Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / BTS / Foolish

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Foolish

von Atelier
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Jimin V
15.11.2020
24.08.2021
11
51.547
11
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
15.11.2020 4.992
 
Töricht
Park Jimin x Kim Taehyung

Die Original-Story findet ihr hier:
von ChrossxXxRodes (Archive of Our Own)

Eine der schönsten Vmin-FanFiktions, die ich je gelesen habe! Ich hoffe ihr seid mit dem Schreibstil meiner Übersetzung zufrieden.


„Darf ich dir eine persönliche Frage stellen?“
„Natürlich.“
„Ist Taehyung derjenige, den du liebst?“
Jimin zuckte, spielte mit seinen Fingern, starrte sie für einen Moment an und stieß einen andauernden Seufzer aus.
„Bis zu meinem letzten Atemzug.“
„Und du bist sicher, dass er deine Liebe nie erwidern könnte?“
Jimin lächelte schief, bevor er antwortete: „Ich würde mein Leben darauf verwetten.“

oder, Jimin stirbt durch eine unerwiderte Liebe und Taehyung hat keine Ahnung.


#College-AU
#Hanahaki Disease #HappyEnding
#smut #fluff #angst #Namjin&Sope

Die Hanahaki-Krankheit ist eine fiktive Krankheit, bei der das Opfer unerwiderter oder einseitiger Liebe beginnt, Blütenblätter und Blüten von eine Pflanze auszuhusten, die in der Lunge wächst. Die Pflanze wird solange weiter blühen, bis der Erkrankte erstickt…




===




Jimin war acht Jahre alt, als er einen feenhaften Jungen traf, der mit roten Wangen unter dem Klettergerüst weinte und sein aufgeschürftes Knie umklammerte. Natürlich war der Junge keine echte Fee, aber das hübscheste Wesen, das er je gesehen hatte. Er, mit dem etwas zu langen Pony und den großen Ohren, die unter seinen schwarzen welligen Locken hervorschauten. Ohne zu zögern ging Jimin auf diesen wildfremden Jungen zu, ließ sich vor seinem Bein fallen und drückte einen kleinen Kuss auf die Verletzung. Er sah auf und in braune Augen, die vor Schock aufgerissen waren. „Da, alles besser! Wenn Leute weinen, macht mich das traurig.“ Jimin schenkte ihm ein breites Lächeln.


„Wie heißt du?“ ,fragte der fremde Junge mit einem Schluchzen. Jimin beugte sich vor und fing die Tränen mit seinen Daumen auf, bevor sie fallen konnten.  


„Ich heiße Jimin. Und du?“


„Taehyung.“


„Wollen wir Freunde sein, Taehyung?“


Jimin starrte ihn noch einige Sekunden nachdenklich an und war von dem strahlenden Lächeln überrascht, das sich plötzlich auf seinem Gesicht ausbreitete. „In Ordnung! Lass uns Freunde sein!“ Und ohne einen zweiten Gedanken beugte sich Taehyung vor und küsste Jimins Wange.


Seit dem Treffen unter dem Klettergerüst waren die beiden unzertrennlich. Wenn man auf den einen traf, war der andere ganz in der Nähe. Jimin war klug und ruhig und konzentrierte sich ganz aufs Lernen und Lesen. Im Gegensatz war Taehyung lebenslustig und hatte vor Herausforderungen in seinem Leben keine Angst. Die meisten gingen davon aus, dass sie sich mit zunehmenden Alter und unterschiedlichen Interessen auseinanderleben würden, aber die beiden bewiesen das genaue Gegenteil. Jeder sah, wie Taehyung Jimins Bücher trug, wenn der Kleinere in den Regalen der Bibliothek nach mehr Lesematerial stöberte. Und man konnte immer darauf zählen, dass Jimin in Taehyungs Team landete, unabhängig von der Sportart. Ineinander hatten sie ihren besten Freund gefunden.



===



Jimin war zwölf Jahre alt, als sein und Taehyungs Duo zu einem Quartett wurde. Es war der Beginn ihres siebten Schuljahres, als sie Jung Hoseok und Kim Namjoon kennenlernten. Der Präsident und der Sekretär des Schülerrates der achten Klasse waren bekannt und beliebt. Hoseok für seine helle und sonnige Persönlichkeit und Namjoon für seinen schüchternen, aber intelligenten Geist.


Taehyung hatte einen auffälligen Charakter, daher war Jimin es gewohnt, seinen besten Freund mit seinen Klassenkameraden zu teilen. Er wusste aber, dass der Jüngere ihn immer mit einem Lächeln und einem Arm um der Schulter mit einbeziehen würde. Dort, unter diesem Arm, fühlte er sich sicher, eine warme Blase, in der er Luft holen und sich entspannen konnte. Bei Hoseok und Namjoon fühlte es sich ähnlich an und es überraschte ihn selbst, dass es ihm so vorkam, als würden sie sich schon für Ewigkeiten kennen. Spieleabende, Filme, Wandern, plötzlich war Jimin von Gelächter und Freundschaft umgeben. Und von Taehyung.



