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Geschichten aus Pryne - Buch 1 Die Reise

von Inkling87
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
OC (Own Character)
17.11.2020
21.02.2021
15
41.859
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26.11.2020 2.576
 
Kapitel 2 - Abendessen unter Freunden


Der heilige Hain, der einst das Zuhause des mächtigen Erzdruiden Beiro Meliamne gewesen war, hatte sich in all den Jahren seit Varis Dengalo das letzte Mal hier gewesen war, kaum verändert. Es war als wäre die Zeit an diesem Ort komplett stillgestanden. Als wäre er in einer Sphäre außerhalb seiner Realität.

Fast hätte man auch denken können, dass wirklich keine Zeit vergangen wäre, als sie das Herzstück des Druidenhains erblickten und ihnen eine rothaarige Halbelfin mit dem Aussehen einer Anfang Dreißigerin entgegenschlenderte.

Sariel vom Kethra Gebirge, als die Varis sie erkannte, war in den letzten Jahrzehnten kaum äußerlich gealtert. Sie hätte ihrer Tochter, ältere Schwester sein können, obwohl von ihr inzwischen eine gewisse Aura, eine Art spürbares Alter, ausging. Sais Alterungsprozess hatte sich rapide verlangsam, als sie zur Erzdruidin geworden war. Was Ihnen entgegenkam, da ihr Mann Leortis Wolfbane, ein Lythari-Elf, ebenfalls viel langsamer alterte, als ein Mensch.

Sai war hübscher geworden, war nicht mehr das große, schmale, rothaarige Halbelfen Mädchen mit der sozialen Ader, eines Kindes das wirklich unter Wölfen aufgewachsen war.

Sie hatte Rundungen bekommen an genau den richtigen Stellen und kleidete sich dementsprechend weiblicher mit einem Dekolleté, das Leortis sicher zu schätzen wusste. Auch von dem muffigen Wolfskopf, den sie früher als Kopfbedeckung getragen hatte, war keine Spur mehr zu sehen.

Stattdessen war sie ähnlich gekleidet wie ihre Tochter. Hauptsächlich in Felle über in waldtönen gehaltener Unterkleidung aus Leinen. Vermutlich hatten sie alle den gleichen Schneider, lachte Varis in sich hinein. Da Sai jedoch keinen Wert mehr auf Bewegungsfreiheit im Kampf legen musste, kleidete sie sich bedeckter als ihre eher freizügige Tochter.

So, wie Varis das mit geübtem Blick einschätzen konnte, hatte Sai nach drei Kindern auch einige Pfund zugelegt und kaschierte sowohl das eine oder andere Fettpölsterchen, um die Hüfte.

Sie hatte ihre dicken, fuchsroten, glatten Haare frei fallend über Brust und Rücken herabhängen. Ihre tiefblauen Augen leuchteten.  Als sie Varis erkannte begann sie zu laufen und ihre Mähne flog ihr um den Kopf.

„Varis!“

Sie umarmte ihn freundschaftlich.

„Wie kommst du den hierher?“

„Wir haben ihn beim Überhang gefunden. Er ist einfach durch die Barriere spaziert“, erklärte Maribellis sachlich ihrer Mutter, die nur so halb zuhörte.

Sai hatte Varis nie so wirklich getraut und seine Avancen, waren ihr von Anfang an unangenehm gewesen, ebenso, wie seine ständigen amourösen Abenteuer, die sie und ihre Gefährten immer wieder in Gefahr gebracht hatten.

Geschweige denn, die diversen Saufgelage, Diebstähle und Dinge von denen Sai wahrscheinlich nicht wusste, und es wahrscheinlich auch nicht wissen wollte.

Dennoch war sie froh den alten Freund und Gefährten wieder zu sehen. Es war lange her und sie freute die Abwechslung, da es trotz ihrer selbst gewählten Isolation, manchmal sehr eintönig werden konnte in ihrem Druidenhain.  

Als Varis jedoch, Macht der Gewohnheit, Sai am Hintern begrapschte, drehte sie ihm gekonnt schmerzhaft das Handgelenk um.

