Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / BTS / Foolish

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Foolish

von Atelier
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Jimin V
15.11.2020
24.08.2021
11
51.548
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Dieses Kapitel
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18.11.2020 4.977
 
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Es dauerte eine halbe Stunde, bis Jimin sich aus seiner Starre befreien konnte. Seine Augen waren auf die Blütenblätter gerichtet. Das Blut tropfte langsam auf den Fliesenboden. Es schien alles in Zeitlupe zu passieren. Wie er die Dusche verließ, sich abtrocknete und einen Kamm durch seine nassen Haare fuhr. Er schlurfte den Flur entlang, zurück in sein Zimmer. Nachdem Jimin die Tür verschlossen hatte, sah er zu dem Schrank neben dem Spiegel in der Ecke. Auf ihm stand ein Keramiktopf, den er vorsichtig auf Zehenspitzen herunternahm. Der Deckel war bereits mit Staub bedeckt. Mit zittrigen Fingern nahm er ihn ab und ließ die Blüten hinein gleiten. Er stellte den Topf zurück an seinen Platz, bevor er zurücktrat und sich auf die Kante seines Bettes setzte. Was ist gerade passiert? Jimin holte tief Luft und hustete leicht.


Der Junge ließ seinen Blick wandern und blieb an seinem Schreibtisch hängen. Er stand auf und machte ein überraschtes Geräusch. Auf dem Eichenholz stand eine dampfende Schüssel mit Kimchi-Jjigae-Eintopf. In seinem Zustand hatte er erst jetzt den leckeren Duft bemerkt. Daneben standen ein Glas Wasser, eine Schüssel Reis und das Hustenmittel, das sie bei ihrem letzten Besuch in der Apotheke gekauft hatten. Ach ja, und eine Zettel.



~Jiminie
Ich habe dir dein Lieblingsgericht gemacht.
Ich hoffe du isst wenigstens etwas davon.
Trink das Wasser aus und nimm deine Medizin vor dem Schlafengehen.
Ruh dich aus, okay? Wenn du mich brauchst, du weißt wo ich bin!
Borahae, TaeTae



Jimin ließ sich in seinen Stuhl fallen, legte die Notiz zur Seite, hob den Löffel und rührte den Eintopf langsam um. Dann schob er sich den ersten Löffel in den Mund. Sofort bildeten sich in seinen Augen Tränen und er ließ sein Besteck in die Schüssel fallen, bevor er sein Gesicht in den Händen vergrub und weinte.



===



„Jimin-ah! Aufwachen! Wir gehen mit Hobi-hyung und Jin-hyung- warte, warum ist deine Tür verschlossen? Jiminie? Jimin!“ Taehyungs Stimme war heute Morgen so laut und krächzend, sein tiefes Timbre hallte von den Wänden wider und zerstörte Jimins glückseligen Frieden. Als er anfing an seiner Zimmertür zu klopfen stöhnte er genervt auf. Er stolperte aus seinem Deckenkokon, in den er sich letzte Nacht sorgfältig eingewickelt hatte, zur Tür, drehte den Schlüssel, bevor zurück ins Bett stieg.


Sekunden darauf stieß Taehyung die Tür auf und stolzierte in Jimins Zimmer. Der Ältere sah ihn mit müden zusammengekniffenen Augen an und musterte seine unnötig engen Jeans und sein lockeres T-Shirt. Die Baskenmütze auf seinem Kopf verbarg größtenteils seine blauen Haare. Mit einem Stirnrunzeln drehte Jimin sich zur Wand und zog sich die Decke über den Kopf. „Jimin-ah! Steh auf! Wir haben Orte zu besuchen, Leute zu treffen, Gerichte zu essen! Steh auf!“ Jimin stöhnte noch einmal und schloss seine Augen fest, als Taehyung ihm die Decke vom Körper riss.


„Geh weg, Tae, dafür ist es zu früh.“ Seine Stimme war weinerlich und trotzdem heiser.


„Es ist 10:30!“


„Sag ich ja! Noch früh am Morgen, also lass mich weiterschlafen.“ ,seufzte Jimin, als er seine Decke zurückbekam. Es herrschte für einen Moment Stille, bevor die Matratze durch das Gewicht einer anderen Person absagte. Taehyung legte sich neben ihn und schlang einen Arm um den Kleineren. Gänsehaut breitete sich auf seiner Haut aus. Ausnahmsweise machte Jimin keinen dummen Witz oder fand eine Ausrede, um aufzustehen. Er erlaubte sich den kleinen Trost von Taehyungs Wärme hinter sich, seine Hand fuhr träge seinen Unterarm auf und ab. Taehyungs Schweigen war beruhigend und Jimin wollte weinen, wie gut sein bester Freund ihn kannte. Er wusste, dass ihn etwas störte und das er nicht bereit dafür war, darüber zu sprechen. Er war…einfach nur für ihn da.


