballte seine Hände zu Fäusten. Wenn er jetzt nach Joko griff, war es vorbei mit Klaas' Beherrschung.

Klaas wusste nicht, was er sagen sollte. Also sagte er einfach gar nichts. Er hatte seinen Standpunkt schon vorher deutlich gemacht. Wie gerne würde der Jüngere jetzt Jokos Kopf zu sich ziehen und ihn küssen.

Joko vergrub seinen Hals in Klaas’ Halsbeuge und atmete gegen die sensible Haut - Es machte Klaas wahnsinnig. Er würde Joko gleich wegschieben müssen. Das hielt er nicht mehr länger aus.

„Joko“, murmelte Klaas. „dann geh’ bitte. Ich kann das sonst nicht.“

Joko hob den Kopf, starrte Klaas in die Augen und suchte irgendetwas in Klaas’ Blick, dass Klaas nicht deuten konnte. Der Jüngere schluckte. Wenn Joko noch eine Sekunde länger blieb, würde Klaas sich nicht mehr zurückhalten können. Dann würde er ihn einfach küssen, egal ob Joko das wollte oder nicht.

Aber Joko war schneller. Er griff nach Klaas’ Kopf, zog ihn zu sich ran und drückte seine Lippen gegen die des Jüngeren. Klaas’ Inneres explodierte. Es war wie der erste Schluck Wasser. Er war kurz vorm Verdursten und Joko war sein Wasser. Gierig griff er um Jokos Taille, zog ihn noch näher zu sich, immer näher, immer näher. Er wollte ihn ganz, wollte Joko nie wieder freigeben.

Jokos Hände wanderten zu Klaas Taille. Sein Oberkörper presste Klaas gegen die Wand, presste ihre Körper noch enger zusammen, während ihre Lippen sich einen wilden Kampf lieferten. Klaas war so gierig. Er konnte nicht genug kriegen. Er zog und zerrte an Joko, wollte noch mehr. Dann öffnete er seinen Mund und ließ Jokos Zunge Eintritt. Er fühlte sich wie benebelt, als er Jokos Zunge in seinem Mund spürte, konnte gar nicht glauben, was hier gerade passierte. Er fühlte ein schmerzhaftes Pulsieren, konnte nicht verhindern, dass er sich gegen Joko rieb. Er brauchte einfach noch mehr, dieser Kuss reichte ihm nicht.

Doch so schnell Joko ihn geküsst hatte, so schnell zog er sich wieder zurück. Er lief rückwärts, bis er sich gegen die gegenüberliegende Wand fallen ließ. Schwer atmend starrte er Klaas an.

„Hier und nicht weiter“, keuchte Joko. Er klang so fertig, wie er aussah. Die Haare standen ab, die Lippen waren wundgeküsst und seine Wangen leuchteten rot.

Klaas fuhr sich durch die Haare. Seine Hände zitterten und zu gerne hätte er sich kurz ein bisschen Platz in seiner Boxershorts verschafft. Verdammt, er konnte jetzt nicht aufhören. Das ging einfach nicht. Entweder Joko machte sich jetzt aus dem Staub, oder er musste fliehen. Er konnte nicht mit Joko hier stehen. So viel Selbstbeherrschung hatte Klaas nicht.

Doch Joko machte keine Anstalten zu gehen. Er stand einfach nur schweratmend Klaas gegenüber, genügend Sicherheitsabstand zwischen ihnen und starrte Klaas an. Der Jüngere atmete tief durch, stieß sich schließlich von der Wand ab und lief dann Richtung Bad. Er musste sich jetzt kaltes Wasser ins Gesicht spritzen oder am besten kalt duschen, um ein bisschen Selbstbeherrschung zurückzugewinnen.

„Wohin gehst du?“, Joko klang panisch. Wie ein kleiner Hund folgte er Klaas und blieb erst stehen, als sich Klaas vor der Badezimmertür umdrehte.