===



Jimin war siebzehn, als Taehyung sich outete. Es war ein ungewöhnlich kühler Septembertag, als sie durch den Park schlenderten und auf die Schaukeln zusteuerten, auf der sie als Kinder gesessen hatten. Jimin hatte sich aufgeregt, als Taehyung einen lächerlich dicken Schal um seinen Hals wickelte und über sein tiefes Lachen geschmollt, als er ihm die dazu passende Mütze aufsetzte. Trotzdem war er dankbar für die Geste.


„Jiminie?“


„Hmm?“ Jimin zog seine Jacke enger um sich und konnte gerade nur an heißen Kaffee denken. Als er keine Antwort erhielt, blickte er zu dem teilnahmslosen Gesicht seines Freundes auf. Taehyung war gerade groß genug geworden, dass Jimin tatsächlich hochsehen musste. Das allein reichte aus, um den Älteren verrückt zu machen. In den seltenen Momenten, in denen sie stritten, hatte Jimin genau das satt gehabt. Er ließ ihn mitten in seinem Satz stehen, ging und kam mit einem Tritthocker zurück. „Was…Was machst du da?“ ,fragte Taehyung mit überraschtem Ausdruck. „Ich habe es satt, dass du wegen deiner Größe immer auf mich herab redest.“ ,rief er, stellte sich auf den Hocker und war jetzt sogar ein wenig größer. „So! Jetzt kannst du weitermachen, du Riese!“ Er verschränkte entschlossen die Arme und sah ihn an. Taehyung konnte nicht an sich halten und brach in schallendes Gelächter aus, was Tränen in seine Augen trieb. Er zog seinen Freund in eine erdrückende Umarmung.


„Was ist los, Tae?“ Als Jimin immer noch keine Antwort erhielt, packte er seinen Arm, trat vor ihn und sah ihn an. „Sprich mit mir.“


Der Seufzer drang tief aus Taehyungs Brust und er hob seine Hand, um seinen Nacken zu kratzen. Jimin konnte nicht anders, als zu bemerken, wie gut die frische Blondfärbung seiner Locken aussah und seiner Haut einen gesunden Glanz verlieh. Der Blondschopf saugte die Unterlippe zwischen seine Zähne. „Ich muss dir etwas erzählen.“


„Dann spuck’s aus.“ Jimin zog eine Augenbraue hoch, als Taehyung wieder zögerte. „Und hör auf, auf deine Lippe zu beißen. Du wirst noch bluten.“ Taehyung hörte sofort auf, sah aber immer noch unsicher aus und brach den Augenkontakt ab. „TaeTae.“ ,sagte er leise und legte die kleinen Hände auf seine Oberarme. „Du kannst mir alles erzählen, das weißt du doch.“  


„Ja.“ ,antwortete Taehyung und begegnete seinem Blick mit entschlossenem Ausdruck. „Jiminie…ich- ich bin schwul.“ Er ging sofort in den Verteidigungsmodus über und wartete auf Jimins Reaktion.


„Oh, okay.“


„Ich meine, ich mag Typen. Sexuell.“


„Ich weiß, was schwul sein bedeutet.“ Jimin verdrehte die Augen.


„Das ist alles? Ernsthaft? Nach dieser schockierenden Enthüllung bekomme ich nur ein okay? Du könntest wenigstens ein bisschen überraschter aussehen oder so.“


Jimin löste den Griff um Taehyungs Oberarme und weitete seine Augen. Seine Hände bedeckten seinen Mund mit gespieltem Schock. „Oh mein Gott, Tae! Du bist schwul?! Wie konnte das nur passieren? Wie kann ich nach dieser unglaublichen Nachricht nur weiterleben?“


Taehyung lachte wieder, als er seine Arme ausstreckte, um sie um den Kleineren zu schlingen. Er verfehlte ihn knapp, als Jimin sich gekonnt duckte, sich umdrehte und davonrannte. Jimins Kichern wurde lauter, während er über die Wiese gejagt wurde und die Rutsche hochkletterte, um den griffigen Händen seines besten Freundes zu entkommen. „So meine ich das gar nicht, du Idiot! Komm zurück und stell dich mir wie ein Mann!“ Als er außer Reichweite war, beugte Jimin sich vor Lachen vor und umklammerte seinen Bauch. Er wusste, dass Taehyung zu groß war um ihm durch die Rutsche zu folgen. „Jimin, was zur Hölle, Mann!“


„Du bist ein richtiger Idiot, Taehyungie!“


„Wieso das?“ Er klang so beleidigt, dass es Jimin wieder zum Lachen brachte.


