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Bis zum letzten Atemzug

von Maudabey
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
byStegi McExpertDE VeniCraft xTobination
08.11.2020
11.06.2021
68
99.720
5
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11.06.2021 1.017
 
Er kämpfte sich wieder an die Oberfläche und wischte sich über die Augen. Der blauäugige tauchte wenige Meter neben ihm auf. Na warte Tobi. Während dieser noch über ihn lachte, schwamm Stegi auf Tobi zu und fing an ihn zu kitzeln. Zu seinem Leidwesen wusste er leider sehr genau, wie er Tobi ärgern konnte. Dieser fing laut an zu lachen und wand sich unter Stegis griff hin und her. Für den Moment wollte er ein für alle mal in Ruhe gelassen werden. Keiner sollte ihn Ärgern. Er wollte einfach mit Tim kuscheln. „ Bitte Stegi lass mich. Ich hör auch auf, versprochen.", japste sein Freund verzweifelt. Da Tobi am Bauch besonders kitzelig war, ließ er seine Hände dahin wandern. Somit stiegen die Chancen, dass er schneller nachgab und ihn wirklich in Ruhe ließ. Tobi fing an zu zappeln, wehrte sich mit allem was er hatte gegen Stegi. „ Lässt du mich jetzt in Ruhe? Sonst wiederhol ich das ganze hier noch mal. Und so schnell lass ich dich das nächste Mal nicht in Ruhe.", drohte Stegi ihm. Diesmal würde er diese Drohung wahr machen. Tobi war das klar und er würde alles tun, um hier raus zu kommen. „ Is gut, is gut nur lass mich jetzt bitte!", lachte Tobi mit Tränen in den Augen. Zufrieden grinsend ließ Stegi von ihm ab. Sofort wand Tobi sich von ihm ab und brachte Abstand zwischen sie. Tims Arme schlangen sich von hinten um ihn, zogen ihn näher an sich, sodass er sie beide über Wasser hielt. „ Du solltest Tobi nicht zu sehr ärgern, sonst leidest du heute und morgen gleich mit.", hauchte Tim ihm ins Ohr. Als wenn er das nicht selbst wüsste. Es war ihm aber relativ egal. Sollte Tobi ihn ruhig ärgern. Irgendwann bekam er das alles zurück. Solange Rafi ihm nicht half und es fair blieb, hatten sie ja beide Spaß daran. „ Kann ich ein wenig schwimmen, ohne dass mich jemand taucht? Ich brauch ein bisschen Bewegung, sonst schlaf ich wieder ein.", fragte Stegi, sodass ihn jeder hören konnte. Langsam kam die Müdigkeit in ihm wieder hoch und wenn er nichts dagegen tat, schlief er in kürze wieder. Dann würde man ihn heute definitiv nicht mehr aus dem Bett bekommen. Wahrscheinlich morgen auch nur bedingt. Da musste Tobi ihn wirklich schon mit was gutem locken, damit er aufstand. „ Ach komm, tauchen macht auch wach. Kann ich dir gerne beweisen." Der Kommentar kam von Tobi und er war ihm auch schon wieder gefährlich nah. Und er kam ihm noch näher. Tim schwamm schützend vor ihn und fing Tobi ab. Statt ihn zu kitzeln, tauchte er ihn jedoch. Mittlerweile sollte das Verhältnis zwischen ihnen wieder so gut sein, dass Tobi es ihm nicht übel nahm, oder feindlich wurde. Plötzlich wurde Stegi wieder leicht nach unten gezogen, er entkam aber gerade so den Händen, die sich um seinen Knöchel geschlossen hatten. Der Logik halber konnte es nur Rafi sein, dem er gleich mal Wasser ins Gesicht spritzte, als er oben war. Genauso schnell hatte er auch eine Ladung Wasser im Gesicht und zwar von Tim. Dabei hatte er gehofft wenigstens vor ihm sicher zu sein und seine Hilfe zu bekommen. „ Rafi hilf mir bitte.", bat der blonde lachend und schwamm auf Tim zu. Alleine bekam er diesen nicht getaucht, dass wusste er schon. Umso überraschter war er, als dieser auf einmal unter Wasser war. Nur kurz später wurde er selbst von Rafi getaucht. Kaum war er oben, spritzte ihm schon wieder jemand nass, wogegen er sich sofort wehrte. So entstand eine wilde Wasserschlacht zwischen ihnen. Sie mussten alle unglaublich viel lachen, hatten einen mords Spaß dabei. In der gesamten Zeit hatte Stegi endlich wieder das Gefühl, dass alles so wie früher war. Noch viel wichtiger war aber, dass er sich endlich zuhause fühlte. Angekommen zwischen seinen Liebsten und nicht mehr der einsame Wolf, der von allen verstoßen wurde. Als die Sonne langsam am untergehen war, beschlossen sie wieder raus zu gehen. Tobi dicht an seinen Freund gedrückt. Wieder merkte man die enge Verbindung der beiden. Sie würden alles füreinander aufgeben, wenn es sein musste, solange sie zusammen bleiben konnten. Tim wuschelte ihm nur durch die Haare und ließ sich dann auf seinem Handtuch nieder. Kurzer Hand setzte sich Stegi zwischen seine Beine und lehnte sich an Tims Brust. Solange er sich wohl fühlte, war alles für ihn ok. Wenn Rafi eigenständig was erfuhr, würde er einfach einmal den Mund aufmachen müssen. „ Ihr zwei seid echt süß zusammen. Ich hoffe wirklich für euch beide, dass ihr euch bald binden werdet." Da ging sie dahin, die fröhliche Stimmung. Stegis Mundwinkel zogen sich augenblicklich nach unten. Wieso den ausgerechnet wieder das Thema. Hättest es nicht was anderes sein können? Egal was, es war besser als das Thema. Eigenständig bekam er doch den Mund nicht auf. Es würde wieder nur um den heißen Brei geredet werden. Wenigstens holte Tim ihn aus der Situation raus, bevor Rafael weiter darin rum stocherte. „ Du Stegi braucht einfach noch ein bisschen. Ich will ihm da nicht stressen. Den Fehler hab ich schon einmal gemacht und er hatte fatale Folgen. Ich hab mir geschworen, niemals wieder so unüberlegt und dumm zu handeln. Gerade Stegi gegenüber nicht. Noch mal tu ich nicht an." Letzteres hauchte er so leise, dass nur Stegi es hören konnte. Tim war wirklich extrem süß zu ihm. Wenn er gekonnt hätte, würde er Tim jetzt küssen, aber Rafi hielt ihn wie so oft schon zurück. Seine Stimmung sank trotz des überaus niedlichen Kommentars bis zum Tiefpunkt, während sein schlechtes Gewissen Rafi gegenüber wieder stieg. Morgen musste er dieses Thema endlich aus dem Weg schaffen. Sonst drehte er selbst noch durch und Rafael verzweifelte wahrscheinlich. Denn er belastete damit nicht nur sich selbst, sonder auch die anderen. Er spürte, wie sich eine Hand, am wahrscheinlichsten Tims auf seinen Oberschenkel legte und strich beruhigen über seine Haut. Man merkte ihm wohl an, dass dieses Thema ihn wieder mal beschäftigte. Beruhigen tat er sich dadurch aber kein bisschen. Warum wurde ihm alles im Bezug auf dieses Thema nur so schwer gemacht?
 
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