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The Alienist - like a broken object

OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Dr. Laszlo Kreizler John Moore
06.11.2020
06.11.2020
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2.723
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06.11.2020 2.723
 
Hallo ihr lieben,
ich freue mich, dass ihr auf meine Geschichte gestoßen seid. Leider habe ich zu dieser tollen Serie noch keine andere FF auf dieser Homepage gefunden, daher habe ich selbst einige geschrieben. Vielleicht kann ich so einige von euch dazu animieren, es mir gleichzutun. Über ein Review würde ich mich freuen und wünsche euch nun viel Spaß.

PS: Diese FF wurde nicht Beta gelesen, da ich niemanden kenne, der hierzu selbst Geschichten schreibt, bitte euch daher über Rechtschreibfehler, die ihr mit Sicherheit finden werdet, hinwegzusehen. Ach ja, ehe ich es vergesse, mir gehört natürlich nichts daran ;-)

Wie hatte es so weit kommen können? Noch nie hatte er einem anderen Menschen Gewalt angetan – Nein, in seinem ganzen Leben noch nicht. Bis zum heutigen Tage. Laszlo Kreizler war grundsätzlich gegen Gewalt, auch wenn die meisten Menschen in dieser Hinsicht liberaler waren als er. Leider kamen oft Schläge und Prügelstrafen im Bereich der Kindererziehung vor – wenn nicht sogar täglich. Getreu dem Motto, es schadet nicht, seinem Sohn eine Ohrfeige zu geben oder ähnliches, wenn dieser es doch verdient hatte. Spätestens dann würde er es sich beim nächsten Mal gut überlegen. Laszlo schüttelte den Kopf – diese Art des Denkens konnte er nicht nachvollziehen.

Oft schon hatte er diesen Satz, von Eltern, die ihre Kinder in der Hoffnung auf Hilfe zu ihm brachten gehört … jedes Mal drehte sich ihm dabei der Magen um. Es war frustrierend. Die Eltern waren mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert, deshalb griffen sie zu gängigen Mitteln wie Schlägen – traurige Welt.

Nein, Gewalt war keine Lösung – und das war sie noch nie gewesen. Und jetzt hatte er selbst zu diesem Mittel gegriffen. Nie, hätte sein Temperament so mit ihm durchgehen dürfen, dass er Sarah eine Ohrfeige verpasste. Er hätte sich besser im Griff haben müssen.

Verärgert goss er sich ein Glas Whisky ein, atmete tief durch und setzte sich auf den Stuhl. Immer noch konnte Laszlo nicht völlig begreifen, was er getan hatte – es war wie im Traum. In Zeitlupe lief alles nochmals vor seinem inneren Auge ab. Sarah, die ihn fragte was mit seinem Arm passiert war, wer ihm das angetan hatte, ihn fragte, warum es ihm wichtig war zu lügen, wie sie ihn drängte die Wahrheit zu sagen und sich all dem zu stellen und Laszlo dann auch noch Feigheit unterstellt hatte – immer weiter und weiter. Alles auf einmal – das war zu viel. Wie er sie im Anschluss schlug und dann einfach stehen ließ, als John kam. Sie hatte seinen wunden Punkt getroffen, was sie jetzt leider auch wusste.

Wütend schlug Laszlo mit der Faust auf den Tisch. Er war kurz davor, dass auf dem Tisch stehende Glas gegen die Wand zu werfen, um der Wut über sich selbst ein wenig Luft zu verschaffen. Nein! Für heute hatte er schon genug Schaden angerichtet. Dies würde rein gar nichts ändern.

Laszlo leerte das Whiskyglas stattdessen in einem Zug und goss direkt nach. Auch wenn er klug genug war um zu wissen, dass das der Alkohol nicht die Lösung war, die er sich erhoffte. Aber vielleicht machte der gute Tropfen für den Moment alles ein wenig erträglicher.

