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Die römische Sklavin

von Franzpanz
KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18
07.11.2020
21.11.2020
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21.11.2020 1.402
 
Die Sonne stand schon nicht mehr so hoch und ein weiterer Windzug bereitete ihr eine zweite  Gänsehaut, was sie frösteln ließ. Oktavian spürte dies und schlang seine Arme ganz eng um sie, um sie etwas aufzuwärmen.
Da standen sie nun, er hinter ihr stehend und sie fest umarmend, sie herzklopfend und still, um die Situation nicht gefährden zu wollen. Sie versuchte seine Umarmung in sich aufzusaugen, es tat so gut einem Menschen so nah zu sein, vor allem nachdem, was sie die letzten drei Monate erlebt hatte.
Eine Träne ran ihr langsam die Wange herab.
Der Drang auch ihn zu berühren, wurde immer größer und so nahm sie ihre Arme hoch, so weit es seine Umarmung zuließ, und drückt seine Arme. Diese verstärkten den Druck.
Weitere Tränen lösten sich und liefen ihr Gesicht hinab, tropften auf seine Haut.
Nun spürte sie wie er sich von ihr zu lösen begann, aber nur um sie zu sich umzudrehen, um sie anzusehen. Kaum traute sie sich seinen Blick zu erwidern, aber sie tat es dennoch. Als sie so die Augen aufschlug, löste sich wieder eine Träne.
Er nahm ihren Kopf in beide Hände und sie blickten sich eine kurze Zeit in die Augen, als er sich vor beugte, um ihr die Träne wegzuküssen. Ihr Puls ging nach oben und die Röte stieg in ihr Gesicht. Er blickte sie wieder an und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, um sich die salzige Flüssigkeit wegzulecken. Das sah so verführerisch aus, dass sie ihren Mund leicht öffnen musste und laut ausatmete. Sie konnte ihren Blick gar nicht mehr von seinen Lippen lösen, sodass ein kleines Grinsen über eben diese huschte. Langsam beugte er sich zu ihr hinüber und küsste zärtlich über ihre Wangen, welche noch feucht von ihren Tränen waren. Gemächlich arbeitete er sich in Richtung ihres Mundes, welchen er erst ganz vorsichtig zu küssen begann.
Mit rasendem Herzen und ziehender Mitte genoß sie seine kleinen Küsse auf ihrem Gesicht und empfand den Moment, indem er sie auf die Lippen küsste, als befreiend. Endlich geschah das, was sie bereits seit dem ersten Mal als sie ihm begegnet war, ersehnt hatte. Sein Lippen fühlten sich so weich an, seine Haut roch so gut, seine Hände waren so stark. Ihre Knie wurden regelrecht weich, als ihr gewahr wurde, was gerade geschah. Auf keinen Fall durfte es enden!
Nun schlang auch sie ihre Arme um seinen Hals und baute mehr Druck auf den Kuss aus, sodass er intensiver wurde. Sie begannen ihre Zungen einzusetzen, was die Leidenschaft beider noch mehr steigerte. Immer noch hielt er ihren Kopf wischen seinen Händen, streichelte mit seinem Daumen über ihre Wange, strich über ihre Lippen und presste sie dann noch enger zu sich heran. Das Verlangen wurde immer größer, die Küsse immer intensiver. Er fuhr mit seiner einen Hand ihren Körper langsam entlang, konnte alles durch den dünnen Stoff ihres Gewandes spüren. Dabei entfuhren ihr kleine Luststöhner. Die Küsse waren so wild, dass sie fast schon außer Atem war. Aber sie wollte mehr.
Mit beiden Händen stemmte sie sich gegen ihn, drückte sich sachte ab und ging zwei Schritte zurück. Etwas erstaunt und fragend blickte er sie an, denn er verstand ihren plötzlichen Einhalt nicht. Ihm tief in die Augen blickend und vor Erregung bebend zog sie die Träger ihres Gewandes hinunter und ließ dieses im Ganzen auf den Boden fallen. Sie war nackt darunter.
So präsentierte sie sich den geweiteten Augen von Oktavian, der ihren Anblick zu genießen schien. Sie verspürte keinerlei Scham, ganz im Gegenteil, seine Blicke erregten sie und nun wollte sie ein bisschen spielen. Mit kleinen Schritten ging sie rückwärts in Richtung des marmornen Geländers, bei dem alles begonnen hatte. Mit ihrem Zeigefinger signalisierte sie ihm ihr zu folgen, was er sogleich tat.
Mit drei großen Schritten war er schon bei ihr und begann mit heißen Atem ihren Hals hinab zu küssen. Sie warf ihren Kopf nach hinten, um ihm mehr Fläche zu geben und stöhnte leise auf. Seine Hände drückten sie an sich, fuhren ihren Rücken entlang bis hinunter zu ihrem Po, welchen er mit Kraft zu massieren begann. Sich am Geländer anlehnend und seine Küssen und Massage genießend, nestelte sie an seiner Toga herum, um den muskulösen Körper des Mannes frei zu legen. Nun war es an ihm ein paar Zentimeter zwischen sie zu bringen, denn auch er entledigte sich seines Gewandes unter ihren lüsternen Blicken.
Sein Körper war überseht mit Kriegsverletzungen und Narben aller Art. Auf seiner straffen Brust zeichneten sich Messerabschürfungen ab, die teilweise sehr tief gegangen sein mussten. Sie konnte gar nicht glauben, dass dieser feine Mann so ein Krieger war und mit seinen Männern auf dem Feld kämpfte. Ein Schauer durchfuhr sie bei dem Gedanken.
Mit ihren Fingerspitzen strich sie ganz zärtlich über seine Narben, fuhr seinen harten Bauch hinunter und wanderte dann in Richtung seines Schrittes. Als sie ihr Ziel erreicht hatte und anfing seinen Penis mit ihrer Hand zu stimulieren, packte er sie wieder und küsste sie ganz wild. Mit einer Hand umklammerte er ihr Genick, mit der anderen knetete er ihre Brust und spielte an ihrer Brustwarze. Sie warf ihren Kopf erneut nach hinten, hörte aber nicht auf seinen Penis, nun schneller werdend, zu verwöhnen. Bevor er zu seinem Höhepunkt kommen konnte, drehte er sie mit einem Mal um und presste sie gegen sich. Während sie auf die ganze Stadt blicken konnte, fuhr seine Hand zwischen ihre Beine und streichelte ihren Kitzler, die andere beschäftigte sich wieder mit ihren Brüsten. Die Vorstellung jemand könnte sie sehen und sogar beobachten, heizte sie noch mehr an.
„Oh, Amelia, du fühlst dich so gut an“, raunte er in ihr Ohr.
Mit diesen Worten überkam sie eine erste Woge eines Höhepunktes, der sie etwas in die Knie sacken ließ. Ohne voneinander abzulassen dreht sie sich wieder um und lehnte sich etwas provokant gegen die erhöhte Balustrade des Balkons. Mit einem Arm hielt er sie fest um die Hüfte umschlungen, mit dem anderen Arm umklammerte er ihren Po und hob sie mit einem Ruck hoch. Sie umfasste seinen Hals und wartete auf die Erlösung ihn endlich in ihr zu spüren. Diese ließ nicht lange auf sich warten. Mit etwas Hilfe ihrerseits drang er langsam in sie ein. Ohne sie dabei aus den Augen zu lassen, ließ er sich Zeit und bewegte sich erst rhythmisch als er sie komplett ausfüllte. Nun konnte und wollte sie ihre Lust nicht mehr zügeln. Die Sonne, der Wind, dieser schöne, erotische Mann – das erste Mal seit Monaten empfand sie das Gefühl von Freiheit und vergaß alles, was passiert war. Sie bewegten sich immer schneller und während er an ihren Brustwarzen knabberte, überkam sie die zweite Woge eines Orgasmus, der ihren Körper erzittern ließ. Auch Oktavian ließ sich von ihr mitreißen und so sackten beide kurz darauf erschöpft zusammen.