„Denkst du, ich würde mich um deine Sexualität kümmern? Komm schon.“ Jimin grinste auf ihn herab und beugte sich über das Sicherheitsgeländer der Rutsche, um ihm einen Klaps gegen seinen Hinterkopf zu geben. Eine größere Hand packte seine kleinere. Jimins Lachen verstummte, als seine Augen auf Taehyungs trafen. Er verstärkte den Druck um seine Hand. „Es ist mir egal, wen du liebst, TaeTae. Das ist mir egal, okay?“


Taehyungs Lächeln war trotz der Tränen der Erleichterung in seinen Augen blendend. „Okay.“ ,brachte er hervor und senkte den Kopf. Jimin summte nur glücklich, streckte eine Hand aus und strich sanft über seine blonden Locken.



===



Jimin war neunzehn Jahre alt, als ihm klar wurde, dass es ihm doch nicht egal war, wen Taehyung liebte. In seinem Magen bildete sich ein saures Gefühl, während er Taehyung und seiner neuen Beziehung Jeon Jungkook gegenüber saß und die beiden ihren Speichel austauschten. Es war nicht so, dass Jimin Jungkook nicht leiden konnte. Er war eigentlich ein wirklich netter Junge. Er hatte eine strahlende Persönlichkeit, sein Lächeln ähnelte einem niedlichen Hasen, das mit seinem durchaus gutgebauten Körper in Kontrast stand. Er war zwei Jahre jünger als die beiden, aber klug genug eine Klasse zu überspringen. Er besuchte also mit Taehyung im ersten College-Semester ihres ersten Schuljahres Soziologie. Wie bei Hoseok und Namjoon, war Jungkook in die Gruppe willkommen zu heißen so einfach wie Atmen. Sogar Jimin musste zugeben, dass der Jüngere eigentlich ganz niedlich war.  


…jedenfalls wenn er nicht gerade versuchte, Taehyungs Gesicht aufzusaugen.


Jimin war sich nicht sicher, wann das alles passiert war, wie die beiden zu so einem widerlich süßem Pärchen geworden waren. An einem Tag hingen sie alle wie in alten Zeiten rum und am nächsten saß Jungkook auf Taehyungs Schoß. Der schenkte ihm dann eines seiner markanten Quadrat-Lächeln, als hätte der Jüngere alle Sterne in den Nachthimmel gehängt. Jimin wusste nicht, was er mit dem Bauchgefühl an diesem Tag anfangen sollte oder warum es anhielt.


An einem Abend trank er mit Hoseok und führte das, was sie gerne als 'Bitch Sesh' bezeichneten, wo kein Thema verboten war, über das man meckern und diskutieren konnte. Jimin war normalerweise kein großer Trinker, doch heute hatte er es etwas übertrieben. „Hobi-hyung, Hobi-hyung! Warum ist das so hart?“ ,jammerte Jimin, während Hoseok in der Küche umherlief. Es gab ein aufgeregtes „Ah-ha!“ und er kehrte zurück in Jimins verschwommene Sicht.


„Was ist so hart, Jimin-ah?“ ,fragte Hoseok und kicherte wie ein pubertierender Teenager ein wenig über die unbeabsichtigte Anspielung, als er eine neue Flasche Wein auf den Tisch stellte. Mit überraschter Geschicklichkeit nahm er Jimin das Weinglas aus der Hand, ignorierte die Proteste und füllte es fast bis zum Rand nach.


„Einfach…alles! Wie Leute und so, weißt du.“


„Sehr spezifisch.“


Jimin warf ihm ein Kissen zu und beide beobachteten, wie es drei Meter nach links flog und dann auf den Boden fiel. Jimin starrte mit gerunzelter Stirn zu seinem Freund. „Du hast dich bewegt.“


„Du weißt genau, dass ich das nicht getan habe.“ Hoseok trank einen großen Schluck Wein, bevor sich dramatisch auf die Couch fallen ließ. „Also, was genau ist so hart für dich?“


„Woher wusstest du, dass du Yoongi-hyung magst?“ ,fragte der Jüngere plötzlich und setzte sich auf dem Liegesessel auf. „Ich meine, woher wusstest du, dass er dich auch mochte und so?“


Bei der Erwähnung seines langjährigen Freunds lief Hoseok rosa an. Ein erfreutes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Ich wusste es einfach. Es gibt dieses Gefühl in deiner Brust, wenn du ihn oder sie siehst.“ Er berührte leicht seine Brust. „Es ist fast ein schweres Gefühl, wie Schmerzen, aber im guten Sinne. Es ist rosarot und süß. Wenn ich daran denke, ihn nicht in meinem Leben zu haben, verschwindet alles Gute und Glückliche um mich herum.“


