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Like a Virgin

von Nimue1979
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 Slash
Bob Andrews Elizabeth Zapata Justus Jonas OC (Own Character) Peter Shaw Skinner "Skinny" Norris
16.11.2020
29.11.2020
14
16.017
4
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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22.11.2020 1.274
 
Kapitel aus Justus Sicht



Tante Mathildas Stimme war deutlich bis in mein Zimmer zu hören: „Guten Morgen, Peter. Du bist aber früh dran heute. Justus ist noch oben in seinem Zimmer.“

Ich war gespannt was Peter erzählen würde, von seinem Abend im Planet Evil, ob es ein Erfolg war, oder ein Reinfall.

„Justus, ich -“, fing Peter an und brach gleich wieder ab. Er sah völlig verwirrt und überfordert aus. Er brauchte wohl jetzt Jemand zum Reden. Ich setzte mich auf mein Bett und bot ihm den Platz neben mir an.

Peters Kopf wurde aus dem Nichts knallrot und er wiech meinem Blick aus, aber setzte sich dann doch neben mich. „Erzähl, wie war es im Planet Evil, Peter?“, forderte ich ihn neugierig auf.

Peter kaute auf seiner Unterlippe herum und druckste verlegen herum, bevor er mir antwortete: „Hmm ja.. war,  schon okay.“

„Ein wenig detaillierter wäre schon aufschlussreicher, Zweiter“, sagte ich und legte ihm zur Bestärkung eine Hand auf seine Schulter.

Peter betrachtete seine Hände und dann fing er leise und schüchtern an zu erzählen: „Der Club selbst ist cool, die Musik ist wirklich super, der Laden ist richtig voll und es waren wirklich nur Typen dort und Einer sieht besser aus, als der Andere. Die Tanzfläche war total überfüllt. Ich habe mich aber total unsicher gefühlt. Ich kam mir irgendwie fehl am Platz vor. Alle anderen waren so locker und selbstsicher- und als ich nach wenigen Minuten dann auch noch Skinny dort entdeckt hatte, war mir das letzte bißchen Mut auch noch abhanden gekommen. Ich habe ständig zu ihm rübergeäugt. Um eins bin ich dann heim, ohne auch nur ein einziges Gespräch geführt zu haben, aber komplett überfordert mit einer Flut an Eindrücken.“

„Okay das ist jetzt nicht optimal verlaufen, aber doch auch nicht wirklich schlecht, oder?“, zog ich das erste Fazit.

„Doch. Also bis dahin war es okay“, widersprach Peter.

„Du meinst auf dem Rückweg oder Zuhause ist noch etwas vorgefallen, was dich verwirrt hat?“, hakte ich ein wenig verwundert nach.

Peter bestätigte meine Vermutung mit einem zaghaften Nicken und geschlossenen Augen. „Ich hab mit Skinny geschlafen“, flüsterte er tonlos.

Ich traute meinen Ohren nicht. Ich musste mich eben verhört haben, ich wollte mich verhört haben! Doch Peter fühlte sich eh schon schlecht, da musste ich behutsam vorgehen. „Du meinst, du hattest Sex mit Skinny Norris?“, musste ich dennoch noch einmal so ganz klar bestätigt haben.

Die angespannte Reaktion von Peter war genaugenommen bereits Antwort genug, mehr brauchte ich nicht als Bestätigung. „Ich verstehe das nicht ganz, du bist alleine nach Hause gegangen?“

Peter nickte langsam. „Und dann?“, hakte ich nach.

Peter seufzte, holte tief Luft und fing an mir zu berichten: „Ich bin ins Bett gegangen, ich habe geträumt, der ganze Abend ist mir dabei durch den Kopf. Im Traum habe ich getanzt, zwischen den ganzen attraktiven Typen und dann bin ich aufgewacht. Ich dachte ich hätte was gehört war mir aber nicht sicher, ich war total erregt und dann war Skinny auf einmal in meinem Zimmer.“

„Was einfach so? Mitten in der Nacht? Was wollte er? Oder war das ein Traum?“, fragte ich  und auch irritiert nach.

„Er ist bei uns eingestiegen, er wollte wissen, warum ich ihn beschattet hätte. Es war nur ein Mißverständnis. Er bemerkte aber, wie erregt ich war und hat mich... angemacht... und es...“, begann er schnell und wurde immer langsamer, zögerlicher, unsicherer. In mir kam direkt eine schlimme Befürchtung auf.


„Wolltest du es oder war es ein Übergriff?“, fragte ich ihn direkt.

