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Zeit für Überraschungen

von PuneM699
OneshotFamilie, Liebesgeschichte / P12
Darkwing Duck / Eddie Erpel Kiki Erpel OC (Own Character)
07.11.2020
07.11.2020
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07.11.2020 8.700
 
Hallo liebe Leser!
Lange hat es ja nicht gedauert, dass ich mit einer weiteren Darkwing Duck Story um die Ecke komme ^^‘
Zugegeben, der heldenhafte Erpel hat mir nach Abschluss des letzten Kapitels sehr gefehlt und nach der Special Episode der Ducktales war mir klar:
Das was mir seit meiner Kurgeschichte im Kopf rumschwirrt, muss raus, also hab ich mich kurzerhand für ein Special One Shot entschieden.

„Zeit für Überraschungen“ spielt einige Monate nach meiner Kurzgeschichte „Die Zeit ist gekommen“.
Es ist also ratsam diese vorerst zu lesen, falls ihr das eh nicht schon getan habt ;)
Aber auch so seit ihr herzlich Willkommen bei dieser kurzen Story! Also kommt ran und schaut rein.
Viel Spaß!


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Einige Monate sind vergangen, seit der großen Explosion in Gasolin Bay. Der Winter hat St. Erpelsburg eingeholt.
Es ist Nachts, als jemand, auf unnormale Art und Weise, das Krankenhaus betritt. Um genauer zu sein das Büro einer Ärztin. Diese sitzt gerade an ihrem Laptop und schreibt an einem Arztbericht, als vor ihrem Schreibtisch blauer Rauch auftaucht.
„Ich bin der Schrecken der die Nacht durchflattert. Ich bin deine tägliche Stippvisite. Ich bin...“, der Rauch verfliegt langsam und die Ente mit dem Kittel zieht eine Augenbraue hoch und lässt ihren Besucher weiter ausreden. „...verletzt und brauche deine Hilfe“, beendet Darkwing seinen Auftritt und lächelt dabei verschmitzt.
„Echt jetzt? Schon wieder, Eddie?“, seufzt Veronica und erhebt sich von ihrem Platz. Sie geht auf ihn zu, während er sich am Hinterkopf kratzt.
„Ja weißt du, es ist momentan viel los hier. Es ist die dunkle Jahreszeit und Weihnachten steht vor der Tür“, erklärt er ihr. Derweil sucht sie ihn schon ab.
„Wer war’s denn diesmal?“, möchte sie wissen und entdeckt dabei am Rücken etwas.
„Buxbaum und seine Tannenbaum Armee“, klärt er auf.
„Oh ja, ich sehe es schon. Die haben aber keine normalen Nadeln“, fällt ihr auf und zieht eine aus seinem Rücken.
„Au!“, zuckt Eddie zusammen und beguckt sich zusammen mit ihr die scharfe, spitze Nadel.
„Ok. Mach dich schon mal oben rum frei. Ich hole eben das nötigste“, „Ich soll was?!“, reißt der Held die Augen auf und merkt wie warm ihm wird.
„Du sollst dich oben rum frei machen, sodass ich die Nadeln entfernen kann. Ich meine ich kann die auch drin lassen. Dann musst du halt auf dem Bauch schlafen. Mir soll’s egal sein“, zuckt sie mit den Schultern. Das ist so typisch Veronica. Diese Ente fackelt nicht lange und macht Nägel mit Köpfen.
„Ok, ok, ich hab’s verstanden. Mache ich, Fr. Dr. Buntflügel“, resigniert er.
„Geht doch, Herr Erpel. Ich komme sofort wieder“, sagt sie noch und macht sich just auf die Socken. Währenddessen leistet er ihr Folge, macht sich frei und setzt sich auf das Sofa, was bei ihr im Zimmer steht. Es dauert auch nicht lange, da ist die Doktorin auch wieder im Raum. Sie richtet alles für den kleinen Eingriff ein und setzt sich dann hinter ihn. Bevor sie überhaupt ihre Handschuhe anzieht, schaut sie sich das Ausmaß erstmal an. Dabei legt sie ihre rechte Hand auf seinen Rücken. Als Eddie das spürt, muss er etwas lächeln. Sie fühlt seine weichen Federn und muss sich selber gestehen, dass es ihr gerade sehr schwer fällt, sich zu konzentrieren.
„Bist du eingeschlafen oder was ist los?“, lacht Darkwing etwas, nachdem etwas Zeit vergangen ist, seit sie hinter ihm sitzt.
„Oh nein. Tut mir leid. Es ist nur...“, sie stoppt ihren Satz und zieht sich Handschuhe an.
„Es ist nur was?“, runzelt der Patient seine Stirn und ist auf ihre Antwort gespannt. Doch sie sagt nichts mehr. Sie greift nach einer Pinzette und macht sich langsam ans Werk. „Vicy, was ist los?“, möchte er immer noch wissen, aber nicht um seine Neugier zu stillen, sondern weil es ihm wichtig ist. Seit dem langen Krankenhaus Aufenthalt und seit dem ihre Kinder in Entenhausen am studieren sind, haben die zwei viel Zeit miteinander verbracht.
„Ich mach’ mir Sorgen um dich. Du bist ja schon fast jede Woche hier, um dich verarzten zu lassen“, rückt sie endlich mit der Sprache raus.
„Das ist nun mal mein Berufsrisiko. Das weißt du doch“, sagt er lapidar.
„Ich weiß, aber ich kann’s halt nicht abstellen, dass kannst du dir sicher denken oder?“, redet sie weiter über ihre Gefühle.
„Aber ich kann nicht einfach aufhören Darkwing Duck zu sein. St. Erpelsburg braucht ihn, dass kannst du dir sicher auch denken“, erklärt er sich.
„Ich weiß, Eddie, aber versprich mir bitte das du in Zukunft besser auf dich aufpasst, ja?“, bittet sie ihn mit besorgter Mine. Auch Eddie guckt so drein, nachdem sie so offen zu ihm gewesen ist.
„Ich verspreche dir das ich mir Mühe gebe“, geht er darauf ein.
„Danke“, lächelt sie zufrieden und zieht die nächste Nadel raus. Darkwing zieht scharf die Luft ein und pustet diese langsam wieder aus, bevor er den nächsten Satz anfängt.
„Wie wär‘s endlich mal mit einem Essen. Bei mir. Ich koche auch für uns. Ich möchte mich auch mal erkenntlich zeigen“, schlägt er ihr vor, doch das nicht zum ersten Mal. Veronica atmet laut aus.
„Ach Eddie, wie oft hatten wir das schon vor und kurz davor ist immer ein Verbrechen gewesen und du musstest los“, ist sie pessimistisch das es diesmal klappen wird, gerade weil so viel los ist.
„Nein, diesmal wirklich. Versprochen!“, gibt er ihr das nächste Versprechen, doch selbst das stimmt die Ärztin nicht um.
„Wie willst du das denn machen? Alle Diebe bitten nichts zu machen für einen Abend? Ich meine selbst Quack ist nicht da“, „Ja ich weiß, es ist stressig und das Personal knapp“, täuscht der Held ein Lachen vor. Die Lage scheint momentan aussichtslos zu sein. Es herrscht kurz Stille, bis Veronica diese bricht.
„Ich hab die Idee! Wie wär’s wenn du jemanden bittest, der für einen Abend dein Job übernimmt? Zum Beispiel die Krachbumm-Ente“, schlägt sie vor. Eddie hingegen traut seinen Ohren kaum. Er soll die Krachbumm-Ente um Hilfe bitten? Langsam dreht er sich zu ihr um und guckt sie entsetzt an.
„Die Krachbumm-Ente bitten auf meine Stadt aufzupassen?! Niemals! Du weißt ganz genau das ich diese nervige Konservendose nicht leiden kann!“, wettert er los. Sie hingegen guckt ihn böse an. Sein Egoismus ist manchmal sehr anstrengend, aber sie weiß mittlerweile damit umzugehen.
„Tja, dann kann dir unser Essen ja nicht so wichtig sein“, kommt von ihr in einem vorwurfsvollen Ton. Sein entsetzter Blick wechselt zu einem hilflosen. Jetzt hat sie ihn.
„Was? Nein! Ich meine doch. Doch das Essen ist mir wichtig, aber...“, „Aber?“, hakt sie nach.
„Wir reden hier von ihm. Ich meine...“, stottert er leise drauf los.
„Du würdest das nicht mal mir zuliebe tun?“, bohrt sie weiter. Ja, sie weiß wie man ihn bekommt. Er schaut in ihre grünen hübschen Augen und gibt nach.
„Jaaaa ok. Ich frage bei ihm an“, seufzt er laut und dreht sich wieder von ihr weg, damit sie ihn weiter behandeln kann.
„Danke“, grinst die Ärztin triumphierend. Eddie kann es nicht sehen, aber er kann es förmlich spüren.
Kurze Zeit darauf hat sie alle Fremdkörper entfernt und verbindet seinen Oberkörper. In der Zeit in dem sie das medizinische Besteck wegbringt, zieht der Held wieder sein Outfit an. Er schließt den letzten Knopf an seinem Jackett, als sie wiederkommt.
„Nochmal danke für deine Hilfe“, bedankt der Verletzte sich bei ihr.
„Das ist nun mal mein Job“, lächelt sie ihn an. Dann geht sie auf ihn zu und nimmt seine Hand. Er guckt erst auf diese, anschließend aber zur Ärztin. „Ich weiß das dir das viel Überwindung kostet, aber ich hätte wirklich gern mal ein Abend mit dir“, sagt sie ehrlich und Eddie verspürt wieder diese Wärme in seinem Gesicht. Das sie diesem nun auch noch sehr nahe kommt, macht es nicht besser. Ganz im Gegenteil, sein Herz schlägt nun auch schneller. Mit ihrem Schnabel an seinem Ohr flüstert sie ihm noch was zu. „Und du wirst es überleben“.
„Ja, ich denke das werde ich“, murmelt er leise und irgendwie nervös. Plötzlich geht ihr Pieper los. Sie weicht etwas von ihm zurück und guckt darauf.
„Ein Notfall. Ich muss los“, offenbart sie leicht enttäuscht und lässt seine Hand los.
„Ok, ja dann... ich regle alles und gebe dir Bescheid“, sagt er noch zum Schluss. Sie lächelt warmherzig.
„Pass auf dich auf, Darkwing“, zwinkert sie ihm noch zu und verlässt dann den Raum.
„Na dann wollen wir mal ein super tolles Telefonat führen gehen, wenn er nicht schon längst schläft“, spricht er mit sich selber und verlässt dann ungesehen das Gebäude.