Jimin rutschte auf seinem Sessel unbehaglich umher, wirbelte das Rote in seinem Glas und sah zu, wie die Flüssigkeit fast die Glaskante berührte. „Aber was ist mit ihm?“


Sein Achselzucken war träge, als Hoseok noch einen herzhaften Schluck aus seinem Glas nahm. „Nun, ich wusste es irgendwie. Es schien, als ob er mich attraktiv fand und es gab definitiv sexuelle Spannungen, wenn wir im selben Raum waren.“


„Aber du wusstest das nicht genau?“


„Hast du es jemals?“


„Wie hast du ihm dann nach einem Date gefragt?“


„Selbstvertrauen, mein Freund! Manchmal muss man sich zusammenreißen und auf das Beste hoffen.“


Jimin runzelte die Stirn und biss sich auf die Unterlippe. „Aber das könnte alles ruinieren.“ ,murmelte er und ignorierte Hoseok, der fragte, was er damit meinte.


Jungkook und Taehyung hielten nicht lange an, bestenfalls ein paar Wochen, als sie erkannten, dass sie besser Freunde sein sollten als etwas Ernsteres. Die Enge in seiner Magengrube hatte sich seit dem Ende der Beziehung aufgelöst und beruhigt. Es dauerte nur ein paar Tage, bis er Jungkook nicht mehr als Feind ansah. Sein Lächeln, als Jimin ihn wie am Anfang wieder liebevoll behandelte, ließ ihn sich ein bisschen schuldig fühlen.



===



„Jiminie?“


„Ja Tae?“


„Glaubst du an die Liebe?“


„Was für eine Frage ist das denn? Natürlich tu ich das, du Dummerchen.“


„Glaubst du, dass jemand mich jemals lieben wird? So wie ich ihn lieben werde?“


„Ich bin mir sicher.“



===



Jimin war einundzwanzig, als er bemerkte, dass die Gefühle zu seinem lebhaften besten Freund weitaus tiefer gingen.


Es war ein ungewöhnlich warmer Tag im Mai, als die Truppe sich im Park in der Nähe von Jimin und Taehyungs Wohnung verabredete. Die beiden 95er hatten beschlossen zusammenzuziehen, da das Leben im Wohnheim nach ihrem zweiten Semester nichts mehr für sie war. Jimin war ein Adler im Gras, sah hinauf zu den trägen Wolken und summte zufrieden zu den Hintergrundgeräuschen. Yoongi saß neben ihm auf einem Gartenstuhl und las im Schatten ein Buch, während Jungkook, Taehyung und Hoseok einem Fußball hinterherrannten.


Seokjin, der neuste Zuwachs ihrer Rag-Tag-Gruppe, kam mit Getränken auf sie zu und ein schmachtender Namjoon folgte ihm wie ein verlorener Welpe.


Es war entspannend. Als er in Busan aufwuchs, bevor er in jungen Jahren nach Seoul zog, lernte er einen warmen Tag zu schätzen. Wenn er nur den Park gegen den Strand eintauschen könnte, würden der warme Sand und die kühle Meeresbrise den Tag perfekt machen. Dann entschied er sich, mit den Jungs mal an den Strand zu fahren, bevor der Sommer zu Ende ging und die Schule wieder anfing.


„Jimin-ah!“ Jimin öffnete die Augen, die er unbewusst geschlossen hatte. Er stemmte sich auf seinen Ellenbogen hoch und schirmte seine Augen mit einer Hand vor der Sonne ab, als er auf Seokjins Blick traf. Jin hielt ihm lächelnd ein Flasche Wasser und einen Apfel hin. „Bitteschön! Ich dachte, den könntest du nach deinem Tanztraining gut gebrauchen.“


„Danke, Hyung.“ Jimin lächelte dankbar und nahm die Sachen entgegen. Seokjins Lächeln war strahlend, als er zu Yoongi ging und ihm das Gleiche übergab. Jimin trank einen großen Schluck und seufzte tief, als das Wasser ihn abkühlte. Es war eine Überraschung, als ihm jemand die Flasche aus der Hand nahm.


„Wasser! Gott sei Dank! Ich bin am verdursten!“ Taehyung stöhnte dramatisch auf, bevor er den größten Teil des Wassers austrank und sich den Rest mit einem Seufzer über seinen Kopf schüttete. Er schüttelte seine blaugefärbten Locken. „Na bitte! Viel besser.“


„Taehyung, du Arsch! Das war mein Wasser!“


„Oh, wo sind nur meine Manieren?“ Taehyung schenkte ihm sein entzückendes Lächeln, streckte einen Arm aus und formte mit seinem Daumen und Zeigefinger ein kleines Herz. „Danke fürs Teilen, Jiminie!“  


Jimin hob sein Bein und trat mit der Ferse in die Kniekehle des Blauhaarigen, sodass er einknickte. Taehyung stieß einen überraschten Schrei aus, als er auf seinem Hintern landete. „Es gilt nicht als teilen, wenn man es stiehlt.“ Jimin verdrehte die Augen und musste lächeln, als der Jüngere zu ihm krabbelte und sich neben ihn legte. Sein Kopf streifte Jimins Schulter.