Peter wirkte erschrocken, entweder hatte er diese Option noch nicht bedacht, oder war erschrocken, wie schnell ich es erkannt hatte. Doch dann schüttelte er den Kopf und verneinte: „In dem Moment wollte ich es und als er mich gefragt hat, habe ich ihm das auch gesagt.“

„Aber jetzt im Nachhinein bereust du es?“, hakte ich nach, um verstehen zu können, was in Peter gerade vorging.


„Ja total. Ich... Ausgerechnet Skinny... Es war mein erstes Mal... Das sollte doch mit Jemanden sein, den man liebt und Skinny ... Es gibt keinen, den ich näher kenne, der dieses Kriterium weniger erfüllt“, erklärte mir Peter.

„Ich verstehe, was du meinst, ich ...bei mir war es auch nicht viel anders“, gestand ich ihm. Es war mir zwar peinlich, aber es erschien mir richtig, Peter jetzt davon zu erzählen.

„Ich wusste nicht, daß du bereits-“, sagte Peter überrascht und verlegen und beendete seinen Satz nicht.

„Mir war das auch so peinlich, daß ich davon auch niemandem was erzählt habe. Es war mit Ally, also die Ally aus unserer Klasse, erinnerst du dich, daß ich mit ihr ein Referat machen musste? Das einzige Mal, das sie bei sowas eine gute Note bekommen hat“, fing ich beschämt an.

„Ja ich erinnere mich daran. Das heißt du hattest dein erstes Mal mit Ally?“, fragte Peter nach und gab sich Mühe, sich nicht anmerken zu lassen, wie schockiert er war.

Das war echt unglaublich peinlich und ich merkte, daß ich rot wurde, dennoch nickte ich und sagte: „Ja. Wie der Viertel Jahrgang hatte auch ich etwas mit Ally.“

„Ja aber im Gegensatz zu dir sind die Anderen alles hohle Nüsse“, kommentierte Peter und kam mir damit entgegen. „Darf ich dich fragen, wie es dazu gekommen ist?“

„Du bist der einzige Mensch, abgesehen von Bob, der mich das fragen darf. Ich habe aber keine bessere Entschuldigung als du. Es ist einfach passiert. Wir waren hier im Zimmer und haben gemeinsam an dem Referat gearbeitet. Ich wollte, daß es gut wird und nicht nur, das mein Part gut wird und habe ihr geholfen. Als wir fertig waren, war sie total glücklich. Sie hat mich geküsst, nein eigentlich war das nicht nur küssen, das war direkt knutschten. Heftiges Knutschen und eine Hand bei mir im Schritt, Ja in dem Moment wollte ich es. Sie hat die Führung übernommen und ich kann nicht sagen, daß es mir nicht gefallen hätte, ohne zu lügen. Genau wie bei dir. Es war aufregend und neu m Moment  der Erregung wollte ich es wirklich und hinterher als ich nachdachte, wusste ich daß ich alles falsch gemacht hatte.“

„Du meinst mit alles, weil es Ally war?“, fragte Peter mit ehrlichem Mitgefühl nach.

„Nein nicht nur. Ich habe gar nicht mehr gedacht und als wir fertig waren, wurde mir klar, daß wir nicht einmal verhütet hatten. Ally war total locker, meinte nur ach wird schon nicht, war ja nur einmal. Total naiv. Von ihrem Zyklus her war es auch nicht ganz auszuschließen und so durfte ich 10 Tage bangen, bis sie echte Entwarnung geben konnte. Beim Arzt war ich dann auch noch. Bei den vielen Vorgängern, fand ich das angebracht. Ihre Aussage, das sie in den meisten Fällen verhüten wurde, war mir da nicht genug, aber es ist alles gut gewesen. Der Vorteil in deinem Fall ist, von euch beiden kann ja keiner schwanger werden, dennoch habt ihr verhütet?“

„Ja Skinny hat daran gedacht. Im Gegensatz zu  mir, war er auf sowas vorbereitet und nicht komplett hirnlos“,

„Wie war es?“, fragte ich neugierig nach.

„Es war schön. Nein, das ist das falsche Wort. In dem Moment war es unglaublich gut und das Letzte, was ich wollte war, daß er aufhört. Aber heute morgen, als wir aufgewacht sind, das war schon... komisch, total befremdlich. Ich wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Er hat sich aber total routiniert verhalten.“

Die Vorstellung, wie die zwei heute morgen aufgewacht sind und beide vermutlich innerlich geflucht hatten, konnte ich mir bildlich vorstellen. Ich musste irgendwie lachen: „Ja, das kann ich mir vorstellen“, sagte ich zu ihm, blinzelte ihm zu und stellte erleichtert fest, daß er mit das nicht krumm nahm.
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