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2020 11 09: Besuch aus der Vergangenheit [by Sira-la]

OneshotFreundschaft / P12 / Mix
Beth Turner Mick St. John
09.11.2020
09.11.2020
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09.11.2020 712
 
Tag der Veröffentlichung: 9.11.
Zitat: „Haben Sie manchmal Déjà-vus?“ (Und täglich grüßt das Murmeltier)
Titel der Geschichte: Besuch aus der Vergangenheit
Autor: Sira-la
Hauptcharaktere: Mick, Beth
Nebencharaktere: OC, Josef
Pairings: Beth/OC, Mick/Josef
Kommentar des Autors:
Eigentlich wollte ich Moonlight für ein anderes Zitat verwenden. Aber dann ist mir diese Idee hier gekommen. Ich hoffe, sie gefällt euch.
Viel Spaß beim Lesen
Sira

Besuch aus der Vergangenheit
„Ist das …?“ Beth unterbrach sich, als der Mann auf der anderen Straßenseite plötzlich wieder verschwunden war.
„Was ist los, Schatz?“ Benedikt, ihr Ehemann, sah sie fragend an und legte einen Arm um sie.
Beth lächelte ihn sanft an. „Ich dachte nur, ich hätte jemanden gesehen, den ich vor langer Zeit einmal kannte.“
Vor mehr als vierzig Jahren, genau genommen. Beth sah noch einmal hinüber zu der Stelle, an der sie eben Mick gesehen hatte. Und sie war sich sicher, dass es Mick gewesen war. Er hatte sich kein bisschen verändert, natürlich nicht. Sie hatten es damals zusammen versucht und für ein paar Jahre war sie sehr glücklich mit ihm gewesen. Aber sie hatten auch ihre Schwierigkeiten gehabt. Der verschobene Tagesrhythmus war im Laufe der Zeit zum Problem geworden. Mick hatte sich wirklich bemüht, sich an ihre Bedürfnisse anzupassen, aber für ihn war es einfach unnatürlich gewesen, die Tage wach zu verbringen. Und die Tatsache, dass er nicht älter wurde, nie älter werden würde, hatte auch nicht wirklich geholfen. Zwischendurch, geblendet von dem starken Gefühl der Verliebtheit, hatte Beth ernsthaft darüber nachgedacht, sich von ihm verwandeln zu lassen. Aber mit der Zeit hatte sie verstanden, dass sie das nicht wollte. Sie wollte kein ewiges Leben. Sie wollte eine Familie, Kinder, einen Ehemann, mit dem sie zusammen alt werden konnte.
Dann hatte Benedikt bei BuzzWire angefangen und irgendwie hatte es sofort gefunkt. Mick war sehr locker damit umgegangen, zu Beths großem Erstaunen, aber auch zu ihrer Erleichterung.
Sie hatten danach Kontakt gehalten, er hatte sie häufig besucht. Aber je älter sie wurde, desto seltener wurden seine Besuche. Ihn heute zu sehen, damit hatte sie überhaupt nicht gerechnet.

Bei einer Parkbank blieben sie stehen. Benedikt gab ihr einen sanften Kuss, bevor er ihr, ganz der Gentleman, der er schon immer gewesen war, half, sich zu setzen.
„Ich gehe uns ein Eis holen, in Ordnung?“ Er lächelte sie an und sie nickte.
Er war erst ein paar Meter gegangen, da setzte sich plötzlich ein anderer Mann neben sie. „Hallo Beth.“
„Mick!“ Sie lächelte ihn an.
Er lächelte ebenfalls. „Das Alter steht dir“, sagte er.
Sie verdrehte leicht die Augen. Dieses fragwürdige Kompliment machte er ihr schon seit Jahrzehnten. „Wie geht es dir?“, wollte sie wissen.
Mick lehnte sich zurück, so dass sein Gesicht im Schatten des nahen Baumes lag. „Ich bin glücklich“, sagte er dann nach einer kurzen Weile des Schweigens.
Auch sie lehnte sich jetzt zurück, musterte ihn aufmerksam. Er wirkte tatsächlich sehr entspannt, viel ruhiger, als er es in den letzten Jahren gewesen war. „Hat sich etwas geändert?“
Er drehte seinen Kopf zu ihr. Seine Augen konnte sie nicht sehen, wie immer am Tag versteckte er sie hinter einer Sonnenbrille. Aber er lächelte strahlend. „Josef“, sagte er nur mit sehr sanfter Stimme. Beinahe liebevoll.
Es dauerte einen Moment, bis sie verstand. „Das wurde aber auch Zeit“, meinte sie dann und grinste. „Ich wünsche euch alles Glück der Welt für eure gemeinsame Ewigkeit.“
Mick nickte, offensichtlich sehr überrumpelt von dem Gesagten.
Sie gab ihm einen sanften Stups gegen den Oberarm. „Es war damals schon deutlich zu sehen, dass er dich ‚mag‘“, erklärte sie ihm. „Ich freue mich, dass ihr endlich zueinander gefunden habt.“ Sie entdeckte Benedikt, der langsam wieder zu ihr zurückkam.
Etwas in ihrem Blick musste sie verraten haben, denn Mick stand auf. „Ich freue mich auch, dass du dein Glück gefunden hast.“
Sie lächelte, blinzelte einmal, und er war verschwunden.
Kurz darauf setzte Benedikt sich an den Platz und reichte ihr eine Eiswaffel. „Wer war das?“, wollte er wissen.
Beth lächelte. „Nur ein Déjà-Vu.“





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine schöne Geschichte zu einem Fandom, das ich mal wieder nicht kenne. Das Zitat kam hier sehr gut zur Geltung.

Eure lula-chan
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