Die Schuldgefühle nagten an ihm. Laszlo wollte nie, dass es zu solch einer Eskalation kam. Warum hatte sie es nicht gut sein lassen können? Es einfach auf sich beruhen lassen …? Warum mischte diese Frau sich immer in Dinge ein, die sie nichts angingen? Er spürte wie die Wut über sich und mittlerweile auch über Sarah kurz davor war die Oberhand zu gewinnen. Um sich zu entspannen, reib Laszlo sich mit Daumen und Zeigefinger über die geschlossenen Augen und nahm im Anschluss noch einen Schluck aus dem frisch gefüllten Glas.

In seinem inneren wusste Laszlo, dass Sarah ihn nicht verletzen wollte. Sie war neugierig, wie es eben viele Menschen waren. Mehr noch deprimierte ihn die Tatsache, dass er wusste, dass sie recht hatte. Laszlo konnte vor seiner Vergangenheit nicht davonlaufen, das hatte bis jetzt nicht funktioniert und würde es auch in Zukunft nicht. Das musste er endlich akzeptieren. Es war Zeit sich damit auseinanderzusetzen. Das allerdings war leichter gesagt, als getan.

Zudem hatte er kein Recht wütend auf sie zu sein, denn er war kein Stück besser als sie. Schließlich hatte er selbst vor kurzem Sarah dazu genötigt über ihre Gefühle in Bezug auf ihren Vater zu sprechen, bis diese mit Tränen in den Augen vor ihm stand und wortlos sein Haus verließ. Nein, auch er war nicht frei von Schuld. Obwohl Laszlo dies aus anderen Beweggründen tat, hatte er sie wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt genauso verletzt, wie sie ihn jetzt. Das war allerdings ein anderes Thema. Er hatte sie unter Druck gesetzt, um dem Täter näherzukommen – sie tat es aus reiner Neugier.

Nichts führte ihm seine eigene Schwäche und Unvollkommenheit so deutlich vor Augen, wie die Frage nach dem, was passiert war. Jedes Mal warf diese ihn zurück in die Vergangenheit, wieder kamen die Erinnerungen an den Moment … an dem … sein Vater … ihn mit brutalster Gewalt gebrochen hatte, wieder an die Oberfläche. Alles war wieder da, alles was Laszlo viele Jahre lange erfolgreich geschafft hatte zu verdrängen.

In diesen Momenten war wieder neun Jahre alt und spielte mit seinem Vater Tauziehen. Sie lachten, bis die Stimmung umschlug und er Angst vor ihm bekam, Angst vor seinem eigenen Vater. Am liebsten wäre er weggerannt. Aber er hatte keine Chance. Sein Vater hielt ihn fest am Arm und drückte diesen auf brutalste Art und weiße hinter seinen Rücken. Laszlo erinnerte sich noch gut an die Schmerzen, welche er damals verspürt hatte. Eine Träne rann über seine Wange hinab.

Bis heute wusste, Laszlo nicht warum sein Vater dies getan hatte. Er liebte ihn, womit hatte er das verdient? War er seinem Vater egal? War dieser an jenem Abend betrunken? Hatte Laszlo ihn unbewusst verbal oder physisch verletzt? Hatte er etwas Falsches gesagt oder getan? Schlussendlich war das nicht von Bedeutung, denn am Resultat hätte es nichts geändert. Trotzdem hatte er sich die Frage mehrfach gestellt. Eine Antwort allerdings hatte Laszlo nie gefunden. Er wusste schlichtweg nicht mehr wie es dazu gekommen war.

Um weiteren Nachfragen im Umgang mit anderen Menschen vorzubeugen, welche unweigerlich folgen würden, erzählte er, wenn er wieder einmal gefragt wurde grundsätzlich, von einem angeborenen Defekt. Dies war ebenso. Eine Tatsache, die nie irgendjemand infrage gestellt hatte, bis heute. Wie Sarah allerdings davon wissen konnte, war ihm noch immer schleierhaft. John konnte ihr die Wahrheit nicht gesagt haben, denn auch dieser kannte nur die offizielle Version, ebenso wie Teddy. Dieser schied also auch aus.