Einige Tage später:

Veronica ist mit ihrer Kollegin und guten Freundin Betsy in der Kantine, zum Mittagessen. Zwei weitere Krankenschwestern stoßen dazu und setzen sich zu der Ente und der Gans.
„Hey ihr zwei, habt ihr Lust heute Abend eine Runde durch die Stadt zu ziehen?“, fragt Bianca von Veronica‘s Station.
„Sehr gern, aber ich kann nicht“, antwortet die Ärztin, wirkt dabei aber nicht mal enttäuscht oder dergleichen.
„Hast du heute eine Doppelschicht oder wie?“, hakt die andere Schwester, Namens Franka, nach.
„Nein, Vicy hat heute ein Date“, mischt sich Betsy, breit grinsend, ein.
„Ein Date?“, platzt den beiden wir im Chor hervor.
„Mit Eddie?“, flüstert Franka schon fast, während sie dabei halb auf den Tisch zu ihr rüber kriecht.
„Ja, mit wem denn sonst“, antwortet die errötete Ente kurz.
„Diesmal wirklich? Ich weiß ja nicht. Ich meine versucht ihr das nicht schon seit... wie lange?“, ist Bianca‘s Euphorie schon wieder abgeklungen. Sie hat die anderen Versuche öfters mitbekommen, im Gegensatz zu ihrer Sitznachbarin.
„Drei Monate“, seufzt die im Kittel und jagt dabei ein paar Erbsen mit ihrer Gabel über den Teller.
„Woran ist es denn immer gescheitert, wenn ich mal fragen darf?“, möchte Franka gerne mal wissen.
„An seiner Arbeit“, antwortet nicht Veronica selber, sondern das übernimmt die Blonde Ente Bianca für sie. Ihr Ton ist dabei etwas abwertend.
„Ja aber dafür kann er nichts. Es ist momentan einfach viel zu tun. Er arbeitet sehr hart“, verteidigt Veronica ihn, aber mit ruhiger Stimmlage. Findet sie es ja selber schade, dass er ihr jedes Mal absagen musste. Das ist vielleicht auch der Grund, warum sie sich auf den heutigen Abend auch noch nicht so freuen kann, weiß sie nicht ob es bei der Verabredung bleibt. Auch wenn Eddie sich um alles gekümmert hat, kann sie es erst glauben, wenn sie bei ihm ist.
„Wenn ich mal ehrlich sein darf, frag ich mich was du so toll an ihn findest. Ich meine man kann sich ja kaum auf ihn verlassen und so ein bisschen selbstverliebt ist er auch, finde ich“, lehnt sich die Blondine zurück und denkt an die Zeit zurück als er noch im Krankenhaus stationiert gewesen ist. Dabei schaut sie auf ihre Vorgesetzte, die das Grinsen anfängt.
„Oh ja, er ist schon ein Egomane, aber glaub mir, er hat auch ein ganz großes Herz, kümmert sich um andere und man kann sich auch auf ihn verlassen“, erklärt die Ärztin und Betsy steigt mit ein.
„Das stimmt“, zeigt sie mit dem Finger auf und führt fort. „Gerade heute ist Vicy‘s Auto nicht angesprungen. Er hat sie, trotz der langen Nachtschicht, zur Arbeit gebracht“.
„Oh stimmt, ich hab euch heute morgen noch gesehen. Er sah verdammt fertig aus“, erinnert sich Franka, die mit ihrem Dutt sehr streng aussieht.
„Der sah nicht nur so aus, der war es auch“, lacht Veronica.
„Vielleicht irre ich mich ja auch. Ich wünsche dir, dass es bei heute bleibt“, drückt die skeptische in der Runde ihrer Kollegin die Daumen. Die Doktorin bedankt sich und wendet sich dann an Betsy.
„Bleibt das denn dabei das du mich heute Abend zu ihm fahren kannst?“, „Ja sicher. Ich möchte ja nicht das er euer Essen anbrennen lässt, nur weil er dich abholt“, zwinkert sie ihr zu.
„Super. Danke. Nach Hause bringen wird er mich dann später“, gibt sie ihr Bescheid, dass sie sie nicht abholen muss. Doch anstatt eines einfachen Nicken, ist da wieder ein breites Grinsen auf ihrem Gänseschnabel.
„Süße, meinst du wirklich du wirst heute Abend nach Hause wollen?“. Gespannt gucken die anderen beiden, die dazu gestoßen sind, auf die Single Mutter, während ihr in der Zwischenzeit ungewollt warm wird.
„Ja sicher. Ich hatte nicht vor dort zu bleiben. Wir essen gemütlich zusammen und das war’s“, räuspert sie sich und versucht entschlossen rüberzukommen. Das bringt die drei anderen zum lachen. „Nein, jetzt mal im Ernst. Ja ich find ihn toll, dass wisst ihr ja. Allerdings hab ich keinen Schimmer ob er auch so empfindet“, stellt sie klar.
„Ach papperlapapp! Also wenn er nichts von dir will, dann fress ich ein Besen!“, schnattert die ältere Gans los und trinkt, kopfschüttelnd, was aus ihrem Keramikbecher. Für sie ist das ganze schon unter Dach und Fach und das schon, seit der Erpel noch ihr Patient gewesen ist.
„Betsy hat recht. Warum sollte er dich sonst zum Essen einladen?“, wundert sich die mit dem Dutt.
„Er wollte sich revanchieren“, antwortet sie nur kurz und knapp. Dabei legt sie ihr Besteck zur Seite und nippt, genau wie ihre Sitznachbarin zuvor, an ihrer Tasse.
„Aber wofür?“, lässt Franka nicht locker. Ja wofür? Sie kann denen doch nicht die Wahrheit sagen. Damit wäre das Geheimnis um Darkwing Duck gelüftet und das Vertrauen zwischen den beiden zerstört.
„Naja, halt für alles. Die Behandlung, dass er beim Abschluss mit dabei sein konnte und und und. Ich hab ihn halt hier und da mal unter die Arme gegriffen“, kramt sie schnell ganz andere Gründe dafür hervor und ist im gleichen Moment froh, dass ihr das eingefallen ist.
„Besser spät als nie oder wie sagt man?“, lächelt Franka, die das irgendwie süß findet.
„Genau so ist es. So meine Lieben, ich muss euch leider verlassen. Ich muss heute schließlich pünktlich Feierabend machen“, steht sie auf und nimmt das dreckige Geschirr in beide Hände.
„Leider? Du bist doch froh das wir dich jetzt nicht mehr weiter ausquetschen können“, lacht Betsy, worauf sie von Veronica nur ein ‚richtig!‘ als Reaktion bekommt und dann geht.

