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Lighthouse

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Chris "The Lord" Harms OC (Own Character) Pi Stoffers
14.11.2020
15.01.2021
21
51.684
6
Alle Kapitel
44 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
13.01.2021 1.936
 
So meine Lieben!
Da meine freien Tage vorbei sind und ich nicht weiß, wann ich wieder zum Schreiben komme, lade ich heute das nächste Kapitel hoch.
Viel Spaß!
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Chris blieb noch zwei Tage länger bei Tamara und die Zwei genoßen ihre gemeinsame Zeit. Sie kuschelten viel, redeten über Gott und die Welt und Chris begleitete sie am Montag zum Arzt. Dieser diagnostizierte einen grippalen Infekt und schrieb sie für den Rest der Woche krank. Am Dienstag war sie das erste Mal fieberfrei und sie gingen im nahegelegenen Park  spazieren. „Bald ist Weihnachten, genauer gesagt in knapp 3 Wochen. Was wünscht du dir eigentlich?“ fragte Chris, während sie Arm in Arm durch den Park gingen. Tamara runzelte leicht die Stirn. „Gute Frage… Eigentlich habe ich das, was ich mir wünsche.“ erwiderte sie nach einem kurzen Moment des Nachdenkens. „Und das wäre?“ fragte er, konnte sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Ich habe dich, du Genie!“ antwortete sie und grinste. „Soso… Auch noch frech werden, hm? Da sollte ich was gegen tun.“ ging er darauf ein, blieb stehen, zog sie näher zu sich und gab ihr einen innigen Kuss.
Das Klingeln seines Telefons unterbrach sie unsanft in ihrem Tun und Chris zog es unwillig aus seiner Hosentasche. Als er auf das Display sah, verfinsterte sich seine Miene. „Was ist los?“ fragte Tamara. „Das ist meine bald Exfrau. Wenn die außerhalb des Normalen anruft, dann stimmt was nicht.“ brummte er und nahm ab. „Was gibt es Annika? Ich bin doch erst morgen dran, Dennis zu holen.“ sprach er ins Telefon. „Irrtum!! Du bist heute Abend schon dran! Magdalena ist endlich wieder in der Stadt und wir sind verabredet. Du musst auf den Knirps aufpassen! Hol ihn um 19 Uhr von mir ab!“ befahl Annika und legte auf. Sprachlos hielt Chris sein Handy in der Hand und schüttelte den Kopf. Das konnte doch echt nicht wahr sein! Dieses egoistische Weib! Tamara stupste ihn an und sah fragend zu ihm auf, da er einen guten Kopf größer war als sie. „Was hat sie gesagt?“ „Sie hat gesagt, nein mir befohlen, dass ich Dennis heute Abend gefälligst um 19 Uhr bei ihr abzuholen habe, weil sie mit einer Freundin um die Häuser ziehen will! Normalerweise wäre ich erst morgen dran. Sie hat mich nicht einmal zu Wort kommen lassen, sondern sofort aufgelegt! Es interessiert sie einen Scheiß, ob ich kann oder nicht!“ regte er sich auf. Beruhigend strich ihm Tamara über den Rücken. „Dann sollten wir zurück gehen. Und hör bitte auf, dich jetzt aufzuregen. Es hat keinen Sinn! Sie ist nicht hier, um das zu hören. Außerdem geht es um deinen Sohn. Es klingt fast so, als würde sie ihn allein lassen, wenn du nicht pünktlich da bist. Lass uns umdrehen!“ sagte sie und schaute ihn bittend an. Chris seufzte und sah in ihr ruhiges Gesicht. Dort war kein Vorwurf zu sehen, weil er sie wieder alleine lassen musste. Im Gegenteil… Er sah Besorgnis darin, Besorgnis um seinen Sohn, den sie noch nicht einmal kannte. „Du hast Recht! Es tut mir trotzdem unheimlich leid, dass ich schon fahren muss.“ sagte er zerknirscht und schlug mit ihr den Rückweg ein. „Es ist okay. Ich hatte dich gute 2 Tage hier und dein Sohn braucht dich!“ sagte sie verständnisvoll, doch im Inneren war sie schon etwas traurig, dass er schon so bald fahren würde. Wer weiß, wann sie sich wiedersehen konnten… „Willst du mich vielleicht begleiten? Du bist die Woche doch noch krank geschrieben...“ fragte Chris plötzlich und sah sie hoffnungsvoll an. Das wäre die Lösung! „Nein Chris! Es ist wirklich ein lieber Vorschlag, aber ich bin noch nicht wieder wirklich fit und unter diesen Umständen möchte ich nicht, dass mich dein Sohn kennenlernt. Wir beide sollten uns erst besser kennenlernen, bevor er und ich aufeinander treffen.“ wehrte sie ab und Chris schien enttäuscht, doch nickte verständnisvoll. „Stimmt schon, aber es wäre eine Möglichkeit gewesen, wie wir uns weiter kennenlernen könnten.“ sagte er leise. „Wir holen das nach, okay? Jetzt steht dein Sohn erst einmal an vorderster Stelle.“ erwiderte sie und blieb stehen. Sie waren bei ihr Zuhause angekommen und jetzt hieß es Abschied nehmen.