Du meintest, wir können nichts miteinander anfangen. Dann mach’ es nicht schwerer, als es eh schon ist und geh' bitte.“

Klaas ging ins Bad, doch auch hier folgte Joko ihm. „Ich wollte dich ja auch nicht küssen. Es ist einfach passiert und ich –“

„Es ist passiert, weil du es wolltest, Joko. Tu’ doch nicht so!“, zickte Klaas ihn an. „Entweder wir ziehen das hier durch oder wir brechen den Kontakt fürs Erste ab und reduzieren ihn komplett auf die Arbeit.“

Joko schreckte zurück. Seine Augen wirkten seltsam glasig. Dann schüttelte er den Kopf. „Das will ich nicht. Das kann ich nicht.“

Klaas lehnte sich gegen das Waschbecken, verschränkte die Arme vor der Brust und starrte auf den Boden. „Ja toll. Und jetzt?“

Verzweifelt zuckte Joko mit den Schultern. „Ich hab’ keine Ahnung.“

Klaas wurde das alles zu viel. Er lief wieder an Joko vorbei Richtung Schlafzimmer, hob das Handtuch auf und faltete es ordentlich zusammen. Joko folgte ihm schon wieder, ließ sich auf Klaas’ Bett sinken und starrte auf den Teppich vor ihm.

„Joko, im Ernst jetzt. Wenn du hierbleibst, garantiere ich für nichts“, warnte ihn Klaas. Es wäre einfacher, wenn Joko jetzt fahren würde. Er hielt es kaum aus, Joko bei sich zu haben und ihn nicht anfassen zu können.

Der Ältere hob den Kopf. Er schien gar nicht richtig anwesend zu sein. Dann stand er abrupt auf, lief direkt auf Klaas zu, griff nach seiner Taille und drückte ihn gegen den Kleiderschrank. Klaas hatte nur einen kurzen Moment, um nach Luft zu schnappen, denn dann spürte er wieder Jokos Lippen auf seinen, die ihn noch viel gieriger als beim vorherigen Kuss küssten. Klaas küsste genauso gierig zurück. Wie konnte er jemals ohne Jokos Küsse leben? Er war einfach ein verdammt guter Küsser und brachte Klaas innerhalb von Sekunden zum Glühen. Klaas seufzte in den Kuss hinein, diesmal hielt er sich nicht zurück. Er bewegte sein Becken so gut er konnte gegen Jokos Bein, versuchte sich Erleichterung zu verschaffen. Joko presste ihre Körper so eng wie möglich aneinander, fuhr mit seinen Händen Klaas' Körper auf und ab und Klaas fühlte sich, als würde er jede Sekunde verbrennen. Fuck, ihm war so heiß. Dann griff Joko nach Klaas’ Beinen, hob ihn hoch, drehte sie beide um und lief Richtung Bett. Dort ließ er Klaas sanft auf die Matratze fallen und fiel letztendlich auf Klaas.

Klaas fühlte, wie die Luft aus seinen Lungen gepresst wurde, als er Jokos Gewicht auf sich spürte, doch nichts fühlte sich besser an als das. Jokos Schwere fühlte sich genau richtig an, er fühlte sich unter Joko beschützt und verborgen. Er fühlte sich sicher.

Klaas schlang seine Beine um Jokos Hüfte, zog den Älteren noch näher ran und ließ die Augen nach oben rollen, als Joko anfing, seine Hüfte zu kreisen. Er öffnete den Mund, schaffte es nicht sein Stöhnen zu unterdrücken.

„Gott, Joko“, seufzte Klaas, vergrub seine Finger in Jokos Rücken und versuchte ihn noch näher zu sich zu ziehen. Jokos Lippen wanderten inzwischen zu Klaas’ Hals, küssten sich an der sensiblen Haut entlang und Klaas fing an zu zittern, so erregt war er inzwischen. Scheiße, das würde peinlich enden, wenn Joko nicht aufhören würde. „Joko, ich –“

Joko schien zu verstehen, doch er hörte nicht auf. Er griff nach Klaas’ Shirt, fuhr mit seinen Händen verboten langsam über die empfindliche Haut an Klaas’ Bauch und alles in ihm zog sich zusammen. Er stöhnte auf, konnte sich nicht zurückhalten. Joko leckte an der Stelle unter Klaas’ Ohr und er konnte Sterne sehen, so gut fühlte sich das alles an.