„Manche Dinge ändern sich nie, oder?“

Varis zuckte mit den Achseln: „Nun du siehst gut aus für dein Alter.“

„Halt deine Hände im Zaum.“

„Wie geht’s Leortis? “, wechselte Varis das Thema, während er sich die Hand schüttelte.

„Gut. Er hat dich sicher schon gerochen.“

„Ganz bestimmt“, lachte Vanan und Varis glaubte Reiszähne im Gebiss des Jungen zu sehen. Diese Lythari waren Varis unheimlich. Er liebte Elfen, vor allem eine Eladrin, Lucy, hatte es ihm sehr angetan, aber diese Werwolf-ähnlichen Elfen-Variante, war sehr eigenartig.

„Dann geht ihn suchen. Er freut sich bestimmt seinen alten Freund zu sehen!“, trug Sai ihren Söhnen auf.

Als hätten die Jungen nur auf dieses Kommando gewartet, verwandelten sie sich im Lauf in ihre wölfische Form und hetzten über die kleine Lichtung in den umliegenden Nadelmischwald davon.

Varis wandte sich um.

„Kommst du mit rein? Wir haben Tee und Essen. Der Weg hier her war bestimmt beschwerlich.“

Varis bemerkte tatsächlich, dass er sichtlich hungrig war. Der Weg in diesen abgelegenen Teil des Kethra Gebirges war tatsächlich nicht einfach gewesen und er hatte seine Bediensteten und seinen Pferdetross vor der magischen Barriere zurücklassen müssen, da nur er diesen durchqueren konnte.

Er bemerkte, dass Sais Tochter ihn nicht aus den Augen ließ. Sie war ein hübsches Ding, mit dunkleren Haaren als ihre Mutter, jedoch ihren tiefblauen Augen. Sie war ebenfalls mit Fellen gekleidet, die mit einem Gürtel zusammengehalten wurden, weichen Lederschuhen, einem Dolch, einem Jagdmesser und einen Langbogen, den sie innerhalb des Wohnbereiches an gewachsene Hacken an der Wand nahe dem Eingangsbereich hängte. Dort hingen bereits weitere Bögen und andere Lang- und Kurzwaffen. Ebenso bemerkte er Sais Stab, der dort an der Wand lehnte. Es wirkte alles selten benutzt und staubig.

Das beruhigte Varis ein wenig, hier schien es wahrlich sicher und idyllisch zu sein. Sai und Leortis hatten sich hier scheinbar ein geschütztes Heim geschaffen. Ein Utopia inmitten der Wildnis, während die Welt draußen zu Brennen schien.

Sie tranken eine aromatische Kräuterbrühe, die Sai als Tee bezeichnete. Varis fühlte sich nun deutlicher an seinen ersten Besuch im Hain erinnert, als Sais Lehrmeister und Erzdruid Beiro Meliamne noch sein Hüter gewesen war. Die Räumlichkeiten hatten sich verändert. Der Innenraum hatte sich vergrößert. Die Feuerstelle war größer, es gab mehr Regale, die vollgestellt waren mit Glasbehältern und Tonkrügen voller haltbargemachter Lebensmittel. Außerdem führte ein Gang nach hinten, durch ein ovales Tor, zu weiteren Räumlichkeiten. Vermutlich den Schlafzimmern.

Sie aßen gerade Goodberry Küchlein, als der ältere Zwillingsbruder Vanan vom Eingang verkündete: „Wir sind wieder da! Wir haben Pa gefunden. Heut gibt’s wieder mal Kanincheneintopf“, dabei klang er eindeutig dem Gericht überdrüssig.

„Sei froh, dass wir die Kaninchen noch gefangen haben, sonst hätte vielleicht noch deine Mutter etwas gekocht.“

„He“, Sai begrüßte ihren Mann und küsste ihn, „Wir haben einen Gast.“ Sie deutete hinter sich.