Taehyung hielt ihn für eine Weile fest und kuschelte sich an einem Punkt so nah an ihn heran, dass Jimin seinen Atem und seine Nasenspitze in seinem Nacken spüren konnte. Erst nachdem gut zwanzig Minuten vergangen waren und ein Großteil der Spannung von Jimins Schultern verschwunden war, öffnete Taehyung den Mund: „Willst du darüber reden?“


„Nicht wirklich, nein.“ ,antwortete Jimin genauso leise und bog sein Rücken nach hinten, um noch näher bei dem größeren Jungen zu sein. Taehyung nickte. „Ich bin hier. Wenn du bereit bist, dann weißt du, dass du mit mir reden kannst, oder?“


„Ich weiß.“ Mit einem Seufzer rollte Jimin sich auf den Rücken und bereute sofort die Entscheidung, den Kopf nach links gedreht zu haben. Er war Taehyungs Gesicht so unglaublich nah. Er roch seinen Pfefferminzatem und die Vanillelotion für seine Haut, die Jimin ihm zum Geburtstag geschenkt hatte. Es war ein warmer, vertrauter Duft, der ihn zum Lächeln brachte. „Danke übrigens für den Kimchi-Eintopf.“


Taehyungs Quadrat-Grinsen war schwindelerregend. Seine Nase kräuselte sich auf eine süße Weise. „Gern geschehen. Hat es geschmeckt?“


„Ja, sehr.“ Jimin schenkte ihm ein niedliches Lächeln. „Genau wie ich ihn mag.“


„Klasse. Ich hab mir Sorgen gemacht, da du solange duschen warst. Ich wollte gerade fragen, ob alles in Ordnung ist, aber da hast du gerade das Wasser abgestellt.“ Taehyung hob seine Hand und strich sanft Jimins Pony aus seiner Sicht, bevor er sie auf seine Brust legte. „Sieht so aus, als hättest du deine Haare gestern nicht richtig getrocknet.“


„Ein Chaos, oder?“


„Das Größte.“ ,lachte Taehyung, als Jimin aufstöhnte. „Mach dir keine Sorgen, ich helf dir damit. Mein neues Glätteisen ist letzte Woche gekommen und ich will es endlich ausprobieren.“ Er beugte sich vor und drückte Jimin einen schnellen Kuss auf die Stirn, bevor er aus dem Bett auf den Boden rollte und zu Tür eilte. „Ich komme gleich wieder!“ Das Knarren der schließenden Tür übertönte Jimins zittrigen Atem.


Endlich setzte er sich im Bett auf, seufzte und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Er hatte letzte Nacht lange wach gelegen, an die Decke gestarrt und versucht ruhig zu bleiben. Ein großer Teil seines Gehirns glaubte, dass er sich alles nur eingebildet hatte. Je mehr Tageslicht durch seine Gardinen drang, desto klarer wurde seine Umgebung. Sein Blick schnellte unbewusst zu dem Keramiktopf auf seinem Schrank. Jimin stand langsam von seiner Matratze auf, seine nackten Füße berührten den weichen Zottelteppich am Fußende seines Bettes und er streckte sich. Zögerlich griff Jimin nach dem Topf.


„Ich hab es gefunden, Jiminie!“ Taehyung sprang praktisch in sein Zimmer. Er bemerkte nicht, wie sein bester Freund seine Hand panisch zurückzog. „Bereit?“


„Mhm.“ Jimin lächelte, ging zu seinem Schreibtisch, über dem aus vielen Gründen auch ein Spiegel hing und setzte sich auf seinen Stuhl, als Taehyung das Glätteisen einstöpselte. „Setz bloß nicht meine Haare in Brand.“


Der Jüngere schnappte empört nach Luft und griff nach dem Kamm auf Jimins Kommode. „Was denkst du von mir?! Außerdem ist das Rosa viel zu niedlich. Es wäre eine Tragödie, wenn damit etwas passieren würde.“ Glücklicherweise war er damit beschäftigt, das Hitzeschutzmittel auf diesen rosa Locken zu versprühen, als Jimins Wangen eine feine Röte annahmen.


„Ich weiß nicht…Ist es nicht etwas zu hell? Ich habe darüber nachgedacht, es bald wieder dunkler zu färben.“


Taehyungs Hände stockten in ihrem Tun, als er um Jimin herum ging, um ihn anzusehen. „Ich liebe es. Es steht dir.“ Er spielte grinsend mit einer pinken Strähne. Jimin schnaubte, um seine Verlegenheit zu verbergen und winkte ihn mit einem schüchternen Lächeln ab. „Außerdem passen wir so zusammen.“


„Rosa und Blau passen nicht zusammen, Taehyungie. Ich dachte du wärst hier der Künstler?“


Taehyung war mit der Menge an Spray zufrieden und mit dem Entknoten des Vogelnests auf seinem Kopf fertig, nahm das Glätteisen in die Hand und machte sich an die Arbeit. „Natürlich tun sie das! Denk mal an Zuckerwatte.“