„Ich will nicht fahren.“ murmelte Chris und zog sie enger an sich. „Ich will ja auch nicht, dass du gehst, aber es muss sein. Du musst übrigens noch deine Tasche von oben holen.“ erinnerte sie ihn. „Die lasse ich hier bei dir. Für meinen nächsten Besuch. Den ganzen Hygienekram kann ich mir eben im Supermarkt kaufen.“ meinte er lächelnd und küsste sie innig, ehe er sich von ihr löste und widerstrebend zu seinem Auto ging, um loszufahren.
Tamara sah seinem Auto nach, bis es um die nächste Ecke verschwand und ging dann seufzend die paar Stufen zu ihrer Haustür hoch. Sie schloß diese auf und stieg die Treppe zu ihrer Wohnung hoch, ehe sie in ihrer Wohnung verschwand. Dort schälte sie sich aus ihrer Jacke, zog die Schuhe aus und ging in die Küche, um Kaffee aufzusetzen. Als der lief, machte sie einen Abstecher ins Bad, um anschließend ihr Handy aus der Tasche zu holen und mit in die Küche zu nehmen. Der Kaffee war mittlerweile durchgelaufen und sie schenkte sich eine Tasse voll ein, gab Milch dazu und setzte sich damit an den Küchentisch. Gelangweilt ging sie ihre Nachrichten auf Facebook durch, die aber allesamt nicht so wichtig waren. Meist nur irgendwelche Vorschläge für Restaurants oder Ähnliches.
Dann zeigte Facebook plötzlich ein Bild an, dass ihr den Atem verschlug. Das Bild zeigte sie und Chris vor ein paar Minuten vor ihrer Haustür, als sie sich verabschiedet hatten. Es war auf einer der vielen Fanseiten von Lord of the Lost gepostet, die ihr grade angezeigt wurde. „Das muss seine Neue sein! Was findet er denn an der? Ist doch voll der Normalo Typ, nix Besonderes...“ las sie einen der Kommentare darunter. „Echt mal!! Die Schlampe soll die Finger von ihm lassen! Die passt doch gar nicht zu ihm!“ stand im nächsten Kommentar. So ging das in vielen anderen Kommentaren weiter und Tamara traten die Tränen in die Augen. Es gab zwar auch ein paar Positive zu ihrer Person, aber die wurden von den Anderen mit nieder gemacht.
„Worauf habe ich mich da nur eingelassen?“ fragte sie sich, als sie auch einige der schlimmeren Kommentare gelesen hatte und nun die Seite schloß. „Das es nicht einfach werden würde, war mir klar, aber so schlimm… Und die wissen nun auch, wo ich wohne! Das kann man auf dem Foto einigermaßen sehen!“ dachte sie und bekam es mit der Angst zu tun. Was, wenn wirklich jemand von denen seine Drohung wahr machte?
Sie sah auf die Uhr und stellte fest, dass Chris noch unterwegs sein musste. Den konnte sie nicht anrufen. Wen denn dann? Der Einzige, der ihr da einfiel, war Pi und so suchte sie seine Nummer raus und rief ihn an. Pi ging nach dem 3. Freizeichen dran. „Hi Tamara! Was gibt’s? Ist Chris nicht bei dir?“ fragte er offensichtlich sehr erstaunt. „Nein, Chris musste zurück um Dennis abzuholen, da seine Mutter heute lieber feiern gehen wollte.“ sagte sie leise. „Das war so klar! Aber deswegen rufst du nicht an, oder?“ hakte er nach. „Nein… Ich habe im Internet ein Foto von Chris und mir gefunden… Vor meiner Haustür… Auf einer Fanseite… Und die Kommentare sind…“ Tamara stockte, weil sich ein dicker Kloß in ihrem Hals bildete. „Was ist mit den Kommentaren?“ fragte Pi. Tamara schluckte hart, ehe sie antwortete. „Lies es selbst...“ sagte sie und nannte ihm die Webadresse, die sie sich zum Glück eben noch aufgeschrieben hatte. Sie hörte im Hintergrund das Geklapper von der Tastatur und plötzlich sagte Pi nur „Ach du scheiße!“. „Tam, das musst du Chris sagen! Er muss das wissen und wir gehen damit gleich zu unseren Anwälten! Das geht auf keinen Fall! Da sind handfeste Drohungen dabei und man kann einigermaßen erkennen, wo du wohnst!“ sagte Pi schockiert. „Ich weiß Pi! Sonst hätte ich mich doch gar nicht gemeldet!