Ein paar Stunden später klingelt es an der Tür der Alleinerziehenden Mutter. Es ist Betsy die vor ihrer Tür steht. Als ihr diese aufgemacht wird, sieht sie eine etwas zerstreute Veronica.
„Was ist denn mit dir los?“, fragt sie lachend, hat sie ihre Freundin so noch nicht erlebt.
„Ich weiß nicht was ich anziehen soll“, antwortet sie resignierend in einem genervten Ton.
„Was sollst du schon anziehen? Einfach Casual und gut. Ihr seid doch bei ihm. Ihr geht doch nicht aus“, rät ihr die Gans und watschelt der Ärztin in ihr Schlafzimmer hinterher.
„Meinst du?“, guckt die Ente ihre Freundin unsicher an.
„Ja sicher. Ich glaube nicht das er da gleich im Smoking steht“, muss sie wieder etwas lachen. Veronica wendet sich von ihr ab und guckt in ihren offenen Schrank.
„Du hast recht“, stimmt sie dann zu.
„Alles gut mit dir?“, „Ich... ich bin tatsächlich etwas nervös“, offenbart sie und schmeißt ein Oberteil nach dem anderen auf ihr Bett, worauf sich die ältere Gans schon gesetzt hat.
„Aber ihr habt euch doch schon öfters getroffen. Gerade jetzt, nachdem die Kids weg sind“, „Ich weiß. Ich weiß, aber das ist irgendwie anders“, schnauft sie und zieht sich eine rot, weiß und dunkelblau karierte Bluse, über ihre schwarze Hose, an. Ihre Haare trägt sie offen und diese sind ganz eben gewellt.
„Wieso anders? Hast du doch vor bei ihm zu bleiben?“, grinst Betsy kess.
„Ja. Nein. Ach ich weiß nicht. Ich weiß gefühlt gar nichts mehr“, gibt sie zu. Ihr Kopf ist einfach voll und mit der Situation etwas überfordert, hätte sie wirklich nicht gedacht, dass es zu diesem Abend jemals kommen wird.
„Also doch. Am liebsten willst du bei ihm bleiben, aber was hindert dich dran den nächsten Schritt zu tun? Du bist doch sonst immer so entschlossen“, erkennt die Gans die Ärztin kaum wieder. Bei der Frage beobachtet sie ihre Freundin, wie sie sich neben ihr auf das Bett setzt.
„Die Kinder hindern mich“, verrät sie nun endlich und die Krankenschwester versteht sofort.
„Aaaaah. Ja gut, dass ist echt eine komische Situation, da gebe ich dir recht, aber meinst du die werden da was dagegen haben? Ich meine Tim ist so ein lieber junger Erpel. Ich glaube er freut sich darüber, dass seine Mutter nach vielen Jahren jemanden gefunden hat den sie mag“, beruhigt sie sie. Doch die unsichere Mimik verlässt Veronica nicht. Wenn Betsy nur wüsste, wer Eddie wirklich ist, dann würde sie auch anders denken. Darkwing Duck ist Tim‘s größtes Idol und ausgerechnet seine Mutter muss eine Schwäche für den Helden entwickeln.
„Vermutlich hast du ja recht“, stimmt sie zu und guckt dann gen Boden.
„Vielleicht sprichst du mit ihm da erstmal drüber. Ganz in Ruhe und fährst heute wirklich wieder nach Hause“, rät sie ihr und der Vorschlag klingt auch ganz plausibel, wie sie findet.
„Das ist eine gute Idee. Danke“, lächelt sie ihre Freundin herzlich an.
„Kein Problem und jetzt mach dich nicht verrückt, Vicy. Genieße einfach den Abend“, lächelt sie und beguckt sie sich dann. „Du schaust sehr gut aus“.
„Danke. Ok, dann wollen wir mal“, ist sie entschlossen. Nachdem Tim‘s Mutter noch ihre schwarze Handtasche und Jacke geholt hat, verlassen sie das Haus und machen sich auf den Weg.
Bei Eddie angekommen, verabschieden sich die zwei noch und die Beifahrerin steigt aus. Sie geht zur Tür und klingelt. Dabei guckt sie nochmal zurück, zur Fahrerin, die immer noch keine Anstalten macht, zu fahren. Mit einer Handbewegung fordert sie Betsy auf zu fahren, doch tut sie ihr nicht den Gefallen. Plötzlich öffnet sich die Haustür und der Erpel steht dahinter.
„Hey. Komm rein“, bittet er sie mit einer netten Geste herein. Dann schaut er noch zu dem Wagen, der in seiner Einfahrt steht. Nur schwer kann er erkennen, dass es sich um Betsy handelt, die wild winkend darin sitzt. Höflich winkt er zurück und dann fährt sie auch. Mit fragenden Blick schaut er noch kurz hinterher, schließt dann aber die Tür.
„Was war mit ihr denn?“, hofft er das sein Gast eine Ahnung hat.
„Frag mich bitte nicht. Ich habe keinen blassen Schimmer“, kann sie ihm da nicht weiterhelfen, versteht sie es selber nicht. Für einen kurzen Augenblick stehen sie sich voreinander.
„Du schaust gut aus“, lobt der Held sie mit etwas ruhiger Stimme. Seine entspannte Art die er gerade hat, beruhigt sie sehr gut.
„Danke, du auch. Neues Hemd?“, fragt sie, denn anstatt seines üblichen Hemdes und dem Pullunder steht er vor ihr in einem schlichten Hemd in Petrol.
„Oh das, ja, dass hab ich mir mal zugelegt. Eine Ente hat mir mal gesagt das meine Sachen ganz schön altbacken sind und damit meine ich nicht nur Kiki“, entgegnet er ihr, worauf sie lachen muss. Weiß Veronica das er über sie spricht.
„Wie gut das ich mit meiner Meinung nicht alleine bin und das deine Tochter die gleichen Ansichten hat. Jetzt mal wirklich, dass steht dir richtig gut“, lächelt sie ihn an und er erwidert es herzlich.
„Ähm ja, geh durch“, zeigt er in die Küche. Die Ente geht in diese und der tolle Duft des Essens kriecht ihr, schon fast aufdringlich, in die Nase. Noch bevor sie was dazu sagen kann, erblickt sie den Esstisch, welcher schon feinsäuberlich gedeckt ist. Sie zieht ihre Winterjacke aus und hängt diese über einen der Stühle.  „Setz dich, ich mach das schon“, bittet er sie Platz zu nehmen. Das lässt sie sich auch nicht zweimal sagen, schließlich hat er sie eingeladen und ist Gast bei ihm. „Möchtest du Wein? Wasser? Also beim Wein würde ich mich enthalten. Ich muss dich später ja noch nach Hause bringen“, will er ihr was zu trinken anbieten, beachtet dabei aber auch seine Zuständigkeit als Fahrer.