Gott, Joko war so gut. So gut konnte er küssen, so gut konnte er sich bewegen, so gut fühlte sich Klaas – nur wegen ihm.

Scheiße, er war so erregt. Wenn Jokos Hüfte ein bisschen mehr an seinem Schritt reiben würde, dann würde er sofort kommen wie ein Teenager.

Doch dann griff Joko nach Klaas’ Taille und mit einem Schwung drehte er die beiden um. Jetzt lag Klaas oben und er fühlte sich auf einmal ganz ungewohnt und klein. Joko war so riesig, Klaas hatte sich in seiner Gegenwart immer schon klein gefühlt, aber so auf ihm zu liegen, war nochmal was komplett neues. Schließlich hatte er so noch nie mit einem Mann gelegen. Wenn er auf einer Frau lag, war er halt trotzdem der Schwerere und Stärkere. Jetzt fühlte er sich seltsam leicht und klein.

Unsicher schaute er zu Joko hinunter, der Klaas sanft an der Wange streichelte. Dann hob Joko den Kopf, küsste Klaas zärtlich und zog Klaas’ Kopf zu sich runter.

Der Kuss wurde langsamer, weniger gierig, mehr gefühlvoll und Klaas’ Körper kribbelte überall, ganz besonders da, wo Jokos Hände entlangfuhren. Joko streichelte Klaas’ Rücken, zeichnete kleine Kreise auf seiner Haut und Klaas zitterte wieder, konnte gar nicht mehr aufhören. Kaas robbte ein bisschen herum, machte es sich auf Joko gemütlich. Schließlich fand er eine angenehme Position, die Beine links und rechts von Jokos Hüfte entfernt. Durch den Stoff ihrer Hosen konnte Klaas eindeutig zu wenig von Joko spüren, doch fürs Erste reichte es ihm. Immerhin konnte er jetzt mit einer hundertprozentigen Gewissheit sagen, dass er eben doch mehr mit Joko wollte und dass er es sich nicht nur vorstellen konnte, sondern eben auch umsetzen wollte. Lange hatte er sich nichts mehr so sehnlichst gewünscht, wie das hier. Er wollte Joko die Klamotten vom Leib reißen, wollte ihn überall spüren, wollte nackt auf ihm liegen, seine Hand brutal langsam an Joko hinunterfahren lassen und sehen, wie Joko reagierte. Er wollte Joko zum Stöhnen bringen, zum Schreien, wollte sehen, wie er für Klaas kam, wie er wegen Klaas kam.

Das alles erregte ihn so sehr, dass er wieder anfing, den Kuss zu vertiefen. Er fing an, seine Hüften gegen Jokos zu kreisen, immer mehr, immer stärker. Joko traf seine Bewegung, passte sich Klaas’ Rhythmus an. Scheiße, es fühlte sich einfach unglaublich an, obwohl sie noch vollkommen bekleidet waren.

Jokos Hände fuhren tiefer, bis sie schließlich an Klaas’ Hintern kleben blieben. Mit einem Ruck griff Joko zu, presste Klaas’ Hüfte noch mehr an Jokos’ ran.

Endlich rollte Joko seinen Kopf zurück und stöhnte laut. „Fuck.“

Joko stöhnen zu hören, machte Klaas noch mehr an. Er nutzte die Chance und biss fest in die Haut von Jokos Hals, begann zu saugen. Joko zuckte unter ihm zusammen, wand sich, drückte Klaas noch fester an sich. „Klaas, ich –“

Klaas wusste, was Joko sagen wollte, denn ihm ging es genauso. Er griff nach Jokos Armen, krallte sich fest, bewegte seine Hüfte immer schneller. Als Joko dann die Hand zwischen sie schob und damit noch mehr Reibung erzeugte, war es um ihn geschehen. Er stöhnte laut auf, ließ seinen Kopf gegen Jokos Schulter sinken. „Fuck.“

Joko kam fast zeitgleich. Ein lautes Seufzen entkam seiner Kehle, dann entspannte sich sein Körper, das Zittern wurde weniger und schließlich schlang er beide Arme um Klaas’ Körper. Klaas schmiegte sich näher an Joko, ignorierte die klebrige Wärme, die sich in seinen Boxershorts ausbreitete und fühlte sich ganz leicht und entspannt. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er sich das letzte Mal so ruhig gefühlt hatte. Joko hatte eine komische Wirkung auf ihn.

