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Waffenbrüder - 11. Tot

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Aramis Athos Captain Treville D'Artagnan Porthos
06.11.2020
25.12.2020
9
28.122
7
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Dieses Kapitel
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06.11.2020 2.733
 
Hallo, Ihr Lieben!

Heute startet also wie versprochen eine neue Geschichte aus der Waffenbrüder-Reihe.

Und wie schon vorgewarnt ist dies alles andere als eine Kuschelgeschichte – der Titel deutet es ja schon an; eine Tatsache, die einigen meiner treuen Stamm-Leser gefallen dürfte *zu Caro rüberwinke*. Und es geht auch sofort im ersten Kapitel los, weshalb ich gleich mal eine große Schüssel mit Nervennahrung in Form von Toffifee parat stelle – außer für meine liebe Mücke, die hat ihren Vorrat für das erste Kapitel schon auf anderem Weg bekommen *zu Mücke rüberzwinkere*.

Nun spannende Unterhaltung.

Eure Ann

 

Status: Fertig geschrieben

Länge: 8 Kapitel + Epilog (ca. 24.000 Worte)

Rating: P18 Slash

Posting: Wöchentlich freitags



Tot

- Kapitel 1: Unerbittliche Endgültigkeit -


Als Montpellier allein in den Hof der Garnison geritten kam, blieb d’Artagnans Herz für einen Moment stehen.

Er konnte es noch nicht wissen - und doch war da etwas in der Haltung des älteren Musketiers, im schleppenden Schritt seines Pferdes, im tief gesenkten Kopf des Mannes, das mit einem Schlag eine Eiseskälte durch d‘Artagnans Glieder fahren ließ, die sein ständiger Begleiter werden sollte.

Es war am späten Nachmittag und dementsprechend viele Kameraden gemeinsam mit d’Artagnan im Innenhof, die nun alle auf den Rückkehrer zuliefen, denn die anderen hatten genau wie er erkannt, dass hier irgendetwas völlig falsch war. Ein Kadett ergriff die Zügel des Braunen, der erschrocken den Kopf aufwarf, dann aber erschöpft still stand, während zwei weitere Kameraden dem nicht weniger erschöpften Montpellier aus dem Sattel halfen. Sein Umhang war zerrissen, ebenso wie seine Ledertunika und sein Hemd. Blut klebte an seiner Kleidung, und seine Muskete fehlte. Und noch immer hob er nicht den Kopf, scheute sich, irgendjemanden anzusehen.

Wie von einer fremden Macht gesteuert trat d’Artagnan vor ihn; er erkannte kaum seine eigene Stimme, als er den Älteren tonlos fragte: „Wo ist Athos?“

Und endlich hob Montpellier den Kopf, sah ihm in die Augen, und die Schuld und die Trauer darin ließen den jungen Musketier unwillkürlich zurückweichen, abwehrend den Kopf schütteln und fast unhörbar, voller Entsetzen vor sich hin murmeln: „Nein... nein... nein!“

Doch die Antwort kam. Mit unerbittlicher Endgültigkeit.

„Er ist tot...“

Für einen Moment erstarrte die Welt. Blieb einfach stehen.

Denn es war schlicht unmöglich.

Eine Welt ohne Olivier d’Athos...

Ohne...

Nein!“ Dieses Mal ein heiserer, wuterfüllter Schrei, der den Umstehenden das Blut in den Adern gefrieren ließ, so dass zunächst niemand reagierte, als d’Artagnan vorwärts stürmte und Montpellier schlug. Zweimal, mit aller Kraft, bis dessen Lippe aufplatzte und aus der Nase Blut schoss - erst dann griffen die Kameraden ein. Es benötigte drei Männer, um den wild um sich schlagenden d’Artagnan von Montpellier wegzuziehen - der nicht die geringsten Anstalten gemacht hatte sich zu wehren oder auch nur vor den unbarmherzigen Schlägen zu schützen.

In dem Moment kamen Porthos und Aramis in den Hof geritten, zurück von ihrem Dienst im Palast. Mit einem Blick erkannten sie den Aufruhr, in dessen Mitte d’Artagnan gewaltsam festgehalten wurde, und sofort waren sie von ihren Pferden herunter.