„Oder Kaugummi-Eis.“


„Oder eine viel zu süße Geburtstagstorte!“


„Oder Kirschblüten gegen den wolkenfreien Himmel!“


„Oder Baby Mützen.“


Jimin musste lachen und fing Taehyungs warmen Blick im Spiegel auf. „Du bist albern, weißt du das?“


„Das weiß ich.“ Er schaltete das Glätteisen aus, beugte sich vor, schlang einen Arm um die Schulter des pinkhaarigen Jungen und umarmte ihn. „Aber du liebst mich trotzdem!“ Jimin warf ihm ein halbherziges Lächeln zu, bevor er den Augenkontakt abbrach. Seine Hand berührte sein frisch gestyltes Haar.


„Es sieht gut aus, danke TaeTae.“


„Fantastisch! Jetzt zieh dich an, wir sind spät dran!“ Taehyung sammelte seine Sachen ein.


„Spät dran für was?“


„Wir treffen uns mit Hoseok und Jin im Einkaufszentrum. Wir gehen heute aus und du brauchst unbedingt ein neues Outfit!“


„Ach, brauch ich das?“ Jimin warf dem Jüngeren ein Kissen gegen den Kopf. „Meine Klamotten sehen einwandfrei aus! Ich habe einen fantastischen Stil!“ Er schob seine Unterlippe zu einem Schmollmund nach vorn.


„Und wenn schon. In deinem Schrank ist noch Platz für weitere Outfits.“ ,antwortete Taehyung, fing das Kissen auf und warf es zurück. Er lachte, als es Jimin im Gesicht traf und er einen Protestschrei ausstieß. „Jetzt beeil dich, du hast 10 Minuten oder ich schleife deinen Arsch aus der Wohnung, egal was du an hast.“ Und damit schloss er die Tür hinter sich.



===



Jimin war normallerweise niemand, der seinen Problemen aus dem Weg ging. Er war schon immer ein verantwortungsbewusster Typ gewesen. Der Typ, der sich dem Ärger stellte und versuchte ihn so schnell wie möglich loszuwerden. Er rannte nicht davor weg, er versteckte sich nicht davor und mit Sicherheit versuchte er sich nicht mit Frustshopping abzulenken. Zumindest redete er sich das ein, während Hoseok ihm einen weiteren Stapel Kleidung in die Hände drückte. „Probier das mal Jimin-ah! Ich denke, diese Samtjacke steht deinem Teint perfekt.“ ,hatte er ihm mit einem breiten Lächeln gesagt, das einen blenden konnte.


„Danke, Hyung.“ ,rief Jimin zurück, sortierte die Oberteile und Accessoires und versuchte die Verrücktheit zu verstehen, die man ihm überreicht hatte. Hoseok hatte keine Angst, etwas Neues zu versuchen, ähnlich wie Taehyung. Die beiden waren mutig genug, wenn es um Modeentscheidungen ging, während Jimin eher konservativer war. Der Haufen machte ihm Sorgen. Hoseok erwartete von ihm mindestens drei Outfitwechsel, bevor er irgendetwas davon weglegen durfte.


Er nahm das weiße Hemd, das gleich oben auf dem Stapel lag, in die Hand, streifte sich den Stoff über seine Schultern und knöpfte es zu. Die Perlen, die vorn drauf gestickt waren, waren für Hoseok noch überraschend zurückhaltend.


Als der Vorhang der Kabine sich öffnete, seufzte Jimin und verdrehte die Augen. „Hyung, ich verspreche, ich probier die Jacke an. Gib mir nur eine Sekunde…“ Als er Taehyung hinter sich im Spiegel entdeckte, biss er sich fast auf die Zunge. Der Jüngere schenkte ihm einen amüsierten Blick.


„Hyung, huh? Das ist neu. Ich kann dein Hyung sein, wenn du willst, Jiminie.“ ,zwinkerte er und entlockte ihm ein Lachen, als er den Vorhang zu zog und seinen eigenen kleinen Stapel Kleidung auf den Stuhl warf.


„Tae?“ ,fragte Jimin und senkte die Stimme. „Hast du draußen nicht das Schild gelesen? Eine Person pro Umkleide.“