„Dann nehme ich auch ein Wasser“, wählt sie das Getränk. Will sie nicht alleine Wein trinken. Ohne weitere Worte kümmert er sich als erstes um was zu trinken und tischt dann auf. Er wirkt für sie sehr routiniert, aber irgendwie auch angespannt. Ist es die Situation oder eher die Tatsache, dass die Sicherheit St. Erpelsburg heute Abend mal nicht in seinen Händen liegt? Sie wird nicht ganz schlau draus. Fragen will sie ihn auch nicht. Sie möchte den Abend genießen und hofft das er etwas lockerer wird. Sie sitzen zusammen am Tisch und fangen an zu essen.
„Wow, das Ratatouille ist wirklich sehr lecker. Eins der Besten die ich je gegessen habe“, lobt sie ihn voller Begeisterung.
„Ach was“, winkt er ab und sie lenkt sofort ein. Fühlt er sich geschmeichelt, will es aber nicht zeigen.
„Nein wirklich. Ich hätte nie gedacht das du so gut kochen kannst“, ist sie erstaunt.
„Naja, ich koche eigentlich sehr gerne und ich hab eine junge Ente großziehen müssen, die glaube mehr isst als jeder andere junge Erpel“, lacht er.
„Das kann ich mir vorstellen“, stimmt auch Veronica mit ein und nimmt den nächsten Happen zu sich. „Das du und Kiki so ein enges Band habt, finde ich echt erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie nicht deine leibliche Tochter ist“, merkt sie im ruhigen Ton an und der Erpel muss zufrieden lächeln.
„Kiki und ich haben viel zusammen erlebt. Ich hab sie von Anfang an sehr ins Herz geschlossen“, schwelgt er in Erinnerung, was die Ärztin neugierig macht. Da zeigt er auch wieder einmal, dass er nicht so egoistisch ist, wie er gern mal tut und andere ihn sehen. Sie weiß zwar das Kiki neun Jahre alt gewesen ist, als er sie adoptiert hatte, aber die ganze Geschichte kennt sie natürlich nicht.
„Magst du mir erzählen, wie ihr euch kennengelernt habt? Das interessiert mich tatsächlich schon länger, aber Kiki hat nicht viel darüber berichtet“, fragt sie vorsichtig an und Eddie schaut daraufhin von seinem Teller hoch.
„Was vermutlich daran liegt, das es Eddie Erpel zu der Zeit nicht wirklich gab“.
„Ähm wie?“, guckt sie fragend und auch der Held kann förmlich ihr aufploppendes Fragezeichen über ihren Kopf sehen.
„Ich erkläre es dir gern“, lacht er leicht und ist sofort bereit wieder einer seiner Heldentaten zu erzählen und die Frau ihm gegenüber aufzuklären. Er fängt von Anfang an an. Spricht über Torro Bulba, dessen Handlangern, Kiki’s Großvater und die Entführung seiner Adoptivtochter. Bis hin zu seinen Rettungsversuchen und der Explosion auf dem höchsten Gebäude St. Erpelsburg. Aufhören tut er mit der Adoption Kiki’s. Die Ärztin hört gespannt zu. Eigentlich wie immer wenn er über seine Taten spricht, denn das tat er in der Zeit im Krankenhaus sehr oft, wenn sie unter vier Augen gewesen sind. So theatralisch und poetisch, sodass sie öfters dabei schmunzeln muss. Ja, er ist ein Held in dessen Körper eine kleine Diva steckt.
„Das heißt, du hast deine normale Identität vollkommen aufgegeben und lebtest nur noch als Darkwing Duck?“, hakt sie nochmal nach, damit sie auch ja nichts falsch versteht.
„Japp japp japp Aaah, genau so war das. Ich meine ich hatte ja keine Verantwortung, außer die Jagd nach Verbrechern, die damals nie wirklich gewürdigt wurde“, sagt er zum Schluss in einem selbstverliebten Ton.
„Und du hast deine... sagen wir mal Freiheit aufgegeben und dein normales Leben wieder aufgegriffen, nur damit du sie adoptieren konntest?“, geht sie weiter auf Nummer sicher. Sein Herz scheint noch größer zu sein, als sie schon erleben durfte.
„Kiki hatte doch sonst niemanden mehr. Was sollte ich also tun? Sie im Heim lassen? Das kam für mich nicht in Frage. Sie ist so eine tolle Ente, sie hat eine Familie verdient gehabt und ich liebe sie als wäre es mein eigen Fleisch und Blut“, erklärt er seine Entscheidung die er damals getroffen hat. Veronica merkt wie warm ihr wird und wie es in ihrem Bauch plötzlich anfängt zu kribbeln.
„Das war eine super Entscheidung die du damals getroffen hast, Eddie. Kiki ist wunderbar“, lächelt sie bewundernd.
„Tim ist auch ein bewundernswerter Erpel“, loben sie gegenseitig ihre Kinder und halten dabei den Blickkontakt. Die Teller sind bereits leer. „Ähm, möchtest du noch was?“, fragt er und entgeht somit der Situation.
„Oh nein. Es war verdammt lecker, aber mein Magen ist voll. Danke“, lehnt sie ab und schiebt den Teller von sich weg. Eddie steht auf und räumt den Tisch ab.
„Einen Nachtisch hab ich jetzt nicht gemacht. Ich hoffe das enttäuscht dich nicht all zu sehr“, lacht er beschämt, denn daran hat er wirklich nicht gedacht.
„Alles gut. Wäre wieder nur unnötiges Hüftgold“, winkt sie ab.
„Das würde bei dir nicht wirklich auffallen“, zieht er eine Augenbraue hoch. Mittlerweile kennt er sie ja nun auch ein paar Monate und regelmäßiges Essen ist bei der Ärztin selten drin, weswegen sie eine schmale Ente ist. Er lässt warmes Wasser in das Spülbecken. Darauf kippt er Spülmittel und lässt die Teller langsam, in den aufkommenden Schaum, eintauchen. Ohne was zu sagen steht Veronica auf und gesellt sich zu ihm. Sie nimmt das Handtuch und wartet auf das Geschirr. Er guckt sie etwas böse an, ist sie doch sein Gast und soll heute Abend mal nichts tun. Er möchte gerade den Schnabel aufmachen, wird aber von ihr abgehalten.
„Sag nichts“, sagt sie sofort, weiß sie ganz genau was er sagen möchte. Er lässt es sofort sein und lächelt nur.