„Was in Gottes Namen ist hier los?“, verlangte Aramis wütend zu wissen, während Porthos ihnen schon mit lautem „Platz da!“ rücksichtslos einen Weg zu d’Artagnan bahnte.

Kaum hatte er die Stimmen seiner Freunde erkannt, erschlaffte d’Artagnan im Griff seiner Kameraden wie eine Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hatte, und sie ließen den sich nun nicht mehr Wehrenden los. Porthos war als erster bei ihm und griff hastig zu, als die Beine unter dem jungen Mann wegzuknicken drohten. Im nächsten Augenblick war auch Aramis bei ihnen und fragte dieses Mal deutlich beunruhigt statt wütend: „Was ist hier los, d’Artagnan?“

Der junge Musketier klammerte sich an Porthos‘ Arm, starrte Aramis aus glasigen Augen an, schluckte hart und erklärte schließlich mit einer Stimme, die nicht ihm zu gehören schien: „Montpellier behauptet... Er sagt...“

Doch er schaffte es nicht, die unsäglichen Worte zu formulieren, und so schüttelte er lediglich verzweifelt den Kopf, bevor er sich haltlos gegen Porthos sinken ließ.

Montpellier war es, der den Satz düster vollendete: „Athos ist tot.“

„Was? Nein... das...“, stammelte Aramis fassungslos, sah über d’Artagnan hinweg Porthos an, dessen Blick nichts als stummes Grauen ausdrückte, während er den jungen Gascogner unwillkürlich fester an sich drückte.

Wie betäubt standen die drei Freunde, umringt von einer schweigenden, entsetzten Truppe Musketiere...

     

D’Artagnan war für niemanden ansprechbar. Er hatte sich ohne ein weiteres Wort in Athos‘ Quartier zurückgezogen. Seine Freunde waren zutiefst besorgt, zugleich standen sie selbst unter Schock. Dennoch waren Aramis und Porthos dabei, als Montpellier eine halbe Stunde später seinen ersten etwas wirren Bericht bei Tréville abgab: Wegelagerer hatten sie überfallen, nur wenige Reitstunden von Paris entfernt. Athos und er hatten sich so gut es ging gegen die Übermacht behauptet, doch es waren selbst für zwei gestandene Musketiere zu viele Gegner gewesen. Und als Athos niedergestochen worden war, hatte er noch mit seinem letzten Atemzug Montpellier zur Flucht bewegt.

„Ich wollte ihn nicht verlassen!“, beteuerte er mit Tränen in den Augen. „Doch jemand musste Bericht erstatten, die Garnison warnen!“ Um Verständnis heischend sah er seinen Hauptmann an, der beruhigend nickte und schweren Herzens zugab: „Ihr habt das Richtige getan. Aber seid Ihr wirklich sicher, dass Athos tot ist?“

Mit gesenktem Kopf nickte Montpellier. „Ich konnte eins der Pferde greifen, und das letzte, was ich im Wegreiten sah war, wie einer der Bastarde dem am Boden liegenden Athos noch einmal den Degen mitten durchs Herz stieß...“

Aramis, der mit Porthos stumm dem Bericht gelauscht hatte, griff haltsuchend nach dem Arm seines Freundes, und Porthos erwiderte den Druck mit seiner Rechten. Beide hatten in einem stillen Winkel ihrer Seele noch gehofft, dass Montpellier sich vielleicht geirrt hatte - Athos doch irgendwie... Aber dieser Bericht raubt ihnen die letzte Hoffnung. Montpellier war ein erfahrener Soldat, den sie seit Jahren kannten. Wenn er sagte, er habe Athos sterben sehen, gab es keinen Grund, etwas anderes zu glauben.

Als Tréville Montpellier entließ, damit dieser sich ausruhte, sah er seine beiden besten Männer an.

„Wegelagerer in einer derart großen Gruppe, die es wagen, zwei Musketiere anzugreifen... Das deutet darauf hin, dass sie nicht in eigenem Auftrag handelten“, erklärte er mit vor Schmerz und Wut heiserer Stimme. Der finstere Blick, den Aramis und Porthos daraufhin teilten zeigten ihm, dass sie offenbar denselben Gedanken hegten wie er. Doch keiner äußerte ihn laut...  