„Doch, hab ich und ich bleibe auch nicht lang. Ich wollte nur sehen, wie es dir geht.“ Er lachte plötzlich auf und ging vorwärts, bis er direkt hinter Jimin stand und ihn im Spiegel angrinste. „Du hast da ein Loch vergessen.“ Stimmt. Einer der Knöpfe war am Hemd höher zugeknöpft. Jimin wollte sich gerade bedanken, bekam jedoch nicht die Chance. Seine Augen wuchsen zu der Größe von Untertassen, als Taehyung seine Arme um ihn legte. Er schluckte schwer, als Taehyungs lange Finger langsam die oberen paar Knöpfe öffneten. Jimin beobachtete ihn dabei, während seine ganze Konzentration auf das Hemd gerichtet war. Als es richtig zugeköpft war, war Jimin froh, dass er sein wild klopfendes Herz nicht hören konnte, als sich ihre Blicke im Spiegel trafen. „Fertig.“ Er hielt einen Moment inne und betrachtete Jimins Outfit, bevor er sich dem Kleiderstapel zuwandte. Es dauerte eine Weile, bis er das fand, wonach er suchte. „Das wird bestimmt gut an dir aussehen.“ Er hielt ein Oberteil an Jimins Brust und nickte entschieden. Der Ältere gurrte entzückt über den Wasserfall aus grauer und schwarzer Seide. „Probier’s mal.“


„Das nehm ich.“


„Super. Ich muss noch schnell nach Seokjin-hyung suchen, bevor er versucht irgendetwas in Plaid zu kaufen.“ Taehyung schauderte dramatisch und verschwand aus der Kabine. Jimin seufzte und inspizierte das Seidenhemd noch einmal genau. Er brauchte es nicht anprobieren. Er wusste bereits, dass er es kaufte.



===



„Ich kann es kaum erwarten, bis Yoongi das Outfit für heute Abend sieht. Ihm werden die Augen aus dem Kopf fallen.“ ,schwärmte Hoseok und hakte sich bei Jimin ein. Nach der Menge der Tüten an seinem anderen Arm hatte er nicht nur eines eingekauft. Der Jüngere kicherte und stieß leicht die Hüfte gegen seine.  


„Du würdest eine noch bessere Reaktion von ihm bekommen, wenn du nackt gehen würdest.“


„Ich habe das Gefühl, dass das dem Clubbesitzer nicht gefallen würde.“ Hoseok lachte und ließ den Blick über die vorbeiziehenden Schaufenster schweifen. Seokjin und Taehyung hatten sich von der Gruppe getrennt, da der Ältere unbedingt noch zu GameShop wollte und Taehyung einfach mit sich gezogen hatte. Jin hatte eine Vorbestellung eines neuen Super Marios erwähnt.


Zeit mit Hoseok zu verbringen war entspannend. Er war immer so fröhlich, eine so helle Persönlichkeit in einem Meer der Dunkelheit, die Seoul manchmal zu bieten hatte. Er war witzig und nett, war spielerisch und brachte alle zum Lachen. Er hatte aber auch eine sanftere Seite, eine weiche Seite, die er nur denen anbot, denen er am nächsten stand. Er war introspektiv und einfühlsam, jemand, mit dem Jimin immer sprechen konnte. Als Hoseok über alle möglichen Dinge sprach, geriet Jimin in einen Konflikt.


„Oh! Hätte ich beinahe vergessen zu erzählen! Wusstest du, dass uns in drei Wochen Scouts an der Uni besuchen?“ Das erregte Jimins Aufmerksamkeit. Hoseok hüpfte ein wenig vor Aufregung.


„Ernsthaft?“


„Ja! Wie cool ist das denn? Anscheinend gibt ein Entertainmentunternehmen, das ein Tanzteam zusammenstellen will. Wir müssen dreimal so hart arbeiten, wenn wir ein Vortanzen ergattern wollen, Jimin-ah!“ ,krähte er und fuchtelte mit den Armen. Jimin lachte und schloss sich seinem kleinen Wahnsinn an.


„Wir müssen Jungkook unbedingt dazu überreden mitzumachen! Ohne Frage wirst du einen Tanz choreografieren, Hobi-hyung! Und vielleicht könnten wir Namjoon-hyung und Yoongi-hyung dazu bringen, an einem Song zu arbeiten.“


„Ich werde mit Yoongi-hyung darüber sprechen!“


In Jimins Schritt lag jetzt ein zusätzlicher Schwung. Sein Geist konzentrierte sich voll und ganz auf die Idee des Vortanzens für ein Unternehmen und auf seinen Traum, im Tanzen groß rauszukommen. Er hatte das Glück von solch talentierten Menschen umgeben zu sein, die dieselben Leidenschaften wie er teilten. Hoseok und Jungkook waren unglaubliche Tänzer, während Yoongi und Namjoon als Suga und RM eine überraschend große Anhängerschaft in der Underground-Rap-Szene besaßen. Taehyung war ein fantastischer Fotograf und Seokjin hatte bereits jetzt die Welt der Kochkunst mit seinem Talent auf den Kopf gestellt. Jimin konnte einfach sein strahlendes Lächeln nicht verbergen. Er hatte unglaubliche Freunde.


„Hey, da sind Jin-hyung und Tae!“ Hoseok schleifte ihn praktisch um den Mall-Springbrunnen herum und winkte ihren Freunden energisch zu. Jimin war überrascht zu sehen, dass sie nicht allein waren. Taehyung lachte lauthals über etwas, was der blonde Mann neben ihm sagte, legte eine Hand auf seine Schulter und schüttelte ihn liebevoll. Jimin spürte sofort, wie seine gute Laune in den Keller rutschte. Trotzdem behielt er sein Lächeln.