Seine Rechtfertigung war reiner Selbstschutz, wenn das auch viele Leute nicht verstehen würden. Laszlo wollte sich nicht den mitleidigen Blicken der anderen aussetzen, abwertend angesehen werden, weil er nicht war wie alle anderen. Nicht normal war – nicht richtig. Zudem schämte er sich für diesen Vorfall zutiefst. Verletzt vom eigenen Vater, und zwar so, dass er bleibende Schäden davontrug. Welcher Vater tat so was? Die Leute würden reden und reden und reden. Auch darauf konnte Laszlo gut und gerne verzichten. Nie sollte dies irgendjemand erfahren. Dafür aber war es jetzt zu spät.

Er hatte gelernt damit umzugehen, dass sein Arm mehr wie eine Art Dekoration an ihm herunterhing, als dass sie von Nutzen war, denn dies war sie nur in den seltensten Fällen. Laszlo hatte ebenso gelernt, seine linke Hand gezielter einzusetzen, Strategien entwickelt, dass alles doch irgendwie funktionierte, mehr oder weniger. Den meisten Menschen, die ihn nicht kannten, hätten wahrscheinlich nicht einmal etwas bemerkt. Sarah laut ihrer eigenen Aussage auch nicht. Lange genug hatte er Zeit gehabt alles zu perfektionieren. Der ein oder andere sah ihn zwar abwertend an, wenn er etwas mit der linken Hand unterschrieb, denn das war absolut unüblich, aber diese Blicke ignorierte Laszlo unkommentiert. Ja, gelernt hatte er es, was aber nicht hieß, dass er es akzeptierte und sich geschlagen gab.

Zwar hatte seine Mutter ihn damals zum Arzt gebracht, dieser hatte den Arm auch verbunden, wie dies eben bei Brüchen üblich war. Er sollte ihn für einige Wochen ruhig halten, danach wäre wieder alles okay, meinte dieser. Dem war aber nicht so. Auch seine Mutter war es, die ihn von einem Doktor zum anderen schleppte. Laszlo selbst verstand das damals nicht, denn Arzt war Arzt. Und ein Arzt wusste was zu tun war. Doch Jahre später wurde er eines Besseren belehrt, es gab durchaus gute und schlechte Ärzte.

Mit seinem Arm war es wahr wie bei einem zerbrochenen Gegenstand, ein Glas oder ein Gefäß, welches man wieder zusammengesetzt hatte. Die Scherben passten zwar irgendwie ineinander, trotzdem blieben die Kanten und Risse weiterhin sichtbar. Das Glas war nicht mehr ganz – nicht mehr heil wie zuvor. Es war völlig instabil und an den Rissen würde immer Wasser herauslaufen, wenn man es überhaupt befüllen könnte. Das reparierte Glas, war kein Glas mehr, es war kaputt – nicht mehr intakt – wie sein Arm eben.

Die gebrochenen Knochen waren irgendwie zusammengewachsen, wahrscheinlich krumm und schief, ebenso wie die Muskeln und Sehnen, welche mit Sicherheit auch in Mitleidenschaft gezogen worden waren, ansonsten wären diese heute nicht dermaßen verkümmert. Trotz der Tatsache, dass seine Eltern sich bessere Ärzte leisten konnten, als viele andere Menschen, konnten auch diese ihm nicht helfen. Er müsse lernen damit zu leben, es würde keine Besserung mehr eintreten … von jedem Arzt hörte er ab einem gewissen Alter dasselbe. Ärzte waren auch nur Menschen – auch sie konnten keine Wunder vollbringen. Das hatte er irgendwann einsehen müssen. So stand nach Jahren fest, es würde nicht mehr werden wie zuvor.

Dies war deprimierend. Laszlo war verzweifelt. Warum gerade er? Was hatte er getan, um das zu verdienen? War es eine Strafe, wofür auch immer? Angangs war jeder Tag von Frust geprägt, schon beim Aufstehen. Jeden Abend hatte er aufs Neue gehofft, dass am nächsten Tag alles wieder gut ist. Aber täglich wurde er aufs Neue Enttäuscht. Es war mühsam alles neu zu erlernen. Laszlo musste quasi bei null angefangen. Denn man nutzte beide Hände im Zusammenspiel wesentlich mehr als ihm zu diesem Zeitpunkt bewusst war.