Noch in derselben Stunde sandte Tréville einen Trupp von fünfzehn erfahrenen Musketieren aus, der an der von Montpellier beschriebenen Stelle nach Beweisen suchen sollte. Und nach Athos‘ Leiche. Letzteres sprach niemand laut aus, doch es war für alle selbstverständlich. Porthos führte die Einheit an, während Aramis bei d’Artagnan blieb.

Sie fanden nichts. Nicht den allerkleinsten Hinweis. Frustriert und erbittert brachte Porthos den Trupp schließlich zwei Tage später zurück nach Paris.

Natürlich ahnten sie, wer hinter dem feigen Anschlag stecken mochte. Jemand, der Macht und Mittel besaß, alle Hinweise zu vernichten. Doch ohne Beweise konnten sie nicht gegen Richelieu vorgehen. Beim ersten Mal schon war es nahezu unmöglich gewesen, ihn der Intrige gegen die Königin zu überführen. Der Mann war nachtragend – und er hatte die Demütigung mit Sicherheit nicht vergessen, die die Musketiere, allen voran Athos und seine Freunde, ihm zugefügt hatten. Seine Rache war grausam...

Doch selbst wenn sie Richelieu den Auftrag für den Überfall auf Athos und Montpellier nachweisen könnten - es würde ihnen ihren Freund und Kameraden nicht zurückbringen.

     

Über der gesamten Garnison lag eine bleierne Schockstarre.

Natürlich - der Beruf des Musketiers barg immense Gefahren. Jeder von ihnen konnte täglich verletzt oder auch getötet werden im Dienst für König und Vaterland. Das war ihnen allen bewusst.

Aber in einem niederträchtigen Hinterhalt, in einer Gegend, die sie für sicher gehalten hatten, bei einem völlig alltäglichen Auftrag zu sterben - das schockierte alle Kameraden.

Hinzu kam, dass Athos, trotz seiner zurückhaltenden und manchmal düsteren Art sehr beliebt bei den Musketieren gewesen war. Er galt als treuer, loyaler Kamerad, den sich jeder bei Gefahr an seiner Seite wünschte. Und als nicht wegzudenkender Teil der vier Unzertrennlichen hatte er einen nun schon legendären Ruf. Galt als unbesiegbarer Held.

Dass aber nun selbst dieser Mann bezwungen worden war - dass er tot sein sollte, führte den anderen ihre eigene Sterblichkeit nur umso deutlicher vor Augen. Ein erschreckender, lähmender Gedanke.

Am schlimmsten war diese Nachricht jedoch für die drei verbliebenen Freunde.

Porthos und Aramis kannten Athos nun bereits schon so viele Jahre, hatten unzählige Schlachten an seiner Seite geschlagen und schuldeten ihm mehrfach ihr Leben - genauso, wie sie seins beschützt hatten. Ihn nie wieder zu sehen war für sie absolut unvorstellbar.

Und d’Artagnan...

Ihn traf es am härtesten, verlor er doch in Athos nicht nur seinen besten Freund, seinen Mentor und Beschützer - mit Athos verlor er zugleich seinen Geliebten, seine Seele und sein Herz...

Nur wenige Monate war ihnen ihr Glück vergönnt gewesen, bevor das Schicksal sie so grausam auseinander gerissen hatte, und d’Artagnan war wie betäubt von dem unfassbaren Verlust. Natürlich wusste außer Porthos und Aramis niemand von der wahren Natur ihrer Beziehung, doch keiner der anderen Kameraden wunderte sich über den lähmenden Schmerz und die abgrundtiefe Trauer, die den jungen Gascogner fest im Griff hatten. Denn was für alle offensichtlich gewesen war, war die besonders enge Bindung, die der junge Mann zu dem älteren Musketier gehabt hatte. Und so ließ man ihn in Ruhe.

Nur Tréville, Aramis und Porthos gaben den Versuch nicht auf, zu ihm durchzudringen - mit mäßigem Erfolg.

 

„Du musst etwas essen...“ Aramis ahnte, dass sein Versuch genauso vergeblich war wie die letzten Male. Auch Porthos war erfolglos geblieben.

Vier Tage war es nun her, dass Montpellier allein von diesem simplen und doch so verhängnisvollen Auftrag zurückgekehrt war. Auch er trauerte, gab sich die Schuld an Athos‘ Tod und konnte sich noch weniger verzeihen, nicht einmal dessen Leichnam mit zurückgebracht zu haben. D’Artagnan wusste, dass den Mann keine Schuld traf. Trotzdem ging er ihm aus dem Weg, wollte nichts von dessen Selbstanklage hören.