„Oh, hey Leute.“ Seokjin hatte sie schließlich bemerkt, als sie auf das Duo zukamen und die Aufmerksamkeit von Taehyung und dem fremden Kerl auf sich zogen. Er hatte zugegebenermaßen ein hübsches Gesicht, eckig und mit hohen Wangenknochen. Er trug eine Jeansjacke mit aufgestickten Blumen über einem lockeren gelben Hemd.


„Hallo! Wer ist denn dein Freund?“ ,fragte Hoseok heiter und streckte dem Fremden seine Hand entgegen. „Ich bin Jung Hoseok!“


„Ich bin Kim Kibum.“ ,stellte sich der Blonde vor, schüttelte Hoseoks Hand und lächelte in einer Mischung aus Charme und Ironie. Jimin konnte sich allerdings nur auf Taehyungs Hand auf Kibums Schulter konzentrieren. „Wir hatten ein paar Kurse zusammen.“


„Jap, Key-ssi studiert Modedesign, also hatten wir im letzten Semester ab und zu miteinander zu tun.“ ,erklärte Taehyung und sah dann zu Jimin. „Key-ssi, das ist der Freund, von dem ich erzählt habe!“ Der Pinkhaarige war überrascht, als er von Hoseok weggezogen wurde. Taehyung warf einen Arm um seine Schulter und zog ihn näher an sich heran.


„Das ist also der berüchtigte Park Jimin, von dem ich so viel gehört habe.“ Kibum klang amüsiert, als er auch Jimin die Hand hinhielt, der leicht rot anlief und sie schüttelte.


„Äh, hi. Es ist schön dich kennenzulernen, Kibum-ssi.“ Jimin lehnte sich zu einer kleinen Verbeugung vor und spürte, wie seine Wangen sich weiter erhitzten, als der Blonde lachte.


„Gleichfalls Jimin-ssi.“ Zu Jimins Schock musterte Kibum ihn grinsend von Kopf bis Fuß. „Süß. Bis demnächst.“ ,sagte er zum Abschied, winkte und verschwand in der Menge.


„Er scheint nett zu sein!“ ,rief Hoseok glücklich und dankte Seokjin, als er ihm einige seiner Tüten abnahm.


„Ist er wirklich, trotz seines ersten Eindrucks. Er ist allerdings ziemlich abrupt, was ich komisch finde.“ ,gluckste Taehyung und verstärkte den Druck um Jimins Schultern. „Er hat ein Auge für Fashion. Du hättest das asymmetrische Shirt sehen sollen, das er im letzten Semester aus recycelten Materialen gemacht hat.“


„Du solltest ihn mal zu uns einladen.“ ,schlug Jin vor.


„Was hältst du davon?“ ,fragte Taehyung und sah auf Jimin hinunter, der seufzte und versuchte den Größeren von sich zu drücken. Man sollte immer daran denken, wenn Taehyung dich erst einmal in die Finger bekam, war es, als würde man versuchen, ein Koala-Baby abzuschütteln. Da war dieses eine Mal gewesen, als Jimin sich in ihrem letzten High School-Jahr auf einen Tanzwettbewerb am anderen Ende des Landes vorbereitete. Taehyung hatte jedoch am Samstag einen Debattenwettbewerb, so dass er zum ersten Mal nicht mitkommen konnte, um Jimin zu zusehen. In den Tagen davor war er deshalb so weinerlich wie eh und je.





„Aber Jiminie!“ ,jammerte Taehyung und klammerte sich an Jimins Taille fest, während der versuchte seine Tasche zu packen. „Du kannst doch nicht allein gehen! Wo ist deine moralische Unterstützung?“


„Hobi-hyung wird das sein.“


„Aber…aber das ist nicht dasselbe!“


„Ich verspreche, dass ich alles filmen werden, sodass du es später ansehen kannst, okay? Jetzt lass mich in Ruhe packen, der Bus kommt in einer Stunde! Lass los Taehyungie!“


„Ich klebe an dir fest. Du musst mich mitnehmen. Das oder du bleibst einfach hier. Ja oder ja?“


„Taehyung!“


Man konnte ihn erst dann loswerden, wenn er das auch wollte und Jimin wäre beinahe vor Lachen gestorben, als er es versuchte. Unnötig zu erwähnen, das er fast den Bus verpasst hätte.





„Er scheint nett zu sein, irgendwie seltsam, aber ihr zwei seit immerhin befreundet, TaeTae.“ ,antwortete Jimin, streckte dem Jüngeren die Zunge raus und versuchte immer noch sich zu befreien.