„Wie kann man es stehlen nennen, wenn wir alles teilen?“ ,konterte Taehyung und griff nach dem Wasser und dem Apfel, den Jin ihm reichte. Jimin atmete Luft aus der Nase aus und versteckte sein Lächeln, als Taehyung ihm sofort die Flasche anbot. Jimin winkte ab, Taehyung zuckte mit den Schultern und biss in den Apfel.


„Du kannst es.“


„Als ob dich das wirklich interessieren würde.“ ,murmelte Yoongi von seinem Stuhl aus. Die beiden streckten ihm reflexartig die Zunge heraus.


„Wie auch immer. Will jemand meinen Apfel?“ ,fragte Jimin in die Runde, die sich im Gras versammelt hatte.


„Du willst ihn nicht?“ ,fragte Namjoon mit hochgezogener Augenbraue. „Bist du nicht vom Tanzen gekommen?“ Hoseok, der denselben Kurs belegte, nickte.


„Stimmt, aber ich habe noch keinen Hunger.“ Jimin zuckte mit den Achseln, kreuzte die Beine und zog Grashalme aus dem Boden. „In letzter Zeit habe ich keinen großen Appetit.“


„Fühlst du dich immer noch nicht hundertprozentig fit?“ ,fragte Taehyung mit leiser Stimme und beugte sich näher zu dem Kleineren.


„Nicht hundertprozentig, aber definitiv besser.“


Vor ungefähr einem Monat hatte sich Jimin erkältet. Über Nacht wechselte die Situation von Kontrolle zur Katastrophe. Seine Allergien spielten im Frühjahr verrückt. Er wachte eines Morgens mit einem Stechen in der Lunge auf. Die Hustenanfälle und die verstopfte Nase waren genug gewesen, um Taehyung zum ausflippen zu bringen. Er hatte gedroht ihn in die Notaufnahme zu bringen, doch Jimin hatte ihn mit den Worten „Es ist wahrscheinlich nur eine Grippe oder eine Erkältung. Die verschwindet nach ein bisschen Schlaf wieder.“ beruhigt. Es dauerte eine elende Woche, bis sein Husten so weit nachließ, das er wieder atmen und eine weitere Woche, bis er richtig schlafen konnte. Vom Sammeln von Schulaufgaben über das Zubereiten von Mahlzeiten und der Einnahme von Medikamenten bis hin zu einigen Nächten, in denen er einfach festgehalten wurde, während er weinte, weil er nicht atmen konnte. Jimin wusste nicht wie er das alles durchgestanden hätte, wenn sein bester Freund nicht bei ihm gewesen wäre.


Jetzt, Wochen später, hatte er immer noch zufällige Hustenanfälle und gelegentlich ein Keuchen mit vermindertem Appetit. „Ich bin es leid, mich so schnell heruntergekommen zu fühlen. Ich muss während des Trainings mehr Pausen einlegen und kann mir die freie Zeit nicht wirklich leisten.“


„Vielleicht solltest du einfach zu einem richtigen Arzt gehen, anstatt deine Symptome zu googeln?“ Yoongis Ton war sarkastisch, obwohl Jimin wusste, dass er sich insgeheim um die drei Jüngsten sorgte.


„Vielleicht. Wenn es nicht besser wird, dann werde ich das. Versprochen, Hyung.“


„Und ich werde dafür sorgen, dass er es auch wirklich tut.“ ,fügte Taehyung hinzu, legte einen Arm um Jimins Schultern und zog ihn grinsend zu sich, wobei sich das Blau seines Haares mit dem Rosa von Jimins vermischte. Sein Arm war zu warm, fast klebrig verschwitzt, aber Jimin wollte ihn trotz der hohen Temperaturen nicht von sich stoßen.


„Gut.“ ,lautete Yoongis kurze Antwort, nahm sein Buch wieder in die Hand und konzentrierte sich wieder darauf, die anderen zu ignorieren. Alle außer natürlich Hoseok, der sich mit einem Lächeln und einem Kuss auf die Wange auf seinen Schoß setzte. Es war klein, aber man konnte trotzdem das leichte Erröten auf Yoongis Wangen sehen und es lag bestimmt nicht an der Hitze.


