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Should I Stay or Should I Go

von Rodrin
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Gen
Dirk "Bela B." Felsenheimer
10.11.2020
02.03.2021
9
10.584
1
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10.11.2020 971
 
Es ist ein Abend wie so viel andere Abende davor. Ich bin unterwegs durch die Clubs mit Jason, meinen besten Kumpel, für den ich durch Feuer gehen würde. Er ist mein Beschützer, wenn er bei mir ist, brauche ich mir keine Sorgen machen. Er ist fast zwei Meter große, weder zu muskulös, noch zu dünn und hat eine rote Wuschelmähne, bei welcher man ihn zur Weißglut bringen kann, wenn man diese noch mehr verwuschelt. Was ich aus diesem Grund nur zu gerne mache. Sein Gesicht ist übersät mit Sommersprossen und ähnelt dabei von der Form irgendwie an Benedict Cumberbatch. Er ist wirklich sehr attraktiv, auch wenn er nicht mein Typ wäre. Wir wären eh nie zusammen, da Jason schwul ist. Man sieht es ihm allerdings nicht an und er gibt sich auch nicht so, aber er ist es trotzdem. Ich habe es ihm auch erst geglaubt, als er einen Freund angeschleppt hat. Kennengelernt habe ich ihn bei meinem Studium. Er studiert wie ich Maschinenbau und wir verstanden uns auf Anhieb super. Wir beschlossen daher ziemlich schnell zusammen eine WG zu gründen. Wir verstehen uns immer noch blendend und sind ein Herz und eine Seele.
Wir sind mal wieder dabei, unsere Lieblingsbeschäftigung zu frönen, samstagabends durch die Hamburger Clubs ziehen. Dabei ist unser Ziel nicht, sich schnellstmöglich die Kante zu geben. Nein, dafür waren wir nicht der Typ. Wir beide hassen es, unsere Kontrolle zu verlieren. Wir verbrachten denn Abend damit uns gerade über diese Leute, die ihre Kontrolle verloren haben, lustig zu machen und wenn dabei noch gute Musik läuft, umso besser. Ich weiß, das ist eine sehr seltsame Beschäftigung, aber wir lieben sie. So verbringen wir also auch diesen Abend in einer Disco an einem Tisch, wir beide hassen, tanzen und machen uns über einen Typen lustig, der gerade die seltsamsten Bewegungen auf der Tanzfläche ausübt und dabei kaum noch richtig stehen kann. Ich lache gerade über eine Bemerkung, die mir Jason über eben diesen Typen mitteilt, als sich ein anderer Typ uns gegenübersetzte. So was kam eigentlich nicht oft vor, meistens setzten sich keine Typen zu uns, es sah vermutlich so aus, als wären wir zusammen und Jason kann auch sehr abschreckend sein, wenn er will, sollte sich dann doch mal jemand zu uns verirren. Der Typ, der sich mit seinem Bier an unseren Tisch gesetzt hat, strahlte mich nun breit an. Er ist ein ganzes Stück kleiner als Jason, hat aber eine genauso verwuschelte Haarpracht wie er, welche allerdings rabenschwarz ist. Dabei hat seine Haarfrisur eine starke Ähnlichkeit, mit der von dem einen Green Day Typen. Das faszinierende allerdings sind seine graugrünen Augen, in welche man förmlich versinken kann. Jason neben mir schnaubt schon genervt auf und ist kurz davor, dieses aufdringliche Wesen von unserem Tisch zu verbannen, als ich ihn kurz ansehen, um ihn zu signalisieren, dass er noch warten soll. Ich weiß nicht, aber irgendwie interessiert mich der Typ mit diesen Augen. Er stellt sich darauf kurz darauf als Alex vor und fragt, ob er sich zu uns setzten darf. Der Abend wurde dann auch noch ganz lustig, trotzdem Jason Alex nicht leiden konnte und er dies Alex voll spüren ließ. Diesem scheint das allerdings nicht im Geringsten zu stören, solange ich ihn nur genug Aufmerksamkeit schenke. Zum Schluss bin ich eine Telefonnummer reicher und Jason hält mir auf dem Heimweg eine Standpredigt, was für ein schlechter Typ Alex doch sei und dass ich bloß meine Finger von ihm lassen soll. Natürlich höre ich nicht auf Jason und so bin ich zwei Wochen später mit Alex zusammen, zum Leidwesen von Jason, der Alex immer noch nicht riechen kann. Doch ich mag Alex und da konnte Jason tun, was er wollte. Er ist nett, zuvorkommend und freundlich. Er kann aber auch manchmal sehr von sich eingenommen sein, sein Ego ist wirklich gigantisch. Das ist auch eine Sache, die Jason an Alex nicht leiden kann und zieht ihn daher nur zu gerne damit auf. Ich halte beide möglichst auseinander, was auch ganz gut funktioniert. Alex musste eben damit leben, dass ich gelegentlich Samstagabend nie Zeit für ihn habe. Mein Abend mit Jason lass ich mir nicht nehmen, doch Alex mitnehmen kann ich ja auch nicht. Das einzig Schwierige ist das Jason und ich zusammen in einer WG wohnen, aber auch das ist machbar. Alex hatte eine eigene Wohnung, wir treffen uns also fast ausschließlich nur bei ihm. Seine Wohnung war auch schon echt cool, größer als die von Jason und mir. Ich fragte mich nicht nur einmal, wie er sich das als Student in Hamburg leisten konnte. Aber am besten ist seine Instrumentensammlung. Er hat neben zwei Gitarren und einen Bass auch ein Schlagzeug, welches er ausgezeichnet spielen kann. Bei der Gitarre sah es da anders aus, er kann zwar spielen, aber wirklich gut nicht. Seine Plattensammlung ist auch nicht zu verachten.
In dem Moment war ich mir natürlich noch nicht bewusst, wo das alles hinführen würde. Ich wusste da noch nicht, wer Alex ist. Wen ich durch ihn kennenlernen würde. Den dem Moment war ich einfach nur verdammt glücklich mit Alex und mein Leben lief wirklich perfekt.

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So Leute, das war dann wohl das erste Kapitel und damit geht die Geschichte mit dem Arbeitstitel „ps“ endlich an den Start. Ich freue mich natürlich immer über jegliche konstruktive Rückmeldung von euch und hoffe, das Kapitel hat euch gefallen. Ich werde zunächst alle 14 Tage updaten, wöchentlich schaffe ich leider nicht. Kommen wir nun zum letzten Punkt: Ich suche noch einen Betaleser, der mich tatkräftig unterstützt. Hier natürlich zum einen bezüglich Grammatik und Rechtschreibung, aber auch bezüglich der Handlung. Ab und zu brauche ich schon mal ein wenig Anregung und jemand, mit dem ich mich über die Handlung beratschlagen kann. Meldet euch einfach bei, wenn ihr Interesse haben solltet. Würde mich sehr freuen, wenn ich jemand meiner erbarmt.
 
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