„Das macht dich dann zum Seltsamsten, da du mein Liebling bist.“ ,sagte Taehyung selbstgefällig und streckte ebenfalls seine Zunge raus und grinste breit. Jimin stöhnte, verdrehte die Augen und legte einen Arm um Taehyungs Taille. Er kitzelte ihn ein wenig in die Seite und stieß sofort einen Schrei der Freiheit aus, als er endlich losgelassen wurde. Kichernd eilte er in Richtung Ausgang des Einkaufszentrums. Er hörte Taehyungs Protestschrei und das Lachen der anderen, bis sich die Türen hinter ihm schlossen. Lachend stolperte Jimin zur Seite und verfluchte seine Gewohnheit, beim Lachen nicht mehr aufrecht stehen zu können. Als er ihr Auto weiter hinten im Parkhaus entdeckte, hörte er, wie sich die Türen wieder öffneten. Er beschleunigte sein Tempo sich zwischen den anderen Autos hin und her zu schlängeln.


„Jimin-ah!“ ,hörte er Taehyung schreien. Das Hallen durch das Parkhaus ließ ihn noch härter lachen. „Komm sofort zurück!“


„Niemals!“ ,rief Jimin und versteckte sich hinter einer der unzähligen Betonsäulen. Nach Luft schnappend bedeckte er seinen Mund, um sich still zu halten und lauschte aufmerksam Taehyungs Schritten. Plötzlich stieg in seiner Brust ein bekanntes Brennen auf. Für eine Sekunde kamen ihm die immergrünen Blütenblätter und das leuchtende Rot von frischem Blut in den Sinn.


„AHA! Hab dich!“ Jimin quietschte, unvorbereitet, dass Taehyung auf einmal vor ihm stand. Er beugte sich plötzlich nach vorn, schlang die Arme um Jimins Beine und hoben ihn hoch. Jimin schnappte überrascht nach Luft, als er auf Taehyungs Schulter lag. Der Größere richtete sich mit einem tiefen Lachen auf und trug ihn wie ein Sack Kartoffeln zum Auto.


„Kim Taehyung! Lass mich sofort runter!“ ,keifte Jimin und zappelte in Taehyungs Griff hin und her.


„Ich werde dich ausversehen fallen lassen, wenn du nicht still hältst, Jimin-ah!“ ,warnte der Jüngere, als er den Arm um Jimins Hüfte lockerte und der panisch aufschrie. Lachend schlug er Jimin auf den Hintern, was den pinkhaarigen Jungen nach Luft schnappen ließ. „Benimm dich!“


„H-Hast du gerade-“


„Und ob habe ich das.“


Äußerlich verschränkte Jimin die Arme und blickte finster gen Betonboden, doch innerlich herrschte Chaos. Ein Viertel von ihm konnte es nicht leiden, wie ein Kind behandelt zu werden. Ein zweites Viertel wollte nicht war haben, das Taehyung ihn so tragen konnte. Er war nicht viel größer als Jimin, aber seine Aura war einschüchternd und ließ ihn mächtiger wirken. Ein anderes Viertel schwebte im siebten Himmel, tanzte und sang über seine Hand, die nach dem Klaps immer noch auf seinem Hintern lag. Das letzte Viertel, ein einheitliches und erwachsenes Viertel, war in Panik. Schwulen-Panik. Jimin betete zu jeder Gottheit da oben, das sein Körper nichts Peinliches anstellte, wie eine Erektion zu bekommen und irgendwelche seltsamen, unwillkürlichen Geräusche von sich zugeben. So weit, so gut. „Trottel.“


„Der trotteligste.“


„Ich denke nicht, dass das ein richtiges Wort ist.“


Taehyung lachte tief, als er endlich das Auto erreichte. Seokjin saß bereits auf dem Fahrersitz und spielte an seinem Handy, während Hoseok gegen die Beifahrertür des Fahrzeugs lehnte. Er bemerkte die zwei, lachte, fischte sein Telefon aus seiner Hosentasche und fing an, Fotos zu machen und ignorierte Jimins bösen Blick. „Schau mal Hyung, ich habe einen großen gefangen!“


„Gut gemacht, Tae.“ ,schnaufte Hoseok, als er keine Luft mehr bekam. Taehyung beugte sich vor, um den Kleineren wieder runterzulassen. „Du hast dir einen süßen geangelt.“ Jimin schnaubte peinlich berührt, öffnete die Autotür zu den Rücksitzen, setzte sich hinein und schlug die Tür hart zu, um ihr Lachen auszublenden. Er ertappte Jin, der ihn im Rückspiegel beobachtete und hob eine Augenbraue.