Viele Minuten später erst holte sie die Realität wieder ein. Sie versteifte sich und jedes Fünkchen Selbstbewusstsein entschwand in sekundenschnelle aus ihrem Körper. Nach ihrem Gewand Ausschau haltend und sich alle möglichen Strafen ausmalend, stieg die Schamesröte in ihr auf. Oktavian spürte ihre körperliche Veränderung und umschlang sie nur noch fester.
„Bitte, bleib“, hauchte er in ihr Ohr.
„Aber ich bin nur eine Sklavin, und Sie sind – Ihnen gehört Rom!“, stieß sie nur hervor.
Panik machte sich breit: „Oh nein, mein Herr wird mich umbringen! Die Haut wird er mir abziehen!“
„Still, Amelia!“ Oktavian packte sie an beiden Armen und zwang sie ihm ins Gesicht zu schauen.
Mit glasigen und vor Angst geweiteten Augen starrte sie ihn an.
„Aber ich bin doch nur eine Sklavin“, flüsterte sie.
„Ich verspreche dir, dass du keinen Schritt mehr in das Haus des Tullius Sextinus machen musst,“ gab er mit fester Stimme zurück. „Und wenn es mich ganz Gallien kosten wird dich ihm abzukaufen!“  
Sie sah ihn ungläubig an: „Wirklich?“
„Ja, wirklich“, er nahm wieder ihren Kopf in seine Hände und küsste sie voller Leidenschaft...





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Einen schönen guten Abend wünsche ich euch!
Schön, dass ihr auch beim dritten Teil dieser kleinen Geschichte dabei ward und natürlich hoffe ich auch, dass euch das Ende gefällt.
Irgendwie habe ich sehr Gefallen daran gefunden eine Szenario im Alten Rom zu beschreiben, so dass ich das Ende relativ offen gehalten haben, damit ich gegebenenfalls noch einen zweiten Strang dazu schreiben kann.
Lasst mich gerne wissen, was ihr von einem zweiten Teil haltet und natürlich auch, wie ihr die Geschichte generell fandet.

Fühlt euch gedrückt und bis bald!
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