“ erwiderte Tamara mit zittriger Stimme. „Okay, du bleibst Zuhause und lässt niemanden rein und ich kümmer mich um Chris, dass er auch Bescheid weiß. Vielleicht telefonierst du mal mit Salome´, ob sie zu dir kommen kann.“ schlug er vor. „Sie muss arbeiten, soweit ich weiß, aber ich schreib ihr kurz, was los ist. Vielleicht hat sie einen umsetzbaren Vorschlag.“ sagte Tamara. „Gut so Machen wir es.“ sagte Pi und wollte schon auflegen, als er nochmal Tamara´s Stimme hörte. „Danke Pi!“ flüsterte sie. „Gern geschehen. Dafür hat man doch Freunde!“ erwiderte er und legte auf, um gleich danach die Nummer von Chris zu wählen. „Hi Pi! Was gibt es?“ erklang Chris´ Stimme aus dem Hörer. „Wo bist du grade?“ fragte Pi. „Kurz vor Hamburg, warum? Was ist los?“ Chris´ Stimme klang alarmiert. „Man hat dich und Tamara vor ihrer Haustür fotografiert, das Bild ist auf einer der Fanseiten aufgetaucht und es sind einige sehr bedenkliche Kommentare dabei!“ erklärte ihm Pi. „Verdammt! Ist ihre Adresse zu sehen?“ fragte Chris. „Nur sehr vage. Aber wer sich mit Computertechnik auskennt bekommt es hin, sie einigermaßen erkennbar zu machen und wer die Straße kennt, der weiß es ganz schnell. Die Straße an sich ist nämlich sehr gut zu sehen.“ gab Pi Auskunft. „Verdammt, verdammt, verdammt!!! Ich war so glücklich, dass wir endlich alles geklärt hatten, dass ich die Vorsicht komplett außer Acht gelassen habe! Sprich bitte mit unseren Anwälten, dass die gegen dieses Bild und alles drum herum vorgehen! Ich will Tam nicht schon wieder in Gefahr wissen!“ Zum Schluß klang Chris richtig verzweifelt. „Das glaube ich dir sofort! Kann ich dir noch irgendwie helfen, außer mit der Anwaltssache?“ fragte Pi. „Das könntest du. Kannst du sie bitte abholen? Tam will es zwar eigentlich nicht, aber unter diesen Umständen wird sie es wohl machen.“ bat er Pi. „Selbstverständlich! Ich mache mich gleich auf den Weg. Gibt´s du mir bitte ihre Adresse?“ bat dieser und Chris tat es. Nach diesem Telefonat rief Pi bei ihren Anwälten an und veranlasste alles Notwendige, ehe er sich in sein Auto setzte, Tamara´s Adresse in sein Navi eingab und sich auf den Weg zu ihr machte.

Tamara versuchte in dieser Zeit Salome´ zu erreichen, doch sie ging nicht dran. „Wahrscheinlich arbeitet sie grade.“ dachte sie und legte ihr Handy weg. Mit Kaffee und Chips bewaffnet ging sie ins Wohnzimmer und setzte sich auf das Sofa. Erinnerungen kamen in ihr hoch, wie sie und Chris hier gekuschelt hatten und ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Fast konnte sie noch seinen, für ihn typischen Geruch wahrnehmen und sie seufzte tief. Er fehlte ihr schon wieder. Ein leises Klingeln aus der Küche ließ sie aufsehen. „Ach, mein Handy liegt da noch.“ dachte sie, stand auf und ging in die Küche, wo ihr Handy noch munter weiter klingelte. Es war Pi, der anrief. „Hi Pi! Was gibt es noch?“ fragte sie irritiert. „Hi Tam! Ich bin im Auftrag von Chris auf dem Weg zu dir, um dich abzuholen. Chris besteht darauf. Ich wollte dich nur vorwarnen.“ erklang es aus dem Handy. „Okay, ist vielleicht besser… Wann bist du hier?“ fragte sie. „Mein Navi zeigt noch 1 ½ Stunden an. Ich beeile mich!“ erwiderte Pi. „Gut. Ich packe schon einmal meine Sachen. Bis gleich!“ sagte Tamara und hörte noch ein „Bis gleich!“ von Pi ehe sie auflegte.
Sie ging in ihr Schlafzimmer und packte eine Tasche mit den Sachen für 5 Tage. Anschließend tat sie noch die Hygieneartikel dazu und verschloß die Tasche. Dabei fiel ihr Blick auf die Tasche von Chris. „Die kann ich ihm gleich mitnehmen.“ dachte sie und stellte sie neben ihre eigene Tasche in den Flur. Jetzt hieß es warten.
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