Gemeinsam räumen sie die Küche auf und nachdem sie sich noch unterhalten haben, wird es langsam Zeit zu gehen. Den Tipp von Betsy nimmt sie sich zu Herzen und bleibt nicht bei dem Erpel.
„Ich will nicht unhöflich sein, aber könntest du mich jetzt nach Hause bringen? Langsam werde ich etwas müde“, gähnt sie und trinkt danach den letzten Schluck ihres Tee‘s, den Eddie nach dem aufräumen für sie aufgebrüht hat.
„Klar, kein Problem“, nickt er ab, doch wenn er ehrlich ist, findet er es sehr schade, dass sie nach Hause möchte. Beide stehen auf und während die Ärztin ihre Jacke in der Küche anzieht, holt der Erpel seine schwarze Lederjacke aus dem Flur. Auch entnimmt er dort den Autoschlüssel von der Kommode und wartet auf sie. Als sie dann auch den Flur passiert, verlassen sie gemeinsam das Haus und machen sich, im Auto, auf den Weg zu ihr. Bei der Fahrt herrscht Stille zwischen den zwein. Die Ente schaut aus den Fenster und beobachtet die Schneeflocken, die seit kurzer Zeit vom Himmel fallen. Passend zu Weihnachten legt sich die Stadt in eine weiße Pracht. Bald ist schon Heiligabend und die Feiertage stehen bevor. Bei der Alleinerziehende am Haus angekommen, stellt sich Eddie direkt an ihre Einfahrt. Die Straße in der sie wohnt, ist ziemlich zugeparkt und er möchte nicht das sie lange durch das Wetter laufen muss, werden die Flocken immer dicker. Der Motor läuft noch. Sie schnallt sich ab und dreht sich zu ihm.
„Na dann...“, fängt sie an, doch führt nicht fort.
„Na dann...“, redet er ihr nach und guckt dann auch nur wortlos zu ihr.
„Danke für deine Einladung und für den tollen Abend. Ich hab mich sehr drüber gefreut, dass es endlich geklappt hat“, bedankt sie sich.
„Gerne. Danke das du die Geduld mit mir hattest“, lächelt er, weiß er ja selber das er nicht so zuverlässig ist, wegen seines Jobs. Beide verstummen dann wieder. Die Doktorin guckt ihn in seine blauen Augen und lässt die letzten Monate Revue passieren. Die Momente und den Spaß den sie zusammen gehabt haben. Die Worte die Betsy ihr gesagt hat. Sie überlegt und fragt sich gleichzeitig was sie zu verlieren hat. Die Kirchenglocken schlagen zwölf und der 24. Dezember ist angebrochen. Nach einem gedanklichen hin und her in ihrem Kopf, hat sie einen Entschluss gefasst. Langsam beugt sie sich zu ihm rüber, schließt ihre Augen und schnäbelt ihn zart. Anschließend löst sie sich von ihm und schaut ihn an. Er guckt sehr überrascht und perplex zugleich. Sie lehnt sich wieder zurück und bereut sofort ihre Aktion.
„Es... es tut mir leid. Das war dumm von mir“, kneift sie ihre Lider zusammen und schüttelt den Kopf. „Ich wollte das zwar schon länger tun, aber es fühlt sich komisch an“, gibt sie dann zu und guckt ihn irgendwie verzweifelt an.
„Ich fand’s eigentlich ganz... schön, aber wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt, dann...“, beruhigt er sie. Soll sie nicht denken das sie was dummes gemacht hat. Dennoch klingt er zum Schluss etwas enttäuscht. Vicy reißt etwas ihre Augen auf und fuchtelt etwas hektisch mit ihren Händen herum.
„Oh nein, nein! Verstehe mich bitte nicht falsch. Es fühlt sich verdammt richtig an. Ich hab seit dem Tod von Tim’s Vater nicht mehr so für jemanden empfunden, wie für dich, Eddie“, gibt sie nun all ihre Gefühle preis. Sie muss nun endlich mit offenen Karten spielen, sonst kommt sie nie weiter. Der Held ist überrascht, dass sie solch starke Gefühle für ihn hat. Natürlich hat er es sich in Wirklichkeit erhofft, hätte es aber so nie für möglich gehalten. Seine bedrückte Mimik behält er bei, ist da was bei Veronica, was sie hindert.
„Und was fühlt sich dann komisch an?“, möchte er wissen woran er nun bei ihr ist.
„Es fühlt sich nur so merkwürdig an wegen der Kinder“, seufzt sie und lässt ihren Kopf sinken.
„Ja, da sagst du was...“, schaut er an die, mit Stoff besetzte, Decke des Autos.
„Was sollen wir jetzt machen?“, hofft sie auf eine positive Antwort von dem Helden und guckt ihn erwartungsvoll an.
„Es versuchen?“, schlägt er vor. Seine Beifahrerin lächelt darauf glücklich, ist es das was sie hören wollte.
„Nichts lieber als das“.
Auch er grinst zufrieden. Demnach steht ein weiteres schnäbeln nichts mehr im Weg. Welch schönes Gefühl, endlich das zu bekommen, was die zwei die ganze Zeit begehrt haben. Endlich ist der finale Schritt getan worden. Die Ärztin fühlt sich sehr erleichtert, dass er genau so fühlt, wie sie auch. Der Familienvater stoppt dann das Schnäbeln.
„Sagen wir es den zwein sofort oder sollen wir noch warten?“, fragt er sie.
„Lass uns damit noch warten“, rät sie.
„Ok, nichts einfacher als das“, sagt er im eingebildeten Ton, denn wenn es darum geht Geheimnisse für sich zu behalten, ist er der König drin. Vicy zieht eine Augenbraue hoch, ist das in der Praxis gar nicht so einfach, wie er sich das vorstellt. Also holt sie ihn erst einmal von seinem hohen Ross herunter.
„Ach wirklich? Durch Weihnachten werden wir die nächsten Tage nur zusammenhängen. Schon vergessen? Wir müssen dann auch auf Distanz bleiben, damit die das nicht merken“, erinnert sie ihn.
„Oh, ok, jetzt hört es sich tatsächlich nicht mehr so leicht an“, muss er zugeben.
„Sag ich doch“, atmet sie laut aus. Das ganze gefällt ihr so nicht. Dementsprechend muss sie handeln. „Dann bleib doch heute bei mir. Die Kinder kommen erst morgen und wir können noch ein Glas Wein zusammen trinken“, schlägt sie vor. Sie möchte ab jetzt nicht die nächsten zwei Wochen auf ihn verzichten müssen.
„Warst du nicht müde? Also nicht das ich das nicht wollen würde. Ich meine...“, haspelt er rum, soll sie ihn nicht falsch verstehen. Das tut sie auch nicht, fängt sie an zu lachen.
„Müde bin ich jetzt nun wirklich nicht mehr und ich meine warum sollten wir die Zeit nicht zusammen nutzen, solange die Krachbumm-Ente deinen Job übernimmt“.
„Erinner mich bitte nicht daran“, brummt er und lässt sich zurück in seinen Sitz fallen.
„Lass mich raten, wenn das alles hier gerade nicht passiert wäre, wärst du nach Hause und ab ins Geheimversteck, richtig?“,vermutet sie und guckt grimmig.
„Waaaas? Ich? Neeeeein“, winkt er ab und lacht gekünstelt.
„Eddie“, sagt sie seinen Namen mit Nachdruck, weiß sie ganz genau das er es so gemacht hätte.
„Ja ok, du hast ja recht“, murmelt er. Vicy guckt triumphierend.
„Also was ist nun, Herr Erpel? Die Krachbumm-Ente ablösen oder ein Glas Wein?“, stellt sie ihm schon fast ein Ultimatum. Eddie weiß ganz genau, dass er jetzt sein Helden-Ego beiseite schieben muss. Doch das tut er gerade gerne.
„Geh schon mal rein. Ich suche eben einen Parkplatz und komme nach“, willigt er ein und freut sich das der Abend nun doch noch nicht endet. Gesagt, getan. Die Ente steigt aus und der Fahrer sucht einen passenden Platz für den Wagen.
15 Minuten später klingelt es dann an ihrer Haustür. Sie macht auf und vor ihr steht ein völlig verschneiter Eddie der misslaunig drein schaut. Sie hingegen muss kichern.
„Ich hasse diese Straße“, knurrt er und betritt den Flur.
„Hier ein Parkplatz zu finden ist wirklich nicht leicht“, bestätigt sie und geht ins Wohnzimmer. Nachdem er sich seiner Jacke entledigt hat, folgt er ihr. Die Ente ist verdammt fix, hat sie in der Zwischenzeit schon den Wein entkorkt und aufgetischt. Den Holzofen hat sie auch schon entzündet, damit es warm im Haus wird. Der Schrecken der Nacht in Zivil stellt sich vor das Feuer und trocknet seine Federn. Die Ärztin geht zu ihm hin und hält ihm das Weinglas entgegen. Er nimmt es entgegen, stoßen an und nehmen einen Schluck. Anschließend machen sie es sich auf dem Sofa bequem, mit Decken und einem lustigen Weihnachtsfilm, welcher jedes Jahr läuft. Die Zweisamkeit, die Wärme und den guten Tropfen genießend, schläft das frische Paar ein.