Auch wenn Geduld nicht seine Stärke war, spürte er kleine Fortschritte – immerhin. Nicht, dass er eine Wahl gehabt hätte. Laszlo wollte gleichbehandelt werden, wie alle anderen auch. Er wollte nicht bemitleidet werden, oder gar eine Sonderstellung einnehmen, nach dem Motto: ´der Arme Junge.´ Mitleid war, das letzte was er brauchte. Dies verärgerte Laszlo ehr. Er wollte alles genauso gut machen, wie seine Mitschüler auch, oder sogar noch besser. Laszlo lernte schreiben, Knöpfe zu öffnen und zu schließen, eine Suppe zu löffeln und noch vieles andere.

Wenn man keine Optionen hat, wird man kreativ, diese Erkenntnis ereilte Laszlo früh. Auch wenn er mehrfach täglich an seine Grenzen gestoßen war, gab er nicht auf, alles immer wieder aufs Neue zu versuchen, egal wie niederschmetternd seine eigenen Misserfolge auch waren. Allerdings es gab Dinge, die klappten eben nur mit beiden Händen. Diese Tätigkeiten riefen am meisten Wut und Frustration bei ihm hervor, zum Teil taten diese Tätigkeiten dies auch heute noch. Er schaffte es in diesen Momenten nicht immer die Kontrolle über sich zu behalten – die Fassade zu wahren. Schuhe Knöpfen war beispielsweise eine dieser Routinetätigkeiten. Glücklicherweise nahm Mary ihm mittlerweile diese lästige Tätigkeit ab, denn es war schlichtweg unmöglich.

Beim Klavier war es ähnlich, auch damit hätte er gerne weitergemacht, richtig gespielt, wie damals, als Kind. Ab und zu klimperte er auch heute noch ein wenig mit der linken Hand auf den weißen Elfenbeintasten herum, dies hatte aber mit spielen nur noch wenig zu tun. Er war ein guter Pianist gewesen, damals. Vielleicht hätte er Musiker werden können, wenn er weiterhin hätte spielen können. Wehmut kam in Laszlo auf.

Hätte, hätte, hätte, was hätte nicht alles passieren können. Was hätte alles aus ihm werden können? Sein Leben wäre ohne diesen unschönen Zwischenfall wahrscheinlich ganz anders verlaufen. Wäre er jetzt verheiratet? Hätte er Kinder, so wie die meisten seiner damaligen Kommilitonen heute? Für gewöhnlich verbot Laszlo es sich, über solche Sachen nachzudenken, denn dies führte nur zu weiterer Frustration und Demütigung. Zudem änderten diese Gedanken nichts an den Tatsachen. Trotz all der schwierigen Umstände war aus ihm etwas geworden. Er hatte erfolgreich sein Studium an der Uni Harvard abgeschlossen und war ein Seelenarzt geworden. Laszlo war nicht unzufrieden mit seinem Beruf, im Gegenteil, er mochte diesen. Sein Erfolg täuschte vielleicht die anderen Menschen über seine Beschädigung hinweg. Ihm aber, war diese zu jederzeit vollkommen bewusst.

Seinen Beruf konnten viele Menschen nicht verstehen. Auch wenn er in den hohen Gesellschaftsschichten und vor allem seinen medizinischen Kollegen wegen seiner unorthodoxen Methoden bekannt war, aber meist geächtet wurde, störte ihn dies nur wenig, obwohl diese Menschen eigentlich klug genug sein müssten verschiedene abweichende Verhaltensweisen oder bestimmte Mentale Pathologien zu verstehen. Am Bildungsgrad lag es bei ihnen jedenfalls nicht. Wohl eher am Starrsinn. Zudem gab der Erfolg ihm recht. Was vielen anderen Kollegen aus dem medizinischen Umfeld sauer aufstieß.