Montpellier lebte - und Athos war tot...

D’Artagnan sah Aramis nicht einmal an, wandte sich lediglich etwas ab und tat so, als sehe er zwei Kameraden bei ihrem Fechttraining an den Strohsäcken zu, während seine Hand den Griff von Athos‘ Degen umklammerte.

Der Degen - das Einzige, was von seinem Freund geblieben war.

Montpellier hatte ihn mitgebracht. Porthos war es als erstem aufgefallen, dass die Waffe an der Seite des zurückgekehrten Musketiers nicht dessen eigener, sondern Athos‘ Degen war. Unverkennbar an dem lederumwickelten Griff mit dem aufwendig gearbeiteten Stichblatt. Mit harschen Worten hatte er zu wissen verlangt, wie Montpellier in dessen Besitz gekommen war.

Unter d‘Artagnans brennenden Blick erbleichte der ältere Musketier noch weiter, zog dann langsam den Degen, hielt ihn auf seinen flachen Händen vor sich und betrachtete ihn, als sähe er ihn zum ersten Mal.

„Meine Klinge zerbrach...“, bekannte er dann mit zitternder Stimme. „Athos sah, in welcher Gefahr ich schwebte und warf mir seinen Degen zu... Es ist das Einzige, was mir von ihm bleibt...“

Dir?“, unterbrach Porthos ihn scharf und verlangte augenblicklich: „Er steht d’Artagnan zu!“

Der Gascogner stand wie erstarrt, unfähig, auch nur ein Wort zu äußern oder seine Augen von der Waffe zu nehmen, die er so unendlich oft in der Hand seines Freundes gesehen hatte... Mit der Athos ihn mehr als einmal beschützt, sein Leben gerettet hatte. Und so sah er nicht, wie Montpelliers Augen sich einen kurzen Moment verengten, wie seine Miene sich in Rebellion gegen Porthos‘ Forderung verzog, bis Aramis leise, aber nichtsdestotrotz unnachgiebig forderte: „D’Artagnan war mehr als ein Freund und Bruder für ihn - er war sein Protegé. Du weißt, Athos würde es wollen, dass die Waffe ihm zukommt...“

Kurz erstarrte Montpellier, dann sanken seine Schultern herab und er reichte den Degen mit einer resignierten Geste dem jüngeren Musketier.

Ohne zu zögern griff d’Artagnan danach und umklammerte den Griff so fest, dass seine Knöchel weiß hervor traten.

Ab diesem Moment wurde Athos‘ Degen zu seinem ständigen Begleiter.

 

Es schien, als habe d’Artagnan allen Lebenswillen verloren. Von dem verwegenen, kämpferischen Jungen mit den wild funkelnden Augen, der vor über eineinhalb Jahren in die Garnison gestürmt war, um den Tod seines Vater zu rächen, war nichts mehr vorhanden. Er sprach kaum, starrte mit düsterem Blick vor sich hin, ohne etwas wahrzunehmen, ignorierte weiterhin jedes Essen, das die gutmeinenden Freunde ihm aufnötigten, und des Nachts hörte man ihn, wie er rastlos in Athos‘ Quartier auf und ab ging.

Am Morgen des fünften Tages bat der Hauptmann Portos und Aramis um eine Unterredung. Gemeinsam traten die beiden Musketiere in Trévilles Amtsstube, und Aramis schloss die Tür sorgfältig hinter sich. Die drei Männer sahen sich an.

„Ihr seht nicht gut aus, Hauptmann!“, begann Aramis das Gespräch. Tatsächlich hatte er zum ersten Mal seit der verheerenden Nachricht Tréville genauer ins Gesicht geschaut. Doch der schnaubte nur und erwiderte müde: „Denkt Ihr, ihr beide würdet besser aussehen?“

Porthos blickte Aramis an und verzog das Gesicht zu einem humorlosen Grinsen.

„In der Tat nicht“, gab er dann grimmig zu, und Aramis seufzte.