Leortis Wolfbane hatten die letzten drei Jahrzehnte zu einer eindrucksvolleren Gestalt verholfen, als er gewesen war. Der Lythari Elf war immer schon groß gewesen, jedoch schienen seine Schultern breiter geworden zu sein und er hatte deutlich an Muskelmasse zugelegt, was eher untypisch für einen Elfen war. Varis bemerkte auch Narben aus jüngster Zeit. Er hatte dieselben wolfgrauen, langen, zusammengebundenen Haare wie seine Söhne und auch dieselben bernsteinfarbenen Wolfsaugen unter schmalen, dunklen Augenbrauen. Wie bei allen Elfen waren seinen Ohren deutlich spitzzulaufend und sein Gesicht war und blieb haarlos. Seine Wangenknochen waren hoch, der Kiefer und das Kinn schmal. Wie alle Varis bekannten Elfen war er hübsch, jedoch in Varis Ansicht für einen Mann auf eine weibische Art. Deutlich erkannte er auch Leortis charakteristische schwarz gefärbten Arm, dem er einem Drachen zu verdanken hatte. Die Färbung behielt er auch in seiner Wolfsgestalt, was ihm den Namen „Schwarzpfote“ eingebracht hatte. Als Schwarzpfote, gefangen in seiner Wolfsgestalt, war er der Gefährte von Sais Mentor Beiro Meliamne gewesen. So hatten sich die beiden kennen gelernt.

Soweit Varis die Geschichte, der beiden kannte, war diese so überaus kitschig und romantisch, dass man darüber einen Groschenroman hätte schreiben und verkaufen können. Vielleicht würde er das irgendwann in Auftrag geben und unter einem Pseudonym veröffentlichen. Ein paar Dukaten, ließ sich damit bestimmt machen.  

„Varis! Was machst du hier? Hast du nicht ein Königreich zu beherrschen?“ Leortis hängte seinen Bogen an einen der Haken in der Wand und legte anschließend die Kaninchen auf den Tisch der Kochnische. Der Elf war ein Waldläufer und ausgezeichneter Bogenschütze. Er und seine Frau, die sich als Druidin in etliche Tiergestalten verwandeln konnte, waren ein eingespieltes Duo in etlichen gemeinsamen Kämpfen gewesen.

„Ach“, winkte Varis ab und gesellte sich zu seinen Freunden, „Die brauchen mich gerade nicht so dringend. Ich dachte mir, ich sehe mal nach euch. Schön habt ihr es hier, ein wenig rustikal, passt zu euch.“

„Rede nicht, um den heißen Brei, Varis! Das ist sicherlich nicht nur ein Freundschaftsbesuch. Dafür bist du zu weit weg von Zelstrade“, erwiderte Sai ein wenig schroff.

„Sai, lass uns erst mal erst mal essen und ein wenig reden. Es ist lange her, dass wir einen Gast zu besucht hatten und Varis, haben wir seit einer Ewigkeit nicht gesehen“, Leortis legte dem schmalen, bärtigen Mann den Arm um die Schultern.

Während der Monate, als Leortis angenommen hatte, Sai wäre vom Druidenorden bestraft und in einen Baum verwandelt worden, war es Varis gewesen, der ebenfalls um seine Liebe Lucy getrauert hatte, der sich seiner angenommen hatte. Gemeinsam hatten sie ihren Liebeskummer in Alkohol ertränkt und waren am Morgengrauen aus den Tavernen in der suspendierten Stadt des Unglaubens geworfen worden. Varis Dengalo war natürlich, um einiges trinkfester als der damals noch sehr junge Elf, gewesen. Am Ende ihres gemeinsamen Zechens waren sie Freunde geworden und geblieben.

Gemeinsam bereitete die Familie den vorhergesagten Kanincheneintopf zu, wobei Leortis die Führung übernahm. Die Geschwister deckten den Tisch, der für Varis stark einem geraden, hölzernen Pilzkopf ähnelte, mit einfachem Holzgeschirr und Besteck, sowie Krügen aus Horn.

Währenddessen hockte Varis in einer gemütlichen Ecke und gönnte sich einige Züge aus seiner Pfeife.

Nach dem Essen, welches besser war als Varis angenommen hatte, jedoch nicht an die Speisen seines Leibkochs in Zelstrade herankamen, redeten die Freunde noch eine Weile. Sie sprachen über dieses und jenes. Was wohl aus ihren Gefährten geworden war, bis Varis an dem Punkt angelangte, der ihn hier her in die tiefste Wildnis geführt hatte, um seine alten Weggefährten wiederzufinden.