Die unteren Schichten befanden Seelenheiler als unnötig, allerdings auf eine andere Art und Weise. Diese Menschen dachten, Gott hilft ihnen. Durch Beten wird alles wieder gut. Sollte das wieder erwartend nicht der Fall sein, wäre betreffende Person vom Teufel oder irgendwelchen Dämonen besessen. Und in dem Fall konnte sowieso nur ein Pfarrer mit einem Exorzismus Abhilfe schaffen. Ein Seelenarzt hingegen könnte da rein gar nichts ausrichten. Abgesehen davon, konnten sich diese Menschen eine ärztliche Behandlung nur selten leisten.

Die unteren Gesellschaftsschichten waren zu dem religiöser als die oberen, denn sie wussten es nicht besser. Viele der damals Erwachsenen hatten in ihrer Kindheit und Jugend gar keine Schule besucht. Sie arbeiteten schon im Kindesalter auf dem Feld, oder halfen in den großen Betrieben ihrer Eltern schon als Kinder mit. Auch heute noch gingen deren Kinder nach der Schule direkt zum Arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Das Privileg zur Schule zu gehen hatte nicht jeder, zu studieren gleich gar nicht. Ein Studium war den reichen vorbehalten. Laszlo selbst machte daher niemandem einen Vorwurf, woher sollten sie es auch wissen? Also bleib alles wie es seit jeher gewesen war: Was der Pfarrer sagte, war Gesetz. Das war heute, im Jahr 1896 noch so wie damals, als er ein kleiner Junge war.

Laszlo selbst glaubte an Gott, schließlich war auch er katholisch erzogen worden, allerdings wusste er aus eigener Erfahrung, das Beten kein Allheilmittel war. Jeden Tag hatte er als neunjähriger Junge gebetet – auch noch weit über das Kindesalter hinaus, sogar mehrmals täglich.

Nichts hatte es gebracht – absolut gar nichts. Er hatte Gott angebettelt, dass sein Arm wieder voll funktionsfähig wird, dies war aber nie eingetreten, auch wenn er jeden Sonntag die Kirche besuchte. Laszlo könnte auch in Zukunft noch so viel beten wie er wollte, ändern würde es gar nichts. Laszlo warf das Glas, welches er mittlerweile geleert hatte gegen die Wand. Er hatte die Kontrolle über seine Wut verloren, die diese Gedanken bei ihm auslösten. Laszlo fühlte er sich jämmerlich. Er hatte wirklich gedacht, Gott würde alles wieder ins Reine bringen, dies aber war ein Trugschluss. Laszlo war nicht dumm, er hätte es besser wissen müssen.

Als er auf der Uni Harvard eingeschrieben war, nahmen seine Gebete rapide ab, bis er es irgendwann ganz bleiben ließ. Zudem war Laszlo eher der Wissenschaft zu getan. Diese ließ sich belegen. Wobei diese Tatsache bezogen auf die Psyche auch nicht immer direkt der Fall war. Trotzdem war es ein spannendes Gebiet. Ebenso das menschliche Verhalten, welches nicht weniger interessant war. Das eine war oft eng mit dem anderen Verknüpft.

Warum tut jemand etwas? Aus welchem Grund verhielt sich die betreffende Person so oder so? Laszlo kam der Streit wieder in den Sinn. Noch bevor ihm die Frage ´wieso hast du das getan ´ durch den Kopf ging, kannte er die Antwort. ´, weil sie ihn verletzt und gedemütigt hatte, unter Druck gesetzt hatte, bis er nicht mehr konnte. Laszlo wollte weg, weg von Sarah, weg aus dieser unangenehmen Situation. ´ Er war überfordert.

Trotzdem, er musste sich bei Sarah Entschuldigen. Das hatte Sarah nicht verdient. Es war falsch! Zudem war er es, der gewalttätig wurde. Er hatte ihr zwar ´nur´ eine Ohrfeige gegeben, aber selbst dies bereute er zutiefst. Sie hatte ihn nicht bewusst verletzen wollen, so gut kannte er sie in der Zwischenzeit.

Andererseits, vielleicht war es klüger, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Sie würde weiter nachbohren, ihn weiterhin unter Druck setzen, so neugierig wie sie war. Richtig war es nicht, ihr die Entschuldigung zu verwehren, andererseits beugte Laszlo aber so immerhin einer erneuten Eskalation vor.
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