„So Kinder, wir sind da“, gibt Quack seinen Mitfahrern Bescheid. Dabei handelt es sich um Tim und Kiki die mit dem Bruchpiloten mitgefahren sind. Dieser möchte die Feiertage mit den Vieren verbringen und hat die Studenten spontan aus Entenhausen mitgenommen. Leider brauchten sie für die Fahrt länger als gedacht, hat der Schneesturm die Stadt von Dagobert Duck eher eingeholt, als St. Erpelsburg. Das Paar, auf der Rückbank, streckt sich. Der Skater guckt aus dem Fenster und sieht das Haus seiner Mutter, welches dezent weihnachtlich geschmückt ist.
„So wie es aussieht ist Mom noch wach“, munkelt er und seine Freundin guckt mit durch die Scheibe.
„Oder sie ist wieder vor der Glotze eingeschlafen“, vermutet die Rothaarige eher.
„Oder so“, stimmt er ihr zu. Sie schnallen sich ab und öffnen die Autotüren.
„Vielen dank fürs mitnehmen, Quack“, bedankt sich Eddies Tochter bei seinem Gefährten.
„Kein Problem, Kiki. Für euch doch immer“, sagt er freudig.
„Und was machst du jetzt noch?“, möchte Tim wissen.
„Ich werd zum Versteck und die Fahrzeuge warten. Wer weiß, vielleicht ist Darkwing ja auch da“, verrät er.
„Mit Sicherheit. Um Weihnachten rum hat Paps immer viel zu tun“, erinnert sie sich an die letzten Jahre.
„In ein paar Stunden sehen wir uns ja schon wieder. Vergesst eure Taschen nicht“, gibt er Bescheid. Die Zwei steigen aus, holen ihre Sachen aus dem Kofferraum und verabschieden sich beim Piloten durch den offenen Kofferraum. Dann gehen sie zur Haustür und der Junge Erpel schließt diese auf. Im Hausflur stehend, hören sie den Fernsehen laufen und das leichte Flimmern des Kamins strahlt durch den Türspalt.
„Mom? Bist du wach? Mom wir sind zu Hause“, ruft er, doch bekommt er keine Reaktion von ihr.
„Und sie schläft doch“, merkt Kiki an und lässt ihre Reisetasche auf den Boden fallen. Ihr Freund tut es ihr gleich und geht leise Richtung Wohnzimmertür. Langsam öffnet er diese und schaut hinein.
„Hey Mom wir sind... ach du heilige Scheiße!“, bricht es aus ihm heraus und schließt hastig die Tür. Die Neustudentin guckt ihn fragend an.
„Was ist los? Ist ihr was passiert?“, wird sie etwas unruhig und aufgebracht, doch er antwortet nicht. „Oh nein, ein Schurke? Quackerjack? Megavolt? Fiesoduck?!“, zählt sie auf, doch er schüttelt nur mit dem Kopf. Da Geduld nicht ihre Stärke ist und er ihr einfach keine Auskunft gibt, prescht sie in das Wohnzimmer.
„Was ist hier... Paps?!“, sagt sie laut und bleibt wie eingefroren stehen. Sie sieht ihren Vater auf dem Sofa liegen, mit den Arm um ihre Schwiegermutter gelegt. Durch das Poltern und die Lautstärke werden die Erwachsenen wach. Dann kommt noch dazu das der Skater die volle Wohnzimmerbeleuchtung einschaltet. Geblendet durch das Licht, öffnen sich die Lider nur eben, doch als Eddie realisiert wer da im Zimmer vor ihnen steht, ist er plötzlich hellwach.
„Oh hey Kinder. Was macht ihr denn schon hier?“, fragt er im unschuldigen Ton und setzt sich hin.
„Wir dachten ihr kommt erst morgen“, fühlt sich die Ärztin ertappt und richtet sich auch auf. Ihre Haare sind etwas zerzaust, hat der Erpel solange ihren Kopf gekrault, bis sie eingeschlafen sind.
„Wir sind mit Quack mitgefahren, um eher hier zu sein. Wir wollten euch überraschen“, wirkt er wie  paralysiert.
„Naja, die Überraschung ist uns ja gelungen“, sagt Kiki schnippisch und verschränkt ihre Arme.
„Mom, was läuft hier?“, fragt der Student seine Mutter, kann er nicht glauben was hier gerade passiert. Erspäht er nämlich auch just den Wein auf den Tisch.
„Genau Paps, was läuft hier?“, guckt seine Tochter ihn scharf an.
„Ich mache uns allen jetzt mal eine heiße Schokolade mit Marshmallows und dann erklären wir euch alles ok?“, schlägt sie vor und guckt zu Eddie rüber. Dieser nickt das ab, kommen sie um ein Gespräch eh nicht mehr drum herum.
„Ok“, stimmt Tim, immer noch perplex, zu. Seine Mutter geht auf ihn zu und nimmt ihn in den Arm.
„Schön das ihr da seid“, drückt sie ihn und hofft das er sie versteht, aktuell macht er eher nicht den Anschein. Nachdem sie dann noch ihre Schwiegertochter umarmt hat, verschwindet sie in der Küche.
„Was machst du hier? Hast du nichts besseres zu tun? Zum Beispiel Verbrecher jagen? Sag mal, hast du ein neues Hemd?“, wettert seine Tochter los und wundert sich gegen Ende über das neue Outfit ihres Vaters.
„Ja, hab ich und ich hab mir heute mal frei genommen. Fenton vertritt mich heute“, klärt Eddie sie auf und ihr entgleisen alle Gesichtszüge.
„Bitte was?!“, „Ja ich weiß. Sag bitte nichts, aber das hat alles seinen Grund. Ich... wir werden es euch erklären“, bittet er um Geduld bei seiner temperamentvollen Tochter.
Dann dauert es auch nicht lange und Veronica kommt mit einem vollen Tablett zurück ins Wohnzimmer. Die Kinder stehen immer noch, wie angewurzelt, im Raum.
„Setzt euch doch und zieht eure Jacken aus. Hier drin ist es doch schon sehr warm“, fordert sie auf, stellt alles auf den Wohnzimmertisch und verteilt die warmen Tassen. Dann setzt auch sie sich wieder neben Eddie.
„Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll“, ist sie etwas überfordert, hätte sie nicht gedacht, dass dieses Gespräch so schnell kommen würde.
„Wie lange läuft das denn schon?“, wirft Tim die Frage in den Raum und die Erwachsenen gucken sich an.
„Naja, so richtig erst seit heute“, offenbart der Held.
„Und nicht so richtig?“, bohrt Kiki nach, müssen sie ja schon vorher angependelt sein.
„Seit der Zeit im Krankenhaus oder?“, fragt Vicy den Helden und der stimmt ihr sogar zu.
„Kann man so sagen ja“.
„Und ihr habt uns nichts erzählt, ich meine was habt ihr gedacht? Das wir euch die Köpfe abreißen?“, versteht die Rothaarige die Geheimniskrämerei nicht wirklich.
„Ja, ja so ähnlich“, bestätigt ihr Vater.
„Aber tun wir doch nicht oder Tim?“, wendet die junge Ente sich an ihren Freund, doch dieser ist ziemlich ruhig geworden nachdem er die Frage gestellt hat. Seine Mutter kann sich genau vorstellen, warum er so reagiert. Liebevoll legt sie ihre Hand auf den Oberschenkel ihres Sohnes.
„Ich weiß das das echt komisch für dich ist. Seit dem Tod deines Vaters waren wir alleine. Ich mag Eddie. Ich kann doch nichts dafür das es ausgerechnet dein Idol trifft“, redet sie ruhig auf ihn ein.
„Als ihr Kinder nach Entenhausen gegangen seid, haben wir auch privat Zeit miteinander verbracht. Wir haben uns gegenseitig geholfen. So einen Abend wie heute gab es zuvor zwischen uns beiden nicht“, verrät der Familienvater.
„Und das dieser so endet ist auch nicht geplant gewesen. Wir hätten es euch erzählt, wirklich, aber wir wollten uns noch etwas Zeit damit lassen“, redet die Ärztin weiter.
„Wow, dass ist schon ne krasse Kiste hier“, schluckt Kiki, nimmt einen kleinen Schluck und stellt dann ihre Tasse wieder auf den Couchtisch. „Aber um ehrlich zu sein, freut mich das für euch. Ich war vorhin einfach aufgebracht. Tut mir leid, Paps“.
„Kein Problem. Für uns ist das ganze auch echt komisch, um ehrlich zu sein“, gibt er zu und trinkt etwas. Der einzige der weiterhin schweigt ist Tim. Er hört einfach nur zu, erzählen die Erwachsenen nun wie alles angefangen hat.
Der Abend ging noch bis spät in die Nacht, bis sich alle im Haus verteilen. Kiki mit Tim zusammen im Zimmer und Eddie ist auch dort geblieben.