Die sieben verbrachten noch ein paar Stunden in dem Park und spielten in ungleichmäßigen Teams Fußball, bis die Enge in Jimins Brust ihn zum Schiedsrichter machte. Er winkte Taehyungs besorgten Blick ab und jubelte sie an, lachte über den Kontrast zwischen dem wenig begeisterten Yoongi und Jungkooks grenzenloser Energie. Er musste nur zweimal einspringen, als sich der Jüngste und der Älteste bei der Erörterung der Regeln fast an die Gurgel sprangen. Seokjin und Jungkook wieder zu beruhigen war so einfach wie den beiden sein bezauberndstes Lächeln zu schenken und ihre Herzen gerade so zum Schmelzen brachte, um sie auseinander zu treiben.


Es wurde langsam dunkel, als sie sich endlich wieder hinsetzten. Yoongi lehnte sich mit schläfrigen Augen an Hoseok. Der Jüngere der beiden drückte ihm einen Kuss auf seine verschwitzten Haare. Die bloße Liebe in dieser Geste ließ Jimin zu Taehyung schielen. Der vertraute Schmerz in seiner Brust war wieder da.


Taehyung war als Erwachsener wirklich atemberaubend geworden. Diese Tatsache konnte man einfach nicht übersehen. Er hat schon immer gut ausgesehen, aber er war gealtert wie guter Wein. Das blaue Haar war neu, etwas, das Taehyung wegen einer von Jins Herausforderungen getan hatte, aber es stand ihm. Jimin war sich nicht sicher, ob es etwas gab, das dem größeren Mann mit seinen langen Gliedmaßen und hohen Wangenknochen, der sonnengeküssten Haut und dem quadratigen Lächeln nicht stehen könnte. Für Jimin war es ein K.O. Es brauchte viel Kontrolle, um den Blick von ihm abzuwenden. Er ignorierte die Wärme, die jedes Mal in ihm aufstieg, wenn Taehyungs Daumen sanft über seine Fingerknöchel fuhr. Er konnte auch das liebevolle Lächeln nicht verbergen, wenn seine Handfläche gegen Jimins drückte und Taehyung leise über den Größenunterschied lachte.


In diesem Moment bemerkte er Jungkook, der ihn ansah. Sein Blick war berechnend und überlegend und ließ Jimins Wangen heiß werden. Sanft zog er seine Hände aus Taehyungs Griff und kicherte über den Schmollmund seines besten Freundes, bevor er aufstand und sich den Dreck von seiner Hose klopfte, was die Aufmerksamkeit der Gruppe auf ihn lenkte.


„Ich glaube, ich geh nach Hause. Ich habe noch einige Hausaufgaben zu erledigen und muss morgen früh raus.“ ,meinte er, fuhr sich durch die Haare und streckte sich. Er wurde mit Umarmungen verabschiedet, wobei Jungkook sein Haare zerzauste, nur um ihn zu ärgern und Namjoon ihn daran erinnerte zu essen. Jimin lächelte leicht vor sich hin und machte sich auf den Weg zu seinem Wohnhaus, als ein großer Schatten neben ihm auftauchte. Er hob eine Augenbraue. „Du weißt, dass du mich nicht begleitet musst, oder? Ich werde wahrscheinlich sowieso nur duschen gehen und mich entspannen.“


„Was für ein bester Freund wäre ich, wenn ich dich ganz allein durch Seoul laufen lasse? Du könntest von irgendeinem Creep gekidnappt werden!“


„Tae, ich kann unser Wohnhaus sogar von hier aus sehen.“ ,lachte Jimin und erwischte Taehyung mit einem Grinsen. „Außerdem wissen wir beide, das man eher Sie entführen würde, Mister Ich-habe-keinen-Orientierungssinn und Sicher werde ich Ihnen helfen Ihren Welpen zu suchen!


Taehyung schnaubte beleidigt. „Das ist nur ein einziges Mal passiert. Und was wäre, wenn Tannie verloren gegangen wäre? Ich würde wollen, dass ein Fremder mir hilft!“


Jimin gab vor, einen Moment lang darüber nachzudenken, bevor er kicherte und Taehyung leicht anstieß. „Für so etwas hast du deine Freunde, TaeTae.“ Als Taehyung an der Tür ankam und sie für ihn aufhielt, fing sein dummes Herz an zu flattern. Er schalte sich innerlich, murmelte ein Dankeschön und ging zum Fahrstuhl. Sie mussten nur einen Moment warten, bis sich die Türen lautlos öffneten. Beiden traten ein und Taehyung drückte auf den Knopf mit der schwarzen zehn. Die Fahrt war ruhig. Die Jahre waren vorbei, in denen man versuchte gestelzten Smalltalk zu führen um die Stille zu füllen. Jimin fühlte sich…komfortabel genug in Taehyungs Nähe.