„Wir alle trauern“, erklärte Tréville gefasst und kam sogleich zum Grund für diese Unterredung: „Und wir sorgen uns um d’Artagnan. Ich kann und ich will ihn nicht auch noch verlieren!“

Besorgt warf Aramis Porthos einen Blick zu und fragte beunruhigt an Tréville gewandt: „Ihn verlieren? Was meint Ihr damit?“

Tréville wich Aramis‘ Blick nicht aus, holte einmal tief Luft und erläuterte düster: „Ich habe schon einige Male Männer in diesem Zustand gesehen. Die sich völlig aufgegeben hatten, weil geliebte Kameraden gefallen waren. Keinen Sinn mehr in ihrem Leben gesehen haben. Denen es egal war, ob sie lebten oder starben.“ Aramis‘ Augen weiteten sich, als er verstand, von wem sein Hauptmann da sprach. Trotzdem fasste Tréville es in Worte, leise, behutsam. „So, wie Ihr damals nach Savoyen, Aramis!“

Nach all den Jahren durchlief Aramis noch immer ein leises Zittern, wenn der Name des Ortes fiel, von dem er als einziger Musketier zurückgekehrt war - zwanzig tote Kameraden zurücklassend. Dankbar nahm er wahr, wie Porthos‘ schwere Hand fast augenblicklich beruhigend auf seiner Schulter lag. Sein Fels – wie damals nach Savoyen... Er drängte die Erinnerung gewaltsam bei Seite und erwiderte mit trockenem Mund: „Aber - ich habe es geschafft, zurückzufinden. Mit Hilfe meiner Freunde und Kameraden - mit Eurer Hilfe konnte ich das alles hinter mir lassen.“

Tréville nickte bedächtig. „Und nun müssen wir die Freunde und Kameraden sein, die für d’Artagnan dasselbe...“

Ein scharfes Klopfen unterbrach Tréville mitten im Satz, so dass er missmutig die Augen zusammenzog, bevor er knapp rief: „Herein.“

Die Tür öffnete sich - und d’Artagnan trat herein. Verblüfft sahen die Anwesenden ihn an.

Nach wie vor übernächtigt, blass und mit deutlichen Spuren des allumfassenden Schmerzes im Gesicht war doch eins anders als in den vergangenen Tagen: Er hielt sich entschlossen aufrecht und in seinen Augen loderte ein Funke des alten Feuers. Nicht verwegen, wild und vielversprechend wie früher, eher düster und drohend - aber doch zeigte es, dass noch Leben, noch Kampfgeist in dem jungen Mann steckten.

Er nickte den beiden verblüfften Freunden knapp zu und wandte sich dann an Tréville.

„Hauptmann - ich bitte um die Erlaubnis, Athos nach Hause zu holen.“

tbc...

 

Ich hatte gewarnt...

Natürlich gibt es in den nächsten Kapiteln nähere Angaben dazu, was Montpelliers und Athos‘ Auftrag eigentlich war und wo er sie hingeführt hatte.

Nun bin ich erst mal brennend gespannt, wie Euch der Anfang gefallen hat, wie es Euch mit der neuen Situation geht.

Darüber hinaus wünsche ich ein erholsames Wochenende und eine ruhige Woche. Wenn Euch das hier nicht abgeschreckt hat, lesen wir uns dann gerne am kommenden Freitag wieder.

LG

Ann

 

Info:

Für die, die die Serie nicht kennen ein kleiner Hinweis zum Thema „Savoyen“: Dies ist ein Erlebnis aus Aramis‘ früher Zeit als Musketier, das in der Folge 1x04 „The good Soldier“ zur Sprache kommt. Da sie in der nächsten Waffenbrüder-Geschichte eine größere Rolle spielen wird, will ich gar nicht allzu viel mehr verraten, als wir jetzt schon aus Aramis‘ Gedanken herauslesen konnten: Bei einem brutalen, hinterhältigen Überfall wurden in Savoyen zwanzig Musketiere kaltblütig im Schlaf abgeschlachtet. Nur Aramis und sein Freund Marsac überlebten, wobei Marsac anschließend desertierte und Aramis verwundet zurückließ.

Wie es Aramis danach ging kann man nur ahnen.

Da in Folge 1x04 deutlich wird, dass weder Athos noch Porthos Marsac kannten gehe ich davon aus, dass beide erst nach Savoyen zu den Musketieren stießen. Aber wie gesagt: Dazu mehr in einer anderen Geschichte :-)!
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