Bei Tim:

Das Paar liegt zusammen im Bett. Ihr Kopf hat sie auf seine Brust gebettet und schläft schon halb. Der Skater hingegen liegt dort, hält sie im Arm und starrt an die Decke.
„Muffin?“, flüstert er. Ein Brummen kommt ihm entgegen. „Schläfst du schon?“, möchte er wissen, kann er es nämlich nicht.
„Fast. Warum?“, murmelt sie in sein Shirt hinein.
„Ist das wirklich ok für dich? Das mit unseren Eltern? Ich meine die liegen jetzt beide nebenan im Bett. Das ist schon etwas strange“, fragt er weiter und ist zum Ende hin etwas aufgebracht.
„Ich finds gut, dass die zwei jemanden gefunden haben. Das es sich dabei um unsere Eltern handelt ist wirklich strange, da gebe ich dir recht. Dennoch freue mich für Paps. Deine Mutter ist echt toll und mein Vater braucht jemanden der ihn auf den Teppich hält. Ich bin ja nun nicht mehr regelmäßig da, um das zu machen. Ich weiß für dich muss das ganze wirklich sehr merkwürdig sein“, steht sie ihm Rede und Antwort.
„Das ist es in der Tat...“, äußert er sich leise. Er klingt sehr nachdenklich dabei. Die junge Ente hebt ihren Kopf und stützt sich etwas mit ihren rechten Arm auf seiner Brust ab, sodass sie ihn angucken kann.
„Deine Mutter sah echt glücklich aus. Wir sollten ihnen diese Beziehung gönnen oder meinst du nicht?“, blickt sie erwartungsvoll.
„Du hast ja recht, aber...“, „...es ist nicht einfach“, beendet sie seinen Satz. „Rede am besten nochmal mit ihr. Alleine“, schlägt sie vor.
„Das ist eine gute Idee“, findet er und drückt sie näher an sich heran.
„Und jetzt versuch zu schlafen“, schnäbelt sie ihn und lässt ihren Kopf wieder auf seiner Brust ruhen.
„Ich liebe dich, Muffin“, flüstert er dann lächelnd.
„Ich dich auch“, kuschelt sie sich näher an ihn ran.

Bei Veronica:

Auch die zwei haben es sich unter der Decke gemütlich gemacht. Veronica liegt auf ihrer rechten Seite und Eddie hinter ihr, mit dem Arm um sie. So wie sie bereits schon auf dem Sofa gelegen haben.
„Tim war nicht wirklich begeistert“, ist auch dem Helden aufgefallen.
„Für ihn ist es nicht einfach. Ich hatte seit zehn Jahren keine Beziehung mehr“, verrät sie und schaut aus dem Fenster.
„Was? Das glaub ich jetzt aber nicht“, zweifelt er an, kann er sich nicht vorstellen, dass diese Ente keine Verehrer hat oder mal hatte.
„Doch, ist so. Es lag aber hauptsächlich an mir. Wenn man den Menschen verliert, den man geliebt hat und mit dem man alles aufgebaut hat, dann ist das gar nicht mehr so einfach sich erneut zu verlieben“, lässt sie ihm an ihrer Gefühlswelt teilhaben. Er grinst zufrieden.
„Verliebt also?“, hat er sie ganz genau gehört.
„Kannst dir tatsächlich was drauf einbilden“, lacht sie leise. Wieso sollte sie es jetzt auch verleugnen, schließlich sind sie alt genug, um offen darüber zu reden.
„Oh, dass tue ich auch“, grinst er immer breiter.
„Wir waren so lange alleine. Das braucht jetzt etwas. Ich werde morgen nochmal mit ihm reden“, nimmt sie sich vor.
„Gute Idee“, hält er es für sinnvoll.
Lange sind sie ruhig und versuchen zu schlafen, aber dieser Tag ist so ereignisreich, dass es der Alleinerziehenden echt schwer fällt.
„Wie lange bist du denn schon allein?“, möchte sie plötzlich wissen.
„Gute Frage. Kiki war glaube zehn oder elf  Jahre alt“, überlegt er kurz wann Morgana ihn verlassen hatte.
„Das ist ja auch schon lange her. Woran lag die lange Zeit als Single?“, mag sie mehr über ihn zu erfahren.
„Die Arbeit“, sagt er lapidar, worauf hin sie lachen muss.
„Wer hätte das gedacht“.
„Wir werden uns nicht immer sehen. Ich hoffe das ist dir klar“, sagt er schon voraus.
„Nicht? Du bist doch immer zu Besuch im Krankenhaus“, erinnert sie ihn.
„Ich dachte ich soll besser auf mich aufpassen?“, kontert er zielsicher. Sie dreht sich zu ihm um.
„Das musst du erstmal schaffen“, grinst sie ihn an und schnäbelt ihn.
„Ich werde mir Mühe geben und dich auch mal so besuchen“, lächelt er zufrieden. Sie schmiegt sich näher an ihn und macht die Augen zu. Dann dauert es auch nicht mehr lange, dass auch die Zwei in die Nachtruhe fallen.