Ebengenannter stöhnte leise auf, als er seine Arme über seinen Kopf ausstreckte und seine Fingerspitzen fast die Decke des Aufzugs streiften. Sein T-Shirt rutschte dabei ein wenig nach oben und enthüllte ein Stück der Haut seiner Hüftknochen. Wie viel Kraft war wohl nötig, um den Stoff runterzuziehen?


Ohne nachzudenken hob Jimin seine Hände und schlug sich fest auf seine Wangen. Das Geräusch ließ Taehyung zusammenzucken. Dunkle Augen sahen weitaufgerissen und verwirrt zu ihm. „Gott! Was zum Teufel Jimin! Wofür war das denn?“ Jimin winkte ab, sein Blick auf den Boden gerichtet. War das die längste Aufzugsfahrt seines Lebens oder was? „Deine Wange sind jetzt ganz rot!“


„Mach dir keine Sorgen. Ich wollte mich nur wach halten.“ ,log Jimin und sah hoch zu den Nummern der Stockwerke. „Gott, ist das Ding heute langsam oder liegt es nur an mir?“ Er tippte mit dem Finger in einem ungeduldigen Rhythmus gegen seine Khaki-Shorts. „Ich weiß, dass sie gesagt haben, dass sie ihn repariert haben, aber ich frage mich, ob sie ihn nicht nur-“ Er quietschte fast, als Taehyung vor ihn trat. Jimin stolperte überrascht zurück, doch der Größere griff nach seinen Schultern, zog ihn zu sich und legte dann die Hände auf seine Wangen. Warm und sanft strich er über die leicht geröteten Wangenknochen des Älteren. Taehyung summte leise, während er die zwei roten Flecken inspizierte. Jimin hasste sich dafür, dass er bei diesen Berührungen zitterte und sein Herz laut genug schlug, um eine Symphonie zu übertönen.


„Ich hasse es, wenn du so etwas machst. Trink einen Kaffee oder so zum Aufwachen, aber schlag dich nicht, Jiminie. So etwas macht mich traurig.“ ,gestand Taehyung. Seine Hände glitten weiter nach unten zu Jimins Kiefer, seine Finger fuhren über die Haut seines Halses und sandten einen Schauer über seinen Rücken. Er war schon immer anschmiegsam und anhänglich gewesen. Er hatte sich schon in jungen Jahren an seine Liebe zur Berührung gewöhnt und Taehyung hatte ihn ständig berührt. Aber da war etwas, hier, allein in einem geschlossenen Raum, das ihm das Gefühl gab auf einem Hochseil ohne Netz zu stehen und ein stilles Publikum ihn beobachtete, um zu sehen, wann er herunterfallen würde.


„Tut mir leid…“ ,schaffte er es leise zu antworten und schloss die Augen, als Taehyungs warmer Atem sein Gesicht streichelte. Jimin konnte sich vorstellen, dass er jetzt einer Tomate ähnelte und wenn er sich nicht zusammen reißen würde, würde Taehyung ihm Fragen stellen, auf die er nicht antworten könnte. „Ich werde es nicht wieder machen, okay?“ Hatte seine Stimme gerade gezittert? Könnte er nicht einfach im Boden versinken und aus dieser persönlichen Hölle verschwinden?


„Gut.“ Und damit dachte, dass Jimin seine Ruhe hatte, nur um panisch nach Luft zu schnappen, als das weichste Lippenpaar, das er jemals auf seiner Haut gespürt hatte, sanft seine linke Wange streifte. Als sie auch seine rechte Wange berührten, erhitzte sich sein Gesicht. Diese Gesten wanderten direkt zu seinem Herz und befreiten dort einen Schwarm Schmetterlinge. Taehyung strich dann mit seinem Daumen so sanft, so zart über die geküssten Stellen. Sein Kichern war warm und tief wie der Ozean. Dieses quadratische Lächeln, das kastenförmige, das seine Nase kräuseln ließ und den Raum erhellte. „Da, alles besser!“ Déjà-vu. Die Luft wurde kalt, als er Jimin losließ und zurücktrat, als sich der gottverdammte Fahrstuhl öffnete. Er vermisste augenblicklich Taehyungs Berührung.


„Ja…alles besser.“ ,antwortete Jimin leise, die Knie schwach, als er dem größeren Junge aus dem Aufzug in ihre Wohnung folgte.