Schließlich fing Joko an, glucksend zu kichern. „Scheiße, was haben wir getan?“

Klaas grinste. „Ich fand’s mega geil.“

Das brachte Joko nun herzhaft zum Lachen. Er warf seinen Kopf zurück, klopfte mit der Hand auf die Matratze und kriegte sich gar nicht mehr richtig ein. Klaas beobachtete ihn mit einem amüsierten Grinsen.

Langsam beruhigte sich Joko wieder, schob Klaas sanft von sich runter und drehte sich dann so zu ihm, dass er ihm in die Augen schauen konnte. Er strich sanft über Klaas’ Wange und dort, wo Jokos Finger ihn berührten, kribbelte seine Haut. „Und jetzt?“

Klaas zuckte mit den Schultern. „Jetzt ist es halt einfach so.“

Joko nickte. „Der Zug ist eh schon lange abgefahren.“

Klaas grinste. „Stimmt. Für mich gab’s seit dem Kuss für den Dreh sowieso kein Zurück mehr.“

Joko seufzte. „Für mich auch nicht.“

„Und du wolltest allen Ernstes den Kuss abhaken. Pff. Als hätte das jemals funktioniert.“

Joko grinste und kuschelte sich ein bisschen näher an Klaas. „Ich hatte halt noch Hoffnung.“

Klaas betrachtete Joko in der Dunkelheit. Seine Augen schimmerten so schön, Klaas wollte gar nicht mehr wegschauen. „Hoffnung, dass wir uns zusammenreißen und dass nichts zwischen uns läuft?“

Joko schaute gedankenverloren zur Tür. „Ich hab’ halt Sorge, wie sich das alles entwickelt. Deswegen wollte ich den Zug bremsen, bevor er überhaupt ins Rollen kam. Bevor er die Möglichkeit hat, alles zu zerstören.“

Klaas streckte den Arm aus und streichelte sanft über Jokos Wange. „Wir sind Joko und Klaas, schon vergessen? Nichts kann uns zerstören. So schnell wirst du mich halt nicht los, Gurki."

Joko grinste, doch er verdrehte trotzdem die Augen. „Das sagst du jetzt. Wer weiß, wie sich das alles noch entwickelt."

Klaas zuckte mit den Schultern. „Mach’ dir erstmal keine Gedanken drum, okay? Wird sich schon zeigen.“

Joko verdrehte die Augen. „Musst du gerade sagen. Als ob du dir keine Gedanken machen würdest.“

„Jetzt, wo ich erreicht habe, was ich wollte, bin ich eigentlich ganz entspannt", grinste Klaas zufrieden.

Joko betrachtete Klaas wieder neugierig. „Und was genau war das, wenn ich fragen darf?“

„In erster Linie dich nochmal küssen. Alles Weitere war halt Bonus.“

Joko nickte.

„Naja“, murmelte Klaas dann schließlich. Er errötete leicht. „Jetzt wäre mein neues Ziel noch weiter zu gehen.“

Joko zog die Augenbrauen zusammen. „Immer langsam, Klaas. Lass’ uns erstmal schauen, ob wir nach all dem hier jetzt überhaupt noch miteinander arbeiten können.“

Klaas verdrehte die Augen. „Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?“

Joko zuckte mit den Schultern. „Ja, was weiß denn ich. Ich will nichts überstürzen.“

Klaas nickte. „Will ich auch nicht. Das sage ich ja auch gar nicht. Ich meine nur, falls in nächster Zeit nochmal die unwahrscheinliche Gelegenheit kommen sollte, dass wir nochmal übereinander herfallen, wäre ich auch bereit, noch weiterzugehen.“
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