Er wartete bis zuerst die Zwillinge, später auch das Mädchen vor Müdigkeit gähnend, die Erwachsenen verließ.

Varis Denglo sah dies als Zeichen und holte eine Flasche Wein aus einer seiner vielen verborgenen Manteltaschen. Der Wein war in seinem Weingut gekeltert worden.

„Spätlese von meinem Gut in Zelstrade“, bot er Sai und Leortis an. Leortis warf seiner Frau einen Blick zu und die schüttelte den Kopf.

„Gut dann mehr für uns“, grinste Varis. Leortis erhob sich und kramte in den unendlich vielen Regalen nach weiteren Bechern für Varis und sich. Erfolgreich stellte er die beiden Becher auf den Tisch und setzte sich zurück auf seinen Sitzplatz neben Sai. Er legte ihr den Arm um die Schulter und sah sie kurz liebevoll an.

Varis füllte die beiden Holzbecher randvoll mit Rotwein und prostete Leortis zu. Der erwiderte und beide tranken einen Schluck.

„Auf die Freundschaft“, prostete Varis Leortis zu.

„Jetzt rück endlich mit der Sprache raus, warum du hier bist, Varis. So gut ist weder unser Essen noch unsere Gesellschaft, dass du extra den Weg von Zelstrade hier rauf machst“, warf Sai müde mit hörbarer Frustration ein.

„Nun, ich denke ihr bekommt hier wenig mit von der Welt dort draußen.“

„Genau deswegen sind wir hier. Ich habe die magische Barriere errichtet, um uns zu schützen. Damit wir in Frieden hier leben können. Ich denke wir haben genug getan… Für die Welt da draußen… Für Pryne und Orrey.“

„Es geht um Brian Guy.“

„Brian Guy?“

Varis seufzte: „Ihr erinnerte euch doch bestimmt daran. Brian Guy ist der Demi-Gott der Clinks als Imp in seinen Paladin verwandelt hat. Er hat ihm seine Kräfte verliehen.“

Er hielt kurz innen und sackte ein wenig in sich zusammen.

„Angefangen hat alles, als in Felldrim jemand ein Mönchkloster niedergebrannt hat. Ich glaub es war das Kloster in dem Clavis oder besser gesagt Cima aufgewachsen sind. Das war nachdem wir Semraine und die anderen besiegt hatten.”

Kurz herrschte gedrückte Stille. Dieser Kampf waren eine gewaltige Schlacht gewesen und hatte sie viel gekostet. Auch geliebte Freunde und Familie.

“Clinks hat damals angeboten Dur Narn zu helfen die Wolkendecke wieder zu verdunkeln, nachdem Semraine und seine Anhänger es geschafft haben diese zu lüften. Und das letzten was ich dann gehört haben, war das es seit einigen Jahren unter den Menschen in Felldrim einen neuen Feuerkult gibt, die diesen Brian Guy anbeten. Wahrscheinlich ist das auf Clinks Mist gewachsen. Und diese Okkultisten brennen jetzt wahllos Ungläubige nieder.“

„Und ist Clinks jetzt noch dort?“, fragte Sai.

Varis zuckte mit den Achseln: „Ich habe versucht mehr in Erfahrung zu bringen, aber keiner, den ich hingeschickt habe, ist je mit Antworten zurückgekommen. Alles was ich weiß ist allgemein bekannt.“

„Freunde, ich mache mir ernsthafte Sorgen um Clinks. Ihr erinnert euch wie oft er dem Tod nur um Messerschneide davongekommen ist.“

„Du meinst, wie oft er wiederbelebt werden musste…“, unterbrach Sai Varis mit skeptischem Gesichtsausdruck.