„Was möchtest du zum Abendessen?“ ,fragte Taehyung als er in die Küche ging. Jimin nahm sich einen Moment Zeit, um seine Schuhe auszuziehen und den Thermostat zu überprüfen, bevor er antwortete. „Ich habe keinen Hunger. Ich gehe einfach schnell duschen und dann ins Bett.“ Er lief den Flur entlang, zu seinem mittelgroßen Schlafzimmer und zog sich sein Top über den Kopf und warf es in den Wäschekorb. Er knöpfte seine Hose auf, die Finger am Reißverschluss, als eine Stimme in zusammenfahren ließ. „Jimin?“ Der pinkhaarige Junge wirbelte herum. Taehyung lehnte locker und mit verschränkten Armen am Türrahmen. Er verspürte sofort den Drang sich vor Taehyungs Blick zu verstecken. Es war aber nicht so, als hätten sie sich nicht schon mehrmals halbnackt gesehen. Tatsächlich hatte es Abende gegeben, an denen er sich ein warmes Schaumbad gegönnt hatte und Taehyung mit seinem Laptop hereingekommen war, sich neben der Wanne auf den Boden gesetzt und mit ihm ein neues Drama oder einen Anime angeschaut hatte.


Im letzten Jahr war Jimin jedoch konservativer gegenüber seinem Körper und seiner Zuneigung geworden. Als er Taehyungs Parade an Freunden und Kontakten sah, wollte er sicherstellen, dass seine Gefühle jederzeit unter Verschluss waren. Er schien Jimins Rückzug im Laufe der Zeit bemerkt zu haben und war weniger invasiv in seinem Raum geworden, so dass der Ältere das Tempo bestimmen konnte.


„Ja?“ Jimin wandte sich ab, ging zur Kommode, öffnete die erste Schublade und nahm sich einen Pyjama heraus.


„Du musst essen. Was soll ich machen?“ Seine Stimme war in einer Weise streng, für die er ihn ärgern wollte, dass sie sehr nach einem entäuschten Elternteil klang. Es war so süß, dass Jimin am liebsten seinen Kopf unter sein Kissen stecken und schreien wollte.


„Ernsthaft TaeTae, mir geht’s gut. Mach einfach, was du willst. Ich werde es nach meiner Dusche schon herausfinden. Ich kann nicht denken, wenn ich von Schweiß bedeckt bin.“ Der Blick, den er erntete, zeigte, wie sehr er an seinen Worten zweifelte. Er nickte trotzdem.


„In Ordnung. Lass es mich wissen, wenn du etwas brauchst, Jimin-ah.“ Dann war er weg.


Jimins Schultern sackten vor Erleichterung zusammen. Er zählte langsam bis zehn, bevor er seine geschlossenen Augen wieder öffnete und ging ins Badezimmer. Er legte den Pyjama auf die Theke neben dem Waschbecken und zog sich vollständig aus. Er stellte das Wasser auf heiß, bis die Kabine mit Dampf gefüllt war und betrat die Dusche. Das trübe Glas blockierte den Rest der Welt und hüllte ihn in einen warmen Kokon. Hier konnte er sich entspannen. Seine Muskeln wurden lockerer, je länger er unter dem Wasserstrahl stand. Er fühlte sich träge, als wären seine Glieder aus Blei.


Die Erinnerung an Taehyungs Lippen auf seinen Wangen kam ihm plötzlich in den Sinn. Seine Hände berührten die Stellen, die sich so heiß anfühlten, als wäre es eben gerade wieder passiert. Er wiederholte, wie Taehyung seinen Arm um seine Schultern gelegt, wie er sich auf dem Boden eng an ihn gekuschelt hatte, wie sich seine Hand in Taehyungs angefühlt hatte. Es war ein schweres Gefühl in seiner Brust, als er seine Hände vor sich gegen die Wand stützte und den Kopf auf seine Brust fallen ließ, während sein Körper anfing zu zittern. Fünf Minuten tat er so, als wäre es nicht passiert. Er behielt diesen Moment nah bei seinem Herzen. Das fließende Wasser schirmte die Geräusche seiner Schande ab.


Seine Atmung war immer noch schnell. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Als seine Beine taub wurden, ließ er sich auf den Fliesenboden sinken. Er legte den Kopf auf seinen Knien ab und ließ den Tränen freien Lauf. Dann hustete er plötzlich einmal laut und scharf. Es folgte ein weiteres Husten und ein weiteres, bis er sich hinkniete und die Faust gegen die Brust schlug, um Sauerstoff wiederzugewinnen. Jimin unterdrückte die Geräusche mit seinen Händen. Es dauerte nur eine Weile, bis es endlich nachließ und seine Lungen sich so weit öffneten, um wieder einigermaßen atmen zu können. Er lehnte sich zurück, seufzte und zog seine Hände von seinem Mund. Dann sah er die Blutsprenkel auf seiner Haut. Sein Atem beschleunigte sich, als Hysterie ihm durch den Körper fuhr.


Auf seiner linken Handfläche, in die er gehustet hatte, war ein Blutfleck und dort in einem purpurroten Teich lagen drei immergrüne Blütenblätter, rot getränkt und mit einer klaren viskosen Flüssigkeit überzogen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast