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Der Wunsch [OT3]

von Sira-la
Kurzbeschreibung
OneshotFamilie, Freundschaft / P12 / Het
Adalind Schade Cpt. Sean Renard Det. Nick Burkhardt
11.11.2020
11.11.2020
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Hi,
ein weiterer Beitrag zum OT3-Projekt, diesmal grob an Prompt 4 orientiert:
„Wir wollen einen Schritt weiter gehen und eine richtige Familie gründen – aber nur zwei von uns dürfen heiraten und wie genau soll das mit den Kindern aussehen?“
Der OneShot spielt mehr oder weniger nach der Serie, aber die Ereignisse aus Staffel 6 sind so gut wie gar nicht berücksichtigt.
Viel Spaß beim Lesen
Sira

Der Wunsch
„Ich will noch ein Kind.“ Die Worte schwebten unheilvoll zwischen ihnen, auch lange noch, nachdem Adalind das Zimmer verlassen hatte, um nach Diana und Kelly zu sehen.
Nick wusste nicht, was er sagen sollte. Es war nicht so, dass er sich keine weiteren Kinder wünschte, aber in ihrer Familienkonstellation gab es da gewisse Schwierigkeiten. Schließlich war er selbst ein Grimm und hatte dadurch bereits eine Zielscheibe auf dem Rücken.
Ebenso wie Sean, der schweigend neben ihm saß, auch wenn es bei ihm andere Gründe hatte. „Noch ein Grimm oder noch ein Königskind …“, murmelte er da plötzlich, fast, als hätte er Nicks Gedanken gelesen.
„Was führt zu weniger Problemen?“, wollte Nick wissen.
Denn Probleme hatten sie schon genug gehabt. Alleine bis sie sich zu dritt arrangiert hatten – es war nur Diana zu verdanken, die sehr vehement darauf bestanden hatte, dass ihr Daddy und ihr Dad bei ihr lebten. Also waren Nick und Adalind aus dem Loft ausgezogen und mit in Seans neues Haus, das zum Glück groß genug war, dass sie alle ihre eigenen Räume haben konnten. Und irgendwie war es im Laufe der Monate passiert, dass sie mehr geworden waren als nur eine Wohngemeinschaft des Mädchens wegen. Romantische Gefühle für Sean hegte Nick zwar keine, aber zumindest eine tiefe Freundschaft war entstanden. Zwischen Adalind und Sean dagegen sah das anders aus. Es war gewöhnungsbedürftig für Nick gewesen, seine Freundin plötzlich teilen zu müssen, aber er sah ein, dass er ihr nicht das Gleiche bieten konnte, wie Sean. Ein Zauberbiest war einfach ein völlig anderer Liebhaber als ein Grimm, wie Adalind ihm geradeheraus erklärt hatte.
Sean seufzte. „Keine Ahnung“, sagte er leise. „Wir wissen ja noch nicht, welches Erbe in Kelly stärker ist. Eigentlich ist anzunehmen, dass es der Grimm ist, schließlich vernichtet Grimm-Blut Zauberbiester. Eventuell ist er auch ein Kehrseiter. Genträger natürlich, bei seinen Eltern, aber sicher können wir uns erst sein, wenn er deutlich älter ist. Ich hatte meine erste Woge, da war ich zwölf.“
Nick sah zu der Tür, durch die Adalind verschwunden war. „Ich glaube nicht, dass Adalind noch acht Jahre warten will. Und falls er ein Grimm ist … Ich war 29, als es bei mir losging.“
Sean lachte leise auf. „So lange wartet Adalind bestimmt nicht. Vermutlich will sie es sofort.“
„Also, was machen wir?“ Nick sah Sean fragend an.
Dieser zuckte mit den Schultern. „Abwechseln?“, schlug er vor. „Dann entscheidet der Zufall oder das Schicksal oder was auch immer.“
Nick überlegte. „Das Baby wäre nicht so wie Diana, oder?“
Sean schüttelte den Kopf. „Nein. Ihre Macht kommt hauptsächlich von dem Ritual, mit dem Adalind ihre Kräfte zurückerhalten hat. Ein weiteres Kind von Adalind und mir wäre einfach nur ein Hexen- oder Zauberbiest mit königlichem Blut.“
„Gut.“ Nick schwieg eine Weile, dann musste er grinsen. „Wir könnten natürlich auch versuchen, sie zu überzeugen, dass wir gerne jeder noch ein Kind möchten.“
Sean grinste jetzt ebenfalls. „Das wäre vermutlich am geschicktesten“, stimmte er zu.
„Sehr gut.“
Nick sah erschrocken zur Tür. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass Adalind zurückgekommen war, und normalerweise hörte er ihre Schritte immer. „Wie lange stehst du da schon?“, wollte er wissen.
Adalind grinste ihn frech an, kam zum Sofa und setzte sich zwischen die beiden Männer. „Lang genug. Und ich bin absolut einverstanden, von jedem von euch noch ein Kind zu bekommen.“ Sie nahm je eine Hand von Nick und Sean in ihre. „Bleibt nur noch die Frage …“ Sie grinste und Nick schwante Übles. „Wer zuerst?“
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