„Ja das auch. Aber wir hatten auch viel Spaß zusammen“, Varis wirkte sichtlich emotional aufgewühlt, „Wir haben so viele Dinger zusammengedreht und ich habe ihn zu den Prynerische Schwingen gebracht. Wir waren so“, Varis überkreuzte Zeige und Mittelfinger der rechten Hand.  „Wisst ihr noch als ich diese Flasche aus der Taverne gestohlen habe und diese sich als magisch herausgestellt hat…“

Sai nickte: „Ja, ich kann mich erinnern, ich glaube du bist versteinert und Clinks ist daraufhin immer mal wieder spontan zerflossen.“

„Das hast du mir nie erzählt“, äußerte sich Leortis empört

„Ich hielt es nicht unbedingt für Erzählenswert, außerdem habe ich nichts von dem Zeug getrunken. Ich habe nur dann versucht die magischen Effekte wieder aufzuheben.“

„Aber es hat Spaß gemacht“, warf Varis ein.

„Und es war gefährlich. Es hätte jemand ernsthaft zu Schaden kommen können“, hörte sich Sai selbst sagen und sah zuerst Varis, dann Leortis an, dessen Hand sie drückte.

„Varis, wenn du gekommen bist, um uns zu bitten mit dir zu kommen, um Clinks zu helfen oder diesen Brian Guy aufzuhalten, dann hast du dir die Mühe umsonst gemacht. Es tut mir leid, wir können dir nicht helfen.“

„Die Jünger dieses Feuerkults brennen alles möglich nieder und es werden immer mehr und ich denke es ist nicht diese Brian Guy allein. Irgendetwas steckt da noch mehr dahinter.

„Und du kommst jetzt hier her und willst das zu unserem Problem machen?“ Antwortete Sai scharf.

„Ihr seid die letzten, die ich um Hilfe bitte. Die anderen warten in Sinterel auf uns.“

Kurz herrschte Stille.

„Ein Abenteuer, wie in alten Zeiten, und danach, könnt ihr euch wieder hier verstecken.“

„Varis, ich hoffe du weißt, dass ich dir helfen würde und mitkommen würde, aber ich hab’s versprochen. Nach allem was passiert ist und was jetzt für uns auf dem Spiel steht. Beiros Hain und die Kinder müssen beschützt werden.“

Varis stellte seinen Becher auf den Tisch und warf etwas harsch ein: „Dann nehmt sie mit. Die sind doch alt genug, um die Welt zu sehen und Abenteuer zu erleben. Als wir uns kennen gelernt haben, wart ihr beide jünger als die drei.

„Da hast du recht. Aber, nichtsdestotrotz, ich muss hierbleiben. Meine Magie ist hier am stärksten. Draußen schwindet sie, desto weiter ich mich von dieser Quelle druidischer Magie entferne“, Sai blickte ihren Mann an, „Wenn du gehen willst, dann geh.“

„Ich habe es versprochen.“

„Pantoffelheld.“ Varis boxte freundschaftlich Leortis gegen die Schulter. Leortis schwieg und nahm den letzten Schluck aus seinem Becher.

„Es ist spät. Ich werde schlafen gehen. Kommst du auch?“, fragte Sai Leortis.

„Ja. Varis braucht noch einen Schlafplatz. Ich kümmere mich drum.“

„Danke. Bis bald“, damit verschwand auch Sai im hinteren Schlafbereich.

Daraufhin ging Leortis kurz in eine Art Abstellraum, wo er Decken, Polster und eine Strohmatte hervorholte.

„Nicht was du gewohnt bist, aber das muss reichen, wenn du hier schlafen willst.“

„Ich habe schon schlechter genächtigt“, erwiderte Varis.

Leortis führte ihn in einen, scheinbar neu angelegte Bettnische, in der noch einige andere unaufgeräumte Sachen herumlagen.

Verlegen kratzte sich Leortis am Haaransatz im Nacken: „Hätten wir gewusst, dass du auftauchst, naja, dann hätte wir zumindest hier ein wenig aufgeräumt.“

„Kein Problem.“ Mit seinen minimalen magischen Fähigkeiten, ersparte Varis ihm jegliches herumräumen, indem mit einem kleinen Zauber, den Raum blitzschnell wohnlich aussehen ließ.

Varis grinste selbstüberzeugt.

„Dann schlaf gut“, wünschte ihm Leortis und drückte ihm die Decken und einen Polster in die Hand.

„Ebenso.“
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