„Willst du mir irgendetwas sagen, Hyung?“


Jin hob kapitulierend die Hände und grinste, als er den Augenkontakt abbrach. „Nein, nein. Natürlich nicht. Ich habe nichts zu sagen.“


„Lügner.“


„Nun, da ist dieser Witz, der-“


„Noch ein weiteres Wort und ich rufe Namjoon-hyung an.“ Jimin hob sein Handy und grinste über die plötzliche Panik in Seokjins Gesicht. „Und ja, ich würde es tun.“ Er ließ sein Fenster herunterfahren und stach Taehyung in die Seite, der perfekt in Reichweite stand. Jimin ließ den Jüngeren erschrocken zusammenzucken. „Los steig ein! Wir haben Orte zu besuchen, erinnerst du dich?“



===



Nach einem kurzen Mittagessen an einem ihrer Lieblingsgrillplätze setzte Jin Taehyung und Jimin vor ihrem Wohnhaus ab. Er warf den beiden eine Kusshand zu, bevor er mit Hoseok davon fuhr.


Jimin war aufgeregt. Er hatte ein neues süßes Outfit für heute Abend und ging zum ersten Mal seit einer Weile mit seinen Freunden in einen Club. Normalerweise verbrachten er und Taehyung ihre Wochenenden damit, Zuhause zu bleiben, Filme zu schauen oder durch Seoul zu spazieren. Kein Wunder warum er sich so freute. In den Club zu gehen bedeutete zu tanzen und es war lange her, dass er sich dabei gehen lassen und die Bewegungen genießen konnte, ohne sich um eine strenge Choreografie zu kümmern.


„Freust du dich schon, Jiminie?“ ,neckte Taehyung, als er sich gegen den Couchrücken lehnte und Jimins kleinen Tanz beobachtete, den er in Richtung seines Schlafzimmers verlegte und bereits seine Tüten durchwühlte.


„Unglaublich doll! Ich kann es kaum erwarten tanzen zu gehen!“


„Du tanzt doch jeden Tag.“


„Nicht so.“ ,argumentierte Jimin und winkte den kichernden blauhaarigen Jungen ab. „Ich gehe duschen und mach mich dann fertig.“


„Es ist gerade mal 16:30 Uhr! Die Jungs werden erst um acht hier sein!“ ,rief Taehyung ihm nach.


„Ich habe Pläne! Außerdem will ich heute Abend heiß aussehen.“ ,beendete Jimin die Auseinandersetzung mit dem Zuschlagen seiner Zimmertür. Er wandte sich seiner Kommode zu, ignorierte dabei entschlossen den kleinen Keramikbehälter, öffnete eine der Schubladen und suchte nach seiner Lieblings-Röhrenjeans.


Jimin hatte nicht gelogen. Er hatte wirklich Pläne. Wenn er im Voraus wusste, dass er ausgehen würde, gab er sich gerne einen Spa-Tag. Zuerst duschte er kurz, um den Schmutz des Tages frei zu bekommen und trug eine schnelle Haarmaske auf seine frisch gewaschenen Haare auf. Dann tauchte er gern in ein heißes Schaumbad, das nach Jasmin und Hagebutte duftete. Die Lichter waren gedimmt, als er die Musik von der Badewanne aus genoss, während er sich um seine Fingernägel kümmerte. Es war kein Geheimnis, dass er Körperbehaarung hasste, also rasierte er seine Beine seidig glatt. Nach dem Abtrocknen trug er eine duftende Lotion auf seinem ganzen Körper auf, wodurch sich seine Haut unglaublich weich anfühlte. Für heute würde er sein Haar weiter links teilen und glättete es ein wenig. Jimin war mit dem aktuellen Stil seiner Frisur zufrieden, grinste sein Spiegelbild an und öffnete die Badezimmertür. Zum Glück war der Flur leer und Taehyungs Tür geschlossen. Im Vorbeigehen klopfte er leicht und rief: „Das Badezimmer gehört dir!“


„Wurde auch Zeit!“ ,erhielt er als Antwort und Jimin unterdrückte ein Lachen über den Ärger in seiner Stimme. Schnell verschwand er in seinem Zimmer.


Er ließ das Handtuch fallen und konzentrierte sich darauf, sich anzuziehen. Jimin kümmerte sich nicht um Unterwäsche und verbrachte die nächsten fünf Minuten damit, die Röhrenjeans anzuziehen. Er hüpfte auf der Stelle auf und ab, um die Jeans über seine kräftigen Oberschenkel zu ziehen. Ein bisschen aufgewühlt setzte er sich für einen Augenblick auf die Bettkante, hustete leicht und holte langsam und tief Luft. Nach ein paar Sekunden fühlte er sich besser, stand wieder auf und zog einen Nietengürtel durch die Schlaufen seiner Jeans. Das Oberteil, das Taehyung ihm im Einkaufszentrum gegeben hatte, fühlte sich fantastisch auf seiner Haut an. Der grau-schwarze-marmorfarbende Stoff, leicht und locker und mit einem tief geschnittenen V-Ausschnitt. Die Ärmel berührten leicht seine Handgelenke. Die Enden hatte er nicht zugeknöpft und ließ sie offen. Sie flatterten leicht, wenn er sich drehte. Er schlüpfte in ein Paar klobige schwarze Kampfstiefel, die einen leichten Absatz hatten, durch den er sich etwas weniger winzig fühlte und seine Beine wirklich betonte.