Der Morgen bricht an und für die vier sind gerade mal ein paar Stunden vergangen. Veronica ist schon wach und hat sich in die Küche verkrochen. Obwohl sie nur vier Stunden Schlaf gehabt hat, kann sie seit 7:00 Uhr nicht mehr ruhen. Im Bademantel steht sie an ihrem Kaffeevollautomat und wartet darauf, das ihre Tasse gefüllt wird. Plötzlich öffnet sich die Tür und Tim tritt ein.
„Guten Morgen, Schatz. Was machst du denn schon hier?“, ist sie sichtlich verwundert um die Uhrzeit schon Gesellschaft zu haben.
„Kann nicht mehr schlafen und du?“, geht er zum Kühlschrank, öffnet diesen, entnimmt die Milch und trinkt aus der großen Plastikflasche.
„Dito. Tim, hörst du mal auf aus der Flasche zu trinken?! Wir haben Gäste“, zischt sie ihn fassungslos an. Er setzt diese ab und guckt darauf.
„Sorry Mom. Hab ich voll vergessen“, entschuldigt er sich, tut die Milch dann trotzdem wieder in den Kühlschrank.
„Timmy, was ist los mit dir?“, fragt sie besorgt und setzt sich. Wortlos setzt er sich zu ihr. Jetzt ist die perfekte Gelegenheit mit ihr zu reden.
„Es ist ungewohnt jemanden an deiner Seite zu sehen, nach Dad“, rückt er endlich mit der Sprache raus und bestätigt somit ihre Vermutung.
„Ich weiß. Selbst für mich ist das ungewohnt, aber ich möchte es unbedingt versuchen“, ist sie einfühlsam und legt ihre Hand auf seine.
„Weißt du Mom, ich gönne dir das mit ihm. Ich hab sowas schon fast gedacht. Ihr habt so vertraut gewirkt, als er noch im Krankenhaus war. Ich möchte einfach nur nicht das dir was passiert. Die anderen Bösewichte mögen zwar nicht wissen, wer Darkwing in Wirklichkeit ist, aber Fiesoduck weiß es und der macht mir am meisten Sorgen. Er ist unberechenbar und läuft da draußen noch irgendwo rum. Ich... ich will dich nicht auch noch verlieren“, schaut er sie bedrückt an. Sie merkt förmlich seine Besorgnis, auch kann sie in seinen Augen die Angst sehen.
„Wir werden vorsichtig sein und wenn dieser Fiesoduck es nochmal versuchen sollte, dann hat er es nun auch mit mir zu tun“, versucht sie ihn Mut zuzureden. Er lächelt leicht, weiß er wie seine Mutter sein kann. Sie ist zwar eine disziplinierte Ärztin, hat es aber Faust dick hinter den Ohren, wenn es sein muss. Ähnlich wie seine Freundin. „Hab ich dein Segen? Ich meine, der ist mir echt wichtig“, fragt sie ihren Sohn.
„Hast du, Mom“, lächelt er. Sie tut es ihm gleich und bedankt sich.
„Wollen wir gleich zusammen Brötchen holen gehen? Da draußen ist es so verschneit, da sind wir zu Fuß schneller“, schlägt sie vor und er findet die Idee sehr gut.
„Hört sich gut an. Ich glaube das dauert noch bis die da oben wach werden“, „Das glaube ich auch“, stimmt sie ihm zu.
Einige Zeit später, nachdem Mutter und Sohn wieder zu Hause sind, haben sie den Tisch gedeckt. Der Skater geht in sein Zimmer und setzt sich auf sein Bett, an Kiki‘s Seite.
„Hey Muffin, aufstehen. Frühstück ist fertig“, weckt er sie sanft. Die junge Ente brummt nur, hat sie noch keine Lust aufzustehen. „Komm schon, meine Mom geht schon dein Vater wecken“.
„Ist sie sich sicher, dass sie das überlebt?“, nuschelt sie ins Kissen. Tim steht wieder auf, geht zu seinem Fenster und reißt dort die Gardinen auf.
„Die Frage ist eher, ob er es überlebt“, grinst er kess und dreht sich zu ihr um. Die Rothaarige wickelt sich in ihre Decke, um der Helligkeit zu entfliehen.
„Auch wieder wahr“, sagt sie.
„Komm schon Kiki, es ist schon 9:00 Uhr“, sagt er so leichtfertig, ist er ja bereits länger wach.
„Schon?! Du meinst wohl ‚erst‘. Seit wann bist du denn schon wieder wach?“ meckert sie.
„Seit 7 Uhr oder so. Mom ist noch länger wach“, antwortet er.
„Noch länger?! Manchmal frage ich mich was bei euch nicht stimmt“, nimmt sie die Decke vom Gesicht.
„Wir Buntflügels sind nun mal Frühaufsteher“, zuckt er mit den Schultern.
„Und wir Erpels lieben es zu schlafen“, merkt sie an.
„Ist eine schlechte Konstellation. Dann müssen wir uns wohl trennen“, sagt er mit ernster Mimik.
„Tja, dann haben unsere Eltern ein Problem weniger“, sieht sie den Vorteil daraus und dann müssen beide lachen. „Apropos Eltern: hast du mit Veronica schon gesprochen?“, macht sie sich schlau bei ihrem Freund.
„Japp, hab ich“, bestätigt er plump und geht nicht weiter drauf ein. Das muss er auch nicht.
„Also alles cool?“, „Alles cool. Und jetzt steh auf, ich bekomme langsam echt Kohldampf“, versucht er sie nochmal aus dem Bett zu schmeißen und mit etwas Widerwillen kriecht sie aus dem warmen Bett. Tatsächlich braucht die junge Generation länger, als die Ältere. Eddie und Veronica sind schon wieder in der Küche. Der Erpel am Tisch und die Ente bereitet ihm einen Kaffee zu.
„Guten Morgen“, grüßt die Rothaarige und stoppt kurz. „Man ey, an das Bild muss ich mich erstmal gewöhnen“, brabbelt sie vor sich hin und setzt sich zu ihrem Vater.
„Da hab ich aber auch noch ein Wörtchen mitzureden, Eddie“, teilt Tim etwas lauter mit, woraufhin alle verstummen und gucken verdutzt. Was ist denn nun in ihn gefahren? Hat er seiner Mutter doch seinen Segen gegeben.
„Hast du nicht gesagt das er kein Problem mit uns hat?“, hakt der Held vorsichtig bei der Ärztin nach.
„Ähm ja... hat er eigentlich auch nicht...“, antwortet sie im langsamen Ton. Der junge Erpel guckt ernst und setzt sich mit an den Frühstückstisch.
„Tim was ist los? Spinnst du etwas?“, flüstert Kiki ihm zu. Er verliert sein ernstes Pokerface und fängt an zu lachen.
„Ha! Wollte nur mal wissen wie sich das anfühlt, sowas zu sagen!“, lacht er, muss er an Eddie denken, als er den gleichen Spruch gebracht hatte. An Vicy sieht man das ihr ein Stein vom Herzen fällt. Seine Freundin hingegen lacht mit und Darkwing sitzt da etwas sprachlos und guckt genervt. Genervt davon das er ihm in die Falle gegangen ist.
„Das hast du zu Tim gesagt?“, fragt Kiki ihn und lacht dabei immer noch.
„Ja klar. Schließlich bist du meine einzige Tochter und ihn kannte ich doch kaum. Ich hab nur auf dich acht gegeben“, erinnert auch er sich daran zurück, als sie im Geheimversteck zusammen waren.
„So wie ich das meiner Mutter auch tue“, zwinkert er ihm selbstsicher zu und nimmt sich dann ein Brötchen aus dem, dafür vorgesehenen, Korb. Seine Mutter setzt sich seufzend an den Tisch.
„Na das kann ja noch was werden hier“.
Alle darauf lachen und frühstücken dann gemütlich und auch harmonisch zusammen.

Wegen des Schneechaos sind sie bei den Bunflügels geblieben und haben Quack noch dazu geholt, der ja extra wegen den Feiertagen nach St. Erpelsburg gereist ist.
Und so verbringen sie alle zusammen die Feiertage und ein fröhliches Fest.

Ende


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Huhu, hier kommt noch ein kleines Nachwort.
Also falls ihr nicht schon im mitten des Dokumentes geflohen seid und gerade noch das hier lest:
Ja, ich weiß, ich werde manchen Darkwing X Morgana Anhängern auf den Schlips getreten sein, aber lasst es mich bitte erklären:
Ich selber bin Fan des Helden und der ehemaligen kriminellen Hexe. Dennoch hat sich mein Hirn im Laufe der Kurzgeschichte selbstständig gemacht, als Tim’s Mutter das erste mal auftauchte. Als ich dann noch im letzten LTB Premium Band 21 (mit Darkwing Duck) gelesen habe, dass er da Junggeselle ist, hat sich mein Kopf diese Story ausgedacht. Erst hab ich sie verdrängt, weil ich echt Angst hatte das das hier nicht klappen wird. Ok, die Garantie hab ich jetzt auch nicht wirklich xD Dennoch hat es mich nochmal gepackt und es musste einfach geschrieben werden. Als Schreiberling was zu unterdrücken ist nicht immer leicht und auch nicht gut, also müsst ihr drunter leiden xD
Ich hoffe es hat euch, trotz allem, gut gefallen. Ihr müsst auch kein Fan von den beiden werden...
Obwohl es cool wäre, aber ich zwinge euch natürlich zu nichts xD

Mit vielen lieben Grüßen,
eure PuneM699
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