Er verbrachte eine ganze Weile damit, seine Wangen und seinen Kiefer mit einer Feuchtigkeitscreme zu versorgen, sie hervorzuheben und zu konturieren, bis er glücklich über das Ergebnis war. Jimin hätte sich nur gewünscht, dass die Pummeligkeit seiner Wangen während seiner Kindheit verschwunden wäre, aber dankbar, dass das Make-Up ihm half, sie zu verbergen. Für seine Augen entschied er sich für dunkle Farben, sodass es aussah, als könnte er mit ihnen durch Metall schneiden. Der feine Liedstrich verpasste ihm einen rauchigen, schwülen Blick. Der Lippenbalsam ließ seine Lippen noch voller aussehen. Jimin kramte in seiner Schmuckschatulle und streifte sich silberne Ringe über seine Finger und seinen rechten Daumen. Er legte silberne Armbänder um seine Handgelenke und steckte sich baumelnde Ohrringe in das erste Loch beider Ohren. Für den letzten Schliff band er sich ein schwarzes Stoffband um den Hals.


Jimin, der sich im Spiegel anstarrte, war äußerst mit seinem Gesamterscheinungsbild zufrieden. Er sah auf die Uhr und kicherte. Viertel nach acht. Das erklärte auch den Lärm, der aus dem Wohnzimmer zu ihm her wehte. Er vergewisserte sich, dass er sein Portemonnaie und seinen Ausweis bei sich hatte und verließ sein Schlafzimmer.


„Und es ist kaputt gegangen! Ich meine es ernst, dieser Typ hat es kaum angefasst!“ Jungkook umklammerte seinen Bauch, während er über Jins Geschichte über Namjoon lachte, während letzterer rot anlief. „Könnt ihr euch vorstellen das dem Museumskurator zu erklären?“


„Der Gott der Zerstörung, sag ich euch!“ ,brachte Jungkook schließlich heraus und schnappte nach Luft. „Du solltest ihm ein Warnschild umhängen, Hyung!“


„Auf keinen Fall!“


„Jimin-ah!“ ,rief Hoseok und schenkte ihm sein berüchtigtes Herz-Lächeln. „Du siehst eindrucksvoll aus! Ist das das neue Top?“


„Ist es.“ Auf Wunsch der Gruppe drehte er sich langsam um die eigene Achse und posierte, während die anderen klatschten und ihm Komplimente machten. Jimin kicherte verlegen und winkte ab. „Danke Leute! Aber ihr seht alle umwerfend aus! Wirklich!“


„Hey Jiminie, weißt du, wo ich meine…“ Taehyungs Satz wurde abrupt unterbrochen, als er Jimins Outfit sah. Seine Augen weiteten sich und wanderten von oben nach unten und wieder zurück nach oben. Sein Mund war leicht geöffnet, eine leichte Röte auf seinen Wangen. Ein Grund, warum Jimin diese Jeans so sehr liebte, waren die strategischen Risse, die seine Haut neckisch zeigten. Sie umklammerte seine Beine wie eine zweite Haut und ließ seine Oberschenkel und seinen Hintern großartig aussehen. „Uh...mein..ähm.“ ,versuchte Taehyung erneut und gab schließlich auf. Jimin hielt sich die Hand vor den Mund und kicherte.


Der Größere sah aber in seiner dunkelblauen und schwarzen Nadelstreifenhose ebenfalls zum Anbeißen aus. Das weiße lockere Oberteil steckte halb im Bund und lenkte die Aufmerksamkeit auf seine Schlüsselbeine. Seine Füße steckten in flachen schwarzen Stiefeln und eine gemusterte Jacke lag über seinem Arm. Jimin spürte, wie sich seine Wangen erhitzten. Er ließ sich auf die Armlehne von Jungkooks Sessel sinken. Jungkook sah unterdessen aus wie eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hatte, mit dem größten Grinsen auf seinem Gesicht, als er zwischen seinen Freunden hin- und hersah.


Yoongi räusperte sich und erregte Taehyungs Aufmerksamkeit, der seinen Kopf schüttelte, als wolle er ihn frei kriegen. Er lächelte Jimin an und zwinkerte ihm zu. „Du hast heute Abend definitiv dein Ziel erreicht, Jiminie. Du siehst verdammt heiß aus.“


Jimin spürte, wie sein ganzes Gesicht rot anlief, als Jungkook ihn mit dem Ellbogen anstieß, der lautlos auflachte. „D-Danke Taehyungie, du siehst auch wirklich gut aus.“


„Nur gut?“ Taehyung setzte ein gespieltes Schmollen auf und wirbelte herum, um sein Outfit zu zeigen, bis seine Freunde klatschten.


Jimin verdrehte liebevoll die Augen. „Gut, du siehst heiß aus. Zufrieden?“


„Immer. Bereit zu gehen?“
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